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Switched Gender - Marshall x Finn

Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Finn Jake Marceline Marshall Lee Prinzessin Bubblegum
10.07.2015
26.08.2015
11
9.506
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26.08.2015 968
 
Finn drückte meine Hand. Wieso erfüllte mich das mit Melancholie? Ich spürte, wie der Staudamm, der Jahre lang meine Tränendrüsen blockiert hatte, einbrach und meine Augen überschwemmte. Mein Bild verschwamm in tausend Farben, die ich nicht mehr zuordnen konnte. Ich schloss meine Lider und wischte mir mit dem Ärmel über die Augen. Als ich sie wieder öffnete, sah mich ein kleiner Blonder mit zitternder Unterlippe an. Sein Gesicht erfüllte mich mit einem Stechen in der Brust. Ich wollte ihn nicht so sehen.
"Bitte hör auf, Finn."
Er sagte nichts. Wimmerte leise weiter.
"Hör auf!"
Er zuckte kurz zusammen.
"Wieso bist du hier?! Wieso bist du gekommen?! Ich weiß doch, dass du mich liebst! Du zerstörst mich!"
"Ich will erwidert werden!"
"Ich traue mich nicht, okay?! Ich will nicht! Ich habe Angst!"
Er war still. Starrte mich perplex an.
"Ich habe Angst vor dem Tod! Und ich habe Angst damit konfrontiert zu werden, okay?!"
Er schwieg. Diese Stille war mir unangenehmer als alles andere zuvor. Ich wollte am liebsten einfach gehen. Ganz schnell weg.
"Du bist doch unsterblich. Wieso hast du dann Angst vor dem Tod..?"
"Weil alle sterben, nur ich nicht! Es werden alle sterben und ich werde zurückbleiben!"
"Das wird sowieso passieren, warum lebst du bis dahin nicht zusammen mit mir? Und machst mein sterbliches Dasein zum Schönsten, was ich in meinem Leben haben könnte..?"
Ich erstarrte. Stimmt. Passieren wird es sowieso... Klingt makaber. Aber es ist eine Tatsache...  
"Marshall.."
Ich starrte zur Seite und knirschte mit den Zähnen. Ich konnte ihm aus irgendeinem Grund nicht in die Augen sehen. Mein Brustkorb zog sich zusammen. Seine dunkle Stimme, die leise meinen Namen aussprach. Jeder Buchstabe, jeder Ton klang wie ein Instrument. Was in mir hielt mich fest? Was ließ mich erstarren? Und warum konnte ich mich nicht dagegen auflehnen? War es Angst? Scham?
Finn stand vor mir. Jeder Schritt, mit dem er sich näherte, hallte in meinen Ohren wider. Es kam mir wie eine Ewigkeit vor. Schließlich stand er nur noch ein paar Zentimeter entfernt von mir und sah mich tiefgründig an. Als würde er durch meinen Kopf schauen wollen. Seine Wärme. Sein Geruch. Als das ließ meinen Körper erstarren. Als er schließlich seine weiche Handfläche auf meine Wange legte, stellten sich bei mir alle Haare auf und eine Gänsehaut lief mir den Rücken herunter.

\\PoV Finn\\
Marshall ist so steif und verkrampft. Wieso sagt er nichts? Wieso weicht er meinem Blick aus?
Seine Haut war ganz kalt. Ich strich mit meinem Daumen über seine graue Wange und berührte sanft seine Lippen. Ich streckte meinen Kopf ein wenig nach vorne und schloss langsam meine Augen. Ich hatte erwartet, dass er sich wehren würde, jedoch konnte ich ohne Probleme seine Lippen berühren. Sie waren feucht, aber doch brüchig und etwas kaputt. Das störte mich aber nicht.
Nach kurzer Zeit ließ ich von ihm ab und sah ihn wieder an. Seine glasigen Augen schienen durch mich durch zu sehen. Als wäre er in Trance.
"Marshall, du..-"
Er zog mich an sich und schloss seine Arme um mich. Er drückte mich fast zu fest. Ich wusste nicht, wie ich meinen Kopf legen sollte, sein Körper schien größer als vorher. Ich legte meine rechte Gesichtshälfte auf seine Brust und hielt mich an seinem Hemd fest.
Niemand sagte etwas. Man hörte lediglich den Wind draußen pfeifen. Ich spürte seinen Puls auf meiner Wange. Die Stille war entspannend. Ich beruhigte mich. Wie es Marshall wohl ging?
"Finn"
Seine Stimme zitterte und war so leise, dass man denken könnte, er sei heiser. Diese Seite von ihm hatte ich noch nie gesehen. Wahrscheinlich auch kein anderer.
"Was ist, Marshall?"
"Tut mir Leid..."
"Was tut dir denn Leid?"
Er drückte mich ruckartig von sich weg und fing an mich zu küssen. Seine Lippen verschmolzen mit meinen. Ich spürte ab und zu seine Fangzähne, die gegen meine Lippen drückten. Seine Zunge suchte sich ihren Weg durch meine Lippen und lief meine Zahnreihe entlang. Ich wusste nicht, wie ich das, was er mit mir tat, finden sollte. Es erregte mich. Kam mir aber irreal vor. So irreal...
Ich entschied meine Zunge ebenfalls in den Kampf zu schicken und umschlung seine spitze Vampirzunge. Ich legte meine Hände auf seine Brust und schloss genüsslich meine Augen.
Marshall's Griff festigte sich. Seine Barrieren durchbrachen Stück für Stück. Doch irgendetwas in ihm baute sie wieder auf. Er zögerte. Das merkte man. Trotz alle dem gab er sich der Lust hin und legte seine Hände auf meine Wangen. Er hielt mich und küsste mich innig. Er wollte kaum aufhören, jedoch mangelte es mir an Luft und ich löste den Kuss.
Wir sahen uns an. Seine Augen waren nicht mehr gläsern. Matt. Dunkel. Normal.
"Ich liebe dich..."
Diese Worte. Aus Marshall's Mund. Dass ich das tatsächlich gerade gehört habe. Ich lächelte.
"Ich dich auch, Marshall..."

"Wirst du wieder zur Frau werden?"
Ich lehnte mich nach rechts und sah den Mann an, mit dem ich geschlafen hatte. Er faltete die Hände hinter dem Kopf zusammen und starrte an die Decke. Dabei federte das Bett ein wenig.
"Ich weiß nicht."
"Ich fände es seltsam, wenn ich mit einer Frau schlafen würde."
"Das ist der Normalfall, Finn."
"Schon..."
Marshall drehte seinen Kopf in meine Richtung und grinste.
"Wenn du mir noch einmal die Vorteile des Mann-Seins aufzählen kannst, überlege ich es mir."


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Soouuu, damit wäre das geschafft. Puh! Tut mir Leid, dass die letzten Kapitel so spät gekommen sind >.< Hatte heute mal Zeit und habe das letzte Kapi zu Ende geschrieben. ^-^
 
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