What about my Dreams?

GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Brad Crawford / Oracle Farfarello / Jay / Berserker OC (Own Character) Ran Fujimiya / Aya / Abyssinian Schuldig / Mastermind Yohji Kudou / Ryo Ito / Balinese
10.07.2015
03.07.2019
47
242619
6
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Dieses Kapitel
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Disclaimer: Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld. Alles, was an Orten, Personen, Namen etc. bekannt vorkommt, gehört nicht mir. An in der Geschichte vorkommenden Songtextzeilen und den dazugehörigen Liedern habe ich selbstverständlich auch keine Rechte. Interpret und Titel werden in den betroffenen Kapiteln angegeben.

Kurzbeschreibung: Es sollte ein ganz normaler Kurzurlaub werden: hin, ein paar nette Tage in Deutschland und dann wieder zurück nach Japan. So hat Schuldig sich das zumindest vorgestellt, doch auf dem Rückflug kommt es zu Turbulenzen – mit ungeahnten Folgen...  // Schuldig, Aya Fujimiya, Brad Crawford, Farfarello, Yohji Kudo, Ken Hidaka, Omi Tsukiyono, Nagi Naoe, Manx, Birman, SZ, Rosenkreuz  //  _Warnung:_ Dub-con, Angst, Crossdressing, in späteren Kapiteln evtl. Torture  //  Leider nur für _neugierige_ Leser (und solche, denen bei ein paar Blutstropfen nicht gleich schlecht wird)

A/N: Bei allgemeinen Fragen und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Gebrauchsinformation im Profil.

Schlüssel:
„ … “       = gesprochenes Englisch
„ … “       = gesprochenes Japanisch (kursiv)
»…«         = gesprochenes Deutsch
*…*          = Telepathie (kursiv)
--…--       = Vision
› …         = Telefon / Funk / Teamspeak (kursiv)





What about my Dreams?




Prolog


No one's got the power to defy the tyranny
One by one they all were gone
Far too many heroes came and went but never won
Everyone has lost his soul forever

[...]

All heroes lost, the kingdom's gone
I feel the end, it must be done
Courageous I'm standing tall





Das Novembergrau auf dem Parkplatz verblasste mehr und mehr im künstlichen Schein der Neonröhren. Mit jedem Schritt, den sie sich tiefer in die Eingeweide des Krankenhauses hinein wagten, nahm dessen Atmosphäre von Krankheit und Desinfektionsmitteln sie in sich auf. Irgendwann würden sie ein Teil von ihr sein. Ein Teil dieses neumodischen Kreislaufs von Leben und Sterben, doch zum Sterben waren sie nicht hergekommen. Nicht heute zumindest, nicht, solange sie noch ganz am Anfang von allem standen. Am Anfang ihres schuldenfreien Lebens, das sein erstklassiger Abschluss ihnen zu guter Letzt doch noch beschert hatte.

Hätte ihnen jemand vor einem Jahr gesagt, dass die Vergewaltigung seiner Schwägerin diese Auswirkungen auf sein Leben haben würde, er hätte denjenigen wahrscheinlich ausgelacht. Wer sollte denn schon auf die Idee verfallen, eine Novizin zu überfallen und zu vergewaltigen? Der Gedanke war ihm genauso absurd, genauso lächerlich vorgekommen wie seiner Frau. Und trotzdem... Trotzdem waren sie jetzt, nur neun Monate nachdem sie davon erfahren hatten, hier, in diesem Krankenhaus und...

›Adoptieren Sie eins der Kinder Ihrer Schwägerin und Sie bekommen die Stelle.‹

Er hatte seinen Ohren nicht trauen wollen. Das war normalerweise nicht die Art, ein Telefonat zu beginnen, doch wie hätte er ablehnen sollen? Er hatte ungezählte Bewerbungen geschrieben, die meisten waren ins Ausland gegangen, doch niemand hatte ihn wenigstens zu einem Gespräch eingeladen. Er war verzweifelt gewesen, schon bereit an Verschwörungen jedweder Art zu glauben, solange sie nur erklärten, weshalb ihn niemand als Angestellten auch nur in Betracht zu ziehen schien.
Wie hätte er da ablehnen können? Zumal seine Frau und er ohnehin Kinder haben wollten. Warum also keines adoptieren? Aber wie? Mit all den Schulden...

›Sie und Ihre Frau fahren zwei Tage nach der Geburt ins Krankenhaus und suchen sich eines der Kinder aus. Die Formalitäten überlassen Sie uns.‹

Nicht, dass es nicht schon merkwürdig genug gewesen wäre, aber...

›Man wird Ihnen ein Haus in angemessener Entfernung zu unserem Unternehmen zur Verfügung stellen und Ihren Kredit abbezahlen, sobald Sie nach Abschluss der Adoption Ihren Arbeitsvertrag unterschrieben haben.‹

Keine Schulden mehr, ein Arbeitsplatz und ein Haus... Es musste ein Traum sein! Das sagte er sich nun schon seit über einem Monat, doch man hatte ihn sogar aus dem Krankenhaus angerufen, um sich zu versichern, dass seine Frau und er heute auch wirklich kommen würden – und da waren sie nun.
Sie standen irgendwo im Innern dieses Klotzes aus Beton und betrachteten zwei Neugeborene unter Kunstlicht, während es draußen dunkel wurde. Die Krankenschwester, die sie auf die Station gelassen und seitdem ununterbrochen begleitet hatte, sah abwechselnd sie und die Kinder an, geradewegs so, als würde sie darauf warten, dass einer von ihnen etwas sagte. Doch er konnte nicht. Er konnte die Kinder nur anstarren und sich fragen, ob der namenlose Anrufer nicht vielleicht doch eines von beiden eher im Sinn gehabt hatte als das andere. Doch wie sollte das sein? Sie waren erst vor zwei Tagen zur Welt gekommen und selbst ein geheimnisvoller, namenloser Anrufer konnte nicht hellsehen!

Er spürte, wie seine Frau seine Hand nahm, sie zärtlich und aufmunternd drückte.

War es nicht egal, für welches Kind er sich entschied? Immerhin sollten es ja eineiige Zwillinge sein, also... Das linke war wach, starrte ihn an, doch als er den Blick erwiderte, verzerrte sich das kleine Gesicht zu einer rasch dunkelrot werdenden Grimasse, begleitet von lautstarkem Protestgebrüll.  Das rechte Neugeborene hingegen schlief, schien nur zu schnaufen, als sein Zwilling zu brüllen begann – und er traf eine Entscheidung.

›Mit dem Unterzeichnen der Adoptionsunterlagen erklären Sie sich gleichermaßen bereit, an dem Kind zu testen, was man von Unternehmensseite aus von Ihnen verlangt. Sollten Sie sich im Nachhinein weigern, verfügt man über Mittel und Wege sowohl Sie als auch Ihre Familie ohne Aufsehen unschädlich zu machen.‹

Doch sie wollten sich nicht weigern.

Sie wollten – und würden! – eine gesicherte Existenz und eigene Kinder haben.

Was würde es ihnen schon ausmachen, irgendwelche Substanzen an einem Kind zu testen, das schon vor seiner Geburt wie ein Gegenstand behandelt wurde?

Welche Skrupel sollten sie in diesem Fall haben?

Ganz sicher.

Keine!



***
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