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Verliebt in den Feind

Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Homura Akemi Kyouko Sakura Madoka Kaname Mami Tomoe Sayaka Miki
09.07.2015
15.06.2020
18
77.760
5
Alle Kapitel
52 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
08.07.2019 11.025
 
Hallo liebe Leser und willkommen zu einem neuen Kapitel von "Verliebt in den Feind".^^
Es tut mir leid, dass ihr so lange warten musstet, eigentlich hatte ich das Kapitel schon vor einiger Zeit (mindestens einem Monat) fertig, aber ich habe mich darum gedrückt es zu kontrollieren weil es so lang war.^^' Ich sollte wirklich kürzere Kapitel schreiben.^^''' Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie, oder? :-) ^^'
Naja jedenfalls habe ich meine sinkende Motivation gepackt und mich damit durch dieses Monster Kapitel gekämpft und naja, hier bin ich nun.^^ Ich musste leider das Kapitel aufteilen, ansonsten wäre es noch mehr geworden und da ich euch nicht noch mehr erschlagen will, als ich es schon mit diesem Kapitel tue, hebe ich mir das für das nächste Mal auf. ;-D
Ich hoffe ihr verzeiht mir die lange Wartezeit, das Kapitel macht es wieder wett, das verspreche ich euch. :-D
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen.^-^
Bis bald
Lg eure Setosgirlfriend/ Freya

Ps: Habt ihr das mit Cameron Boyce gehört? Als ich gestern gelesen habe, dass er gestorben ist...uff. Ich war und bin immer noch sehr traurig deswegen. Ich kannte ihn nicht persönlich aber er war einer der besten Kinderstars unserer Zeit. Ich liebe die Descendants Reihe von Disney und habe mich schon auf den neuen Film mit ihm gefreut, der jetzt leider auch sein letzter Film sein wird. Auf Youtube finden sich einige Tribute Videos und obwohl ich selbst keine Tribute Videos machen kann, wäre es schön, wenn ein paar von euch, meine lieben Leser, das machen würden. Cameron Boyce zu Ehren. Ihr müsst natürlich nicht, wenn ihr nicht wollt oder wenn ihr es wie ich nicht beherrscht, aber es wäre eine schöne Geste. :-)
Ich widme dieses Kapitel Cameron Boyce und euch, meinen lieben Lesern. Danke, dass ihr alle mir nach all diesen Jahren immer noch so treu seid. Das bedeutet mir viel! :-) Auf ein paar weitere schöne Jahre. :-)
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Es war noch früh am Morgen als die beiden Schulklassen in den Bus stiegen und losfuhren und dennoch lag trotz der Müdigkeit ein Frieden und eine Freude in der Luft, die sich über jeden einzelnen Schüler und Lehrer senkte.
Alle fühlten sich entspannt und erholt und erst langsam erkannten die jungen Schüler wie sehr sie diese Pause gebraucht hatten und auch die Lehrer waren froh, dass sie sich etwas ausruhen gekonnt hatten.
Doch vor allem für eine kleine Gruppe von Mädchen hatte der Ausflug vieles gebracht. Neue Erfahrungen, Freude, Glück, Schmerz und die Liebe.
All das hatten sie in den vergangenen fünf Tagen erlebt und hatte ihr Sichtfeld auf viele Dinge erweitert. Und obwohl sie alle wirklich sehr viel Spaß am Strand und bei ihren sonstigen Freizeitaktivitäten hatten, so freuten sich alle auch wieder auf Zuhause. Vor allem Madoka, die die ganze Zeit über, trotz der Müdigkeit, verträumt aus dem Fenster blickte und von dem leckeren Essen ihrer Mutter erzählte, das zu Hause auf sie warten würde. Homura, die neben ihr saß, lächelte und kicherte leicht, bevor sie weiter den Worten des pinkhaarigen Mädchens lauschte, so als wären sie eine Melodie, die nur sie allein hören konnte.
Schräg hinter ihnen saßen Mami und Yuki, die sich leise unterhielten, wobei die Blondhaarige immer mal wieder einen Blick auf ihre Herrin und Madoka warf und dabei alles andere als erfreut aussah.
Yuki, die die plötzlichen Stimmungswechsel ihrer Freundin bemerkte, bemühte sich sie abzulenken und etwas aufzumuntern, und tatsächlich, es klappte!
Wann immer sie Mami einen Witz oder eine lustige Geschichte erzählte und sie damit zum Lachen oder lächeln brachte, war es für das braunhaarige Mädchen ein Erfolg. Mami wirkte gleich darauf sehr viel entspannter und ihr Lächeln war voll ehrlicher Freude und Amüsement, doch es hielt meist nicht lange, da kurz darauf ihr Blick wieder zu Homura glitt und sich ihre Miene wieder etwas verfinsterte. Yuki seufzte leise und versuchte noch ein paar mal die blondhaarige Dämonin aufzumuntern, bis ihr schließlich die Geschichten ausgingen und sie weiter überlegen und sich neue ausdenken musste. Doch dabei konnte sie nicht verhindern, dass ihre Gedanken an den Vortag zurückkehrten und es versetzte ihr einen Stich wie traurig Mami sie angeblickt und wie verletzt sie geklungen hatte.
Und wann immer sie daran dachte, wurde sie entschlossener denn je Mami zu helfen Homura zu erobern, auch, wenn sie sich persönlich einen etwas anderen Ausgang der Geschichte gewünscht hätte. Doch was sie wollte war unwichtig, sie liebte Mami, das hatte sie nun erkannt, und jetzt zählte das Glück des Blondhaarigen Mädchens und nicht ihr eigenes. Und wer weiß? Vielleicht war Mami wirklich nicht für sie bestimmt und egal wie sehr sich alles in ihr gegen diesen Gedanken sträubte, vielleicht fand sie irgendwann ja auch mal jemanden, der sie so liebte wie sie Mami liebte. Und obwohl ein kleiner Teil von ihr entgegen aller Hoffnung sich immer noch an die minimale Wahrscheinlichkeit, die eher einem dünnen Faden glich, klammerte, dass Mami sich doch noch für sie interessieren würde, vielleicht wenn sie genügend Zeit miteinander verbrachten, wusste sie, dass sie es früher oder später akzeptieren musste, dass Mami kein Interesse an ihr zeigte.

Wieder spürte Yuki Trauer in sich aufwallen und ihr schossen bei dem Gedanken Tränen in die Augen, doch sie schluckte und hielt sie zurück. Nein, damit würde sie jetzt nicht wieder anfangen! Sie hatte die halbe Nacht wachgelegen und mit ihren Gedanken gehadert, die sie dazu bringen wollten sich selbst zu bemitleiden und in Tränen auszubrechen und obwohl es ihr wirklich nicht gut ging und sie schon fast ein Übelkeitsgefühl hatte wenn sie in Mamis Nähe war, so riss sie sich zusammen um sich nichts anmerken zu lassen. Sie würde es auf die Müdigkeit oder etwas anderes schieben wenn nötig, aber sicherlich nicht auf ihre wahren, gebrochenen Gefühle, soviel war sicher! Denn bevor sie eingeschlafen war, war sie zu dem Schluss gekommen, dass sie warten würde, bis sie alle wieder zu Hause waren. Erst dann würde sie sich, ganz klassisch wie die Mädchen in den Filmen es immer taten, mit einem Eisbecher in ihrem Zimmer einschließen und ihrer Trauer, sowie den Tränen freien Lauf lassen und in Selbstmitleid baden. Es war vielleicht etwas klischeehaft, doch Yuki war ein Fan von Klischees, zumindest manchmal, und würde es auch nicht anders haben wollen. Doch jetzt würde sie durchhalten, Mami zuliebe.

Wie auf Kommando ertönte die Stimme ihrer Liebsten, als diese zu Yuki blickte und das braunhaarige Mädchen bildete sich ein Sorge in ihren Augen sehen zu können, als sie fragte:" Yuki-Chan? Ist alles in Ordnung? Du wirkst etwas blass."
Yuki lächelte leicht, als sie die Sorge in ihrer Stimme erkannte, doch gleich darauf verpasste sie sich innerlich eine Ohrfeige für ihre Gedanken. Sie sollte Mami doch keine Sorgen bereiten, was für eine Freundin war sie denn eigentlich!? Sie sollte sich stattdessen lieber etwas einfallen lassen um ihr zu helfen!
Also erwiderte sie:" Es ist nichts, Mami-San. Mach dir keine Sorgen."
Doch sie erkannte Mamis prüfenden Blick und wusste, dass ihre Freundin es ihr nicht abkaufte. Wo auch immer sie herkam, sie hatte dort wohl gelernt ein sehr gutes Gespür für die Menschen und ihre Zustände und Emotionen zu haben.
Das war wohl auch der Grund, warum sich ihre Lippen zu einer dünnen Linie verzogen und sie belehrend sagte:" Yuki, lüg mich bitte nicht an. Ich sehe doch, dass es dir nicht gut geht. Soll ich vielleicht nach vorne zu dem Fahrer gehen, oder den Lehrern Bescheid geben? Vielleicht machen wir dann eine kurze Pause oder sie lassen dich nach vorne sitzen, wenn dir schlecht ist."
Doch Yuki schüttelte nur schnell den Kopf, eine blöde Idee, wie sie kurz darauf feststellte, als sich die ganze Welt für einen Moment zu drehen begann und sie entließ ein schmerzhaftes Seufzen, während sie sich den Kopf hielt.
Doch gleich darauf wurde ihr bewusst was für einen Fehler sie da gemacht hatte, denn Mami blickte sie jetzt noch besorgter an als zuvor.
Aber sie musste unbedingt verhindern, dass die Blondine zu den Lehrern und dem Fahrer ging, denn wenn sie vorne sitzen musste, dann würde sie Mami nicht helfen können und wenn der Bus so kurz nach dem Start eine Pause einlegte würden sie erst spät wieder ankommen.
Also blieb ihr wohl nichts anderes übrig als Mami die Wahrheit zu sagen.
Das braunhaarige Mädchen seufzte, bevor sie Mami schwach lächelnd anblickte und erklärte:" Danke, aber das brauchst du nicht, Mami-San. Ich...ich hatte nur Probleme mit dem Einschlafen und naja, ich bin die halbe Nacht wachgelegen und deswegen fühle ich mich nicht so gut. Aber es ist nur die Erschöpfung, wirklich!"

Wieder dieser prüfende Blick und die Sorge, die in diesen goldenen Augen blitzte und unter anderen Umständen würde es Yuki das Herz wärmen, doch nicht hier und nicht jetzt. Jetzt fühlte sie sich nur noch ausgelaugt und wollte am liebsten nichts weiter tun als zu schlafen.
Auch Mami schien das zu bemerken, als sie lächelte und erwiderte:" Also gut ich gehe nicht zu Satome-Sensei oder dem Busfahrer, aber dafür musst du mir versprechen, dass du jetzt versuchst wenigstens etwas zu schlafen. Wir wollen ja nicht, dass du dir eine Erkältung einfängst und krank wirst, okay?"
"Okay.", murmelte Yuki und musste gleich darauf auch schon gähnen.
Sie versuchte sich einigermaßen so zu positionieren, dass ihre Gelenke und ihr Kopf nicht wehtaten, wenn sie wieder aufwachte.
Dann schloss sie die Augen, doch da war so eine Ungemütlichkeit in ihrem inneren, die sie einfach nicht schlafen ließ, egal was sie auch versuchte.
Auch Mami schien das nach einer Weile zu bemerken und flüsterte:" Yuki? Warte, ich helfe dir etwas beim einschlafen. Konzentrier dich einfach auf meine Stimme, ja?"
Ein leises Brummen war ihre Antwort und Mami musste ein Kichern unterdrücken und legte ihre Hand auf Yukis Kopf. Sanft strich sie ihr durch die Haare, was Yuki für einen Moment zusammenzucken ließ, wahrscheinlich weil sie diese Aktion nicht erwartet hatte, doch schnell entspannte sich das Mädchen wieder und ein angenehmes Seufzen entkam ihr. Sie entspannte sich noch mehr, als Mami leise eine kleine Melodie zu summen begann und Yuki, die sich nur auf ihre Stimme konzentrierte, spürte wie sich ihre Ungemütlichkeit immer mehr verflüchtigte, je länger sie diese Melodie hörte. Sie kannte das Lied nicht, es schien einer dieser ausländischen Songs zu sein, doch das interessierte sie auch nicht. Die Melodie erschuf ihre ganz eigenen Bilder in ihrem Kopf.
Yuki musste lächeln als ein Wohnzimmer vor ihrem inneren Auge auftauchte. Es war mit dunklen Möbeln, grauen Wänden und einem Teppich als Fußboden ausgestattet, während in der Ecke ein Kamin stand in dem ein Feuer ruhig vor sich hin prasselte. Fast meinte das Mädchen die Wärme der Flammen wirklich zu spüren und wieder seufzte sie leise, während sie sich weiter in ihren Sitz kuschelte, noch immer der leisen Melodie lauschend.
Leises, helles Lachen ertönte und das Prasseln der Flammen und sanfte Knacken der Holzscheite trug noch mehr zu ihrer Entspannung bei. Dazu noch die angenehme Wärme und die sanften Bewegungen von Mami, wie sie durch ihre Haare fuhr, und ehe es sich Yuki versah war sie auch schon eingeschlafen…

Ein paar Reihen weiter hinten saßen Sayaka und Kyouko in einer angenehmen Stille nebeneinander. Sie sagten nichts, doch das brauchten sie auch nicht, denn sie schienen sich auch ohne Worte zu verstehen. Denn immer, wenn sie sich anblickten mussten sie lächeln und rote Schimmer erschienen auf ihren Wangen, bevor sie schnell wieder die Blicke abwanden. Das ging eine ganze Weile so, bis Sayaka schließlich den nächsten Schritt wagte und, ohne hinzuschauen, nach Kyoukos Hand tastete. Als sie sie schließlich fand schloss sie ihre Finger um sie, eine Bewegung die Kyouko automatisch erwiderte, und Sayaka spürte wie ihr Herz erneut schneller zu klopfen begann und ein Lächeln auf ihren Lippen erschien.
Doch ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie plötzlich Kyoukos Stimme nah an ihrem Ohr hörte:" Weißt du, wenn wir so bleiben, dann sehen die anderen Schüler noch unsere Hände."
" Dann müssen wir etwas dagegen tun, oder?", erwiderte Sayaka leise und blickte nun zu Kyouko, die genauso wie sie ein schelmisches Grinsen auf den Lippen hatte. Diese nickte nur und ihre Augen funkelten voller Wärme, als Sayaka den Blick erwiderte, bevor sie plötzlich begann sich auf die Seite zu legen, sodass sie sich an Kyouko schmiegte. Diese war kurz überrascht, bevor sie lächelte und sich so positionierte, dass Sayaka ihren Kopf an ihren Arm lehnen konnte. Ihre beiden Hände, die immer noch ineinander verschlungen waren, hielten sie in die Mitte ihrer Körper, sodass diese vor den Blicken ihrer Schulkameraden versteckt waren, sollten diese zu ihnen hinüberschauen.
Damit waren beide Schülerinnen sichtlich mehr als zufrieden und Kyouko drehte gerade den Kopf vom Fenster wieder zu Sayaka, doch als sie den Mund öffnen wollte, um etwas zu sagen, stockte sie. In ihrem Inneren wallte Wärme auf und ihr Blick wurde sanfter als sie Sayakas friedliches, schlafendes Gesicht sah. Die Blauhaarige sah so vollkommen ruhig aus und fühlte sich sicher nun, da sie so bei Kyouko lag und die Rothaarige konnte nicht anders als zu denken wie süß das war und sich geschmeichelt zu fühlen wie sehr Sayaka ihr vertraute im Angesicht dessen was sie eigentlich war. Dann fiel ihr plötzlich wieder ein, dass sie es ja nicht wusste und augenblicklich trübte sich ihre Freude und ihr Lächeln verschwand.

Für einen Moment überlegte Kyouko was sie nun tun sollte, doch die Entscheidung fiel ihr nicht wirklich schwer. Sie würde Sayaka die Wahrheit über sich sagen, wenn die Zeit dafür gekommen war. Wann das war, das wusste sie noch nicht, doch sie nahm sich vor es Sayaka auf jeden Fall zu sagen! Sie hoffte nur, dass Homura damit einverstanden war und falls nicht, was sehr wahrscheinlich war, würde sie sie eben überzeugen müssen. Doch eines war sicher, Kyouko würde sie überzeugen, denn wenn sich die rothaarige Dämonin erst einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann zog sie das auch durch! Doch für den Moment würde sie einfach nur die Nähe zu Sayaka genießen und das warme Gefühl, das sie in ihr auslöste. So ein Gefühl der Wärme und Liebe hatte sie außer bei Homura und Mami selten gespürt. Nur als ihre Schwester…
Schnell schob sie diese Gedanken weg, stattdessen nickte sie sich selbst zufrieden zu, als ihre Gedanken wieder begannen um ihre Entscheidung zu kreisen.
Doch Sayakas Hand, die leichte Kreise auf ihrer Handfläche zeichnete lenkte Kyouko ab und als sie die Blauhaarige anblickte, lächelte diese sie nur an und das war alles, was es brauchte um Kyouko zu entspannen. Sie erwiderte das Lächeln, bevor sie leise flüsterte:" Schlaf ein bisschen, ja? Ich sehe doch dass du müde bist." Sayaka sagte nichts, doch der rote Schimmer auf ihren Wangen wurde stärker. Sie blickte sich etwas unsicher um, doch Kyouko beugte sich näher zu ihr und flüsterte:" Ich pass auf dich auf, ja?"
Diese Worte schienen Sayaka zu überzeugen und so nickte sie etwas schüchtern und lächelte ihre Freundin noch einmal an, bevor sie gähnte und sich wieder an ihre Schulter lehnte. Dass Kyouko ihr sanft ein paar Strähnen aus dem Gesicht strich und ihr einmal sanft durch die Haare fuhr bekam sie bereits nicht mehr nicht, ebenso wenig wie Kyoukos glückliches Lächeln. Die Dämonin seufzte und ihre roten Augen leuchteten vor Freude, als sie ihre Freundin noch einen Moment länger betrachtete, bevor sie schließlich den Blick von Sayakas schlafender Form abwandte und aus dem Fenster und auf die vorbeiziehende Landschaft blickte…

Es war früher Abend als die beiden Schulklassen wieder in Mitakihara ankamen. Die Fahrt hatte doch etwas länger gedauert, da sie zweimal in den Stau kamen. Einmal fuhren sie sogar an einem Autounfall vorbei, der jedoch für alle Beteiligten gut verlaufen war, doch noch während die Schüler aufgeregt ihre Nasen gegen die Fenster des Busses gedrückt und die Lehrer sie zur Ruhe ermahnt hatten, hatten sich Homura, Mami und Kyouko davon abhalten müssen eine Regung zu zeigen.
/ Denkt daran, das sind Menschen, sie wissen nicht was wir sind oder woraus wir unsere Kraft beziehen. Am besten wird es sein, wenn wir einfach gar nichts tun und bei gar nichts meine ich keinerlei Regung zu zeigen und auch keine schnippischen Kommentare./, hatte Homura den anderen Beiden per Telepathie mitgeteilt. / Aber Akemi-Sama, diese Menschen! Wenn sie wirklich so dumm sind und nicht aufpassen können wo sie hinfahren, sollten wir ihnen sagen, dass-/, erwiderte Mami mit einem leicht flehenden Unterton in der Stimme, der darauf hindeutete, dass sie ihre dunkle Freude und ihr Verlangen noch mehr Unglück und Chaos anzurichten kaum unter Kontrolle halten konnte, doch Homura ließ das kalt.
/ Ich sagte nein, ist das klar?!/, erwiderte sie leise knurrend.
/ Es ist wichtig, dass wir die Kontrolle behalten. Wir sind keine schwachen Dämonen wie unsere Diener, wir sind die Elite, also versucht euer Verlangen nach der Dunkelheit und dem Leid zu kontrollieren. Und wag es nicht meine Befehle infrage zu stellen, Mami!/, fuhr sie scharf fort und Mami und Kyouko zuckten bei ihrer Stimme zusammen. Sie ließ keinen Wiederspruch zu und so senkten die beiden Dämoninnen nur ergeben ihre Köpfe, wobei sie gedanklich ein paar Entschuldigungen murmelten und um Verzeihung baten.
Homura konnte sie so zwar nicht sehen, aber hören, außerdem spürte sie ihre Auren die sich ihr demütig unterordneten was die Prinzessin der Finsternis durchaus zufrieden stimmte.
Etwas sanfter fügte sie also hinzu:/ Ich verstehe durchaus das Verlangen dort rauszugehen und noch mehr Chaos zu verursachen und die Dunkelheit und all die negativen Gefühle der Menschen zu absorbieren, davon ernähren wir uns schließlich. Chaos macht uns nur noch stärker, aber ihr müsst trotzdem aufpassen. Wenn wir zu viel davon ausgesetzt werden kann es passieren, dass wir die Kontrolle verlieren und in einen Machtrausch verfallen. Und ihr wollt doch nicht für unerwünschte Aufmerksamkeit durch weitere Tode sorgen, oder?/
Beide verneinten woraufhin auf Homuras Lippen ein kleines Lächeln erschien.

/ Gut./, sagte sie, bevor sie ebenfalls aus dem Fenster blickte und ein kleines, erregtes Zittern nicht unterdrücken konnte. Sie leckte sich gierig die Lippen als sie eine Flut aus Erschrockenheit, abklingender Furcht und Chaos erreichte, die ihre innere Dunkelheit erweckte und Homura musste ein Knurren unterdrücken und krallte ihre Hände in ihren Sitz, während ihre Augen kurz Purpur aufleuchteten und ihre Pupillen sich zu Schlitzen verengten.
Doch einen Moment später spürte sie wie sie sich wieder unter Kontrolle hatte und plötzlich spürte sie ein Verlangen tief in sich, das sie förmlich anbettelte die Energie zu absorbieren. Und wenn sie schon solche Gefühle bei so einem kleinen Unfall empfand, wie mussten da wohl erst Mami und Kyouko reagieren?
Wieder schwappte die Welle aus gemischten Gefühlen über sie hinweg und Homura konnte es nicht über sich bringen und es Kyouko und Mami verwehren.
/ Also gut, nehmt was ihr braucht aber nicht mehr, ist das klar? Ich behalte euch im Auge und wenn ihr aus der Reihe tanzt werde ich euch wieder auf eure Plätze verweisen./, wies sie sie an und die beiden Dämoninnen nickten schnell, bevor sie erfreut begannen die dunklen Gefühle zu absorbieren. Auch Homura schloss die Augen, bevor sie einen tiefen Atemzug nahm um sich zu balancieren, während sie mit ihrem Geist eine Hand nach dem süßen Geruch des Chaos ausstreckte und zupackte. Sie zog die Gefühle zu sich und spürte wie ihr Körper augenblicklich darauf reagierte. Ihre Sinne schärften sich und sie konnte spüren wie ihre Kraft wuchs je mehr Energie sie absorbierte. Doch sie war vorsichtig, schließlich wollte sie nicht zu viel nehmen und eine Überdosis bekommen.
Das würde nicht nur ihrem Ansehen schaden, sondern auch sehr schlecht sein für alle Personen, die sich in einem Radius von einem Kilometer um sie herum aufhielten. Und da es nicht ihr Ziel war jemanden zu verletzen, vor allem Mami, Kyouko und Madoka nicht, hielt die Schwarzhaarige Dämonin ihre Kräfte mit einer eisernen Faust unter Kontrolle.
Ihr Vater hatte ihr schon sehr früh beigebracht immer eine starke Kontrolle über ihre Emotionen zu haben, damit sie in solchen Fällen immer einen klaren Kopf behielt und sofort handeln konnte, falls etwas aus dem Ruder lief oder einer ihrer Diener die Kontrolle verlor.
Glücklicherweise brauchte sie nicht einzugreifen, denn schon bald hatten Mami und auch Kyouko von den Energiewellen abgelassen und auch sie fühlte sich satt und erfrischt und als sie sich umblickte sah sie, dass sie anscheinend niemand beobachtet hatte. Gut so, denn das war eines der letzten Themen, zu dem sie sich äußern wollen würde und das schwarzhaarige Mädchen seufzte und tippte mit den Fingern ungeduldig auf den Rahmen des Fensters, während sie darauf wartete, dass der Bus endlich an der Unfallstelle vorbeirollte.
Es war bei weitem nicht ihr erstes Mal gewesen an dem sie diese Energie absorbiert hatte, doch es war einer dieser Momente gewesen, der sie satt zurückließ. Es kam immer auf die Konzentration der Energie an. Manche Strudel, die die verschiedenen Gefühle verursachten entfachten in ihr ein brennendes Verlangen nach mehr, das waren Strudel aus intensiven Gefühlen wie Leid, Wut, Angst, Trauer und Hass. Dann gab es noch solche Strudel wie hier wo die Angst zwar auch präsent war, die Trauer aber durch Erleichterung ersetzt worden war und mehr Schock als intensive Gefühle herrschte. Und im Moment war die Dämonin froh, dass bei ihnen kein Krieg herrschte, allein der Gedanke daran wie viele Emotionen dadurch freigeschaltet wurden ließ sie erregt erzittern und sie musste schlucken. Mit so viel Energie könnte sie wahrscheinlich die Weltherrschaft an sich reißen, wenn sie wollte, und das im Alleingang! Zum Glück der Menschen wollte sie das aber nicht...zumindest im Moment. Man konnte ja nie wissen.
Und...wenn das mit Madoka klappen würde, wer weiß was sich das rosahaarige Mädchen wünschen würde, wenn sie mit Homura in einer Beziehung war. Doch egal was es auch war, Homura würde es ihr besorgen. Von einem Strauß Blumen, über Schokolade bis hin zur ganzen Welt. Wenn Madoka die Welt wollte, dann würde Homura sie ihr auf einem Silbertablett servieren. Wenn sie sie brennen sehen wollte, dann würde Homura nur allzu bereit sein die Welt mit ihren eigenen Händen in Schutt und Asche zu legen, ja selbst wenn Madoka die Welt und die Menschen nur beschützen wollte und ein friedliches Zusammenleben garantieren wollte, würde Homura, wenn auch etwas widerwilliger, alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen.
Es wäre ihr trotzdem lieber wenn Madoka ihr bei der Eroberung der Welt zustimmen und an ihrer Seite sein würde, das wäre viel interessanter als einfach nur den Frieden zu wahren!

Homura hatte zwar nichts gegen die Menschen und mochte es auch mit ihnen zusammen zu leben, ja auch das Leben als eine von ihnen hatte seinen Charme, aber sie war immer noch ein Dämon. Ein Dämon, der Macht liebte und der geboren worden war um zu herrschen. Um-
Plötzlich schüttelte Homura den Kopf um ihre Gedanken wieder in das Hier und Jetzt zurückzuholen. Was dachte sie denn da schon wieder? Hatte sie ihrer inneren Dunkelheit wirklich erlaubt so sehr wieder an die Oberfläche zu dringen? Das erlaubte sie sich doch sonst nur wenn es wirklich nötig war, oder bei ihren...Spielstunden mit Kyouko und Mami wenn sie ihr Verlangen spürte, doch das...das musste mit der Welle an Energie zusammenhängen, die sie absorbiert hatte. Diese Wellen stärkten nämlich nicht nur sie im Allgemeinen, sondern auch ihre dunkleren...Tendenzen. Sozusagen ihre Dunkle Seite und Homura erinnerte sich an die Worte ihres Vaters, die sie stets dazu angehalten hatten sich immer und überall zu kontrollieren. Denn wenn sie einmal die Kontrolle verlor...nun, dann Gnade der Welt Gott! Und zwar im wahrsten Sinne des Worts.
Sie hatte ihren Vater einmal gefragt warum sie nicht loslassen durfte und er hatte sie nur scharf angesehen und gesagt:" Weil wir nicht so sind wie andere Dämonen, Homura. Du, meine Kleine, bist meine Tochter und, anders als es bei mir der Fall ist, bist du nicht in die Hölle verbannt worden, sondern kannst frei zwischen den Welten hin und her wechseln. Aber durch diese Privilegien und das Blut, dass durch deine Adern fließt bist du auch mächtiger, als jeder andere Dämon in der Hölle, mich einmal ausgenommen."
Ihr Vater hatte dabei gelächelt, wurde aber sehr schnell wieder ernst.
" Und wenn du einmal die Kontrolle verlieren solltest, könntest du erheblichen Schaden auf der Erde anrichten und somit die Engel auf den Plan rufen. Ich habe zwar nichts gegen einen Krieg mit den Engeln, aber wir brauchen die Erde."
" Aber warum, Vater? Was sind die Menschen für uns? Sie sind jämmerlich und schwach!", hatte sie erwidert und er hatte gelächelt und ihr sanft über die Wange gestrichen. " Aus deiner Sicht vielleicht, meine Kleine, aber wir brauchen sie. Du wirst es verstehen, wenn du älter bist. Dann wirst du auch verstehen, dass alles im Leben seine Balance braucht um nebeneinander zu existieren."
" Das verstehe ich nicht.", hatte sie erwidert.
" Ich weiß, eines Tages wirst du das. Und dann wirst du eine Königin sein, mein Schatz."

Homura schüttelte den Kopf um diese Erinnerungen zu verscheuchen, doch es hatte geklappt, sie hatte sich wieder beruhigt und vollständig die Kontrolle zurückerlangt. Und obwohl sie es nicht zugeben würde hatte sie es gefürchtet wie schnell ihre Dunkle Seite durchgebrochen war, sie würde noch mehr trainieren müssen um sie besser kontrollieren zu können. Das schwarzhaarige Mädchen nahm sich auch gleich vor nach ihrer Heimkunft daran zu arbeiten, sie konnte es wie es ihr Vater gesagt hatte, sich schließlich nicht leisten die Kontrolle zu verlieren und sie wollte weder Menschen verletzen, noch Schaden anrichten oder die Engel auf den Plan rufen, das wäre einfach nur...lästig.
Sie verzog das Gesicht bei dem Gedanken an die geflügelten Krieger. Sie würden vielleicht etwas Spannung und Schwung in ihr Leben bringen, aber sie würden zum Großteil einfach nur nervig sein! Und vielleicht würden sie sogar versuchen sich zwischen sie und Madoka zu stellen und das rosahaarige Mädchen von ihr fernzuhalten.

Homuras Blick huschte zu Madoka hinüber, die wie ihre Klassenkameraden gespannt aus dem Fenster blickte und ihren Blick nicht bemerkte. Bei dem Gedanken daran, dass sie das rosahaarige Mädchen vielleicht nicht mehr sehen konnte, oder dass Madoka sie hassen würde, wenn sie erfuhr, wer sie wirklich war, spürte Homura einen Stich in ihrer Brust. Nein, das durfte auf gar keinen Fall passieren!
Sie kannte Madoka zwar erst seit einer Weile und hatte sich zugegebenermaßen in sie verliebt, aber trotzdem wusste sie, dass sie nicht mehr ohne sie sein wollte.
Homura konnte es nicht beschreiben, aber da war so ein Gefühl in ihrem Inneren, das einfach...richtig war. Sie war sich sicher, dass Madoka kennengelernt zu haben das Beste war, was ihr in ihrem Leben passiert war und sie wollte am liebsten für immer an ihrer Seite bleiben. Sie hoffte nur, dass Madoka genauso für sie empfand und falls nicht...dann würde Homura zwar todtraurig sein, aber hoffen, dass Madoka sie vielleicht aber trotzdem weiterhin ihre Freundin sein ließ.
Doch die Schwarzhaarige hielt sich an der Hoffnung fest, dass Madoka ja vielleicht auch etwas für sie empfinden könnte und naja, wenn sie sie nicht fragte, würde sie es ja auch nie erfahren, oder?
Also beschloss Homura die Pläne ihre Dunkelheit zu kontrollieren nach hinten zu verschieben und stattdessen Madoka endlich ihre Gefühle zu gestehen und sie um ein Date zu bitten. Heute Abend, wenn sie sie nach Hause begleitete, würde sie sie fragen und Homuras Herz klopfte bei dem Gedanken daran augenblicklich schneller und eine sanfte Wärme breitete sich in ihrem Inneren aus, was sie lächeln ließ. Aber zuerst fragte sie Kyouko und Mami in Gedanken ob alles wieder in Ordnung war, woraufhin die Beiden bejahten.
Nun, da sie an der Unfallstelle vorbeiwaren und die Energie nicht mehr spürten war es für sie leichter sich zu konzentrieren. Und obwohl Homura es abstreiten würde, wusste sie, ebenso wie Kyouko und Mami, wie erleichtert sie klang, als sie erfuhr, dass es ihnen gutging, denn trotz ihrer scharfen Worte hatte sie sich Sorgen um ihre beiden Freundinnen gemacht. Sie waren schon so lange für sie da gewesen, hatten sich um sie gekümmert als es ihr schlecht ging und sie beschützt und sie wollte nicht undankbar oder drohend klingen, wenn sie ihnen etwas befahl. Doch als sie versuchte ihren beiden Freundinnen genau das zu erklären winkten die Beiden nur ab und sagten, sie müsse sich nicht erklären, da sie ja nur vorausschauend gehandelt und für ihre Sicherheit gesorgt hätte.
Und obwohl sie es nicht zugeben würde war Homura erleichtert über die Tatsache, dass die Beiden ihr nicht böse waren, was ihre Nerven erheblich beruhigte und sie so wieder dazu in der Lage war sich zu entspannen.
Den Rest der Fahrt verbrachte sie in Gedanken versunken und Pläne schmiedend, nur ein paar Mal wechselte sie einige Worte mit Madoka oder ihren anderen Schulkameraden. Auch hatte sie sich immer wieder nach Kyouko und Mami erkundigt und gefragt, ob alles in Ordnung war und sie sich unter Kontrolle hatten. Beide hatten bejaht und ihr noch einmal für ihr Eingreifen gedankt und Homura hatte sich geräuspert und versucht ihren Stolz zu wahren, doch sie konnte deutlich spüren wie Mami und Kyouko sich über ihre Sorge freuten und sie dankbar entgegennahmen. Sie kannten sich schon so lange und wussten, wie die jeweils andere tickte und sie unterstützten sich wann immer sie konnten. Sie waren nun mal echte Freundinnen, sie gingen zusammen durch Dick und Dünn und nichts auf der Welt würde das je ändern können...

Homura streckte sich als der Bus schließlich vor ihrer Schule zum Stehen kam und die ersten Schüler begannen auszusteigen. Madoka und sie warteten noch einen Moment, ebenso wie Mami, die Yuki sanft aufweckte, und Sayaka und Kyouko. Als schließlich die meisten Schülerinnen und Schüler bereits ausgestiegen waren machten sich auch die sechs Mädchen auf den Weg nach draußen.
Bei dem Gepäckabholen streckten sich auch die anderen um wieder einigermaßen fit zu werden. Als das getan war und sie alle ihr Gepäck abgeholt hatten, sprachen sie noch ein wenig miteinander, bevor sie von ihren Lehrern verabschiedet wurden und sie ihnen die Stundenpläne für die kommende Woche mitteilten.

" Uff, schon wieder Chemie? Das darf doch wohl nicht wahr sein!", stöhnte Kyouko genervt und Sayaka lächelte sie an. " Ach jetzt stell dich nicht so an, Kyouko. Chemie macht Spaß."
" Ja, wenn man es erst einmal versteht, dann vielleicht. Aber ansonsten ist es einfach nur scheiße!", grummelte die rothaarige Schülerin und Sayaka seufzte und schüttelte den Kopf. Kyouko war einfach unverbesserlich!
Doch plötzlich drehte diese den Kopf und blickte Sayaka grinsend an, woraufhin das blauhaarige Mädchen schlucken musste. Wenn Kyouko dieses Grinsen auf dem Gesicht hatte bedeutete das nichts Gutes! Ihr Instinkt behielt recht, denn einen Moment später schnurrte Kyouko mit zuckersüßer Stimme:" Naja, du könntest mir aber auch bei den Hausaufgaben helfen und dafür begleite ich dich nach Hause."
Sayaka plusterte die Backen auf, bevor sie die Hände in die Hüften stemmte und sagte:" Du bist echt unmöglich, Kyouko!"
Doch die Dämonin ließen ihre Worte kalt, stattdessen zwinkerte sie ihrer Freundin nur zu, bevor sie sagte:" Aber das magst du doch so an mir, oder Sayaka? Gib es zu, ich bin einfach unwiderstehlich!"
" Pah, das denkst auch nur du!", erwiderte Sayaka und verschränkte die Arme vor der Brust, doch man konnte deutlich den rötlichen Schimmer auf ihren Wangen sehen. " Wovon träumst du nachts?"
Kyoukos Grinsen wurde breiter und sie beugte sich näher zu Sayaka, bevor sie keck erwiderte:" Willst du das wirklich wissen?"
Sie wartete eine Antwort gar nicht erst ab, bevor sie hinzufügte:" Von dir natürlich."
Als Sayaka begriff was ihre Freundin da gerade eben gesagt hatte wurde sie so rot wie eine Tomate, bevor sie Kyouko an den Schultern packte und schüttelte.
" Mensch, Kyouko. Das ist nicht witzig!"
Sie warf einen Blick auf ihre Freunde, die so taten als würden sie nichts mitbekommen, sich aber kaum davon abhalten konnten zu lachen.
" Was grinst ihr denn so blöd?", fauchte sie, bevor sie sich wieder zu Kyouko wandte.
" Echt, Kyouko!", murmelte sie und zu Kyoukos Überraschung ließ sie sie so schnell wieder los, wie sie sie gepackt hatte, nahm ihren Koffer und stapfte in Richtung ihres Hauses davon.
Kyouko fuhr sich seufzend durch die Haare, bevor sie sich zu ihren Freundinnen drehte. " Ich geh ihr lieber mal hinterher, diese Spaßbremse."
Sie grinste ihre Freunde an.
" Sie ist wirklich niedlich, wenn sie wütend ist und ihr werdet schon sehen ich krieg sie noch dazu mich abschreiben zu lassen. Diesem Charme hier kann schließlich niemand wiederstehen."
Sie zwinkerte ihren Freundinnen zu und deutete auf sich woraufhin Madoka und Yuki lachten und sogar Mami ein wenig kichern musste. Einzig und allein Homura lachte nicht, doch Kyouko sah ganz deutlich ein Schmunzeln auf ihren Lippen.
Den Blick immer noch auf Homura gerichtet sagte sie:" Wartet lieber nicht mit dem Essen auf mich. Ich werde noch ein bisschen mit Sayaka plaudern."
Ihr Grinsen war schelmisch, doch nur Mami und Homura wussten ihren Gesichtsausdruck zu deuten, Madoka und Yuki blickten sie nur verwirrt an, zuckten dann jedoch mit den Schultern und lächelten sie an.
Daraufhin nahm auch Kyouko ihren Koffer und ging los, doch sie war noch keine zwei Schritte gekommen, da ertönte hinter ihr Mamis Stimme.
Und als sich Kyouko umdrehte und das Grinsen und Funkeln in ihren Augen sah, da wusste sie, dass etwas schlimmes passieren würde.
Sie behielt recht, als kurz darauf Mami zuckersüß sagte:" In Ordnung, wir werden nachher schon einmal essen. Aber Kyouko~"
Ihr Grinsen wurde breiter, bevor sie fortfuhr:" Vergess das Gleitgel nicht."

In diesem Moment war Kyoukos Gesicht wohl so rot angelaufen wie ihre Haare und als sie einen schnellen Blick auf die beiden Menschen in ihrer Mitte warf, sah sie, dass die beiden Mädchen krampfhaft versuchten nicht zu lachen, wobei man auf ihren Wangen ebenfalls deutlich eine gewisse Röte entdecken konnte. Ihre Herrin jedoch blieb vollkommen ruhig wobei Kyouko auch bei ihr einen leichten roten Schimmer wahrnehmen konnte. Für einen Menschen würde sie völlig normal aussehen, doch wenn man wusste wo man suchen musste, und Kyouko wusste das durch viel Übung sehr genau, sah man den leichten Schimmer der die Wangen der Dämonin zierte.
" Ja…ähm...ok...tschau.", brachte Kyouko nur heraus, bevor sie sich umdrehte und im Eilschritt davonlief. Dieser Situation wollte sie nicht eine Sekunde länger ausgesetzt sein, so viel war sicher! Sie war nur froh, dass Sayaka das nicht mitbekommen hatte, sonst wäre es noch peinlicher gewesen als es auch so schon war. Und nun, als sie vielleicht nur ein klein wenig zu schnell in die Richtung lief, in die Sayaka vor ein paar Minuten verschwunden war, schwor Kyouko sich innerlich, dass sie Rache an Mami dafür nehmen würde.
Aber das konnte noch warten, jetzt würde sie sich erst einmal um Sayaka kümmern...wenn sie sie denn wiederfand.

Die vier Mädchen blickten Kyouko hinterher, wobei sich Madoka und Yuki nun nicht mehr zurückhalten konnten und laut zu lachen begannen, was ihnen ein Lächeln von Homura und Mami bescherte. Als die Beiden sich schließlich nach einer Minute wieder einigermaßen gefangen hatten, blickte sich Mami suchend um, als sie jedoch niemand weiteren entdecken konnte blickte sie zu Yuki und fragte:" Sag mal Yuki-Chan ich dachte deine Mutter würde dich hier abholen."
Diese Worte brachten auch Madoka und Homura dazu Yuki anzusehen und Madoka runzelte verwirrt die Stirn:" Ja, stimmt du hast da etwas erwähnt. Komisch, dass sie noch nicht da ist."
Yuki jedoch wirkte plötzlich etwas nervös und winkte lächelnd ab. Niemand schien ihre plötzliche Nervosität zu bemerken, als sie sagte: " Ach ja, stimmt. Entschuldigt ich hab vergessen euch zu sagen, dass ich gestern einen Anruf von meiner Mutter bekommen habe. Sie hat mir erzählt, dass sie und mein Vater kurzfristig verreisen mussten, da es Probleme in einem ihrer Geschäfte gab."
" Stimmt, ihr habt ja auch Standorte in England, Deutschland und Amerika, oder?", stimmte ihr Madoka zu, bevor sie lächelnd hinzufügte:" Ach, das muss herrlich sein. Ich würde auch gerne einmal nach Amerika fliegen und mir die ganzen Sehenswürdigkeiten anschauen."
" Naja, Madoka-Chan zum Spaß reisen sie da ja nicht unbedingt hin. Es ist nie etwas Gutes, wenn es Probleme im Geschäft gibt und sei es nur an einem Standort.", erwiderte Yuki, bevor sie lächelnd hinzufügte:" Aber ich weiß was du meinst. Ich würde auch gerne einmal nach Amerika reisen und das weiße Haus und die Freiheitsstatue ansehen. Oder nach Hollywood oder L.A reisen wo die ganzen Schauspieler wohnen."
" Ja, oder an den Strand von San Francisco.", fügte Madoka verträumt hinzu und die beiden Mädchen begannen erneut zu kichern.

" Aber wie kommst du dann nach Hause, Yuki-Chan?", lenkte Homura das Gespräch wieder in das Hier und Jetzt zurück und lächelte das Mädchen höflich an. Sie hatte ihre Nervosität durchaus bemerkt, doch sie würde nicht weiter nachfragen...vorerst. Es schien als wäre Yuki dieses Thema unangenehm und obwohl Homura es gewöhnt war von allen aus ihrem Umfeld sofort alle Informationen zu bekommen, die sie wissen wollte, musste sie sich daran erinnern, dass es hier nicht so war. Und dass sie hier eventuell Yukis Gefühle verletzen konnte. Und das wollte sie auf keinen Fall. Das Mädchen stand ihr nicht so nah wie Madoka, Mami oder Kyouko es taten, dennoch hatte sie es gern und wollte doch, dass sie glücklich war.
Also lächelte sie freundlich, als sie sagte:" Sollen wir dich nach Hause begleiten?"
Yuki wirkte unsicher, bevor auch sie sich umblickte und erkannte, dass sich nur noch wenige Leute in der Umgebung befanden und es wirklich dunkel wurde.
Sie überlegte für einen Moment, bevor sie schließlich nickte und sagte:" Das wäre wirklich sehr nett von euch, aber ich will euch keine Umstände machen und außerdem müsst ihr doch auch nach Hause und-"
" Aber du machst uns doch keine Umstände, Yuki-San.", erwiderte Mami empört.
" Wir sind deine Freunde und helfen dir gerne. Außerdem wohnst du fast am anderen Ende der Stadt. Wirklich, Homura und mir macht es nichts aus dich nach Hause zu begleiten."
Madoka ließ sie dabei absichtlich aus.
Yuki jedoch schien sie nur unsicher anzublicken.
" Also ich weiß nicht. Ich will euch wirklich nicht von irgendetwas abhalten."
" Das tust du nicht.", versicherte ihr nun auch Homura. " Wir begleiten erst dich und dann Madoka nach Hause. Das ist sicherer bei dieser Dunkelheit."
Und als Yuki zu Madoka blickte, sah sie, wie das Mädchen sie fröhlich anlächelte und zustimmend nickte.

" Ja, das ist überhaupt kein Problem. Ich sage nur noch kurz Mama und Papa Bescheid und dann-", begann Madoka, doch sie wurde von dem Klingeln ihres Telefons unterbrochen. Verwundert nahm sie es aus ihrer Hosentasche und ging ran. Sie nickte ein paar Mal und verabschiedete sich schließlich mit den Worten:" In Ordnung, bis gleich."
Danach drehte sie sich seufzend wieder zu ihren Freundinnen herum, bevor sie sagte:" Es tut mir leid, aber meine Eltern wollen gleich essen und da sollte ich dabei sein."
Sie schenkte Yuki einen entschuldigenden Blick.
" Entschuldige, Yuki-San. Dabei hätte ich dich gerne nach Hause begleitet."
Doch das braunhaarige Mädchen winkte nur ab.
" Ach was, ist doch nicht schlimm. Wenigstens sind deine Eltern zuhause und du kannst mit ihnen zusammen essen. Also genieß es."
Das Lächeln auf Yukis Lippen war echt, doch in ihren Augen schien Trauer. Jedoch nur für einen Moment, dann war es verschwunden. Ihre Freundinnen bemerkten es aber trotzdem.
Eine unruhige Stille breitete sich zwischen ihnen aus, da keines der Mädchen wusste, was sie darauf sagen sollten, bis Madoka schließlich die Hand zum Abschied hob und sagte:" Okay, also dann geh ich mal los. Komm gut nach Hause, Yuki."
Und damit wollte sie sich umdrehen und loslaufen, doch Yuki rief ihr nach:" He, warte mal Madoka-Chan. Wer bringt dich denn nach Hause? Du wohnst zwar nicht allzu weit entfernt von hier, aber es ist doch ein ganz schönes Stück."
Madoka blieb stehen und kratzte sich lächelnd am Kopf.
" Ach was, das geht schon.", erwiderte sie, doch Yuki blickte sie nur empört an.
" Nein, eben wolltest du mich noch begleiten und jetzt willst du alleine gehen? Nein, wenn dann sollte mindestens auch eine von uns mit dir gehen."
Madoka hatte schon den Mund geöffnet um etwas zu erwidern, da wurde sie von einer melodischen Stimme unterbrochen.

" Ich werde Madoka nach Hause begleiten. Du kannst also beruhigt sein, Yuki-Chan.", mischte sich Homura wieder in das Gespräch ein und lächelte sowohl Madoka als auch Yuki an.
" Unser Haus liegt auf dem Weg, weswegen ich auch schnell wieder zuhause bin.", fügte die schwarzhaarige Schönheit hinzu, bevor sie den Blick zu Mami wandte und ihre Augen etwas schärfer wurden.
" Ich warte mit dem Essen auf dich. Ob Kyouko heute wiederkommt weiß ich noch nicht, aber ich werde auf jeden Fall warten."
Kaum merklich nickte Mami ihr zu, sie hatte verstanden. Dann erschien ein Lächeln auf ihren Lippen, als sie erwiderte:" Gut, ich werde mich beeilen, Akemi-San." Sie blickte zu Yuki und hielt ihr die Hand hin. " Wollen wir, Yuki-Chan?"
Yuki blickte für einen Moment verdutzt auf Mamis Hand und danach auf ihre eigene, bevor sie begriff. Lächelnd nickte sie und legte ihre Hand in Mamis und zusammen begannen die beiden Mädchen in die Richtung von Yukis Haus zu schlendern. Madoka und Homura sahen ihnen noch nach, bevor sie sich schließlich aufrafften und ebenfalls losgingen...

Eine Weile war es still zwischen den beiden Mädchen, während sie langsam die Straße entlanggingen, die zu Madokas Haus führte. Doch es war keine unangenehme Stille, die da zwischen ihnen herrschte, im Gegenteil, die beiden Mädchen genossen es sehr. Es war ruhig und friedlich, wie die sanften Wellen am Strand, an dem sie gewesen waren, doch letztendlich brach Homura doch die Stille. Sie räusperte sich, bevor sie leise, fast schon schüchtern, fragte:" Madoka?"
"Hm?", kam es nur zurück und Homura spürte wie sie keine Luft mehr bekam als diese rosanen Iriden sich auf sie richteten und sie wartend aber dennoch ruhig ansahen. Sie hoffte sehr, dass man ihr den roten Schimmer auf ihren Wangen nicht ansah. Stattdessen wandte sie den Blick ab und lächelte verlegen, bevor sie fragte:"...wie fandest du eigentlich die Klassenfahrt?"
Daraufhin lächelte Madoka und Homura, die heimlich zu ihr herüberschielte, spürte wie ihr Herz schneller zu klopfen begann, während sich ihr Hals wie ausgetrocknet anfühlte.
" Ich fand es wirklich toll, Homura-Chan!", sagte das rosahaarige Mädchen und blickte ihre Freundin an.
" Das Meer, die Wanderung, unsere Wettkämpfe mit unseren Freunden und auch das Lagerfeuer. All das war einfach wunderbar!"
Bei ihren letzten Worten schien Madokas Lächeln noch stärker zu werden und Homura fragte sich, ob das überhaupt noch möglich war, während sie versuchte bei dem wundervollen Anblick der sich ihr bot nicht rot zu werden.
Doch sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Madoka sie neugierig anblickte und fragte:" Und du? Was hat dir am besten an der Klassenfahrt gefallen?"
Homura schluckte und räusperte sich kurz, bevor sie erwiderte:" Also mir hat sie auch sehr gefallen. Es war das erste Mal, dass ich an einem Strand, geschweige denn an einem Meer, war. Bei uns zuhause gibt es so etwas leider nicht und mein Vater ist nicht gerade der Typ der gern verreist und wenn, dann sicherlich nicht ans Meer."
" Oh, das ist wirklich schade.", sagte Madoka und wirkte etwas niedergeschlagen, bevor sie abrupt wieder zu strahlen begann und sagte:" Aber es ist schön, dass du das nachholen konntest, Homura-Chan!"
Homura erwiderte ihr Lächeln sanft und spürte wie ihr Herz flatterte. Da war etwas an der Art wie Madoka sprach, das sie in ihren Bann zog und doch gleichzeitig beruhigte. Es war sehr angenehm.
" Ach ja und die Wettkämpfe unserer Teams haben mir sehr gefallen. Ich liebe Herausforderungen."
Sie setzte ein keckes Grinsen auf und Madoka begann zu kichern.
" Ich weiß, das habe ich gemerkt.", antwortete sie, bevor sie hastig und etwas nervös hinzufügte:" A-also nicht, dass ich dich beobachtet hätte, oder so. Nein ich habe nur deinen ah…äh Teamgeist bewundert."
Die Rosahaarige begann sich verlegen am Kopf zu kratzen und wurde leicht rot, was Homura jedoch nur ein weiteres Lächeln entlockte.
Madoka war einfach zu süß, wenn sie so verlegen schaute.
" Ist schon in Ordnung, ich weiß was du meinst.", erwiderte sie freundlich, bevor sie ihre Arme ausstreckte und wieder nach vorne blickte.
" Hier rechts, oder?", fragte sie und Madoka blickte sie verwundert an.
" Was?", fragte sie, bevor sie Homuras Worte realisierte und hastig nickte.
" Äh, ja, genau.", stimmte sie ihrer Freundin zu, bevor sie auf den Weg deutete, der in einer Kurve nach rechts führte und hinzufügte:" Jetzt rechts und danach einfach geradeaus. Das zweite Haus von rechts."
Homura nickte und summte eine kleine Melodie vor sich hin, als sie beide in die kleine Straße einbogen und auf das Haus zuliefen.

Kurz davor blieben sie stehen und blickten sich für einen Moment stumm an.
Keine der Beiden wollte den ersten Schritt machen und so entstand eine unangenehme Stille, bis es Madoka schließlich nicht mehr aushielt und zögernd sagte:" Also…ähm danke, dass du mich nach Hause begleitet hast, Homura-Chan. Ich hoffe du kommst selbst gut nach Hause, bei der Dunkelheit."
Die schwarzhaarige Dämonin lächelte leicht und winkte ab.
" Mach dir darüber keine Sorgen, Madoka. Ich bin schon öfters in der Dunkelheit nach Hause gelaufen. Ich habe keine Angst davor..."
/ Eher das Gegenteil./, fügte sie still in Gedanken hinzu als sie den Satz ausklingen ließ, woraufhin erneut Stille entstand.
Madoka schabte unsicher mit einem Fuß auf dem Boden herum, bevor sie wieder zu Homura blickte, die ebenfalls in ihren Gedanken versunken zu sein schien und nicht recht wusste, was sie sagen sollte.
" Okay, also dann...bis morgen-", begann Madoka erneut, doch bevor sie ihren Satz ganz beenden konnte, ertönte das Klicken einer heruntergedrückten Türklinke und die Tür flog auf und krachte in die Wand hinter ihr.
Das laute Geräusch ließ die beiden Mädchen erschrocken zusammenfahren, wobei sich Homura schnell wieder fing, im Gegensatz zu Madoka, die erst einmal ihre Atmung wieder beruhigen musste, bevor sie, ebenso wie Homura, zu der Frau blickte, die im Türrahmen erschienen war.
Sie hatte kurze, violette Haare und trug eine schwarz-weiße Bluse mit einem passenden Rock und schwarzen, hochhakigen Schuhen dazu. Auch bemerkte Homura das leichte Make-up auf ihren Wangen, das ihrem Gesicht eine gewisse Sanftheit verlieh und lächelte leicht, bevor sie sich höflich verbeugte.
Diese Frau war ohne Zweifel Madokas Mutter und nun wusste Homura woher Madoka ihre Schönheit hatte.

" Guten Abend, Kaname-San. Ich hoffe ich störe nicht.", begrüßte Homura Madokas Mutter und schenkte ihr ein Lächeln.
Junko, die ein breites Grinsen im Gesicht trug, begann leicht zu kichern, bevor sie mit einer Hand wedelte und sagte:" Bitte, bitte, du musst nicht so förmlich sein…ähm…"
" Akemi Homura-San. Aber Homura ist in Ordnung.", half ihr Homura auf die Sprünge und die Frau nickte, bevor sie einen Blick auf Madoka warf und sie beide näher zu sich heran winkte.
" Danke Akemi-San, dafür, dass du meine Tochter mit nach Hause begleitet hast. Ich wollte sie eigentlich abholen, jedoch musste ich etwas länger auf der Arbeit bleiben, weswegen es nicht gereicht hat. Tut mir leid, mein Schatz.", erklärte die junge Frau und blickte bei ihrem letzten Satz entschuldigend zu Madoka.
Diese lächelte jedoch nur und winkte ab.
" Ach was, das ist doch gar kein Problem, Mama.", erwiderte sie und umarmte ihre Mutter fest.
Als Homura das sah konnte sie nicht anders als sanft zu lächeln auch, wenn der Anblick ihrem Herz einen Stich versetzte. Wie so oft, wenn sie solche Szenarien sah, sei es bei Menschen oder bei den Dämonen, kam ein Gedanke wieder an die Oberfläche, den sie immer wieder schnell unterdrückte. Doch dieses Mal war sie nicht schnell genug. Wie es wohl war eine Mutter zu haben? Wie es sich wohl anfühlte gedrückt zu werden und von einer Hand sanft durch die Haare gestrichen zu bekommen?
Schnell schüttelte Homura den Kopf, bevor sie erneut das Wort erhob:" Also, ich sollte mich nun besser auf den Heimweg machen."
Junko wirkte ziemlich enttäuscht.
" Was, schon?", erwiderte sie, bevor sie zu Madoka blickte und sagte:" Aber du hast sie mir doch noch gar nicht richtig vorgestellt!"

"Mama!", rief Madoka etwas empört und wurde leicht rot, bevor sie seufzte und sagte:" Homura-Chan muss nach Hause, sie muss ein Stück laufen und außerdem warten Kyouko-Chan und Mami-San auf sie."
Das brachte ihre Mutter zum Grinsen.
" Soso, eine WG also? Interessant."
Sie lächelte Homura fröhlich zu, die nicht wusste was sie darauf erwidern sollte, also nickte sie nur, bevor sie hinzufügte:" Ja. Die Beiden sind meine besten Freundinnen, abgesehen von Madoka natürlich. Ich kenne sie schon ziemlich lange, wir kommen alle aus demselben Ort."
" Ah, das ist dann natürlich praktisch.", antwortete Junko, bevor sie eine Hand an ihre Wange legte und verträumt sagte:" Hach, wenn ich mich da an meine eigene Zeit in einer WG erinnere. Da kommen Erinnerungen hoch! Mir kommt es vor, als wäre es erst gestern gewesen, dass wir auf Partys gegangen sind, uns über Jungs ausgetauscht haben und-"
" Mama!", unterbrach Madoka sie peinlich berührt, bevor sie sagte:" Das ist doch peinlich!"
Doch Junko und Homura lachten nur, bevor die Dämonin ihre Freundin ansah und erwiderte:" Aber nein, ich finde es wirklich interessant."
Diese Worte ließen Madoka noch röter anlaufen und sie stotterte:" A-ach ja? Oh…ähm...naja…"
Junko kam ihrer Tochter lächelnd zur Hilfe, indem sie seufzend sagte:" Ich kann dich ganz sicher nicht dazu überreden mit uns zu Abend zu essen, Akemi-San? Ich würde nämlich liebend gern die Freundin kennenlernen, die Madoka so oft erwähnt hat."
" Mama.", flüsterte Madoka inzwischen mit hochrotem Kopf, doch Junko redete unbeirrt weiter.
" Du musst wissen, sie hat uns schon sehr viel von dir erzählt und da dachte ich, dass du gerne einmal zum Abendessen bleiben könntest. Oder wenn du willst, auch zum Mittagessen. Oder zum Frühstück, wenn-"
" Mama, also wirklich!", meckerte Madoka und versuchte nun ihre Mutter in die Wohnung zu schieben, bevor die ganze Lage noch peinlicher werden konnte, doch sie blieb stocksteif stehen, als sie Homuras Stimme hörte, die fröhlich erwiderte:" Warum eigentlich nicht? Vielleicht nicht heute, aber ich würde es sehr genießen in nächster Zeit mit euch zusammen zu speisen."
" Oho und höflich ist sie auch noch. Da hast du dir ja einen Fisch geangelt, meine Süße.", grinste Junko und Madoka sah inzwischen so aus, als wollte sie einfach nur noch im Erdboden versinken.
Homura bemerkte die Stimmung ihrer Freundin und nahm sich ein Herz.
" Es war wirklich schön mit Ihnen zu reden und Sie kennenzulernen, Kaname-San, aber ich sollte jetzt wirklich los."
" Natürlich. Aber was hältst du davon, wenn du morgen bei uns vorbeikommst? Sagen wir, zum Mittagessen?", antwortete Junko und zwinkerte unbemerkt Madoka zu, die ihren Blick inzwischen von Homura abgewandt hatte und einfach nur die Wand des Hauses anstarrte, so als würde sich jeden Moment ein Loch in ihr auftun durch das sie dieser peinlichen Situation entkommen konnte.

" Mit Vergnügen, Frau…ähm…"
" Junko-San. Aber du kannst mich auch Mama nennen.", führte Junko ihren Satz zu Ende und lächelte erneut.
" Junko-San.", beendete Homura ihren Satz und lächelte ebenfalls.
Madoka, die es inzwischen geschafft hatte ihre Mutter wieder ins Haus zu ziehen, drehte sich mit einem breiten, nervösen Lächeln zu Homura um, bevor sie etwas zu schnell sagte:" Also dann, danke noch einmal Homura-Chan, für deine Hilfe...wir sehen uns dann morgen in der Schule!"
Und mit diesen Worten knallte sie auch schon die Tür zu, bevor sie sich erleichtert dagegen sinken ließ. Gott war das peinlich gewesen! Was Homura nun von ihr hielt? Sie hoffte, dass sie trotz dieser oberpeinlichen Aktion ihrer Mutter nicht abgeschreckt worden war und immer noch mit ihr befreundet sein wollte!
Sie seufzte, bevor sie ihre Mutter, die immer noch neben ihr stand, böse anfunkelte und maulte:" Mensch, Mama! Musste das sein? Das war oberpeinlich!"
Doch Junko grinste ihre Tochter nur an.
" Ach ich weiß gar nicht was du meinst.", erwiderte sie.
" Doch, das weißt du nur zu gut! Was wird Homura-Chan jetzt nur von mir halten? Bestimmt will sie gar nicht mehr zum Abendessen kommen oder mit mir befreundet sein, oder…", begann Madoka, doch Junko unterbrach sie nur lächelnd indem sie ihrer Tochter beruhigend eine Hand auf die Schulter legte und ihr mit der anderen eine verrutschte Haarsträhne aus dem Gesicht schob.
" Auf mich wirkte deine Freundin sehr höflich und freundlich. Ich denke sie hat sich gefreut zum Mittagessen eingeladen zu werden und sie wird dir sicherlich nicht die Freundschaft kündigen."
Aber Madoka war nicht überzeugt. Mit roten Wangen fragte sie:" Aber wie kannst du dir da so sicher sein, Mama?"
Junko lächelte.
" Weil ich gesehen habe wie sie dich ansieht, Madoka. Sie mag dich. Sie mag dich wirklich sehr."
Diese Worte ließen Madoka erstarren. Ungläubig blickte das junge Mädchen ihre Mutter an, bevor sie lachte und abwinkte.
" Ach was Homura-Chan hält mich einfach nur für eine sehr gute Freundin. Ich glaube nicht, dass sie mich, naja, SO mag."
Junko blickte sie prüfend an.
" Kannst du dir da auch sicher sein, Madoka?", fragte sie und Madoka hatte gerade den Mund geöffnet um etwas zu erwidern, da stockte sie.
Ja, war sie sich da auch wirklich sicher? Hielt Homura sie wirklich nur für eine sehr gute Freundin, oder war da mehr? Oder...sie wagte es kaum es sich vorzustellen, empfand das schwarzhaarige Mädchen vielleicht auch etwas für sie?
Madoka versuchte sich an die vergangenen Tage zu erinnern und all die Erlebnisse, die sie zusammen hatten und versuchte Hinweise zu finden, die ihre Fragen beantworten konnten, doch ohne Erfolg.
Sie wusste es einfach nicht und erst jetzt bemerkte sie, dass ihr diese Ungewissheit viel mehr zu schaffen machte als eine mögliche Ablehnung.
Nun, eine Ablehnung war immer hart und schwer zu verkraften, aber immerhin würde sie dann wissen, dass Homura nichts für sie empfand, doch so...es nicht zu wissen, das machte Madoka mehr zu schaffen, als sie zugeben wollte.

Das pinkhaarige Mädchen wurde aus ihren Gedanken gerissen, als ihre Mutter sie sanft anblickte und ernst sagte:" Madoka, du solltest es ihr sagen. Sag ihr wie wichtig sie für dich ist und was du für sie empfindest. Wenn du es jetzt nicht tust, dann wirst du nie den Mut dafür aufbringen und eines Tages könnte es bereits zu spät dafür sein. Und wenn das passiert, dann wirst du an diesen Tag zurückdenken und es bereuen, nicht den ersten Schritt gemacht zu haben."
Madoka war sprachlos. Wie hatte-?
" Mama!", rief sie entsetzt und ihre Wangen färbten sich augenblicklich so rot wie Tomaten. " Wie-wie hast du? Woher weißt du-?"
Doch Junko lächelte nur liebevoll, bevor sie lächelnd sagte:" Madoka, ich war auch einmal jung. Ich weiß wie es sich anfühlt verliebt zu sein."
Daraufhin senkte Madoka den Kopf.
" Aber-aber was, wenn sie mich nicht so mag wie ich sie?", fragte sie unsicher und knetete nervös ihre Hände. " Was, wenn sie nicht in mich verliebt ist?"
" Das denke ich nicht. Ihre Blicke sprechen für sich und ich denke sie ist nur genauso schüchtern wie du. Sie ist sich nicht sicher was oder ob du überhaupt etwas für sie empfindest und traut sich genauso wie du nicht den ersten Schritt zu machen. Aber wenn du meinen Rat möchtest: Geh ihr hinterher. Sag ihr was du für sie empfindest. Und naja, wenn es wider Erwarten nicht klappt dann heize ich ihr eben etwas ein, dafür, dass sie die Gefühle meiner Tochter verletzt hat!", erwiderte Junko und zwinkerte Madoka zu.
Doch diese starrte ihre Mutter nur entsetzt an, auch wenn sie sich geschmeichelt fühlte, bevor sie abwehrend die Hände hob und schnell sagte:" Nein, nein das wird nicht nötig sein, Mama!"
Doch Junko begann nur zu lachen, bevor sie Madokas Haar tätschelte und sagte:" Keine Sorge das war nicht ernst gemeint, Schatz. Aber wirklich, falls sie dir wehtut wird ihr das morgige Essen nicht gefallen."
Madoka wusste ohne Zweifel, dass ihre Mutter diese Worte ernst meinte und seufzte, bevor sie den Kopf schüttelte. Sie hatte ihre Eltern ja wirklich lieb aber manchmal halfen sie ihr einfach nicht weiter, auch wenn sie es versuchten.
Gleich darauf nahm sie einen tiefen Atemzug und ballte eine Hand zur Faust.
Sie hatte ihre Entscheidung getroffen.
Sie lächelte ihre Mutter dankbar an, bevor sie sagte:" Bin gleich wieder da, Mama."
Doch bevor Junko noch etwas sagen konnte, hatte Madoka auch schon die Tür geöffnet und war hinaus gerannt.
Junko sah ihr lächelnd nach und konnte einfach nicht anders als den Kopf zu schütteln.
" Hach ja, junge Liebe…"

Auch wenn Homura es nicht zugeben würde, was sie etwas baff, als Madoka ihr praktisch die Tür vor der Nase zuschlug. Das Mädchen hatte sich noch einmal hastig für ihre Hilfe bedankt und dann war sie auch schon mit ihrer Mutter im Haus verschwunden gewesen. Von drinnen erklangen nun Stimmen und Homura musste schmunzeln als sie den nervösen und hektischen Ton von Madokas Stimme erkannte. Selbst wenn sie so klang war sie noch süß!
Homura bemerkte wie sie lächelte und war für einen Moment selbst überrascht wie ehrlich es war. Es war schon viel zu lange her, dass sie so gelächelt hatte, bisher hatte sie es nur in Gegenwart von Kyouko und Mami getan, doch seit Madoka in ihr Leben getreten war, schien sie nun fast täglich so zu lächeln.
Nicht, dass sie sich beschweren würde, doch es war...merkwürdig.
Sie hatte bisher immer gedacht sie würde auch so klarkommen, schließlich hatte sie bisher zuvor auch alles alleine tun müssen und gut, sie hatte zwar Kyouko und Mami an ihrer Seite, doch obwohl sie gerne mit ihnen spielte und sie ihre besten Freunde waren, so füllten sie nicht diesen speziellen Platz in ihrem Herzen, der bisher immer leer gewesen war.
Homura wusste natürlich was eine Beziehung war, und natürlich eine Heirat, das war selbst in der Hölle nichts fremdes, schließlich würde auch sie eines Tages heiraten und eine Person auswählen müssen, mit der sie über die Hölle herrschte.
Und auch, wenn Homura viel lieber allein herrschen würde, so verstand sie das Prinzip genau. Wenn sie jemanden heiratete, dann würde das ihre Macht erweitern und verstärken und eventuelle Gefahren, also die anderen Dämonen der Hölle, vermeiden. Denn wenn sie allein war, dann war sie trotz all ihrer Wachen angreifbar, aber wenn sie jemanden an ihrer Seite hatte, dann würden es sich die Dämonen zweimal überlegen ob sie versuchen würden die Macht an sich zu reißen und sie zu stürzen.

Natürlich hatte es in der Vergangenheit bereits Versuche gegeben ihren Vater zu stürzen, das war nun mal die Art jedes Dämons. Sie schätzten Macht über alle Maßen und was war die stärkste Macht, wenn nicht die über die Hölle zu herrschen?
Zum Glück war ihr Vater nicht umsonst Luzifer, denn er hatte jeden Putschversuch mit Leichtigkeit abgewehrt und die Dämonen, wenn er sie denn nicht gleich getötet hatte, in ihre Schranken zurückverwiesen. Und seither hatte es auch keinen Putschversuch mehr gegeben, selbst nach dem Tod ihrer Mutter nicht.
Und obwohl Homura schon öfters die Vermutung hatte, dass der letzte Putschversuch vielleicht etwas mit dem Tod ihrer Mutter zu tun hatte, so wusste sie es doch nicht sicher. Sie hatte keinerlei Beweise dafür, das einzige Indiz war, dass, im Gegensatz zu den anderen Versuchen ihren Vater zu stürzen, dieser Versuch hier und der Todestag ihrer Mutter nicht allzu weit voneinander entfernt lagen. Es konnte natürlich auch sein, dass sie zu viel in das alles hineininterpretierte und dass ihre Mutter einfach nicht für das Klima der Hölle geschaffen war. Schließlich war sie die ganze Zeit über ein Mensch geblieben, warum ihr Vater sie nicht einfach durch einen Deal in einen Dämon verwandelt hatte, war Homura bis heute schleierhaft, doch sie traute sich nicht nachzufragen.
Und außerdem würde ihr Vater, der sowieso nicht gerne über das Thema redete, ihr wahrscheinlich sowieso nicht antworten. Das hieß aber nicht, dass sie es nicht gerne wissen würde.

Homura blickte auf und wurde aus ihren Gedanken gerissen, als sie ein Licht bemerkte, dass ihr in die Augen schien. Als sie hoch zum Himmel blickte, erkannte sie eine einsame Straßenlaterne, die ihr Licht auf sie warf und sie schüttelte lächelnd den Kopf. Wo war sie nur mit ihren Gedanken, dass sie noch nicht einmal wirklich bemerkte, dass sie bereits losgelaufen war? Sie war nur froh, dass sie hier auf der Erde nicht so aufpassen musste wie in der Hölle, wo man jeden ihrer Schritte genauestens betrachtete und versuchte ihre Schwachstellen herauszufinden. Hier auf der Erde konnte sie sich endlich mal entspannen und musste nicht rund um die Uhr wachsam sein, wobei sie das größtenteils immer noch war. Wie sagten die Menschen immer? Alte Gewohnheiten legt man schwer ab, oder so ähnlich. Homura zuckte mit den Schultern. Egal, jedenfalls war dieses Sprichwort passend. In Gedanken machte sie sich eine Notiz, dass sie unbedingt mehr Sprichwörter recherchieren sollte, ebenso wie die Lyrik, die die Menschen besaßen. Sie hatte schon von einigen interessanten Werken im Internet gelesen, wie dieses Buch, Faust. Es klang interessant, außerdem wurden da Dämonen erwähnt, also war es genau das Richtige für sie. Homura beschloss sich so bald wie möglich eine Ausgabe davon zuzulegen und sich vielleicht auch einmal einen Gedichtband anzuschaffen. Sie mochte Kunst, das hatte sie schon immer, so lange sie hochwertig und gut war. Zufrieden mit ihrer Entscheidung nickte sich die schwarzhaarige Dämonin zu und wollte gerade loslaufen, da blieb sie stehen, als sie hörte wie jemand ihren Namen rief.


Madokas Herz pochte schnell als sie die Straße entlang rannte und ihre Gedanken wirbelten wild durcheinander. Gott was sollte sie Homura nur sagen, wenn sie sie einholte? Würde sie sie überhaupt noch einholen, oder war das schwarzhaarige Mädchen schon weg? Diese und noch weitere Gedanken gingen ihr durch den Kopf als sie um die Ecke bog, um die sie ein paar Minuten zuvor noch mit Homura zusammen gelaufen war. Sie blickte nach vorne und-tatsächlich! Homura war immer noch da! Sie stand gerade unter einer Laterne und Madoka fand, dass das Licht sie wie einen himmlischen Schein umgab. Es fehlten nur noch Flügel und das Mädchen würde glatt als ein Engel durchgehen.
Kaum hatte sie diesen Gedanken gedacht spürte Madoka wie ihre Wangen zu glühen begannen.
/ Nein, Madoka! Konzentrier dich! Das ist wichtig! Du kannst später noch darüber nachdenken wie schön Homura aussieht, wie perfekt ihre Haut ist oder wie ihre geschwungenen Lippen so rot wie Blut waren und-mich hat es ganz schön erwischt, oder?/, schalte sich das junge Mädchen in Gedanken und musste verlegen lächeln. Doch dann sah sie, dass Homura sich zum weitergehen bereitmachte und bevor sie wusste, was sie tat, hatte sie auch schon ihren Namen gerufen.

" Warte, Homura-Chan!"

Gleich darauf spürte Madoka wie sie noch röter anlief, als das Mädchen in der Bewegung erstarrte und stehen blieb. Dann drehte sie sich zu ihr herum und Madoka wäre beinahe stehengeblieben als sie spürte wie ihr der Atem stockte.
" Wunderschön!", murmelte sie und ihre Wangen färbten sich abermals rot.
Sie war so abgelenkt von dem Mädchen vor sich, dass sie fast in Homura hineingerannt wäre, jedoch konnte sie sich im letzten Moment abfangen und blieb direkt vor ihr stehen. Ihr Atem ging schnell und sie musste erst einmal nach Luft schnappen, bevor sie ihre Freundin erneut anblickte.
Auf Homuras Gesicht zeigte sich keine Regung, sie stand einfach nur still da und wartete, bis Madoka wieder zu Atem gekommen war, wofür das rosahaarige Mädchen sehr dankbar war. Sie lächelte ihre Freundin dankbar, wenn auch etwas nervös an, und ihr Herz füllte sich mit Freude, als Homura einen Moment später das Lächeln erwiderte.
Ihre Stimme klang in der plötzlichen Stille um sie herum klar und melodisch, als sie fragte:" Ja, Madoka?"

Das war es also. Der Moment auf den Madoka so lange gewartet hatte. Der Moment auf den sie sich gefreut und vor dem sie doch so viel Angst hatte.
Was, wenn Homura nicht dieselben Gefühle für sie empfand? Was, wenn sie, Madoka, nur eine gute Freundin für sie war? Was, wenn sie nur mit ihr befreundet sein wollte?
Madoka schüttelte den Kopf. Nein, so durfte sie jetzt nicht denken!
Die Worte ihrer Mutter fielen ihr wieder ein und Madoka straffte die Schultern. Ihre Mutter hatte Recht, wenn sie es ihr jetzt nicht sagte, dann würde sie sich nie trauen und dann wäre es irgendwann zu spät. Also nahm das Mädchen einen tiefen Atemzug um ihr rasendes Herz zu beruhigen und kämpfte sich durch die Nervosität und Aufregung, die ihr Herz zum Flattern brachte.
Dann nahm sie sanft Homuras Hände in die Ihren. Sie fühlten sich angenehm warm an, wie die Strahlen der untergehenden Sonne, die nur darauf wartete, am nächsten Tag wieder neu aufzugehen.
Noch immer blickte Homura sie stumm an, doch als Madoka leichte Verwirrung in ihren Augen las, lächelte sie. Ein Sonnenstrahl brach durch den schwarzen, ruhigen Nachthimmel, als Madoka sanft Homuras Hände drückte und mit einem hellen Lächeln auf den Lippen und rosanen Wangen endlich allen Mut zusammen nahm.

" Homura-Chan. Ich liebe dich."
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