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Verliebt in den Feind

Kurzbeschreibung
GeschichteÜbernatürlich, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Homura Akemi Kyouko Sakura Madoka Kaname Mami Tomoe Sayaka Miki
09.07.2015
15.06.2020
18
77.760
5
Alle Kapitel
52 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
09.03.2019 11.700
 
Hallo liebe Leser.^^
Ich melde mich nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder zurück.
Ich hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen.^^
Es tut mir leid, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe, aber ich hatte einige Prüfungen, die meine ganze Zeit gefressen haben.^^'
Deshalb gibt es jetzt auch als Entschädigung ein riesiges Kapitel von mir für euch. :-)
Ich hoffe sehr, dass es euch gefällt!^-^
Es ist bestimmt eines der längsten Kapitel die ich je geschrieben habe, also rate ich euch, besorgt euch etwas zu trinken und macht es euch gemütlich.^^
Einen großen Dank auch an alle Reviewer die mir immer ein Feedback hinterlassen und mich ermutigen weiterzuschreiben! Danke Leute, ohne euch wäre diese Fanfiktion nur halb so amüsant zum Schreiben! :-D
So, aber jetzt wünsche ich euch ohne weiter viel Worte zu verlieren viel Spaß beim Lesen! :)
Bis bald
Lg eure Setosgirlfriend/ Freya

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Entgegen der Sorgen von Homura kam die Gruppe nicht zu spät zum Strandfest, im Gegenteil, sie kamen genau pünktlich zum Anfang.
Die beiden Klassen hatten sich vor einer hölzernen Tribüne versammelt und Homura, Mami und Kyouko waren sich sicher, dass sie noch nie so viele, spärlich bekleidete, Menschen auf einem Haufen gesehen hatten. Nicht, dass sie damit etwa ein Problem hatten, nein, vor allem da es ihnen drei Mädchen besonders angetan hatten.
Homura fand immer noch, dass Madoka in ihrem pinken Bikini perfekt aussah, doch als sie sah, dass sie damit nicht alleine war und ebenfalls einige Jungs und Mädchen aus ihrer Klasse ein Auge auf Madoka geworfen hatten, spürte sie, wie Eifersucht in ihr aufbrodelte. Sie würde lieber ein gutes Auge auf Madoka haben, schließlich gehörte sie ihr und sonst niemandem! Doch kaum hatte sie diesen Gedanken gedacht schüttelte sie erschrocken den Kopf und zwang sich dazu sich zu beruhigen. Madoka war schließlich nicht irgendeine Trophäe die man in ein Regal stellte und die es zu gewinnen galt, nein, sie war ein lebendes Wesen und hatte ihre eigenen Rechte und durfte ihre eigenen Entscheidungen treffen. Und wenn sie es wirklich wollte, dann würde sie Homura auch nicht davon abhalten Zeit mit den anderen Schülern zu verbringen, doch der Schwarzhaarigen wäre es wesentlich lieber, wenn Madoka mit ihr Zeit verbringen würde…

Homura war so in ihre Gedanken vertieft, dass sie nur am Rande ihres Bewusstseins bemerkte, dass Satome Sensei auf die Tribüne getreten war und angefangen hatte zu sprechen, doch sie hörte nur mit einem Ohr zu. Stattdessen lag ihr Blick auf dem blauen Meer, das sich vor ihr erstreckte und endlos zu sein schien. Homura grub ihre nackten Füße - sie war schon vor einiger Zeit aus ihren Schuhen geschlüpft- etwas tiefer in den Sand und seufzte wohlig, als sie die angenehme Wärme spürte. Gleichzeitig ließ sie ihren Blick über den Horizont schweifen und mit einem Mal spürte sie ein Ziehen in ihrer Brust.
Sehnsucht, wie sie einen Moment später feststellte. Wonach, das wusste sie nicht genau, doch sie verspürte ebenfalls Freude und Freiheit, genauso wie Trauer. Sie wusste woher die Freude und die Freiheit kam, ihre Begleiterinnen und der Strand waren Beweis genug und die Trauer, die Trauer erkannte sie nur allzu gut. Es kam zwar selten vor, dass Homura an ihre Mutter dachte, seltener, als es ihr lieb war, doch manchmal konnte sie es nicht verhindern, dass ihre Gedanken zu der Frau schweiften, die sie nie wirklich gekannt hatte und die sie trotz allem geliebt hatte. Es war ein komisches, fragwürdiges Gefühl, das Homura nie wirklich verstanden hatte, doch inzwischen hatte sie sich damit abgefunden. Sie wusste, dass ihr Vater nie gerne über das Thema sprach, aber sie würde zumindest gerne einmal ein Bild von ihrer Mutter sehen. Das einzige, was sie von ihrer Mutter wusste, war, dass sie, Homura, ihr ähnlich sah, das hatte ihr Vater ihr öfters erzählt. Damals, als sie noch klein war und noch nicht die Last einer Herrscherin, und sei sie nur eine Prinzessin, auf den Schultern trug. Damals, als sie noch ein kleines Kind war und auf seinem Schoß gesessen hatte und er ihr durch die Haare strich und ihr wunderbare Geschichten erzählte und er lächelte, wenn sie ihm eine Freude bereitete, oder lachte, wenn sie etwas lustiges anstellte, was meistens auf die Kosten ihrer Diener ging.

Ja, damals schien die Welt etwas heller und wärmer gewesen zu sein, doch nichts war für die Ewigkeit, das wusste Homura genau. Sie hatte schon immer eine besondere Verbindung für Zeitmagie gehabt und sie wusste, dass es wichtig war im Hier und Jetzt zu leben, jeden Augenblick zu genießen, da man nie wissen konnte, wann er endete und ob er je wieder zurückkommen würde. Trotzdem konnte sie sich nicht dazu bringen ihre Aufmerksamkeit auf ihre Lehrerin und ihre Mitschüler zu konzentrieren, dieses Mal nicht. Also stand sie einfach nur da und lauschte dem Wellenrauschen und den Schreien der Möwen, während Gelächter in ihrem Kopf erklang. Das Gelächter eines Kindes und seines Vaters und, bildete sie sich das nur ein?, das glockenhelle Lachen einer jungen Frau. Für eine Sekunde blitzte ein Bild vor Homuras innerem Auge auf und sie sah eine lächelnde schwarzhaarige Frau vor sich stehen, doch so schnell das Bild gekommen war, so schnell war es auch schon wieder verschwunden und Homura spürte wie ihre Finger reflexartig zuckten, so als wollte sie die Hand ausstrecken und das Bild der Frau zurückholen. Doch sie hielt sich im letzten Moment davon ab.
Wie ein rasender Güterwagon brach die Realität plötzlich über ihr herein und sie sog scharf die Luft ein, als sie versuchte sich wieder zu fangen. Sie schloss für einen Moment die Augen und fokussierte sich darauf ihre Atmung normal und eben zu halten. Die Stimmen, die leise ihren Namen flüsterten hörte sie dabei nicht. Erst, als sie eine Hand auf ihrem Arm spürte, öffnete Homura ihre Augen erneut und drehte den Kopf um direkt in die besorgten Gesichter von Mami und Kyouko zu blicken. Sie versuchte sich an einem Lächeln, doch es kam selbst ihr zu gespielt vor und als sie sah, dass es keine Wirkung auf ihre Freundinnen hatte, seufzte sie, bevor sie flüsterte:" Es ist alles gut. Es ist nichts."
Noch immer schienen ihre beiden Freundinnen nicht überzeugt, fragten jedoch nicht nach, sondern drehten ihre Köpfe wieder zu der Lehrerin, die noch immer sprach, wobei Homura aber die Blicke, die sie ihr immer wieder zuwarfen trotzdem bemerkte. Sie lächelte leicht, auf ihre Freundinnen war halt immer Verlass. Doch schnell blickte sie sich um, um zu sehen, ob noch jemand etwas mitbekommen hatte, doch alle schienen wie gebannt nach vorne zur Tribüne zu starren. Aber als ihr Blick den von Madoka streifte, drehte sich das Mädchen zu ihr und bedachte sie mit einem besorgten Blick. Und erst da spürte Homura wie etwas nasses ihre Wange hinunterlief. Kurios wischte sich die Schwarzhaarige mit einer Hand darüber. Es war eine Träne.
In diesem Moment konnte Homura wohl nicht überraschter gewesen sein. Sie weinte so gut wie nie. Wann war das letzte Mal gewesen, das sie geweint hatte? Sie wusste es nicht. Um jedoch Madoka nicht zu verunsichern wischte sich Homura schnell über das Gesicht, bevor sie Madoka ein fröhliches Lächeln schenkte und innerlich betete, dass das Mädchen es ihr abkaufen würde. Die Rosahaarige blickte sie noch immer mit einem besorgten Gesichtsausdruck an und schien es ihr genauso wie Mami und Kyouko nicht wirklich abzukaufen, doch auch sie sagte nichts, sondern erwiderte das Lächeln mit ihrem eigenen, bevor sie mit einem Mal sanft Homuras Hand in die ihre nahm und sie leicht drückte. Gleichzeitig öffnete sie den Mund um etwas zu sagen, doch Homura konnte nicht verstehen was es war, da in diesem Moment alle Schüler um sie herum zu jubeln und zu klatschen begannen.
Sie und Madoka fuhren erschrocken zusammen, wandten sich dann jedoch schnell wieder in Richtung des aufgebauten Podests und begannen ebenfalls zu klatschen. Die Bewegung ihrer Hände und die Wärme, die sie dadurch erzeugte, hielten Homura davon ab der entschwundenen Wärme von Madokas Hand nachzutrauern und das Kribbeln zu ignorieren, das sie auf ihrer Haut hinterlassen hatte.

Als die Rede ihrer Lehrerin schließlich vorbei war und sie ihnen viel Spaß wünschte, sie aber dennoch zur Vorsicht ermahnte, spürte Homura ein Schmunzeln auf ihren Lippen. Sie konnte es kaum abwarten die verschiedenen Aktivitäten hier auf dem Strand auszuprobieren! Denn obwohl sie nicht so offensichtlich aufgebaut waren wie die Aktivitäten im Vergnügungspark damals, so hatte sie doch reichlich Auswahl. Sie musste sich nur entscheiden was sie zuerst ausprobieren wollte. Sie konnte im Meer schwimmen gehen, oder etwas am Strand in der Sonne liegen und lesen. Sie konnte auch Volleyball oder Tischtennis mit anderen Schülern spielen, oder sogar nach Perlen in Muscheln suchen und Jetski fahren. Die Möglichkeiten waren endlos! Sie hatte sogar gelesen, dass man nicht überall Jetski fahren oder Perlen in Muscheln finden konnte, das schienen also äußerst seltene Aktivitäten zu sein, denen die Menschen nachgingen und das auch nur wenn sie die nötige Freizeit dazu hatten.
Schließlich entschied sich Homura für das Schwimmen im Meer. Sie wollte es unbedingt ausprobieren, da sie noch nie in ihrem Leben am Meer gewesen, geschweige denn schwimmen gegangen war. Sie konnte auch noch später am Strand liegen und sich sonnen, oder lesen, doch jetzt wollte sie erst einmal etwas Action! Ihren kleinen Gefühlsausbruch von vorhin verdrängend teilte sie ihren Vorschlag ihren Freunden mit und alle fünf Mädchen stimmten ihr zu. Und so machte sich die Gruppe auf um sich ein ruhiges, gemütliches Eckchen am Strand zu suchen und sich dann ins Wasser zu begeben.

Ein paar Minuten später wusste Homura bereits, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hatte, als sie ihre Augen über Madokas Körper gleiten ließ und sich nochmals ihren Bikini besah. Noch immer fand sie, dass die Pinkhaarige darin wunderschön aussah und das teilte sie ihr auch mit, als sie sagte:" Dir steht dieser Bikini wirklich ausgezeichnet, Madoka."
Sie lächelte, als Madoka rot wurde und etwas schüchterner erwiderte:" D-danke Homura-Chan. Aber dein Bikini steht dir auch wirklich gut! Also ni-nicht dass dir sonst nichts stehen würde oder so, aber ich meine...also…ähm."
Sie ließ ihren Blick über Homuras Bikini schweifen und wurde bei dem Anblick noch roter als sie zuvor schon war.
Homura lächelte sie an.
" Ich weiß schon, danke.", erwiderte sie und Madoka kratzte sich schelmisch am Hinterkopf, bevor sie aufschrie als eine Woge Wasser direkt in ihrem Gesicht landete. Neben ihr tauchte plötzlich Sayaka auf, die grinsend rief:" Nun ist es aber gut mit eurem Süßholzgeraspel. Wir sind schließlich nicht zum Spaß hier!" "Ähm Sayaka-Chan aber genau deswegen sind wir doch hie-", begann Madoka, doch erneut traf sie eine Welle aus Wasser im Gesicht.
" Nein wir haben den Strand hinter uns gelassen! Jetzt seid ihr in meinen Reich, dem Meer! Ich bin Oktavia, die Königin der Meere und werde euch das fürchten lehren, muhahaha!", rief Sayaka lachend und Madoka lächelte nervös, spielte jedoch mit. Auch Homura musste schmunzeln und schüttelte den Kopf aufgrund der Albernheiten des blauhaarigen Mädchens.

Sayaka wollte sich gerade wieder für einen neuen Angriff bereit machen, da traf sie plötzlich eine Welle im Gesicht und sie kreischte auf.
" Haha, erwischt!", ertönte auch sogleich Kyoukos siegreiche Stimme und einen Moment später tauchte das rothaarige Mädchen auch schon vor ihnen auf.
" Sieht wohl so aus als ob Ihr doch nicht so stark währt, meine Königin!", rief sie und stürzte sich eine Sekunde später auch schon auf Sayaka und begann damit sie durchzukitzeln.
" Haha...was...meinst du...Kyouko? Alles läuft...haha...so wie ich es...haha...geplant habe!", erwiderte Sayaka und bevor Kyouko fragen konnte was sie damit meinte, packte Sayaka sie an den Armen und tauchte unter.
Die rothaarige Dämonin kreischte halb erschrocken, halb zum Spaß und war eine Sekunde später auch schon wieder verschwunden.
Mami und Homura, die das Schauspiel zusammen mit Madoka lächelnd mit angesehen hatten seufzten nur und schüttelten die Köpfe, bevor Homura beschloss, dass sie ebenso gut mitmachen könnten.

"Ähm...könnte ich vielleicht auch mitmachen, bitte?", erklang eine schüchterne Stimme plötzlich hinter ihnen und die drei Mädchen drehten sich um und blickten zu Yuki, die ein paar Meter entfernt auf sie zu schwamm.
Dabei lächelte sie die drei Mädchen vor sich an und Homura war erstaunt davon, dass sie sich doch noch getraut hatte ins Wasser zu kommen. Dabei hatte sie ihnen vorhin doch klargemacht, dass sie keinerlei Interesse daran hatte in das Wasser zu gehen. Weswegen sich Yuki geweigert hatte wusste sie nicht, aber sie hatte auch nicht nachgefragt um nicht unhöflich zu erscheinen.
" Natürlich.", erwiderte Mami mit einem freundlichen Lächeln, bevor sie schnell einen fragenden Blick zu Homura warf. "Wenn das denn ok ist.", fügte sie hinzu.
Homura musste sich ein Augenrollen verkneifen, stattdessen lächelte sie Yuki ermunternd zu und nickte. "Natürlich, dann haben wir genug Leute für unsere Teams."
"Teams?", fragten Madoka und Mami gleichzeitig und Homura nickte, während sie auf das etwas von ihnen entfernt schwimmende Knäul aus Sayaka und Kyouko deutete, die sich wirklich nichts schenkten und sich mit Wasser und Kitzel Attacken nur so bewarfen, und sagte:" Ja, so können wir in dreier Teams gegeneinander antreten. Du, Yuki bist zusammen mit Madoka und Sayaka in einem Team, genauso wie ich, Kyouko und Mami ein Team sind."
Madoka und Yuki nickten nur, wobei Madoka nicht besonders glücklich bezüglich der Teamaufteilung zu sein schien, jedoch nichts sagte. Homura bemerkte ihren Blick nicht, da sie es sich zur Aufgabe gesetzt hatte vorsichtig an die beiden Mädchen heranzuschwimmen um ihnen ihren Plan mitzuteilen. Das hieß, sie versuchte es, während sie ihren Attacken auswich und so bemerkte sie auch den siegreichen Blick nicht, den Mami Madoka schickte, bevor sie begann zu Homura zu schwimmen.
Yuki bemerkte ihn aber und blickte für einen Moment zwischen den beiden Mädchen hin und her, jedoch fragte sie nicht weiter nach wofür ihr Madoka sehr dankbar war.
Dennoch sah Yuki, dass was auch immer zwischen den Beiden vorgefallen war, es Madokas Stimmung getrübt hatte, also nahm sie es kurzerhand selbst in die Hand um das rosahaarige Mädchen aufzumuntern.
Sie nahm sie an der Hand und lächelte sie spielerisch an, bevor sie sagte:" Komm schon, Madoka. Denen zeigen wir was eine Harke ist!"
Sie schenkte dem Mädchen ihr strahlendstes Lächeln und Madoka blickte sie für einen Moment unsicher an, bevor auch sie lächelte und begann zu ihren Freundinnen zu schwimmen, Yuki dicht hinter ihr.

Als sie ihre Freundinnen erreicht und die Spielregeln festgelegt hatten, nickten sich die Freunde zu und schwammen dann in verschiedene Richtungen davon.
Das Ziel ihres Spiels war es so schnell wie möglich die Spieler der anderen Mannschaft gefangen zu nehmen. Man konnte sie mit einer Berührung für ein paar Sekunden betäuben, dann durfte sich die Betäubte wehren. Dabei mussten die Angreifer aufpassen, dass die Betäubte sie nicht in ihren Bereich des Spielfeldes zerrte, da es sonst einen Punkt für sie gab. Für jeden Spieler gab es einen Punkt, für die Mannschaftskapitäne jedoch drei Punkte.
Sayaka prahlte damit wie einfach es wäre Homura auf ihre Seite des Spielfeldes zu zerren und dass sie den Sieg schon so gut wie in der Tasche hatten, doch Yuki und Madoka waren sich dabei nicht so sicher.
Madoka lächelte jedoch nur und auf ein Zeichen von ihr begann ihr Team, die "Puella-Magis", sich zum Angriff zu rüsten.
Eine Sekunde später schwammen sie auch schon auf Homuras Team zu. Doch die "Akuma-Witches" wehrten sich mit allem was sie hatten. Und schon bald sah auch Sayaka ein, dass es gar nicht so leicht war gegen Homura und ihr Team zu gewinnen wie sie anfangs gedacht hatte. Denn die drei Mädchen waren gut, sehr gut. Sie schienen ihnen nicht nur immer einen Schritt voraus zu sein, sondern hatten auch eine sehr gute Strategie parat und arbeiteten perfekt als ein Team zusammen. Ja, sie hatten etwas an sich, das von einer geradezu perfekten Harmonie zeugte und es beeindruckte Sayaka und jagte ihr gleichermaßen einen Schauer den Rücken hinunter. Doch gleichzeitig wurde ihr auch etwas klar. Die drei Mädchen mussten sich sehr nahe sein um so eng zusammenarbeiten zu können. Doch sie hatte keine Zeit weiter über die Beziehung der Drei nachzudenken, da diese bereits einen neuen Angriff starteten. Sayaka und ihr Team schlugen sich tapfer und bis kurz vor Schluss lagen sie nur knapp hinter Homuras Team, doch schließlich schafften sie es durch Madoka einen Ausgleich zu erzielen. Wie Madoka es schaffte Homura auszuweichen war ihr ein Rätsel, doch sie setzte es auf die Schnelligkeit des Mädchens...zumindest wollte sie das glauben, auch wenn sie der leise Verdacht beschlich, dass Homura sie absichtlich die letzten beiden Siege für einen Ausgleich erzielen ließ.

Was auch immer der Grund war Sayaka beschwerte sich nicht und ein Ausgleich war ein fairer Ausgang des Spiels, auch wenn Sayaka einen Sieg eher bevorzugt hätte. Doch wie es ein Sprichwort so schön ausdrückte "Was noch nicht ist, kann ja noch werden" und genau so verhielt es sich auch mit dem Sieg von ihrem Team.
Denn nachdem ihnen allen das Spiel langweilig geworden war hatten die beiden Gruppen beschlossen für eine Weile aus dem Wasser zu gehen und in anderen Spielen gegeneinander anzutreten. Zuerst in einer Runde Tischtennis und danach in einer Runde Volleyball. Zuerst sollte es nur eine freundliche Runde sein, doch schon nach kurzer Zeit wollten beide Gruppen wissen wer von ihnen stärker war, weshalb sie ihr Bestes gaben. Das blieb nicht unbemerkt und schon bald hatten die Mädchen eine Zuschauergruppe, bestehend aus ihren Klassenkameraden und einigen Lehrern, um sich geschart, die stetig größer wurde.
Irgendwann fragte jemand ob er oder sie, es war in der Menschenmasse nicht genau zu erkennen, mitmachen könnte und dann fiel die Idee, dass sie aus dem anfangs kleinen Match ein großes Turnier machen könnten.
Mit diesem Vorschlag waren sowohl Homuras, als auch Madokas Team einverstanden. Und so traten Gruppen bestehend aus Schülern beider unterschiedlicher Klassen gegeneinander an. Der Sieger durfte gegen die "Puella-Magis" antreten, die das Match schließlich für sich entscheiden konnten.
Doch die "Akuma-Witches" blieben auf dem zweiten Platz, da keine Gruppe im Stande war sie zu besiegen, womit sich die drei Dämoninnen zufrieden gaben.
Dafür konnten sie im Volleyball den ersten Platz für sich beanspruchen worauf sie mehr als nur stolz waren, schließlich spielten sie es, genauso wie Tischtennis, heute zum ersten Mal.
Das einzige Spiel, dass sie kannten war Höllenball, ein Spiel, das Volleyball entfernt ähnelte. Das Ziel davon war es einen Totenschädel auf die andere Seite des Netzes zu werfen und gleichzeitig den Feuerbällen der Schiedsrichter Dämonen auszuweichen, die diese nicht nur bei einem Regelverstoß warfen, sondern auch mal nach Lust und Laune austeilten. Außerdem gab es keine Regeln die es zu beachten galt und man durfte jegliche Tricks verwenden um den Totenschädel auf die andere Seite des Netzes zu bekommen. Über die Verwendung von Flügeln und Waffen bis hin zu Verzauberungen und Flüchen war alles erlaubt. Das hier war mal etwas anderes und nicht so ein Chaos, so wie es die drei Mädchen gewohnt waren und entgegen ihrer Erwartungen genossen es alle drei sehr.

Doch schließlich endete auch dieses Turnier und Homura überlegte was sie als nächstes tun sollte. Sie war versucht nach Muscheln Ausschau zu halten, entschied sich aber letztendlich dagegen. Inzwischen war es immer mehr Abend geworden und Homura wusste nicht wie viel Zeit ihnen noch blieb um den Strand vollends auszukosten bevor es gegen Abend hin immer kälter werden würde und sie wollte sich unbedingt davor noch sonnen!
Also machte sie es sich kurzerhand auf einem Strandtuch gemütlich, ließ in einem unbeobachteten Moment eine schwarze Sonnenbrille erscheinen, und setzte sie sich auf. Sie spürte wie die Sonne auf ihren Rücken schien und wie sie sich dadurch langsam aber sicher entspannte und genießerisch schloss Homura unter ihrer Brille die Augen. Sie war sich sicher die richtige Entscheidung getroffen zu haben und im Moment gab es keinen Ort an dem sie lieber sein wollte.
Sie lauschte dem Rauschen des Meeres, dem Gelächter der Menschen um sie herum und dem Geschrei der Möwen in der Ferne und fühlte zum ersten Mal seit einer langen Zeit wieder einen inneren Frieden, von dem sie bereits geglaubt hatte ihn zusammen mit ihrer Kindheit verbannt zu haben.
Doch dieser Frieden währte nicht lange, als plötzlich ein Schatten vor ihr auftauchte und Homura öffnete erschrocken die Augen und hob den Kopf um zu sehen, wer sie störte. Doch ihr verärgerter Blick schmolz augenblicklich dahin, als sie Madoka erkannte die etwas nervös von einem Fuß auf den anderen trat.
Als es offensichtlich wurde, dass Madoka nicht wusste wie sie das Gespräch beginnen sollte erbarmte sich Homura dazu den ersten Schritt zu machen.

"Was machst du hier, Madoka?", fragte sie, bevor sie besorgt nachhakte:" Es ist doch nichts mit Sayaka oder Kyouko passiert, oder?"
Die beiden Mädchen hatten sich nämlich dazu entschlossen Jetski fahren zu gehen und von Kyoukos Gesichtsausdruck her und an der Art wie sie Sayaka angestarrt hatte als sie sie in dem dunklen, enganliegenden Neoprenanzug sah, war sie wohl weniger am Jetski fahren selbst interessiert gewesen als daran, die Blauhaarige mit ihren Blicken zu verschlingen.
Homura musste bei dem Gedanken kichern. Sie selbst fand, dass Sayaka nicht schlecht darin ausgesehen hatte und wenn sie sich etwas besser verstanden hätten und sich nicht so feindselig wären, wer weiß? Vielleicht hätte ja etwas aus ihnen werden können, das setzte allerdings voraus, dass sie nie auf Madoka getroffen wäre. Denn seit sie der Rosahaarigen begegnet war gab es für Homura niemand anderen mehr. Selbst ihre...Spiele mit Kyouko und Mami waren seltener geworden, nicht ganz verschwunden, aber doch seltener. Stattdessen waren ihre Gedanken immer öfter zu Madoka gewandert und sie hatte sich gefragt wie sie sie glücklich machen konnte. Es war verwirrend für sie. Auf einmal waren ihr völlig normale Dinge wie, wann Madokas Geburtstag war, ob sie sich freuen würde sie, Homura, am nächsten Tag wiederzusehen und noch vieles mehr, wichtiger als zuvor.
Sie machte sich sogar schon Gedanken was sie für einen Spaziergang mit Madoka anziehen sollte. Für einen Spaziergang! Etwas, dass die Menschen tagtäglich taten um sich zu entspannen oder miteinander Zeit zu verbringen und zu reden.
Homura schüttelte leicht den Kopf. Nein, sie hatte noch nie für jemanden so starke Gefühle empfunden wie für Madoka und sie wollte ihre Freundschaft nicht kaputt machen indem sie vorschnell handelte, schließlich wusste sie ja gar nicht ob Madoka überhaupt solche Gefühle für sie empfand wie es Homura tat. Und bisher war ihr noch kein guter Weg eingefallen, mit dem sie sich nicht blamieren würde, um Madoka unbemerkt deswegen auszufragen, also blieb ihr nur übrig zu warten. Schließlich würde sie es irgendwann bemerken, wenn Madoka Gefühle für sie entwickeln würde, oder?

Homura wurde jedoch abrupt aus ihren Gedanken gerissen als sie Madokas Stimme hörte. Das Mädchen hob beruhigend die Hände und lächelte ihr verlegen zu, als sie sagte:" Nein, nein Homura-Chan es geht ihnen gut."
Sie warf einen Blick hinter Homura auf das Meer, und musste lächeln als sie weit entfernt einen Jetski sah, der über das Wasser preschte. Dort mussten sich Sayaka und Kyouko befinden, denn es war weit und breit der einzige Jetski auf dem ganzen Meer. Schnell wandte sich Madoka wieder Homura zu, bevor sie schüchtern sagte:" Naja...also...im Grunde wollte ich nur...naja du hast keine Sonnencreme Homura-Chan...und es ist...naja gefährlich in der Sonne zu liegen ohne Sonnencreme aufgetragen zu haben, weil du sonst einen Sonnenbrand bekommen kannst und das ist nicht gerade angenehm. Glaub mir ich spreche da aus Erfahrung."
Doch Homura blickte sie nur weiterhin stumm an.
Was war ein Sonnenbrand? Sie hatte sich zwar über den Strand und seine Aktivitäten informiert aber da stand weit und breit nichts über einen Sonnenbrand darin. Und so wie Madoka reagierte musste es etwas wichtiges und nicht gerade angenehmes sein.
Sie beschloss nachzuhaken und öffnete gerade den Mund, da sprach Madoka auch schon weiter.
" Und...und genau deshalb wollte ich dich fragen ob es für dich in Ordnung wäre wenn ich dich mit Sonnencreme einreiben würde. Ich habe genug dabei, keine Sorge!", sagte Madoka als sie Homuras leicht geöffneten Mund bemerkte und hob eine Flasche Sonnencreme hoch, die sie wohl die ganze Zeit in der Hand gehalten hatte und die Homura erst jetzt bemerkte.
Sie lächelte Homura nervös an und, blendete sie die Sonne oder glühten Madokas Wangen förmlich vor Röte? Die schwarzhaarige Dämonin wusste, dass sie Leute öfters aus dem Konzept brachte, doch der Gedanke daran, dass sie Madoka aus dem Konzept brachte ließ sie lächeln und eine Wärme breitete sich in ihrem Inneren aus.
Erst da realisierte sie, dass sie Madoka noch keine Antwort gegeben hatte und obwohl sie immer noch nicht wusste wozu diese Sonnencreme gut war, würde sie Madoka erlauben sie damit einzureiben, schließlich wollte Madoka nur ihr Bestes.
Also nickte sie, bevor sie mit einem charmanten Lächeln erwiderte:" Danke, das wäre sehr nett von dir."
Nun musste Madoka ebenfalls lächeln und dieser Ausdruck raubte Homura den Atem. Ihr Herz begann schneller zu klopfen und erneut spürte sie Wärme in sich aufwallen. Madoka war einfach zu süß!

Ihr Blick folgte Madoka und sie drehte den Kopf als diese sich neben ihr in den Sand sinken ließ und den Deckel der Tube öffnete. Eine weiße Flüssigkeit begann herauszuquellen und Homura musste schlucken und spürte wie sich ihre Wangen röteten als ihr bei dem Anblick ein paar mehr als nur unanständige Gedanken in den Sinn kamen. Doch bevor sie weiter darüber nachdenken konnte erschien plötzlich ein weiterer Schatten über Madoka und ihr und im nächsten Moment war die Tube aus Madokas Hand verschwunden.
Das Mädchen blickte verwirrt auf ihre leere Hand in der gerade noch die Tube gelegen hatte, bevor sie den Blick hob und direkt in die golden schimmernden Augen von Mami blickte. Die blonde Schönheit schien gerade aus dem Wasser gekommen zu sein, denn an ihrem ganzen Körper tröpfelten noch einige Wassertropfen herab, doch trotzdem saßen ihre blonden Haare perfekt.
Bevor Madoka oder Homura, die Madokas Blick gefolgt war, etwas sagen konnten erhob Mami das Wort.
Sanft, aber bestimmt, sagte sie:" Das geht so aber nicht, Kaname-San. Hast du auch den Lichtschutzfaktor überprüft? Alles weniger als 50 gehört nicht in Akemi-Sam- äh Akemi-Sans Nähe. Sie hat eine gepflegte, wunderschöne Haut und wir wollen diese doch nicht durch einen hässlichen Sonnenbrand verunstalten, oder?"
Madoka, noch immer überrumpelt von den plötzlichen Ereignissen, konnte nichts weiter tun als zu nicken.

"Ich…ähm ja. Das weiß ich, Mami-San.", erwiderte sie, bevor sie auf die Tube in Mamis Hand deutete und sagte:" Aber das ist Lichtschutzfaktor 50."
Lächelnd fügte sie hinzu:" Mama hat extra dafür gesorgt dass ich eine gute Sonnencreme dabeihabe. Du brauchst dir also keine Sorgen zu machen, dass Homura-Chan sich einen Sonnenbrand holt. Hier, ich habe mich auch schon damit eingecremt und habe ein bisschen in der Sonne gelegen."
Mit diesen Worten stand Madoka vorsichtig auf um keinen Sand auf Homura oder ihr Handtuch zu werfen, bevor sie ihren Rücken zu Mami drehte und tatsächlich.
Ihre Haut war schon etwas dunkler geworden als sie es zuvor gewesen war, doch von dem rötlichen Abdruck der von einem Sonnenbrand zeugte war nichts zu sehen. Nicht mal ein Hauch, was Mami wütend machte.
Denn wenn die Rosahaarige selbst einen Sonnenbrand gehabt hätte, dann hätte sie sie wegschicken können, um Homura selbst einreiben zu können, schließlich verdiente ihre Herrin nur das Beste! Doch nun fiel ihr nichts ein, was sie tun konnte damit sie Homura mit der Sonnencreme einreiben konnte.
Unauffällig warf sie einen Blick auf ihre Herrin, die das Geschehen mit einer neutralen Miene mitverfolgte. Sie blieb ruhig und sagte nichts, sondern wartete einfach ab was geschah. Mami lächelte. Das war typisch Homura.
Doch schnell schüttelte sie den Kopf und konzentrierte sich wieder auf ihre jetzige Lage, bevor sie Madoka anblickte, ein Lächeln auf ihre Lippen zwang, und sagte:" Gut, du hast Recht, Kaname-San. Dieser Lichtschutzfaktor ist offensichtlich gut genug."
Madoka lächelte.
"Aber nichtsdestotrotz creme ich sie lieber ein. Ich habe gerade sowieso nichts zu tun und so hast du auch etwas Zeit um dich auszuruhen und das Meer genießen zu können.", fuhr Mami fort und grinste innerlich als sie sah wie Madokas Lächeln verschwand.
"Naja, also ich dachte…", begann die Rosahaarige und kratzte sich am Kopf, unschlüssig was sie darauf erwidern sollte, das nicht harsch oder gemein klang und Mami sah sich schon als Siegerin, da ertönte plötzlich eine Stimme hinter ihnen.

Beide Mädchen drehten sich in die Richtung der Stimme und sahen Yuki auf sich zu gerannt kommen. Sie winkte ihnen gut gelaunt mit einer Hand zu, bevor sie ein paar Sekunden später auch schon vor den Dreien zum Stehen kam.
" Hallo Leute.", begrüßte sie sie ohne die leicht angespannte Stimmung zwischen Madoka und Mami zu bemerken.
" Ich hab gerade Satome-Sensei und ihren neuen Freund im Tischtennis fertiggemacht und dachte mir ich suche euch mal."
Die drei Mädchen erwiderten das Lächeln, das Yuki ihnen schenkte, doch bei Mami und Madoka schien es eher aufgesetzt zu wirken um ihre negative Stimmung zu verheimlichen. Es war nichts persönliches, Yuki hatte sich einfach nur einen äußerst ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht. Doch das Mädchen schien all das nicht zu bemerken, denn sie drehte sich zu Mami um und sagte:" Ach ja, könnte ich dich mal kurz sprechen, Tomoe-San? Es gibt da nämlich etwas über das ich gerne mit dir reden würde."
Yukis Lächeln war eine Spur breiter geworden und ihre Augen schienen zu leuchten, während sie aufgeregt auf ihren Füßen hin und her wippte. Unwillkürlich musste Mami lächeln. Dieses Mädchen hatte einfach viel zu viel Energie! Aber das war in ihrem Falle nichts schlechtes und normalerweise hatte sie nichts dagegen mit Yuki zu gehen, aber…
Sie warf einen kurzen Blick zu Madoka, die höflich lächelte und dann zu Homura, auf deren Lippen ebenfalls ein leichtes Lächeln zu sehen war. Dann blickte sie wieder zu Yuki und konnte es einfach nicht übers Herz bringen das Mädchen zu enttäuschen. Mit einem innerlichen Seufzer gab sie Madoka die Tube zurück, bevor sie Yuki anlächelte und nickte.
" Klar Yuki-Chan, worum geht es denn?"
Yuki, deren Grinsen aufgrund Mamis positiver Antwort noch ein Stückchen breiter geworden war, nahm sie an der Hand und begann sie langsam von den beiden Mädchen wegzuführen.
" Sag ich dir gleich. Komm mit.", erwiderte sie kichernd was Mami schmunzelnd den Kopf schütteln ließ. Dennoch hielt sie nicht an, sondern ließ sich von Yuki über den Strand führen.

Homura und Madoka sahen den Beiden hinterher wie sie sich immer weiter entfernten und danach hinter ein paar Strandhäusern verschwanden.
Homura schmunzelte leicht und schüttelte den Kopf. Sie mochte Yuki, das Mädchen erinnerte sie ein bisschen Madoka mit all ihrer Energie und ihrem fröhlichen Wesen, doch sie hatten leider noch nicht viel miteinander gesprochen. In Gedanken beschloss Homura das zu ändern, denn sie hatte das Gefühl, dass sie und Yuki gute Freundinnen werden konnten, wenn sie es nur zuließ.
Doch jetzt gab es erst einmal andere Sachen auf die sie sich konzentrieren musste wie zum Beispiel Madoka und die Tube Sonnencreme, die diese in der Hand hielt.
Sie lächelte die Pinkhaarige ermutigend an, bevor sie sagte:" Nun, möchtest du anfangen, Madoka?"
Das Mädchen, das immer noch hinter Mami und Yuki hergeblickt hatte, wandte augenblicklich ihre Aufmerksamkeit auf sie und blickte Homura für einen Moment an, bevor sie ihre Worte realisierte und freudig nickte.
"Ach so, ja klar.", erwiderte sie und nahm etwas von der Creme in die Hand.
Dann begann sie ihre Hand sanft auf Homuras Rücken zu legen, was der Schwarzhaarigen einen Schauer über den Rücken jagte und sie kurz erzittern ließ.
Sofort nahm Madoka ihre Hand wieder weg und fragte besorgt:" Tut mir leid, Homura-Chan. Hab ich etwas falsches gemacht?"
Doch die Dämonin schüttelte nur den Kopf und schenkte ihr ein Lächeln.
"Nein, nein es ist alles in Ordnung, Madoka. Es war nur etwas...kalt. Nichts weiter."

Diese Worte schienen Madoka zu beruhigen und wieder legte sie behutsam ihre Hand auf Homuras Rücken wobei sie nun begann langsam, in kreisförmigen Bewegungen, die Creme auf ihrer Haut zu verteilen.
Homura schloss währenddessen die Augen und konzentrierte sich ganz auf das Gefühl von Madokas Hand auf ihrer Haut und das Prickeln und die Wärme, die sie hinterließ. Es war ein angenehmer Kontrast zu der kurzen Kälte die sie wegen der Creme auf ihrer Haut spürte. Ihre Sinne schärften sich als Madokas Hand zu wandern begann und sich schließlich ihren Beinen zuwandte. Als das erledigt war spürte Homura wie ihre Hand wieder nach oben wanderte und sie an ihrem Nacken zum Stehen kam. Wieder spürte sie die angenehme Kälte als Madoka begann auch hier die Creme zu verteilen und Homura wünschte sich am liebsten den ganzen Tag so zu verbringen. Einfach nur still hier zu liegen, die Sonne und das Meer zu genießen, während Madoka sie eincremte.
Schon seit sie im Wasser gewesen waren, war Homura ein großer Fan des Strands gewesen, doch jetzt hier zu liegen mit Madoka an ihrer Seite fühlte sich einfach nur perfekt an. In Gedanken machte das schwarzhaarige Mädchen bereits Pläne noch einmal an den Strand zu fahren, hoffentlich dann mit Madoka an ihrer Seite.
Sie musste lächeln. Ja, das wäre wirklich perfekt!

Ihre Gedanken glitten wieder in das Hier und Jetzt als sie spürte wie Madoka die Creme an ihrer Halsbeuge verteilte und sie stellte sich vor, dass es Madokas Lippen waren. Madokas Lippen die sich sanft und vorsichtig weitertasteten und dabei ihre Haut liebkosten. Homura war so in diese Vorstellung versunken, dass sie noch nicht einmal bemerkte wie Madokas Finger über ihren Hals strichen. Genauer gesagt über eine ganz besondere Stelle an ihrem Hals an der Homura sehr empfindlich war. Als sie den sanften Druck spürte reagierte Homura instinktiv und ein leises Stöhnen entkam ihr.
Augenblicklich hielt Madoka inne und auch Homura schlug sofort wieder die Augen auf. Bei der Realisation was sie gerade getan hatte schoss ihr die Röte in die Wangen und ihr Kopf fuhr hoch, dass sie dabei ihre Sonnenbrille verlor bemerkte sie nicht einmal, bevor sie zu Madoka blickte. Das Mädchen saß noch immer auf ihren Knien und blickte sie überrascht und erschrocken an. Ihre Hand hatte sie etwas zurückgezogen, jedoch noch nicht ganz. Sie schwebte in der Luft und Homuras Blick fiel auf die Creme an ihren Fingern. Ein Schauer durchfuhr sie als ihr ihre Gedanken zur Hilfe kamen und ihr Vorstellungen vorgaukelte wie Madoka diese Finger noch benutzen konnte und Homura musste schlucken, während sich ihre Kehle wie ausgedörrt anfühlte. Sie spürte wie ihre Wangen brannten und doch brachte sie kein Wort heraus. Ihr Blick glitt zu Madokas und hielt ihn fest. Das pinkhaarige Mädchen blickte sie noch immer etwas überrascht und erschrocken an, doch Homura konnte sehen dass auch ihre Wangen gerötet waren. Und, sah sie das richtig, oder spielten ihr ihre Augen Streiche, oder glitzerte da der Hauch von Verlangen in Madokas Augen?
Doch bevor Homura genauer darüber nachdenken konnte erhob Madoka wieder das Wort.

"H-Homura-Chan. Ist alles...in Ordnung?"
Ihre Stimme klang heiser und gleichzeitig rau und Homura spürte wie eine plötzliche Welle der Erregung durch ihren Körper fuhr, doch sie konnte das angenehme Zittern unterdrücken und versuchte sich nichts anmerken zu lassen. Madoka klang heiß, wenn sie diese Stimme verwendete und augenblicklich verpasste sich Homura innerlich einen Facepalm. Wie konnte sie in so einer Situation bloß an so etwas denken?!
Dennoch, sie war ein Dämon, noch dazu einer der sich mit Lust nur allzu gut auskannte und es normalerweise noch nicht einmal versteckte, doch hier war es anders. Wenn sie sich hier etwas anmerken ließ, dann konnte sie Madoka für immer verlieren! Bei dem Gedanken daran zog sich Homuras Herz schmerzhaft zusammen und sie musste all ihre Kraft aufbringen um die Tränen zurückzuhalten, die drohten zu fließen.
Das durfte nicht geschehen! Sie durfte Madoka nicht verlieren. Allein schon der Gedanke, dass das Mädchen sie hasste...Homura wurde übel.

"Homura-Chan?!", fragte Madoka nun ernsthaft besorgt als sie ihre Freundin so sah, doch als sie eine Hand nach ihr ausstreckte um ihre Wange zu berühren zuckte Homura automatisch zurück. Sofort zog auch Madoka ihre Hand wieder zurück.
"Ich-", begann sie und wollte gerade aufstehen um zu gehen, da schlossen sich Homuras Finger um ihr Handgelenk und zogen etwas daran.
Doch der leichte Druck war alles was es benötigte, damit Madoka das Gleichgewicht verlor und mit einem kleinen Schrei spürte sie wie nach vorne fiel.
Automatisch schloss sie ihre Augen und bereitete sich auf den Schmerz des Aufpralls vor, doch der kam nicht. Stattdessen spürte sie wie sie mit dem Gesicht auf etwas weichem, warmen landete. Sie spürte auch den Stoff, der sich ein paar Meter unterhalb ihres Gesichtes befand und sich mit jedem Atemzug, den die schwarzhaarige Schönheit tat, hob und senkte.
Madokas Atem stockte, als sie realisierte worauf sie da gelandet war. Unwillkürlich spürte sie einen Schauer durch ihren Körper fahren, doch sie war für einen Moment wie paralysiert. Sie konnte sich einfach nicht dazu aufraffen ihren Kopf zu heben, egal wie sehr sie es auch versuchte. Ihr Körper wollte ihr einfach nicht gehorchen und wenn sie es nicht vorher schon war, dann war Madoka sich sicher, dass sie spätestens jetzt so rot wie eine Tomate war. Doch obwohl sie versuchte den Kopf zu heben, sich selbst sagte, dass sie sofort zurückfahren sollte und das nicht der ideale Ort war, um sich zu entspannen, konnte sie einfach nicht anders. Die ruhigen, regelmäßigen Atemzüge, das starke Klopfen des Herzens, das sie hörte und das genauso wie ihres schneller schlug und die Wärme, die von dem Körper ausging ließen Madoka noch für einen kleinen Moment länger verweilen.
Erst als sie eine sanfte Bewegung des ganzen Körpers spürte, ebenso wie eine Hand die sanft durch ihre Haare glitt, konnte sie sich aus ihrer Trance reißen und fuhr zurück.
Ihr Kopf war hochrot als sie Homura anblickte und sie konnte genau sehen, dass die Wangen der Schwarzhaarigen ebenso rot angelaufen waren.
Doch anstatt irgendwelcher bösen Worte oder sich über Madokas Fall zu beschweren, lächelte ihre Freundin sie nur an, während sie gleichzeitig versuchte mit ihren Händen ihren Bikini wieder zu richten. Madokas Blick folgte ihr und wieder stockte ihr der Atem als ihr Blick auf Homuras Brüste fiel. Sie hatte nicht mehr als zuvor auch sehen können, doch für einen Moment meinte sie etwas pinkes aufblitzen zu sehen wodurch sich ihre Wangen noch mehr röteten. Augenblicklich brach sie den Blickkontakt ab und starrte stattdessen auf das Handtuch unter ihr.

"Ähm...also...ich.", versuchte sie stotternd herauszubringen, doch sie konnte einfach nicht. Das Ganze war ihr so peinlich, dass sie einfach keine klaren Worte herausbringen konnte, geschweige denn Homura in die Augen sehen konnte.
Stattdessen spielte sie mit ihren Fingern und biss sich auf die Lippe. Homura würde sie jetzt bestimmt hassen! Und das nur, weil sie so tollpatschig war! Warum konnte sie auch nichts richtig machen?!
" Madoka?"
Sie war ein wirklicher Tollpatsch. Herzlichen Glückwunsch Madoka, jetzt wirst du noch deine beste Freundin verlieren und all das nur wegen so einem-
"Hey."
Sie spürte wie sich eine Hand an ihre Wange legte und ihr Kinn sanft anhob, sodass ihr Blick wieder auf Homura gelenkt wurde.
Diese lächelte sie gütig an und sagte:" Ist schon okay, es war ein Unfall. Es ist alles gut."
Sanft strich sie bei diesen Worten über Madokas Wange und das rosahaarige Mädchen spürte wie sie sich instinktiv entspannte. Wärme breitete sich in ihrem Inneren aus als sie Homuras Lächeln sah. Sie war also doch nicht sauer auf sie, Gott sei Dank!
" Es tut mir leid, das ist alles meine Schuld. Ich wollte dich nicht erschrecken. Ich hätte dir von der empfindlichen Stelle an meinem Hals erzählen sollen!", redete Homura weiter, doch Madoka hob die Hände und schüttelte schnell den Kopf.
"Nein, nein es ist meine Schuld, Homura-Chan! Ich hätte nicht so fest zudrücken sollen. Es tut mir leid, falls ich dich verletzt habe!"
Bei Homuras Lächeln machte Madokas Herz einen Hüpfer, als diese leise zu lachen begann.
" Du bist wirklich süß!", hauchte sie und Madoka spürte wie ihr die Hitze ins Gesicht schoss.
"Da-danke schön.", erwiderte sie und Homura fügte schnell mit ebenso rotem Gesicht hinzu:" A-also für eine Freundin. Du weißt ja."
Madoka nickte und lächelte nervös. "Ja."
Beide blickten sich für einen Moment an und überlegten wie sie aus dieser Sache herauskamen, bevor Homura sich schließlich räusperte und so Madokas Aufmerksamkeit auf sich zog.
" Danke für deine Hilfe mit dem…äh, ah eincremen."
"Gern geschehen, keine Ursache.", entgegnete Madoka mit einem Lächeln, welches Homura erwiderte.
Eine kurze Weile blieb es still, dann mussten beide Mädchen plötzlich lachen.
Sie lachten und lachten, solange bis ihnen Tränen in die Augen stiegen und mit Glück stellten sowohl Madoka als auch Homura fest, dass dieser kleine Zwischenfall nichts an ihrer Freundschaft geändert hatte. Im Gegenteil es schien sie sogar noch enger zusammengeschweißt zu haben.

Plötzlich wanderte Madokas Blick auf eine Stelle hinter Homura und das Mädchen stand auf und klopfte sich den Sand von den Knien, bevor sie fröhlich sagte:" Homura-Chan. Sayaka-Chan und Kyouko-Chan sind wieder da! Ich begrüße sie mal schnell, ja?"
Homura nickte lächelnd. "Tu das, Madoka. Ich werde solange hier warten und mich weitersonnen, in Ordnung?"
"Okay.", erwiderte das rosahaarige Mädchen mit ihrer gewohnt fröhlichen Art, bevor sie Sayaka und Kyouko entgegenlief, die ihr zuwinkten. Dabei hielt sie sich eine Hand ans Herz, das noch immer wie verrückt zu klopfen schien.
Was sie nicht mehr bemerkte, war, dass Homura dasselbe tat, bevor sie wohlig seufzte und sich wieder auf den Bauch legte um sich weiter zu sonnen…


"Also über was wolltest du mit mir sprechen?", fragte Mami und blickte Yuki fragend an. Diese schenkte ihr ein Lächeln, doch Mami sah, dass es unsicher war, außerdem spielte das Mädchen nervös mit ihren Händen herum.
Mami hob fragend eine Augenbraue. Was mochte es wohl sein, dass das Mädchen so nervös machte? Das Thema war sicher wichtig, wenn Yuki so reagierte. Also versuchte Mami sich auf Yuki zu konzentrieren, doch sie konnte nicht verhindern, dass sie hin und wieder einen Blick zu Homura und Madoka warf, die zwar etwas weiter entfernt von ihnen waren, die die Blondine aber dennoch sehen konnte. Ihr Herz zog sich bei dem Anblick der Beiden etwas zusammen. Sie sah wie Madoka begann ihre Herrin einzucremen und-nein! Konzentration! Sie blickte wieder zu Yuki, gerade rechtzeitig um zu sehen wie das Mädchen den Blick hob und ihr direkt in die Augen schaute.
Jetzt war Mami verwirrt. Auf einmal schien Yukis Nervosität wie weggeblasen zu sein, denn jetzt stand sie einfach nur da und blickte sie ruhig, mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht, an.

Mami seufzte innerlich. Dieses Mädchen war ihr ein Rätsel. Dennoch fand sie sich ebenfalls lächelnd wieder, während sie darauf wartete Yuki sprechen zu hören. Sie hoffte, dass sie ihr helfen konnte, bei was auch immer es war, dass das junge Mädchen belastete. Denn Mami mochte sie. Sie war zu einer guten Freundin geworden die ihre Tage immer heller und fröhlicher erscheinen ließ und sie wollte, dass das auch weiterhin so blieb.
Sie sah wie Yuki einen tiefen Atemzug nahm und zu sprechen begann.
" Also wie gesagt ich wollte dir etwas sagen...aber das weißt du ja schon.", begann Yuki und musste leicht kichern und auch Mami stimmte mit ein, bevor sie beide wieder ernst wurden.
"Und, naja. Es gibt da etwas, dass ich dir sagen muss und...du bist mir wichtig und ich wollte...also ich wollte dir sagen…", redete Yuki weiter, während sich ein roter Schimmer auf ihren Wangen bildete.
Mamis Blick, der bis dahin fest auf Yuki fixiert gewesen war, richtete sich plötzlich wieder in die Richtung von Madoka und Homura, als sie ein Lachen hörte.
Sie spürte einen Stich im Herzen als sie ihre Herrin und Madoka unbeschwert lachen und reden sah und wünschte sich in diesem Moment nichts sehnlicher, als mit dem rosahaarigen Mädchen den Platz zu tauschen. Dass Yuki gar nicht mehr weiterredete, fiel ihr erst auf, als diese ihren Namen sagte.

"Mami-San?", fragte sie und augenblicklich richtete sich Mamis Blick wieder auf sie und sie fühlte sich ertappt.
"Entschuldige bitte, Yuki-Chan. Ich war etwas...abgelenkt.", entschuldigte sich die blondhaarige Dämonin und lächelte Yuki an, doch es erreichte ihre Augen nicht. Mami hoffte, dass man die aufwallenden Tränen und ihre bebenden Lippen nicht sah, denn dieser Schmerz in ihrem Herzen wollte sie einfach nicht loslassen!
"Also...was wolltest du mir gerade sagen?", hakte sie nach um die Aufmerksamkeit von sich abzulenken, doch sie stockte, als Yuki sie traurig anlächelte.
" Du magst sie sehr, oder?", fragte sie und Mami, den Anflug von Panik unterdrückend, erwiderte:" Wen?"
Daraufhin deutete Yuki auf Homura und Mami seufzte innerlich. Yuki wusste es.
" Sie. Deine Freundin, Akemi-San. Du...ihr...ihr habt eine enge Bindung zueinander, oder?"
Mami wusste nicht recht was sie darauf erwidern sollte, also nickte sie nur und lächelte.
" Ja, das haben wir. Wir kennen uns schon seit Ewigkeiten, praktisch seit wir klein waren."
Yuki nickte. Ihr Lächeln wirkte krampfhaft.
"Und...und seid ihr zwei…?"
"Was meinst du?"
"Naja...ein Paar?"
Mamis Augen weiteten sich.
"Nein, nein sind wir nicht!", winkte sie schnell ab und lachte, doch Yuki konnte sie nichts vormachen.
" Aber du wärst es gerne, oder?"
Als Mami nichts darauf erwiderte fuhr Yuki fort.
"Sie mit einer anderen zu sehen muss sicher schmerzen, oder? Vor allem, da ihr euch schon so lange kennt.", sagte sie und Mami spürte wie ihr Körper leicht zu zittern begann. Ihre Kehle schnürte sich zu und sie bekam keine Worte mehr heraus. Es kostete sie alle Kraft die Tränen zurückzuhalten, also nickte sie nur.
Sie drehte sich wieder zu Madoka und Homura um und sah, wie sich die Beiden miteinander unterhielten. Die Nähe in der sie sich befanden, nur wenige Meter entfernt voneinander, ließ Mami kaum atmen. Wie einfach es wäre für das rosahaarige Mädchen Homura jetzt zu küssen und sie würde es nicht verhindern können…

Yuki lächelte, während sie Mami anblickte als diese zu Madoka und Homura blickte, doch es erreichte ihre Augen nicht. Sie hielt sich eine Hand ans Herz, es schien sich mit jedem Schlag, den es tat, immer mehr zusammenzuziehen. Es tat weh, so unglaublich weh, dass es Yuki den Atem raubte. Es fühlte sich wie ein heißes Stück Kohle an, das langsam verglühte. Ein Papier, das zusammengeknüllt wurde, ein Diamant, der in tausend Teile zersprang. Aber dennoch schaffte sie es ihre Schluchzer zu unterdrücken, das war aber auch schon alles, denn ihre Tränen konnte sie nun nicht mehr zurückhalten. Sie hatte gewusst, dass ihre Chancen gering waren, dass sich Mami für sie interessierte. So ein schönes Mädchen wurde schließlich begehrt, aber trotzdem hatte sich Yuki bis zur letzten Sekunde an der immer geringer werdenden Hoffnung festgehalten, dass sie doch noch eine Chance hatte. Dass sich Mami doch noch für sie interessieren würde.
Doch mit den Aussagen der blonden Schönheit zerfiel diese Hoffnung zu Asche.
Und Yuki fragte sich wie sie nur so blöd sein konnte. Natürlich würde sich Mami nicht für sie interessieren! Für die unscheinbare, unsichere Yuki Akabane. Es war nur natürlich, dass sie sich für Homura Akemi entscheiden würde. Und warum auch nicht? Sie wurde von vielen begehrt. Sie hatte alles, was man sich nur wünschen konnte. Sie sah schön aus, hatte eine gute Figur, war klug und eine der besten in ihrer Klasse, außerdem war sie charismatisch und brach alle Sportrekorde. Ja, so ein Mädchen hatte Mami verdient! Eine, die talentiert war, eine die perfekt war und mit der sie zweifelsohne wunschlos glücklich werden konnte.
Nicht jemanden wie Yuki, die ja kaum eine Hantel halten konnte, geschweige denn sich so charismatisch ausdrücken konnte wie Homura es immer tat. Und von ihrem Aussehen wollte sie gar nicht erst anfangen.
Ja, Mami verdiente jemand besseren als sie. Und obwohl sie schreien und sich die Haare raufen, sich selbst bemitleiden wollte, weigerte sie sich das jetzt zu tun. Sie würde hier keine Schwäche zeigen, sie würde nicht hier vor ihrem Schwarm zusammenbrechen, sicherlich nicht!
Es kostete Yuki alle Kraft sich wieder einigermaßen zu beruhigen, sodass sie wieder ein paar normale Worte herausbringen konnte. Zum Glück blickte Mami immer noch auf Homura und Madoka und bemerkte sie so nicht.
Also drehte sich Yuki rasch um und begann sich so schnell sie konnte die Tränen aus dem Gesicht zu wischen, bevor sie noch aussah wie ein weinendes Wrack.
Und keinen Moment zu früh, denn gerade in diesem Moment drehte sich die Blondine wieder zu ihr, doch sie stockte, als sie sah, dass Yuki sich von ihr abgewandt und umgedreht hatte.

"Yuki?", fragte Mami besorgt und trat etwas näher an sie heran und wollte ihr gerade eine Hand auf die Schulter legen, da drehte sich Yuki schwungvoll wieder um und schenkte ihr das breiteste Lächeln, das sie jemals zustande gebracht hatte.
"Es ist nichts.", sagte sie und räusperte sich, bevor sie Mami sanft anblickte und sagte:" Ich wollte dich eigentlich nur wegen deiner Meinung zu meinen Kleidern fragen. Denkst du ich soll für das Lagerfeuer später eher mein rotes, oder mein blaues Kleid anziehen?"
Die Frage traf Mami überrascht, doch sie schien nichts zu bemerken, sondern blickte Yuki nur kurz prüfend an, bevor sie sagte:" Rot, definitiv rot! Das bringt dein Haar und deine Augen besser zur Geltung."
Neckisch fügte sie hinzu:" Du wirst sehen, damit wirst du dir ein paar Herzen angeln können, Yuki-Chan."
Sie lachte und Yuki stimmte mit ein, obwohl all ihre Instinkte ihr rieten wegzurennen. Doch sie blieb.

"Oh und weißt du was? Ich habe beschlossen dir zu helfen mit Akemi-San zusammenzukommen.", fügte Yuki breit grinsend hinzu auch wenn innerlich gerade ihr Herz zerbrach.
"Ach, das brauchst du nun wirklich nicht. Das würde dich nur viel zu viel Zeit kosten und-", winkte die blonde Dämonin ab, doch Yuki unterbrach sie fröhlich:" Ach was, mir macht das nichts aus. Ich helfe gern. Schließlich verdienst du es glücklich zu sein!"
Sie lächelte bei den letzten Worten und dieses Mal kam es von ganzem Herzen. Sie wollte wirklich, dass Mami glücklich wurde. Und wenn das hieß, dass sie sie aufgeben musste, dann würde sie das tun.
"Danke sehr, Yuki-Chan!", sagte Mami und umarmte sie stürmisch.
Yuki lachte als sie die Umarmung erwiderte und schmiegte sich eng an sie. Es war nur ein Moment, doch Yuki genoss ihn sehr und versuchte sich alles von Mami einzuprägen. Den Duft ihrer Haare, ihre weiche Haut und das fröhliche Schlagen ihres Herzens. Sie würde ihr nur immer so nah sein und für Yuki war das okay.
Denn wenn es für Mamis Glück war, dann war ihr Herz nur ein kleiner Preis, den sie ohne zu zögern bezahlen würde...



Homura seufzte entspannt, als sie sich streckte und sich dann wieder in ihre Position bei dem Lagerfeuer kuschelte. Sie saß zusammen mit ihren Klassenkameraden auf einen von vielen kleinen Bänken und Baumstämmen und blickte wie manch anderer verträumt in das Feuer. Einige Schüler unterhielten sich leise, redeten über den neuesten Klatsch und Tratsch, oder kicherten miteinander. Doch alles in allem war es eine ruhige Atmosphäre. Gerade richtig um einmal die Seele baumeln zu lassen.
Und als die Schwarzhaarige so in die Flammen starrte, die so vertrauten Flammen, da fragte sie sich, wann es das letzte Mal gewesen war, dass sie so entspannt gewesen war.

"Sieh mal einer an, da wirkt aber jemand glücklich.", holte sie Kyoukos Stimme aus ihren Gedanken und sie blickte lächelnd zu ihrer Freundin hoch, die ihr einen kleinen Spieß mit verschiedenen Früchten reichte, während sie selbst sich neben sie setzte und begann an einem Maiskolben Spieß zu knabbern. Homura musste kichern, bevor sie leise erwiderte:" Na ja, wenn man bedenkt wie selten ich den Palast verlassen habe, oder mich auch nur amüsieren durfte…"
Daraufhin zuckte Kyouko mit den Schultern, bevor sie belustigt entgegnete:" Da hast du auch wieder Recht."
Sie seufzte, bevor sie ebenfalls leise, sodass sie niemand hören konnte, entgegnete:" Und ich dachte immer Dämonen wären für ihren Schabernack und ihr Vergnügen bekannt. Zumindest steht das so hier im Internet."
Daraufhin verzog Homura das Gesicht, bevor sie kaum merklich nickte und sagte:" Ich weiß, das hab ich auch schon gesehen."
Ungläubig schüttelte sie den Kopf. " Die Menschen sollten wirklich mal dazulernen und aufhören uns immer wie Lustmolche darzustellen!"

Das Grinsen auf Kyoukos Gesicht wurde einen Spalt breiter, bevor sie sich ganz nah an ihr Ohr beugte und flüsterte:" Ach, seid ihr das denn etwa nicht, Herrin?"
Doch sie zuckte unwillkürlich zurück als Homuras Kopf herumschnellte und sie die Rothaarige mit einem ernsten, finsteren Blick bedachte. Im Schein der Flammen glühten ihre lilafarbenen Augen purpur.
" Was erlaubst du dir?", zischte sie, für einen Moment sprachlos über die Dreistigkeit mit der Kyouko sie ansprach, bevor sie sich erinnerte, dass sie hier in der Menschenwelt waren, aber dennoch! Obwohl sie Kyouko viel durchgehen ließ, alles konnte und wollte sie der rothaarigen Dämonin nicht erlauben. Irgendwo war ja schließlich auch noch eine Grenze!
Doch anstatt wütend zu klingen verzogen sich ihre Lippen zu einem kleinen, dunklen Grinsen und ihre Stimme war um einiges tiefer, als sie sich nun zu Kyouko beugte und ihr ins Ohr flüsterte:" Aber sicher doch, Kyouko. Du weißt es ja aus erster Hand."
Ihre Stimme wurde einen Hauch süßer, doch in ihren Augen stand eisige Dunkelheit und unwillkürlich fröstelte es Kyouko, als sie in ihre Augen starrte. Gleichzeitig wusste sie, dass sie zu weit gegangen war. Also senkte sie nur demütig den Kopf, bevor sie im Hauch eines Flüsterns wisperte:" Bitte, Herrin...verzeiht mir."

"Hm…" Homura legte einen Finger an ihr Kinn und schien zu überlegen, doch Kyouko wusste anhand ihres teuflischen Grinsens genau, dass die Schwarzhaarige sich schon eine Bestrafung für sie ausgedacht hatte. Dennoch hielt sie den Mund und wartete auf die Antwort der anderen Dämonin. Diese ließ sich reichlich Zeit und Kyouko, die es hasste wenn Homura sie so zappeln ließ, wurde immer ungeduldiger. Doch gerade, als sie den Mund öffnete um sie zu fragen, entgegnete die Schwarzhaarige nur:" Heute Nacht, im Waschsaal. Vielleicht kann ich dir dann deine Flausen aus dem Kopf treiben. Aber sei nicht so laut, nebenan ist das Lehrerzimmer und wir wollen schließlich keine unangenehmen Fragen beantworten, oder?"
"N-natürlich nicht, Herrin.", erwiderte Kyouko gehorsam und musste schlucken. Doch anscheinend war für Homura damit das Gespräch beendet, denn sie wendete sich von ihr ab und begann in ihrer gewohnten, freundlichen Art mit einem Mädchen neben ihr zu sprechen. Kyouko jedoch hielt sich immer noch ihr pochendes Herz und versuchte für einige Minuten ihre schnelle Atmung wieder unter Kontrolle zu bekommen. Sie hatte schon beinahe vergessen wie dominant ihre Herrin sein konnte. Nun, das würde sie nach diesem Abend wohl nicht mehr so schnell.

Das rothaarige Mädchen seufzte und streckte sich noch einmal kurz, bevor sie aufstand um noch ein wenig am Strand spazieren zu gehen. Die anderen am Lagerfeuer begannen gerade einige Lieder zu singen, ein Brauch den Kyouko nicht nur aus dem Internet kannte und das Mädchen schüttelte den Kopf als Tränen ihr in die Augen stiegen. Sie beschleunigte ihre Schritte und obwohl sie Homuras Blick in ihrem Nacken spürte, ignorierte sie sie, da sie anhand der Stille der Schwarzhaarigen erkannte, dass sie ihr erlaubte herumzulaufen. Und das tat sie.
Sie entfernte sich schnell immer weiter von der kleinen Gruppe, bevor sie schon beinahe zum Wasser rannte. Erst, als die sanften Wellen ihre nackten Füße umschwemmten, erlaubte sie sich, sich zu entspannen. Dass dabei einige Tränen aus ihren Augen entkamen und in das Meer tropften ignorierte sie dabei.
"Scheiße!", murmelte sie leise und wischte sich wütend einen Moment später über das Gesicht. Sie bemerkte wie sie zitterte und versuchte sich zu beruhigen indem sie langsame, regelmäßige Atemzüge nahm und dann mit bestimmter Entschlossenheit den Gedanken an ihre kleine Schwester aus ihrem Kopf verbannte, zumindest für diesen Abend.
Kyouko wusste, dass Homura sich durchaus im Klaren war, warum sie ihre Klasse am Lagerfeuer zurückgelassen hatte und sie war froh, dass die schwarzhaarige Dämonin sie gehen ließ. Sie hatte nicht nur der unangenehmen Stille zwischen ihnen beiden entfliehen wollen, sondern auch der so vertrauten Atmosphäre ihrer Gruppe. Dann fingen die Lieder an und das war einfach zu viel für sie gewesen.
Doch jetzt, da sie allein war, fühlte sich Kyouko, als könnte sie endlich wieder atmen und sie seufzte laut und schloss die Augen, als sie den angenehm kühlen Abendwind spürte, der ihr durch die Haare fuhr.
Für ein paar Minuten genoss sie einfach nur das Rauschen des Meeres und die Stille um sich herum, bevor sie langsam die Augen wieder öffnete.
"Was tust du hier?", fragte sie sanft und hörte ein Zucken hinter sich.
Die Person schien zu zögern, bevor sie näher an sie herantrat und ihr sanft eine Hand auf die Schulter legte.

"Ich wollte nach dir sehen. Ich habe dich nicht am Lagerfeuer bei den anderen gesehen, also habe ich nach dir gesucht."
Kyouko lächelte und drehte sich um.
"Danke, das ist nett von dir, Sayaka.", antwortete sie, bevor sie fragte:" Aber wie hast du mich gefunden?"
Daraufhin zuckte das blauhaarige Mädchen mit den Schultern, bevor sie sagte:" Naja ich habe mich gefragt, wenn ich Kyouko wäre, wo würde ich dann am besten hingehen, wenn ich allein sein will und naja, meine Ahnung war richtig."
Leise fügte sie noch hinzu:" Es kann auch sein, dass Homura mir die Richtung gewiesen hat."
Daraufhin musste Kyouko lachen. Es war laut und voller ehrlicher Freude.
Sayaka lächelte, bevor sie gespielt beleidigt sagte:" Was ist daran denn so witzig, Kyouko?"
Die Rothaarige winkte ab und sagte zwischen Lachern:" Ach nichts, nichts. Wirklich!"
Doch Sayaka zog nur eine Augenbraue hoch, was Kyouko erneut zum Lachen brachte.
"Das klingt aber nicht so.", erwiderte sie und Kyouko versuchte sich zu beruhigen.
"Nein, wirklich.", sagte sie und grinste Sayaka neckisch an.
"Warum kann ich dir nicht ganz glauben?", erwiderte Sayaka ebenso neckisch grinsend.
Beide Mädchen blickten sich für einen Moment schweigend an, bevor sie beide in schallendes Gelächter ausbrachen.
Als sie sich beide wieder etwas gefangen hatten, wurde Kyouko wieder ernst.
Sie strich Sayaka sanft über den Arm, während sie sie anlächelte und etwas nähertrat. "Danke.", sagte sie und lächelte.
Es war ein ehrliches Lächeln und trotz der Dunkelheit schien es förmlich zu leuchten.
"W-wofür, denn?", stotterte Sayaka und Kyouko spürte eine Wärme in ihrem Herzen als sie sah wie Sayaka rot wurde.
Sie trat noch einen Schritt näher, bevor sie sagte:" Dafür, dass du dir Sorgen um mich gemacht hast und nach mir sehen wolltest. Ich weiß das sehr zu schätzen, wirklich."
"A-ach so. Ja, ähm, das war doch keine große Sache und...naja.", erwiderte Sayaka und machte eine wegwerfende Handbewegung.
Noch immer schimmerten ihre Wangen in einem starken rot ton und Kyouko fand, dass die Blauhaarige noch nie süßer ausgesehen hatte, als jetzt.
Also trat sie noch einen Schritt näher, sodass sie sich nun ganz nah waren und den Atem der jeweils anderen auf ihrem Gesicht spüren konnten.

Sie blickte Sayaka an und Sayaka blickte sie an und Kyouko spürte instinktiv, dass das einer dieser Momente war, der perfekt für einen Kuss war.
Stille umgab sie, dazu das ruhige Rauschen des Meeres, der sanfte Wind der sie beide zu umarmen schien und der die Rufe der Möwen in der Ferne und die Klänge der Lieder mit sich trug, ja einen besseren Zeitpunkt für einen Kuss konnte sie sich nicht vorstellen. Also blickte sie weiterhin Sayaka an und lehnte sich etwas näher an sie heran, doch kurz bevor ihre Lippen sich berühren konnten, lehnte sich Sayaka nach hinten und sagte:" Kyouko...ich..."
Sie stockte und Kyouko spürte wie sich Enttäuschung und Trauer in ihr breitmachten. Wut ebenfalls, doch die Trauer und Enttäuschung der gerade erhaltenen Zurückweisung überwog.

"Nein, ist schon gut. Es ist meine Schuld. Tut mir leid.", erwiderte sie und wandte seufzend den Blick ab. Sie richtete ihn wieder aufs Meer hinaus, so als hoffte sie, dass die Wellen ihre Sorgen mit sich trugen und sie spürte eine Mischung aus Melancholie und Freude bei diesem Gedanken.
"Kyouko…", begann Sayaka zögernd, bevor sie ihr schließlich eine Hand auf die Schulter legte und die Rothaarige wieder zu sich umdrehte.
"Kann...darf ich dir etwas zeigen?", fragte sie plötzlich schüchtern und Kyouko hatte in diesem Moment große Lust sie anzubrüllen, denn augenblicklich kehrte die Wut zurück. Was bildete sie sich eigentlich ein? Ihr erst solche Hoffnungen zu machen und sie dann so zurückzuweisen! Ja, sie hatte gute Lust ihre Bitte zu verweigern, aber da war etwas in diesen blauen Augen, dass sie inne halten ließ.
Und obwohl es nur ein Glimmer, ein Funke, war, so schien es wichtig zu sein, also stöhnte Kyouko nur genervt, bevor sie sich mit einer Hand durch die Haare fuhr.
"Na schön, aber beeil dich ja? Ich habe heute noch etwas anderes zu tun.", nörgelte sie und Sayaka blickte sie fragend an, doch als Kyouko ihr keine weitere Auskunft gab, beschloss die Blauhaarige nicht weiter nachzufragen. Stattdessen nahm sie Kyoukos Hand und führte sie am Strand entlang, immer weiter vom Lagerfeuer und ihrer Klasse weg. Als sie gerade einen sandigen Hügel emporstiegen, der in einem Gestrüpp aus Pflanzen endete, riss sich Kyouko schließlich los und herrschte Sayaka ungeduldig an:" Und was soll das hier jetzt, Sayaka? Erst diese Zurückweisung und jetzt schleppst du mich quer durch die Stadt nur um mit mir wandern zu gehen und-"
Doch Sayaka legte ihr nur einen Finger auf die Lippen.
"Schhh.", machte sie und schob ein paar Palmwedel zur Seite um den Blick auf einen grünen Hügel freizugeben.
"Sieh selbst."
Kyouko wollte grade etwas murren, da stockte ihr der Atem als sie den Hügel sah.

Blumen.
Blumen in allen Farben befanden sich dort. Es gab rote, blaue, gelbe, grüne, rosane, lilafarbene Blumen, es gab alles was sie sich vorstellen konnte und Kyouko konnte einfach nicht anders als mit offenem Mund dieses Wunder zu bestaunen. Der Mond und die leisen Tiergeräusche um sie herum vervollständigten die Kulisse vollends und Kyouko konnte nicht anders als langsam zu dem grünen Hügel zu gehen.
Sayaka lief mit einem wissenden Grinsen neben ihr, sagte jedoch nichts.
Als Kyouko eine der Blumen berührte spürte sie die starke Lebensenergie, die von ihr ausging , was sie noch mehr zum Staunen brachte. Wie kam es dazu, dass inmitten dieses Wäldchens, auch noch so nahe am Strand, solch ein wunderschöner Hügel erblühte? Das war ein Wunder, es konnte einfach keine andere Erklärung geben!

" Schön, oder? Ich habe ihn vorhin nach unsrer Jetski Fahrt entdeckt nachdem ich eine Weile am Strand entlang gelaufen bin.", erklärte Sayaka lächelnd.
" Und da ich es so schön fand, dachte ich mir ich möchte es dir auch zeigen um mit dir diesen Moment zu teilen."
" Welchen Moment?", fragte Kyouko, die sich immer noch beeindruckt umschaute.
Sayaka grinste und stupste ihre Wange an.
" Den Moment, in dem ich dich so sprachlos sehe."
" Haha.", erwiderte Kyouko, als sie sich zu Sayaka umdrehte, doch es lag keine Schärfe in ihren Worten, sondern nur pure Freude.
" Danke dafür, dass du mit mir diesen wunderschönen Ort teilst!"
" Ach, ist doch nichts besonderes. Du bist mir halt wichtig und naja…"
Sayaka begann mit ihren Fingern zu spielen, bevor sie Kyouko lächelnd anblickte, die ihr wiederrum einen fragenden Blick zuwarf, und sagte:" Naja ich dachte wir könnten diesen Ort als unser kleines Geheimversteck benutzen. Ich weiß der Gedanke ist kindisch, aber ich dachte er wäre-"
" Nein, er ist wunderschön!", erwiderte Kyouko und lächelte sie an, während sie mit beiden Händen sanft Sayakas Gesicht berührte.
" Kyouko wa-"
"Genauso wie noch andere Dinge, hier.", murmelte Kyouko und lächelte Sayaka sanft an. Diese spürte wie ihr Herz schneller schlug je länger sie das rothaarige Mädchen vor sich anblickte, doch gerade, als sie sich so nah waren, dass sich ihre Nasen hätten berühren können, zog sich Kyouko wieder zurück.
" Kyouko?", fragte Sayaka verwirrt und Kyouko seufzte, bevor sie lächelte.
" Keine Sorge ich zieh dich doch nur auf. Ich weiß ja jetzt, dass du nicht an mir interessiert bist. Das ist kein Problem, mir ist das schon öfters passiert."
Und obwohl sie fröhlich blieb war da doch eine Enttäuschung und Trauer in ihrer Stimme, die Sayaka beinahe das Herz brach.
Kyouko hatte das alles missverstanden! Sie wollte sie doch nur noch nicht am Strand küssen. Sie wollte, dass sie sich den Kuss für diesen besonderen Ort aufhoben! Und eigentlich war sich Sayaka bis vorhin nicht einmal sicher gewesen, ob sich Kyouko überhaupt so für sie interessierte wie Sayaka es für sie tat, doch mit ihren Aktionen hatte die Rothaarige eben genau das bewiesen.
Sayaka könnte nicht glücklicher sein, doch sie wusste, dass sie schnell handeln musste um dieses Missverständnis aufzuklären, ansonsten konnte sie Kyouko verlieren und das wollte sie auf keinen Fall!

Also eilte Sayaka ihr hinterher, als Kyouko in die Mitte des Blumenfeldes lief, doch bevor sie sich bücken und eine der Blumen genauer betrachten konnte, hielt Sayaka sie fest.
" Hey, Sayaka was soll das denn jetzt? Zuerst bringst du mich hier her um diesen tollen Ort zu bestaunen und jetzt hältst du mich davon ab. Kannst du-"
" Es tut mir leid."
Die Worte waren leise und Sayaka blickte zu Boden, doch Kyouko hörte es trotzdem.
" Was meinst du?", fragte die rothaarige Dämonin verwirrt und Sayaka seufzte, bevor sie den Kopf hob.
" Dass ich dich vorhin am Strand zurückgewiesen habe. Dabei wollte ich lediglich, dass wir uns den Kuss für diesen besonderen Ort aufheben, wenn es denn überhaupt einen gibt. Ich war mir ja nicht sicher ob du auch so für mich empfinden würdest wie ich für dich. Aber das hast du ja inzwischen bewiesen und ich-"
Doch sie wurde von einem Finger an ihren Lippen unterbrochen.
Sie blickte zu Kyouko und sah wie ihre Augen funkelten.
In diesem Moment erinnerten sie Sayaka an Diamanten oder an die Sterne über ihnen. Sie war so in ihnen versunken, dass sie gar nicht bemerkte, dass Kyouko ihren Finger von ihren Lippen genommen hatte und näher an sie herangetreten war.
" Du redest zu viel.", flüsterte die Rothaarige in ihr Ohr und Sayaka spürte wie sich ein rosaner Schimmer auf ihre Wangen legte.
" Kyouko...", flüsterte sie, doch Kyouko schüttelte nur den Kopf, bevor sie erwiderte:" Nicht jetzt. Genieß es."
Und damit legte sie ihre Lippen sanft auf die von Sayaka.

Das blauhaarige Mädchen spürte, wie bei der Berührung ihr Herz einen Hüpfer machte und sofort begann sie den Kuss zu erwidern. Er war sanft und vorsichtig, ganz anders als sie es vermutet hatte, aber nicht weniger schön und mit einem Seufzen ließ sich das blauhaarige Mädchen in den Kuss sinken.
Plötzlich ertönte ein lautes "Ping", welches die beiden Mädchen auseinanderfahren ließ und Kyouko seufzte, bevor sie grummelnd ihr Handy aus ihrer Hosentasche fischte und die Nachricht las.
Für einen Moment sah Sayaka den inneren Konflikt in ihrem Gesicht und fragte sich unwillkürlich was wohl in dieser Nachricht stand, doch sie wollte nicht aufdringlich erscheinen und verhielt sich daher ruhig. Kyouko las sich die Nachricht noch einmal durch, bevor sie selbst ein paar Zeilen schrieb, diese abschickte, und das Handy abschaltete. Sie hoffte, dass ihre Herrin Verständnis dafür hatte. Sie hatte ihr geschrieben, dass sie gerade mit Sayaka unterwegs war und um eine Verschiebung ihres Abends bat. Sie hoffte nur, dass Homura nicht allzu sauer auf sie sein würde, weil sie noch nicht einmal auf eine Antwort von ihr gewartet hatte, doch selbst wenn, das wusste Kyouko, würde sie es bei einem ihrer nächsten Abende zum Ausdruck bringen und ihr wieder einmal zeigen, warum sie die Prinzessin der Hölle war. Und obwohl Kyouko so etwas manchmal mehr als antörnend fand, so drehten sich ihre Gedanken gerade um etwas anderes, besser gesagt um jemanden, der direkt vor ihr stand und sie mit diesen wundervollen, blauen Augen vollkommen in ihren Bann zog.
Und in diesem Moment war ihr eine Strafe vollkommen egal, denn jetzt zählten nur sie beide.

Sie beobachtete atemlos wie Sayaka näher an sie herantrat und sie still anblickte. Dann lächelte sie und legte eine Hand auf ihre Wange und im nächsten Moment spürte Kyouko auch schon wie sie ihre Lippen wieder mit den ihren verband.
Dieser Kuss war schon etwas fordernder, aber immer noch sanft, wobei Kyouko nicht umhin kam eine Welle der Lust zu verspüren und als sie in Sayakas Augen blickte sah sie, dass es dem blauhaarigen Mädchen nicht anders erging.
" Kyouko…", murmelte sie, bevor ein Stöhnen ihre Lippen verließ, als Kyouko ihr sanft auf die Unterlippe biss.
" Ich...ich liebe dich.", fuhr Sayaka zwischen zwei Atemzügen fort und Kyouko stoppte für einen Moment und blickte das Mädchen vor sich überrascht, aber nicht minder erfreut an. Dann lächelte sie und flüsterte, sodass es nur die Blumen, der Mond und die Tiere um sie herum hören konnten:" Ich liebe dich auch, Sayaka.", bevor sie ihr einen weiteren Kuss auf die Lippen drückte.
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