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The space between us

von -SaeJin-
SongficSchmerz/Trost / P12 / Gen
08.07.2015
08.07.2015
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The space between us

Mich selbst im Kreis drehend sah ich mich um und suchte nach dir. Es war mir zwar klar, dass du bereits nicht mehr hier warst, aber insgeheim hoffte ich auf das Gegenteil. Mein Blick huschte durch die Umgebung, doch du warst bereits wie vom Erdboden verschluckt. Ich senkte meinen Kopf, um den Zettel in meiner Hand nochmal etwas genauer zu betrachten. Sanft strich ich über die das verknitterte Papier. Es war deine Handschrift, ganz sicher. Eine Träne tropfte von meiner Wange auf den sonst eh schon so befleckten, schmutzigen Brief. Halbherzig wischte ich mir über mein Gesicht und begann in die Richtung zu rennen, von der ich mir ziemlich sicher war, dass du sie eingeschlagen hattest. Ich bemerkte, dass mir ein paar Leute verwundert hinterher sahen, doch es interessierte mich nicht im geringsten. Das einzige, woran ich im Moment denken konnte, warst du. Als ob ich in letzter Zeit an etwas anderes hätte denken können. Vor allem nicht jetzt. Nicht jetzt, wo du weg warst. Nicht jetzt, wo du einfach nahezu spurlos verschwunden warst. Wie konntest du mir das nur antun? Diese Frage schmerzte mich und mein Herz zog sich zusammen. Dennoch wusste ich, dass ich dir alles vergeben würde, wenn wir uns wiedersahen. Weil mir alles andere egal ist, solange du bei mir bist. Warum warst du jetzt weg? Ein frustrierter und verzweifelter Schrei schlich sich über meine Lippen. Ich brauchte dich doch. Hier. Bei mir.
Ein Gefühl von Taubheit machte sich in mir breit. Es ging von der Leere aus, die du in meinem Herzen hinterlassen hattest. Die Momente, die wir zusammen erlebt haben, spielten sich in meinem Kopf ab. Immer und immer wieder. Es gab mir das Gefühl dir näher zu sein, als ich letzendlich wirklich war.
Du bist das Licht, das mir Hoffnung geschenkt hatte. Du hast meine Welt erleuchtet und die Dunkelheit beseitigt, in der ich gefangen war. Du hast mir für einen Moment gezeigt, wie es ist, glücklich zu sein. Doch indem du mir gezeigt hast, was glücklich sein bedeutet, hast du mir auch unbewusst gezeigt, was es heißt, es nicht zu sein. Ja, du hast es mir gezeigt - indem du gegangen bist. Was würde ich nur alles dafür tun, diesen einen glücklichen Moment zurückzubekommen?
Ich rannte durch Dunkelheit, die mich umgab, jetzt, wo das Licht mich wieder verlassen hatte. Ich wusste innerlich, dass es zu spät war, doch ich dachte nicht daran aufzugeben. Ich suchte weiter nach dir, rief deinen Namen durch die Nacht.
Ich wünschte, ich könnte deine Hand nehmen, doch du bist schon viel zu weit weg. Wie konnten wir uns so schnell so weit voneinander entfernen? Je mehr Zeit verstrich, desto unwahrscheinlicher kam es mir vor, dich wieder zu finden. Der Abstand zwischen uns schien sich zu vergrößern und wurde zu einem unüberwindbaren Hindernis für mich. Warum musst du nur so schnell sein? Wir waren so verschieden, und doch ist es der Zeitunterschied zwischen uns die Distanz, die uns nicht gestatten wird, zusammen zu sein.
Dennoch gab ich nicht auf und suchte weiter, schrie deinen Namen bis ich meine Stimme verlor. Ich will dich nur noch in den Arm nehmen und nie mehr loslassen. Dort wärst du, wo du hingehörst. Bei mir.
Ich wollte es dir sagen, aber ich kam nicht dazu. Du musst es wissen, deshalb versuche ich dir zu folgen, suche einfach weiter. Warum kommt es mir so vor, als würdest du dich dennoch immer weiter von mir entfernen? Ich spürte, wie du langsam aus meiner Reichweite verschwunden bist.
Ich zählte die Sekunden dabei, um die Distanz abzuschätzen und mir wurde klar, dass du inzwischen zu weit weg warst. Ich ließ die Taubheit meinen ganzen Körper ausfüllen, so spürte ich nichts mehr von der Leere in mir. Die Einsicht hätte sicherlich geschmerzt - wenn ich noch etwas gespürt hätte.
Wir waren so unterschiedlich wie Blitz und Donner. Du warst das Licht, das die Welt der anderen für einen Moment erleuchtete. Ich war jeglich das Dröhnen, das die Dunkelheit durchquert. Dazu verdammt, niemals bei dir sein zu können - jedenfalls nicht länger als nur für einen Augenblick.

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Annyeong :)

Ich hoffe euch hat meine Songfic gefallen :)
Wäre schön, wenn ihr mir ein Review dalasst :D
Das ist nämlich der erste Text, den ich hier hochlade ^^
Für alle die nicht wissen, an welches Lied dieser Text angelehnt ist: Es ist EXOs Thunder.
Danke an i bluebird fürs betan :)
Ich hatte mit den Gedanken gespielt eine Baekyeol ff daraus zu machen, aber ich dachte, dass sich dieses Format besser macht. Freue mich über Rückmeldungen :)

Liebe Grüße,
-SaeJin-

----The space between us - the space between Thunder and Lightning ----
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