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please don`t leave me

von AndyS
GeschichteDrama / P12 / Gen
Jem Carstairs Tessa Gray Will Herondale
08.07.2015
08.07.2015
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862
 
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08.07.2015 862
 
Hallo :)
Seit langem habe ich mich wieder entschlossen eine kleine Geschichte zu schreiben. Es geht um Jem und Will .
Alle Clockwork Bücher müssen gelesen sein, sonst versteht man die Geschichte nicht.
Wie kommt Will damit zurecht, dass Jem nun Stiller Bruder ist?
Schriebt mir bitte, wie euch die Geschichte gefällt.  Ich bin gespannt.
viel Spaß beim Lesen



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Will POV

Will stand am Fenster des Trainingsraums im Londoner Institut.
Es war Sommer und der Nebel hielt sich noch fern, bald schon, wenn es Herbst wurde, würde er wieder hochkriechen von der Themse und halb London mit seinen klammen Fingern
umschließen.

Er hatte alleine trainiert, wie er es fast immer in letzter Zeit tat.
Mit den Lightwoods mochte er nicht dauernd trainieren, also zog er es vor alleine zu sein. Gabriel erschien ihm immer noch als nervtötend besserwisserisch. Auch wenn er sich gebessert hatte und versuchte mit ihm auszukommen. Es war schon deutlich schlimmer gewesen, zwischen ihnen beiden. Aber niemand konnte ersetzen, was Will verloren hatte.
Sein Blick schweifte über die Straßen, die man vom Fenster aus sehen konnte. Er wünschte sich Jem würde zu ihm kommen.
Wie sehr er seinen ehemaligen Parabatai vermisste.
An Tagen wie diesem war es besonders schwer für Will, denn es war kurz vor seinem 19. Geburtstag. Nur noch 3 Tage.
Jem war nun etwas mehr als 1 Jahr Stiller Bruder.
Er wusste, dass es schwer für Jem war, vermutlich noch viel schwerer als für ihn selbst.

Will hatte immerhin sein Leben, Menschen, die ihn liebten und Tessa war seine Verlobte. Und doch fehlte ihm Jem so sehr.
Er konnte sich noch immer kaum vorstellen, wie er seinen Geburtstag ohne Jem feiern sollte. Sein ganzes Leben würde ihm immer etwas fehlen. An jedem Geburtstag würde er Jem von nun an vermissen.

Stumme Tränen liefen ihm die Wange herunter, so dass er nicht hörte, wie sich die Tür öffnete und jemand fast schon in den Raum schwebte.
Erst als leise gesprochene Worte vernahm. machte sein Herz einen Sprung:
„Will…“

Jem!! Jem!! Jem!!  Der Angesprochene wirbelte herum und er stürmte auf den vertrauten Stillen Bruder, seinen besten Freund, seinen Seelenbruder zu und umarmte ihn stürmisch. Für Will war es einfach nur Jem und nichts weiter.
Noch konnte Jem sprechen, aber bald schon, würde er das nur noch in Gedanken können.
Jem lächelte und strich sanft durch Wills Haar.
„Tessa ließ nach mir rufen, sie sagte du benötigst den dringenden Beistand eines Stillen Bruders für dein Seelenheil.“
Tessa also, seine Tessa hatte Jem für ihn gerufen, ihrer beider Jem.
„Meine Seele drohte tatsächlich im ewigen Höllenfeuer zu verglühen, ohne deine Anwesenheit.“
Jem war Wills Seelenretter und das mehr als einmal.
Jem strich vorsichtig mit seinen dünnen Fingern über Wills Wange.
„Du hast trainiert.“, stellte der Stille Bruder leise fest.
Es macht keinen Spaß ohne dich. Jem verstand ihn in seinen Gedanken, sie hatten sich schon immer in ihren Gedanken verstanden, auch  
schon vor der Veränderung.
Ich vermisse es auch. Alles ist so dunkel und still wenn ich nicht bei dir bin.
Wills Herz tat weh, er würde die Situation so gerne ändern, aber er konnte es nicht.  Anders konnte sein Freund gar nicht mehr Leben und das war besser als nichts.
Vielleicht würde es irgendwann eine Möglichkeit geben Jem zu retten. Auch wenn Will dann nicht mehr leben sollte, so wünschte er ihm das doch.
Wills Finger strichen über Jems Rücken.
„Geh mit mir spazieren, der Tag ist wundervoll heute“, bat Will.
„Will, ich kann das nicht. Das weißt du doch..."
„Bitte Jem, lass uns diesen Nachmittag miteinander verbringen. Du wirst doch keinen Ärger bekommen, Tessa soll sagen, wie sehr ich das brauche.“
Jem sah ihn nachdenklich an und dann lächelte er.
„Gut, dann machen wir das. Dieser eine Nachmittag wird in Ordnung sein.“
Will hatte ihn immer noch nicht losgelassen, erst jetzt tat er es.

„Ich ziehe mich kurz um, kommst du mit?“
Jem nickte. Sie beide kannten den Weg zu Wills Zimmer und auch zu Jems ehemaligem Zimmer.
Wenn Will jemals das Institut leiten sollte, so würde er diesen Raum immer für Jem beibehalten.
Er ging in sein Zimmer, Jem setzte sich auf sein Bett, während Will sich umzog.
Das war so selbstverständlich gewesen und jetzt ein so kostbarer , seltener Moment.  Jem saß einfach nur auf seinem Bett und es war fast wie früher - aber eben nur fast.
Will sah die Runen der Stillen Brüder nicht an seinem Freund, er sah einfach nur Jem.  
Jem sah glücklich und traurig zugleich aus und Will konnte das genau nachempfinden, aber Jem sollte nicht traurig sein, wenn sie zusammen waren, er sollte sich freuen.
Und so erzählte Will lustige Sachen aus dem Institut, über die Lightwoods und von irgendwelches Sachen, die er angeblich erlebt hatte. Jem lachte, ja er liebte es immer, wenn Will ihn zum lachen brachte und daran würde sich niemals etwas ändern.
„Fertig, muss mich ja hier nicht unnötig in Schale werfen, nicht, dass mir auch noch Dämonenfrauen ihre Aufwartung machen“, scherzte er und hielt Jem seinen Arm hin.
Der hängte sich bei ihm ein und sie verließen zusammen das Institut Arm in Arm, so unterschiedlich und doch so gleich, so weit entfernt und doch so unendlich nah.
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