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Asterix hilft Caesar

von JohiStory
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P6 / Gen
Asterix Idefix Julius Cäsar Majestix Miraculix Obelix
07.07.2015
11.07.2015
9
6.447
10
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09.07.2015 917
 
So, jetzt mussten sie nur noch zu Caesar gelangen. Aber wie? Als erstes zum Palast.

Der war nicht sonderlich schwer zu finden, zumal Asterix und Obelix schon mehrmals in Rom waren. Lächelnd trat Miraculix auf einen Legionär, der auf den Stufen zum Palast Wache hielt zu und erhob die Hand. „Ave Caesar. Zu ebendiesem müssen wir.“ Der Legionär zog die Augenbrauen hoch. „Ave. Ich denke, dass ist nicht möglich. Der Imperator ist momentan nicht gut auf Gäste zu sprechen. Habt ihr überhaupt einen Termin?“ „Nein, aber wir haben einen Bri…“ Asterix stieß Obelix den Ellenbogen in die Seite und flüsterte: „Besser, wir sagen niemanden von dem Brief. Caesar hat selbst geschrieben, dass er Feinde hat. Wir wissen nicht, wer auf unserer Seite ist.“

Enttäuscht gingen die Fünf davon. War im Nachhinein auch logisch gewesen, dass sie nicht mit offenen Armen in den Palast reingelassen wurden. Wohin jetzt? „Ich schlage vor, dass wir zum Forum Romanum gehen. Das ist immer etwas los und vielleicht hat Caesar dort für uns einen Boten bereitgestellt.“ „Asterix, deine Einfälle sind grandios!“ meinte Miraculix.

Das Forum war völlig überfüllt. Tausende Menschen gingen hier ihren Geschäften nach unterhielten sich über aktuelle Ereignisse und gingen in die Tempel um zu opfern, oder in die Basilika Iulia. Die Fünf Gallier wollten grade schon wieder gehen, als ein mittelalter Mann in eleganter Tunika an sie herantrat. „Sind sie die Gallier, die Caesar hat schicken lassen?“ flüsterte der Mann. „Ja, die sind wir.“ Flüsterte Majestix zurück. „Dann folgt mir bitte.“

Der Mann führte sie durch viele enge Gassen und ein einigen Insulae vorbei, bis sie vor einem kleinem Gasthof stehen blieben. „Hier?“ fragte Asterix ungläubig. Der Mann lächelte. „Ja. Unserem geliebten Imperator wurde es im Palast zu gefährlich und deshalb hat er sich dorthin zurückgezogen, wo ihn keiner vermutet.“

Der Gasthof war eleganter eingerichtet, als er von außen wirkte. Hinter einer Theke stand der Inhaber des Gasthofes, der, sofort nachdem die sechs Neuankömmlinge durch die Tür getreten waren, die rechte Hand erhob und: „Ave Caesar!“ ausrief. „Jaja, ave Caesar. Aber wo ist er denn, Kneipus?“ „Der Imperator ist zusammen mit dem Leibarzt zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen. Arzeius meinte, frische Luft würde ihm gut tun.“  Kneipus betrachtete unsere fünf Helden. „Seid ihr…“ „Die Gallier, die Caesar hat schicken lassen? Ja, das sind wir.“ Nahm Asterix ihm das Wort aus dem Mund. „Wie konntet ihr so schnell herkommen? Ach, was frag ich das! Ihr seid schließlich die Sagenumwobenen Gallier. Und je schneller ihr hier seid, desto schneller könnt ihr auch den Imperator heilen, richtig?“ Der Mann lachte dunkel. Und auch ihr Führer lächelte. „Nun, da Caesar grade nicht hier ist, könnt ihr ja erstmal essen. Kneipus, du kümmerst dich um alles, ja? Ich habe noch etwas zu erledigen.“ Kneipus nickte und schon war der andere Römer verschwunden.

„Legt euch zu Tisch! Ich habe Wildschweine für euch zubereitet! Extra aus Gallien importiert!“ Obelix lief das Wasser im Munde zusammen, doch Asterix war skeptisch und zog Miraculix an sich heran. „Mir gefällt das alles hier nicht. Caesar würde sich doch nicht in irgendeine Gossenkneipe zurückziehen. Irgendwelche Legionäre zur Bewachung sehe ich auch keine und so sehr, wie die beiden anderen Caesar loben. Das kam mir ein wenig zu übertrieben vor.“ Flüsterte Asterix dem Druiden zu. Dieser nickte. „Wir können auf jeden Fall nicht vorsichtig genug sein.“

Als Kneipus mit dem Wildschwein kam und es auf den Tisch stellte, stand Miraculix auf. „Kennen sie sich eigentlich mit gallischen Bräuchen aus, mein Herr?“ Kneipus schüttelte verwirrt den Kopf. „Nun, ein wichtiger Gallischer Brauch ist, dass wenn man bei jemanden zu Gast ist, der Gastgeber als erstes der Gastgeber isst.“ „Aber…wir sind doch gar nicht in Gallien.“ Stammelte Kneipus. „Das ist egal. Wollen sie nun essen?“ fragte Miraculix listig. „Ähm… nein, lieber nicht.“ „Und wieso nicht?“ fragte Asterix, der inzwischen auch aufgestanden war und seine Hand bereits auf Griff seines Schwertes hatte. „Nun, weil…“ plötzlich holte Kneipus aus und wollte Miraculix mit einem kleinen Dolch attackieren, als Asterix den Schlag parierte und Obelix dem Römer eins auf den Kopf gab. „Gut gemacht, Asterix.“ Sagte Miraculix zufrieden. „Tolle Leistung.“ Meinte Majestix. „Schon gut. Aber wir müssen vorsichtiger werden. Wir sind grade wie Frischlinge in die Falle getappt.“  Sagte Asterix. Obelix war auch aufgestanden und rüttelte an dem am Boden liegenden Römer herum. „Wach endlich auf!“ schrie er ihn an. Die vier anderen beobachteten die Szene mit verwirrten Blicken. „Wieso soll er aufwachen, Obelix?“ fragte Miraculix schließlich. „Wenn er nicht endlich aufwacht, kann er den Braten nicht essen und wir deshalb auch nicht! Blöder Gastgeber und blöder Brauch. Seit wann gibt es den eigentlich?“ Die vier anderen lachten und durchsuchten das Haus auf Hinweise. Idefix fand schließlich eine Tür, mit einem festen Vorhängeschloss gesichert. Ein Schnipser von Oblix genügte und die Tür war gespalten.

Der Raum, den die Fünf nun betraten war nur mit einem Stuhl eingerichtet, auf den ein anderer Römer gefesselt und geknebelt saß. Asterix fackelte nicht lange und löste mit seinem Schwert die Knoten.  „Danke sehr.“ Der Römer fiel ihnen direkt in die Arme. „Zum Glück konnten sie euch nicht kriegen. Ich bin Quintus Sekratus, Sekretär des Caesar. Diese beiden Unholde haben mich überfallen, als ich am Forum Romanum auf euch wartete. Das sind bestimmt Caesars Feinde im Senat. Jetzt müssen wir aber schnell zu ihm, wir haben schon genug Zeit verloren. Kommt!“ rief er und verließ den Raum. „Wartet!“ rief Obelix ihm nach.  „Als Gastgeber müssen sie noch den Wildschweinpraten probieren, damit ich ihn essen kann!“
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