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Und alles nur wegen den Mistelzweigen...

OneshotLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Jem Carstairs Will Herondale
06.07.2015
06.07.2015
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Ein kleiner, winterlicher One Shot mit meinem absoluten Lieblingspairing! Etwas ungewöhnlich vielleicht, aber ich finde die beiden zusammen einfach großartig! Lest es euch einfach mal durch, vielleicht gefällts euch ja!

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Winter. Kälte. Eis. Und Schnee. Eine Menge Schnee. Der Boden war bereits mit einer dicken weißen Schicht bedeckt und die Flocken fielen unaufhörlich weiter vom Himmel. Es dämmerte bereits und neben dem Grau der Wolken war der Himmel an einigen Stellen in ein zartes Rot getaucht, auch die wärmende Abendsonne leuchtete immer mal wieder hinter einer Wolke hervor, was die feinen Eiskristalle jedoch nicht daran hinderte, weiterhin lautlos zu Boden zu schweben und sich mit ihren hunderten Artgenossen zu einem noch unberührten reinweißen Teppich zusammenzusetzen.
Jem lehnte an der Eingangstür des Instituts und betrachtete das wunderbare Schauspiel, das sich ihm bot. Ungeachtet der kalten Temperaturen trug er nichts als seine gewöhnliche Schattenjägermontur, schwarze Hose und schwarzes Hemd, seine Jacke hatte er allerdings auch nicht angezogen. Er wollte ja gleich wieder ins Warme, er hatte sich nach dem Training nur nach etwas Ruhe und frischer Luft gesehnt und beides zusammen bekam er nur draußen. Also hatte er kurzerhand diesen Ort gewählt.
In Gedanken versunken stand er da, hätte ihn später jemand gefragt, er hätte nicht sagen können, an was genau er gedacht hatte, den Blick auf eine unbestimmte Stelle in dem Schneegestöber gerichtet und- wenn auch unbewusst- vor Kälte am ganzen Körper zitternd und mit blauen Lippen, was er allerdings kaum wahrnahm, bis plötzlich die doppelflügelige Tür hinter ihm mit einem leisen Quietschen aufschwang. Dieses Geräusch reichte, um Jem aus seiner Gedankenwelt aufschrecken zu lassen. Er entspannte sich jedoch wieder, als er die Präsenz seines Parabatai wahrnahm.
„Was willst du?“, fragte er, nun wieder abwesend und die Augen weiterhin in die Ferne gerichtet, wo ein einzelner Baum seine kahlen Äste in Richtung Himmel reckte. „Es ist kalt“, stellte Will fest, trat ebenfalls hinaus ins Freie und blieb einige Schritte von seinem Freund entfernt stehen. Sein Atem bildete weiße Wölkchen in der klaren Winterluft. Ein schwacher Wind blies, der einige Schneeflocken zu ihnen heran wehte. Weiß hoben sich die Kristalle von Wills rabenschwarzem Haar ab. Jem wandte sich seinem Freund zu. Das rötliche Licht der Abendsonne schien sich in Wills Augen millionenfach widerzuspiegeln und schien die blauen Seelenspiegel beinahe Funken sprühen zu lassen. Plötzlich fühlte Jem sich unwohl. Warum nur?
Schnell ging er auf Will zu, um zu der noch halb geöffneten Tür in dessen Rücken zu gelangen. Frische Luft hatte er genug gehabt, so entschied er, und Ruhe war in Wills Anwesenheit für ihn neuerdings, warum auch immer, auch nicht mehr zu finden. Es schien immer en angespanntes Knistern in de Luft zu liegen, wann immer er in der Nähe seines Freundes war. Seine Schuhe hinterließen Abdrücke im Schnee, als er einige Schritte machte. „Und deshalb werde ich jetzt auch reingehen“, teilte er seinem Parabatai mit und machte Anstalten, sich an dem Schwarzhaarigen vorbeizuschieben, doch Will packte ihn am Arm und hielt ihn fest.
„Da ist es auch nicht wärmer“, murmelte er mit einem seltsamen Ausdruck in den Augen, wie ein Raubtier, das seine Beute beobachtete, bereit zum Sprung. Dann zog er ruckartig am Handgelenk des Silberhaarigen, sodass dieser strauchelte und sich im nächsten Moment in Wills Armen wieder fand. „Was…?“, hob er verwirrt an, doch Will zog ihn noch enger an sich, um ihn zu küssen.
Jem riss die Augen auf. War sein Parabatai jetzt völlig übergeschnappt? Doch spätestens, als Wills Zunge sanft über seine Unterlippe strich, war dieser Gedanke vergessen. Wills Lippen waren heiß im Gegensatz zu seinen eigenen blau gefrorenen und er küsste ihn mit einer unglaublichen Leidenschaft. Der Ausdruck, den Jem eben n seinen Augen beobachtet hatte, schien sich in dem Kuss wiederzuspiegeln, er war hungrig und verlangend. Doch noch bevor Jem einen neuen Gedanken fassen konnte, oder noch besser, den Kuss erwidern, löste Will sich auch schon wieder von ihm. Lächelnd nahm der Schwarzhaarige seine Hände von Jems Körper, die während des Kusses zu dessen Schultern und von da aus zu seinem Kragen gewandert waren, um ihn noch enger zu sich zu ziehen. Noch immer lächelnd deutete Will nach oben.
Und noch während Jem den Kopf in den Nacken legte, um nachzusehen, was Will gemeint hatte, verschwand der Schwarzhaarige wieder im Inneren des Instituts. Jem dagegen erkannte, umweht von den tanzenden Schneeflocken, einen grünen Zweig der über der Tür hing, direkt über seinem Kopf. Misteln.
Jetzt musste auch er lächeln. Das war mal wieder typisch Will. Kopfschüttelnd ging auch er wieder hinein.

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Na, was hab ich gesagt, sind die beiden nicht einfach nur süß? Sagt mir wie ihr es findet in einem Review!
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