Avatar - Eywa Ngahu

von -Vina-
GeschichteDrama, Romanze / P16
05.07.2015
06.05.2017
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Übersetzung des Kapitelnamen steht immer oben, falls einige nicht wissen, was es bedeutet.
fpxäkìm: Eintreten, betreten


Alles war bereit. Auf den Gängen konnte man hören, wie die Besatzung des Shuttles aufgeregt hin und her huschte Die Instrumente der Wissenschaftler waren bereits gut verstaut. Und auch die Soldaten bewaffneten sich, nur zu Vorsicht, wie man Samantha weiß machen wollte.
Aber sie war nicht blöd, wusste, was die Soldaten und auch alle anderen vor ihr verheimlichen wollten. Sie wusste um den Zustand Pandoras, war es nun auch erst ein Jahr her, das ihre Spezies den Mondplaneten beinahe ganz vernichtet hatten.
Und warum?! Aus Gier, Hass und Verachtung denen gegenüber die diesen Planeten bewohnten. Sie selbst verspürte ein unwohles Gefühl dabei, bei dem Gedanken, dass sie in weniger als einer Stunde landen würden. Dennoch erfreute es sie ein wenig bald dort zu sein. Aber, was ihr am meisten zu schaffen machte, war die Tatsache, dass das unwohle Gefühl überwog.
Wie würden die Ureinwohner auf ihre Ankunft reagieren, nach all dem, was sie, die Menschen, ihnen angetan hatte? Sie saß an einem Schreibtisch, auf ihrem Zimmer und ließ das Gesicht in die Hände gleiten. Am liebsten würde sie umkehre, denn sie war sich sicher, die Einwohner des Planeten, würden nicht gut auf sie zusprechen sein.
Würden sie das Feuer eröffnen? Womöglich, und dass auch noch zurecht! Ein Gespräch, welches vor wenigen Stunden zwei Soldaten geführt hatten, ging ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie wusste, sie würden dass, was sie gesagt hatten, worüber sie gescherzt hatten, wahr machen. Und dieser Gedanke schmerzte sie, so sehr!
„Diese Uraffen! Greifen sie uns an, werden sie nicht einmal merken, dass sie die Kugeln durchlöchert haben.“, hatte einer der Soldaten gelacht und sein Gewehr liebevoll an seine Brust gedrückt. Die Menschen, welche Pandora nach dem Krieg wieder verlassen hatten, informierten Samantha über die Ureinwohner, da sie die Leitung des Avatar-Programmes hatte. Sie war stolz darauf, sich mit dieser Aufgabe befassen zu dürfen und ihr war klar, dass ihr Job ein sehr gefährlicher war. Schließlich würde sie beinahe alleine durch den Dschungel schlagen.
Dort lauerten Gefahren, was unbestreitbar war. Letztlich hegte sie dennoch die Hoffnung, dass die Na´vi sie anhören würden und sie bleiben ließen.
Die junge Frau war so erpicht darauf neues zu erfahren, wollte die Sitten und Traditionen der Ureinwohner kennen lernen. Das einzige was ihr dabei helfen würde, war lediglich ein, wenn auch sehr wertvolle Beziehung. Würde es letztlich reichen? Sie hoffte es. Eine mechanische Stimme erklang und das Shuttle geriet in leichte Turbolenzen.
„Bitte bewahren Sie Ruhe. Das Shuttle setzt zur Landung an.“
Nun war es also soweit. Ihre Schonfrist war abgelaufen und nun saß ihr kalte Angst im Nacken, denn das Hoffen, war alles was sie nun konnte. Nichts weiter konnte sie tun und sie fühlte sich hilflos. Gedanken stürzten auf sie ein, als sich bereits die Türen der Kabinen zur Seite schoben und eine Stimme sie aufrief das Shuttle zu verlassen. Mit ihrer Angst wusste sie nicht wohin mit sich.
Dennoch riss sie sich schließlich zusammen und erhob sich schwungvoll von ihrem Stuhl so das dieser nach hinten umkippte. Seufzend verließ sie ihre Kabine und folgte den anderen, darunter einige Wissenschaftler und etliche Soldaten, schwer bewaffnet. Bilder strömten auf sie ein, Bilder an den Krieg auf Pandora. Ja, es war, wie eine Liveübertragung.
Während des Krieges um den Heimatbaum der Na´vi hatten die Obersten in Hell´s Gate dem Shuttle in welchem sich Samantha befand eine Videoübertragung zukommen lassen, damit sie wussten, was auf sie zukam. Schreckliche Bilder, Tote, darunter so viele der Ureinwohner und Samantha war das Herz entzweit.
Natürlich an vorderster Stelle, weil sie Mitleid für die Na´vi empfand und zum anderen, weil Ihresgleichen somit einen großen Traum, einen Wunsch der jungen Frau zerstörten.
Samantha bekam eine Atemmaske gereicht, die sie sofort aufsetzte. Es verging nur wenig Zeit bis alle Menschen an Bord damit ausgestattet waren und die Pforten sich öffneten. Es gab ein lautes Zischen und das Licht, das ihr gleichauf entgegen schlug, blendete die junge Frau einen Augenblick lang.
Nach und nach verließen sie das Shuttle und Samantha tat ihre ersten Atemzüge auf Pandora, ließ sich augenblicklich mitreißen von der Pracht und Vielfalt an Pflanzen.
Aus dem Staunen kam sie nicht heraus, bis aus dem Urwald riesige Gestalten traten. Die Omaticaya kamen nicht allein. Samantha wich einen Schritt zurück als sie sah, auf was die Omaticaya ritten. Einige saßen auf einem Palulukan, einige anderen auf einem Pa´li. Es war unbestreitbar das die junge Frau Angst verspürte.
Denn es waren nicht nur Gefährliche Wesen anwesend, die Na´vi hatten ihre Bögen gespannt und sahen alles andere als freundlich gesinnt aus. „Wo ist die Übersetzerin?!“, fragte der General und oberster Kopf der Mission.
Die Angesprochene schlängelte sich durch die Menge, den Blick tief gesenkt, damit die Ureinwohner, keine Gefahr in ihr sahen. Als Samantha schließlich neben dem General stand sah sie ihn mit einem kurzen Seitenblick an. „Wenn sie sie direkt ansehen, könnten sie es als eine Provokation sehen.“, sagte sie leise, hielt den Blick weiter zum Boden hin. Nun ließ auch der General, wenn auch mit einem Schnauben, den Blick zu Boden gehen.
„Sagen Sie ihnen, dass wir nichts böses wollen, dass wir in friedlicher Absicht gekommen sind.“, forderte der mürrische Mann. Genervt hielt sie einen Moment inne und richtete ihren Blick auf die Omaticaya, suchte nach dem Oberhaupt der Gruppe und fand ihn schließlich. Mit erhobenen Händen ging Samantha zwei Schritte vor, so dass ihr nun alle Aufmerksamkeit geschenkt wurde, wenn ihr auch nicht ganz wohl bei der Tatsache war, dass Bögen auf sie gerichtet waren.
„Wir haben nichts böses im Sinn und wollen euch euer Land nicht streitig machen. Wir kommen in Frieden.“, sagte Samantha auf fließendem Na´vi. Ihr Blick hielt sie auf den Häuptling gerichtet. Es war unmöglich, dass sie sich täuschte, allein an seiner Kleidung war er zu erkennen. Sein Blick jedoch war einschüchternd und das Misstrauen, welches darin lag, war verständlich. „Euch Himmelsmenschen kann man nicht trauen!“, erwiderte der Häuptling und machte keinen Gebrauch von seiner Muttersprache.
Stirn runzelnd sah sie ihn an. „Es ist nicht mal drei Monde her, da hat eure Spezies viele unserer Leute getötet.“ Samantha nickte, hielt den Blick weiter gesenkt. Was sollte sie tun? In ihrem Kopf arbeitete es auf Hochtouren, sie suchte nach einer Lösung, für diesen Konflikt. Wie würde sie die Omaticaya dazu bringen, sie bleiben zu lassen. „Das nach dem bereits eure Vorgänger gesucht haben, ist auch das, was ihr wollt?“
Samantha hob nun wieder den Blick und sah dem Häuptling in die Augen. Ihr Magen begann sich zu verdrehen, wenn sie log und sie bekamen es heraus, würde sie einen erneuten Krieg losbrechen. Und mit dem Gedanken im Hinterkopf, das die Na´vi schon zu viel unter den Menschen gelitten hatten, brachte sie es nicht übers Herz, zu lügen.
„Ja, es ist unser Anliegen.“, erwiderte sie also. Der General fasste Samantha grob an ihrem Arm und riss sie zurück, unbedacht, dessen, das die Omaticaya sich versteiften. „Sie behindern die gesamte Mission, wenn Sie Ihnen das sagen!“, fluchte der Mann leise, doch der Zorn war ihm ins Gesicht geschrieben. „Nun retten sie die Mission, oder sie sind ihren Job los!“, beteuerte er und strafte sie mit einem bitterbösen Blick. Samantha wandte sich unbeeindruckt ab und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf die Na´vi.
Der Blick des Häuptlings war nun nicht mehr skeptisch, es schien ihr, als habe er sich bereits entschieden. Und diese Entscheidung, fiel nicht zugunsten der Menschen aus. „Ihr habt auch einen unseres Gleichen unter euch aufgenommen. Wir werden unser bestes geben, so dass wir zusammen leben können.“ Samantha wand bewusst die Sprache der Heimischen an, da sie eine weitere Auseinandersetzung mit Matt Lewis, dem General, vermeiden wollte. Der Häuptling kam einen Schritt nach vorn, der Pa´li, sein Reittier, schnaubte empört und der Mund seines Reiters verzog sich zu einer harten Linie.
„Er ist kein Mensch mehr und ist nun vollwertiges Mitglied unseres Stammes. Die, welche sich dazu entscheiden, auch so zu leben, wie er es nun tut, darf bleiben. Aber nicht jeder hat diese Option.“ Stille trat ein und mit einer Handbewegung des Oberhauptes, setzten sich die Na´vi in Bewegung und traten in den Dschungel. „Gebraucht eure Bedenkzeit gut.“ Somit war auch der Häuptling verschwunden und ließ die Menschen zurück. Samantha sah ihnen nach, bekümmert.
Sie hätte vielleicht ein Ass im Ärmel gehabt aber sie wusste, dass es höchstwahrscheinlich nur ihr einen Vorteil verschaffen würde. Aber konnte sie dass tun? Sich diesen Vorteil, soweit es den einer war, schließlich war sie dennoch ein Mensch, zu Nutze machen? Allerdings war sie die Einzige die an dem Avatar-Programm teilnahm. Niemand sonst besaß einen Avatar.
Der General wandte sich an sie und blickte auf sie hinab.
Sein Blick war mit nichts anderem zu vergleichen als mit purer Verbitterung und Zorn. Zorn darauf, das Samantah versagt hatte. Dies wusste er, ohne das er verstanden hatte, was sie und der Häuptling besprochen hatten.
„Wollen sie, dass wir gehen?!“ Er versuchte die Kontrolle über sich zu behalten, was ihm kläglich misslang, denn seine Wut war deutlich heraus zu hören.
Die anderen Anwesenden unterhielten sich über das eben geschehene. Einige wütend und andere wiederum, dazu bereit, einen erneuten Krieg loszubrechen.
„Sie verlangen, dass wir uns entscheiden.“, sagte die junge Frau und sah dem General ohne Furcht ins Gesicht. Dieser ballte die Fäuste und knurrte.
„Was verlangen sie?“ Nun klang er eindeutig beherrschter, wobei seine Beherrschung womöglich zum Zerreißen gespannt war.
„Entweder wir kehren zu Erde zurück oder entscheiden uns dazu ein vollwertiger Na´vi zu werden. Und wir wissen, dass es nicht geht.“ Der General fasste an seine Waffe, die an einem Gürtel befestigt war und zog sie heraus, den Lauf richtete er auf Samantha. „Sie sind die Einzige mit einem Avatar.“, stellte er fest.
Wie erstarrt stand sie da und wusste nicht wie ihr geschah.


Omaticaya

„Ihre Bedenkzeit ist bald abgelaufen Tsu´tey.“, vernahm er Neytiris Stimme. Der junge Häuptling war sich dessen wohl bewusst und ignorierte sie gekonnt. Die anderen Na´vi um sie herum, darunter viele Krieger, standen da oder hielten Ausschau auf Gefahr.
„Was gedenkst du zu tun, Häuptling!“, durchschnitt eine bekannte Stimme die Stille. Besagter Häuptling und auch Neytiri wandten sich um und sahen einen weiteren Na´vi auf sich zukommen. Er hatte ein Lächeln aufgesetzt und schien die Lage nicht so ernst zunehmen, wie alle anderen. Das glaubte zumindest Tsu´tey, denn dieser sah ihn mit Argwohn an. „Jake, wo warst du?“, fragte Neytiri und ging zu ihrem Liebsten hinüber.
Es stand außer Frage, das Tsu´tey es immer noch nicht ganz akzeptieren wollte, dass er Neytiri an Jake Sully verloren hatte. Dennoch war nun Jake Sully einer seiner Brüder und hatte sich das Recht verdient, eine Frau zu wählen. Das was ihm noch missfiel, war die Tatsache, dass es bereits beschlossen war, das Neytiri seine Frau werden würde, bis die Himmelsmenschen aufgetaucht waren.
„Ich habe die Umgebung abgeflogen, um sicher zustellen, dass uns keine Gefahr droht. Die Menschen hallten sich immer noch auf Hell´s Gate auf.“ Kurz nachdem Jake zu ende gesprochen hatte ertönte ein Knall, das Abfeuern einer Waffe.
Alle Anwesenden horchten auf. Tsu´tey, wies die Krieger an, ihm zu folgen, und rief nach seinem Pa´li, während er bereits im Laufschritt auf dem Weg zu den Himmelsmenschen war. Sein Pa´li lief neben ihm her, so dass er mit einem leichten Schwung aufspringen konnte und mit seinem Gefährten Tsaheylu herstellte.
Er spürte die Krieger hinter sich, ohne sich umzusehen. Doch seine Gedanken waren nun bei den Himmelsmenschen. Hatten sie sich entschieden? Wenn ja, wusste er, dass sie sich gegen das Leben in ihrem Stamm entschieden hatten. Und so, würden sie entweder gehen müssen oder aber es gab einen erneuten Krieg.
Diesen konnten die Omatikaya nicht gebrauchen, hatten sie doch schon zuvor, so viele Leben verloren. Unter den Kriegern befanden sich viele junge, beinahe noch Kinder.


Stille herrschte um sie herum. Was hatte sie getan?! Samantha wurde übel und sie kämpfte gegen den Würgereiz an.
Der General lag stöhnend am Boden und hielt sich das verletzte Bein. Die Waffe, mit der Samantha geschossen hatte, war nicht ihre, denn sie besaß keine Waffe. Es war seine. Und lediglich Glück hatte ihr geholfen an diese heran zu kommen.
Es erschien ihr wie ein böser Traum. Der General, der die Waffe auf sie richtete. Und sie konnte nicht anders, verletzte ihn nicht wegen ihrem Leben, dass sie dabei gewesen war, zu verlieren. Sie trat ihm zwischen die Beine und nahm ihm wie aus Reflex die Waffe aus der Hand.
Der sich am Boden windende Mann und sie selbst, merkten nicht, das die Omaticaya, wieder zurück waren. Bis Samantha schließlich merkte, dass die Soldaten ihre Waffen hoben. Ein Blick über die Schulter ließ sie riesige Angst verspüren. Erneut, wie auch schon zuvor, suchte sie die Masse der Na´vi ab und fand nun ein anderes, aber bereits bekanntes Gesicht. „Jake Sully.“, flüsterte sie. Es schien eine kleine Ewigkeit zu vergehen.
Dann, ganz plötzlich, wurde ihr die Waffe entrissen, was sie wieder zurück in die Realität katapultierte. Sie sah nach vorn und sah den General. „Matt, hören sie...“ Er drückte den Lauf der Pistole auf ihre Stirn, was sie dazu veranlasste zu schlucken. Natürlich würde er, ohne mit der Wimper zu zucken töten.
Vor allem sie, da sie jetzt sein Feind war. „Verräterin, für ein so Armseliges Volk geben Sie alles, was Sie haben. Samantha, Sie werden am Ende den kürzeren ziehen.“ Nach seinen Worten, war es eine weitere Zeit lang still. Der General hob die Waffe und feuerte einmal in die Luft. Dies war nun das Startzeichen für die Soldaten. Sie stürmten los, wie auch die Omaticaya. Die Soldaten achteten nicht weiter auf den Konflikt zwischen dem Generals und Samantha. Auch dieser wandte sich ab und stürzte sich in einen Kleinkrieg.
Die Schreie der Omaticaya, als sie die Soldaten angriffen, hallte über die Lichtung auf Hell´s Gate und gefroren das Blut in den Adern der jungen Frau. Sie wandte sich um und sah wie aus dem Dschungel weitere Wesen kamen, um den Na´vi zu helfen.
Erst da stellte Samantha fest, dass auch diese als Reittiere dienten. Angtsik brachen aus dem Dschungel und stürzten sich auf die Menschen. Samantha lief los, ohne Bedenken, dass sie vielleicht getötet werden würde.
Sie versuchte sich durch die aufgebrachten Soldaten zu schlängeln, was ihr nur schwerlich gelang und unter anderem musste sie einige Schläge und Tritte einstecken. Unter einem Angtsik hindurch kletternd erreichte sie schließlich die, auf Pa´li sitzenden, Omaticaya. Als sie die Menschenfrau erblickten richteten sie sogleich ihre Waffen auf sie. Die gefährliche Situation war ihr vollends bewusst, dennoch blieb ihr keine andere Wahl.
Nur hatte die junge Forscherin nicht damit gerechnet, dass zwei der Na´vi sie plötzlich packten. So baumelten ihre Beine gut zwei Meter in der Luft. Angst beschlich sie und sie wand sich im Griff der beiden Krieger.
Der Häuptling kam auf sie zu, dabei sein Messer aus einer dafür gefertigten Halterung zu holen. „Nein, bitte warte!“, rief sie aus und versuchte erneut sich den Griffen zu verwehren. Aber es war ihr unmöglich, schließlich waren die Na´vi, nicht nur deutlich größer als Menschen sondern auch um einiges kräftiger. Das Messer des Häuptlings lag bereits an ihrer Kehle, sie wagte es nicht sich zu rühren und sah den Häuptling nur flehend an. Als dieser ein Knurren von sich gab, wusste sie, dass er sie nicht verschonen würde.
„Jake!“, schrie sie letztlich aus Leibeskräften. Sie würde nicht sterben, nicht ohne jede Möglichkeit ausgeschöpft zu haben. „Jake, Jake Sully!“, rief sie erneut und sie kämpfte gegen die Tränen an, die in ihr aufstiegen. Aus Angst vor dem Tod und davor verstoßen zu werden. Der Omaticaya, wandte sich ihnen zu und durchbohrte Samantha mit einem Blick, der sie schlucken ließ. „Woher kennst du Jake Sully?“, fragte der Häuptling und ließ das Messer sinken. So konnte die Forscherin aufatmen, dennoch ließen sie die Krieger nicht los.
Jake trat nun zu ihnen und legte seinen Bruder die Hand auf die Schulter. „Jake, Jake!“, japste Samantha erneut und konnte kaum noch die Tränen zurück halten. „Woher weißt du wer ich bin?“, wollte nun auch der Omaticaya wissen und durchbohrte sie weiterhin mit einem festen Blick. Samantha war erst ein wenig erstaunt, wie emotionslos die Omaticaya an die Sache heran gingen, wobei es für sie auf einer Seite wieder verständlich war. „Wie ist dein Name, Himmelsmensch?!“, wandte sich nun der Häuptling an die junge Frau, die nichts erwiderte, bis sie das Messer wieder an ihrer Kehle spürte.
Erneut schluckte sie hielt aber Jake im Blick. „Mein Name ist Samantha.“ Erneut musste sie schlucken. Sie vernahm die Soldaten, die versuchten an den Angtsik vorbei zu kommen aber ihre Kugel würden gegen ihre Panzerung nichts ausrichten. „Mein Name ist Samantha, Samantha Sully.“ Jake klappte der Mund auf und es war, als sei er in Gedanken versunken, jedoch wandte er den Blick nicht ab.
„Wie kann es sein, dass du den selben Namen trägst wie er?“, erfragte der Häuptling, was Samantha dazu bracht ihn anzusehen. Sie setzte zur Antwort an, als Jake ihr zuvor kam. „Sie ist meine Schwester.“


Hoffentlich hat euch das erste Kapitel gefallen.
Haltet euch nicht zurück mit Anregungen und besonders nicht mit Kritik!

Wen es interessiert, ich werde die Begriffe die im Text auftauchen übersetzen, damit man versteht, was gemeint war.

Pa´li = Pferdeähnliches Tier
Palulukan = Raubkatze
Angtsik = Panzertier

Liebe Grüße
Vina^^