A witch as lovely as you has no business dating Kol

GeschichteRomanze, Übernatürlich / P16
Davina Claire Marcel Gerard Niklaus Mikaelson Rebekah Mikaelson
05.07.2015
09.07.2015
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COVER (Das Bild ist übrigens nicht gefälscht)

„Hey Leute, ich muss euch was sagen“, gesellte sich Kol zu der schnarchigen Runde, die aus seinen Geschwistern bestand.
Kaum war Elijah vom Dolch befreit, hatten er und Klaus schon einen Vampir-Buchclub gestartet, wie Rebekah es nannte. Rebekah machte sogar mit, allerdings blätterte sie in einem Modemagazin statt in einem dieser dicken uralten Staubfänger.
Sie alle waren so unhöflich, Kol einfach zu ignorieren.
Dann musste Kol eben ihre ungeteilte Aufmerksamkeit erzwingen: „Ich habe mich in Davina Claire verliebt.“
Klaus riss versehentlich die Buchseite heraus, die er gerade umblättern wollte. Elijah schaute bloß von seiner Lektüre auf, jedoch war sein geschockter Blick Gold wert. Rebekah schien weniger überrascht zu sein.
„Soll das irgendsoein dummer Scherz sein?“, verlangte Klaus zu erfahren. Klar, dass er davon wenig begeistert war. Immerhin wollte er, dass Davina ihm als seine machtvolle Waffe diente und Kol würde seiner Auffassung nach alles bloß kompliziert machen.
„Nein, das ist mein Ernst, ich schwöre es“, versicherte Kol aufrichtig.
„Sie ist viel zu jung!“, warf Klaus nach einer kurzen Pause seinem kleinen Bruder an den Kopf.
„Pff, als ob es dir darum gehen würde! Du traust mir nur nicht und denkst, dass ich dir jetzt deine ganzen teuflischen Pläne versaue“, entgegnete Kol. „Außerdem sind doch alle viel jünger als wir! Das kleine Blondchen aus Mystic Falls ist nicht viel älter als Davina. Aber wenn es dir lieber wär, wenn ich was mit unserer Schwester anfange, da hier der Altersunterschied am geringsten ist …“
„KOL!“, rief Klaus wütend.
„Kol, was genau lässt dich annehmen, dass du dich in sie verliebt hast?“, fragte Elijah langsam.
„Sie ist faszinierend!“
Klaus schlug sich die Hand vor den Kopf.
„Was denn?!“, fragte Kol verständnislos.
„Nur weil sie dich fasziniert, bedeutet das nicht, dass du in sie verliebt bist. Davina ist halt außergewöhnlich mächtig. Das finden wir alle faszinierend“, erklärte Elijah.
„Ich bleibe bei meiner Aussage“, erwiderte Kol. Es ärgerte ihn, dass seine Brüder seine Gefühle nicht ernst nahmen.
„Ich denke, Kol ist verliebt. Er drückt sich nur falsch aus“, sagte Rebekah endlich auch mal etwas, auch wenn Kol nicht nachvollziehen konnte, an welcher Stelle er irgendwas unklar formuliert hatte.
„Denkst du häufig an sie?“, fragte Elijah Kol seufzend.
„Fast immer“, antwortete Kol sofort.
„Fühlst du dich irgendwie anders, wenn du in ihrer Nähe bist?“
„Keine Ahnung, ich fühle mich einfach gut.“
„Wie sehr magst du sie?“, machte Klaus nun beim Verhör mit.
„Im Vergleich zu was? Zu euch? Zu Brownies?“, fragte Kol nach, wobei er sich nicht sicher war, ob er seine Familie oder Brownies lieber hatte. Kol liebte Brownies. Sie waren süß und lecker. Und sie erdolchten einen nicht oder verrieten einen nicht in irgendeiner anderen Form.
„Nenn einfach irgendwas, was du mehr magst als Davina“, schlug Elijah vor.
Etwas, das Kol mehr mochte als Davina … Angestrengt überlegte er. Sein Spiegelbild? Sein Lächeln? Nein, Davinas Lächeln bereitete ihm viel mehr Freude als sein eigenes. „Mir fällt nix ein“, gestand er ehrlich.
Daraufhin tauschten Klaus, Rebekah und Elijah gewisse Blicke untereinander aus.
„Er ist verliebt“, kam es fassungslos von Elijah.
„Na, sag ich doch!“, rief Kol.
„Verlieb dich in jemand anderes!“, befahl Klaus.
„Such dir eine andere Waffe!“, gab Kol zurück. „Und hör auf, zu versuchen, mich mit deinem Blick zu erdolchen! Wir waren uns doch alle einig: Keine Dolchdrohungen, keine Erdolchungen.“
„Wann ist das überhaupt passiert? Ich wusste nicht mal, dass ihr Zeit miteinander verbringt!“, überhörte Klaus Kols Worte.
„Wie, lebst du hinter'm Mond oder was? Nik, du kriegst aber auch gar nix mit!“, meinte Rebekah kopfschüttelnd. „Du musst Kol bloß anschauen, wenn er Davina anguckt. Da sieht man schon förmlich die Herzchen in seinen Augen aufleuchten!“
„Also, Bex, jetzt übertreibst du …“, setzte Kol an, doch seine kleine Schwester ließ sich nicht beirren.
„Du hättest mal erleben sollen, wie er sich letztens auf dem Ball aufgeführt hat! Er war richtig eifersüchtig wegen diesem einen Mitschüler von Davina. Wie hieß er noch gleich?“
„Tim“, zischte Kol.
„Ja, da ist er! Dieser giftige eifersüchtige Blick! Kol hat Davina auf diesen Tim angesprochen und sich voll daneben benommen. Ich bin dann dazwischen gegangen und hab Kol gesagt, wie idiotisch er klingt. Davina hat ihn dann stehen gelassen und er hat ihr wie so ein liebeskranker Trottel 'Warte!' hinterher gerufen.
Ich hab ihn dann natürlich mit seinen Gefühlen konfrontiert, er hat natürlich alles abgestritten“, rollte Rebekah mit den Augen. „Was danach zwischen Kol und Davina so los war … keine Ahnung. Erzähl mal, Bruderherz.“
Kol hielt inne. Er konnte seinen Geschwistern schlecht beichten, dass Davina Mikael ins Leben zurückgeholt hat und dass Kol es versäumt hatte, ihnen davon zu berichten. Wenigstens hatte Davina Mikael durch einige Vorkehrungen unter Kontrolle und Kol genoss es, zu sehen, wie sich sein verhasster Vater dem Willen einer noch so jungen Hexe beugte.
Es war gewissermaßen Kols Schuld, dass Mikael wieder unter ihnen weilte. Klaus hat es sich typisch für ihn gleich mit Davina verscherzt. Er hat sowohl Davinas Ersatzvater Marcel als auch diesen Tim bedroht. Kol verstand nicht, was Davina an dem Typen fand. Gut, er war ein talentierter Geigenspieler, das musste Kol ihm lassen, mehr aber auch nicht. Kol sah viel besser aus und war viel lustiger als dieser Kerl!
Wie dem auch sei, Klaus hat es sich mit Davina verscherzt und Davina wollte einen Weg finden, Klaus fertig zu machen. Kol hat ihr gleich gesagt, dass sie Klaus nicht töten durfte, weil sie damit sonst ihren Ersatzvater umbringen würde. Also erzählte Kol Davina ohne zu überlegen von dem einzigen Mann, den Klaus je wirklich gefürchtet hat.
Kol hatte angedeutet, dass Davina Mikael ja zurückbringen könnte. Er hatte nicht gedacht, dass sie es auch wirklich tun würde. Dies hatte ihn gelehrt, Davina niemals zu unterschätzen. Sie redete nicht einfach nur so daher, sie handelte. Das gefiel Kol.
Er konnte Davinas Groll gegen Klaus gut nachvollziehen. Sein eigener Bruder hatte ihm Jahrhunderte seines Lebens geraubt. Jahrhunderte, die er nie zurückbekommen würde. So sehr Kol es auch versuchte, wirklich vergeben konnte er das Klaus nicht.
„Hallo, Erde an Kol Mikaelson? Wir warten!“, zog Rebekah Kols Aufmerksamkeit auf sich.
„Ich hab mich bei Davina für mein Verhalten entschuldigt. Ja, schockierend, Kol entschuldigt sich, ich weiß! Davina und ich haben dann festgestellt, dass wir eine Menge gemeinsam haben“, antwortete Kol.
„Was denn zum Beispiel? Denn Davina wirkt auf mich nicht wie eine unverschämte Idiotin, die verzweifelt nach Aufmerksamkeit lechzt“, ätzte Klaus gehässig.
„Wir glauben beide nicht an Autorität und Regeln und den ganzen Unsinn. Wir werden viel zu oft unterschätzt, bloß weil wir etwas jünger sind. Und wir beide hatten grottenschlechte Eltern.“
„Hast du sie schon um ein Date gebeten?“, fragte Rebekah schmunzelnd.
„Noch nicht. Ich werde ihr gleich eine SMS schreiben“, erklärte Kol daraufhin.
„Was?! Das ist aber nicht sehr romantisch, Kol! Hab ich neben Elijah etwa nur Höhlenmenschen als Brüder?“, schnaubte Rebekah.
„Hey, was soll das denn jetzt heißen?“, empörte sich Klaus.
„Ach, halt die Klappe, Nik! Elijah, sag du Kol, wie du eine Lady um eine Verabredung bitten würdest“, forderte Rebekah.
„Spinnst du?! Ich nehm doch keine romantischen Ratschläge von Elijah an!“, meinte Kol. „Am Ende stehe ich dann noch mit drei Geigenspielern in einem Meer aus Rosen vor ihr und sing ihr, dass sie mit mir ausgehen soll … Nee, das erledige ich auf meine Art.“
„Deine Art ist aber scheiße!“, warf Rebekah ihm vor.
„Wir werden ja sehen …“
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Das mit den Brownies hab ich bewusst eingebunden ;) Grund dafür ist das: https://twitter.com/natebuzz/status/615948515143872514
Dieses Kapitel ist teilweise von einer Kolena FF von RoseAkaShi inspiriert, falls sich ein paar Leute wundern.

LG, Julia :)
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