Ich hatte einen Kameraden

GeschichteFamilie / P12
03.07.2015
03.07.2015
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AN: Hallo alle zusammen, hier ist mal wieder die unsichtbare junge Hexe. Nach langer Zeit melde ich mich wieder zurück und frage mich doch ernsthaft, ob sie uns absichtlich alle Klausuren auf einmal in die letzten Wochen vor dem Sommer stopfen…jedes Jahr wieder!!!!!!

Eigentlich sollt ich ja mal weiter an „Die Tochter des Kopierninjas“ schreiben, aber da ich momentan ohne meinen Laptop in der Schweiz festhänge, gibt es hier jetzt einen One-Shot für zwischendurch, den ich auf dem alten Computer hier verfasse.

Bitte steinigt mich nicht, wenn ich Boruto nicht treffe, aber ich mach ihn hier auch etwas älter und auch reifer, denn sein Verhalten im neuen Film… -Kopf schüttel-




Manchmal machte sich Boruto Uzumaki ernsthafte Gedanken über den Tod. Es war nicht so, dass der junge Chunin ein Selbstmordrisiko war, ganz im Gegenteil, aber leider gehörte der Tod und auch Verlust zum Leben eines Shinobi. Mit seinen fünfzehn Jahren hatte er noch nie den Tod eines Kameraden erleben müssen und war von seinen Missionen immer nur mit Verletzten, wenn es dumm lief, nachhause gekommen. Allerdings dachte er darüber nach wie es wohl wäre, wenn ein Freund so ohne weiteres verschwinden würde. Wenn plötzlich Sarada, Shin, Inojin oder Shikadai an einen Ort gehen würden, an den er ihnen nicht folgen können würde, nie wieder mit ihnen sprechen, streiten, trainieren oder lachen könnte.

Der älteste Uzumaki-Sohn schüttelte seinen Kopf und wischte sich energisch einige Tränen aus dem Gesicht, die seine Augen zu verlassen drohten. Wie lächerlich machte er sich hier eigentlich gerade? Sie waren alle noch da und machten sich vermutlich irgendwo einen tollen Abend, beim Ehrenfest zum Ende des vierten großen Krieges der Ninjawelt, also  warum flennte er hier rum, anstatt sich ihnen anzuschließen?

„Weil du den Gedanken nicht erträgst, dass eines Tages das Unvorstellbare passieren könnte und du ohne sie weitermachen müsstest!“, meckerte eine kleine Stimme in seinem Kopf los.

Eigentlich müsste er diesen Gedanken ja ertragen, was ihm Sensei Sasuke auch immer wieder gepredigt hatte, aber er war eben auch nicht perfekt. Seine Freunde und seine Familie waren für ihn eine Menge und er würde alles  tun um ihnen zu helfen und sie zu beschützen und er wollte sich einfach nicht mit dem Gedanken auseinandersetzen, dass Shikadai eines Tages das Tor von Konoha, nach einer Mission unter seiner Leitung, in einem Leichensack passieren könnte, das Sarada eines Tages sterben könnte, nur wegen ihrer Augen, denn sowas war bei einem Doujutsu leider keine Seltenheit, dass seine kleine Schwester unter Folter sterben könnte, weil ER, ihr großer Bruder, nicht rechtzeitig da war um sie zu retten.

Sein Sensei war manchmal wirklich sehr extrem, das wusste Boruto genau. Das Fest hatte geraden angefangen…Boruto hatte keine Ahnung wo seine Mutter und seine Schwester Himawari abgeblieben waren, aber sicher waren sie irgendwas für das Fest vorbereiten gegangen, da sie später dort irgendwas Süßes verkaufen wollten. Irgendwie hatte Himawari den Kochtick ihrer Mutter geerbt und sein Vater hatte neulich gesagt, dass sich mit Himawaris Lächeln sicher mehr verkaufen ließe.

Wo er gerade von seinem Vater anfing, wo war der eigentlich abgeblieben? Er war der Hokage, aber heute hatten auch er und Onkel Shikamaru die Arbeit Arbeit sein lassen. Wurde langsam mal Zeit, dass sie auch zum Fest gingen. Seine Mutter hatte ihm ja immer wieder vorgekaut, dass sein Vater der Grund für das Ende dieses Krieges gewesen ist, also musste er doch auch erscheinen, echt jetzt! Der Uzumaki preschte in das Schlafzimmer seiner Eltern, wo er seinen Vater dann auch vorfand, sich gar nicht wie er selber benehmend.

Er saß auf dem Doppelbett in der Mitte und hatte ein ziemlich alt wirkendes Fotoalbum auf den Knien liegen.

„Oyajii…“, flüsterte der Junge.

Sein Vater fuhr kurz und kaum sichtbar zusammen und sah ihn an…mit demselben Grinsen, was Brutto auch immer aufsetzte.

„Oh Boruto, Entschuldigung, ich hab dich nicht reinkommen hören.“, entschuldigte sich das Dorfoberhaupt von Konoha bei seinem Sohn.

Der schüttelte genervt den Kopf, da es wirklich eine Menge Möglichkeiten gegeben hätte seine Präsenz zu registrieren. Selbst er als frischgebackener Chunin wusste das. Boruto kniete sich neben seinen Vater und linste in das Fotoalbum hinein. Sein Blick fiel auf ein Bild indem ein Junge, der ihm selber erstaunlich ähnlich sah, ein Mädchen mit kurzem blonden Haar, dass zu einem Pferdeschwanz gebunden war, und ein Junge mit braunem Zauselhaar und einem Hund auf dem Kopf in die Kamera lachten, obwohl sie alle gänzlich mit Dreck beschmiert waren.

Da traf es Boruto siedend heiß: Das war das alte Fotoalbum seines Vaters aus dessen Genin-Tagen, die natürlich schon etliche Jahre zurücklagen, aber er hütete es wie einen Schatz. Der wehmütige Blick seines Vaters lag allerdings auf einem anderen Bild: Auf dem war er mit einem blasshäutigen Jungen mit langem Haar zu sehen. Ihre Kleide waren verdreckt, sie wirkten erschöpft. Sie saßen zu zweit auf einer Wiese und betrachteten den Himmel. Brutto stieß einen Seufzer aus, denn heute war nicht nur der Tag des Kriegsendes, sondern auch der Todestag seines im Krieg gefallenen Onkels Neji.

„Sag mal…wie war Onkel Neji? Wie war der so drauf?“, fragte Brutto plötzlich.

Er wusste nicht wie er darauf kam, aber er wollte es wissen. Er kannte den Umstand des Todes seines Onkels, aber sonst wusste er eigentlich gar nichts über ihn. Sein Vater seufzte.

„Dein Onkel Neji war am Anfang eine sehr gefühllos und hasserfüllt wirkende Person. Er hat immer geglaubt, dass alles schon vorbestimmt war und hegte einen Hass auf den Vater seiner Mutter und auch auf deine Mutter selbst. Aber ich habe gegen ihn gekämpft und von diesem Tag an änderte er sich. Er trainierte mit deiner Mutter, entschuldigte sich bei allen, die er vorher schlecht behandelt hatte, er wurde unser aller Freund.“, seufzte Naruto.

„Manchmal wurde er mit Sasuke verglichen, aber die Beiden waren zwei verschiedene Personen, obwohl sich ihr Charakter manchmal zu gleichen schien.“, setzte er dann dazu.

„Er war ein großartiger Freund und Mensch…ich bin immer noch traurig, dass er nicht mehr da ist und deine Mutter sicher noch mehr…“, murmelte Naruto.

Boruto seufzte und zog die Knie an seine Brust. Selbst seinem Vater war das passiert…er vermisste Onkel Neji noch immer. Einfach von einer Sekunde auf die nächste tot…aus dem Leben gerissen, im Krieg, mit achtzehn Jahren…in drei Jahren würde er selbst achtzehn sein…plötzlich merkte der ältere Spross der Uzumakis, wie sich ein Lächeln auf die Lippen seines Vaters stahl.

„Aber weißt du…ganz verschwunden sein wird dein Onkel nie, denn er lebt in uns allen weiter…besonders in dir. Er war nämlich auch der erste Grund, weshalb wir dich Boruto getauft haben…nach ihm…dein Onkel war ein großartiger Mensch und wir werden ihn niemals vergessen, oder das was er getan hat.“, murmelte er dann.

Der Jüngere von Beiden drehte sich weg. Sollte das jetzt so eine bescheuerte Nummer werden von wegen…sie bleiben in unseren Herzen? Das klang falsch…er war kein kleiner Junge mehr und Boruto wusste, dass kein Mensch ewig leben würde, doch trotzdem war es für ihn viel zu verdammt…entgültig.

„Ich weiß, dass du an deine Freunde denkst. Du weißt, dass du das Unvorstellbare nicht ewig rauszögern kannst und, dass der Tod zum Leben gehört. Wenn es so weit kommt, dann werden sie auch nicht verschwinden. Genauso wenig wie den Onkel verschwunden ist…aus unseren Herzen.“, flüsterte der Hokage dann.

Boruto wusste, dass er das hätte kommen sehen müssen. Es würde exakt die Situation werden, die er vermutet hatte.

„Woher willst du wissen, dass ich nicht will, dass meine Freunde sterben?! Für einen Shinobi ist es doch sehr ehrbar, das Leben für das Dorf zu geben!!!“, rief der junge Uzumaki und wollte noch weiter machen, aber sein Vater legte ihm seine Hand auf den Wuschelkopf und schnitt ihm so das Wort ab.

„Immerhin bist du doch mein Sohn…und außerdem…wer will schon seine Freunde sterben sehen? Es ist ganz natürlich so zu fühlen. Ich war genauso weißt du?“, murmelte sein Vater als Antwort.

„Das ist n Schießgedanke…so verdammt…endgültig.“, gestand der blonde Junge leise.

„Stimmt…“, war alles was sein Vater noch antworten konnte.

Da flog plötzlich die Tür zum Schlafzimmer auf und Himawari stürmte herein. Ihr blaues Haar, was sie sich hatte lang wachsen lassen, wippte auf ihren Schultern. Sie sah ihren Vater und ihren Bruder streng an, weil es ihr immer wichtig gewesen war, dass sie ihre Kreationen probierten, bevor sie und ihre Mutter sie verkauften.

„Jetzt kommt schon. Ich zweig euch auch welche ab.“, grinste Himawari.

Letzteren Satz sprach sie leise aus und kicherte dabei. Hinata kicherte hinter ihr ebenfalls. Ihre Kinder kamen wirklich ganz nach ihrem Ehemann.

„Okay die Damen, dann lasst uns probieren.“, grinste der blonde Hokage und bedeutete seinem Sohn mitzukommen.

Der Chunin erhob sich vom Bett seiner Eltern, schloss noch das Fotoalbum und platzierte es auf der  Kommode im Schlafzimmer. Er freute sich schon auf die Leckereien, die seine Schwester ihnen zeigen wollte. Sie konnte wirklich gut kochen und für längere Missionen war sie ein Glücksfall.


Aus dem offenen Fenster wehte Wind in das Schlafzimmer, aber aus dem Wind konnte man das charakteristische „Hm“ einer bestimmten Person hören.

Und wenn man genauer hinsah, dann konnte man den geisterhaften Achtzehnjährigen mit langem Haar, genau auf dem nächsten Dach erkennen.


AN: Kann man das Schreiben verlernen? Ich glaube mir ist das längst passiert. Schwerer Klausurenschaden…ich glaub ich verlier meine Zukunftsperspektive…NEEEIIIINN!!!

Ich hatte einfach Lust auf ein bisschen Uzumaki-Family-Bonding, nachdem ich den Trailer zum neuen Boruto-Film gesehen habe, nachdem er sich sicher besser mit seinem Vater versteht…und irgendwie seh ich vor mir, dass Boruto Chunin wird…ach ja…kennt ihr diese Parallele zwischen Boruto und Neji ? Ich fand das geil…

Hoffe euch hat das nicht zu sehr gelangweilt und, dass ihr einige Reviews dalasst. Na dann…bis zum nächsten Mal…
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