Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Der Erste Fall der neuen Botschaft (3)

GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Gen
Alexandra Moreau Catherine Corrigan Derek Rayne Nick Boyle Rachel Corrigan
02.07.2015
02.07.2015
1
31.921
1
Alle Kapitel
1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
 
02.07.2015 31.921
 
Hand in Hand verließen die Boyles den Boulevard Haussmann 13. Sie waren noch nicht sehr weit gegangen und bogen auf die Rue du Helder ein als ein Motorrad dicht an ihnen vorbeifuhr und Alex die Handtasche von der Schulter riss. Doch schon schlingerte das motorisierte Zweirad als ein Polizist wie beiläufig vor die Diebe trat. "Gebt der Dame ihre Tasche wieder!" befahl der Beamte ruhig. Alex keuchte auf, als die beiden Gestalten gehorchten. "Und entschuldigen werdet ihr beide euch auch!" Gehorsam taten sie auch das, bevor sie sich unter dem strengen Blick des Polizisten aus dem Staub machten. Grüßend ging der Beamte danach seiner Wege. "Was war das denn?" fragte Nick verblüfft. "Mir egal - wir nehmen die Metro ab Òpera, die 7 bis Châtelet und dann mit der 4 von dort aus nach Ódeon! Da sind wir dann in der Nähe von zuhause!" murmelte Alex. Ihr war unheimlich zumute, das merkte er.
Eine halbe Stunde später kamen sie in ihrem Haus im Quartier Latin an. Sie hörten ein leises Rumpeln im oberen Stockwerk - doch gleich darauf war Stille. "Was ist da oben los?" fragte Alex leise. Nick zuckte kurz mit den Schultern ging leise zum Waffenschrank, schloss ihn auf und nahm seine Beretta heraus, lud sie vorsichtig, verschloss den Schrank wieder und schlich leise die Treppe hinauf. Die Geräusche kamen aus dem als Kinderzimmer geplanten Raum. Wie er es aus dem Häuserkampf bei der Armee kannte, trat er die Tür ein und zielte suchend um sich. Niemand war zu sehen... und doch verschlug es ihm die Sprache. 
Eine weiße Babywiege aus geflochtenen Weiden stand im Raum. Ein zarter schneeweißer Himmel fiel schützend darüber. Eine passende Wickelkommode und erste Kindermöbel standen in einer Ecke. Die Wände waren nicht etwa in kitschigem Rosa gestrichen, sondern zeigten ringsherum eine Schlossruine - fast so, als wäre das Zimmer innerhalb der zerfallenen Mauern - und auf den Wiesen und Feldern die hinter den Mauern sichtbar waren tummelten sich Phantasiewesen: Einhörner, Elfen und Wurzelgnome. Sogar eine Pegasusfamilie schwebte durch die Luft. Staunend blickte Nick auf die drei großen Fenster: Das mittlere zeigte ein kleines dunkelhäutiges Mädchen in einem roten Kleid mit zwei wuscheligen Zöpfen, das rechte einen Engel der vor dem Planeten Venus dargestellt war und zwei verschlungene Ringe in der Hand hielt und zu dem mittleren Fenster sehend da stand, das linke Fenster zeigte ganz offensichtlich Samyaza, mit dunklen Schwingen und den Blick nachdenklich auf das kleine Mädchen gerichtet. Vorsichtig trat Nick näher. Der unbekannte Engel kam ihm seltsam bekannt vor. "Hagiel (Anael)" las er verblüfft - und richtig, unter der anderen Figur stand "Samyaza". Fast schon ein wenig zögernd ging sein Blick zum mittleren Fenster, wo er las: "Samantha-Julienne-Catherine-Annabelle".
Er wich zurück. "Alex, komm mal bitte hoch...!" rief er. Gleich darauf verschlug es auch ihr den Atem. "Der Typ da auf dem Fenster - der sieht fast aus wie der Polizist von vorhin!" flüsterte sie verblüfft - und jetzt erkannte auch Nick dieses... "Meinst du das war der Hagelengel?" fragte Nick seine Frau. Sie zuckte mit den Schultern. "Wer sollte es sonst gewesen sein? Ist mir jetzt aber egal ich will nur noch meine Ruhe und gehe ins Bett." antwortete Alex frustriert. Nick schnaubte. "Willst du das einfach so auf sich beruhen lassen? Und schau dir die Dreistigkeit beim Namen an!" Alex sah jetzt genauer hin und riss die Augen auf. "Was bildet der sich ein? Erst diese grässlichen Fenster um uns zu zeigen wer seiner Meinung nach hier im Haus das Sagen hat, wenn es um unsere Tochter geht und dann dieser Name? Annabelle? Nur weil sein anderer Name Anael lautet? Spinnt der?" tobte sie. 
Sie schaute auf die Uhr. "Ruf du bitte die Glaserei an, damit sie diese hässlichen Fenster entfernt und ich kümmere mich darum, dass dieses Wandgeschmiere weg kommt..." Nick griff zu seinem Mobiltelefon - zeitgleich mit Alex. Zwischen ihnen schimmerte es plötzlich und ein Engel stand zwischen den beiden, der ihnen die Telefone aus der Hand nahm. 
Alex und Nick starrten den Erzengel genervt an. "Du schon wieder! Hast du heute nicht schon genug angerichtet?" reagierte Nick äußerst gereizt. "Wenn ihr, beziehungsweise du Alexandra auch jeden Engel als Paten ablehnen müsst, dann muss eben eine Entscheidung von Seiten des Himmels getroffen werden. Auch wenn das eure mittlerweile zu Freunden gewordenen Dämonen aus der Hölle trifft. Und ich garantiere dir, das wird nicht das letzte Mal sein, dass dies der Fall ist. Keiner von uns will Samyaza oder Lucifer direkt Schaden zu fügen. Aber das wird später geklärt." Der Erzengel Michael sah sich kurz in dem Zimmer um. "Na ja - an sich nicht schlecht, aber doch schon ziemlich übertrieben... erst recht das Fenster. Ich denke mal das war Hagiels Werk. Ich werde mit ihm reden müssen. Und ich möchte, dass ihr euch mit ihm aussprecht und einen gemeinsamen Weg sucht, was das Zimmer und alles angeht, auch zusammen mit Samyaza. Ich bitte euch morgen um zehn Uhr vormittags wieder im Boulevard Haussmann zu sein. Der Himmel hat ein paar Entscheidungen getroffen die euch und die Raynes betreffen. Ich wünsche eine gute Nacht, gehabt euch wohl Alexandra, Nick." Michael verschwand wieder. Alex und Nick warfen ihm einen wütenden Blick nach als er verschwand.
Zur gleichen Zeit auf Angel Island. "Heute bist es aber du, der sich nicht auf das Grimoire und unseren Unterricht konzentriert." stellte Kat lachend fest. Sie merkte aber durch Belials finsteren Blick der sie traf, dass sie besser nicht gelacht hätte. Rachel, Derek und Julien, die sich ebenfalls mit im Wohnzimmer befanden, wo Kat heute hatte lernen wollen, folgten dem kurzen Gespräch zwischen Belial und Kat. Er seufzte. "Weißt du was Käthchen, wir sollten Schluss machen für heute und ich verschwinde irgendwohin, wo ich meinen Frust abreagieren kann." sagte er gereizt, aber in normaler Lautstärke. "Was ist denn vorgefallen?" hakte Julien neugierig nach. 
"Kurz und knapp: Der Erzengel Michael hat den Boyles - nachdem Alex jeden Erzengel auf einer Liste - auf der allerdings nur die Namen von Engel standen, die Samyaza locker in die Tasche stecken...  - rundheraus als Paten für ihre Tochter abgelehnt hat und am Schluss dann sogar meinte, sie wolle gar keinen Engel als Paten haben... ausgerechnet Hagiel als zukünftigen Paten für ihre Tochter aufgedrückt. Er kann es zwar nicht wirklich mit mir aufnehmen, aber dennoch ist er als Fürst der Mächte und Fürstentümer, also zweier Chöre des zweiten Himmels sehr mächtig." "Und deshalb bist du so wütend?" fragte Kat. Belial nickte . "Verständlich." murmelte Derek. "Aber Alex hat doch das Recht die Paten selbst zu bestimmen, die können ihr nicht einfach..." begann Kat.
Plötzlich tauchte Gabriel auf. "Hallo zusammen." Er nickte freundlich in den Runde. Er wirkte geknickt und traurig. "Lucifer... es tut mir leid, wie das Ganze gelaufen ist. Und ich wünschte ich könnte eine bessere Nachricht bringen. Da Michael sich gerade bei Alexandra und Nick befindet und ihr..." er wandte sich jetzt kurz an die Raynes. "...mich schon kennt, wurde mir der Auftrag erteilt euch diese Nachricht zu übermitteln: Der Himmel hat - vielleicht auch auf Grund des gestrigen Vorfalls - eine Entscheidung getroffen die Euch alle betrifft. Ihr werdet alle Morgen um zehn Uhr vormittags nach Pariser Zeit in den Boulevard Haussmann gebeten. Das wäre bei euch ein Uhr heute Nacht ginge aber da morgen Sonntag ist?" 
Derek nickte bestätigend. Belial wirkte erschrocken, stellte Kat fest. "Gabriel...?" fragte er misstrauisch. "Tut mir leid Lucifer, ich darf auch dir nichts sagen, so gerne ich dich auch vorwarnen möchte, es wurde mir ausdrücklich untersagt." "Und warum habe ich das Gefühl dass diese Entscheidung mich am härtesten trifft?" "Sorry Lucifer!" sagte der Erzengel leise und etwas traurig, "Ich werde noch kurz nach meinen Patenkindern schauen, entschuldigt mich bitte." und verschwand im nächsten Moment. Belial ließ sich auf den Sessel hinter sich fallen. "Müssen wir uns Sorgen machen?" wollte Rachel wissen. "Du gewiss nicht Rachel und... ihr anderen denke ich auch nicht. Der einzige der sich Sorgen machen muss bin ich... das habe ich irgendwie im Gefühl nach Gabriels Verhalten zu schließen." Nach einer kurzen Pause fuhr er fort. "Am liebsten würde ich mich jetzt zurückziehen aus der ganzen Himmlisch/Höllischen Verbindung." stöhnte er kurz auf. 
Als Belial und Samyaza am nächsten Morgen den Salon betraten waren die Raynes und  Boyles schon anwesend. Alex erklärte ihren Freunden aus San Francisco nochmal genau was sie, wie sie es selbst ausdrückte, für Mist gebaut hatte. Michael erschien. "Seid gegrüßt." Er nickte höflich in die Runde. "Freut mich, dass ihr der Bitte eures Himmlischen Vaters hier zu erscheinen gefolgt seid. Ich bin Michael." wandte er sich den Raynes zu. "Katherine, Julien, wir kennen uns ja schon aus der Kathedrale Notre Dame. Alexandra, Nick, Hagiel wird nach wie vor der himmlische Pate von eurer Tochter sein, und euer Himmlischer Vater wünscht nachdrücklich, dass ihr die Entscheidung, die er in seiner unermesslichen Weisheit und Güte traf, akzeptiert und euch gemeinsam mit ihm und Samyaza zusammensetzt und euch einigt; wegen der Kinderzimmergestaltung und was sonst noch alles anfällt, was euch wichtig ist, damit es eine reibungslose Taufe geben kann. Lucifer, du wirst dich von dem Gespräch fern halten! Das ist der Wille unseres Himmlischen Vaters!" Samyaza der direkt neben seinem Chef stand stöhnte entsetzt auf und blickte hilfesuchend zu Lucifer, der verärgert die Augen zusammenkniff und Michael kalt ansah. "Das ist ein Befehl Lucifer, den du zu befolgen hast! Falls du dich um deinen Freund sorgst: Ich habe mit Hagiel geredet was Samyaza angeht. Er wird ihm nichts tun, das wurde auch ihm befohlen." Er machte eine kurze Pause. 
"Bei der zweiten Entscheidung die getroffen wurde geht es um die Schutzengel von Katherine und Julien. Die beiden haben in den Augen unseres Vaters gnadenlos versagt - so unglaublich dilettantisch, dass Lucifer dir, Katherine und auch dir Julien, zu Hilfe eilen musste, wofür der himmlische Vater ihm auch sehr dankbar ist, aber es darf einfach nicht vorkommen, dass Schutzengel dermaßen unzuverlässig sind. Deshalb wurden euch von Seiten des Himmels zwei neue gestellt. Katherine Corrigan-Rayne dir wird Seraphiel zur Seite gestellt." Samyaza und Lucifer erstarrten. "Julien Dubois, dir wird Metatron als Schutzengel zur Seite gestellt." Die anderen sahen zu Samyaza und Lucifer als Samyaza laut aufstöhnte vor Entsetzen. 
Lucifers Blick sagte alles. Er starrte Michael mit einer Mischung aus Entsetzen, Wut und etwas Angst an. "Was soll denn jetzt das werden? Wollt ihr mich jetzt außer Gefecht setzen?" brüllte Lucifer den Erzengel Michael an. In diesem Moment erschienen drei weitere Engel, die die Menschen noch nicht kannten. Die Raynes, Julien, Nick und Alex registierten kurz wie Belial und Samyaza zusammenzuckten als einer der Engel direkt neben ihnen erschien. 
"Lucifer! Davon ist doch im Moment gar nicht die Rede, dich oder Samyaza... außer Gefecht zu setzen ist übertrieben ausgedrückt! Es geht um das Gleichgewicht! Du weißt so gut wie jeder von uns Engeln, wie wichtig es ist, dass die beiden sehr gute Schutzengel haben und die Entscheidung fiel nun einmal so aus. Oder willst du abstreiten, dass Seraphiel und Metatron dieser wichtigen Aufgabe bestens gewachsen sind?" 
Lucifer schluckte, sein Blick bestätigte jedoch dass Michael in diesem Punkt Recht hatte. "Sicher zugegeben... es wäre eine Art Kontrolle, da die beiden sich ab sofort öfter bei euch im Boulevard Haussmann aufhalten werden um Julien und Katherine kennen zu lernen." 
Lucifer und Samyaza stöhnten vor Entsetzen. "Der Himmlische Vater erwartet, dass ihr miteinander auskommt und eine Lösung findet in Zukunft zusammenzuarbeiten. Ich verabschiede mich dann fürs erste. Gehabt euch wohl." Mit diesen Worten verschwand der ranghöchste Erzengel. In Kat`s Gesicht, wie in denen der anderen anwesenden Menschen konnte man sehen wie erschrocken sie über diesen Vorfall waren. Lucifer und Samyaza starrten mittlerweile nur noch, fast abwesend vor sich hin. Kat lief zu Lucifer und umarmte ihn. Dieser erwiderte die Umarmung dankbar. "Was hat das zu bedeuten, Belial?" flüsterte sie ein wenig ängstlich. "Für dich und Julien nichts wirklich Schlimmes. Es bedeutet nur, dass ihr mit Seraphiel, das ist der zu meiner Rechten..." Der Erzengel nickte Katherine freundlich zu. "... also dein Schutzengel." Er deutete mit einer Handbewegung zu einem Erzengel der ihm gegenüber im Raum stand. "... Das ist Metatron, dein Schutzengel Julien, die beiden hochrangigsten und mächtigsten momentan im Himmel verfügbaren Engel zur Seite gestellt bekommen habt um hinter euch her zu flattern. Beide sind Seraphim, beide sind die Fürsten des Ersten Chores des Ersten Himmels. Lernt sie kennen, wie Michael es befohlen hat und... sie sind zumindest die besten Schutzengel die ihr euch nur vorstellen könnt." erklärte er beruhigend. Sie merkte jedoch, dass Belial ihr nicht wirklich die ganze Wahrheit sagte...
Er strich Kat liebevoll eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Ihr entschuldigt mich. Ich muss jetzt sofort hier raus!" rief er und verschwand. Kat blickte traurig an die Stelle wo Belial gerade eben noch gestanden hatte. Es tat ihr weh, wie verletzt und entsetzt er gewirkt hatte. Sie umarmte kurz Samyaza, bevor sie sich dann widerwillig zu Julien begab, der schon bei Seraphiel und Metatron stand. Samyaza musste sich dem Befehl zum Gespräch mit Hagiel fügen. 
Rachel und Derek begaben sich mit den Zwillingen in die Küche aus der es lecker duftete. Hier trafen sie auch auf den nachdenklich in seiner Tasse rührenden Belial. Sie setzten sich an den Tisch zu ihm. Mathilde stellte ihnen auch unaufgefordert eine Tasse ihres leckeren Tees hin. "Was war denn das gerade, Belial? Du und Samyaza wirktet ja total geschockt und... so wütend wie du eben den Erzengel Michael angegangen bist habe ich dich noch nie erlebt." fragte Rachel besorgt. 
Belial atmete tief ein. "Das erfordert wohl eine längere Erklärung. Michael ist sozusagen der ranghöchste Erzengel nach Gott. Er ist fast das was ich vor meinem Fall war." Ein leises finsteres Lächeln umspielte Belials Lippen. "Ich hatte immerhin noch meinen vollen freien Willen... Michael hat den zwar auch - aber in... an die Leine gelegter Form. Er ist... streng wie ihr sicher schon gemerkt habt. Seraphiel, Michael und Metatron sind drei der mächtigsten Erzengel - Ebenso wie ich sind sie Seraphim. Alle drei sind sie mir trotzdem praktisch ebenbürtig, was die Macht angeht. Dieses Trio ist sozusagen das Letzte was ich hier im Haus haben möchte. Aber ich kann euch beruhigen: Sie sind auf jeden Fall die besten Schutzengel, die sich Kat und Julien vorstellen können. Die bisherigen konnten und durften nicht direkt eingreifen - Seraphiel und Metatron können und werden es tun. Die drei kleinen Pestbeulen, die Kat und Julien in der Uni überfallen haben würden jetzt nicht mehr leben, wenn die beiden schon damals die Schutzengel gewesen wären..." erklärte er seinen Freunden niedergeschlagen. 
"Wie meinst du das?" fragte Rachel leise - ihr war sichtlich unbehaglich. Belial lächelte traurig. "Ach Schwesterchen, die beiden sind Seraphim, reines Licht. Was Michael nicht gesagt hat: Kat und Julien sind ab diesem Tag nicht nur wesentlich besser geschützt, sondern auch immun gegen das Licht der Seraphim - und die Seraphim sind pures, hellstes Licht in ihrer eigentlichen Gestalt! Metatron ist der strengere der beiden. Er hätte wahrscheinlich - da er weiß, wie sehr Julien Kat liebt - die drei, die ich für eine halbe Stunde kopfüber habe an Kreuze nageln lassen - ohne Gnade zu Asche verbrannt und ihre Seelen an mich überstellt." Rachel keuchte entsetzt auf. 
Belial seufzte. "Das ist die schonungslose Wahrheit, Rachel. Seraphim sind verdammt mächtig - das lass dir von einem... Ex-Seraphim sagen. Ich kenne inzwischen viele der menschlichen Schwächen und weiß wie ich sie... zwar hart, aber durchaus angemessen bestrafen kann und muss - auch um die Sünder vielleicht wieder auf den richtigen Weg zu bringen, aber Seraphiel - der zwar der Engel des Friedens ist - würde wahrscheinlich ähnlich unnachgiebig reagieren wie Metatron. Sie sehen zwar täglich die menschlichen Schwächen, aber sie setzen sich normalerweise nicht mit ihnen auseinander." 
Derek räusperte sich. "So wie du das schilderst, möchte ich die beiden an sich nicht bei Kat und Julien wissen... Die beiden sind normale Menschen und was geschieht, wenn die beiden irgendwelchen Mist machen der diesen Seraphim nicht gefällt?" Belial lächelte. "Darüber würde ich mir jetzt keine Sorgen machen. Das Wort Gottes hält sie da im Zaum und sie müssen sich wahrscheinlich für ihre Taten auch rechtfertigen - und das nicht nur vor ihm... Ich könnte mir vorstellen, dass Kat und Julien eine Rechtfertigung einfordern können." "Was ist, wenn die beiden den Kindern unsympathisch sind?" fragte Rachel. Belial lachte leise. "Die beiden werden Kat und Julien nicht unsympathisch sein - leider. Die haben mit Sicherheit Anweisungen bekommen eine wahre "Charme-Offensive" zu starten." Er seufzte. "Nehmt es mir bitte nicht übel, aber ich möchte am liebsten mal raus hier, wenigstens für einen Tag. Ich hab gerade das Gefühl hier drin zu ersticken." murmelte er vor sich hin. 
"Du kannst zu uns nach San Francisco kommen. Lucian strahlt immer über das ganze Gesicht wenn du dich über sein Bettchen beugst und Luciana schaut immer sofort zur Tür wenn sie auch nur deine Stimme hört und wird ganz aufgedreht." bot Rachel an. Belial lächelte. "Das wäre schön. Wobei du schon weißt, dass ich vor habe die zwei absolut zu verwöhnen, absolut schamlos, oder?" fragte er belustigt und schon sichtlich glücklicher. "Klar, aber wenn ich streng genug bin, Großer, dann kriegen wir die beiden schon ordentlich erzogen!" hielt Derek dagegen. Belial lachte. "Gut, dann hole ich meine zwei Herzchen mal mit eurer Erlaubnis und verschwinde mit ihnen ins Legat - dein Einverständnis vorausgesetzt, Derek?" Der Praeceptor lächelte. "Du weißt, dass du das uneingeschränkt hast - spätestens seit dem Ritual!" antwortete ihm jedoch Rachel. Liebevoll küsste Belial sie auf die Stirn, klopfte Derek brüderlich auf die Schulter und verschwand.
Eine sichtlich genervte Alex stürmte in die Küche. Ihr folgten ein erstaunlich gelassener, fast heiter wirkender Samyaza und ein etwas verzweifelt wirkender Engel - Hagiel, wie die Raynes sich einander ansehend erinnerten. "Aber Alexandra, ich wollte dich entlasten und eine heitere, Phantasie anregende Umgebung für Samantha schaffen! Und wenn sie schon einen Namen bekommt der Samyazas ähnlich ist, habe ich doch wohl als zweiter Pate auch einen ähnlichen Anspruch!" erklärte Hagiel. Alex fuhr herum. "Ich wollte Sie nicht! Ich will Sie immer noch nicht! Und nur zu Ihrer Information: Samyaza ist ein Freund, ein Vertrauter. Sie sind lästig, anmaßend, dreist und nervig!" "Was bitte habe ich falsch gemacht? Ich wollte euch entlasten und habe das Zimmer für meine zukünftige Patentochter dekoriert." verteidigte er sich. Alexandra schnaubte. "Ja, ohne Rücksprache! Normalerweise wäre es höflich gewesen mit Nick und mir zu reden was wir wollen! Ich rede ja nicht von der Wandgestaltung. Die ist an sich ja niedlich - aber die Fenster sind kitschig, widerwärtig und auch wenn wir unsere Tochter Samantha-Julienne-Catherine nennen wollten - einfach ein Annabelle - übrigens ein echt gruseliger Name! - weil Sie Anael als zweiten Namen haben anzuhängen..., dafür würde ich Sie am Liebsten..." Sie schrie frustriert auf. 
Kat und Julien traten mit Seraphiel und Metatron ein. Mathilde, die schon bei Hagiel zusammengezuckt war, starrte nun wirklich ängstlich die beiden Seraphim an. "Tilly? Alles in Ordnung?" fragte Kat sofort besorgt. "Sie weiß wer wir sind, Katherine und da sie eine reuige Sünderin ist, spürt sie unsere Anwesenheit sehr viel stärker." sagte Seraphiel sanft. Ein ärgerlicher Blick des Teenagers traf ihn. "Mathilde ist eine Freundin und sie einzuschüchtern macht Sie nicht gerade sympathisch, Fürst Seraphiel!" zischte Kat. "Nur Seraphiel, ohne Fürst oder sonstiges, Katherine. Ich bin dein Schutzengel - schon vergessen?" fragte er freundlich und wollte die Haarsträhne, die sich wieder gelöst hatte, hinter ihr Ohr streichen, doch Kat schlug seine Hand weg. "Rühren Sie mich nicht an!" fauchte sie. Er lächelte mild. "Käthch..." "So - nennen - Sie - mich - niemals!" unterbrach Kat ihn jedes Wort betonend. "Katherine Corrigan-Rayne! Mäßige dich! Als dein Schutzengel hat Seraphiel so gut wie jedes Recht!" wies Metatron sie zurecht. "Wir haben beide viele Pflichten, aber auf Geheiß unseres Himmlischen Vaters haben wir auch die Aufgabe übernommen für dich und Julien die Schutzengel zu werden." "Haben wir darum gebeten? Nein! Und Käthchen nennt mich nur Belial - oder Lucifer! Sie oder Seraphiel können mich mal kreuzweise! Ganz ehrlich! Ich würde es vorziehen Sie beide weder zu sehen noch zu hören oder sonstwie..." Bei Metatrons brennendem Blick wich Kat zurück. 
Sofort stellte Seraphiel sich vor sie. "Friede! Katherine ist meine Schutzbefohlene, Metatron!" sagte er sanft, wandte sich an Kat und fragte: "Wie wäre es mit einem Spaziergang durch Paris? Dann können wir uns in Ruhe unterhalten." "Nein!" antwortete Kat. Metatron schüttelte den Kopf, fasste Julien bei der Schulter und verschwand mit ihm. Kat fuhr zu Seraphiel herum, doch bevor sie etwas sagen konnte beantwortete der ihre ungestellte Frage: "Pierre war lange Pfarrer in Reims und dorthin hat Metatron Julien mitgenommen um mit ihm zu reden und ihm die Gelegenheit zu geben ihn als neuen Schutzengel besser kennen und akzeptieren zu lernen. Wie ist das mit dir? Ist dir Irland lieber?" Seine Stimme klang sanft. "Nein, ich will meine Ruhe und werde jetzt nach meinen Geschwistern schauen und dann mit den beiden und meinen Eltern nach Hause zurückkehren!" 
Derek räusperte sich. "Die Zwillinge sind mit ihrem Patenonkel schon nach San Francisco... wir haben eigentlich nur auf Julien und dich gewartet..." "Prima, dann können wir aufbrechen." "Katherine, ich bitte dich, mir die Gelegenheit zu geben dir ein Freund und Vertrauter sein zu können. Lerne mich kennen und lass mich dich kennen lernen." Kat sah ihn nachdenklich an, dann grinste sie ein wenig hinterhältig. "Na gut... ich wollte immer noch einmal nach Bush Gardens..." Seraphiel lachte leise. "Ah, verstehe, du willst wissen ob ich so empfindlich bin wie Euangelion?" Sie zuckte mit den Schultern. "Abgemacht, Bush Gardens. Ich hole dich in einer Stunde zuhause ab." Er wandte sich an Derek. "Es tut mir leid, Dr. Rayne, aber durch diese Ernennung zum Schutzengel ihrer Tochter ist ihre Macht darüber ob und wann ich Ihr Haus betreten darf ausgehebelt." Sein Blick fiel belustigt auf Kat, die leise aufstöhnte. "Womit Ihre Tochter ganz offensichtlich nicht gerechnet hatte..." "Das muss ich offensichtlich so hinnehmen, obwohl ich gelinde gesagt ziemlich verärgert über das heute vorgefallene bin. Aber wenigstens verlangen Sie keine Namensänderung oder ähnliches." Seraphiel grinste. "Ich könnte Katherine ja Seraphina nennen, wenn es schon nicht "Käthchen" sein darf, wie Lucifer sie immer neckend nennt." "Seraphina?" fragte Kat frostig. "Seraphielle?" neckte Seraphiel sie. "Nur über meine Leiche!" fauchte sie. Seraphiel wuschelte ihr lächelnd durch die Haare. "Wir treffen uns in einer Stunde, Küken." sagte er lachend und verschwand. "Ich hasse ihn jetzt schon!" murmelte Kat.
Kat trat mit ihren Eltern durch das Portal. Sie lief sofort mit ihren Eltern ins Wohnzimmer, wo sie ihre Geschwister und Belial vermutete. Sie sah ihren Nennonkel, den Paten ihrer Halbgeschwister, der auf dem Sofa saß und das Buch in dem er gerade gelesen hatte auf den Tisch legte, dann ging sie zuerst zu den Laufstallbettchen um die beiden Babys zu begrüßen. Sie lächelte Lucas Lucian an, der friedlich schlief und nahm ihr Schwesterchen das wach, aber ruhig in ihrem Bettchen lag heraus und wiegte das kleine Mädchen liebevoll in ihrem Arm. Ihre Eltern setzten sich ebenfalls in die gemütliche Sitzecke. "Ich hasse ihn Belial!" sagte sie eine Minute später. Dieser seufzte. "Ach Käthchen, du magst ihn doch nur nicht wegen meiner Reaktion heute Vormittag auf ihn und Metatron." Sie sah ihn finster an. "Er hat mich Käthchen genannt! Das darfst nur du!" fauchte sie. "Er testet dich, deine Reaktionen auf bestimmte Gesten, Worte und..." "Glaubt er dass er mich so für sich gewinnt?" Unterbrach sie ihn wütend. "Und wenn du ihn nicht magst dann mag ich ihn auch nicht." sagte der Teenager trotzig. 
"Siehst du, das ist genau das was ich gerade gesagt habe. Tatsache ist aber, dass es nun mal so vom himmlischen Vater bestimmt wurde und das müssen wir ALLE akzeptieren ob es uns nun passt oder nicht, wir können die Entscheidung des himmlischen Vaters nicht ändern, selbst ich muss mich ihm in gewissen Dingen immer noch fügen." Sie setzte sich mit der kleinen Christina Luciana dicht neben ihn. "Und warum magst du die beiden Erzengel nicht? Gabriel und Raphael magst du doch auch, du hast sogar Respekt vor ihnen." "Das kannst du nicht miteinander vergleichen, Gabriel und Raphael sind quasi so etwas wie meine Brüder, ich habe sagen wir mal... als ich selbst noch ein Erzengel war direkt mit ihnen zusammengearbeitet und ich mag sie irgendwie immer noch. Seraphiel und Metatron, sind da schon eine ganz andere Liga. Um es dir in wenigen Worten zu erklären. Sie sind beide Seraphim, wie ich selbst, das sind sehr mächtige Engel, noch dazu sind sie momentan die beiden mächtigsten und hochrangigsten Engel im Himmel. Sie sind mir beide sozusagen fast ebenbürtig. Und hauptsächlich deshalb habe ich vorhin so heftig reagiert. Sie sind mir einfach unheimlich, weil sie so mächtig sind." Sie blickte ihn immer noch aufmerksam an. "Und warum hast du Angst wenn sie dir nur fast ebenbürtig sind und aus welchem Grund nur fast, wenn sie auch Seraphim sind wie du?" fragte sie neugierig.
"Zu Erstens: Sie sind zu zweit, gut ich habe Samyaza, Gadreel und Armoros, die mir als treue Diener zur Seite stehen, sie sind zwar auch stark, aber lange nicht so mächtig wie ich. Zu Zweitens: Ich bin zwar ein gefallener Engel, aber dennoch habe ich mein Wissen und  meine  Fähigkeiten von der Zeit als Engel noch immer. Die schwarze Magie und weiteres Wissen, habe ich mir so zu sagen selbst angeeignet, nachdem ich aus dem Himmel verbannt wurde. Deshalb bin ich ihnen zum Teil überlegen, aber dennoch..." "Ich verstehe." sagte sie traurig. "Aber mach dir bitte keine Gedanken du hast ja gehört, was Michael sagte, sie wollen mich nicht außer Gefecht setzen, meiner Meinung nach will der Himmel die Kontrolle über das Ganze haben. Als Schutzengel ist er jedenfalls sehr gut. Also akzeptiere ihn bitte, da es nun mal nicht zu ändern ist. So schnell werden wir die beiden leider nicht mehr los, denn einer Entscheidung Gottes kann auch ich mich nicht widersetzten. Und Seraphiel wird nicht wie Euangelion ständig an deiner Seite sein, dich volljammern oder in Watte packen." lachte er etwas bitter. 
Sie grinste fies. "Genau das will ich gleich testen. Ich habe ihm gesagt ich will noch mal nach Bush Gardens und ich fahre nur die wildesten Achterbahnen und alle Loopingbahnen." Lucifer lächelte immer noch traurig. Sie sah auf die Uhr. "Oh nein, die Stunde ist ja schon fast um, jetzt kommt er gleich mich abzuholen." stellte sie missmutig fest. "Was? Seraphiel kommt hier her? Derek?" fragte Lucifer entsetzt. "Belial, mir passt das auch nicht, aber ich kann ihm nicht den Zutritt zu meinem Haus verbieten. Das hat er mir unmissverständlich klargemacht. Durch die Ernennung zu Kats Schutzengel hat man mich und meinen Willen ausgehebelt!" antwortete der Praeceptor hilflos.
Lucifer seufzte. "Das hatte ich ja ganz vergessen." "Was hattest du vergessen? Lucifer." erklang die Stimme Seraphiels an der Tür zum Wohnzimmer. Er stöhnte leise. "Dass du hier auch Zutritt hast! Und ich dachte ich könnte euch bei den Raynes entkommen!" antwortete Belial gereizt. Seraphiel grinste. "Tja, so ist das eben Lucifer! Aber keine Sorge, ich habe nicht vor dich oder Katherine hier ständig zu verfolgen. Das ist nicht die Aufgabe eines Schutzengels." "Gott sei Dank!" rief Kat freudig. "Na Katherine, wollen wir los?" "Wenn es sein muss." murmelte sie missmutig und übergab die kleine Luciana an Belial. Widerwillig nahm sie die Hand von Seraphiel um mit ihm nach Bush Gardens zu gelangen. Belial betrachte traurig lächelnd seine Patentochter in seinem Arm mit einem liebevollen Blick, wobei die ihn anstrahlte und vor Freude wild mit den Armen wedelte. 
Ein paar Stunden später kamen Kat und ihr Schutzengel zurück. Kat begrüßte freundlich ihre Familie. "Hattest du Spaß, Käthchen?" fragte ihr Nennonkel, der gerade Lucien das Fläschchen gab. "War ganz nett, aber nicht so toll wie wenn ich mit dir etwas unternehme." Sie setzte sich demonstrativ neben ihn und schlang die Arme um ihn. Dann wandte sie sich an Seraphiel, der trotz allem lächelte. "Würden Sie jetzt bitte unsichtbar - am besten auch abwesend auf mich aufpassen? Ich muss noch für die Schule lernen, wir schreiben morgen einen Test und ich möchte ihn nicht verhauen und außerdem möchte ich mit meiner Familie zu Abendessen."
"Ok, das werde ich akzeptieren - wobei ich mich auch zurückziehen kann, immerhin ist dein "Schutzdämon" ja da. Bis dann Katherine. Genieß deine Zeit mit der Familie." Er zog belustigt die Augenbraue hoch als er das zu ihr sagte, nickte der Familie Rayne und auch Belial zum Abschied zu und verschwand. 
"Du hast einen Test morgen? Davon hast du gar nichts gesagt." fragte ihre Mutter verwundert. "Ach Mum, das habe ich doch nur gesagt dass er verschwindet und ich den Rest des Tages mit euch verbringen kann." "Das ist mein Käthchen!" lachte Belial erfreut, wurde dann jedoch ernst. "Du weißt aber schon, dass er gemerkt hat, dass du gelogen hast?" Sie zuckt mit den Schultern. "Er wird niemals mein Freund sein, Onkel Belial. Ich werde ihn akzeptieren wie du es wünscht aber nicht mehr und das kann er ruhig wissen und merken!" erklärte sie um Belial aufzuheitern, da sie spürte dass er immer noch verärgert und traurig war, dass man ihm aus seiner Sicht Seraphiel und Metatron vor die Nase gesetzt hatte. Er lächelte zufrieden. "Derek, Rachel ich bin euch wirklich sehr dankbar dass ich mich, wenn es mir im Boulevard Haussmann zu viel wird zu euch flüchten darf." bedankte er sich aufrichtig. "Gern geschehen, du gehörst doch mittlerweile zur Familie." sagte Derek freundlich. Belial lächelte, diesmal wesentlich glücklicher als zuvor. "Ich werde das die nächste Zeit eventuell öfter mal in Anspruch nehmen und sei es manchmal nur für ein paar Minuten um mich kurz zu beruhigen." fügte er  etwas leiser hinzu. Die Raynes verbrachten zusammen mit Belial noch einen gemütlich-fröhlichen Abend. 
Am nächsten Morgen lag Julien neben Kat im Bett als sie aufwachte. Er hatte sich auf seinen Ellbogen gestützt und betrachtete sie lächelnd. „Guten Morgen, ma petite Chatte.“ flüsterte er zärtlich. „Wie war es mit Metatron?“ fragte sie verschlafen lächelnd. 
„Langweilig. Da war Euangelion noch besser. Über den konnte ich mich wenigstens aufregen. Ich habe echt versucht ihn zu vergraulen, aber Metatron war stets absolut gelassen. Wir sind durch Reims gegangen wo ich aufgewachsen bin und wo Onkel Pierre die ersten Jahre meines Lebens halt Bischof und auch Weihbischof war und dann sind wir nach Paris zurück, wo er Onkel Pierre darüber aufgeklärt hat, dass ich jetzt einen Seraphim als Schutzengel habe – und da er einer der Fürsten der Seraphim sei würde der gesamte Chor der Seraphim über mich – und nebenbei auch dich – wachen. Onkel Pierre ist die Spucke weggeblieben. Aber ganz ehrlich: Mit dem Typen als Schutzengel vergeht einem glatt jede Freude. Er hat allen ernstes theologische Diskussionen mit mir führen wollen, wollte mit mir über die Kabbala reden und ähnliches und meinte, als ich ihm klar machte, dass ich zwar Theologie studieren würde aber auf menschlicher Ebene, nicht auf Basis von dem was er als Theologie sieht, das reiche nicht, dann hat er eine Handbewegung gemacht und ich wusste genau was er mir sagen wollte. Er hat es einfach in meinem Gehirn abgespeichert.“ 
Kat sah ihren Freund entsetzt an "Und wie war es bei dir, mein Kätzchen?" fragte Julien liebevoll. „Ich war mit Seraphiel in Bush Gardens. Ich hatte gehofft, dass ich ihn als Spielverderber und so abstempeln kann, aber keineswegs. Ihm hat es sogar richtig Spaß gemacht als er neben mir in den Achter- und Loopingbahnen saß. Es war nicht so lustig wie mit Belial oder Samyaza und Armaros, aber es war okay. Ich bin ihn losgeworden, weil ich gesagt habe ich müsse noch für eine Klassenarbeit lernen, aber...“
Von der Tür strahlte plötzlich sanftes Licht. Erschrocken sahen die beiden hin und entdeckten ihre neuen Schutzengel. „Katherine, glaubst du wirklich Seraphiel und ich merken nicht wenn ihr lügt?“ fragte Metatron streng. „Ihnen auch einen... irgendwas an Morgen!“ schnaubte Kat. Seraphiel lachte leise. „Ich bin mir sicher, Lucifer hat es ihr gesagt. Außerdem brauchen die beiden Zeit sich an uns zu gewöhnen.“ „Ich wüsste  nicht, wieso man sich an Schutzengel gewöhnen muss!“  
„Und ich weiß nicht wieso du deinen Schützling gestern Nacht in das Bett von meinem gelegt hast!“ meinte Seraphiel. „Du weißt, dass die beiden eine Entscheidung getroffen haben! Oder meinst du, du musst die beiden versuchen wo Lucifer es nicht täte?“ “Werde bitte nicht irrational! Genau wie du weiß ich um diese Entscheidung und auch um die Stärke beider!“ "Wunderbar! Und an Schutzengel die man sieht und von denen ein ziemlich mächtiger Freund nur zögernd spricht ist durchaus etwas an was man sich gewöhnen muss!" wehrte Kat sich. Seraphiel lächelte. "Wo sie recht hat, hat sie recht!" sagte er zu Metatron, wandte sich dann jedoch an die beiden: "Auf, auf! Die Sonne lacht und Julien muss zur Uni während du ab heute Hauslehrer haben wirst, Katherine!" Entsetzt sah sie ihren Schutzengel an. 
"Aber ich will zur Schule - Sie können nicht einfach...!" "Ist schon geschehen. Du bist aus dem Schulverzeichnis gelöscht worden. Und wenn du dich fragst wieso: Erstens nimmt es dir die Versuchung Seraphiel oder mich anzulügen oder deine Lehrer, die durchweg Engel der verschiedenen Chöre sein werden, zweitens lernst du dann nichts Schlechtes von deinen Mitschülern und Drittens gibt das dem Himmel die Möglichkeit dich ohne Ablenkung und absolut zielgerichtet auf deine spätere Aufgabe vorzubereiten. Hagiel erwartet dich in einer Stunde in der Bibliothek zu deiner ersten Stunde." unterbrach Metatron sie. "Denn du solltest dir einer Tatsache bewusst sein, dass ich zwar der Schutzengel deines zukünftigen Gemahls bin, Katherine, doch dadurch auch durchaus berechtigtes Interesse an deinem Schutz habe!" "Na was habe ich doch für ein Glück!" murmelte Kat sarkastisch und Julien fügte hinzu: "Oh ja, einen Despoten als Schutzengel zu haben ist eine echte Freude..." 
Metatron sah sie streng an. "Hütet eure Zungen!" warnte er sie leise. "Eure Unverschämtheiten, Katherine, Julien, könnten ernste Konsequenzen haben! Nur weil Lucifer mit Seraphiel und mir nicht so umspringen kann wie mit euren alten Schutzengeln uns gegenüber beleidigend zu werden bringt euch nicht das Geringste! Außerdem können wir zur Läuterung und um euch beide auf den rechten Weg zurückzuführen Maßnahmen ergreifen und euren freien Willen ignorieren!"  Kat sah ihn entsetzt an.
Seraphiel trat zum Bett. "Es ist zu deinem Besten, kleine Seraphielle..." neckte er sie. Ein wütender Blick traf ihn. "So dreist mich ganz anders zu nennen ist nicht mal Lucifer! Das was Sie sich rausnehmen ist so als würde er mich Beliaelle statt Käthchen nennen." Seraphiel lachte leise. "Beherrsche deinen Zorn, Katherine." Er wurde ernst. "Unser Himmlischer Vater macht sich einfach Sorgen, dass Lucifers Einfluss auf dich und Julien zu groß wird." "Als ob er das nicht schon wäre!" murmelte Metatron. "Er ist der Pate der Rayne-Kinder und Katherine nennt ihn Onkel!" "Ja - und während der Krise mit den apokalyptischen Reitern hat Lucifer für Katherines Sicherheit gesorgt und im Sinne unseres Himmlischen Vaters gehandelt indem er sie mit Julien zusammenbrachte. Er hat sich mit dem Grimoire an sie gebunden und war bisher ihr Lehrer für Magie. Er hat ihre Fragen beantwortet und sie in höchster Not gerettet. Er ist ein Freund ihrer Eltern geworden und hat Derek geholfen. Das sind Punkte an denen wir bisher versagt haben weil die gewöhnlichen Schutzengel nicht mächtig genug waren. Strenge und Unnachgiebigkeit helfen nicht wirklich, Metatron. Zeige Verständnis." sagte Seraphiel sanft zum anderen Seraphim im Raum. Der seufzte. "Schon gut, du hast recht..." 
Seraphiel wandte sich an Julien: "Würdest du bitte in dein Zimmer gehen und dich für die Universität fertig machen?" Julien sah Kat an, küsste sie auf die Wange und gehorchte der Bitte. "Und du, Katherine, mach dich für deinen Unterricht fertig." Sie zuckte mit den Schultern und antwortete: "Nein, ich glaube, da Sie mich in der Schule abgemeldet haben und Lehrer schicken können die sich nach mir richten können, schlafe ich lieber noch ein, zwei Stündchen." Der Seraph lächelte immer noch. "So, meinst du? Sicher könnte Hagiel sich auch nach dir richten - zumindest solange die kleine Samantha Boyle noch nicht auf der Welt ist, aber du wirst Respekt lernen müssen, Katherine." Im nächsten Moment stand sie in einem dunkelblauen, knielangen Kleid mit weißem Spitzenkragen und weißen Manschetten vor dem Bett. Ihre Haare waren zu einem strengen Zopf geflochten. "Latein und Altgriechisch, Kat! Hagiel wartet dann auf dich. Mathilde ist extra aus Paris gekommen und hat in der Küche Porridge für dich gekocht." "Ich esse doch keinen Haferschleim!" protestierte sie. 
"Solange du dich kindisch verhältst, Katherine, werde ich mit dir umgehen als gingest du in eine strenge Klosterschule!" antwortete Metatron ihr. "Sie sind nicht mein Schutzengel!" fauchte Kat. "Nein, aber der deines Seelengefährten!" antwortete er streng. Seraphiel seufzte leise. "Lass es gut sein! Katherine wird nett frühstücken und dann pünktlich in der Bibliothek sein." Er wandte sich an seine Schutzbefohlene, legte sanft einen Arm um sie und tauchte gemeinsam mit ihr in der Küche auf. "Einen wunderschönen Guten Morgen, Mathilde, sei gesegnet." Die "Küchenhexe" des Boulevard Haussmann schrak zusammen. "Monsieur... Sire... ich..." "Seraphiel, Mathilde. Ist Katherines Frühstück fertig?" sagte der Seraph sanft. "Natürlich - aber ich koche sicher keinen Mist wie dieser andere verlangt hat!" antwortete sie und reckte das Kinn. "Wunderbar. Etwas anderes habe ich auch nicht erwartet." antwortete Seraphiel mit leiser Belustigung in der Stimme. 
"Wieso habe ich jetzt eigentlich Hausunterricht?" fragte Kat vorsichtig. "Weil du weit über dem Niveau deiner Klassenkameraden bist, Katherine. Dafür hat Lucifer gesorgt. Du kannst in deiner Klasse nicht mehr viel lernen, sondern sitzt nur rum und langweilst dich. Deinen Klassenkameraden bist du seit den Ereignissen in Paris, wo sie dich im Fernsehen gesehen haben unheimlich oder sie versuchen sich bei dir einzuschmeicheln, weil sie sich davon Vorteile erhoffen." Kat wollte protestieren, doch dann dachte sie nach. "Nicht alle..." murmelte sie. "Stimmt, aber sie versuchen dein Wissen auszunutzen. Du bist aus Irland gekommen, du hast einen anderen Akzent und seit du aus Paris zurück bist, Katherine, hast du dich sehr verändert - nicht zuletzt unter Lucifers Einfluss. Du trägst Versace-Jeans, in der Freizeit, wenn du mit deinen Klassenkameradinnen weggehst, hast du eine Prada-Tasche am Arm, trägst Louboutins an den Füßen, setzt dir eine Chanel-Sonnenbrille auf und trägst eine Dior-Bluse! Glaubst du die Mädchen merken das nicht?" Kat errötete.
 "Aber... ich... das kann ich doch ändern... ich meine..." Seraphiel lächelte nachsichtig. "Selbst wenn du wieder anfangen würdest Walmart-Jeans zu tragen, Katherine, Lucifer würde das nicht zulassen. Er würde eher - ganz in seiner Rolle als Onkel aufgehend - eines Tages in deiner Klasse auftauchen und deine Klassenkameradinnen ob ihrer Eifersucht zusammenfalten. Und bevor die Mädchen wissen was passiert hat jede schon eine Strichliste um den Hals die ihnen zeigt wie nah sie an der Hölle sind." "Onkel Belial ist ein wunderbarer Me... Onkel, er würde nicht so tief sinken!" widersprach Kat, während sie ein leckeres Pilzomelette neben dem typisch englischen Frühstück von Mathilde serviert bekam. Dazu stellte die Köchin eine große Kanne ihres leckeren Spezial-Kräutertees. 
Kat begann zu Frühstücken und sah Seraphiel ernst an. "Ich glaube, ich sollte Ihnen gegenüber mal was klarstellen: Erstens wird es meine Meinung über meinen Nennonkel nicht ändern, wenn Sie andauernd versuchen über ihn herzuziehen. Zweitens ist es kontraproduktiv mich zu etwas zwingen zu wollen. Drittens ist es idiotisch mir von Engeln Unterricht erteilen zu lassen, denn ich würde mal vermuten, dass jeder von denen absolut weltfremd ist und keiner von Ihnen auf dem Laufenden. Ich dachte, es wäre bekannt, dass Julien und ich aufgrund der Suche nach Reliquien Anfang des Jahres alle notwendigen Sprachen "eingespeichert" bekommen haben. Ich weiß jetzt nicht wie ich das anders ausdrücken soll, aber Latein, Koiné-Griechisch, Aramäisch, Hebräisch und Französisch kann ich - oder konnte es bisher." 
 Seraphiel wirkte sichtlich überrascht. "Du kannst das noch?" fragte er und wechselte sofort ins Altgriechische als er forderte: "Beweise es!" Kat tat es mit einem Schulterzucken. Seraphiel starrte sie an. "Entschuldige mich bitte für einen Augenblick. Er wollte offensichtlich verschwinden, als Metatron mit einem sichtlich belustigten Julien auftauchte. "Wusstest du, dass die beiden..." "Die biblischen Sprachen sprechen? Nein, bisher nicht, das habe ich - wie du offensichtlich auch - gerade erst erfahren." antwortete Seraphiel. "Ist Lucifer dafür verantwortlich?" Kat lächelte finster. "Soweit ich weiß war es Ihre Seite - war halt notwendig. Apokalyptische Reiter und so..." spottete Julien. Metatrons Blick traf ihn strafend. "Das ist mir klar, Julien-Noel Dubois! Aber Lucifer hat dafür gesorgt, dass ihr die Sprachen nicht verlernt und euch Nichts mehr erarbeiten müsst!" "Da ich auf einem Kirchlichen Gymnasium war hatte ich eh Griechisch, Latein und Hebräisch in der Schule - neben Englisch. Wenn ich mich jetzt mit Julius Caesar unterhalten könnte oder mit Plato philosophieren, gut, mag ja sein, dass Belial da seine Finger im Spiel hat - aber ich bin ihm dankbar dafür!"
Metatron wollte darauf etwas erwidern, als Kat dazwischen ging: "Ich war noch nicht fertig! Viertens: Glauben Sie allen Ernstes ich lasse mir von Betrügern irgendwas sagen?" "Betrügern?!" fuhr Metatron auf. "Oh ja! Onkel Belial sollte nicht "kalt gestellt" werden, aber genau das läuft doch hier ab! Sie machen ihn schlecht. Plötzlich soll unser Umgang mit ihm und "Normalsterblichen" unterbunden werden und ich habe gestern nicht verstanden, dass das passieren soll!" sagte sie energisch. Metatron wollte widersprechen, doch Seraphiel hinderte ihn daran. "Sie hat recht. Nur weil Lucifer für uns "händelbar" ist versuchen wir das auszunutzen - obwohl wir genau wissen müssten, dass das nicht machbar und auch gegen die Abmachung ist."
Julien lachte sarkastisch. "Bravo!" meinte er. "Eine gelungene Vorstellung von "Guter Cop - Böser Cop"! Aber Sie glauben doch wohl bitte nicht, dass Kat und ich darauf reinfallen?" Metatron und Seraphiel sahen ihn verständnislos an. "Cop?" fragte Metatron. Julien sah Kat ungläubig an. "Das ist jetzt echt nicht wahr, oder? Sie sind nicht wirklich derart weltfremd!" murmelte er.
In diesem Moment kam Derek in die Küche. "Bonjour Monsieur Rayne!" begrüßte Mathilde ihn vergnügt. "Huch? Tilly, was machen Sie hier?" fragte der Praeceptor überrascht. "Ich werde Madame Rayne ein wenig helfen. Die Messieurs Seraphim haben darauf bestanden, dass ich..." sie sah ängstlich zu den zwei mächtigen Schutzengeln von Kat und Julien. "Verstehe - die beiden sind hier?" fragte er und sah sich sichtlich unbehaglich um. "Siehst du die beiden nicht?" fragte Kat überrascht. Ihr Vater schüttelte den Kopf. "Wir sind nicht wirklich "erwünscht" von deinem Stiefvater, Katherine!" meinte Metatron. "Nicht nur von ihm!" antwortete Kat. "Stimmt genau!" murmelte Julien zustimmend. "Die Herren Seraphim, wenn Sie hier schon rumschleichen, wäre es höflich, wenn Sie sich zeigen. Ich mag Sie hier an sich nicht haben, aber dies ist mein Haus und ich habe ja wohl ein Recht darauf zu wissen wann und wo sie hier herumgeistern!" sagte Derek ärgerlich. "Die Idioten haben mich auch in der Schule abgemeldet und sind jetzt beleidigt, weil Onkel Belial Julien und mir die Sprachkenntnisse aus Paris gelassen hat!" berichtete Kat.
"Wie bitte?!" Derek war jetzt sichtlich ärgerlich. "Sichtbar werden! Sofort!" Metatron schnaubte verächtlich, während Seraphiel etwas besorgter aussah. Doch nach Dereks immer verärgerter werdenden Gesichtsausdruck zu urteilen wurde keiner der beiden für ihn sichtbar. 
Mit Rachel und den Zwillingen kam auch Belial in die Küche. Seine Patentochter auf dem Arm starrte er die Seraphim an. "Müsst ihr einem schon den Morgen verderben?!" knurrte er. "Dir auch einen gesegneten Guten Morgen, Lucifer." begrüßte Serapiel ihn, während Metatron ihn abschätzig musterte und meinte: "Musst du diese armen Seelen schon in so jungen Jahren verderben?" "Verderben?" schnaubte Belial. "Ich helfe meiner Wahl-Familie! Und Samyaza und Armaros können genauso gut auf Kat und Julien aufpassen wie ihr zwei! Die beiden haben sich nie an Regeln gehalten und von mir keine Auflagen bekommen." "Die zwei haben Kat an der Schule abgemeldet!" berichtete Derek wütend. "Ah, verstehe, menschliche Bildung ist unter Kats Niveau... Wer soll denn den Unterricht übernehmen?" Belials Stimme troff vor Sarkasmus. "Hagiel soll mir Latein und Griechisch beibringen!" erklärte Kat. "Hagiel auch noch? Sollte der sich nicht mit Samyaza zusammensetzen und sich mit den Boyles einigen? Und mal ganz abgesehen davon: Wenn ihr schon nicht viel von gewöhnlichen Sterblichen haltet und offenbar  hier seid um die Raynes und Julien zu demoralisieren, zu demotivieren und zu demütigen, seid wenigstens so mutig euch dem Zorn der Familie zu stellen!"
Metatron wurde langsam sichtbar und Seraphiel folgte seinem Beispiel. Derek wollte sie wütend anfahren, doch Belial legte seinem Freund beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Das lass mich erledigen! Ich kann mich offiziell beschweren und das werde ich tun! Umgehend!" sagte er leise, legte Christina Luciana in Dereks Arme und verschwand. Wütend funkelte derweil Rachel die zwei Seraphim an. "Sie mischen sich gefälligst nicht in die Erziehung unserer Kinder ein!" fauchte sie Metatron an, der sich gerade über Christina-Luciana beugen wollte.
Es flimmerte kurz und Michael tauchte mit Belial auf. "Seid gesegnet, Kinder des Höchsten, euer Himmlischer Vater schaut voller Güte auf euch." grüßte der Erzengel salbungsvoll. Kat schnaubte ärgerlich. "Dieses pathetische Geseiere geht mir voll auf die Nerven!" murmelte sie. Michael wirkte belustigt - im Gegensatz zu ihrem und Juliens Schutzengel. "Pathetisches Geseiere?" fragte Metatron sichtlich verärgert, während Seraphiel eher schockiert wirkte. Kat merkte, wie Belial in ihren Gedanken las was geschehen war und dann zu Julien sah, der ihm mit einem Nicken sein Einverständnis gab auch seine zu lesen. "So, was ist hier vorgefallen? Unser Himmlischer Vater hatte eigentlich gedacht, dass ihr beide mit euren neuen Schutzengeln klar kommt..." "Fürst Michael, die beiden sind so weltfremd, dass sie nicht begreifen, dass a) Kat einen Schulabschluss braucht um zu studieren, b) ziehen die zwei hier die Show "Guter Cop - Böser Cop" ab, aber wissen nicht einmal was ich meine wenn ich ihnen das sage, c) halten sie uns von unseren Freunden - inklusive Belial - fern, d) wird mir absolut überevangelikale Dogmatik aufgezwungen, die ich absolut bescheuert finde und e) soweit ich weiß sollen Schutzengel zwar auf einen aufpassen, aber man soll sie weder hören noch sehen und wir hören und sehen die beiden andauernd!" erklärte Julien entschlossen.
Michael sah die beiden Seraphim fragend an. "Was taugt Unterricht von dem Katherine nichts hat?" fragte Seraphiel. "Und wieso soll Julien in seinen theologischen Vorlesungen Unsinn lernen wenn er reines wahres Wissen von uns - gnädigerweise - geschenkt bekommen kann?" erkundigte Metatron sich. Michael wirkte geschockt. "Wieso verhaltet ihr euch so anmaßend? Katherine hat ein Recht auf eine ganz normale Kindheit und Jugend! Und Julien wird sich mit Menschen auseinander setzen müssen, die die Wahrheit nicht einmal verstehen. Ich sehe ja ein, Metatron, dass dir wichtig ist, dass dein Schutzbefohlener die Wahrheit kennt, doch er muss auch das Wissen haben, dass für die Sterblichen Wahrheit ist." tadelte er die zwei an sich höherrangigen Engel. "Die beiden haben sich aufgeführt wie Despoten. Ich würde mal sagen fast so schlimm wie ich als ich Kat an das Grimoire gebunden habe, aber mit mir konnte sie wenigstens immer reden! Inzwischen bin ich sowas wie ihr Onkel und sie hat mich vom ersten Tag an geduzt. Du hörst ja aber selbst, Michael, dass Kat und Julien Seraphiel und Metatron siezen. Wo ist da das Vertrauen? Wo ist da Freundschaft? Und ich denke, das Verhältnis zu einem Schutzengel sollte von Vertrauen geprägt sein - und wenn die Schützlinge die Engel auch noch sehen, sollte es auch ein freundschaftliches Verhältnis sein. Das sehe ich nicht!" meinte Belial.
Michael nickte. "In der Tat. Ich denke auch ohne das Eingreifen unseres Himmlischen Vaters werden die Fronten zwischen Katherine und Seraphiel und Julien und Metatron nur noch verhärteter." "Vergesst nicht zu erwähnen, dass die beiden weltfremd sind und der da..." Julien wies abschätzig auf seinen Schutzengel, "...hat Belial, Samyaza, Gadreel und Armaros bei mir in einer Tour schlecht gemacht. Was ist so schwer daran zu verstehen, dass die vier echte Freunde geworden sind. Wir haben mit ihnen den Apokalyptischen Reiter des Todes bekämpft! Hand in Hand! Auge in Auge! Pardon wenn ich das sage: Aber von Himmlischer Seite war während der gesamten Zeit außer dem Erzengel Sariel nur mal Fürst Gabriel da!" Metatron warf ihm einen vernichtenden Blick zu, der von Michael nicht unbemerkt blieb. "Jetzt ist Schluss! Du Seraphiel, wirst Katherine wieder in der Schule anmelden und die Löschungen rückgängig machen. Derek, würdest du für Katherine bitte eine Entschuldigung für den heutigen Tag schreiben? Sie sei wegen dringender Familienangelegenheiten nicht zur Schule gekommen. Metatron, du wirst dich von Julien fern halten, ich rede kurz mit Hagiel, dass er für den heutigen Tag den Schutz Juliens übernimmt." Er wandte sich an Belial: "Lucifer, könntest du Armaros oder Gadreel für Katherines Schutz abstellen?" Belial nickte. 
Michael nickte ihm dankend zu, bevor er sich erneut an die zwei Seraphim wandte: "Ihr zwei, Seraphiel, Metatron, unser Himmlischer Vater ist enttäuscht von euch und will euch sehen!" Er verschwand. Belial lächelte finster. "Armaros? Gadreel?" rief er und sofort tauchten die beiden auf. "Ihr seid heute für den Schutz von Käthchen zuständig... die "guten Jungs" brauchen erstmal Benimmunterricht vom Vater..." spottete er. "Geht klar, Boss." meinte Gadreel mit einem Grinsen. Metatron funkelte die beiden gefallenen Engel wütend an, dann verschwand er. Seraphiel sah Kat ein wenig traurig an. "Ich bedaure, dass wir einander so missverstanden haben, Katherine..." sagte er noch bevor auch er verschwand.  Kat fiel Belial um den Hals. "Danke Onkel, dass du mich von dieser Nervensäge befreit hast!" Belial lächelte. "Nicht für lange, Käthchen, wahrscheinlich nur für heute, aber genieß den Tag mit den Jungs." meinte er und wuschelte ihr durch die Haare. 
"Wunderbar, was machen wir heute? Immerhin hast du heute schulfrei." meinte Armaros mit einem Grinsen. "Disneyland Japan?" Zooglogischer Garten des Smithsonian Museums oder ist dir nach dem Zoo San Diego oder Toronto?" Kat lächelte. "Ich glaube, mir ist einfach nach einem Museumsbesuch - aber Smithsonian-Museum hört sich gut an. Kommst du mit, Julien?" Ihr Freund nickte - gerade als der ernst aussehende Engel auftauchte, der laut himmlischem Beschluss der Pate des ersten Kindes von Alex und Nick Boyle werden sollte. "Sie sind Hagiel?" fragte Julien sichtlich genervt. "Ja - und ich soll für den heutigen Tag... aber das weißt du ja selber." meinte der Engel mit einem undefinierbaren Blick. "Keine Angst, wir gehen nur ins Smithsonian." Verständnislos sah Hagiel von einem zum anderen. "Ins Museum, Hagiel." schnaubte Armaros. "Ah, gut, ich verstehe. Kultur... Geschichte... dort sammelt man doch solche Dinge, nicht wahr?" antwortete der Engel ein wenig interessiert. "Kluger Bursche - genau dafür sind Museen da..." meinte Gadreel.
Hagiel trat zu Julien. "Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass ich sicher nicht dein Wunsch-Schutzengel bin nicht einmal der von euren Freunden Alexandra und Nicholas - oder Nick Boyle für ihre Tochter Samantha, aber... " er sah sich in der Küche um... "vielleicht kann ich von euch lernen ein Schutzengel zu sein wie Samantha ihn braucht und verdient. Ich bin Hagiel - oder Anael - aber Hagiel ist der bekanntere meiner zwei Namen und... vielleicht nennt ihr mich auch einfach so - denn mit euren... Schutzdämonen... geht ihr ja auch sehr ungezwungen um." Kat und Julien sahen einander an, dann Armaros und Gadreel und Derek und Rachel. "Gut, ich denke... wir können es versuchen. Ich bin Julien, Katherine - oder Kat und Gadreel und Armaros kennst du..."
Eine Stunde später schlenderten die fünf durch das National Museum of American History: Kat, Julien, Armaros, Gadreel und Hagiel. Der Engel hatte seine Kleidung genauso wie die zwei Dämonen angepasst und trug eine Jeans und ein legeres Hemd mit einem Sweatshirt darüber. 
Im Ostflügel hielt Gadreel einen interessanten Vortrag über die amerikanischen Kriege, die sogar eine der Museumsführerinnen mit ihrer Gruppe - einer Schulklase - anhalten ließ. In der Austellung  „The American Presidency: A Glorious Burden“ übernahm Hagiel und berichtete lebendig und anschaulich über die verschiedenen Präsidenten. Auch er hatte viele Zuhörer. Er war so versunken und erzählte so lebendig über die Katze von Theodore Roosevelt, die Kinder einiger Präsidenten vor den Weltkriegen, dass Julien und Kat einander wirklich überrascht ansahen - angenehm überrascht. Wobei er sie absolut verblüffte, als er sich bei einer ganz begeisterten Zuhörerin nach einem netten Eiscafé oder ähnlichem erkundigte, worauf sie ihm einen kleinen Cupcake-Shop in Georgetown, einem Stadtteil von Washington D.C. empfahl und den Weg dorthin beschrieb. Hagiel dankte ihr und nahm dann die vier anderen zur Seite. "Also, Armaros, Gadreel, ich weiß, dass ihr beide - genau wie ich - nicht essen müsstet, aber Kat und Julien dürften inzwischen doch Hunger haben, oder?" Er sah seinen Schützling und Kat an. Julien sah Hagiel erstaunt an. "Also irgendwie gefällst du mir als Schutzengel... Und es war echt cool was du vorhin über die Präsidenten erzählt hast." gestand er. 
Hagiel lächelte, fast ein wenig scheu. "Na ja... immerhin werde ich... also ehrlich gesagt, wäre ich gern ein sichtbarer Schutzengel für Samantha, ein hörbarer, aber auch ein Freund und Onkel - in gewisser Weise so wie Lucifer es für euch ist. Kat grinste. "Du machst dich, Hagiel, ehrlich! Hätte ich nicht gedacht. Fast wünschte ich, dass du Juliens Schutzengel bleiben könntest, aber dann würde die kleine Sam diesen Ätzer Metatron kriegen und ich fürchte, dann würde Alex über kurz oder lang einen Weg finden wie sie ihn um die Ecke bringt." Hagiel zuckte kurz zusammen. "Kat... die beiden... ich meine... eure neuen Schutzengel sind Seraphim. Normalerweise sind sie mit dem Lob unseres Himmlischen Vaters betraut, aber nicht damit Sterblichen Schutzengel zu sein. Auch für mich ist das eine ungewöhnliche Aufgabe bei der ich etwas... überenthusiastisch rangegangen bin. Ich freue mich auf die Aufgabe, aber..." er sah fast traurig wirkend zur Seite. 
"Du fühlst dich ein wenig ausgeschlossen weil deine Schutzbefohlene einen Rufnamen angelehnt an den ihres "Schutzdämons" nicht aber an deinen bekommt? Weil sie Julien und mich als Paten haben soll - wenn es nach Alex und Nick geht, und in gewisser Weise auch unsere Namen tragen wird?" fragte Kat leise. Hagiel nickte kaum sichtbar. "Rede doch nochmals mit den beiden. Wobei... Annabelle... also der Bringer ist der Name nicht, vor allem nicht in Französisch... Aber... Anais - die Anmutige - gut, das wäre nicht so nah wie Samantha zu Samyaza aber... ich glaube einfach, dass Alex und Nick gefragt werden wollen, Hagiel. Wie wäre es, wenn Julien und ich am nächsten Wochenende mit nach Paris kommen um mit dir und ihnen und Samyaza gemeinsam zu reden?" schlug Kat vor. Er wirkte überrascht. "Das würdet ihr tun?" fragte er. "Wieso nicht?" fragte Julien. "Du bist offenbar echt in Ordnung und die kleine Sam kann sicher einen Schutzengel brauchen der "menschlich" ist und nicht so weltfremd wie einige andere von euch..."
Am nächsten Tag, es war späterer Nachmittag, kurz nachdem Julien aus der Uni zurück war und Kat von der Schule. Die Famlie saß gerade bei einer Tasse Tee, da erschien Michael zusammen mit Metatron und Seraphiel. "Seid gegrüßt, alle miteinander." Michael warf einen Blick auf die Zwillinge die lachend und fröhlich in ihren Maxicosis lagen. Er lächelte die beiden strahlenden Babys freundlich an. "Wo ist Lucifer? Ich hätte gerne dass er auch dabei ist!"  "Er ist in Paris. Auch wenn er mittlerweile so zu sagen zur Familie gehört und uns viel hilft ist er nicht immer hier." "Lucifer!" rief Michael. Kurze Zeit später erschien der Gerufene in der Küche am Tisch neben Kat. Er begrüßte alle mit einer freundlichen Geste und fragte dann: "Michael? Wieso pfeifst du mich her? Ich habe in Paris zu tun oder meinen Kram zu erledigen!" "Wir hatten ein Gespräch mit unserem himmlischen Vater. Er hat Seraphiel und Metatron nochmal angewiesen, dass sie nur als Schutzengel agieren sollen. Die Erziehung und Entscheidung ob und auf welche Schule Katherine geht, bleibt einzig und allein ihren Eltern überlassen. Seraphiel und Metatron dürfen sich da in Zukunft in Nichts mehr einmischen." 
Er sah Lucifer an. "Ebenso wurde ihnen untersagt, dich, Lucifer, bei Katherine und Julien schlecht zu machen. Und sie müssen euren Kontakt zu den Menschen und auch zu dir Lucifer akzeptieren ohne einzugreifen. Sie dürfen sichtbar sein wenn sie sich im Boulevard Haussmann 13 befinden und dürfen auch dort nach wie vor versuchen das Vertrauen von Katherine und Julien wiederzuerlangen, haben sich aber ansonsten wie normale Schutzengel zu verhalten, außer Katherine und Julien gestatten ihnen sichtbar zu sein. Das wurde jetzt so von unserem Vater beschlossen und sollten sich Metatron und Seraphiel nicht daran halten, sollst du Lucifer mich erneut zur Hilfe rufen." Lucifer grinste zufrieden und etwas spöttisch. "Katherine, Julien, gebt ihr den beiden bitte noch eine Chance sich vor unserem Vater zu beweisen." Er blickte die jungen Leute freundlich an. "Wenn es sein muss!" murmelten beide wie aus einem Mund mit wenig Begeisterung.
"Fürst Michael? Kann ich noch etwas fragen?" wollte Kat wissen. "Sicher Katherine, was möchtest du wissen?" "Können die Beiden..." sie zeigte auf Metatron und Seraphiel. "... auch alles hören was wir mit meinen Eltern und Belial reden?" Michael nickte. "Ja natürlich können sie das, Katherine. Seraphiel und Metatron sind eure Schutzengel und auch eure bisherigen waren stets an eurer Seite und haben alles gesehen und gehört. Warum fragst du?" Das Mädchen biss sich auf die Lippe und druckste eine wenig. "Na ja, ...es gibt ja auch... private Dinge... die ich nur meiner Familie erzählen möchte... sprich meinen Eltern, Julien und Belial. Kann man da was machen? Ist jetzt nicht absichtlich böse gegen Sie Beide gemeint, aber ich hätte doch gern - zumindest was meine Familie angeht - noch etwas Privatsphäre und ich denke Julien wäre das auch recht. Vor allem da die beiden für uns ja hin und wieder auch sichtbar sind und da dann auch meiner Meinung nach genug mitbekommen von meinem Leben." Sie sah zu ihrem Freund, dieser nickte zur Bestätigung, dass ihm das auch sehr recht wäre. Michael nickte. "Das könnte ich machen, aber nicht auf Menschen, sondern auf dieses Haus bezogen. Ihr könntet euch in diesem Haus unterhalten, ohne dass Seraphiel und Metatron eure Unterhaltung mitbekommen." 
Metatron wollte losdonnern, bei diesem Wunsch von Katherine, aber Seraphiel wies in leise an still zu sein. "Aber sie hat Lucifer als Familie bezeichnet!" flüsterte Juliens Schutzengel fast schon entsetzt. Michael sah ihn an. "Ja, und Lucifer hat sich in dieser Familie integriert und ist für diese Familie da! Das Thema wurde besprochen!" sagte er streng. Belial lächelte finster. "Das heißt, ich darf Käthchen den "Blind-und-Taub-Zauber" ins Grimoire schreiben?" fragte er den Erzengel. Michael zögerte erst und es war als horche er tief in sich hinein, dann nickte er. "Du hast das Einverständnis unseres Himmlischen Vaters das zu tun. Aber: Erstens wirst du ihn auch Julien beibringen und zweitens darf dieser Zauber nicht im Boulevard Haussmann von einem der beiden angewandt werden und auch nicht außerhalb dieses Hauses!" Er sah streng Julien und Kat an. "Sch... Mist!" murmelte Kat. "Na ja, wenigstens hier im Haus Kat, das ist doch schon mal was." meinte Julien und zwinkerte ihr liebevoll zu. "Seraphiel, Metatron ihr beide werdet auch Lucifer in der Nähe von Katherine und Julien akzeptieren und er hat jederzeit das Recht etwas mit den beiden zu unternehmen, ebenso wird er weiterhin Katherines Lehrer für Magie sein, da hat sich nach wie vor nichts geändert." Die beiden Erzengel nickten etwas widerwillig. Michael blickte Metatron scharf an, da er ebenso wie Lucifer auch, merkte dass ihm das alles andere als recht war. 
"Nun dann ziehen wir uns zurück, Seraphiel, Metatron... ihr wisst Bescheid. Gehabt Euch wohl und noch einen schönen Tag euch allen." mit diesen Worten verabschiedete sich der Erzengel Michael und verschwand. Seraphiel und Metatron verabschiedeten sich mit einem höflichen Nicken, Seraphiel murmelte noch ein höfliches: "Bis dann ihr Beiden, wir sehen uns." Kat und Julien erwiderten das Nicken höflich. 
"Onkel Belial, wann können wir anfangen mit dem Blind-und-Taub-Zauber?" fragte Kat sobald ihre Schutzengel unsichtbar geworden waren. Lucifer lachte. "Na so eilig hast du es bisher ja noch nie gehabt die Magie zu erlernen Käthchen." "Da wusste ich ja auch noch nichts von meinem Schutzengel, beziehungsweise hatte nicht solch einen Moralapostel und Ätztypen der hinter mir her schnüffelt - und dass manche Zauber echt nützlich sind." Er atmete kurz tief ein. "Ich muss ihn erst hineinschreiben Käthchen, dann werde ich euch den Zauber beibringen, aber heute wird das wahrscheinlich nichts mehr. Ich habe auch noch etwas anderes zu tun, ich versuche ihn morgen Vormittag zu schreiben, wenn ihr in der Schule, beziehungsweise Uni seid. "Wir sehen uns dann Morgen, ich wünsche Euch noch einen gemütlichen Nachmittag und Abend." Belial stand auf und beugte sich zum Abschied auch noch über seine Patenkinder, die ihn beide mit ihren großen Augen anstrahlten. "Bis morgen ihr zwei Süßen, ich freu mich auf euch." Er winkte nochmal als er die Küche verließ um durch das Portal zu gehen. 
Kat seufzte. "Warum können nicht alle Engel so nett sein wie Gabriel und Raphael und sie scheinen sogar Onkel Belial  ein wenig zu mögen. Und er hat ja schon seit... sehr lange, nichts Böses mehr getan. Im Gegenteil, er hat neben den Fällen der himmlisch/höllischen Verbindung sogar bei dem Ritual gegen Yaotl geholfen, wer weiß was passiert wäre wenn er es nicht gemacht hätte."  "Das will ich mir gar nicht erst vorstellen." rief Rachel angewidert, als sie an damals dachte. "Ich denke dass Gabriel und Raphael auch eher ein freundschaftliches Verhältnis zu Belial haben als die anderen Engel, das merkt man irgendwie im Umgang der drei miteinander." stellte Derek fest.
Als Kat am nächsten Tag zur Mittagszeit aus der Schule kam hatte sie sichtlich schlechte Laune. Sie murmelte ein mürrisches "Hallo." ging zum Herd und hob neugierig die Deckel der Töpfe. "Du hast heute schon für Mittag gekocht?" wunderte sich der Teenager. "Belial hat sich um seine Patenkinder gekümmert, so hatte ich Zeit zu Kochen." Katherine nickte. "Was ist denn in der Schule passiert, weil du so schlechte Laune hast?" fragte Belial freundlich. "Na dann sind wir schon zu dritt." murmelte sie. "Zu dritt?" hakte er nach. "Julien und du ihr habt auch schlechte Laune seit Seraphiel und Metatron hier sind. Du gibst es nur nicht zu und ziehst dich lieber zurück." fuhr sie Belial so wütend an dass sogar ihre Mutter sie verwundert ansah. 
Er atmete tief ein bevor er antwortete. Erstens: "Fahre mich nicht nochmal so an! Zweitens: Ich war zwei Tage hier nach dem Gespräch im Boulevard, und dass Seraphiel und Metatron euch seitdem nicht mehr von der Seite gewichen sind, dafür kann ich doch nichts. Drittens: Fühlte ich mich dermaßen überfahren und verletzt dass ausgerechnet die zwei momentan mächtigsten Engel im Himmel als Schutzengel für euch geschickt worden sind, dass ich erst selbst mal eine Auszeit brauchte. Und Viertens: "Von meiner Seite aus ändert das aber nichts an dem Verhältnis zu euch, ich brauchte einfach selbst ein paar Tage um... sagen wir... nicht auszurasten. Und bevor ich den beiden gegenüber wirklich rabiat werde, vor Wut oder aus Frust, dann gehe ich lieber. Einen würde ich sicher schaffen - auch Metatron, aber beide, Käthchen, sind auch für mich eine Nummer zu groß." Sie starrte immer noch nachdenklich vor sich hin als ihr Vater und Julien die Küche betraten. "Lecker, das duftet aber gut, Rachel. Hallo Belial, schön dich zu sehen." rief Julien gut gelaunt. "Freut mich auch Julien. Wenigstens einer der sich freut. Deine Freundin hatte heute noch keine freundlichen Worte für mich über, so schlechte Laune hat sie."
Julien setzte sich neben Kat und gab ihr einen flüchtigen Kuss auf den Mund, was sie etwas besänftigte. "Erzähl mal was ist los?" Sie lächelte ihn an und blickte dann zu Belial, der sich wieder mit dem Grimoire beschäftigte. "Es tut mir tut mir leid Onkel Belial, dass ich so unfreundlich zu dir war, ich bin einfach nur sauer." Lucifer sah sie kurz an. "Schon gut, Käthchen." antwortete er knapp aber liebevoll. "Ich bin einfach so sauer, weil momentan alles so verdammt doof ist. Wir bekommen zwei Schutzengel die voll streng sind und vom Leben gar keine Ahnung haben. Und in der Schule werden in der nächsten Geschichtsstunde Themen verteilt über die wir dann ein Referat halten müssen... ich hasse Referate! Und außerdem habe ich eine Strafarbeit bekommen obwohl ich gar nichts gemacht habe. Die Lisa hat meine Freundin beschimpft... ich wollte ihr nur helfen... und da habe ich eine Strafe bekommen und Lisa ist ungeschoren davongekommen. So eine Frechheit!" fauchte Kat. 
Belial lächelte finster. "Lisa? Lisa Paris Holland?" fragte er. Kat nickte erstaunt. "Interessant... lass ihr gegenüber morgen mal fallen, dass du meine Schülerin und Adoptivnichte - sozusagen - bist... und ich ihr ziemlich fiese Träume schicken könnte... um es ihr zu erleichtern zum Lehrer zu gehen und das richtig zu stellen..." Ein leises Räuspern machte Kat darauf aufmerksam, dass Seraphiel hinter ihr aufgetaucht war. "Lucifer, Katherine muss ihre eigenen Schlachten schlagen!" sagte er sanft. Belial lachte spöttisch. "Und das sagt der weltfremdeste Schutzengel den ein bedauernswertes Menschenkind nur haben kann? Was machst du eigentlich hier Seraphiel? So wie ich das verstanden habe, dürft ihr momentan nur im Boulevard Haussmann sichtbar sein außer Kat gestattet es dir. Ich habe aber nicht mitbekommen dass sie das getan hätte!" Kat die eh schon wütend war fauchte Seraphiel an: "Hab ich auch nicht, also verschwinden Sie!" "Katherine, bitte... gib mir doch eine Chance! Ich würde dir gern beweisen, dass es sehr nützlich sein kann einen etwas ungewöhnlicheren Schutzengel zu haben..." sagte der Seraphim beschwichtigend. 
Belial grinste. "Lass ihn mal ausreden, Käthchen. Mal schauen auf was für eine Idee zum Einschleimen er kommt." Seraphiel sah Belial fast beleidigt an. "Ich schleime mich nicht ein, Lucifer!" Er wandte sich an Kat: "Du erwähntest ein Geschichtsreferat und meintest, dass du Geschichte hasst. Aber weißt du... die Vergangenheit lehrt uns viel für die Zukunft. Ein Blick zurück kann nicht schaden... und Metatron und ich können diesen Blick zurück wahr werden lassen, real. Verstehst du was ich sagen will?" Kat sah fragend zu Belial. Der lachte auf. "Ah, verstehe... kluger Schachzug, Seraphiel... Da ihr noch nie Schutzengel gewesen seid könnt ihr Kat und Julien natürlich schicken... ist für die Schutzengel-Fraktion ja keine... Doppelbelastung..." "Onkel Belial, ich verstehe gerade gar nix!" Belial seufzte. "Ganz einfach Kat: Weißt du wieso Menschen normalerweise Zeitreisen untersagt sind? Oder kannst du es dir vorstellen?" Kat schüttelte den Kopf. Julien jedoch murmelte: "Du hast Schutzengel erwähnt... Vermutlich hat ein Schutzengel immer wieder neue Schützlinge. Unsere "alten" Schutzengel hätten also meinetwegen im 15. oder 16. Jahrhundert andere Schützlinge gehabt... vermutlich sogar Itzel und Icnoyotl?" 
Belial lächelte. "Ganz genau: Eure ehemaligen Schutzengel waren zu Anfang des 16. Jahrhunderts die Schutzengel von Itzel und Icnoyotl. Darum können ja eure Seelen reisen, aber ihr könnt nicht körperlich reisen, denn wenn ihr nach Tenochtitlan reist, passen dort die Schutzengel auf euch auf und hier haben sie dann auf Icnoyotls oder Itzels Seele in euren Körpern aufgepasst. Es ist also an sich keine große Umstellung. Körperlich in die Zeit reisen ist allerdings unmöglich. Erstens würden zwei Körper sich unter Umständen eine Seele teilen müssen und zweitens muss ein normaler Schutzengel dann auf  einen Schützling mehr aufpassen, was logistisch viel zu viel wird. Da allerdings momentan du der einzige Schützling von Metatron und Kat der einzige von Seraphiel ist, ergibt sich das Problem nicht und die beiden können auch genug Stärke aufbringen um beide Körper die sich dann unter Umständen parallel die Seele teilen müssen aufrecht zu erhalten..." 
"Das heißt, Julien und ich hätten nur eine halbe Seele?" fragte Kat entsetzt. "In gewisser Weise ja - aber da eure Schutzengel sehr stark sind, könnten sie das auffangen." Kat sah voller Abscheu auf Seraphiel. "Das ist absolut krank! Kein Bedarf - und jetzt husch! Flattern Sie ab!" Seraphiel seufzte. "Das ist nicht krank, das ist nur ein Versuch..." "Schon klar, Onkel Belial hält sich an die Regeln von Zeit und Raum, nur Sie müssen versuchen unfair zu spielen! Nein, No, Non, Njet, Ochi!" rief Kat nun wirklich wütend. Mit einem traurigen Blick verschwand Seraphiel.
Julien blickte Belial nachdenklich an. "Du hättest das auch anbieten können, nicht wahr?" Der Fürst der Finsternis zuckte mit den Schultern. "Mit Leichtigkeit - aber ich habe Respekt vor Zeit und Raum und bisher hattet ihr normale Schutzengel..." Er machte eine Handbewegung und murmelte etwas. "So, nun habe ich die zwei erstmal "weggeschaltet" und den Blind-Taub-Zauber angewandt..." erklärte er dann. "Prima, dann können wir beraten, wie wir die zwei los werden!" meinte Kat grimmig. Belial lachte. "Nicht so schnell, Käthchen... gib Seraphiel und Metatron doch wirklich mal die Chance zur "Charme-Offensive"... Lass dir ein interessantes Referatsthema in Geschichte geben... Nimm einfach nicht irgendwas mit Aztekischer Geschichte, sondern irgendwas anderes... Und dann reise ruhig mit Julien und euren Schutzengeln in die Zeit. Ich werde Armaros und Gadreel an eure Fersen hängen... und dann schauen wir mal was der Himmlische Vater zu solchen Eigenmächtigkeiten seiner "Lieblinge" sagt..." Belial grinste hinterhältig. 
Kat und Julien sahen einander an, dann lachte er leise. "Verstehe... wir spannen die Mausefalle und wenn wir Glück haben ist der Speck verlockend genug, dass sie darauf reinfallen und sich noch eine Maulschelle beim Allmächtigen abholen?" "So in etwa... aber wenn sie wirklich ungehorsam werden, könnten sie sehr tief fallen..." murmelte Belial, "so tief, dass ich..." Er sah zur Seite. "So tief, dass deine Auflehnung vergebbar ist?" Belial zuckte mit den Schultern. "Ich bin dabei..." murmelte Julien. "Dito!" schloss Kat sich an. "Nein, ich will nicht zurück in den Himmel. Dazu bin ich viel zu gern mit euch allen zusammen - mit den Raynes, dir, den anderen "gefallenen Engeln", mit Tilly und Selvaggia... vor allem aber mit allen hier auf Angel Island... Und das werde ich sicher nicht eintauschen... Ich mag bloß die Arroganz von Seraphiel und vor allem Metatron nicht. Seraphiel versucht sich immerhin gerade über unseren Herrn zu erheben und seine Gesetze zu ignorieren..."
Am nächsten Tag trat Kat zusammen mit Julien durch das Portal in den Boulevard. "Seraphiel! Ich habe es mir anders überlegt und möchte gern ins Mittelalter! rief Kat nach ihrem Schutzengel. "Und ich möchte gerne mit!" rief auch Julien.
Seraphiel erschien zusammen mit Metatron. "Seid gegrüßt ihr beiden. Wie kommt es zu deinem Sinneswandel Kat?" wollte ihr Schutzengel wissen. "Ich habe das Thema "Spätes Mittelalter in Europa" bekommen und keine Ahnung. Sezessionskrieg oder Boston Tea Party wären ja okay gewesen - aber europäische Geschichte..." Metatron lächelte. Kat sah auf einen Blick, dass er glaubte, er und Seraphiel seien auf einem guten Weg das Vertrauen und die Freundschaft ihrer Schützlinge zu gewinnen. "Na wenn das so ist, wann wollt ihr aufbrechen?" "Sofort?" fragte Katherine zögernd. Seraphiel lächelte erfreut. "Du wirst sehen, das Referat wird mit Metatrons und meiner Hilfe richtig gut! Geschichte wird dir wirklich Freude machen!" Juliens Schutzengel machte eine komplizierte Handbewegung und im nächsten Moment hatten die beiden Sterblichen mittelalterliche Kleidung an. Metatron und Seraphiel schnippten mit den Fingern und sie befanden sich im Jahr 1462 in der deutschen Kleinstadt Gundelfingen an der Donau. Die beiden schlenderten mit ihren Schutzengeln über den Markt und durch die engen Wege zwischen den Marktständen. 
Katherine war ganz fasziniert von den tollen Kleidern und dem wunderschönen Schmuck den es dort an vielen der Marktstände zu kaufen gab. Julien interessierte sich eher für schön verzierte Dolche. Immer wieder kamen Spielleute vorbei, die ihre Lieder zum besten gaben. Kat fühlte sich geschmeichelt als ein Minnesänger vor sie trat und für sie sang.
Das einzige was den beiden nicht so gefiel, war der Dreck und hier und da sah Kat auf den unbefestigten Straßen, zwischen den Häusern Ratten im Matsch und Dreck herumhuschen. Kinder saßen am Straßenrand und tranken das verdreckte Wasser, das vom letzten Regen in einer kleinen Rinne neben der Straße entlang floss. Kat erschrak als ein vollkommen verdreckter Bettler sie ansprach und immer wieder versuchte nach ihrem Arm zu greifen. Metatron sah den Bettler jedoch nur einmal kurz an und murmelte etwas, bevor Julien eingriff, woraufhin der arme Mann erschrocken die Augen aufriss und davonrannte.
Nach dem Schreck schlenderten sie weiter über den Markt. Als plötzlich ohrenbetäubender Lärm zu hören war. Sie blickten zu dem Stadttor das soeben von einigen Rittern geschlossen wurde. Zuvor konnte Kat jedoch noch einen Blick nach draußen erhaschen. Sie sah jede Menge Ritter zu Pferde und Ritter die mit großen Kanonen angerollt kamen. Sobald das Tor geschlossen war, waren erste Kanonenschüsse zu hören und wie ein Rammbock immer wieder auf das Stadttor donnerte. Das Tor wackelte und knarzte, hielt jedoch noch stand. Kat hörte hin. Sie waren mitten in den Reichskrieg gegen den Stadtherrn, Herzog Ludwig IX den Reichen von Bayern-Landshut geraten.
Die Schwerter der Ritter hallten im Kampf. Als immer mehr Kanonenschüsse auf die Stadtmauern trafen und ein Loch hineinschossen, so dass die Steine der Mauer in ihre Richtung flogen bekamen es Kat und Julien mit der Angst zu tun. Armaros und Gadreel, die Lucifer als unsichtbare Schutzdämonen noch mitgeschickt hatte, reagierten sehr schnell als ein paar der mittleren Steinbrocken auf die beiden zuflogen. Sie lenkten die Flugbahnen der Geschosse ab.
Seraphiel und  Metatron, die mit Kriegen weniger zu tun hatten und offenbar nicht wussten, dass die Steine gefährlich sein könnten, dachten ihre beiden Schützlingewären gestolpert und griffen ein, da sie dachten die beiden würden zu Boden fallen. "Ok, das reicht ich will, nach Hause! Ich dachte Sie zeigen mir die schönen Seiten des Mittelalters jetzt geraten wir mitten in eine Stadtbelagerung." schrie Kat fast, unteranderem auch um gegen den Lärm anzukommen.
Fast umgehend reagierten Metatron und Seraphiel und beförderten sich mit Magie wieder in den Boulevard Haussmann. "Haben die Idioten ein Glück! Wobei... wenn der Chef das erfährt wird es böse..." murmelte Gadreel an Kats Ohr, unbemerkt und ungehört von den Engeln. Kat grinste innerlich. Ihr väterlicher Freund Belial - oder Lucifer - würde in der Tat ärgerlich sein...
"Ich muss mich hinlegen, das war zu viel!" murmelte Kat und verschwand. Julien schüttelte den Kopf. "Das war echt übel!" wandte er sich noch an seinen Schutzengel und folgte seiner Freundin. Eilig hasteten beide durch das Portal nach Angel Island. "Onkel Belial?" fragte Kat, kaum dass sie ankamen. Es war jedoch nicht ihr Nennonkel der auftauchte, sondern Köng Paymon. "Miss Corrigan-Rayne, Monsieur Dubois, mein Herr schickt mich. Er bittet ihn zu entschuldigen. Er ist gerade im Gespräch mit Gadreel, Armaros und den Erzengeln Michael, Gabriel und dem Engel Hagiel." Julien grinste - und der Dämon erwiderte das Grinsen. "Krisensitzung?" fragte der Student. König Paymon lachte leise. "Natürlich. Eure sogenannten Schutzengel haben euch in Gefahr gebracht und wenn eure "Schutzdämonen" nicht eingegriffen hätten, hätte das schlimm enden können! Im Ernstfall hätte der Schöpfer eingreifen und euch ins Leben  zurückholen können, aber das hätte eine Erhöhung von euch beiden bedeutet, die schwierig zu rechtfertigen ist... Mein Herr könnte damit Forderungen stellen die viele Glaubensfundamente auf den Kopf stellen würde."
 "Das kapier ich nicht..." meinte Kat. "Na ja, es heißt: Der Lohn der Sünde ist der Tod - nur Christus ist auferstanden, aber er war ohne Sünde und ist für unsere Sünden gestorben. Eine solche Aktion würde uns genau genommen ihm fast ebenbürtig machen, ma petite chatte." erklärte Julien. "Oh, ah, ja, verstehe - ne danke..." Der Dämon lächelte. "Da Sie ja ein Referat in Geschichte schreiben müssen  - über das Mittelalter, wie mir gesagt wurde - würde ich gern einen Ausflug nach Europa mit Ihnen machen." "Nochmal so eine Aktion? Ich glaube, von Zeitreisen habe ich erst einmal genug!" Der Dämon schüttelte den Kopf. "Nicht so! Ich hatte an einen Ausflug nach Guédelon gedacht, wo nur mit mittelalterlicher Technik eine Burg gebaut wird. Danach hatte ich an Rothenburg ob der Tauber in Deutschland gedacht, außerdem an die Altstadt von Regensburg und dann an einen Abstecher nach Velberg, wo die Stadtbesfestigung erhalten ist und nach Berching, wo sie ebenfalls komplett ist. Dann hatte ich einen Abstecher nach Talinn und Ribe in Dänemark geplant. Ich mache keine richtige Zeitreise mit Ihnen, sondern bleibe in dieser Zeit!" "Das hört sich gut an. In Europa ist es friedlich - zumindest in unserer Zeit." Julien grinste Kat an. "Stimmt! Wann brechen wir auf?" "Wenn euer Ersatzschutzengel da ist." 
 "Ersatzschutzengel in Mehrzahl, Paymon!" Kat und Julien drehten sich erschrocken um, hinter ihnen fluchte leise der Dämon. "Seid gesegnet, unser Himmlischer Vater ist mit euch, Katherine und Julien." sagte der Erzengel Sariel. "Ich bin heute für deine Sicherheit zuständig, Katherine und Hagiel..." er wies auf seinen Begleiter, "für dich, Julien. Seraphiel und Metatron werden im Laufe des Tages gegebenenfalls dazu kommen."
"Fürst Sariel, Fürst Hagiel, wie... nett." murmelte Julien. Haniel lachte. "Einigen wir uns doch auf ein "Du" und die Vornamen, Julien. Ich werde dich nämich garantiert nicht "Monsieur Dubois nennen!" Sariel lächelte. "Ich hoffe, ihr beide erwartet von mir ebensowenig ein Miss Corrigan-Rayne und Monsieur Dubois wenn ich auf hochtrabende Anreden verzichte?" fragte er belustigt. Kat und Julien sahen einander an und nickten zögernd. "Na, dann sollten wir uns auf den Weg machen, oder? Was hattest du geplant, Paymon?" Der Dämon sah den Seraph überrascht an, erläuterte dann jedoch seine Pläne, bevor er zu den beiden Menschen meinte: "Ich bin übrigens nur Paymon. Ihr beide seid die Schützlinge, fast schon die Kinder meines Herrn und ich würde mich... geehrt fühlen wenn ihr beide mich als... nun ja... das sehen würdet, was ich bin: Ein treuer Diener eures... Onkels." Sariel und Hagiel zuckten leicht zusammen als Julien und Kat dem Dämon die Hand reichten und riefen: "Abgemacht!" 
König Paymon führte Katherine und Julien, und die zwei Engel die momentan als Schutzengel aushalfen nach Guédelon. Dort wurde wie im Mittelalter, lediglich mit vor 600 Jahren verfügbaren Mitteln, eine Burg gebaut. Auf der Baustelle durften sie sogar helfen nachdem ihr Schutzdämon ein wenig "Überzeugungsarbeit" geleistet hatte und Kat und Julien hatten sichtlich Spaß als sie dem Steinmetz und dem Zimmermeister helfen durften. Auch der zuständige Archäologische Leiter der Anlage kam irgendwann hinzu, da Sariel sich überraschend informiert über die Zeit erwies, mit dem Zimmermeister diskutierte und auf Probleme aufmerksam machte. Der Steinmetz, dessen Arbeit Kat interessierte, schenkte ihr sogar einen kunstvoll behauenen Stein, der eigentlich in ein Fenster gehört hätte, aber zu schmal geraten war und somit nicht mehr passte. Nach einer ganzen Weile verabschiedeten sie sich von den Handwerkern und Archäologen, die sie einluden, jederzeit vorbei zu kommen um zu helfen. Der Leiter des Projektes versprach sogar sich gegebenenfalls um Unterkunft, aber ganz sicher um die Versicherung zu kümmern. Mit leisem Bedauern verließen Julien und Kat die Baustelle mit ihren Begleitern um dann unbemerkt verschwinden zu können.
"Danke König Paymon, das ist mal wirklich hilfreich für mein Referat gewesen." sagte Kat begeistert. Im Souvenirshop hatte sie sich ein Buch mit dem Titel "Die Burg" gekauft. In diesem wurde alles nochmals beschrieben, vom Bau bis hin zu den Räumen, dem Verlies und sogar über die verschieden Ränge, Kleidung usw. Außerdem hatte der archäologische Leiter ihr ein Exemplar des Buches über das Burgbauprojekt geschenkt und viele der Handwerker und er selbst hatten unterschrieben. Er hatte ihr sogar die Erlaubnis gegeben ihn anzurufen, wenn sie Probleme habe, da er Mediavist sei, könne er sicher helfen.
Anschließend machten sie noch einige kurze Abstecher in ein paar wirklich schöne mittelalterliche Städte, wie Rothenburg ob der Tauber in Deutschland, die Altstadt von Regensburg und dann nach Velberg, wo die Stadtbefestigung  noch erhalten war - ebenso wie in  Berching, wo sie ebenfalls noch komplett stand. Dann führte König Paymon sie nach Talinn und Ribe in Dänemark. Kat kaufte ein paar Andenken. Mit einem selbstgefälligen Lächeln hatte König Paymon ihnen nämlich in Frankreich, Deutschland und Estland Euro in die Hand gedrückt und Kronen in Dänemark. "Bestechung?" fragte Hagiel vorsichtig. "Nein, keineswegs. Mein Herr hat mich nur angewiesen, dafür zu sorgen, dass Kat und Julien den Tag als lehrreich und sinnvoll, aber auch amüsant empfinden." Sariel lachte leise. "Gut die Kurve bekommen..." murmelte er. Sie genossen den Tag mit Belials treuem Diener, Sariel und Hagiel, die auch ganz begeistert waren. 
Spät am Abend kamen sie zwar erschöpft aber glücklich und zufrieden mit dem Tag in Paris an. Es war wieder eines dieser "verlängerten Wochenenden". Die Lehrer von Kat hatten sich angewöhnt stillschweigend ihr Fehlen zu ignorieren, da sie immer alle Hausaufgaben vorwies und seit ihrer Rückkehr aus Paris im Frühjahr - nach dem Sieg über die Apokalyptischen Reiter - in allen Fächern auf Eins stand. Der Schulleiter hatte sogar schon bei den Raynes angefragt, ob Kat nicht zu unterfordert sei und eine oder zwei Klassen überspringen wolle, doch Rachel und Derek hatten dies - trotz Belials Zuspruch - abgelehnt. So ließ man der Vorzeigeschülerin die Fehltage ohne Probleme durchgehen. Auch Julien hatte von der Uni eine Art "Freibrief", da der Erzbischof mehr Einfluss auf den Dekan der theologischen Fakultät hatte als der zugegeben hätte - und auch weil Dr. Derek Rayne sein "Schwiegervater in Spe" war. 
Selvaggia hatte sich um das Essen gekümmert - und es zeigte sich, dass sie es mit Mathilde fast aufnehmen konnte was das Kochen betraf. Sie stellte ein reichhaltiges Abendessen auf den Tisch und schnaubte leise als die Engel es ablehnten etwas zu essen, war jedoch sichtlich über das Lob von König Paymon erfreut, der sich mit in der Küche niedergelassen hatte und eine Suppe aß.
Hinter Kat und Julien räusperte sich jemand. Sie seufzten unisono - beide hatten das Räuspern erkannt: Metatron. Und wo der eine ihrer Schutzengel war, war der andere nicht weit. "N'Abend." murmelte Julien genervt. "Würdest du mich gefälligst ansehen, Julien Dubois!" Metatron war unüberhörbar wütend. "Wieso? Wenn ich Sie nicht sehen will... Wieso soll ich es mir dann antun?" Seraphiel versuchte es auf sanftere Weise: "Katherine, ich dachte, wir sind ehrlich miteinander? Aber du hast uns gezielt eine Falle gestellt! Gemeinsam mit Lucifer!" Kat drehte sich um. "Ja, und? Sie und ihr Kumpel da sind so selbstgefällig, dass es unerträglich ist. Sie beide haben die Abreibung echt verdient! Und wenn Sie uns weiter gängeln wollen als wären Julien und ich dumme kleine Kinder, dann sorge ich dafür, dass Sie sich notfalls jeden Tag eine Packung abholen!" Julien drehte sich jetzt auch um, als er König Paymons verstecktes Grinsen sah.
Metatron war sichtlich sprachlos, Seraphiel wirkte entsetzt. "Kat, ich hatte gedacht, wir beginnen einander zu verstehen." murmelte er. "Ver...? Was? Ich sieze Sie! Das sollte Ihnen genug sagen! Sariel und Hagiel haben uns gleich das "Du" angeboten und außerdem hat Sariel damals meinen Arm geheilt - im Zug nach Deutschland! Er ist wenigstens mal aufgetaucht und hat mit uns geredet und hier geholfen! Hagiel machte einen vernünftigen Eindruck vorhin! Es kam kein Wort von wegen: Belial ist böse... Es wäre besser, wenn wir jetzt vielleicht was ohne Paymon machen, denn er ist von Belial geschickt und darum böse... Wollt ihr zwei jetzt nicht lieber sicher und nett in Watte gepackt und irgendwo hingesetzt werden? Sowas in der Art kommt aber von Ihnen andauernd!" beschwerte Kat sich. "Geht es einfach nur darum? Ich dachte, dir sei klar, dass ihr mich - und auch Metatron - duzen dürft. Keiner von uns hat sich mit "Fürst" oder ähnlichem vorgestellt." Julien räusperte sich. "Sie haben sich - mit Verlaub - nicht einmal selbst vorgestellt. Das hat der Erzengel Michael für Sie erledigt!"
Metatron zuckte zusammen. "Stimmt... insofern... vielleicht darf ich das nachholen? Ich bin - wie ihr wisst - Metatron. Leiter des Seraphim-Chores und - wie ihr beide auch wisst - Julien als Schutzengel zugeteilt." Julien seufzte. "JA, ich habe es kapiert: Sie dürfen mich nerven bis zum Abwinken! Um Himmels Willen! Wenn Sie mich weiternerven springe ich irgendwann vom Eifelturm vor Verzweiflung!" Metatron zog überrascht eine Augenbraue hoch. "Dir ist schon klar, dass es dann meine Aufgabe ist, dich aufzufangen und sanft auf dem Marsfeld abzusetzen?" fragte er ein wenig belustigt. "Kat?" Seraphiel wandte sich an seinen Schützling. Sie sah ihn genervt an. "Jaaaaa?"  fragte sie gedehnt. "Würdest du mir entgegenkommen und mich duzen, bitte? Und wenn du noch einmal ins Mittelalter möchtest... ich... also wir könnten Gadreel und Armaros fragen, wann es ungefährlich war und... vielleicht möchte ja auch Lucifer mitkommen. Ich kann mich auch bei unserem Himmlischen Vater erkundigen. Ich meine... ich habe es versäumt vorab eine Genehmigung einzuholen, weil ich dachte dir eine Freude zu machen und dir zu helfen, aber ich musste wohl einsehen, dass Paymon hilfreicher war als Metatron und ich heute Morgen." 
Der Dämon schnaubte verächtlich. "Kat hat jetzt wenigstens Hilfe von einem Archäologen wenn sie sie braucht." meinte er. "Was hätte sie von einem Ausflug in eine Zeit wo sie Sachen erfährt, die sie unter normalen Umständen nie hätte erfahren können?" Metatron sah ihn an. "Gute Frage. Wir waren sehr bemüht die Freundschaft und das Vertrauen unserer Schützlinge zu erhalten. Wir hätten bedenken müssen, dass das ziemlich nutzlos ist. Die beiden lehnen uns ab und geben uns in Wahrheit keine Chance dazu." "Wie pathetisch... ich glaub ich muss mich übergeben..." murmelte Kat. "Vertrauen kommt nicht durch "beliebt machen" und Freundschaft nicht mit altklugen Belehrungen und dem schlecht machen von Freunden! Belial - oder ja, Lucifer - wird in Kats und meinem Herzen immer einen besonderen Platz haben - auch in denen von Rachel und Derek. das kapieren Sie nicht!" Julien wandte sich an Selvaggia. "Sevi, das Essen war wunderbar, herzlichen Dank, aber Kat und ich verziehen uns lieber nach San Francisco, dahin können die beiden Nervensägen uns zwar folgen aber sie dürfen uns nicht aktiv vollschwatzen und tyrannisieren." Kat lächelte plötzlich finster. "Onkel Belial hat den Blind-Taub-Zauber ins Grimoire geschrieben - und er ist hier!" rief sie, sprang auf und eilte ins Arbeitszimmer Belials im Boulevard Haussmann.
"Onkel Belial!" rief sie und fiel fröhlich in seine Arme. "Käthchen, wie hast du gewusst, dass ich hier bin?" fragte er verblüfft. "Der Zauber im Grimoire." verriet sie ihm lächelnd. Ein leises Lachen erklang. "Ich denke, Gebieter, Kat ist durch die Freundschaft zu Euch wesentlich enger an das Grimoire und an Euch gebunden als ihr für möglich gehalten habt." König Paymon war Kat mit Julien gefolgt. Belial grinste. "Sehr schön... dann dürfte sie den neuen Zauber auch beherrschen. Wir sollten nach Angel Island verschwinden, da können wir in Ruhe reden." Der Dämon nickte seinem Herrn zu und mit einem Nicken bekundeten Kat und Julien ihr Einverständnis. Gleich darauf erschienen die vier in der Eingangshalle des Legats. 
"Können wir eigentlich auch Sariel und Hagiel "blockieren"? Oder gilt der Zauber nur für "Superseraph" und "Meta-Man?" fragte Julien. "Superseraph und Meta-Man?" fragte König Paymon überrascht. "Ja, unsere nervtötenden Superschutzengel." Belial lachte laut auf. "Sei nicht so frech, Julien. Die beiden sind die zwei mächtigsten Engel die verfügbar sind und auch wenn du die beiden nervig findest, so abfällig von ihnen zu reden ist... respektlos - auch gegenüber unserem Schöpfer!" sagte er dann jedoch ernst. "Ich habe allerdings keinerlei Respekt vor den beiden! Respekt muss man sich verdienen und verdient hat sich den mein bisheriger Schutzengel, der stumm und unsichtbar an meiner Seite war, sich wahrscheinlich immer ziemlich unbehaglich gefühlt hat, wenn du in der Nähe warst oder Samyaza, Gadreel oder Armaros, aber trotzdem seine Pflicht erfüllt hat." 
Hinter ihm räusperte sich jemand leise. "Dürften wir vielleicht sichtbar werden und uns verteidigen?" fragte Metatron hörbar empört. "Ja, schon gut!" schnaubte Kat verärgert. Die beiden Seraphim wurden sichtbar. "Danke, Katherine!" sagte Seraphiel, während Metatron nur nickte und dann begann:
"Zunächst einmal: Der Vorfall in der Universität hat gezeigt, dass der Schutz, den eure bisherigen Schutzengel bieten konnten nicht ausreichend war und ist. Gewöhnliche Schutzengel dürfen und können nicht eingreifen - im Gegensatz zu uns, was euch inzwischen hinreichend bekannt sein dürfte! Zweitens: Lucifer um Hilfe bitten zu müssen und seine Hilfe erhalten heißt normalerweise, dass man seine Seele an ihn verkauft hat. Ihr beide seid zwar nicht in dieser Gefahr, aber..." Metatron zögerte. "Unser Himmlischer Vater verliert ungern das Gesicht, Kat." gestand Seraphiel. "Wie könnte er das? Mein Vater - okay, mein Stiefvater - ist Theologe und gläubig und auch meine Mom ist gläubig! Mein Freund studiert Theologie und auch wenn ich von Onkel Belial Magie lerne: Sie haben doch selbst gehört, dass er Sie sogar noch verteidigt!" Metatron sah zu Belial. "Ja, das tut er, Katherine... seltsamerweise. Aber du siezt uns noch immer - und vermutlich wird Julien das auch tun..." 
"Wenn wir zwei euch bitten Metatron und mich in Zukunft mit unseren Namen zu nennen und zu duzen - würdet ihr zwei das tun? Sozusagen als erstes Zeichen für einen neuen Anfang?" fragte Seraphiel leise. Kat und Julien sahen einander an. "Wir überlegen es uns. Würden Sie uns für heute in Ruhe lassen - auch ohne Blind-Taub-Zauber?" "Du würdest uns wirklich selbst so "lahm legen" wie Lucifer, Katherine?" fragte ihr Schutzengel sanft. "Jederzeit und eiskalt, ja!" "Verstehe... danke für deine Ehrlichkeit - auch wenn sie verletzend ist..." Die beiden Seraphim verschwanden. Belial murmelte etwas und Kat und Julien wussten instinktiv, dass er dafür gesorgt hatte, dass sie wirklich unter sich waren.
"Was ist eigentlich passiert?" fragte der Theologie-Student interessiert. "Wenn die beiden so "handzahm" quatschen müssen sie sich eine ziemliche Packung abgeholt haben..." Belial grinste. "Oh ja... Eine Strafpredigt von IHM persönlich zu bekommen ist... einprägsam." "IHM" allen war klar, wer damit gemeint war. "Insubordination, Zeitreisen ohne Genehmigung, Gefährdung der Schützlinge eures bisherigen Schutzengels weil Schutzengel für Seelen zuständig sind und da ihr in Gefahr geraten seid waren eure bisherigen Schutzengel irritiert, weil sie eure Seelen - oder besser die Personen die ihr in der Zeit gewesen seid - in Sicherheit wussten und doch merkten, dass ihr in Gefahr seid... Am Ende war sogar die Rede von Degradierung zu Cherubim oder sogar Thronen! Glaubt mir, ich habe jeden Moment genossen. Abgesehen davon, dass es mir sogar Genugtuung bereitet hat, dass ich eine Belobigung bekommen habe, weil ich so umsichtig war Gadreel und Armaros mitzuschicken und es zudem geschafft habe den beiden ihre Arroganz und Überheblichkeit vor Augen zu führen. Wenn dergleichen nochmals passiert, rupft unser Himmlischer Vater ihnen ein Flügelpaar aus und degradiert sie damit. Wie gesagt, die zwei haben sich eine richtige Abreibung eingehandelt." berichtete Belial mit einem leicht hämischen Grinsen.
Es flimmerte und der Erzengel Michael stand wütend vor ihnen. "Seid... gegrüßt, Menschenkinder!" sagte er trotzdem beherrscht. "Fürst Michael..." murmelten Kat und Julien unisono, unangenehm überrascht, vor allem durch den offensichtlichen Zorn des Erzengels. "Eure Schutzengel dürfen euch nicht zurechtweisen, also obliegt dies mir! Das Gebot euch miteinander zu arrangieren betraf nicht nur Seraphiel und Metatron, sondern auch euch! Da ihr die beiden jedoch nach wie vor ablehnt, hat unser Himmlischer Vater verfügt, dass ihr zwei die beiden sehen und hören werdet wann immer sie es für nötig erachten! Der Blind-Taub-Zauber und die Erlaubnis ihn anzuwenden ist gestrichen, Katherine! Julien wird ihn gar nicht erst lernen! Eure Schutzengel werden zudem einen 4-wöchigen Extremkurs mit euch durchziehen, eng gepackt mit vertrauensbildenden Maßnahmen und Training!" "Das war nicht abgemacht!" fuhr Belial ihn an. "Das wurde beschlossen, nachdem du weg warst! Dein Einfluss wird zu groß, Lucifer! Katherine und Julien müssen neutral sein! Oder... besser als neutral..." "Ah, verstehe... 24 Stunden betend auf den Knien rutschen und ständig nach den Schutzengeln plärrend?! Nein!" Neben dem Erzengel Michael tauchten die beiden Seraphim auf.
"Was soll denn dass jetzt? Die bringen uns in Lebensgefahr, wenn Gadreel und Armaros nicht gewesen wären, daran will ich gar nicht denken! Und dann bekommen die... was weiß ich... nur eine Standpauke vom großen Herrn und dürfen wieder auf uns aufpassen und wir sollen ihnen einfach so vertrauen, als wäre nichts gewesen? Ich hatte richtig Angst bei dem Stadtangriff." Tränen kullerten Kats Wangen hinunter. "Und jetzt wollt ihr uns auch noch für vier Wochen von unserer Familie trennen. Ihr seid so gemein, alle Engel miteinander!" schrie Katherine wütend und rannte die große Treppe nach oben in ihr Zimmer. "Den Worten von Kat kann ich mich nur anschließen, ich verstehe das auch nicht! Das ist ja eine richtige Strafe für uns. Und außerdem wissen das schon Derek und Rachel? Die werden bestimmt fuchsteufelswild, wenn sie das erfahren. Und warum müssen wir eigentlich Schutzengel haben die man sehen kann. Könnt ihr das nicht verstehen, dass wir vielleicht einfach auch mal unsere Ruhe haben wollen, ein wenig Privatsphäre, wenigstens hier wenn wir mit unserer Familie zusammen sind?" fragte er die beiden Schutzengel.  "Das war mehr als eine "Standpauke", Julien! Seraphiel und ich haben richtig Ärger bekommen!" "Zu recht! Bestechung, Einschleimversuche, Drohungen und Indoktrinierungsversuche, dass einem übel wird und zu guter letzt kriegen Kat und ich die Prügel? brüllte der Student wütend.
Gadreel legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Komm runter, bringt nix sich aufzuregen, ganz im Gegenteil." murmelte der Dämon. Der junge Mann atmete einmal tief durch.
"Ich gehe jetzt erst mal meine Freundin trösten." sagte Julien immer noch verärgert zu Michael, dann verließ er den Raum. Lucifer starrte den Erzengel Michael wütend an. "Ganz toll gemacht, super! Glaubt ihr ehrlich dass ihr so das Vertrauen der beiden gewinnt?" fragte er an alle anwesenden Engel. "Im Gegenteil ihr verletzt Kat damit noch wenn ihr sie für vier Wochen von ihrer Familie trennt und wieso wird mein Einfluss zu groß? Ich habe den beiden sogar gesagt dass Seraphiel und Metatron gute Schutzengel wären und sie den beiden eine Chance geben sollen! Die beiden hätten sich nur an die Regeln halten müssen: Es hieß zu Anfang: Kennenlernen in Paris im Boulevard Haussmann, hier auf Angel Island hätten sie ihre Ruhe und höchstens die beiden an sich kleben wie normale Schutzengel. Menschen brauchen einfach auch ihre Privatsphäre. So war das ausgemacht, aber Seraphiel und Metatron sind ständig hier aufgetaucht. Ich kann verstehen wenn Kat und Julien das zu viel ist. Ich würde dir am liebsten... " 
Er schrie vor Wut so laut auf, dass der Erzengel Michael und auch die anderen zwei Engel vor Überraschung und Schreck, etwas zusammenzuckten. Dann ließ er die Engel ebenfalls stehen und folgte Kat und Julien nach oben. Er lehnte sich traurig und nachdenklich im Flur an die Wand, bei den Zimmern von Katherine und Julien. Belial schluckte als er Katherine durch den offenen Türspalt leise schluchzend im Arm ihres Freundes liegen sah. Gegenüber in den Zimmern hörte er Derek und Rachel mit den Zwillingen reden, doch Derek kam sofort raus zu ihm.
"Was ist denn los, Belial?" fragte er. "Du hast hier doch noch nie so geschrien." "Ich bin einfach nur geladen. Die "Himmlischen Vorzeige-Flatterflügelchen" meinen mein Einfluss wäre zu groß und sie wollen Kat und Julien für vier Wochen zu "vertrauensbildenden Maßnahmen" einspannen. Das wurde uns gerade mitgeteilt - nachdem die zwei "Super-Seraphim" sich einen üblen Schnitzer erlaubt haben. Gut, sie sind in eine Falle getrabt die Kat und ich ihnen in gewisser Weise gestellt haben, aber trotzdem... Die beiden führen sich großkotzig auf - entschuldige den Ausdruck - aber was anderes fällt mir dazu nicht ein, arbeiten mit Bestechung und Nötigung und jetzt kommen sie auf die Idee Kat und Julien zu zwingen die Kröte zu schlucken und diese zwei Drachen zu akzeptieren. Wo ich eher "Mary Poppins" gespielt habe, sind die schlimmer als "Fräulein Rottenmeyer" aus Heidi von Johanna Spyri!"
"Dich als Mary Poppins - kann ich mir gut vorstellen, so wie du mit deinen Patenkindern umgehst." meinte Rachel mit einem Lächeln. Belial lächelte sie liebevoll an. "Grüß dich "Schwesterchen", wie geht es dir und den Krümelchen?" Sie grinste. "Da du ja oft da bist recht gut. Und ich kann meistens ausschlafen." Dann erkundigte sie sich jedoch ihrerseits nach dem Grund für seine Wut. Als Belial es ihr und Derek noch einmal genauer auseinander setzte, kniff sie verärgert die Augen zusammen. Ihr eisiger Blick galt jedoch nicht dem Paten ihrer Kinder sondern dem Erzengel, der hinter ihm aufgetaucht war. "Nein! Ich verweigere mein Einverständnis! Katherine ist meine und Dereks Tochter! Wir sind verantwortlich und..." "Schweig, Rachel!" wies Michael sie zurecht. "Katherine und Julien wurden erwählt und dadurch wurde euch zu einem gewissen Grad die Erziehungsgewalt entzogen. Außerdem ist Katherine nicht euer Eigentum, sondern sie gehört - genau wie ihr - dem Himmlischen Vater!" 
Wütend stürmte Kat in den Flur. "Ich nehme mein Recht auf den freien Willen in Anspruch! Ihr könnt mir alle gestohlen bleiben mit euren komischen Ansichten da oben! Ich will und ich werde nicht das Geringste für den Boulevard Haussmann mehr machen! Paris ist für mich gestorben!" Sie riss sich den Kreuzanhänger, den sie um den Hals trug, runter und warf ihn dem Erzengel vor die Füße, spuckte dann darauf und trat mit dem Fuß drauf. "Ich sage mich davon los!" brüllte sie Michael an. "Haben Sie gehört? Ich spucke drauf!"
"Katherine, nein, tu das nicht..." flüsterte Seraphiel entsetzt hinter ihr. Sie drehte sich immer noch in Rage um und schrie ihren Schutzengel an: "Glückwunsch! Jetzt können Sie zu ihrem Herrn und Meister zurückkriechen, rumjammern, sich über die "böse Katherine" beschweren und wieder fröhlich ihr Gotteslob trällern!" Sie wandte sich ab. Julien war dazu gekommen und nahm sie in den Arm. "Derek, nimm es mir nicht übel, aber ich werde mein Studienfach wechseln. Da ich dich als Mentor schätze, denke ich, Anthropologie ist eine interessante Wahl." "Du wirst nicht wechseln, Julien! Der Boulevard Haussmann braucht einen Theologen!" ließ Metatron sich vernehmen. "Freier Wille - genauso wie Kat ihn in Anspruch nimmt tue auch ich das hiermit. Wenn es nötig ist, sage ich mich ebenfalls los!" Belial lachte leise. "Ich habe zu großen Einfluss? Ihr habt ihn gerade vollkommen gemacht!" murmelte er sarkastisch und zog Kat und Julien in seine Arme. 
"Ich regle das, Derek, Rachel." beruhigte er seine beiden entsetzten, sprachlosen Freunde. "Notre Dame - wir treffen uns dort! Außerhalb von Zeit und Raum!" sagte er nur und verschwand mit Kat und Julien. Michael und die zwei Seraphim folgten ihm. In der Kathedrale herrschte absolute Stille - und gähnende Leere. "Wie ist das möglich?" hauchte Julien. "Wir sind außerhalb der Zeit." antwortete Belial. 
Die zwei Seraphim und der Erzengel erschienen. Seraphiel kam auf Katherine zu. Sie wich zurück. "Habe keine Angst, auch wenn du ihm zürnst, dein Himmlischer Vater liebt dich!" sagte er sanft zu ihr. "Bleib mir vom Leib!" zischte sie und wollte sich zu Belial flüchten, der jedoch den Kopf schüttelte. "Nein, Käthchen. So gerne ich deine Seele nähme, ich darf es nicht! Verzeih, dass ich dich... enttäuschen muss." sagte er traurig und verschwand. "Onkel Belial?" rief Kat angstvoll. Julien zog sie an sich. "Er hat uns ausgeliefert an die da." flüsterte er enttäuscht. "Nein, das hat er nicht, Julien, ganz im Gegenteil. Er will euch retten." sagte Metatron ungewohnt sanft. Er trennte Kat und Julien nachdrücklich und schob die sich wehrende Kat zu Seraphiel, der sie an sich zog, während er selbst den widerstrebenden Julien zurückhielt.
"Du, Katherine, wirst mit Seraphiel das Gotteslob anstimmen! Du wirst zum Glauben an deinen Himmlischen Vater zurückfinden!" erklärte der Erzengel Michael streng. "Dein Himmlischer Vater hat dich in seiner unendlichen Gnade für wert befunden und wird dich nicht in Lucifers Hände fallen lassen!" Kat wehrte sich verbissen gegen Seraphiel, der sie an sich gedrück hielt und vor dem sich gegen Metatron stemmenden Julien mit einem Flügelpaar verbarg. "Ich falle nicht in seine Hände! Ich werfe mich freien Willens hinein!" rief Kat wütend. "Katherine, beruhige dich, bitte." flüsterte Seraphiel beruhigend. "Unser Himmlischer Vater hat dir eine wunderschöne Stimme geschenkt - fast so rein wie die Stimmen der Seraphim."
"Du, Julien, wirst temporär zum Engel erhoben und Gabriel und Raphael als Schutzengel für die Rayne-Kinder unterstützen! So wirst du sehen, was für eine Verantwortung Metatron übernommen hat und auch Seraphiel für Kat!" verkündete Michael energisch. "Komm, Julien, unser Himmlischer Vater erwartet dich." lockte sein Schutzengel. "Nein! Ich wüsste nicht wieso ich als Engel rumflattern soll während Kat gezwungen wird hier im Dreck auf Knien zu rutschen!" "Du hast dich nicht losgesagt von deinem Himmlischen Vater, Julien. Kat hat das getan und sich in Lucifers Hände begeben. Unser Himmlischer Vater gibt ihr nachdrücklich die Gelegenheit - unter Seraphiels Anleitung - zu ihm zurückzufinden." sagte Metatron. "Ich lasse meine geliebte Katherine nicht im Stich, das sollten Sie wissen. Notfalls sage ich mich ebenfalls los - hier und jetzt!" rief Julien ärgerlich. "Julien, ihr seid eins, du und sie, doch erst muss Katherine zurückfinden! Vertraue mir." versuchte Metatron ihn zu beruhigen. "Ihr alle seid widerwärtig! Zwang hilft nicht! Und wie habt ihr es geschafft Be..." Julien schüttelte den Kopf. "Lu..." verwirrt sah er Metatron an. "Du kannst seinen Namen hier nicht aussprechen - weder den einen, noch den anderen, Julien." erklärte sein Schutzengel sanfter als gewohnt. "Und nun komm."
Julien schüttelte den Kopf. "Nein! Ich kapiere jetzt wieso ich Sie als Schutzengel gekriegt habe: Es wurde wohl wirklich überlegt und es war sofort klar, dass Kat rebellieren würde, weil Sie ein besserwisserischer Betonkopf sind! Offenbar hatte man gedacht, dass Seraphiel den netten, lieben Engel besser spielen kann. Ich will Sie genausowenig als Schutzengel wie Kat Ihren Kumpel Seraphiel! Ich mag zwar den Namen von Kats Nennonkel nicht aussprechen können, doch ich kann mich zu ihm bekennen!" Metatron sah ihn entsetzt an. "Das wirst du nicht tun!" sagte er fast fassungslos. 
Seraphiel flüsterte Kat leise ins Ohr: "Willst du wirklich, dass er mit dir bereuen muss, Katherine? An sich hättet ihr beide als Schutzengel deine Geschwister mit Raphael und Gabriel beschützen sollen. Unser Himmlischer Vater wollte euch beide über die Menschen erheben, Katherine, doch du musst erst bereuen, du musst erst geläutert werden und neu getauft. Ich werde dich auf deinem Weg begleiten. Du wirst nicht allein sein. Doch wenn du Julien liebst, ersparst du ihm den harten Weg den du wirst gehen müssen." "Nein, Julien! Bitte tu das nicht!" rief Kat panisch. Vor ihren Augen verschwand er mit Metatron.
Schluchzend sank Kat zu Boden. Seraphiel kniete sich neben sie. "Dein Vater im Himmel liebt dich über alle Maßen. Kehre zu ihm zurück." "Niemals! Onkel Belial soll bitte dafür sorgen, dass meine Eltern und Julien mich vergessen - und auch die anderen und dann... dann..." Sie wandte sich ab. "Was dann, Katherine?" fragte Seraphiel sanft. Er zog sie tröstend an sich und begann mit überirdisch reiner und klarer Stimme zu singen:

"Te Deum laudamus. Te Dominum confitemur.
Te aeternum patrem omnis terra veneratur.
Tibi omnes Angeli, tibi caeli et universae potestates:
Tibi cherubim et seraphim incessabili voce proclamant:
Sanctus:
Sanctus:
Sanctus Dominus Deus Sabaoth.
Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae."

Kat versuchte sich die Ohren zuzuhalten, doch Seraphiel zog sie in seine Arme. "Bereue deinen Frevel, Katherine. Dein Himmlischer Vater hält dir die Hand entgegen. Du musst sie nur ergreifen." flüsterte er sanft. Er wischte liebevoll ihre Tränen von ihren Wangen. "Weißt du, dass mir gesagt wurde ich würde ein nettes junges Mädchen als Schützling bekommen, das nur ewas mehr Schutz bräuchte, weil es die Hausherrin der "Botschaft von Himmel und Hölle" sein wird, die Botschafterin beider Seiten, interessiert, gebildet, leider jedoch etwas zu gut befreundet mit Lucifer? Einem Lucifer, der sich plötzlich atypisch verhielt und Dämonen zum Schutz mitschickte, drakonische Strafen verhängte und sogar einen Theologen beschützte und unterstützte - außerhalb der angeforderten Mithilfe in Paris. Wir haben alle recht ungläubig einen Lucifer erlebt, der um Vertrauen kämpfte um Freundschaft - und der beides bekam und die Liebe und die Geborgenheit einer Familie dazu. Wir sahen einen Lucifer, der nachts Babys wickelt, füttert und in den Schlaf singt, ihnen schon jetzt Geschichten erzählt obwohl sie erst drei Monate alt sind. Und er plant bereits eine große Weihnachtsfeier im nächsten Monat." Beruhigend wiegte Seraphiel Kat. "Schlaf, meine Kleine... ich wache über dich und deine Seele."
"Wieso hat Onkel Belial mich im Stich gelassen?" schluchzte sie. "Weil er dein Bestes will. Und nun schlafe." Kat versuchte sich zu wehren, doch Seraphiel sang sie leise in den Schlaf.
Kat irrte durch dunkle Gänge. Sie war allein. Irgendwann taumelte sie in eine riesige Höhle und erstarrte: Hunderte, tausende Gestalten waren kopfüber an Kreuze genagelt. Sie schrien, stöhnten, keuchten vor Schmerzen. Entsetzt wich sie zurück und rannte den Gang zurück, bog in eine andere Richtung ab. Irgendwann stolperte sie in eine weitere Höhle. In einer riesigen Grube brannte ein Feuer in dem weitere Gestalten lichterloh brannten. Auch hier hörte Kat nur Geschrei, Schmerzlaute, Wimmern.
Mit einem Aufschrei fuhr sie aus dem Schlaf - und dem Albtraum. Zitternd versuchte sie sich aus der Umarmung loszumachen in die Seraphiel sie tröstend gezogen hatte. "Ruhig, Katherine, ganz ruhig. Das ist der Grund wieso Lucifer dich hier gelassen hat: Er mag dich viel zu sehr um dir die Qualen antun zu müssen die dich in der Hölle erwarten würden. Kehre um und bekenne dich zu deinem Schöpfer. Bitte ihn um Vergebung, Katherine. Du kennst die Worte des Gebetes, des Vaterunsers." Liebevoll zog er sie auf die Füße und führte sie zum großen Altar vor dem er mit ihr gemeinsam niederkniete. "Bitte um Vergebung und sie wird dir gewährt werden, Katherine." flüsterte Seraphiel.
Julien erwachte. Er erinnerte sich an ein gleißendes, blendendes Licht. Als er sich erheben wollte, spürte er ein Gewicht an seinen Schultern. Metatron reichte ihm hilfreich eine Hand. "Willkommen in den Reihen der Schutzengel, Julien." sagte er freundlich. "Du wirst mit Gabriel für Lucas-Lucian als Schutzengel zuständig sein. Ich werde versuchen dir zu helfen so gut es geht und so weit es mir gestattet wird."
"Deine Hilfe wird jederzeit willkommen sein, Metatron." sagte ein Engel der die Ebene betreten hatte. Julien kam erst jetzt dazu sich umzusehen. Er war auf einer weiten Lichtung die fast endlos erschien. "Willkommen im Garten Eden, Juliel. Ich bin Hamaliel, einer der Regenten der Dynameis, der Mächte. Unser oberster Verantwortlicher schickt mich um dich abzuholen." Er wandte sich an Metatron. "Du bist jederzeit willkommen, das weißt du." Gemeinsam führten die zwei Julien zum Erzengel Michael. "Sie regieren die... die... Dynameis?" fragte Julien erstaunt. Der Erzengel lächelte belustigt. "Ja. Du wirkst überrascht." Der neuernannte Schutzengel wich zurück. "Als Engel wirst du auf Juliel hören. Bevor du dich wunderst wieso ich Hamaliel bat dich abzuholen: Unser Himmlischer Vater hat beschlossen dich den Dynameis zuzuteilen, Juliel. Du bist verantwortlich für die Naturkräfte - und kannst sie dadurch auch brechen um zum Lobe und zur Verkündigung nutzen indem du so - scheinbar - Wunder auf der Erde wirkst aber auch um deinen zukünftigen Schwager zu schützen. Wann immer wir in Zukunft Raphael und Gabriel hier brauchen wirst in Zukunft du einspringen und ihn schützen. Außerdem siezen wir einander nicht." 
Juliel biss sich auf die Lippen. "Verstehe... "Zwangs-Fraternisierung" um sicher zu stellen, dass ich in Zukunft als Mensch meinen mir aufgedrückten Schutzengel akzeptiere und duze." murmelte er bitter. "So ist das nicht gemeint, Juliel! Das ist einfach eine Tatsache. Wobei... noch etwas: Während Gabriel sichtbar werden kann, kannst du dies momentan nicht. Das wird dir - solltest du dich als Schutzengel deines zukünftigen Schwagers bewähren - erst in der Zukunft gestattet. Hamaliel wird dich einweisen und Metatron hat sich erboten dir beiseite zu stehen. Auch er möchte etwas über die Aufgaben und Beschränkungen eines Schutzengels lernen." "Ich möchte lieber zu Kat und..." begann der neue Engel. "Juliel! Deine Aufgabe ist Lucas-Lucian. Katherine hat noch einen gewissen Weg vor sich bis sie ihre Schwester beschützen darf! Doch unser Himmlischer Vater lässt sie nicht im Stich. Seraphiel ist bei ihr." beruhigte der Erzengel Michael ihn leise. "Und nun geh und erfülle die dir zugedachte Aufgabe, Juliel! Deine Gefühle für Katherine sind für deine Aufgabe eher hinderlich und doch wurde beschlossen sie dir zu lassen, da sie dir auch Stärke geben, aber momentan muss sie lernen und verstehen, dass sie sich nicht einfach lossagen kann und sich in Lucifers Hände begeben darf, ohne dass unser Himmlischer Vater um sie kämpft!" 
Aber ich..." "Juliel, bitte, verstehe das. Und nun sieh mit Metatron bitte nach deinem Schützling." Der Seraph legte ihm eine Hand auf die Schulter und zwinkerte ihm zu. Einen Moment später standen der Seraph und Juliel in dem geheimnisvollen, aus Zeit und Raum gerückten, Notre Dame. "Wir sind nur für Seraphiel sichtbar." flüsterte der Seraph an der Seite des Engels. "Wir dürften an sich nicht hier sein, aber ich wollte dir zeigen, dass es deiner Katherine den Umständen entsprechend gut geht."
Außerhalb von Zeit und Raum spürte Kat, dass Julien bei ihr war. Sie drehte sich um und rief nach ihm. Der Engel wollte zu ihr eilen, doch Metatron hielt sie zurück. "Wir müssen gehen. Sie hätte dich normalerweise nicht spüren dürfen!" Am Bett von Lucas-Lucian tauchten Metatron und Juliel auf. Angesichts des Seraph verzog sich das Gesicht des Babys, als aber sein "Ersatzschutzengel in Ausbildung" sich über das Bettchen beugte lächelte der kleine Junge. "Huu!" quietschte er. "Dein Schützling erkennt dich, Juliel." "Ich dachte er sieht mich nicht." "Die Rayne-Kinder sind außergewöhnlich. Wahrscheinlich werden sie ihre Schutzengel immer sehen." Juliel lächelte. "Ja, hallo Lucas-Lucien, na, wie geht es meinem kleinen Schwager, hm?" fragte er. Das Baby gluckste vor Freude und sah ihn unverwandt an.
Derweil hielt Seraphiel Kat im Arm. "Katherine, überwinde deinen Trotz." bat der Seraph. "Julien - wo ist er?" fragte sie traurig. "Nicht hier. Julien wird nicht ohne Hilfe an diesen Ort kommen können." "Aber er war hier!" "Ja und Nein... Julien war nicht hier. Metatron und der Engel Juliel waren kurz da." "Juliel?" "Die Namen der Meisten von uns enden auf "-el", der sumerischen Silbe für "strahlen" oder "leuchten" - oder "Gott", Katherine." erklärte Seraphiel. "Julien ist jetzt ein... ein Engel? Wirklich?" fragte Kat. Ihr Schutzengel nickte. "Auch dir steht dieser Weg offen, Katherine. Du würdest deiner kleinen Schwester zur Seite stehen können."
In Paris stand derweil Belial vor Derek und Rachel. Er hatte gerade seine Erklärung beendet. "Wie konntest du die beiden nur so im Stich lassen!" rief die besorgte Mutter. "Bitte beruhige dich. Ich habe sie nicht im Stich gelassen - weder Kat noch Julien! Die beiden sind bei ihren Schutzengeln. Kat ist... Sie muss ihre Rolle in der Zukunft akzeptieren und bereuen, während Julien... Er ist gerade bei seinem Schützling." "Bei seinem was?" fragte Derek. Belial lächelte. "Ihr werdet alles erfahren. Glaubt mir, es fiel mir sehr schwer dem Befehl zu folgen den ich bekommen habe - von dem einzigen Wesen dem auch ich gehorchen muss, aber Kat hat mit ihren Worten eine Grenze überschritten. Ich hätte sie in der Hölle akzeptieren müssen und das werdet ihr nicht wirklich wollen, oder?" Belial zog Rachel in seinen Arm. "Keine Sorge, Schwesterchen. Ich passe auf meine Nichte trotz allem auf, da können Metatron und Seraphiel noch so mächtig sein. Aber Kat muss den eingeschlagenen Weg wieder verlassen und auf den richtigen Pfad zurückkehren." flüsterte er ihr sanft ins Ohr. "Glaube mir, noch nie ist mir in den Jahrtausenden meiner Existenz etwas so schwer gefallen wie Kat und Julien zu verlassen als sie eigentlich meine Unterstützung gebraucht hätten. Aber es wird sich alles richten. Habe Vertrauen, Rachel." 
Die Tage vergingen. Kat bekam außerhalb von Zeit und Raum nichts davon mit. "Warum ist euch so wichtig, dass ich vor euch krieche?" fragte sie Seraphiel verbittert. "Niemand will, dass du kriechst, Katherine. Es geht um Gehorsam und darum, dass du geliebt wirst. Lucifer hat das verstanden, darum hat er dich hierher gebracht und bei mir gelassen. Dein Himmlischer Vater will dein Verständnis, deine Reue und er wird gnädig sein." antwortete ihr Schutzengel sanft. "Gnädig? Was ist gnädig daran mich von meiner Familie, meinem Freund, meinem Lieblingsonkel - ja, auch wenn dieser Lieblingsonkel Belial - oder Lucifer, wie ihr ihn nennt - ist und von meinem Leben zu trennen um mich zu zwingen klein beizugeben? schrie Kat in die Stille. "Der Weg zur Gnade und zur Vergebung ist oft steinig." flüsterte Seraphiel. Er legte Kat eine Hand auf die Schulter. Sie drehte sich zu ihm um. "Wieso haben Sie sich bereit erklärt den Schutzengel für mich zu spielen? Immerhin sind sie ein Seraph, sowas wie die Elite der Engel und geben sich normalerweise nicht wirklich mit Menschen ab." wollte sie wissen. 
Seraphiel lächelte. "Es ist gefragt worden, wer sich vorstellen könnte eine energische kleine Furie zu beschützen die dazu ausersehen ist in Zukunft die Botschafterin, die menschliche Botschafterin von Himmel und Hölle zu sein. Es war klar, dass es einer der Erzengel oder ein Seraph sein musste, da eine... Schwierigkeit die enge Freundschaft zu Lucifer war. Der neue Schutzengel musste die Macht haben ein wirkliches Gegengewicht zu sein." "Da hätte es sicher andere gegeben." murmelte Kat bitter. Seraphiel lachte leise. "Oh ja, natürlich... Metatron und Michael hatten sich ebenfalls bereit erklärt diese Aufgabe anzunehmen, Kat, aber Gabriel und Raphael haben davor gewarnt einen der beiden zu deinem Schutzengel zu machen, denn die zwei "M's" neigen dazu sehr streng zu sein und im Gegensatz zu den Schutzengeln deiner Geschwister sind sie auch sehr misstrauisch Lucifer gegenüber." "Und Sie... Sie sind doch nicht anders!" warf Kat ihm vor. Sanft strich Seraphiel ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr.
"Hast du wirklich das Gefühl? Ich kenne Lucifer zu wenig. Michael hat gegen ihn gekämpft, gegen ihn und seine Anhänger, Metatron musste die Stelle als höchster Engel einnehmen und da deine Verbindung zu Lucifer fast wie die zwischen Vater und Tochter ist, wesentlich stärker als die Verbindung zwischen Julien und ihm, war es logischer jemand anderen zu wählen um zu zeigen, dass du auch stets unter Lucifers Schutz stehen wirst, mit der Billigung unseres Himmlischen Vaters. Julien hat den "strengeren" Schutzengel bekommen. Aber uns allen ist klar, Katherine, dass du eher die Verbindung zu Lucifer sein wirst, also wollten wir Julien näher an uns binden und uns war eigentlich allen klar, dass er Metatron eher akzeptieren würde und auch Lucifer das leichter hinnehmen wird."
Kat sah Seraphiel an. "Und - was wurde von mir erwartet? Dass ich mich freue, dass ich den "netten" Schutzengel gekriegt habe, der für mich sogar Raum und Zeit beugt?" "Katherine, ich habe keine Erfahrung mit Menschen gehabt. Ich fand die Herausforderung faszinierend. Ich wollte das junge Mädchen kennen lernen, das von Lucifer sogar Schutzdämonen zugeteilt bekam und für das er drei junge Männer hat kreuzigen lassen die erst auf dein Bitten von ihm begnadigt worden sind!" antwortete Seraphiel. "Ihnen ist also befohlen worden den Schutzengel für mich zu spielen, super..." Er schüttelte den Kopf. "Nein, Katherine. Ich habe mich freiwillig gemeldet, ich hatte gehofft zu verstehen, was unserem Himmlischen Vater so wichtig an den Menschen ist. Ich wollte wissen, wie es ist über einen Menschen zu wachen, ihm Freund, Vertrauter, Beschützer zu sein und ich habe mich darauf gefreut dich kennen zu lernen. Deine Zurückweisung tut weh, genauso wie die Enttäuschung darüber, dass du mich - wie mit Lucifer geplant - in die Falle gelockt hast." 
Kat sah ihren Schutzengel an. "Es... hm... also es tut mir leid, okay? Aber Julien und ich wir haben euch... ich meine Sie einfach vorgesetzt bekommen und... Sie waren echt eine Nummer zu groß, zumal auch Onkel Belial ziemlich geplättet war..." Seraphiel lächelte. "Du kannst mich ruhig duzen, ich würde mich freuen. Und danke für die Entschuldigung, das bedeutet mir eine Menge und ich nehme sie an." Er zog sie an sich und küsste sie sanft auf die Stirn. Kat sah ihn einen Augenblick an, dann nickte sie vorsichtig. 
"Seraphiel?" "Ja Katherine?" "Ich muss mich aber nicht von Onkel Belial lossagen, oder? Ich mag ihn und... ich... er gehört für mich zur Familie... und..." Kat rang nach Worten. "Nein, du musst nur wieder den Weg zu Gott finden, zu unserem Himmlischen Vater, Katherine. Glaubst du, er hätte zugelassen, dass Lucifer die Patenschaft für deine Geschwister annehmen kann? Meinst du er hätte Lucifer gestattet seine Häuser zu betreten, Kirchen, Synagogen, Moscheen, Tempel, wenn er das nicht gewollt hätte? Und Lucifer war schließlich mit Raphael und Gabriel in der Kathedrale von San Francisco zugegen als Erzbischof Bryce deine Geschwister getauft hat und hielt sogar Christina-Luciana über das Taufbecken. Und der Erzbischof hat gewusst, wer deine kleine Schwester da hält. Nicht umsonst hat sie den Taufspruch erhalten. Die Namen deiner Geschwister sind nämlich erst nach der Taufe auf die Taufurkunden geschrieben worden, denn es war ja nicht klar wen Lucifer über das Becken halten würde." Kat sah ihn nachdenklich an.
"Reicht ein Vaterunser oder... oder wird von mir noch anderes erwartet?" fragte sie. "Aufrichtige Reue - das Vaterunser soll kein Lippenbekenntnis sein sondern ernst gemeinter Ausdruck deines... Wunsches dich wieder in der Obhut deines Himmlischen Vaters zu begeben." antwortete Seraphiel ihr. 
Kat warf einen Blick zum Altar, dann sah sie ihren Schutzengel an. "Was wird passieren wenn ich es tue?" "Du wirst mit offenen Armen willkommen geheißen, Katherine. Michael und Metatron werden dich gemeinsam mit Barpharanges - dem Hüter des Lebens- oder Taufwassers - taufen - nicht mit Wasser, wie bei der ersten Taufe, doch fürchte dich nicht davor! Ich bin dein Schutzengel, ich werde dein Taufpate sein - ebenso wie Lucifer. Er darf einen zusätzlichen Paten wählen und auch unser Himmlischer Vater wird eine weitere Wahl treffen. Du wirst deinen Namen "Katherine" behalten, aber von jedem deiner Paten einen weiteren Namen bekommen. Deine beiden sterblichen Paten sind tot, Katherine, und wir würden ihre Stelle einnehmen. Du hättest Paten auf die du immer zählen kannst, von denen immer wenigstens einer da ist, wenn du ihn brauchst - dein ganzes Leben lang. Und diese zusätzlichen Namen werden auch im Taufregister in Irland auftauchen und in deinen Papieren stehen, Katherine." 
"Welchen Namen würde...n Sie wählen?" fragte Kat zögernd. "Versuch es nochmal..." sagte der Seraph leise. "Ich... würde gerne wissen, wie ich danach hieße..." Seraphiel sah sie aufmerksam an, schwieg jedoch. "Ich verstehe nicht, was jetzt von mir erwartet wird!" rief sie frustriert. "Eigentlich hatte ich gehofft, dass du mich endlich duzen kannst, Katherine." sagte der Seraph sanft. "Sie..." Kat räusperte sich. "Dazu bist du viel zu mächtig und..." Seraphiel legte ihr sanft einen Finger über die Lippen. "Katherine, ich bin dein Schutzengel, werde dein Pate sein, ein Mentor und hoffentlich irgendwann ein Freund dem du auch vertraust. Glaubst du Lucifer ist weniger mächtig als ich?" Kat schüttelte den Kopf. "Aber ehrlich gesagt, wusste ich nicht wer er wirklich ist als ich ihn getroffen habe..." "Ah, du hast ihn für einen der dienstbaren Höllengeister gehalten?" Kat nickte verlegen. "Ganz schön dämlich, oder?" Seraphiel lachte leise. "Nein, denn das war Lucifers Absicht. Er wusste, dass du den Namen Belial nicht kennst und gegenüber dem Reiter des Todes hat er seinen Namen stets verschleiert... und Julien hat den Mund gehalten weil er viel zu fasziniert von dir war und ebenfalls begonnen hat Lucifer mit anderen Augen zu sehen..."
Kat sah ihn an. "Welchen Namen würdest du wählen?" Seraphiel lächelte. "Seraphina - die Brennende oder Entflammte. Als Zeichen dafür, dass ich dein Pate bin." "Ach du Sch..." Kat bremste sich gerade noch. Ihr Schutzengel lachte leise. "Ist dir Seraphielle lieber?" "Ganz ehrlich?" fragte sie. "Du findest es genauso schrecklich." Sie nickte. "Ich verspreche dir, dass ich dich nicht oft so nennen werde, Kat." Überrascht sah sie ihn an. "Komm, das war nicht Käthchen!" Sie grinste. "Ich habe doch nix gesagt. Aber das ist das erste Mal, dass du mich Kat nennst." "Und du hast mich gerade zum zweiten Mal geduzt."
Kat wurde nachdenklich, stand auf und lief durch die stille Kathedrale. Seraphiel sah ihr schweigend nach. Er wusste, dass sie Zeit zum nachdenken brauchte, Zeit, die sie in dieser Kathedrale außerhalb von Zeit und Raum unendlich haben würde. Ihr Blick ging zum Altar, zum geduldig wartenden Seraphiel... Irgendwann setzte Kat sich wieder neben ihn. "Ich mache es - um... Verzeihung bitten..." "Nicht um Verzeihung Kat. Und willst du es wirklich aus tiefstem Herzen?" Sie nickte. "Dann komm!" Er zog Kat mit sich zum Altar und kniete mit ihr nieder. "Du kannst das Vaterunser auch singen..." sagte er leise. Scheu blickte Kat ihn an und schüttelte dann den Kopf. Laut und vernehmlich begann sie mit dem Gebet.
Kaum hatte sie es beendet tauchte der Erzengel Michael mit Metatron, Hagiel und einem weiteren Engel auf, den Kat nicht kannte - und neben Metatron stand Julien. Kat starrte ihren Freund und Seelengefährten sprachlos an. Julien hatte weiße Schwingen auf dem Rücken. Metatron hielt ihn zurück, als er zu ihr kommen wollte.
Michael kam auf sie zu und küsste sie sanft auf die Stirn. "Der Segen deines Himmlischen Vaters ist mit dir, Katherine, denn im Himmel ist mehr Freude über einen reuigen Sünder als über 99 Gerechte." Er wies auf den ihr unbekannten Engel. "Dies ist Barpharanges. Ich weiß, dass Seraphiel dir alles erklärt hat, Katherine. Und dein Himmlischer Vater will, dass du in der Himmlischen Kathedrale wiedergetauft wirst. Lucifer wird gerade benachrichtigt und es ist alles vorbereitet. Auch deine Eltern und deine Geschwister werden dabei sein." Er nickte Seraphiel zu. Kats Schutzengel legte liebevoll einen Arm um ihre Schulter. Notre Dame verschwand um sie herum und gleißendes Licht umfing Kat - Licht, das sie trotz der Helligkeit nicht blendete. Erstaunt sah sie sich um. Die himmlische Kathedrale schien unendlich und nur aus Licht zu bestehen. Augenblicklich spürte sie die Gegenwart einer Allmacht die sie ängstigte und ihr trotzdem sofort die Angst zu nehmen schien. "Unser Himmlischer Vater ist ebenfalls anwesend, Kat." flüsterte Seraphiel, der ihr Halt gab als sie alles zu überwältigen drohte.
Sie sah ihre Eltern, die ihr zuwinkten, ihre Geschwister auf den Armen der beiden. Ein wenig desorientiert merkte sie, dass sie ihre Eltern so deutlich sah als ob sie vor ihr ständen obwohl sie weit entfernt waren. "Näher können sie nicht kommen, Kat, doch sie sind bei dir." sagte der Erzengel Michael, der ihre Verwirrung bemerkte und nun auf sie zukam um die vier Gestalten in Empfang zu nehmen die näher kamen. Kat erkannte Belial, Gadreel und König Paymon, die von jemandem begleitet wurden, den sie nicht kannte. "Satanael war einer der Fürsten der Dynameis oder Mächte bevor er sich Lucifer anschloss." hörte Kat ihren Schutzengel in ihren Gedanken. "Obwohl Michael zu den Seraphim gehört, dirigiert er die Mächte und auch Juliel gehört zu ihnen. Wenn Lucifer Satanael als höllischen Paten gewählt hat, neben sich, gut... das können wir parieren." 
"Käthchen?" ihr Nennonkel blieb vor ihr stehen. "Onkel Belial." Er schüttelte den Kopf und sah sich um. "Hier bin ich Lucifer, mein Käthchen. Bitte verzeih mir, das ich dich nicht in der Hölle sehen wollte und dich darum allein mit Seraphiel lassen musste." Kat umarmte ihn liebevoll. "Alles in Ordnung." "Ich habe dir die Träume geschickt um zu erklären... ich..." "Onkel, alles ist gut." unterbrach Kat ihn sanft.
"Lucifer, wie ich sehe hast du drei statt eines möglichen Paten für Katherine mitgebracht." sagte der Erzengel Michael. "Eure Auswahl an Seraphim und anderen hochrangigen Engeln als Paten ist groß genug und vermutlich wird Kats anderer Schutzengel nicht Euangelion heißen..." Lucifer sah sein Gegenüber misstrauisch an. Um Michaels Mundwinkel zuckte es. "Sicher nicht, nein... doch... Unser Himmlischer Vater akzeptiert deine Entscheidung: Du willst drei zusätzliche Paten aus deinem Gefolge, das ist in Ordnung - wir werden in gleicher Stärke für den Ausgleich sorgen." "Wieso habe ich das Gefühl, dass ihr das wusstet und bereits Entscheidungen getroffen habt?" Er schwieg und sah fragend nach oben. "Natürlich... ich vergesse das wohl zu oft." murmelte er dann. "Wen habt ihr gewählt?" "Neben Seraphiel werden Kerubiel, Hagiel und ich Katherines Paten." Lucifer lachte bitter auf. "Ich wusste, dass das nicht fair sein würde!" "Du wirst immer mein Lieblingsonkel und -pate sein." flüsterte Kat leise, dann drehte sie sich um. "Ich dachte Hagiel wird der Pate der Tochter von Nick und Alex?" Hagiel lächelte. "Das wird Hamaliel übernehmen. Ich habe mich mit den beiden und Samyaza ausgesprochen. Und soweit es mich betrifft, Katherine, freue ich mich auf die Aufgabe dein Pate, Mentor, Lehrer und irgendwann vielleicht auch Freund sein zu dürfen." Kat lächelte dem Engel zu, den sie als recht sympathisch kennen gelernt hatte. "Und außerdem hast du deinen Namen ja eigentlich selber gewählt: Anais - die Anmutige." Sie errötete. Immer mehr Engel tauchen in der unendlichen Weite der Kathedrale auf. 
Neben Gabriel stand ein ebenfalls vierflügeliger Engel. "Katherine, ich bin dein vierter designierter Schutzengel und Pate und der Einzige, den du bisher noch nicht kennen gelernt hast: Kerubiel." Ein wenig unsicher sah Kat zu Lucifer und Seraphiel. In der Miene des Ersten sah sie keine Regung, während der andere ermunternd nickte. Metatron erhob die Stimme: "Katherine, du hast dich voller Vertrauen zurück in die Arme deines Himmlischen Vaters begeben und er hat dich in Liebe willkommen geheißen. Um dieses zu bekräftigen wirst du mit himmlischem Feuer getauft." Kat wich ängstlich zurück. Seraphiel und Lucifer fassten sie jedoch beruhigend an die Schultern. "Es wird dich läutern, Käthchen, habe keine Angst davor." sagte ihr Nennonkel, der bald ihr Pate sein würde. 
Ein großes Becken mit fast weißen Flammen tauchte auf. "Hab keine Angst, Seraphiel und Michael werden mit dir hineingehen, Käthchen, und ich werde im Geist bei dir sein." "Auch du kannst das Feuer der Läuterung beschreiten, Lucifer. Nach wie vor bist du ein Seraph und wirst es immer bleiben." "Bitte Onkel Lucifer." flüsterte Kat mit einem ängstlichen Blick auf die Flammen. Er atmete einmal tief ein, dann nickte er. Gemeinsam mit Metatron, Michael, Seraphiel und Katherine betrat er die Flammen.
Barpharanges schwebte über ihnen. "Dein Himmlischer Vater heißt dich willkommen und ich taufe dich in seinem Namen, gepriesen sei sein Name." Seraphiel und Lucifer standen an ihren Seiten und tauchten sie gemeinsam mit Michael, der hinter ihr stand in die Flammen. In Kat breitete sich unendliche Ruhe aus. Als sie aus den Flammen wieder auftauchte lächelte Metatron: "Katherine-Lucia-Seraphina-Maya-Micaela-Samira-Anais-Sigrun-Dieudonnée Corrigan-Rayne, höre, so spricht dein Himmlischer Vater: "Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!" Mit diesem Vers aus Jesaja 43 Vers 1 ruft er dich in seinen Dienst und gibt dir damit deinen Taufspruch. Jeder deiner Paten hat einen Namen für dich gewählt, wird dir Lehrer und Freund sein und dein Himmlischer Vater sieht voller Wohlwollen auf dich. Da drei deiner Paten Seraphim sind und du deine kleine Schwester in Zukunft neben Raphael beschützen wirst, wurde beschlossen dich in den Rang einer Seraph zu erheben - der ersten und einzigen weiblichen. Auf der Erde wirst du nach wie vor deine sterbliche Gestalt haben - mit einigen Kräften die du zu kontrollieren lernen wirst. Du wirst die Seraph des Ausgleiches sein und der Verständigung." Kat schluckte. "Eine Se... Seraph?" Ihre drei wohl mächtigsten Paten lächelten ermutigend. "Na komm, Fienchen, Michael, und mir - nebenbei auch Metatron - hast du schon als Mensch die Krallen gezeigt und Lucifer um die Finger gewickelt." neckte Seraphiel sie. "Fienchen?" fragte Kat belustigt. Ihr Schutzengel grinste. 
Kat merkte wie sie zu leuchten begann und aus ihrem Rücken brachen drei Flügelpaare. Sie war pures Licht, gleißend hell. Sie konnte in alle Richtungen sehen ohne sich umzuwenden. Sie sah Juliel, der sie lächelnd ansah und trat aus dem Becken auf ihn zu. Sie schaute zu ihren Paten und wusste augenblicklich wer welchen Namen gewählt hatte: Lucia war von Lucifer, Maya - die Zauberkundige - von König Paymon, Samira - Diamant - hatte Satanael gewählt und Sigrun - Siegeszauber - kam von Gadreel. Seraphina von Seraphiel, Micaela von Michael, Anais - wie Hagiel angekündigt hatte - von ihm und Dieudonnée - die Gottgegebene - von Kerubiel.
Ihre Paten veränderten sich vor ihren Augen und zum ersten Mal sah Kat Seraphim und Cherubim in ihrer wahren Gestalt und dann fiel ihr Blick auf IHN und ihr Herz setzte einen Moment aus, doch dann spürte sie die Liebe und das Willkommen. Im Glanz seines Lichtes strahlte sie noch heller - sie war daheim, auch wenn ihre Aufgaben auf der Erde lagen und das - wie sie erkannte - gemeinsam mit Julien weit über die Spanne eines sterblichen Lebens hinaus. Als Sterbliche würde sie mit ihm Kinder haben und über diese und deren Kinder und Kindeskinder irgendwann wachen. Sie wollte auf ihre Eltern zu eilen, doch Seraphiel hielt sie zurück. "Warte, du musst erst lernen dir einen sterblichen Anschein zu geben, Fienchen. Deine Eltern würden in deinem Licht verbrennen! Gib dir Zeit das zu lernen und auch deinen Eltern Zeit diese Entwicklung zu akzeptieren." Lucifer schüttelte den Kopf. "Wir wissen alle, dass Derek und Rachel schon mit einer Ophanim in der Familie schwer zurecht kämen, aber eine Seraph... Ich werde Kat zeigen wie sie in ihre menschliche Erscheinung schlüpft, würde aber empfehlen bei ihren Eltern die Geschehnisse ein wenig zu vernebeln..." Michael lächelte. "Trotz deiner damaligen Auflehnung sind deine Worte weise und zeigen, dass du nach wie vor zu uns gehörst - irgendwie - auch wenn ich dir ab und zu einen Tritt geben muss." Lucifer lachte. "Schau mal einer an, du wirst locker."
Die Raynes verschwanden. Kats höllische Paten verabschiedeten sich ebenfalls. Satanael sagte zum Abschied: "Ich bin auf die Zusammenarbeit in Paris gespannt, Samira." Sie lächelte als sie antwortete: "Ich ebenso - Patenonkel Sataneael."
Tage vergingen wie im Fluge und eines Tages stand Kat mit Julien ein wenig befangen im Treppenhaus des Legates auf Angel Island. "Ich bin täglich hier gewesen um auf Lucas aufzupassen. Deine Eltern wissen nur, dass du himmlische und höllische Paten hast, aber sie wissen nicht was wir beide jetzt auch sind." Kat lächelte scheu. "Du bist nicht sauer weil sie mich..." Julien lachte leise. "Ich kann mit Leichtigkeit die Naturgesetze aushebeln, mein Liebling. Du warst schon immer strahlend, während ich lieber handele - und nun kann ich es. Wir werden auf deine Geschwister aufpassen und auf deine Eltern." flüsterte er und küsste sie zärtlich. Gemeinsam gingen sie die Treppe hoch und in das Zimmer ihrer Schützlinge, wo sie Derek und Rachel hörten. Ihre Eltern umarmten die beiden. "Ihr habt euch also mit euren Schutzengeln arrangiert?" fragte Rachel seufzend. "Ach, wenn man Seraphiel und Metatron erst einmal kennen gelernt hat, dann merkt man, dass die beiden auch echt locker sein können." versicherte Julien lachend. "Hu!" rief Lucas begeistert als er Julien sah und streckte die Hände nach seinem zukünftigen Schwager aus. Der lachte leise. "Na komm, Kleiner." sagte er und nahm ihn Derek ab. "Fi!" rief Christina-Luciana und strahlte ihre Schwester an, die sie lächelnd aus dem Kinderbettchen hob und an sich drückte. "Hallo mein Sternchen." begrüßte sie das Baby. 
Sie sah ihren Freund an und lächelte. Ihre Geschwister waren übersinnlich begabt - ein Erbteil der Corrigans. Im Gegensatz zu "normalen" Kindern waren sie mit übernatürlichen Paten gesegnet und hatten dadurch mächtige Schutzengel die sie auch sahen - und sie sahen auch ihre zwei "Ersatzschutzengel" und waren wie Katherine und Julien zuvor auch - immun gegen das strahlende Licht der Seraphim oder Cherubim. "Die beiden haben ganz oft in letzter Zeit "Hu" und "Fi" gerufen - fast so als wäret ihr hier gewesen." Mit einem mysteriösen Lächeln sah Kat ihre Mutter an. "Ihr seid hier gewesen... die haben euch... verändert..." murmelte Derek. Julien nickte. "Ja, wir sind... Sie haben uns zu zusätzlichen Schutzengel für Lucas und Christina gemacht, Derek, Rachel. Wir haben Kräfte bekommen, die wir aber so einfach nicht anwenden dürfen, sondern nur "im Dienst" sozusagen oder um die beiden zu beschützen - und euch ebenso." 
Kat sah wie Seraphiel und Metatron hinter ihnen auftauchten. "Ich glaube, wir sollten - jetzt wo Katherine und Julien uns akzeptiert haben - einen neuen Anfang machen - auch mit euch, Rachel und Derek. Ich bin Metatron, Juliens Schutzengel, wenn er - wie jetzt - normalsterblich ist." Er reichte den beiden die Hand. Kats Schutzengel lächelte. "Und ich bin Seraphiel. Fienchens Schutzengel - wenn sie sterblich ist, einer ihrer Paten, wie ihr wisst und inzwischen darf ich sicher auch sagen: ein Freund und Mentor." Kat grinste. "Klar Phil, bist du." Christina-Luciana quietschte vergnügt als der Seraph sich über die Schulter seines Schützlings beugte und ihr zuzwinkerte. Sie rief begeistert: "Si!" Seraphiel lachte leise. "Ja, meine Kleine, du kennst mich wieder, nicht wahr?" "Ma...o?" rief Lucas-Lucian leise und drehte sich auf Juliens Armen suchend um. Der junge Mann lachte leise als er sich umwandte und dem Kleinen zeigte, dass auch Metatron da war. Der Seraph lachte leise. "Hast du mich gesucht?" fragte er liebevoll. 
Unbemerkt von Rachel, Derek und Julien, jedoch nicht von den Seraphim erschien Lucifer. "Schön, dass die Familie jetzt wieder komplett ist. Herzlich willkommen zuhause, ihr zwei." Kat lächelte ihn fröhlich an und schloss ihn in die Arme. "Danke, Onkel Belial - es ist auch schön dich zu sehen und ja, jetzt wo du da bist ist die Familie komplett." Sichtlich gerührt erwiderte er die Umarmung. "Das sind meine Mädchen, was?" fragte er und sah seine kleine Patentochter an die kicherte als er sie leicht kitzelte. "Lufi!" rief sie begeistert und gleich schloss ihr Bruder sich an. "Lufi?" fragte Metatron verblüfft. "Na komm! Für vier Monate alte Babys finde ich das schon ziemlich gut! Lucifer ist noch viel zu schwierig! Auch wenn Gabriel, Raphael und ich recht förderlich auf die Entwicklung einwirken!" beschwerte der Höllenfürst sich. "So war das gar nicht gemeint. Ich finde es toll. Niemand von uns hätte gedacht, dass du so ein Familientyp bist." Belial schnaubte. "Und ich hätte nicht gedacht, dass du es schaffst mal nett zu sein!"
Als Katherine und Julien, gefolgt von Metatron am nächsten Tag durch das Portal traten führte sie ihr Weg erst in die Küche, dort begrüßten sie voller Freude die beiden Hexen im Boulevard Haussmann die gerade dabei waren das Essen vorzubereiten. Kat setzte sich neben Lucifer und lächelte ihn freundlich an. Dieser erwiderte ihr Lächeln und trank einen Schluck aus seiner Kaffeetasse. "Hallo Julien, freut mich dich auch zu sehen. Metatron." nickte er dem Seraph zu, wieder an Kat gewandt sagte er. "Wo hast du denn Seraphiel gelassen, Käthchen?" Jetzt grinste sie. "Wir haben uns jetzt mit Seraphiel und Metatron geeinigt, dass es nicht notwendig ist dass sie 24 Stunden täglich beide - noch dazu die ganze Zeit auch sichtbar um uns sind, sondern auch zwischendrin unsichtbare Schutzengel sein können. Und wenn wir uns hier im Boulevard aufhalten - mit dir und unter deinem Schutz wäre es auch nicht zwingend notwendig, dass drei Seraphim ihre - immerhin mehr als zwei Augen - auf mich werfen - meinte Seraphiel. Da du mich auch beschützen kannst müsse er dir nicht auch noch zusätzlich auf die Nerven gehen." 
Er blickte etwas misstrauisch zu Metatron, der jedoch nickte. "Glaub es ruhig! Wir, also... Seraphiel, Michael, ich und unser Himmlischer Vater sind darin übereingekommen, dass du ebenfalls sehr gut auf Katherine und Julien aufpassen kannst. Das hast du in der Vergangenheit bereits bewiesen, deshalb müssen wir nicht ständig beide körperlich anwesend sein. Wenn Katherine und Julien zusammen sind, reicht einer von uns. Wobei wir in Zukunft dennoch öfter hier oder in San Francisco sein werden um Zeit mit Katherine und Julien zu verbringen." Lucifer seufzte. "Das habe ich befürchtet! Und vermutlich kommt Michael jetzt auch öfter vorbei als bisher und es wimmelt hier dann nur so von Engeln." Um Metatrons Mundwinkel zuckte es. "Angst, dass diese Hütte etwas Glanz bekommen könnte?" Lucifer schnaubte. "Als ob! Aber heute hat der "Wachdienst" also dann dich erwischt, oder wie soll ich das verstehen?" 
Metatron schüttelte den Kopf. "Und was machst du dann eigentlich jetzt hier, wenn nicht? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Seraphiel sich drückt oder Angst vor mir hat." "Selbstverständlich nicht. Ich begleite Julien zu seinem Onkel, während Katherine bei dir Zauberunterricht erhält." "Ich habe ihn gebeten mitzukommen, ich möchte Onkel Pierre meinen neuen Schutzengel vorstellen." erklärte Julien. "Richte deinem Onkel Grüße aus von mir." Julien nickte. Samyaza betrat die Küche. "Hallo Kat, Julien ich bin ..." dann brach er jedoch ab und erstarrte. "Samyaza?" fragte Kat überrascht. "Er sieht es Käthchen, dass ihr jetzt auch Schutzengel seid." erklärte Belial seiner Patentochter in Gedanken. "Und er sieht, dass ihr beide ihm über seid, wenn es darauf ankommt. Zwar nicht wie sehr sogar, aber er spürt eure Nähe zu unserem Himmlischen Vater." fügte Metatron hinzu. "Das... ist... ich... kann ich dich sprechen Lucifer?" stammelte Samyaza fast. Belial lächelte ihn aufmunternd an. "In meinem Arbeitszimmer. Ich bin gleich da." Metatron grinste fast zufrieden. Der Höllenfürst sah ihn finster an. Metatron legte eine Hand auf Juliens Schulter und verschwand mit seinem Schützling. 
"Käthchen, lass dir doch von Mathilde einen leckeren Tee machen, ich sollte kurz mit Samyaza reden. Ich hole dich dann, zum Lernen, sobald wir fertig sind." Er verließ die Küche und folgte seinem Freund und Gefolgsmann in sein Arbeitszimmer, setzte sich dort auf seinen Stuhl, während Samyaza seinen Herrn wütend anstarrte. "Was hat das zu bedeuten? Warum sind Kat und Julien jetzt Engel? Wie konntest du das zulassen?" schrie er den Fürst der Finsternis ganz offensichtlich zutiefst geschockt und voller Zorn an. "Samyaza! Reiß dich zusammen! Auch wenn du für mich mehr Freund als Untergebener bist, lasse ich mich von dir nicht so anschreien! Komm erst mal runter und setzt dich!" befahl er streng.
Samyaza tat was sein Chef sagte und atmete ein paar Mal tief ein um etwas zur Ruhe zu kommen, dann nicke er und sprach wesentlich ruhiger: "Chef... ich... es tut mir leid, aber ich war nur so erschrocken als ich erkannte, dass die beiden jetzt auch Engel sind in gewisser Weise - und wenn sie als Engel handeln... Ich denke, ich habe mich nicht verguckt, die zwei sind... also zumindest Katherine ist jetzt eher deine Kragenweite! Und ich freute mich neben dem einen himmlischen Paten zwei menschliche zu haben, die auf meiner Seite sein würden. Stattdessen drückt der Himmel mir hintenrum jetzt drei Engel rein!" erklärte er immer noch etwas geschockt. "Na du wirst doch keine Angst vor Kat und Julien haben." sagte er etwas belustigt, dann wurde er jedoch ernst.
"Kat hatte sich in ihrer Wut losgesagt von unserem Himmlischen Vater und ich hätte sie in der Hölle willkommen heißen müssen - was ich nicht wollte. Ich musste sie mit Seraphiel allein lassen, damit sie sich wieder zum Himmel bekennt und dachte an sich dass das ohne großes TamTam über die Bühne gehen würde. Aber nein - sie haben auf einer erneuten Taufe bestanden, mit der Begründung sie habe ihre Taufe und die Kommunion nichtig gemacht indem sie ihrem freien Willen Ausdruck gegeben habe. Dieses Ritual - noch dazu in der Himmlischen Kathedrale - fand gestern mit läuterndem Feuer statt und die haben - was mich betrifft - keinesfalls fair gespielt! Jede Seite hat vier Paten gestellt, Paymon, Satanael und Gadreel waren meine Wahl - neben mir. Aber statt mir eine Chance zu geben... Weißt du wen sie mir gestern bei Käthchens Taufe aufgedrückt haben?" fragte er seinen Diener fast bitter. 
Samyaza schluckte, schüttelte jedoch den Kopf. "Neben Seraphiel, Kerubiel und Hagiel ist auch noch Michael einer ihrer himmlischen Paten. Also sei du mal ganz still mit deinen drei Engelchen. Die mächtigeren habe eindeutig ich am Hals. Und Metatron nicht zu vergessen, der wegen Julien jetzt auch öfter hier rumhängt, sozusagen drei Seraphim und ein Cherubim und Katherine-Lucia ist - was du gar nicht wirklich wahrgenommen hast - ebenfalls eine Seraph! Und ja, Julien ist ein Dynameis! Aber die beiden kennen und mögen dich! Michael und Metatron würden mir dagegen am Liebsten den Hals umdrehen, Seraphiel ist sich offenbar noch nicht sicher, aber zumindest - vielleicht durch Kats Einfluss - zurückhaltender. Und immerhin sind sie himmlischerseits auf Hamaliel als Samanthas Paten "zurückgegangen". Der ist zwar auch mächtig, aber jemand der halbwegs mit dir auf Augenhöhe ist! Hagiel soll Kats Lehrer sein, wenn sie Hilfe hier auf der Erde als Mensch braucht!" entgegnete ihm Lucifer ärgerlich. "Ich bin also garantiert auch nicht gerade begeistert wie du dir sicherlich vorstellen kannst, aber ich kann da nichts machen. Du weißt genau dass auch ich mich dem Willen des Himmlischen Vaters fügen muss. Wir müssen uns damit abfinden, Samyaza, auch wenn es schwerfällt." 
Samyaza schwieg ehe er etwas darauf sagte. "Das sind mir mittlerweile eindeutig zu viele Engel! Na ja, ich gehe dann mal wieder zu Alex und Nick um mit ihnen und Hamaliel weiter bei der Zimmergestaltung zu helfen, das lenkt mich vielleicht von meinen finsteren Gedanken ab. "Na wenigstens, hast du nicht die mächtigsten Engel vorgesetzt bekommen so wie ich." Lucifer lachte bitter. "Samyaza wenn du gehst, dann sag doch Käthchen bitte, dass ich sie erwarte." bat er ihn freundlich. Er nickte. "Mach ich, Chef!" 
Kurze Zeit später betrat Kat das Zimmer. Sie schloss die Tür, setzte sich auf den Stuhl,  ihrem Patenonkel gegenüber an seinen Schreibtisch und legte das Grimoire, das sie schon gerufen hatte vor sich auf den Tisch. "Du siehst aus, als könntest du mal wieder eine Ablenkung gebrauchen Onkel Belial." Er sah sie fragend an. "Zugegeben du gibst dich recht cool, aber die gestrigen Geschehnisse nehmen dich mehr mit als du mir gegenüber zugibst. Ich merke das Onkel Belial, du kannst mir nichts mehr vormachen." stellte sie etwas traurig fest. "Was erwartest du denn wenn man mir innerhalb kürzester Zeit ein paar der momentan mächtigsten Engel vor die Nase setzt." seufzte er. "Mmmh, Michael scheint aber doch gar nicht so schlimm zu sein, er hat dich gestern immerhin als einen von ihnen bezeichnet." "In gewisser Weise Käthchen... aber dennoch genieße ich ihn wie alle anderen Engel mit Vorsicht. Und du kannst durchaus sagen "von uns" - denn falls es dir entgangen sein sollte: Wir haben beide drei Flügelpaare, Käthchen... Du seit gestern auch." 
Sie lächelte ihn etwas bedrückt an. "Ja, aber irgendwie ist das... du bist der erste und wahrscheinlich auch immer noch irgendwie mächtigste Seraph, aber darum geht es nicht." murmelte sie. "Das ist mir klar, also: Was willst du Käthchen?" Sie sah ihren Patenonkel überrascht an. Er lächelte. "Sei nicht so überrascht, auch ich kenne dich mittlerweile gut genug um auch ohne Magie zu wissen, dass du etwas willst, wenn du mich so ansiehst." Sie atmete tief ein. "Also da ich mit Seraphiel... ich meine... " "Ich weiß was du sagen willst, also komm bitte zur Sache, denn wir haben noch zu lernen!" unterbrach er sie etwas barsch. "Ich wollte dich bitten mit Seraphiel und mir in die Universal Studios zu gehen. Ich hoffe... ihr könntet... vielleicht ... also, ihr könntet mir zu Liebe Frieden schließen und mit Metatron auch und..." Lucifer stöhnte auf und rieb sich mit der Hand kurz über die Augen. "Ich habe befürchtet dass du irgendwann so einen Wunsch äußern wirst, hatte allerdings nicht so schnell damit gerechnet. Ich überleg es mir. Jetzt aber an die Arbeit , Käthchen-Lucia." zwinkerte er ihr liebevoll zu. "Wir haben mittlerweile durch das Ritual für deinen Vater und all die anderen Vorfälle viel Zeit verloren. Öffne das Buch Seite 1110 - mit Magie - wie ich es dir gezeigt habe." befahl er als Lehrer. 
Kat wusste nicht, was ihr Lehrer damit bezweckte. Er beobachtete sie sehr genau, das merkte sie. Es gelang ihr mit Leichtigkeit - schließlich war das Grimoire ein Teil von ihr. "Du hast geglaubt, die Veränderung... das was sie mit mir gemacht haben... hätte die Verbindung gelöst?" fragte sie. Er nickte überrascht. "Onkel Belial... darf ich dich etwas fragen?" Er lächelte. "Aber natürlich, das weißt du doch." Sie sah verlegen auf die Seiten des Grimoire - auf der einen Seite stand, wie sie wusste, der neue, sehr "hellgraue" Zauber mit dem ihre Eltern Yaotl endgültig gebannt hatten. "Du... oder besser Samyaza, Gadreel und Armaros sind... sie haben Kinder mit sterblichen Frauen bekommen und... ich meine... ich weiß, dass Julien ein... ein Dynameis ist und wenn Michael ihn gestern nicht geschützt hätte, dann hätte mein Licht ihm geschadet. Aber von uns wird erwartet, dass wir Kinder... Onkel Belial... was werden Juliens und meine Kinder sein?" fragte sie beklommen. 
Ihr Nennonkel lächelte. "Käthchen, mach dir keine Sorgen, denn hier seid ihr normale Menschen, zugegeben, mit ein paar Extrafähigkeiten. Zu Seraphe und Dynameis werdet ihr nur, wenn ihr in den Dienst gerufen werdet - oder endgültig am Ende eures sterblichen Lebens. Ihr werdet Kinder haben die ebenfalls ein wenig speziell sind, Kinder die ihre Schutzengel sehen werden, Kinder die sich um einiges schneller entwickeln - wie deine Geschwister, die bereits jeden erkennen und begrüßen - mich übrigens sehr viel erfreuter als Gabriel und Raphael." Er grinste. "Und du weißt selber, dass deine kleine Schwester ihren "Ersatzschutzengel Fienchen" wie Seraphiel dich immer nennt - so wie ich Käthchen zu dir sage - abgöttisch liebt. Ihr übt bei deinen Geschwistern das, was ihr bei euren Kindern und Kindeskindern fortführen werdet." Erleichtert atmete Kat auf. "Du hast Angst gehabt, dass eure Kinder Engel sind und der Verdammnis anheim fallen weil sie sterbliche Freundinnen und Freunde haben werden?" fragte Belial sanft. Kat nicke. "Das hätten die da oben euch echt erklären können. Ich glaube, ich muss mal ein ernstes Wort mit M&M reden!" Kat grinste. "M&M? So nennst du Michael und Metatron?" 
Ihr Nennonkel lächelte finster. "Das ist momentan wirklich das Netteste, was ich erübrigen kann. Aber zurück zum Zauberunterricht. Da du noch mit dem Grimoire verbunden bist, was ich allenfalls hoffen konnte, hast du die Zauber - sämtliche dunkle Magie - immer noch gespeichert. Eigentlich geht es jetzt nur darum, dass du von mir lernen sollst die Zauber "weiß zu waschen", sozusagen." Er seufzte. "Am Ende ist mein schönes Grimoire wohl wirklich das Zauberbuch einer guten Fee..." "Stört es dich?" Belial lächelte belustigt. "Ja und nein. Aber wenn es unter dir zu dem einer guten Fee wird... Ich verlasse mich darauf, dass du mich zum Patenonkel deiner Kinder machst und deine Kinder werden sicher neutraler sein und auch hier und da finsterer als es ihrer Mama lieb ist." Kat biss sich auf die Lippen. "Natürlich wirst du Patenonkel - irgendwann... aber... dir ist schon klar, dass du als "Gegenpaten" immer jemanden haben wirst wie Metatron, Seraphiel oder Michael, nicht wahr?" "Na komm, bei dir musste ich mit Michael, Seraphiel, Hagiel und Kerubiel schon vier Kröten schlucken - und eine halbe sozusagen weil Metatron Juliens Schutzengel ist, aber ich bin dein ältester Nennonkel und ältester Pate und zudem auch dein Wunschonkel - also mit einem von diesen "Schwergewichten" werde ich sicher fertig, wenn du die anderen beschäftigt hältst..." Belial grinste. 
Kat musste lachen. "Ich habe dich lieb, Onkel Belial." 
Er lächelte. Ich dich auch, Käthchen!" flüsterte er. In normaler Lautstärke befahl er dann jedoch: "Aber jetzt an die Arbeit. Ich möchte, dass wir mit dem Zauberspruch auf Seite 309 weitermachen, fang du bitte an ihn zu verändern, ich will sehen was du bisher gelernt hast als wir gemeinsam an dem Bannritual gearbeitet haben." 
Währenddessen standen Alex und Nick zusammen mit Samyaza und Hamaliel in ihrem Haus im Quartier Latin im Kinderzimmer. "Also ehrlich gesagt - ich finde es vom Grundgedanken ja nett, dass Hagiel helfen wollte, aber sein Geschmack ist grässlich." murmelte Alex. "Stimmt. Ich fände eine Mitternachtsszene mit einem Vampirschloss und einem riesigen Fledermausmobile wesentlich besser." murmelte Samyaza und mit einer Handbewegung war das Zimmer in Dunkelblau und mit düsteren Schattengestalten inklusive Spukschloss und einem Vampir mit bluttriefenden Reißzähnen gestaltet. Über einer schwarzen massiven Wiege schwebten Fledermäuse. "Ähm... Samyaza... an sich ist die Idee gut, aber die Ausführung ist... zu heftig..." flüsterte Alex. "Da muss ich zustimmen, Alter..." meinte Nick sichtlich erschauernd. 
Hamaliel räusperte sich leise. Bisher hatten die Boyles ihn versucht geflissentlich zu ignorieren. Sichtlich genervt wandte Alex sich im jetzt zu. "Ja? Was bieten Sie jetzt an? Wölkchen und kleine Engelchen die zwischen den Wolken schweben? Die superkitschige Variante von dem was Hagiel hier angerichtet hat?" fragte sie ungnädig. Hamaliel blieb jedoch sehr ruhig und lächelte. "Was würde das eurer Samantha bringen, Alexandra? Ich bin ein Dynameis wie du weißt und kann die Naturkräfte manipulieren. An sich muss ich dazu zwar... also ich darf es an sich nur zum Ruhme unseres Herrn, aber... ich bin sicher, er hat nichts dagegen, wenn ich meinem zukünftigen Patenkind als Zimmerdekoration etwas... spezielleres biete, zumal Samantha ja wissen wird, wer ihre Paten sind..." Alex runzelte die Stirn. "Was meinen Sie jetzt damit?"
"Ich könnte das Zimmer jeden Tag neu gestalten - Samantha könnte auf einer Waldlichtung einschlafen, von Grillenzirpen in den Schlaf gewiegt und am nächsten Morgen im Schatten der Pyramiden aufwachen. Oder ihr bevorzugt es vielleicht an die Jahreszeit angepasst. Im Winter könnte ich es in eine wunderschöne Winterlandschaft verzaubern - natürlich eine in der Samantha nicht friert. Im Frühling könnte es eine duftende Blumenwiese sein und so weiter. Über ihr könnte jeden Abend ein anderer Sternenhimmel schweben - mal der südliche, mal der nördliche oder das Farbspiel von Aurora Borealis oder Australis könnte sich über ihr entfalten." erklärte der Engel. 
"Das klingt ja toll!" rief Alex begeistert "Und das geht so einfach?" Hamaliel lächelte. "Für jemanden wie mich ist das kein Problem... Also wenn ihr beide einverstanden seid..."  Nick nickte zustimmend. "Finde ich gut, klingt auch lehrreich." "Na dann wäre die Zimmergestaltung ja schon geklärt und wir, beziehungsweise ihr habt keine Arbeit damit. Und ich werde dann hier wohl auch nicht mehr gebraucht." maulte Samyaza zutiefst beleidigt. "Samyaza? Ich brauche dich sehr wohl. Du bist mein Freund und ich möchte dich ganz einfach dabei haben. Und außerdem brauchen wir ja noch Möbel und da wüsste ich auch ganz gern was dir gefallen würde." rief Alex ihn zurück als er verschwinden wollte. Sie schenkte ihm ein freundschaftliches Lächeln. Der Dämon erwiderte das Lächeln, Alex und Nick merkten aber, dass ihn etwas beschäftigte seit er wieder zurückgekommen war. 
"Also ihr drei - was darf es denn sein? Immerhin wird Samantha bald kommen und es ist die Frage was sie dann willkommen heißen soll." "Also wissen Sie... ich glaube..." Hamaliel unterbrach Alex mit einem leisen Räuspern. "Bitte, ich weiß, dass ich a) nicht gerade ein Wunschpate bin, b) jemand der euch unbekannt ist und c) vielleicht auch durch die Kräfte die der Himmlische Vater mir gab, beziehungsweise weil er mich als Dynameis schuf unheimlich - aber könntet ihr mich wenigstens duzen?" fragte er leise. Alex und Nick sahen ihn überrascht an, nickten dann jedoch. Hamaliel lächelte dankbar und sah die anderen drei fragend an.
Sie entschieden sich für eine Winterlandschaft mit einem vereisten See auf einer kleinen Waldlichtung. Bei Tag sollte die Sonne auf den Schnee fallen und das Eis glitzern lassen und des Nachts sollte die kleine Samantha den Sternenhimmel erblicken wenn sich ihr Blick nach oben wandte, ab und zu würden Nord- oder Südlichter am Himmel spielen.
"Na dann hole ich mal die Genehmigung für die Kräftemanipulation ein und  mache ich mich dann an die Arbeit, mit der Decken- und Wandgestaltung. Das dauert für mich ja nicht allzu lange das zu gestalten und überlasse Euch drei den Rest. Ich lasse mich überraschen welche Möbel ich in die Winterlandschaft einpassen muss." sagte Hamaliel mit einem Zwinkern und verschwand voller Tatendrang.
Nick und Alex wandten sich an Samyaza: "Was war denn los? Wir haben dich noch nie so ungehalten gesehen. Hast du wegen irgendetwas Ärger bekommen? Denn seit du zurück bist, wirkst du so  wütend und... geschockt oder gekränkt?" fragte Alex ihren höllischen Freund. "Nein Ärger habe ich nicht bekommen, nur ganz kurz weil ich ihn angeschrien habe und er ohne hin schon wütend zurückkam. 
"Wen angeschrien und wer kam von wo?" hakte Nick nach. "Ich habe Lucifer angeschrien und dafür hat er mich zurechtgewiesen. Und er kam von dieser verdammten Taufe, ihm wurden vier der mächtigsten Engel aufs Auge gedrückt!" 
"Von was redest du denn, welche Taufe?" fragte Alex ungläubig. Samyaza lachte bitter. "Ihr wisst das noch gar nicht? Kat hatte sich offensichtlich aus Wut von Gott losgesagt weil ihr verdammter Schutzengel ihr auf den Senkel gegangen ist. Das haben die da oben wohl richtig übel ernst genommen und dann haben sie das arme Ding offenbar zwangsindoktriniert und anschließend wurde sie wieder neu getauft und hat von himmlischer Seite aus Seraphiel, Kerubiel, Hagiel und Michael als Paten und Mentoren bekommen als Gegenparts zu Lucifer, Gadreel, König Paymon, und Santanael. Jetzt ist Lucifer natürlich auch sauer und etwas verletzt und Metatron ist ja auch noch da." 
Alex und Nick starrten ihren Freund ungläubig an. "Und was macht dich dann so wütend, doch nicht dass Belial so viele mächtige Engel als Gegenpart aufgedrückt bekommen hat?" hakte Alex nach. Er schüttelte den Kopf. "Nein, was mich sauer macht ist, dass ich bei der Taufe jetzt drei Engel auf die Backe gedrückt bekomme." Alex und Nick wirkten immer verwirrter. "Wieso das denn? Ich weiß nur von Hamaliel und dann nehmen wir doch Katherine und Julien." Er sah die beiden finster an. Kat und Julien sind jetzt Engel! Kat ist eine Seraph, genau wie Seraphiel, Metatron, Michael und auch Lucifer! Das heißt sie gehört jetzt zu den mächtigsten Engeln die es gibt. Julien ist ein Dynameis, also Hamaliels Kaliber." Er lachte bitter auf. "Auch nicht zu verachten, oder? Nett was?" murmelte er immer noch wütend.  Alex und Nick hatte es die Sprache verschlagen. "Kat ist was? Und Julien? Ach du heilige Sch...ande." stieß Nick aus. "Und das hat Belial einfach so zugelassen?" fragte Alex. "Ts! Glaubt ihr er hatte eine Wahl? Der Himmel hat absolut unfair gespielt! Wenn er Kat nur einmal schief ansieht wird er nicht nur sie gegen sich aufbringen, sondern auch Michael, Metatron und Seraphiel gegen sich haben! Und Kerubiel ist einer der Fürsten der Cherubim - also wird auch Gabriel sich gegen Lucifer stellen müssen und Michael ist der Chef der Dynameis - obwohl er ein Seraph ist... Wenn ihr die beiden also zu Paten von Samantha macht... Die zwei brauchen sich nur mit Hamaliel zusammen zu tun - wobei Kat sich nur in ihre neue Gestalt verwandeln muss und ich bin Asche!"  murmelte der gefallene Engel.
Als sie sich wieder gefasst hatten redeten sie mit Samyaza. "Also Kat würde das nicht machen - dazu mag sie Belial viel zu gern und das müssen die gewusst haben und wissen. Außerdem weiß sie, dass ich dich schätze und notfalls sage ich ihr die Meinung und jetzt ist erstmal Schluss mit dem Thema!" Nick klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter und dann versuchten die beiden Menschen ihren dämonischen Freund auf andere Gedanken zu bringen. 
"Also überlasst ihr Hamaliel die Wandgestaltung und ich darf mich als Möbeldesigner versuchen?" fragte Samyaza sichtlich begeistert. Die beiden werdenden Eltern nickte. "Also gut, was braucht meine kleine Patentochter?" fragte der Dämon aufgeregt.  "Na - ein Bettchen... irgendwas zum Schlafen zunächst mal." Samyaza lächelte und bewegte fast anmutig die Hände. Einen Augenblick später stand eine Holzwiege da über die sich ein hauchzarter schwarzer Schleier als Himmel legte. Am Fußende war ein Schaukelstuhl mit der Wiege verbunden. Alex lächelte und seufzte zugleich. "Gefällt es dir nicht?" fragte Samyaza besorgt. "Das Möbelstück an sich finde ich toll, aber... für das Winterthema für das wir uns entschieden haben ist das farblich nicht so passend." Sie entschieden sich schließlich für weiße Holzmöbel mit grauer Maserung. 
"Dürfen wir helfen?" fragte plötzlich Julien hinter ihnen. Überrascht drehten Alex und Nick sich um und erblickten den jungen Theologiestudenten, Kat und Belial und einen ihnen unbekannten gutaussehenden Mann. Sie wussten augenblicklich, dass sie einen der beiden Schutzengel von Kat und Julien vor sich hatten. "Hamaliel sagte was von Winterthema." meinte der Höllenfürst. "Das wäre für mich eher heller in den Textilien..." murmelte Kat. Alex wich zurück. "Dann stimmt das also? Ihr seid... seid jetzt wirklich..." Julien lächelte. "Ja, aber nur wenn wir gerufen werden - zumindest ich. Wie genau das bei Kat ist weiß ich nicht so genau." "Genau so wie bei dir - zumindest wenn ich "Si" und "Lufi" richtig verstanden habe." Sie grinste den Schutzengel und Belial an. Die beiden lachten. Der Engel kam auf Alex und Nick zu. "Seraphiel, Fienchens Aufpasser. Für Christina-Luciana und Lucas-Lucian momentan noch "Si" - und den "Lufi" kennt ihr." meinte er mit einem Nicken in Belials Richtung. Verwirrt schüttelte Alex die ihr hingehaltene Hand und unterdrückte ein Kichern. "Lufi?" fragte sie an den Höllenfürsten gewandt. "Ja, für meine beiden kleinen Sonnenscheine und nur für die!" knurrte der gespielt verärgert.
"Samyaza - darf ich ein wenig korrigieren? Wobei: Kompliment! Die Wiege gefällt mir! Sowas möchte ich auch haben wenn es in einigen Jahren bei Kat und mir soweit ist! Also wenn es an das Möbeldesign geht werde ich mich an dich wenden - nur mit dem Themenbezug... da würde ich wohl mitreden wollen." Samyaza lächelte ein wenig scheu. "Na, dann mach mal..." meinte er. Julien nickte. Der Himmel der Wiege wurde weiß und kleine silberne Schneekristalle tauchten darauf auf. Julien trat ins Zimmer und blickte nachdenklich auf die Fenster. Immer noch waren die bunten Motivfenster in den Fensterrahmen die Hagiel entworfen hatte. 
Seraphiel und Kat folgten Julien. "Das tut ja in den Augen weh!" stöhnte Kat. Ihr Schutzengel seufzte. "Dafür hat er echt einen Tritt verdient! Wie kann er sowas ohne Absprache und Genehmigung machen!" "Wieso ohne Genehmigung? Er musste dafür doch nicht die Naturgesetze manipulieren wie Hamaliel das vor hat?" fragte Alex verwirrt. Bevor jedoch Seraphiel antworten konnte tat es Belial: "Er hat vorgegriffen, Alex; das mittlere Fenster zeigt Samantha in etwa sechs Jahren und dafür hätte er die Genehmigung einholen müssen." "Oh..." murmelte Alex und schmiegte sich an Nick. Beide sahen einen Augenblick auf das Fenster. "Sie wird wunderschön sein, unser kleines Wunder..." murmelte der werdende Vater stolz. Alex konnte nur nicken. "Achtung... ich ändere jetzt die Fenster!" rief Julien und konzentrierte sich.
Gleich darauf wurden die Scheiben wieder klar um sich sekundenbruchteile darauf zu teilen und in verschiedenen Milchglasstufen entstand im unteren Ende eine sanfte Hügellandschaft, während auf dem noch klaren Glas im oberen Teil kleine silberne Schneekristalle und kleine funkelnde Steinchen erschienen, im gleichen Moment wie rechts und links von den Fenstern Gardinen aus dem gleichen Stoff zu Boden schwebten der auch die Wiege schmückte. Den Boden bedeckte ein flauschig weicher weißer Teppich. "Denke, den Rest überlasse ich meinem Vorgesetzen und euch." meinte Julien grinsend. Kat lächelte. Sie murmelte leise einen Zauber. Seraphiel erschauerte sichtlich, doch pfiff im nächsten Moment anerkennend: über der Wiege schwebte ein Mobile aus kleinen Kristallschneeflocken und kleinen kristallenen Schneeelfen, grazil und fein als wären sie aus purem blitzemden Eis.
Hamaliel tauchte wieder auf. "Ich habe das Okay bekommen. Samantha kriegt ihr stetig wechselndes Zimmer!" rief er begeistert und sah sich dann überrascht um. "Hey, tolle Einrichtung! Die passt prima zu dem "Begrüßungsthema" Winter was wir ausgesucht haben und man kann das wunderbar anpassen, auch das Fenster... Wenn wir vielleicht die anderen Jahreszeiten nehmen - irgendwann - dann können die Hügel grün werden und im Herbst werden die Schneeflocken zu bunten Blättern." Alex lächelte. "Hört sich zwar mit den Fenstern nicht so optimal für mich an, aber... ich sehe ja ein, dass die Winterfenster zu den anderen Jahreszeiten nicht so passen und der Blick auf die Straße für ein Kind etwas ernüchternd ist, also okay." 
Nick räusperte sich. "Also... Hamaliel... da ist noch was... Alex und ich haben uns darüber unterhalten und..." Überrascht sah der Engel die beiden an. In seinem Antlitz konnten alle gemischte Gefühle ablesen. "Ist irgendwas nicht in Ordnung? Wenn ihr das "Stimmungszimmer" für Samantha nicht wollt ist das völlig okay für mich, ihr müsst das nur sagen, ehrlich! Auch wenn euch Samyazas Vorschlag mit dem... na ja... Spukzimmer besser gefiel. Ich bin darüber nicht ungehalten, wirklich... Ich..." 
"Hamaliel, darum geht es nicht! Ganz im Gegenteil!" beruhigte Alex ihn mit einem Lächeln. "Du weißt doch, dass wir Samantha als Namen gewählt haben weil wir sie nicht Samyazae oder so nennen wollten, also Samyaza zu Ehren sozusagen und..." sie blickte zu Kat und Julien... "Samantha-Julienne-Catherine hatten wir an sich schon angedacht, da wir... na ja... wir wollten Julien und Kat halt auch fragen, wegen Paten werden..." Hamaliel nickte abwartend. "Du bist - im Gegensatz zu Hagiel - nicht aufdringlich gewesen, hast dich nicht aufgedrängt, sondern hast vor zwei Wochen bei uns geklingelt und dich vorgestellt als wärst du ein ganz normaler Mensch. Das hat uns echt imponiert. Ich meine, wir haben natürlich gemerkt, dass du ab und zu unsichtbar bleibend vorbeigeschaut hast..." Hamaliel sah verlegen zu Boden. "Tut mir leid, aber ich wollte euch besser kennen..." "Hamaliel, bitte lass mich ausreden, okay?" unterbrach Nick ihn freundlich. "Um es kurz zu machen: Obwohl wir dich erst kurz kennen und dich als zukünftigen Paten für unsere Tochter "aufgedrückt" bekommen haben, bist du echt ein netter Kerl und wir wollten - wenn es dir recht ist - den Namen Amelie, dir zu Ehren - dranhängen." Sichtlich überrascht und erfreut sah Hamaliel die werdenden Eltern an. "Danke, das ist... eine unermessliche Freude für mich und ich weiß eigentlich gar nicht was ich sagen soll oder kann." Er umarmte Nick und Alex spontan. 
An den Wänden erschien eine nächtliche friedliche Winterlandschaft - in der zu Alex und Nicks Überraschung plötzlich ein lautloses Feuerwerk explodierte und bunte Lichter erhellten den Raum. Die anderen Engel und der Fürst der Finsternis beobachteten das stille Feuerwerk und lächelten, während sie dem Lichtspiel folgten.
Etwa einen Monat später: Es war der Tag vor Heilig Abend. Während Nick unterwegs war, weil er noch schnell ein paar Besorgungen und Termine vor den Feiertagen wahrnehmen musste, machten Kat und Julien mit Samyaza und Hamaliel einen Einkaufsbummel durch Paris um letzte Geschenke und noch ein paar Kleinigkeiten für Samanthas Zimmer zu besorgen. Kat wollte ihrem zukünftigen Patenkind unbedingt noch etwas Schönes zur Geburt kaufen. Alex sah auf die Uhr. "Schon 14 Uhr?" dachte sie. Sie stand auf zog sich den Morgenmantel über und stapfte in die Küche, des Boulevard Haussmann. 
Sie hatten beschlossen diese Nacht hier zu schlafen, da Nick nicht wollte dass seine Frau so kurz vor der Geburt noch alleine war und sie ohne hin vorhatten im Boulevard auch zusammen mit der Familie Rayne und ihren himmlischen und dämonischen Freunden und Bekannten gemeinsam Weihnachten zu feiern. Sie wunderte sich dass Mathilda und Selvaggia nicht da waren. Sie nahm sich eine Tasse des gekochten Tees der auf dem Küchentisch stand. Sie klopfte an die Tür von Lucifers Arbeitszimmer. "Ja?" "Hallo Belial. Bist nur du da? Ich war gerade in der Küche und ... "Ja, sie sind einkaufen um uns morgen ein wahres Festmahl zu bereiten zu können, wie Mathilde sich ausdrückte, bevor sie gingen." lachte er. "Hast du gut geschlafen, Alexandra?" erkundigte er sich bei der hochschwangeren Afroamerikanerin. "Nicht wirklich, ich bin immer noch etwas müde." Sie stöhnte kurz auf und krümmte sich etwas vor Schmerz. "Alex?" fragte er etwas erschrocken. 
Sie verließ Lucifers Arbeitszimmer und eilte ins Bad. Als sie nach zwanzig Minuten immer noch im Bad war und da ihm nicht entgangen war, dass sie vorher etwas Schmerzen hatte, klopfte er an die Badezimmertür. "Alex? Ist alles in Ordnung?" Er hörte erst ein leises Stöhnen. "Nein." Kurze Stille. "Nicht schon wieder ich!" ging es ihm durch den Kopf. Er atmete einmal tief durch. "Darf ich rein kommen?" fragte er vorsichtig. "Ja." stöhnte Alex. Er betrat das Bad und sah sie: Sie saß am Boden, mit dem Rücken an die Wanne gelehnt. "Kannst du mir bitte hochhelfen ich... muss Nick anrufen, ich muss ins Krankenhaus meine Fruchtblase ist geplatzt und ich habe auch schon leichte Wehen." 
Er stützte die junge Frau bis in ihr Schlafzimmer, so dass sie sich etwas anziehen konnte. "Das ist nicht dein Ernst Alex? Ich hatte das schon mal und habe das damals eigentlich so gemeint als ich sagte, dass mir das einmal gereicht hat." lachte er etwas amüsiert. "Ich habe Nick erreicht er kann frühestens in zwei Stunden hier sein, er ist am anderen Ende von Paris. Ich muss aber so schnell wie möglich in die Klinik, da ich auch schon Wehen habe und diese immer schlimmer werden." erklärte sie dem höllischen Freund. Der erstarrte fast. "Belial!" rief sie als er nicht reagierte. "Jaaaa, ich habe nachgedacht, eigentlich könnten das jetzt Samyaza oder Hamaliel übernehmen..." meinte er mit einem finsteren Lächeln. "Na dann nehm ich Samyaza zum Händchenhalten." grinste sie und griff plötzlich nach seinem Arm. Sie begann zu atmen wie Rachel es im Kreißsaal gemacht hatte. Diese Szene weckte in ihm das Gefühl der Angst die er damals bei Rachel empfunden hatte. "Samyazaaaaaa!" rief der Höllenfürst. 
Der gefallene Engel erschien und begriff augenblicklich was los war. Er grinste gequält. "Na wie schön, Samantha wird ein kleines... ähm..." "Weihnachtsquengelchen?" fragte Belial spöttisch. Samyaza schnaubte. "Mein Patenkind? Sicher nicht. Wobei - Chef, könntest du Nick ins Krankenhaus schaffen oder schaffen lassen? Ich mache mich dann mit Alex auf den Weg."
"Klar mach ich." grinste der Fürst der Finsternis erleichtert. Er nahm sein Smartphone das er benutzte wenn er jemanden erreichen musste zu dem er keine magische Verbindung aufgebaut hatte oder menschlich wirken wollte, was er an sich in letzter Zeit bevorzugte. Er wählte Nicks Nummer. Am anderen Ende bekam er einen aufgeregten Nick in die Leitung. Vor lauter Ärger, dass die öffentlichen Verkehrsmittel nicht schneller kamen und so viel Verkehr war, dachte der gar nicht daran dass sein höllischer Freund am anderen Ende der Leitung auch mit Magie in Sekundenschnelle an die gewünschten Orte gelangen konnte. Belial musste etwas lauter werden, damit Nick aufhörte vor Aufregung zu schimpfen und reden. "Wo bist du? Ich bringe dich sofort ins Krankenhaus." Nick nannte ihm den Straßenname der auf dem Schild stand, und legte dann auf. Verdammt Nick!  rief Lucifer in Gedanken. Er zwinkerte sich in die genannte Straße und sah sich um. Es befanden sich viel zu viele Leute auf der Straße um ihn ohne genauere Angaben zu finden. Er rief ihn nochmal an. "Nick, die Straße ist verdammt lang. Wo genau bist du?" wollte er wissen. "Ähm... auf der anderen Straßenseite ist eine Pizzeria. "Domino's Pizza Marly le Roi" 
"Okay, ich bin gleich da!" Nick der total nervös war, zuckte leicht zusammen als Belial vor ihm erschien. "Na du bist lustig, legst einfach auf ohne weitere Angaben zu machen. Ich kann zwar viel, aber in Bezug auf dich muss ich gestehen: Hellsehen gehört nicht dazu." lachte er. Und fasste Nick auf die Schulter um ihn zu seiner Frau zu bringen. 
Lucifer fand einen sichtlich erleichterten Samyaza vor als Nick neben ihn trat. Schnell verließ er den Raum und überließ dem werdenden Vater das Feld. "Findest das wohl lustig was wie Alex mir gerade in die Arme gekrallt hat? Das tat richtig weh!" sagte er zu seinem Chef, der sich sein Grinsen nicht verkneifen konnte. "Ich weiß, meine Hände taten auch weh nachdem Rachel sie ständig gequetscht hatte." 
Samyaza überlegte kurz. "Ich glaube es wäre nur fair Hamaliel auch zu holen oder? Ich meine, dass er dann zumindest da ist wenn Samantha kommt." Lucifer nickte. "Aber er darf Kat und Julien nicht allein lassen. Waren Seraphiel oder Metatron nicht bei euch?"  "Nee, sie meinten da ein Engel und ich dabei bin könnten sie auch unsichtbar aufpassen. "Mmmh... ich kann mit einem der beiden Kontakt aufnehmen, da sie wie ich Seraphim sind. Ich habe zwar keine Lust zu aber... " Belial schloss die Augen und baute einen Kontakt zu Seraphiel auf. "Lucifer, was willst du? Ich bin mitten in einer Besprechung mit Gabriel und Raphael." antwortete er in Gedanken. "Sorry, kann ich ja nicht wissen. Alex bekommt ihr Baby und vielleicht möchte Hamaliel auch dabei sein. Nur dann wäre es von Vorteil wenn zumindest einer von euch beiden Kat und Julien begleiten würde." "Da gebe ich dir Recht, Lucifer. Ich danke dir für die Benachrichtigung und werde die frohe Botschaft gleich auch den anderen mitteilen. Wohin soll Hamaliel kommen?" antwortete Seraphiel ihm erfreut. "Sag im er soll ins Hospital Lariboisière in der 2 Rue Ambroise Paré gehen." 
Kurze Zeit später erschien Hamliel im Wartebereich vor dem Kreißsaal. "Und ist sie schon da?" fragte er sichtlich aufgeregt. Samyaza schüttelte den Kopf. "Der Arzt und die Hebamme sind schon seit einer Ewigkeit drin. "Hat das bei Rachel auch so lange gedauert?" meinte Samyaza. "Nicht wirklich. Beziehungsweise... es hat ewig gedauert bis endlich mal eine Hebamme und ein Arzt kamen. Wobei man mir versichert hat, dass die Zwillinge recht schnell kamen und keine Eile von Nöten war - mir kam es aber wie eine Ewigkeit vor und meine Händen, die Rachel gequetscht hatte, also ich war kurz davor sie mir eingipsen zu lassen, weil ich befürchtet hatte sie seinen unter ihrem Griff zu Staub zerbröselt." antwortete der Höllenfürst belustigt. Etwa zwanzig Minuten später erschienen Kat und Julien mit Metatron. "Katherine und Julien wollten unbedingt hierherkommen nachdem wir ihre Einkäufe im Legat abgeladen haben." erklärte der Erzengel. "Hast du wieder den mutigen Helfer gespielt oder es diesmal an Samyaza abgegeben?" erkundigte sich Metatron belustigt bei Lucifer. "Nur zu Anfang! Ich habe dann Nick hergebracht." 
"Wie lange dauert sowas denn?" fragte Hamaliel nach einer gefühlten Ewigkeit an Lucifer gerichtet. Der sah ihn verwirrt an. "Woher soll denn ich das wissen?" "Nun ja, ich habe gehört, dass du bei Rachel dabei warst." Er starrte den Engel immer noch an. "Schon, aber doch nur bis Derek kam, bis dahin dachte ich zwar die Zeit vergeht nie, aber ich glaube so lange wie es mir vorkam war es gar nicht. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen." "Aber Mum meinte sie sei unglaublich froh gewesen, dass du bei ihr geblieben bist bis Dad kam, obwohl du... wohl lieber gegangen wärst." lachte Kat. "Das war ich ihr schuldig Käthchen, wobei ich echt froh war als dein Stiefvater endlich kam." gab er zu. 
Samyaza nickte bestätigend. Kat warf kurz einen Blick auf die Uhr als sie von Babygeschrei geweckt wurde. Sie stupste ihren Freund an in dessen Arm sie eingeschlafen war. "Hey Julien, ich glaub sie ist da!" Sie sah sich suchend nach Belial und Samyaza um. Sie und Julien entdeckten die zwei Dämonen und drei Engel, Seraphiel war mittlerweile dazugekommen. Sie standen ein Stück entfernt, in einer offensichtlich sachlichen aber dennoch ruhigen Unterhaltung vertieft. "Habt ihr das auch gehört?" fragte sie aufgeregt. In dem Moment kam Nick heraus." Sie ist endlich da! Wollt ihr sie kurz sehen?" Sie bestätigten das mit einem Nicken. In etwa zehn Minuten in dem Zimmer." Er reichte ihnen einen Zettel, den Metatron entgegennahm, da er direkt vor Nick stand. "Ah, in Ordnung, Zimmer N-0-23. Das ist ein Einzelzimmer? Oder müssen wir dafür sorgen?" fragte der Seraph als er einen Blick darauf geworfen hatte und fragend Nick ansah. "Ähm... keine Ahnung?" Metatron nickte. "Wir kümmern uns darum." meinte er und scheuchte Nick zu Alex zurück. "Hamaliel - kümmerst du dich vielleicht mit Samyaza darum, dass Alexandra Boyle mit ihrer Tochter ungestört sein wird und unser Auftauchen und Verschwinden kein Aufsehen erregt, weil vielleicht noch andere Mütter in dem Zimmer sind?"
Samyaza warf einen Blick auf die Uhr in der Halle. "Doch ein kleines Christkind, unsere zukünftige Patentochter, Hamaliel." murmelte er und blickte erst den Engel an der sich ebenso Sorgen um Alex und Samantha gemacht hatte wie er selbst, dann seinen Chef, der grinste jedoch nur - ebenso wie die anwesenden Engel. Hamaliel nickte Metatron zu. "Selbstverständlich." meinte er, packte Samyaza am Arm und verschwand mit ihm. Einige Minuten später tauchten die beiden wieder auf. "Die Duchesse de la Grâce hat selbstmurmelnd ein Einzelzimmer! Auch wenn Nick wohl vergessen hat, wer er ist, Hamaliel und ich haben das kurz klargestellt und die neue Zimmernummer lautet N-01-01." berichtete Samyaza grinsend. Metatron dankte ihm mit einem Kopfnicken, dann wandte er sich an Julien. "Juliel - vielleicht möchtest du das Zimmer für Alexandra wohnlicher machen?" fragte er. Der junge Student erstarrte, dann grinste er. "Ich darf? Wirklich?" Der Seraph nickte. "Darf ich das mit Hamaliel und Samyaza zusammen machen?" fragte Julien - nun ganz Juliel, der Engel." "Wenn du das möchtest - und die beiden dir helfen wollen, natürlich." antwortete Metatron und sah die drei - die zwei Dynameis und den Dämon - abwartend an. Hamaliel grinste Samyaza an, nickte und meinte dann zu Juliel: "Dann lass uns mal in die Hände spucken, Küken." Er fasste den jüngeren Engel im gleichen Moment am Handgelenk als auch Samyaza ihm grinsend einen Arm um die Schulter legte und gemeinsam verschwanden die drei.
Als Alex in ihr Zimmer gebracht wurde, staunte sie nicht schlecht. Auch Nick erstarrte: Die Wände zeigte eine Landschaft im Spätfrühling. Kirschbäume verloren gerade ihre Blüten und die weißen Blütenblätter wirbelten munter durch die Luft. Leises Vogelgezwitscher erklang und - es war inzwischen dunkel - über die Decke zog sich das Farbenspiel der Polarlichter. Samantha starrte sichtlich fasziniert auf die bunten Lichtspiele über sich. Das medizinische Personal merkte davon offenbar nicht viel - was den frischgebackenen Eltern auch sehr recht war, denn sonst waren alle Zimmer des Krankenhauses sehr steril.
Seraphiel klopfte leise an die Tür. Auf Nicks "Herein!" betrat die kleine Gruppe das Zimmer. Die Kinderschwester wollte eingreifen, weil es - ihrer Meinung nach zu viele waren die da in den Raum wollten, doch Lucifer machte eine ungehaltene Handbewegung. Alex kannte diese - er wollte die Frau mit einem Zauber zum Schweigen bringen, doch da griff Metatron ein: "Friede sei mit dir, Monique, wir sind hier um ein neues Familienmitglied auf Erden willkommen zu heißen. Nichts wird geschehen, geh jetzt, wir werden über Alexandra und Samantha wachen für die Zeit die wir hier sind!" Mit einem seligen Lächeln verließ die Schwester das Zimmer. "Autsch... das war ja die volle Dröhnung..." murmelte Lucifer. Metatron warf ihm einen undefinierbaren Blick zu.
"Die ist ja so süß!"  meinte Katherine erfreut als sie sich über das Babybettchen beugte und das kleine Mädchen ansah. "Hallo Samantha-Amélie." flüsterte Hamaliel sichtlich ergriffen als er das kleine Wesen zu Gesicht bekam. Die Augen der kleinen Samantha waren aufmerksam - zu aufmerksam vielleicht schon, soviel fiel Kat auf. "Ja, natürlich..." flüsterte Belial in ihren Gedanken. "Alex hat sich mit Magie beschäftigt und das hat bei der kleinen Sam einiges beschleunigt, entwicklungstechnisch. Sie ist zwar genau zum errechneten Zeitpunkt gekommen, denn körperlich hat sie die Zeit gebraucht, aber geistig ist sie praktisch ebenso weit wie deine Geschwister - wobei das durch den Zaubertrank kam den ich deiner Mutter gegeben habe." Er lächelte ihr zu.
Samyaza beugte sich neben Hamaliel über die Wiege. "Na, mein Kandiszuckerstückchen?" gurrte er liebevoll. "Ja, schau, da sind der Onkel Hamaliel und der Onkel Samyaza die in Zukunft auf dich aufpassen werden! Du musst keine Angst haben!" Metatron und Seraphiel sahen verblüfft zu Lucifer, der ebenfalls überrascht eine Augenbraue hochzog. "Schnuller?" fragte Hamaliel Samyaza nachdenklich, der Dämon nickte und antwortete: "Du oder ich?" Ein Nicken und gleich darauf hatte die kleine Samantha einen Nuckel - unverkennbar ein Werk von Samyaza, da das Schild des Nuckels ein grinsendes süßes Teufelchen zeigte. "Spieluhr?" fragte Samyaza. Ein Nicken und sofort hatte das Babybettchen eine kleine Spieluhr - diesmal in Form eines Engels - also ein Werk von Hamaliel, der auch gleich an der Schnur zog worauf Mozarts "Kleine Nachtmusik" erklang.
"Seit wann sind die beiden ein Herz und eine Seele?" fragte Seraphiel belustigt an Alex gewandt. Die beobachtete die Szene allerdings ebenso überrascht und sprachlos. "Keine Ahnung - das sehe ich das erste Mal..." murmelte sie. "Was zum Kuscheln?" meinte Samyaza gerade. "Eins oder zwei?" lautete Hamaliels Gegenfrage. "Eins reicht, denke ich - aber von beiden." die Antwort von Samyaza. Gleich darauf lag eine weiche Stoffpuppe neben Samantha. Hamaliel hob sie prüfend hoch und die verblüffen Anwesenden sahen, dass sie von der einen Seite einen Engel und von der anderen Seite einen frech grinsenden Teufel darstellte. "Passt für mich - und was sagst du?" fragte Hamaliel. Samyaza nickte. "Gut gelungen. Gefällt mir." gleich darauf hatte Samantha ihre Puppe wieder im Kinderbettchen. "Was ist denn mit euch los?" fragte Lucifer. "Das ist ja direkt widerlich, Samyaza!"
"Pst! Keine schlimmen Worte vor der kleinen Sam! Die Süße soll sich kein Gossenvokabular angewöhnen!" sagte der Dämon energisch. "Bitte, Fürst Lucifer - was ist daran widerlich? Samyaza und ich haben vorhin nur beschlossen, dass wir uns vor unserem zukünftigen Patenkind nicht streiten werden - auch wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Wobei... irgendwie sind wir das ja offenbar gerade nicht." Er lächelte Samyaza zu, der zurückgrinste. "Ne oder? Passt gerade irgendwie. Ganz ehrlich, ich hätte nicht gedacht, dass du okay bist, Hamaliel!" 
"Wer von euch bleibt?" erkundigte Metatron sich. Beide gleichzeitig antworteten: "Ich!" und grinsten. Sie drehten sich unisono zu Alex um. "Ist es dir recht, wenn wir beide bleiben?" fragte Hamaliel leise. Die junge Mutter lachte leise. "Wenn ihr euch unsichtbar macht, ja. Ich brauche erstmal etwas Ruhe." "Soll ich dir einen von Tillys Tees holen?" erbot Hamaliel sich. 
Lautlos fragend flüsterte Seraphiel zu Lucifer gewandt: "Tilly? Er kennt inzwischen schon die Kosenamen der Köchinnen vom Boulevard?" Der Höllenfürst lachte leise. "Ich glaube, ich mag ihn." meinte er, dann verabschiedete er sich knapp mit der Ankündigung er werde Derek und Rachel benachrichtigen und verschwand. "Ich glaube, wir lassen Alex, Nick und Samantha jetzt mal mit "Onkel Sam und Onkel..." ähm... allein." murmelte Julien, nun wieder menschlich. "Könntet ihr Tilly und Sevi Bescheid sagen? Die beiden... na ja... die haben uns ja zum Weihnachtsessen eingeplant..." bat Nick. Seraphiel lachte leise. "Natürlich - wobei ich mir vorstellen könnte, dass die beiden das Essen kurzerhand hierher verlegen."
"Alex? Würdest du nicht eigentlich heute Nachmittag und am Abend gerne mit uns allen im Boulevard Haussmann Weihnachten feiern wollen?" fragte Hamaliel leise. "Das wäre schön, aber ich bin noch geschafft von der Geburt und Samantha muss in den nächsten Tagen erst noch gründlich untersucht werden ob sie wirklich ganz gesund ist." Er lächelte die frischgebackene Mama freundlich an. "Ich könnte mal anfragen ob das okay, wäre, denn schließlich können einige Engel auch heilen." Sie lächelte und Hamaliel löste sich auf.
Nach ca. zwanzig Minuten kam er mit Raphael und Sariel zurück. Die zwei Engel begrüßten Alex und Nick um dann die kleine Samantha zu begutachten, während Hamaliel berichtete.
"Unser himmlischer Vater hat auf Grund der Tatsache dass heute der Heilige Abend ist, seine Genehmigung gegeben, dass Sariel und Raphael Euch beide, heilen... beziehungsweise ihre Kräfte einsetzen dürfen dass ihr beide euch ausgeruht und gut fühlt um dann Weihnachten im Kreise der Familie und eurer Freunde feiern könnt." berichtete er. Alex umarmte Hamaliel dankbar. "Du kommst hoffentlich auch, oder? Und Fürst Sariel  ist natürlich auch herzlich eingeladen - bei Raphael weiß ich, dass er schon allein wegen Christina-Luciana da ist." Sie grinste. Hamaliel und Sariel sahen einander an, dann nickte der Seraph. "Ich werde vorbeischauen." Hamaliel grinste von einem Ohr zum anderen. "Klar - ich lasse Samantha-Amélie doch nicht allein!"
Im Boulevard Haussmann 13 war die Freude groß, als Nick und Alex mit der kleinen Samantha auf dem Arm in Begleitung von Samyaza, Hamaliel, Sariel und Rapahel auftauchten. Sie ließen sich das leckere Essen das Mathilde und Selvaggia zubereitet hatten schmecken. "Schön, dass ihr hier seid und mit uns feiern könnt." freute sich Rachel. "Und im Krankenhaus hättest du bestimmt nicht so ein phantastisches Weihnachtsmenü bekommen!" lachte Julien. Kat sah überrascht, dass Raphael und Sariel mit Mathilde diskutierten. Die Hexe war sichtlich verlegen, wirkte aber dennoch erfreut und nickte eifrig. Einige Minuten später stellte sie einen Tee vor Alex hin. Raphael legte eine Hand auf die Schulter der jungen Mutter. "Das ist ein Tee den Sariel und ich mit Mathilde abgesprochen haben, der wird dir helfen bei Kräften zu bleiben und optimale Leistungsfähigkeit zu halten! Drei- bis achtmal täglich eine Tasse!" Vorsichtig probierte Alex und riss überrascht die Augen auf. "Der ist ja richtig lecker!" rief sie erfreut. 
Nach dem Essen tauschten die Anwesenden Geschenke aus. Kat und Julien bekamen von ihren Schutzengeln zierliche Ketten mit wunderschönen Kreuzanhängern bekommen. Verlegen bedankten die beiden sich bei den Seraphim, denn sie hatten schließlich kein Geschenk. Metatron lächelte. "Ich sage das nicht nur für mich: aber ihr gebt uns eine ganze Menge, Kat und Julien. Und das Wichtigste ist wahrscheinlich etwas was unser Himmlischer Vater wollte: Wir lernen den Umgang mit Sterblichen und wir lernen auch mit Lucifer zu kooperieren, was ich nie für möglich gehalten hätte! Dafür haben wir zu danken." 
Harmonisch gingen die Weihnachtstage  zu Ende und im Boulevard Haussmann plante Mathilde mit Eifer schon das Silvestermenü. Lucifer nahm sie beiseite und überredete sie letztendlich zu einem kalten Buffet. Alex ließ - trotz der Hilfe der Engel - Samantha noch einmal von den Ärzten durchchecken. Natürlich war alles in bester Ordnung gewesen.
Es war der letzte Abend des Jahres. Lucifer, der Erzengel Michael und Derek standen auf dem Dach des Boulevard Haussmann - der Mensch sicher zwischen zwei der mächtigsten Wesen gehalten - und sahen schweigend über Paris. Erst nach einer ganzen Weile sagte Michael nachdenklich: "Das war ein ziemlich ereignisreiches Jahr - sowohl hier als auch in San Francisco..." Derek lächelte. "Ja, aber eins das ich nie würde missen wollen: Ich habe meine Familie, meine Kinder haben es mit ihren Paten an sich auch gut getroffen und ich bin Yaotl los." Lucifer räusperte sich: "Ich habe endlich Freunde die mir wie Familie sind - ganz wunderbare Freunde die mich nicht fürchten oder nur mögen weil ich in gewisser Weise mächtig bin, sondern mich eher trotzdem mögen. Mit Rachel habe ich eine kleine, manchmal zänkische, aber unglaublich ehrliche und ihre Familie wie eine Löwin beschützende Schwester bekommen, mit Derek einen besonnenen Bruder der hinter die Fassade sieht und hinterfragt und eine unglaubliche innere Stärke hat. Eine mutige, manchmal aufmüpfige, aber trotzdem lernbegierige, hilfsbereite und willensstarke Nichte mit Käthchen, die auch einen netten jungen Mann an ihrer Seite haben wird mit Julien. Gut, ich hätte auf Käthchens neue Paten verzichten können und wenn ihr sie nicht bis aufs Blut gereizt hättet - was aber wohl beabsichtigt war - dann hätte sie euch auch nicht alles vor die Füße geworfen, aber ich kann mit euch leben."
Michael seufzte. "Ja, wir haben es provoziert, denn ehrlich gesagt sind die Raynes allgemein uns ein wenig zu sehr entglitten und wir haben nicht allzu fair gespielt um... nun ja... wieder einen Fuß in die Tür zu kriegen. Darum auch Seraphiel, Kerubiel, Hagiel und ich und nicht beispielsweise Hamaliel bei Katherine." Derek sah überrascht zu Michael. "Entglitten? Wir?" fragte er verblüfft. Lucifer seufzte. "Na überleg mal, Kleiner: ich habe bei dem Problem mit Yaotl geholfen, Kat durch das Grimoire an mich gebunden und mit verschiedenen Taktiken versucht irgendwelche Gefühle bei euch wach zu rufen - weil ich Teil eurer Familie sein wollte." Derek lachte leise. "Ja, okay, stimmt. Du hast wohl wirklich alles probiert: Nötigung, Erpressung, Bestechung... die ganze Bandbreite von "Zuckerbrot und Peitsche"... das muss man dir lassen, aber was mich betrifft, bist du ein Rayne!" Lucifer antwortete darauf nicht mit Worten, doch der Praeceptor merkte, wie der Herr der Hölle brüderlich einen Arm um seine Schulter legte und ihn sanft drückte.
Michael lachte leise. "Ich glaube, Derek, das war das größte Kompliment das du Lucifer machen konntest." "Das ist kein leeres Kompliment, das ist die Wahrheit!"
"Amen!" sagte Katherine hinter ihnen. Derek drehte sich um und sah seine Stieftochter, Julien und ihre Schutzengel mit Hagiel kurz über dem Dachfirst schwebten. Michael lächelte seiner Patentochter zu. Der erste von zwölf Glockenschlägen erklang und im gleichen Moment ging das Feuerwerk über Paris los. "In der Tat, Micaela: Amen... und euch allen ein frohes Neues Jahr, gesegnet vom Himmlischen Vater. Möge es ein friedliches Jahr werden."
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast