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Der Erste Fall der neuen Botschaft (2)

GeschichteFreundschaft, Übernatürlich / P16 / Gen
Alexandra Moreau Catherine Corrigan Derek Rayne Nick Boyle Rachel Corrigan
02.07.2015
02.07.2015
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Eine Woche war vergangen. Rachel hatte Kat in die Wohnung in San Francisco bringen wollen um sie davon abzuhalten sich mit Belial zu treffen – ganz gleich ob allein oder im Beisein von Derek. Sie war noch immer verärgert über ihn, dass er einfach so nachgegeben hatte. Julien hatte zudem kaum mit Kat geredet. Er wechselte nur die nötigsten Worte mit ihr und jedes Mal wenn sie mit ihm reden wollte, blockte er ab. „Ich muss erstmal mit einigen Dingen klar kommen und bin noch nicht bereit das zu diskutieren!“ sagte er stets. Der Vorlesungssaal war voll. Julien wurde von einigen seiner ehemaligen Kommilitonen begrüßt. Er hielt mit Kat Händchen, hielt es aber nicht für nötig sie vorzustellen. Er war offenbar immer noch viel zu verletzt. Wahrscheinlich musste sie ihm zugute halten, dass er sich momentan überhaupt mit ihr blicken ließ.
Er zog sie in eine Bankreihe und unterhielt sich mit einem der anderen Studenten in Französisch und ignorierte sie ansonsten. Irgendwann betrat ihr Vater den Raum und sie hörte ihm eine Weile zu, doch ihre Gedanken gingen eine ganz andere Richtung. Irgendwann stand sie auf. Julien bemerkte es offenbar nicht einmal. Traurig verließ sie den Vorlesungssaal als Derek gerade etwas an die große Tafel schrieb. Auf dem Flur kamen ihr drei Studenten entgegen. Kat beachtete sie nicht. Sie hörte plötzlich ein Tuscheln hinter sich, dann fragte eine Stimme: „Ist das nicht diese Reynard?“ und eine andere: „Diese Satanshure die Julien Dubois zur Ketzerei verführt und vom rechten Weg abgebracht hat?“ „Ja, das ist sie...“ Kat sah sich um. „Je m’ apelle Katherine Corrigan-Rayne, pas Reynard.“ sagte sie freundlich. „Ja, da war so ein Gerücht im Umlauf, dass der Erzbischof jetzt mit Ketzern gemeinsam arbeitet!“ rief der eine angewidert. „Ja, läuft nicht gerade eine Vorlesung von diesem Amerikaner? Eine wo er sich über die Heilige Jungfrau lustig macht?“ „Mein Vater macht sich nicht lustig! Er räumt nur mit abergläubischem Schwachsinn auf!“ rief Kat. Sie bekam im nächsten Moment eine Ohrfeige und starrte verblüfft den einen Studenten an. „Schweig, Satansbrut, Ketzerin!“ „Wie wäre es, wenn wir testen was Julien so zu fesseln scheint?“ fragte ein anderer Student. Der dritte johlte vor Vergnügen und riss an Kats Bluse. „Du brauchst es doch sicher oft, oder?“ „Ich bin 15 ihr perversen Spinner!“ rief Kat ängstlich. 
Im Vorlesungssaal spürte Julien plötzlich Angst in sich aufsteigen. Es war nicht seine, das merkte er – es war Kats. Aber wieso sollte sie neben ihm...? Er sah zur Seite und stellte fest, dass sie nicht mehr da war. Hastig sprang er auf und rannte an dem verblüfften Derek vorbei aus dem Raum. „Kat!“ rief er. Sie rief um Hilfe. Er hetzte um die Ecke und warf sich gegen den einen Studenten, der doppelt so massig war wie der eher athletische Julien. Mit einem boshaften Lachen drückte er Julien gegen die Wand. „Na, gespannt ob wir es bei ihr mit dir aufnehmen können?“ zischte er. „Lasst Kat in Ruhe, im Namen Gottes!“ rief Julien und wehrte sich verbissen.  „Dass du es überhaupt noch wagst den Namen Gottes in den Mund zu nehmen! Ketzer!“ brüllte der Typ der ihn festhielt und spuckte ihn an.
„Kat! Das Grimoire! Nutze das Wissen!“ rief  Julien. „Ah, eine Hexe... treibst es also mit Satan, wie? Anzünden sollte man dich!“ „Du bist einfach ein irrer Spinner!“ keuchte Kat als er begann ihr die Luft abzudrücken.  „Kat!“ Ein brutaler Faustschlag traf sein Ziel und Julien ging zu Boden. Kat trat in wilder Verzweiflung zu und traf den Studenten der sie festhielt zielgenau zwischen den Beinen. Er kreischte auf, lockerte den Griff und sie warf ihn über die Schulter. Sie wandte sich zum weglaufen, als sie gerufen wurde: „Kat?“ Sie sah zurück und erstarrte. Der grobschlächtige ehemalige Kommilitone von Julien hielt ihrem bewusstlosen Freund ein Messer an die Kehle. 
„Ich glaube, wir verstehen uns, nicht wahr...?“ fragte er mit boshaftem Grinsen. „Lass Julien in Ruhe!“ sagte sie schwach. „Na, na... nicht ohne Gegenleistung, Schlampe! Zieh dich schön langsam aus und dann...“ Kat wurde übel. Voller Panik rief sie: „Belial, bitte, hilf mir!“ 
Ein harter Schlag schleuderte sie zur Seite. „Hexe, glaubst du dein Hurenmeister hilft dir? Meinst du der Teufel wird dich beschützen? Du hast dich aus Gottes Hand in die Arme der Sünde geworfen und wir werden dich jetzt reinigen!“ kreischte der Kerl der sie festgehalten hatte.
Im nächsten Moment sank er in einem Erstickungsanfall zu Boden – genau wie die anderen beiden. Das Messer an Juliens Kehle war einfach verschwunden. Belial tauchte hinter Kat auf und zog sie an sich. „Ihr erbärmlichen Heuchler wagt es zwei meiner Schutzbefohlenen anzugreifen? Ihr erdreistet euch Gott in der Kirche dienen zu wollen und seine Auserwählten anzugreifen?“ fragte er kalt. „Samyaza, hole doch bitte Dr. Rayne, Gadreel, du schaffst den Erzbischof hierher und Armaros: Den Dekan wird das sicher genauso interessieren wie den Präsidenten der Sorbonne! Die beiden konferieren gerade im Büro des Dekans, schaffe sie her!“ 
Einige Minuten später starrte Derek mit Pierre Pasquieu, dem Dekan und dem Universitätspräsidenten auf Julien und Kat und die drei Theologiestudenten der Sorbonne. Belial zwang die drei Studenten mit Magie ein Geständnis abzulegen.  Derek war zu Kat geeilt, der Erzbischof zu seinem Neffen. Entsetzt hörten sie die Bekenntnisse. „Und da Ihre Frau Katherine verboten hat Magie anzuwenden hat sie sich so sehr dagegen gesträubt, dass sie fast vergewaltigt worden wäre! Hätte sie nicht die Geistesgegenwart gehabt mich um Hilfe zu rufen, namentlich, ...ich glaube nicht, dass Sie sich ausmalen wollen was geschehen wäre, nicht wahr?“ knurrte Belial Derek an. Blankes Entsetzen zeichnete sich in Dereks Zügen ab. „Danke, dass Sie eingegriffen haben...“ flüsterte er fast beschämt. 
Der Erzbischof drückte wortlos Belials Hand. „Ich nehme Kat und Julien mit in den Boulevard Haussmann. Exzellenz Pasquieu, Dekan Descartes,  Präsident Mouton, ich verlasse mich darauf, dass Sie diese drei Ratten entsprechend zahlen lassen. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich mich darum kümmern!“ sagte Belial eiskalt und sah den Präsidenten besonders aufmerksam an, wie Derek auffiel. Er nickte den drei Dämonen zu und Armaros hob den bewusstlosen Julien auf den Arm, gemeinsam tauchten die vier mit Kat und Belial im Boulevard Haussmann auf. „Mathilde, Selvaggia!“ rief der Höllenfürst. Die zwei Hexen kamen sofort herbeigeeilt. „Wir brauchen Heilsalben und Tinkturen, Mathilde, Selvaggia, sorge dafür, dass die Betten von Julien und Katherine bereit sind!“ „Oui Sire, toute suite!“ antworteten die beiden gleichzeitig und knicksten bevor sie davoneilten.
„Gadreel... Ich will wissen was der Unipräsident als Strafe verhängt! Ich vermute, er wird mit seinem Enkelsohn sehr nachsichtig sein.“ „Du meinst mit diesem kleinen quiekenden Schwein, das Kat festgehalten, gewürgt und verprügelt hat?“ Belial nickte. „Wenn du erlaubst... dann...“ „Mein ist die Rache, spricht der Herr! Und in diesem Fall werde ich „Herr“ spielen, wenn von Oben nicht eingegriffen wird!“ unterbrach Belial ihn. 
Zwei Stunden später kamen Derek und Pierre Pasquieu in den Boulevard Haussmann. Zeitgleich tauchte auch Gadreel wieder auf. „Dieser widerwärtige Mistkerl!“ brüllte der Erzbischof. „Was ist passiert, Pierre?“ fragte Belial. „Diese kleine Ratte, die Kat geschlagen hat ist Robbespierre Mouton! Der Enkel vom Unipräsidenten! Seine Freunde und er haben zwei Wochen Verbot die Uni zu betreten und er glaubt allen Ernstes, dass ich die drei irgendwann zu Priestern weihe!“ Belials Blick verfinsterte sich und wandte sich Gadreel zu. „Er will sogar Dr. Rayne untersagen „Ketzer-Vorlesungen“ zu halten. Pierre hat zwar Einfluss an der Theologischen Fakultät aber der Dekan hat die absolut krankhaft evangelikalen Hasstiraden des Unipräsidenten abgekriegt.“ berichtete der Dämon sichtlich angewidert. „Wie ich mir das gedacht habe... nun gut, dann werde ich ein Exempel statuieren...“ antwortete Belial mit einem grimmigen Lächeln. „Wie Petrus?“ fragte Samyaza fast belustigt. Sein Herr nickte. „Wie Petrus!“
Er wandte sich an Derek: „Dr. Rayne, Katherine muss sich erholen. Mathilde kümmert sich gerade um Ihre Tochter, aber ich würde Sie bitten über Nacht hierzubleiben. Kat hatte eine angebrochene Rippe, darum habe ich mich gekümmert, auch um Juliens gebrochene Nase, aber Schlaf ist oft die beste Medizin. Ich wäre Ihnen... möchte, dass Sie Ihrer Frau Bescheid geben. Nicht in aller Ausführlichkeit, sie soll sich nicht zu viele Sorgen machen, aber wissen, dass Kat in Sicherheit ist.“
Derek räusperte sich. „Das mache ich – und Belial?“ „Dr. Rayne?“ fragte der Dämon. „Vielen Dank, dass Sie meine Tochter beschützt haben. Ich weiß das wirklich zu schätzen... und wenn Sie wollen...“ Er räusperte sich noch einmal: „Ich bin Derek und was mich betrifft – und das kläre ich mit Rachel, haben Sie ab jetzt Zutritt zum Legat wann immer es notwendig ist und ich werde Kat auch das Zaubern nicht mehr verbieten, möchte jedoch darum bitten, dass es bei einem Minimum an schwarzer Magie bleibt.“ Vorsichtig streckte er Belial die Hand entgegen. Der sah einen Moment mit seltsamem Gesichtsausdruck darauf, dann ergriff er sie zögernd. „Danke, Derek, das bedeutet mir eine Menge. Das mit dem Minimum an schwarzer Magie kann ich vielleicht nicht einhalten, denn manchmal hilft nur die um sich solche kleinen Ratten vom Leib zu halten und diese Magie wird Kat lernen. Das ist kein Minimum! Ich werde ihr beibringen was ich für nötig erachte und hoffe, dass ich dafür dein Verständnis habe...“ Derek nickte. „Das haben Sie...“ Belial lächelte. „Sie? Derek, du hast mir gerade so etwas wie Freundschaft angeboten, fast müsste ich mich beleidigt fühlen, oder?“ 
Eine Viertelstunde später erschien eine sichtlich besorgte Rachel im Boulevard Haussmann. „Was ist passiert? Was hat er mit unserer Tochter veranstaltet?“ fragte sie wütend mit einem Blick auf Belial der gerade in der Küche mit Samyaza und Gadreel über der Planung für die geplante Vergeltung der Hölle gebeugt dastand. Er sah zu Rachel. „Ich habe Ihre Tochter vor einer Vergewaltigung bewahrt, Julien davor die Kehle durchgeschnitten zu bekommen und habe wirklich keinen Nerv dafür, mich von Ihnen ankeifen zu lassen, Dr. Corrigan-Rayne, wenn ich dabei bin für eine angemessene Strafe zu sorgen!“ sagte er kalt.  Rachel wich zurück. „Meine Tochter? Wer hat es gewagt?“ Samyaza grinste. „Ich würde es ihr sagen... vermutlich macht sie die drei Hosenscheißer gekonnter fertig als wir!“ murmelte er.
Pierre Pasquieu und Derek nahem Rachel beiseite und erklärten ihr in groben Zügen was geschehen war. Zitternd sank sie auf einen der Stühle. Mathilde reichte ihr sofort eine Tasse Tee. „Ich... wie geht es Kat?“ „Sie schläft, Madame Corrigan-Rayne. Ich habe sie mit Heiltinktur eingerieben und...“ Die Hexe warf einen Blick zu Belial, der seufzte. „Und ich habe mir erlaubt, die Ereignisse in Katherines und Juliens Erinnerung zu vernebeln, damit sie nicht unnötig darunter... leiden. Die drei Ratten die sie angegriffen haben sind nämlich ehemalige Kommilitonen von Julien.“ Rachel sah ihn an. „Sie haben... meiner Tochter geholfen?“ fragte sie erstaunt. Belial funkelte sie sichtlich verärgert an. „Schau mal einer an, der böse, fiese Teufel hilft der kleinen Katherine Corrigan- Rayne und ihrem Freund  gegen die bösen Jungs...“ spottete er. „Verdammt, Dr. Corrigan-Rayne, wann begreifen Sie endlich mal, dass Ihre Tochter mir sehr viel bedeutet und am Herzen liegt? Wenn sie Magie anwendet um Sie glauben zu lassen, der Schmuck sei von Ihrem Mann, dann fragen Sie sich mal wieso? Sie hat die Streitereien satt! Und wenn Sie zu dämlich sind ein Friedensangebot zu erkennen wenn es gemacht wird, dann kann ich es nicht ändern und werde auch nichts mehr unternehmen um es zu ändern! Sie sind in meinen Augen eine misstrauische, verbitterte...“ „Halt, bitte, Belial, du redest mit meiner Frau!“ schritt der Praeceptor ein. Der Dämon seufzte. „Derek, mir platzt der Kragen! Ich bin es wirklich langsam leid!“ Er wandte sich an Rachel:
„Was Sie betrifft, Dr. Corrigan-Rayne... lieben Sie Ihren Ehemann eigentlich?“ „Natürlich!“ fauchte Rachel. „Gut, dann werde ich Ihnen nachher das Bann-Ritual erklären und Sie werden es original durchführen! Ich bin nicht mehr bereit das auch nur im Entferntesten in ein Weißmagisches umzuschreiben! Wenn Sie sich weigern, weiß ich, dass es Ihnen egal ist, ob Yaotl Ihren Mann fast täglich quält und ich könnte sogar eingreifen und Derek in kleine gemütliche Ferien in Tenochtitlan schicken. Glauben Sie mir, mit Acactilis, Itzels und Icnoyotls Hilfe wird das ein Kinderspiel sein und er wird die schönen Seiten der Aztekenmetropole schätzen lernen während Yaotl Ihnen in San Francisco Manieren beibringt!“ Belials Stimme hatte die Wärme einer Nacht in der Arktis. „Ich bin es leid mich von Ihnen grundlos beleidigen, verdächtigen und beschimpfen zu lassen!“ „Belial, bitte! Du redest mit meiner Frau!“ sagte Derek energisch. „Dann soll sie sich gefälligst so benehmen, Derek! Sie hat die Chance dir ihre Liebe zu beweisen und dich nicht nur mit Lippenbekenntnissen zu betören sondern mit einem selbstlosen Akt! Wenn sie dazu bereit ist, dann werde ich hinnehmen wenn sie mich dauernd bis aufs Blut reizt aber nicht vorher!“ antwortete Belial ihm zu Rachels Verblüffung fast freundschaftlich. „Bitte, ich möchte nicht, dass meine Frau das tut!“ Belial zuckte mit den Schultern. „Dann muss sie mit den Konsequenzen leben...“ sagte er bedauernd und wandte sich wieder der Besprechung zu, wobei er hörte, wie Rachel hinter ihm mit Derek tuschelte.
„Also ich fände es ja sehr charmant am Sonntag direkt nach der Messe auf dem Platz vor Notre Dame...“ murmelte Gadreel. „Du meinst, weil die Leute daran gewöhnt sind dort Hinrichtungen zu sehen – zumindest seit dem Frühling?“ meinte Armaros belustigt. „Nein, weil diese drei Schweine dort jeder sehen wird!“ knurrte Gadreel. Belial nickte. „Sehr schöne Idee... ich würde sogar vorschlagen, dass wir den Sonntag nehmen bevor sie wieder zur Uni dürfen...“ Die vier Dämonen nickten einander grimmig lächelnd zu, dann verschwanden alle bis auf Belial.
„Und nun zu Ihnen, Dr. Corrigan-Rayne...“ murmelte der mit einem finsteren Lächeln und hielt im nächsten Moment das Grimoire in der Hand, das Rachel sonst immer in Kats Zimmer gesehen hatte. „Selvaggia hat dafür gesorgt, dass alles bereit ist und sie findet Ihren Mann sehr sympathisch... Ich könnte geneigt sein ihr ihre Schuld vollkommen zu erlassen, ..." sagte er. "Wie könnten Sie das?" meinte Rachel verächtlich. "Sie können mich nicht zwingen!" Belial lachte boshaft. "Wenn Sie sich weigern wird sie einspringen...“ „Derek wird mich nicht betrügen!“ fauchte Rachel. „Glauben Sie mir, er würde es nicht einmal merken!“ teilte Belial ihr kalt mit. Rachel schnappte nach Luft. Er legte das geöffnete Buch vor sie. „Sehen Sie es sich gut an, Dr. Corrigan-Rayne – sehr genau... denn genau das werden Sie heute Nacht mit Ihrem Mann tun!“ Sichtlich angewidert sah Rachel auf die Illustrationen. „Nein!“ sagte sie. In diesem Moment versuchte – fast als habe Belial es bestellt – Yaotl die Kontrolle über Derek zu übernehmen. Stöhnend griff der Praeceptor sich an die Schläfen. „Lass es diesmal einfach zu!“ forderte Belial ihn finster auf. "Derek, nein!" rief Rachel ängstlich.
Derek atmete tief ein als Yaotls Attacke vorbei war und wandte sich an Belial. "Das ist gemein und fies...  entweder weißmagisch oder gar nicht!" erklärte er bestimmt. Er drehte sich zu Rachel um. "Ich liebe dich Rachel und Kat auch, aber ich hab jetzt so langsam dieses ewige Misstrauen und die ganzen Streitereien so was von satt, ich will und kann nicht mehr. Wenn Belial Kat oder uns etwas hätte tun wollen, dann hätte er es bereits längst getan. Und was Kat angeht, sie ist nun mal an dieses Grimoire und somit auch an Belial gebunden und sie mag ihn. Ihr wird der ganze Streit auch zu viel und wozu das geführt hat, hat man ja gesehen. Schon allein deshalb, weil sie offensichtlich sehr leicht in Versuchung gerät, leichtfertig einen Zauber auszusprechen, sollte sie die Zauberei beherrschen und in der Lage sein... sie vor allem auch weißmagisch zu nutzen. Begeistert bin ich auch nicht, nach allem was wir bisher im Legat alles... erlebt und getan haben, aber die Alternative ist, dass sie einen Zauber benutzt und noch Schlimmeres passiert? Verdammt Rachel, mach endlich die Augen auf und denk einfach mal drüber nach, über alles was die letzte Zeit passiert ist."  "Katherine zaubert nicht leichtfertig und  sie ist auch nicht leicht in Versuchung zu führen, Derek. Dem möchte ich doch widersprechen. An sich wusste sie was sie tat und was sie erreichen wollte, aber sie wusste von dem vorangegangenen Gespräch hier in Paris nichts!" sagte Belial leise.
Derek machte eine kurze Pause, stöhnte leise vor Schmerz, hielt die Daumen an die Schläfen und rieb sich über die Stirn. "Tatsache ist, dass Belial ihr und Julien heute geholfen hat, ich möchte mir gar nicht vorstellen was passiert wäre, wenn er nicht gewesen wäre. Und eins sollte dir klar sein, ich halte das nicht mehr ewig durch, weder Yaotl, der in letzter Zeit wieder häufiger und immer heftiger versucht mich zu beeinflussen, noch den anderen ganzen Mist, der hier läuft wegen des ganzen Misstrauens. Ich hole mir jetzt eine Aspirin bei Mathilde, sonst..." Rachel starrte ihm sichtlich berührt nach, als er den Raum verließ. Er klang bestimmend und völlig erschöpft zu gleich. Sie blickte kurz zu Belial, der fast... betroffen wirkte? "Danke dass Sie Kat geholfen haben." murmelte sie dankbar und traurig.
Belial blickte die blonde Frau an. "Jederzeit Dr. Corrigan-Rayne." sagte er ruhig und fast freundlich, stellte sie fest. "Warum sind Sie immer noch so misstrauisch mir gegenüber? Ich will und werde Ihnen Kat nicht wegnehmen." Er betonte das Wort "nicht". "Sie liebt Sie, Sie und Ihren Mann. Und sie leidet, sie wünscht sich nichts mehr, als dass der ganze Streit endlich aufhört und Derek von Yaotl befreit wird. Und sie hat Angst, Angst davor dass... ihre Familie auseinanderbricht. So ähnlich hat sie es gesagt. Darüber sollten Sie sich vielleicht auch mal Gedanken machen; wie es Ihrer Tochter dabei geht." sagte er ruhig. 
Er verließ ebenfalls den Raum und setzte sich an den Küchentisch neben Derek, der immer noch starke Kopfschmerzen hatte. "Bin ich froh wenn die Aspirin wirkt." sagte er erschöpft. "Sorry dass ich deine Frau so angegangen bin, aber mir geht ihr Misstrauen, nach all den Entschuldigungen die ich in letzter Zeit ausgesprochen habe, so auf die Nerven. Da konnte ich irgendwie nicht anders. Und ich wollte ihr etwas klarmachen, als ich ihr den Bannspruch zeigte, sie wachrütteln. Ich kann dich gar nicht zwingen ihn schwarzmagisch durchzuziehen, "freier Wille" Derek, denn würde ich dich zwingen, wären wir ja wieder am Anfang und außerdem sollte man kein Ritual unter Zwang durchführen. Aber tu mir einen Gefallen... überrede sie es zumindest durchzuführen, wenn es weißmagisch ist und meinetwegen auch der Sexakt abgemildert ist, damit es ihr auch Spaß macht." grinste er etwas frech.  Derek lächele ein wenig erschöpft. "Du hast manchmal eine wirklich fiese Ader, Belial."
Rachel betrat die Küche, blieb jedoch in der Türe stehen und lehnte sich an den Türrahmen. "Es tut mir leid Derek, ich hatte keine Ahnung dass die Attacken von Yaotl wieder so schlimm sind, warum hast du nichts gesagt? Ich liebe dich Derek und ich wünsche mir außer dass, mit den Zwillingen alles glatt läuft, nichts mehr als dass Yaotl dich endlich in Ruhe lässt. Wenn es sein muss... das Bannritual... ich meine wenn es der einzige Weg ist... aber es ist abstoßend, Sex kann so schön sein, aber... wie kann man so was machen?" 
Sie wandte sich Belial zu. "Wie konnten sie so etwas Widerliches entwicklen?" Er musste lachen. "Ich weiß es nicht, die Zeiten waren anders, im sogenannten finsteren Mittelalter war so vieles anders. Außerdem... Ich wollte Selvaggia an sich davon abhalten es durchzuführen. Ihr damaliger Ehemann hat sie betrogen und ihr lediglich vorgespielt von mir besessen zu sein. Sie hat ihn geliebt und mir sich statt seiner angeboten." "Und er hat mich damals gewarnt, Dr. Corrigan-Rayne..." flüsterte Selvaggia, die in diesem Moment die Küche betrat. "Aber ich habe nicht gehört, ich dachte Angelo wäre wirklich schuldlos vom Teufel besessen und darum hinter jeder anderen Frau her." Belial wandte sich Selvaggia zu. "Du hast diesen Mistkerl geliebt und als du dich entschieden hattest war es dein freier Wille... und du hast für die falsche Entscheidung gebüßt und deine Schuld rechne weder ich dir an noch der Himmel." sagte er überraschend sanft, dann wandte er sich an Rachel: "Ich schreibe es weiterhin um, auch das was den Sexteil angeht, ich habe es Ihrem Mann bereits erklärt, ich kann Sie nicht zwingen. Ich kann und möchte in diesem Fall nicht über Ihren Willen entscheiden. Ein Ritual muss immer aus freien Stücken durchgeführt werden Dr. Corrigan-Rayne, die Folgen könnten sonst fatal sein. Und ich wollte Ihnen klar machen, wie wichtig es mittlerweile ist, denn so stark Derek auch ist, er hält diesem Yaotl nicht dauerhaft stand. Manch anderer hätte bereits schon lange nachgegeben." 
Sein Blick senkte sich auf Rachels Bauch. "Wie lange haben sie noch?" "Etwa drei Monate." Er nickte nachdenklich. "Bis dahin ist das Ritual um Yaotl zu bannen umgeschrieben. Und ich hoffe, dass ihr Misstrauen und ihre Feindseligkeit mir gegenüber jetzt ein für alle mal Geschichte ist. Ich habe gesehen, dass die Worte Ihres Mannes von vorhin Sie zum Nachdenken gebracht haben. Und Sie müssen mich ja nicht unbedingt mögen. Ich erwarte einfach nur Akzeptanz von Ihnen und normalen Umgang miteinander, mehr verlange ich gar nicht." Sie nickte. "Gehen Sie nach Hause, alle Beide..." er blickte zu Derek. "...ruhen sich aus und kommen zum Abendessen wieder her, bis dahin sind Katherine und Julien dann auch wieder wach." 
Er sah Rachel an. Sie merkte, dass er ihr offenbar gern unter vier Augen etwas sagen wollte und nickte. "Derek, ich komme gleich. Geh schon mal voraus, bitte." Der Praeceptor sah sie überrascht an, nickte jedoch und verließ die Küche. "Sie haben also gemerkt, dass ich Ihnen noch etwas sagen wollte?" fragte Belial ein wenig belustigt. "Ich bin vielleicht stur, aber nicht dumm!" meinte Rachel ein wenig indigniert. Er grinste. "Das habe ich auch nie anders behauptet. Sei es drum: Ich wollte Sie nur... darauf vorbereiten, dass das Ritual in gut drei Monaten vielleicht nicht blütenweiß sein wird. Eventuell werden einige Teile noch... dunkelgrau sein. Ich versichere Ihnen jedoch, dass ich - selbst wenn in meinem Namen ein... nennen wir es Preis eingefordert wird... ich würde nicht auf Einlösung bestehen." Rachel sah ihn an. "Sie meinen, wenn ich Ihnen meine Seele anbieten müsste und das täte, würden Sie sie ablehnen? Und damit wäre das ganze Ritual nichtig, da kein "Vertrag" zustande kommt, oder?" fragte sie misstrauisch. "So in etwa... wobei: Welcher "Vertrag" mit mir zustande kommt, Dr. Corrigan-Rayne, das entscheide immer noch ich! Mir würde sozusagen das Angebot, die Bereitwilligkeit sich für Ihren Mann zu opfern, reichen. Vielleicht sind auch einige... körperliche Aktivitäten für Sie noch nicht so leicht zumutbar, aber Sie sehen selber wie eilig es ist." Rachel nickte. "Gut... ich werde über meinen Schatten springen, wenn es soweit ist und meine Kinder auf der Welt sind, aber... ich habe Angst, dass er..." Belial legte ihr sanft einen Finger über die Lippen und wandte sich Selvaggia zu. 
"Würdest du Dr. Corrigan-Rayne bitte das Elixier kochen, das Derek zumindest temporär mehr mentale Stärke verleiht und es ihr heute Abend mit Gebrauchsanweisung mitgeben?" Die Hexe nickte. "Natürlich, Sire."
Rachel schluckte. "Das wirkt nicht dauerhaft?" murmelte sie. Belial schüttelte den Kopf. "Aber er wird nicht nachgeben und es wird ihm leichter fallen zu widerstehen - ohne ihm zu schaden, darauf haben Sie mein Wort, Dr. Corrigan-Rayne!" 
Sie nickte. "Ähm... also wie ich das verstanden habe... haben Sie mit meinem Mann ihren Frieden gemacht und er mit Ihnen und... sie duzen sich inzwischen... Ich... ähm..." Belial lächelte. "Ich bin Belial, Rachel - meinetwegen auch Lucifer, aber das ist für jeden viel zu offensichtlich, nicht wahr?" Er zwinkerte ihr zu. "Geh jetzt, Derek wartet schon auf dich. Ich werde euch beide zum Abendessen abholen." Rachel lächelte schwach und nickte. "Belial?" "Ja, Rachel?" "Entschuldigen Sie..." Er räusperte sich, sie unterbrechend: "Versuch es nochmal..." meinte er belustigt. "Entschuldigen... entschuldige bitte, dass ich dir so misstraut habe und irgendwie immer noch nicht so ganz... aber ich bin mit der festen Überzeugung aufgewachsen... dass..." "Entschuldigung angenommen, Rachel. Die Überzeugung, dass der "böse Teufel" immer sehr gemein, hinterhältig und fies ist, wird euch Sterblichen ja fast in die Wiege gelegt." Sie nickte. "Danke, dass du das verstehst, irgendwie..." "Wie sagtest du doch über dich selbst: Ich bin vielleicht stur, aber nicht dumm, Rachel." gab er ihr belustigt zurück. Er reichte ihr die Hand. "Frieden, Rachel?" Sie ergriff die Hand. "Frieden, Belial - und danke für den Schmuck... Er ist sehr schön." "Gern geschehen, sieh ihn als Zeichen der Freundschaft." sagte Belial sanft, bevor er Rachel mit einer leichten Handbewegung nach San Francisco schickte.
Es war Abend geworden. Kat öffnete ausgeschlafen und guter Dinge die Augen. Samyaza saß an ihrem Bett. Er lächelte sie an. "Ausgeschlafen?" fragte er. Sie nickte. "Wieso...? Ist das in der Uni wirklich passiert?" fragte sie. Er nickte. "Ja, und Lucifer war darüber und auch über die Folgen sehr ungehalten! Wir anderen übrigens auch! Die drei Mistkerle, die dich angegriffen und Julien zusammengeschlagen haben werden es bitter bereuen!" "Was meinst du damit?" fragte Kat erschrocken. Samyaza lächelte finster. "Sie sind lediglich für zwei Wochen der Uni verwiesen worden - der Unipräsident ist der Großvater von dem einen Mistkerl... - aber der Chef hat da andere Pläne..." Die Tür zu Kats Zimmer öffnete sich. Julien sah um die Ecke. Kat lächelte ihm traurig zu. Er eilte zu ihr und zog sie wortlos in die Arme. "Ma petite chatte, je t'adore..." flüsterte er leise. "Bitte verzeih mir, dass ich sauer war, ich hatte kein Recht dazu." Kat erwiderte die Umarmung. "Ich hätte nicht zaubern dürfen..." flüsterte sie zurück. 
Mit Kat im Arm wandte er sich an Samyaza. "Was habt ihr mit Robbespierre, Benoît und Cyril vor?" Der Dämon lächelte finster. "Am Sonntag bevor sie wieder zur Uni dürften werden sie vor der Kathedrale gekreuzigt - kopfüber - wie Petrus, wobei in heutiger Zeit niemand mehr missverstehen wird, wer die Strafe verhängt und ausgeführt hat..." Erschrocken keuchte Kat auf. "Ihr wollt die drei Idioten hinrichten?" Samyaza zog überrascht eine Augenbraue hoch. "Natürlich! Wer dich angreift, Kat, dich und Julien, greift meine kleinen Geschwister an, oder Lucifers... na ja... ihr zwei, oder gerade du, Kat, seid sowas wie seine angenommenen Kinder. Glaubst du, dass Gadreel, Armaros, ich oder der Chef das mit einem Schulterzucken hinnehmen?" Julien küsste Kat auf die Wange. "Sie werden das sicher nicht bis zum Tod der drei durchziehen." flüsterte er ihr ins Ohr. "Oh doch! Kat ist unberührt, Julien! Die drei wollten ihr unwiderbringlich etwas nehmen was sie dir schenken will! Sie haben ihren angeblich christlichen Glauben verraten, sie haben sich Lucifer geradezu ausgeliefert!" Kat wollte etwas einwenden, doch Samyaza hinderte sie daran. "Rede mit Belial selbst, deine Eltern und er warten schon im Esszimmer mit Pierre Pasquieu und diesem Michael Bryce, Pierres Kollegen aus San Francisco."
Er erhob sich und verließ Kats Zimmer. Sie stand auf und stellte errötend fest, dass das Nachthemd, das sie trug fast durchsichtig war. Julien lächelte. "Ich bin ein glücklicher Mann, meine Süße." flüsterte er und ließ sie noch tiefer erröten. "Ich suche dir was zum Anziehen raus, geh dich fertig machen." sagte er dann und gab ihr einen Kuss. Kat huschte verlegen ins Bad. Mit einem Handtuch bekleidet kam sie kurz darauf zurück und grinste als sie ihre in Herzform arrangierte Kleidung auf dem Bett sah. Julien hatte ein süßes Designersommerkleid herausgesucht, neue Sandalen und fast anrüchige rote Unterwäsche. Von ihm war nichts zu sehen. Eilig kleidete sie sich an und eilte ins Esszimmer. Pierre und sein Kollege diskutierten mit den anderen. "Ich finde das reichlich hart, das..." "Pierre, der Lohn der Sünde ist der Tod, da hat Belial recht!" unterbrach der Erzbischof von San Francisco seinen Kollegen. "Und Derek Ketzerei vorzuwerfen ist ja wohl das Letzte! Endlich gibt es einen Dozenten der zeitgemäß Dogmatik, Mariologie und Christologie unterrichtet und da kommt so ein weltfremder Evangelikaler daher!" fügte er hinzu. 
Kat war erstaunt. Julien kam ihr entgegen und legte einen Arm um ihre Taille. Vorsichtig zog er den Ausschnitt ihres Kleides ein wenig weg und grinste als er die erotische Unterwäsche sah. "Atemberaubend, mein Schatz." flüsterte er und ließ Kat erneut erröten. Ein forschender Blick von Belial traf ihren. Er trat zu ihnen. "Kleiner Lüstling!" tadelte er Julien belustigt. "Wahrscheinlich sollte ich Abhilfe schaffen und die Wäsche zur unerotischsten Wäsche abwandeln die du dir vorstellen kannst... aber andererseits... es ist ja ohnehin eine bessere Strafe, wenn du genau weißt was deine zukünftige Frau drunter trägt..." Er grinste als nun Julien errötete.
Kat sah zu ihrer Mutter. "Keine Sorge, wir haben unseren Frieden gemacht. Sie hat sich sogar für den Schmuck bedankt." flüsterte Belial. Kat lächelte dankbar und eilte zu Rachel, die sie in die Arme schloss. "Ich bin ja so froh, dass dir nichts passiert ist." murmelte die. 
Währenddessen war das Gespräch zwischen den Bischöfen und den Dämonen und Derek weitergegangen. "Also ich habe im Vatikan Bescheid gegeben, was hier geschehen ist und habe einen sehr interessanten... Vorschlag bekommen. Die Vorlesungen könntest du öffentlich halten - und zwar in der Kathedrale... Wenn du die Veranstaltung anerkennst, würde die Kongregation die Seminare und Vorlesungen abstempeln und die theologische Fakultät in der Beziehung überstimmen und umgehen und so den Unipräsidenten aushebeln." erklärte Pierre grinsend. 
Es war sehr spät geworden als Rachel und Derek sich mit Kat und Julien wieder auf dem Weg machten. Nachdenklich sah Rachel auf die kleine Phiole, die Selvaggia ihr gegeben hatte. "Einen Tropfen täglich morgens in den Kaffee oder Tee!" hatte die Anweisung gelautet, die die Hexe ihr zugeflüstert hatte. "Was hast du da?" fragte Derek zärtlich. "Das hier - ein... Trank der dich widerstandsfähiger gegen Yaotl machen wird allerdings nur temporär. Belial hat ihn bei Selvaggia angefordert und sie hat ihn mir vorhin gegeben." "Dann sollten wir ihn vielleicht benutzen." murmelte Derek.
Zwei Wochen vergingen. Derek hielt seine Vorlesungen in Notre Dame - und jedes Mal kamen mehr und mehr Zuhörer. Kat und Julien saßen meist in der ersten Reihe. Sie begleitete ihn zu jeder Vorlesung ihres Vaters, da Belial dafür sorgte, dass Kat in der normalen Schule nichts versäumte, während Junia sie in der Schule "vertrat". Es war Freitagnachmittag als Pierre Pasquieu zu Derek trat. "Ich möchte Sie alle zur Heiligen Messe am Sonntag einladen." sagte er und fügte noch einige Worte hinzu, bevor er die Anwesenden segnete. 
Es war Sonntag. Kat saß in einem weißen Kleid neben Julien und ihren Eltern in der Kathedrale, auch Junia war dabei. Von der anderen Seite sah der Unipräsident finster hinüber. Die zweistündige Messe widmete Pierre Pasquieu - der sie selbst hielt - der Sünde und dem "Lohn der Sünde". Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und eine Stimme schrie: "Die Satanisten sind zurück! Sie haben drei Jugendliche gekreuzigt!" Julien grinste. "Armaros ist sehr dramatisch..."
Die Menge rannte aus der Kathedrale - sensationsgeil, neugierig oder einfach nur schockiert. Julien zog Kat und ihre Eltern mit sich. Sie verließen mit seinem Onkel die Kathedrale durch einen Hintereingang und kamen irgendwann auf dem Platz vor Notre Dame an. "Wieso?" "Wie schrecklich!" hörten sie. Eine Stimme verschaffte sich Gehör. "Diese drei büßen für ihre Sünden! Sie wollten etwas stehlen, was ihnen nicht zusteht. Sie wollten es einem ehemaligen Freund stehlen! Sie wollten seiner unschuldigen Freundin Gewalt antun, weil sie neidisch auf ihn waren. Sie haben falsche Beschuldigungen ausgesprochen und zwei Menschen verletzt, die unter dem Schutz von Himmel und Hölle stehen. Dies ist die gerechte Strafe für diesen Frevel die Lucifer, Fürst der Finsternis, Herr der Hölle verhängt hat! Mit Billigung Gottes!" Kat erkannte die Stimme Gadreels.
Neben Kat erschien Junia. Immer mehr Stimmen befürworteten die Strafe. Derek und Rachel keuchten entsetzt auf als sie Kommentare wie: "Es geschieht Ihnen recht!" "Es ist gut so!" aber auch "Wir haben damit nichts zu tun und sind frei von Sünde!" Junia machte Kat darauf aufmerksam, dass diejenigen, die es gerecht und okay fanden meist ein Amulett um den Hals trugen oder in der Hand hielten.
"Das macht sie völlig gleichgültig und selbstgerecht, nicht wahr?" fragte sie die kleine Fee. Junia nickte. "Ich habe nie gedacht, dass es so gefährlich sein würde. Hätte ich das gewusst, hätte ich diese - wie ich und wohl auch unsere Königin fand - positiven Gefühle nie auf die Amulette gelegt." murmelte sie entsetzt. "Was hattet ihr denn eigentlich davon? Ich meine, die Kobolde wollten Geld verdienen, aber was haben die Feen als Gegenleistung bekommen?" fragte Julien Junia misstrauisch. "Sie wollten uns Seelen... Ich meine, ich sehe das ganze jetzt, verbunden mit Kat anders... wahrscheinlich wäre es mir ohne Seele völlig gleich, aber..." "Junia, die Kobolde und Zwerge können euch keine Seelen verschaffen. Die kann euch nur Gott zusprechen und das wird nach dieser Aktion unwahrscheinlicher..." Belial legte Kat und Julien je eine Hand auf die Schulter während er das zu der kleinen Fee sagte. Traurig sah die zu Boden. "Dann werde ich wohl nie eine eigene Seele haben..." flüsterte sie. Ihr Blick ging zu Kat. "Darf ich... darf ich weiterhin deine teilen...?" 
"Junia, überleg mal was Raphael gesagt hat: Wenn du bereit bist, sollst du um eine Seele bitten..." sagte Kat sanft. Verlegen sah Junia auf ihre Hände. "Aber die habe ich nicht verdient, nicht nachdem ich das mit dem Zaubern gemacht habe...." flüsterte sie. "Und... ich weiß auch nicht wie ich bitten sollte..." "Junia, schau, dort ist die Kathedrale. Geh wieder hinein, nimm Kat mit und bitte Gott einfach. Lass ihn entscheiden ob du eine Seele verdienst oder nicht." sagte Belial ungewohnt sanft. An Kat und Julien gewandt bat er: "Würdet ihr Junia das Beten beibringen?" Die beiden nickten, zogen die kleine Fee mit sich und zogen sie vor dem Altar auf die Stufen. 
"Herr, allmächtiger Gott, neben mir kniet Junia, eine Fee. Sie hat keine Seele, aber durch meine Freundin Kat, die du mein Schöpfer mir als meine Gefährtin zugedacht hast, hat sie erkannt wie wichtig eine Seele sein kann, wie wundervoll geborgen wir Menschen uns in deiner Hand fühlen dürfen." Kat lächelte Junia aufmunternd zu, dann betete sie weiter: "Lieber Gott, Junia hat ihren Fehler erkannt und Raphael, der sie an mich gebunden hat, meinte, sie bräuchte nur zu bitten, wenn sie bereit für eine Seele sei." 
"Und unser geliebter Vater im Himmel steht zu seinem Wort - doch er möchte die Bitte um eine Seele von dir hören, Junia Schimmerflügel, Prinzessin der Feen, Tochter von Königin Jadis Schimmerflügel!" erklang eine strenge Stimme hinter ihnen. Hastig drehten die drei sich um und erblickten einen in eine antike Rüstung, die an die der Legionäre erinnerte, aber wesentlich prächtiger war. "Der Erzengel Michael!" flüsterte Julien beeindruckt. "Richtig, Julien Dubois." antwortete de Erzengel. Seine kühl wirkenden Augen richteten sich auf die Fee. Junia nickte, wandte sich wieder dem Altar zu und bat: "Oh, Gott, ich bitte dich um eine eigene Seele. Ich mag sie nicht verdient haben, doch wie Julien schon sagte: ich möchte mich geborgen fühlen dürfen wie es mir bisher nur an Katherines Seele gebunden möglich war..."
Durch die Fenster schienen mit einem Mal Lichtstrahlen gebündelt auf die kleine Fee zu treffen, es flimmerte um sie herum. "Es ist dir gewährt worden, Junia. Dein Himmlischer Vater hat dich in seine Obhut genommen." sagte der Erzengel feierlich. Junia erhob sich langsam von den Knien. Tränen der Freude liefen über ihre Wangen. Kat spürte, dass Junia irgendwie immer noch bei ihr war, aber jetzt nicht mehr wie ein Schatten, sondern irgendwie präsenter, realer... so wie eine Schwester oder die beste Freundin, die ein Mensch haben könnte. "Wollt ihr so miteinander verbunden bleiben? Ich kann euch jederzeit trennen oder ihr bleibt wie Schwestern miteinander, wie Zwillinge, die vieles gemeinsam spüren." Junia und Kat sahen einander an, lächelten sich zu und sagten wie aus einem Munde: "So wie es jetzt ist ist es gut." Julien grinste. "Cool, meine zukünftige "Schwägerin" ist eine Feenprinzessin." Junia lachte leise. "Und mein "zukünftiger Schwager" der spätere Duc de la Grâce, das Oberhaupt des von allen magischen Wesen gefürchteten Boulevard Haussmann 13." "Gefürchtet? Wieso das?" Kat sah verblüfft zu Junia und dann zum Erzengel Michael. "Weil ihr durch die Gnade des Himmlischen Vaters Zeit und Raum werdet kontrollieren können, weil ihr in Zukunft die Urteile auf Erden vollstrecken werdet die Himmel und Hölle verhängt haben... diesmal hat Lucifer das in die Hand genommen, doch in Zukunft, wenn ihr soweit seid, wird es eure Aufgabe sein. Doch bis dahin werdet ihr noch viel lernen..."
"Aber wie unterbinden wir jetzt diese Magie? Und diesen Betrug mit den Amuletten?" fragte Kat. Junia legte ihr eine Hand auf die Schulter. "Das meine Seelenschwester, ist meine Aufgabe. Ich muss meine Mutter aufklären, dass nur Gott eine Seele gewähren kann... und ihr Sterblichen könnt uns im Gegenteil zu den Mächten von Himmel und Hölle besiegen, wenn ihr stark genug seid... und du, Kat, beherrscht dazu noch Magie." Sie umarmte Kat und Julien, machte einen anmutigen Knicks vor dem Erzengel und verschwand. "Wo ist Junia hin?" frage Julien. "Sie ruft ihre Mutter zur Konferenz in den Boulevard Haussmann 13 - wie der Himmlische Vater es in ihre Seele gelegt hat. In 13 Tagen - am Sabbat - werdet ihr zwei dem Treffen beiwohnen um für die Zukunft zu lernen. Ihr werdet unsere Diplomaten kennen lernen und die Diplomaten der Hölle, die Feenkönigin und ihr diplomatisches Corps. Ihr werdet viele Geschöpfe kennen lernen, mit denen ihr in Zukunft immer wieder zu tun haben werdet. Und nun geht wieder hinaus. Auch wenn der Himmlische Vater die Strafe gebilligt hat, die Lucifer verhängte - er heißt sie nicht unbedingt gut." Kat sah zu Boden. "Die haben Julien und mir..." "Katherine! Dein Himmlischer Vater wird sie läutern! Vertraue darauf! Doch nur du allein kannst Lucifer bitten diese drei am Leben zu lassen! Dich allein hat er nah genug an sich herangelassen, dich allein hat er in sein Herz geschlossen - dich und durch dich auch Julien..." sagte der Erzengel mahnend und verschwand.
Julien zog Kat wieder nach draussen. "Die kleine Feenprinzessin hat ihre Seele?" fragte Belial leise. "Ja - und... Onkel Belial?" Er lächelte Kat an. "Das gefällt mir - Onkel Belial... Lass es aber vielleicht deine Eltern nicht unbedingt hören..." Kat fasste nach Belials Hand. "Lass diese drei Vollidioten gehen. Sie haben laut dem Erzengel Michael ihre Lektion nicht unbedingt gelernt, aber ab jetzt... übernimmt der Himmel sozusagen. Du weißt selbst, dass diese Strafe abgenickt, aber nicht abgesegnet ist." "Du und dein weiches Herz, mein Käthchen..." flüsterte er. "Aber du sollst deinen Willen bekommen, meine kleine Hexe..." Er zwinkerte. Im nächsten Moment war er verschwunden. Aus dem Platz vor den drei auf dem Kopf stehenden Kreuzen stieg plötzlich Rauch auf. Schwefeldämpfe schienen die Luft zu verpesten und ein riesenhafter Schatten mit Hörnern erschien. "Wäre es nach mir gegangen, wäret ihr drei hier verrottet! Doch diejenige, an der ihr euch vergehen wolltet, Sie hat für euch um Gnade gebeten! Euer ehemaliger Freund hat sich im Herzen ihrer Bitte angeschlossen! Von nun an liegt euer Leben und euer Sein bei Ihnen und dem, den Gott dazu bestimmt!" schallte es über den Platz.
Julien wedelte leise hustend den schwefeligen Rauch weg. "Meine Güte, da zieht er aber wirklich alle Register..." flüsterte er Kat belustigt zu. Der Schatten verschwand. Die Kreuze erhoben sich, gingen in die Waagerechte und wurden sanft auf dem Boden abgelegt. Samyaza und Gadreel entfernten die Nägel in den Füßen und die Seile um die Arme.
Die drei befreiten Studenten humpelten laut jammernd und geschockt über den Platz, sie wollten nur noch weg von dem Grauen das sie eben ereilt hatte und verschwanden in der der U-Bahnstation an der Kathedrale Notre Dame. Als der Schwefelqualm sich verzogen hatte schimpften die Leute die Amulette besaßen, die anderen waren erleichtert dass es vorbei war und waren entsetzt über das was gerade passiert war. "Wo ist Belial?" fragte Kat ihren Freund. Dieser zuckte mit den Schultern .Als sie nach diesem Spektakel wieder zurück in den Boulevard Haussmann 13 zurückkehrten, machte sich Kat auf die Suche nach Belial.
 Irgendwie hatte sie das Gefühl dass er böse auf sie war, da er nach seiner Aktion vor der Kathedrale einfach verschwunden war. Sie fand ihn im Arbeitszimmer am Schreibtisch sitzend, ins Grimoire vertieft. Mit einem Bleistift klopfte er auf die Seite des aufgeschlagenen Buches. Sie klopfte an die leicht angelehnte Tür und blickte ihn vorsichtig an "Belial? Bist du böse oder enttäuscht mit mir?" fragte die Fünfzehnjährige. Lucifer blickte von dem Buch auf und lächelte sie an. "Nein Kat ich bin nicht böse mit dir, oder enttäuscht von dir. Ich bin etwas enttäuscht, dass ich die Strafe für diese drei Taugenichtse nicht bis zum Schluss durchziehen konnte, du weißt doch die fiese Ader, in mir." grinste er frech. Kat schüttelte belustigt den Kopf. "So fies bist du gar nicht! Mach dich nicht schlechter als du bist, Onkel Belial!" Er lachte. Kat sah ihm über die Schulter.
"Was machst du da?" "Ich schreibe ein wenig an dem Bannspruch für Yaotl weiter, sobald deine Geschwister da sind und deine Mutter wieder..." Er überlegte wie er sich ausdrücken sollte. "...na ja du weißt schon, nach der Geburt... darf, ...kann, ...müssen deine Eltern das Ritual durchführen." "Ah, du meinst du kannst nicht vernünftig mit mir reden und fragst dich, wie du mir erzählen sollst, dass sie dann wieder "Bienchen und Blümchen" spielen dürfen?" fragte sie ihn neckend. Belial lachte laut auf. "So in etwa. Aber ich denke über Bienchen und Blümchen brauche ich dir nichts erzählen - und mit Bienchen und Blümchen hat ein Ritual wenig zu tun!" Sie nickte wissend. "Es ist in letzter Zeit wieder schlimmer mit Yaotl oder?" fragte Kat sichtlich besorgt um ihren Vater. Belial nickte. "Ich habe den Eindruck, ja. Er hält nur durch, weil er euch hat, deine Mutter und dich." "Er wird aber noch so lange durchhalten?" hakte sie nach. Belial verspürte so etwas wie Traurigkeit, als er Kat ansah und in ihrem Gesicht große Besorgnis wegen ihres Vaters sah. Ihm wurde klar wie viel Derek ihr bedeutete. 
"Ja das wird er, dein Vater ist stark und ich habe ihm von Mathilde und Selvaggia eine Tinktur machen lassen die... die Angriffe etwas abschwächt und ihm hilft sie wieder etwas besser wegzustecken. Deine Eltern wissen das und sie sind bereit das Ritual zusammen durchzuführen." Sie lief zu ihm, umarmte ihn und flüsterte ein: "Danke! Dass du das machst." Er lächelte sie freundlich an. "Schon gut, und jetzt verschwinde schon. Wir treffen uns Morgen in San Francisco. Notfalls hoffe ich, dass dein Dad mir soweit vertrauen kann, dass ich ihm etwas von meiner Stärke leihe, falls es zu schlimm wird. Er wird durchhalten, Kat! Immerhin hat er in drei Monaten nicht nur euch beide sondern vier Menschen um sich für die er durchhalten muss! Stell dir vor, was Yaotl mit deinen Geschwistern anstellen könnte!" "Das will ich gar nicht!" antwortete Kat erschauernd. Sie gab Belial einen Kuss auf die Wange. "Nochmals danke, Onkel. Wir sehen uns Morgen." Verblüfft berührte Belial die Stelle an der sie ihn geküsst hatte. "Hast du noch nie einen Kuss auf die Wange bekommen?" fragte Kat als sie das bemerkte. Er schüttelte den Kopf. "Ich habe auch nie wirklich... Familie... eine Familie wie du sie hast, kennen gelernt." Kat umarmte ihn. "Du wirst für Julien und mich immer wie ein Onkel sein und wenn wir irgendwann Kinder haben ein wundervoller Großonkel, der beste den ich mir vorstellen kann. Jetzt hast du Familie, Onkel Belial." flüsterte sie leise in sein Ohr. Er erwiderte die Umarmung liebevoll, sagte aber nichts.
Fast zwei Wochen vergingen ereignislos. Belial erschien täglich in San Francisco. Manchmal war er sogar schon da, wenn Kat nach Hause kam und diskutierte mit ihren Eltern über das Ritual oder probierte mit Rachel irgendwas aus, was er mitgebracht hatte; mal war es Darjeeling aus den äthiophischen Hochebenen, ein anderes Mal irgendeine ausgefallene Bananensorte oder ein Kaffee aus Indien, Reis aus China, Schokolade aus Belgien oder der Schweiz. Fast schien es, als habe er Freude daran Rachel die kleinen Geschenke zu machen, sie mit Derek und ihr zu genießen und einfach dazu zu gehören, was irgendwie immer mehr geschah.
Am übernächsten Samstag war die komplette Gemeinschaft des Boulevard Haussmann im Salon versammelt - zu der stattfindenden Konferenz mit der Feenkönigin. Junia stellte alle kurz vor als diese eintraf. "Vertraue mir, meine Mutter und Königin, er ist nicht böse, beziehungsweise nicht im Moment." sagte sie leise, als sie den entsetzten Blick sah als ihre Mutter Belial erblickte und in ihm Lucifer erkannte. "Wenn du das sagst." Sie blickte dennoch etwas misstrauisch zu Belial. "Ich bin Jadis Schimmerflügel, Königin der Feen. Es überrascht mich, den Fürsten der Finsternis hier zu treffen, da Junia meinte dass nur Gott uns eine Seele gewähren kann?" fragte sie an Engel und Dämonen gewandt. Belial nickte. "Da Junia mich kennt: Dies sind die Abgesandten Gottes: Gabriel, sein oberster Botschafter. Raphael und Sariel, die Beauftragten für den Boulevard Haussmann und Gabriels Schreiber Euangelion" Gabriel nickte Belial zu, dann wandte er sich an die Feenkönigin: "So ist es! Gott, unser Himmlischer Vater im Himmel allein entscheidet, welches Lebewesen eine Seele bekommt. Den Menschen und Tieren hat er sie vom Anbeginn der Zeit an geschenkt. Bei allen anderen Geschöpfen wägt er ab." "Aber meine Tochter... Sie hat eine Seele... Sie hat eine eigene, sie teilt sie nicht mehr mit Miss Corrigan-Rayne." 
Sariel nickte. "Ja, denn sie hat den Himmlischen Vater um eine Seele gebeten." "Ihr müsst einfach nur bitten, so wie Junia es getan hat, sie hat ihre Seele erhalten, weil sie Gutes tut." erklärte Belial der Feenkönigin. Raphael räusperte sich. "So einfach ist das nicht! Einer Seele muss man sich würdig erweisen, wenn man sie nicht von Anfang an als Geschenk der Gnade bekommen hat. Wir geben euch die Chance nach eurem Tode mit dem Geisthauch den ihr habt eine Seele zu erwerben indem ihr hier und da zeigt, dass ihr mitfühlend seid..."
"Die Kobolde und Zwerge haben uns das glaubhaft anders geschildert. Sie meinten: Wenn wir den Menschen, da sie leicht zu beeinflussen sind... glauben lassen, dass ihnen mit den blutigen Tränen ihre Sünden vergeben würden, sie sich sicher und geborgen fühlen würden... wir Gutes tun könnten für die gesamte Menschheit, dann würden sie uns Seelen geben. Sie meinten, sie könnten Seelen erschaffen... Wir Feen sind vielleicht wohl doch ein zu leichtgläubiges Volk denn wir  - die meisten von uns - wünschen nichts mehr als eine eigene Seele zu besitzen. Deshalb sind wir auf den Pakt mit den Kobolden und Zwergen eingegangen. Da die Zwerge und Kobolde keine Magie in diesem Sinne besitzen, haben wir die Amulette mit positiven Gefühlen versehen und unwiderruflich mit Magie versiegelt. Wenn wir gewusst hätten welche Wirkung das noch auf die Menschen hat und welche Ausmaße alles annimmt, dann hätte ich dem Handel gar nicht zugestimmt." flüsterte Königin Jadis. "Glaube mir, Mutter! Die Menschen sind nicht wirklich glücklich. Sie sind gleichgültig gegenüber dem Leiden. Ihnen geht es gut, weil nichts mehr sie berührt oder ihnen nahe geht. Das ist genau das Gegenteil von dem, was eine Seele ausmacht. Wir töten die Seelen der Menschen so viel eher!" rief Junia.
"Wenn ihr also den Zauber wieder von den Fläschchen nehmen würdet, dann wäre mit den Glücksgefühlen auch die Gewissenlosigkeit die dadurch entsteht verschwunden?" fragte Rachel die Feenkönigin. "Ja, aber so einfach ist das nicht. Die Fläschchen wurden bereits in die ganze Welt verkauft und so mächtig ist unser Zauber auch nicht, wir sind immerhin nur ein kleines Feenvolk. Das müsste schon ein weitaus mächtigeres Wesen machen." antwortete die Feenkönigin. "Wenn dies überhaupt möglich ist." fügte sie noch hinzu. Aber ich kann eines schon mal tun, ich werde meinen Feen, die für die Verzauberung zuständig sind,  erklären was es damit auf sich hat und somit verhindern, dass noch weitere Amulette in Umlauf gebracht werden." 
"Habt Dank Jadis Schimmerflügel. Das hilft uns für den Anfang sehr." bedankte sich Gabriel freundlich bei der Feenkönigin. 
"Die Feenkönigin meinte doch, nur eine weitaus stärkere Macht könne diesem Spuk ein Ende machen. Himmel und Hölle! Belial hat uns vor einiger Zeit erzählt dass in Zukunft immer öfter etwas derartiges passieren würde, und das nur das Zusammenspiel von Gut und Böse einen Sieg erringen kann. Himmel und Hölle ist die stärkste Macht die mir bekannt ist. Beide zusammen - mit weißer Magie?" meldete sich Derek zu Wort. "Nicht ganz Derek, mit dem ersten Teil hast du vermutlich recht, aber möglicherweise brauchen wir eher... graue Magie? meinte Belial. "Graue Magie? Was soll das sein?" fragte Nick. "Da die Feen an sich weiße Magie angewandt haben, würde rein weiße Magie die Zauber wohlmöglich nur verstärken. Es muss also eher schwarzmagisch funktionieren." murmelte Sariel. "Und das gefällt mir nicht..." "Und wenn man es wirklich in einer "Grauzone" von Magie probiert? Ich meine... so in der Art, dass man die Amulette weniger positiv macht, oder irgendwie unangenehm? Sie könnten plötzlich anfangen zu stinken oder so." schlug Kat vor. "Also müsste man wirklich mit schwarzer Magie dagegen wirken?" murmelte Alex.
Belial wirkte nachdenklich. "Wir haben doch zwei der Amulette hier. Könnte ich das noch versiegelte Amulett mal haben, ich würde gerne etwas ausprobieren." sagte Belial. "Klar ich hol es dir." Nick streckte ihm das Fläschchen hin. Belial schauderte es sichtlich allein schon bei dem Gedanken daran das Fläschchen noch einmal anfassen zu müssen, nachdem er schon damals in Dereks Arbeitszimmer diese Abscheu empfunden hatte. "Die Menschen müssten also das empfinden was ich jetzt empfinde wenn ich es anfasse." murmelte er angewidert. Zögernd nahm er das Fläschchen von Nick entgegen, in dem Moment als er es in der Hand hielt stöhnte er auf und begann leicht zu zittern.  Man sah ihm an, dass es ihn Überwindung kostete, das Fläschchen nicht sofort wieder loszulassen. Er atmete tief ein und schloss die Augen. Mit Willenskraft versuchte er sichtlich den in sich Ekel erregenden Gefühlen standzuhalten und den Zauber umzukehren. Er murmelte etwas Unverständliches vor sich hin und entspannte sich nach einer Weile, öffnete seine Hand und starrte auf das Fläschchen. 
"Es ist nicht mehr so ekelhaft wie noch vor ein paar Minuten, es fühlt sich fast gut an, wobei ich das Gefühl für meinen Teil nicht wirklich beschreiben kann. Wer von euch anwesenden Menschen möchte es mal testen?" fragte er und setzte dabei ein leicht fieses Grinsen auf. "Ich mache es!" sagte Nick mutig und nahm das Fläschchen wieder an sich, ließ es aber nach einem kurzen Zusammenzucken sofort wieder fallen. "Pfui Teufel!" rief er laut. "Das könnte ich persönlich nehmen, Nick!" meinte Belial belustigt.  Nick grinste, bevor er fragte: "Was hast du jetzt damit gemacht?"
Belial grinste immer noch. "Eigentlich nicht viel, ich habe im Prinzip nur durch meine Willenskraft, den Zauber verändert, so dass es jetzt eben genau umgekehrt ist. Nur leider,  denke ich, ist der Zauber nicht so mächtig, dass er sich über die ganze Welt aussprechen ließe. Und selbst wenn dann bräuchte ich so oder so wie vorher schon von Derek angemerkt, die Hilfe des Himmels."
"Dann würde es so also gehen? Ich meine das ist genau das was ihr vorher erwähnt hattet, es ist abstoßend für die Menschheit nach dem Belial den schwarzen Zauber daraufgelegt hat. Denn ich will das Ding jetzt auf keinen Fall mehr haben. Müsste man nur überlegen wie man es auf alle Amulette übertragen kann." Die Engel und Dämonen nickten. "Könntet ihr das was Belial gerade gemacht hat nicht mit euren Gedanken machen? Und so die anderen Amulette auch so eklig machen wie das?" fragte Kat die Engel und Dämonen. "Ach Käthchen, wenn es nur so einfach wäre, denn dazu wird unsere Kraft nicht ganz ausreichen." seufzte Belial. Gabriel dagegen lächelte. "Die einfachen Lösungen sind oft die Besten. Und auch wenn einer von uns das nicht vermag - unser Himmlischer Vater könnte unsere gemeinsamen Kräfte verstärken." sagte er mit einem freundlichen Lächeln in Kats Richtung. "Dann klappt das?" fragte sie erfreut. Raphael antwortete ihr: "Das ist die Frage. Wir müssen dazu erst anfragen und im Himmel vergeht Zeit anders. Stunden bei uns sind hier mitunter Tage... Zeit ist ein eigenes Mysterium, Katherine." Fragend sah der Teenager den Engel an. "Inwiefern?" "Du wirst es eines Tages verstehen, Katherine!" beschied Gabriel ihr. "Dann, wenn dein Himmlischer Vater dir das Wissen schenkt oder jemanden schickt, der es dich lehrt!" mischte sich zum ersten Mal der Schreiber Euangelion ein - ein wenig unfreundlich, wie Kat fand. 
Sie warf ihm einen finsteren Blick zu. "Na, wenn das mal keine "Gute Nachricht" ist, oder?" fragte sie sarkastisch auf die Übersetzung des Namens des Engels aus dem Griechischen anspielend. Der wolle sie offensichtlich anfahren, doch ein strenger Blick Gabriels hinderte ihn daran. "Du bist noch sehr jung, Katherine. Deine Wissbegier ist sehr gut, doch überlasse es deinem Himmlischen Vater den Zeitpunkt zu bestimmen zu dem er dich das notwendige Wissen erlernen lässt." sagte er sanft zu Kat. "Das ist nervig. Ihr redet alle immer von Mysterien, Zeit, davon, dass ich alles lernen muss, aber dann bin ich zu dumm dazu und..." "Nicht zu dumm, Katherine, aber du kannst nicht alles auf einmal lernen." unterbrach Sariel sie sanft. "Wie Gabriel sagte: Deine Wissbegier, dein Wille zum Lernen und Forschen ist wundervoll, aber du musst den Weg Schritt für Schritt gehen um alles zu erfassen, lückenlos." Er wandte sich ein wenig barsch an Euangelion - in jener uralten Sprache, die - Kat wusste es intuitiv - weit vor den ersten Menschen gesprochen worden war. 
Der Engel zuckte zusammen, nickte und wandte sich an Kat. "Es tut mir leid, Mademoiselle. Ich habe mich im Ton vergriffen." "Und es nicht mal selbst bemerkt. Sie haben gerade einen verbalen Tritt von Sariel bekommen und sich darum entschuldigt. Danke, aber nein, danke! Ich bin nicht gerade der leicht vergebende Typ Mensch, Mr. Euangelion!" Um Gabriels Mundwinkel zuckte es. "Aber ich meine es wirklich...!" protestierte Euangelion. "Lass es, du wirst es Katherine beweisen müssen und ich denke, ein guter Weg dazu ist dich als ihr erster Lehrer an ihrer Seite zu lassen, als Schreiber für den Boulevard Haussmann und als Katherines Wächter, damit sich ein Vorfall wie der in der Universität vor zwei Wochen nicht wiederholt." bestimmte Gabriel. 
Euangelion sah den Erzengel entsetzt an. "Ich bin... Ich soll den Schutzengel geben?" fragte er. "Ja, welch ehrenvollere Aufgabe könnte es für einen Engel geben, Euangelion, als ein Kind des Herrn zu beschützen? Noch dazu das seiner geliebten Kinder, das zu Großem auserkoren ist." Kat sah bestürzt zu Gabriel. "Aber ich habe doch einen Schutzengel und..." "Dieser hat in gewisser Weise versagt, mein Kind! Du musstest Lucifer zur Hilfe rufen und das sollte nicht geschehen!" "Katherine hat jederzeit die Möglichkeit und das Recht mich zu rufen!" stellte Belial klar. "Sicher, aber eigentlich sollte ihr Schutzengel sehr aufmerksam sein. Er hat versagt, das weißt du genauso wie ich!" antwortete Gabriel. Belial sah zu Samyaza, der gerade aufgetaucht war und lächelte. "In Ordnung, dann werde ich ihr als "Schutzdämon" Samyaza zur Seite stellen." sagte er mit einem finsteren Lächeln auf Euangelion. Der Engel schnappte nach Luft und sah fast empört zu Gabriel. "Es sei denn, Käthchen, du bist dagegen..." fügte Belial mit liebevollem Lächeln zu Kat hinzu. Die grinste. "Nein, bin ich nicht, Samyaza kenne ich und der ist in Ordnung." Der ihr zugeteilte Dämon kam lächelnd zu ihr und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Tja, dann ist das wohl beschlossene Sache, dass ich auf dich aufpasse..." meinte er schmunzelnd und wandte sich an Euangelion: "Friss es oder stirb dran!"
"Gut, wir werden Nachricht schicken wenn im Himmel beschlossen wurde wie wir verfahren. Ich danke dir, Lucifer, dafür, dass du einen Weg gefunden hast." sagte Gabriel zu Belial. Der Fürst der Finsternis nickte dem obersten Botschafter des Himmels freundlich zu. 
"Alex, Nick, wir würden uns freuen euch mal wieder bei uns in San Francisco zu sehen. Falls ihr heute Abend noch nichts vorhabt, würden wir Euch gerne für heute Abend zum Essen einladen." sagte Rachel an ihre beiden Freunde gerichtet. Alex und Nick stimmten zu, sie redeten noch eine Weile miteinander und beschlossen dann dass Alex gleich mitkam um zusammen mit Rachel zu kochen. Nick wollte später nachkommen. "Ich komme dann mit Nick nach wenn es recht ist, ich wollte mich noch mit Onkel Pierre unterhalten, bevor er nachher zu seinem Termin muss." informierte Julien die Raynes. Also traten Derek, Rachel, Alex, Kat und Belial durch das Portal, da Derek und Kat noch gemeinsam mit Belial an dem Bannritual arbeiten wollten.
Während Alex und Rachel in der Küche zusammen kochten und Frauengespräche, hauptsächlich über Kinder und ihre Schwangerschaften führten, waren Derek und Kat mit Belial in der Bibliothek. "Ist alles in Ordnung, Derek? Du siehst... blass und erschöpft aus." stellte Belial nach einer Weile fest. "Ja, es geht mir gut." kam die knappe Antwort. "Lügner! Du kannst mich nicht täuschen Derek." "Ich habe... konnte letzte Nacht nicht schlafen." Kat nickte. "Das stimmt, ich musste nachts ins Bad und da sah ich hier noch Licht." Belial seufzte. "Ich bitte dich aber Derek, sobald es schlimmer wird mit Yaotl dann sag mir bitte Bescheid. Du hast mittlerweile keine andere Option mehr! Ich kann dir notfalls auch mit Magie weiterhelfen, wenn du mir vertraust."  "Mach ich, versprochen! Ich spüre ja mittlerweile selbst dass ich nicht mehr ewig durchhalte, das ist ja mit ein Grund weshalb ich jetzt bereit bin das Bannritual durchzuführen." 
Nachdem sie ihre Arbeit an dem Bannspruch beendet hatten und Belial sich von den beiden Frauen in der Küche verabschieden wollte, bat Kat ihre Eltern: "Kann Belial nicht auch zum Essen bleiben, jetzt wo er schon da ist und so lecker wie das hier duftet hat er bestimmt auch Lust zu bleiben?" "Klar kann er, wenn er Lust hat." antwortete ihre Mutter. "Also dann bleibst du!" Er lachte. "Das klingt ja fast wie ein Befehl Käthchen." Kat grinste ihn frech an. Die anderen lachten.
Pünktlich als im Legat das Essen angerichtet wurde traten Nick und Julien herein. "Endlich sind wir mal wieder mehr Leute so dass unser Esszimmer mal wieder genutzt wird, ich dachte schon das verstaubt noch total." lachte Rachel. "Belial, wie bist du eigentlich auf die Lösung mit dem Amulett heute gekommen?" wollte Nick interessiert wissen. "Nick, ich habe dieses Grimoire selbst verfasst und kenne es in und auswendig. Nachdem Sariel meinte dass es schwarzmagische Magie sein müsste, kam mir nach kurzem Überlegen der Spruch in den Sinn, also hab ich es einfach ausprobiert." Kat wandte sich an Belial. "Was hast du eigentlich gefühlt als du das Fläschchen gehalten hast? Du sahst für einen Augenblick aus als ob du... jeden Moment... zusammenbrichst. Mir fällt kein besseres Wort ein." Belial stöhnte. "Käthchen, ...das sag ich euch besser nicht in Details. Für meinen Teil war es einfach nur ein widerliches, grauenhaftes und abstoßendes Gefühl das ich wirklich nicht näher beschreiben möchte, schon allein der bloße Gedanke daran ...widerlich!" "Was denkst wie lange es dauert bis der Himmel uns seine Entscheidung mitteilt?" wollte Alex von Belial wissen. "Das kann ich dir nicht sagen, du hast doch Raphael gehört. Das kann für uns hier schon eine ganze Weile dauern." Er wandte sich an Rachel und Derek. "Ich hätte ein Bitte an euch. Ich würde gerne mit Kat und Julien am Samstag einen Ausflug nach Disneyland Paris machen. Ein wenig Spaß und Freude tut den beiden bestimmt mal gut." "Aujaa! Bitte, bitte, dürfen wir?" strahlte Kat sichtlich begeistert. Ihre Eltern sahen sich kurz an. "Wieso nicht, du passt ja gut auf und bringst uns unsere Tochter wohlbehalten zurück, dann spricht eigentlich nichts dagegen."
Als Kat, Julien und Belial Samstagabend nach ihrem Besuch in Disneyland zurückkamen, waren sie immer noch total begeistert, von dem herrlichen Tag. Auch Samyaza, der die Jugendlichen - da zu Kats "Schutzdämon" erklärt, begleitet hatte war guter Laune. Einzig Euangelion murmelte immer wieder: "Unverantwortlich! Loopingbahn?! Unverantwortlich! Achterbahn!? Fürchterlich!" "Das nächste mal gehen wir in einen Park in den USA, da gibt es schon allein in Florida einige. Die möchte ich nämlich gern mal sehen. Da sind die Universal Studios, da steht das Psychohaus und man kann im Delorean zurück in die Zukunft reisen und..." Belial und Julien lachten. "Ist schon gut Kat, das sehen wir ja dann." meinte Julien um ihre Euphorie zu stoppen. "Und den Bush Garden, mit Looping-Achterbahnen, ich hoffe die fahrt ihr!" fügte sie noch lachend hinzu bevor sie mit Julien durch das Portal ging. 
Euangelion stöhnte verzweigelt auf. "Oh, Himmlischer Vater, du hast mir Gabriel eine Verrückte aufhalsen lassen!" murmelte er. Samyaza und Belial grinsten einander an. "Ich weiß nicht, Chef, aber Bush Garden hört sich für mich interessant an..." meinte der Dämon. Belials Grinsen wurde mit einem Seitenblick zu Euangelion fast fies. "Ja, finde ich auch..." Der Engel flippte fast aus. "Ich bin der Schutzengel von Katherine Corrigan-Rayne und ich werde das nicht zulassen! Unverantwortlich! Leichtsinnig! Unglaublich!" rief er. Kat warf ihm einen verärgerten Blick zu. "Onkel Belial, kannst du nicht mal mit Gabriel oder Raphael reden? Captain Spaßbremse hier ist nervig!" Samyaza kicherte. "Och... ich denke, wir kriegen ihn schon noch etwas lockerer. Gib ihm noch eine Chance..." meinte er. 
Eine fast ereignislose Woche ging vorüber. An der Sorbonne - die Vorlesungen fanden wieder im theologischen Seminar statt - wurden die drei ehemaligen Kommilitonen von Julien, die Kat und ihn angegriffen hatten, geschnitten und ignoriert. Samyaza saß neben Kat und hörte - getarnt als Student - der Vorlesung zu. Dabei brachte er durch Zeichnungen - er war ein begabter Comic-Zeichner - die Euangelion zeigten wie er einen Anfall nach dem anderen bekam wenn Kat von Julien oder Samyaza gerettet wurde - in den Comics - Kat und Julien zum Lachen, wodurch sie schließlich alle einen Rüffel von Derek bekamen: "Mr. Dubois, Mr...?" "Samyaza, Dr. Rayne!" antwortete der der Dämon ihm grinsend. Derek zog eine Augenbraue hoch. "Mr. Samyaza, wenn Sie nicht der Vorlesung folgen wollen, können Sie den Raum verlassen. Miss Corrigan-Rayne ist freiwillig hier und kann auch jederzeit gehen, wenn es ihr zu langweilig ist!" "Sorry Dad..." murmelte Kat verlegen und Samyaza räusperte sich. "Entschuldigen Sie bitte, Dr. Rayne, das war meine Schuld. Ich habe die beiden abgelenkt, werde das aber nicht mehr tun." Derek seufzte.
Während dessen schimpfte Euangelion im Boulevard Haussmann weiter vor sich hin. Belial hörte sich das ganze eine Weile kopfschüttelnd an, bis er sich nicht mehr zurückhalten konnte. "Was ist eigentlich dein Problem? Achterbahnen sind weniger gefährlich als das Haus zu verlassen!" sagte er genervt zu Euangelion. "Geh du erst mal raus und schau dich draußen um, wie rücksichtslos die Pariser teilweise mit ihren Autos durch die Straßen rasen. Oder hast du schon mal beobachtet wie sie einparken? Oder einfach mal wie es da draußen zugeht? Mach das erst mal, dann reden wir weiter und wenn du jetzt noch ein Wort sagst dann..." "Was dann, willst du mich dann irgendwie mit deiner schwarzen Magie mundtot machen?" Belial war sichtlich genervt von Euangelions Benehmen. "Ich könnte es, das weißt du, also hör jetzt besser auf mit deinem schwachsinnigen Gerede." fuhr er den Engel an. "Wenn du mir drohst dann werde ich es Gabriel sagen." Belial seufzte. "Hat der kleine Engel etwa Angst vor dem bösen, fiesen Teufel? Und muss seinen Chef zu Hilfe holen?" spottete Belial.
Kurze Zeit später erschien Gabriel im Boulevard. "Oh nein! Der hat dich tatsächlich gerufen? Ich glaubs ja nicht!" stöhnte Belial als er Gabriel erblickte. "Was geht hier eigentlich vor Lucifer? Euangelion meinte du hättest ihn bedroht." erklärte der oberste Botschafter Gottes. Belial antwortete ziemlich gereizt. "Ich habe ihm weder etwas getan noch bedroht. Der dreht sich jedes Wort so hin wie er es gern hätte. Das einzige was ich gesagt habe dass ich es könnte als er fragte ob ich ihm den Mund verbieten will. Mehr nicht! Und im übrigen hat der einen an der Waffel. Er würde Kat am liebsten 24 Stunden, 7 Tage die Woche einsperren - laut seiner Vorstellung der einzige Weg auf dem ihr nicht passiert." 
Gabriel seufzte. "Und aus welchem Grund ist er derartig aus dem Ruder gelaufen?" "Samyaza und ich waren mit Julien und Kat in Disneyland, weil wir den beiden einfach mal etwas Spaß gönnen wollten. Gerade Kat, die momentan auch an einigem zu knabbern hat was ihr große Sorgen bereitet. Danach hat er nur noch "unverantwortlich" und "unerträglich" und weitere "un..."s gesabbelt! Selbst Kat meinte irgendwann sie wolle Ende der Woche in einen Park mit noch mehr Achterbahnen und so!" Diesmal schüttelte Gabriel seufzend den Kopf. "Euangelion dramatisiert immer gleich alles! Ich finde es gut, dass du Katherine ablenken willst. Solange ihr auf sie achtgebt, ist das in Ordnung. Ich rede mit ihm, dass er nicht ganz so dramatisch reagiert, ansonsten... versucht einfach mit ihm auszukommen. Wenn ich ehrlich sein soll, ist er von mir zu Katherines Leibwächter ernannt worden, weil ich hoffe, dass ihr schafft, dass er auftaut - und Samyaza und dir traue ich das genauso zu wie Katherine und Julien! Ich gehe dann wieder wenn ich mit ihm geredet habe." "Es würde helfen, wenn du diesem kleinen Jammerlappen einmal gehörig in den Allerwertesten trittst! Das ist meine Meinung, Gabe!" "Gabe?" fragte der Erzengel irritiert. Lucifer grinste. "Gabe - Kurzform von Gabriel." erklärte er. "Ah, und du bist dann - Glöckchen? Bell?" neckte der zurück. Belial lachte. "Vielleicht - aber Kat fällt da sicher besseres ein." Der Chefdiplomat des Himmels lachte leise und verabschiedete sich von Belial mit einem Nicken. Dieser erwiderte den Gruß des Erzengels.
Beim Abendessen saßen Kat und Julien zwischen Mathilde und Samyaza. Euangelion sah fast empört auf die Hexe, die er offenbar nicht als "würdig" erachtete als er das Esszimmer etwas verspätet betrat. "Erhebe dich, ich bin Katherines Schutzengel!" Mathilde wollte erschrocken gehorchen, doch Belial, der ihr gegenüber saß, hinderte sie daran. "Und Mathilde ist die Köchin und eine Freundin von Kat! Außerdem sitzt Samyaza neben ihr - mehr Schutz braucht sie hier doch wohl nun wirklich nicht, oder, Engelchen?" spottete er an Euangelion gewandt. Der schnappte nach Luft und zeterte, er wäre schließlich der ernannte Schutzengel, es wäre seine Pflicht und sein Recht neben Kat zu sitzen. 
"Ich glaub, ich brech in meinen Pfefferminztee!" flüsterte die Samyaza zu. Belial warf ihr einen belustigten Blick zu. "Euangelion! Du wirst deinen Hintern gefälligst auf einen noch freien Platz pflanzen oder du kannst ihn auf Wolke Sieben schwingen und Harfe klimpern bis du dran erstickst! Und glaub mir, es wird mir ein Vergnügen sein dir einen Tritt als Starthilfe zu verpassen! Du bist ein echter Waschlappen, Euangelion! Wozu hast du deine übernatürlichen Kräfte eigentlich? Wenn du so weiter machst wie bisher, dann macht Kat sich bald nicht nur über dich lustig, sondern dreht dir eigenhändig den Hals um!" fuhr er den Engel an. "Und ich helfe ihr mit Vergnügen dabei!" knurrte Samyaza. "Dito!" murmelte Julien. Euangelion schnappe nach Luft. "Dr. Rayne, sagen Sie doch mal etwas dazu!" rief er empört. Derek lächelte. "Wieso sollte ich? Katherine ist ein junger Mensch, jemand der Abenteuer mag, Erfahrungen sammeln muss und soll! Sie jammern nur und verlangen, dass ich Sie darin unterstütze ihr die Flügel zu stutzen bevor sie fliegen kann? Wie ignorant kann man nur sein! Ich werde meine Tochter nicht einschränken - zumal ich sie bei Samyaza und Belial in guten Händen weiß! In Händen, die schon mehrmals gezeigt haben, dass sie sie beschützen können!" 
Alex und Nick grinsten einander an. "Ich denke, als momentaner Hausherr darf ich Sie auf "Wolke sieben" zum Harfespielen schicken?" fragte Nick verächtlich. "Nein, dürfen Sie nicht, Mr. Boyle!" antwortete Euangelion sichtlich beleidigt und setzte sich mit säuerlicher Miene auf einen freien Platz.
"Gabriel!" brüllte Belial fast. Der Erzengel erschien mit einigen Schriftrollen im Arm. "Ja, Lucifer, was ist denn?" "Schaff auf der Stelle diesen Vollidioten hier weg, bevor ich mich vergesse!" zischte Belial. Kat sah den Erzengel bittend an. "Ja, ich kann ihn nicht leiden, er jammert, er nörgelt, er behandelt Tilly schlecht! Und er versucht meinen Vater gegen mich aufzubringen!" stimmte sie zu. "Euangelion?" fragte Gabriel. "Ich muss neben Katherine sitzen!" rief der Engel. "Wieso? An sich halten Schutzengel den Mund, sind unsichtbar für ihre Schützlinge und mischen sich nicht ein! Dass Katherine dich sieht und hört ist eigentlich ein Zugeständnis an sie - aber ich merke, das geht nicht gut!" "Lord Gabriel, was soll das heißen?" fragte Euangelion entsetzt. "Ganz einfach: Du wirst dich ab jetzt wie ein normaler Schutzengel verhalten: Katherine wird dich weder sehen noch hören. Lucifer und Samyaza werden dich sehen, natürlich, aber sie werden dich ignorieren. Deine Aufgabe wird es sein Katherine zu beschützen, ganz gleich was geschieht und wie es geschieht: Ihr Leben und ihre Unversehrtheit sind dein Existenzzweck." erklärte Gabriel - wohl mehr für die anwesenden Menschen.
Belial räusperte sich. "Ähm... Gabe... da gibt es nur ein Problem..." Gabriel grinste ihn an. "Und welches, Glöckchen?" fragte er. Kat und Julien sahen einander an, dann zu Samyaza - und schon kicherten alle am Tisch. Belial zog belustigt eine Augenbraue hoch. "Schön, dass ihr euch amüsiert, Kinderchen..." murmelte er. "Das Problem, Gabe, ist: Katherine wird Euangelion durch mich wahrnehmen! Durch ihre Verbindung zu mir über das Grimoire! Wahrscheinlich die Gestalt als Schatten, seine Stimme als Fliegensummen, aber er wird ihr nach wie vor auf den Senkel gehen!" Gabriel seufzte. "Dann hast du meine Erlaubnis ihm einen Schweigezauber zu verpassen! Notfalls kneble ihn!" Belial und Samyaza grinsten einander fies an. Euangelion schnappte nach Luft. "Lord Gabriel ich... Ihr könnt doch nicht..." "Oh doch! Du musst lernen, dass einen Schützling zu haben nicht heißt diesen in einen Glaskasten zu sperren! Von Lucifer und Samyaza kannst du eine Menge lernen!" unterbrach Gabriel ihn bestimmt. "Ihr erwartet von mir, dass ich vom Höllenfürsten und einem seiner Diener lerne!?" rief Euangelion entsetzt. "Die beiden setzen Katherine in irgendwelche gefährlichen Todesmaschinen und ich soll auf sie achten!" "Todes- was?" fragte Samyaza verblüfft. "Na ja, diese Looping-Todes-Achter-Mega-Bahnen!"  rief Euangelion.
"Bitte, ich will einen vernünftigen Schutzengel, nicht Captain Spaßbremse!" bettelte Kat mit einem angewiderten Blick zu Euangelion. "Katherine, ich möchte, dass du bis zum Ende des Jahres mit ihm durchhältst. Wenn du dann noch nicht mit ihm zufrieden bist, werde ich dir einen geeigneten Schutzengel zuteilen lassen - wobei ich sicher bin, dass dein Himmlischer Vater auch durchaus mit einem... gefallenen Schutzengel leben kann von dem er weiß, dass dieser genauso für dich da sein wird, wahrscheinlich sogar aufopfernder, da du ihn siehst und kennst und mit ihm vertraut bist." Samyaza legte Kat einen Arm um die Schulter. "Nur so als Idee: Wieso kümmert sich der Eugen hier nicht um Julien und Kat überlasst ihr mir?" "Eugen?" kreischte Euangelion empört. Alle anderen im Raum verkniffen sich ein Lachen oder Kichern, doch hier und da war ein leises Prusten zu hören. "Euangelion ist Griechisch und bedeutet..." "Ja, Eugen, "Gute Nachricht", das wissen mindestens 80% der hier anwesenden Personen sehr wohl!" unterbrach Julien in hörbar genervt. 
"Du kleiner unverschämter Bengel!" fuhr Euangelion ihn an. "Was erlaubst du dir einem Engel gegenüber!?" "Das reicht!" donnerte Gabriels Stimme durch die Küche. "Samyaza, du wirst dich um Katherines Wohlergehen und Schutz kümmern und Euangelion wird für Juliens Sicherheit da sein - aber dir und Lucifer unterstellt!" bestimmte Gabriel. "Damit kann ich leben..." meinte Samyaza mit einem boshaften Grinsen in Euangelions Richtung. "Wie ich..." meinte Belial leise hämisch lachend. Dann sah er allerdings in Juliens Richtung. Der junge Student saß völlig entsetzt aussehend da. "Ach Julien, das wird schon. Armaros oder Gadreel werden von meiner Seite auf dich aufpassen und ihm in den Hintern treten!" Niedergeschlagen sank Euangelion auf den Stuhl zurück. "Ja, Lord Gabriel... Euer Wille ist mein Befehl..." flüsterte er sichtlich gedemütigt. "Glückliches Ich... statt eines Jammerlappens habe ich nun einen Trauerkloß als Schutzengel..." murmelte Julien sarkastisch. Gabriel legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Wenn Julien sich innerhalb der nächsten drei Monate beschweren muss, Euangelion, wirst du eine wesentlich undankbarere Aufgabe erhalten!" Der Engel nickte.
"Wie war das, Julien, Käthchen - DisneyWorld oder Bush-Park am Wochenende?" "Welcher Park war der mit den vielen Loopingbahnen, Kat?" fragte Julien und blickte dabei fies zu Euangelion. "Das ist Bush Gardens, dann gehen wir da hin?" "Sicher, wird bestimmt ein Spaß!" meinte Samyaza. "Dann muss ich auch mit in den Park der Horrormaschinen." stellte Euanglion kleinlaut fest. Der genervte Blick von Belial traf ihn. "Aber nur als Schutzengel, wie es Gabriel befohlen hat. Und du bist still, denn sonst stopf ich dir dein... Mundwerk!" Euangelion blickte flehend zu Gabriel. "Bitte, muss das wirklich sein, dass Lucifer seine schwarze Magie gegen mich an wenden darf?" Gabriel seufzte: JA!" "Sei froh, dass es nur der Schweigezauber ist!" antwortete Lucifer mit fiesem Blick auf den kleinlauten Engel. Man merkte dass er Angst vor Lucifer hatte, da er genau wusste, dass der Fürst der Finsternis die Magie egal ob weiße oder schwarze zu 100% perfekt beherrschte.
Die nächsten Tage verliefen ohne weitere Vorkommnisse, außer, dass Belial ein paar mal den Schweigezauber gegen Euangelion anwandte.  An dem Nachmittag vor dem geplanten Besuch in Bush Gardens brachte er ihn wiederum zum Schweigen, da er sich die ganze Zeit aufregte, wie gefährlich so ein Park wäre. "So jetzt ist aber genug ich kann es nicht mehr hören. Du hast jetzt zwei Möglichkeiten. Die Erste: Du schweigst freiwillig, den ganzen restlichen Tag. Die Zweite: Du verschwindest sofort, so dass ich dich für den Rest der Zeit nicht mehr sehen muss, bis wir später nach San Francisco gehen, denn sonst werde ich mich nicht weiter zurückhalten und auch nicht Gabriel um Erlaubnis fragen, hast du mich verstanden?" brüllte Belial diesmal mehr als nur genervt.
Als Belial und Samyaza am nächsten Morgen nach amerikanischer Zeit versteht sich, im Legat ankamen saßen die beiden noch mit Kats Eltern in der Küche beim Frühstück. "Wunderschönen guten Morgen!" begrüßte Kat die beiden Dämonen gut gelaunt. "Morgen!" murmelte Belial. "Guten Morgen, ihr müsst die knappe Antwort meines Chefs schon entschuldigen, er wäre vorher fast gegen deinen netten Schutzengel handgreiflich geworden." grinste Samyaza Julien an, der die Augen verdrehte. "Muss der Vollpfosten auch mit?" fragte der junge Mann missmutig. "Ihr werdet ihn nicht mitbekommen, sonst bekommt er heute noch richtig Ärger mit mir. Und Julien, ich habe wie versprochen Armaros beauftragt zur Sicherheit noch "Schutzengel" zu spielen, ich hoffe das beruhigt dich ein bisschen." sagte Belial zwar freundlich, man konnte aber eindeutig den Ärger in ihm spüren. "Ja, doch, Armaros ist cool drauf. Danke Belial." Der Höllenfürst nickte freundlich. "Gern geschehen." murmelte er. "Setzt euch und trinkt noch einen Kaffee mit uns." sagte Rachel und stellte zwei weitere Tassen auf den Tisch.
Die Laune von allen Vier stieg je mehr Achterbahnen sie fuhren. Und Belial hatte - wie mit Gabriel abgesprochen einen Schweigezauber über Euangelion gelegt, da dieser seine Meinung über die Achterbahnen nicht ändern, geschweige denn stillschweigend hinnehmen konnte. Ansonsten verlief der Tag ohne weitere Vorkommnisse. 
Den darauf folgenden Nachmittag verbrachte Belial überwiegend im Legat um mit den Raynes an dem Bannritual zu arbeiten. "Hallo Belial! Danke nochmal für den schönen Tag gestern, der war echt herrlich!" meinte Kat grinsend. "Und ist deine Laune heute wieder besser als gestern?" erkundigte sich Derek. "Ja, es geht so. Ich habe ja die offizielle Erlaubnis von Gabriel diesen kleinen Idioten, den er erst Kat und jetzt Julien aufgehalst hat, zum Schweigen zu bringen. Er hat eigentlich nur Glück, dass ich Gabriel sehr schätze, denn sonst hätte ich schon längst mehr gemacht als ihn nur schweigen zu lassen. Aber irgendwann wird mir mal die Hand ausrutschen." "Mit voller Absicht!" fügte er grinsend hinzu. 
Rachel stellte eine Kanne Kaffee auf den Tisch. "Ist er denn so schlimm? Ich habe ihn ja nur das eine mal gesehen bei der Besprechung und da hat er nichts gesagt." "Der ist ein dummer Waschlappen, er denkt Achterbahnen sind Todesmaschinen und auch sonst, bin ich froh, dass Belial zusätzlich noch Armaros zu meinem Schutz abkommandiert hat." "Er ist ein richtiger Dummschwätzer, Mum!" Belial trank einen Schluck Kaffee und bat Kat mit ein wenig Nachdruck das Grimoire zu rufen. Sie tat es und meinte: "Das ist wohl das Zeichen, dass wir etwas tun sollten." grinste sie Belial an, merkte aber dass er nicht zum Spaßen aufgelegt war, deshalb wollte sie die Seite mit dem Bannspruch aufschlagen. Er hielt sie jedoch davon ab, in dem er ihre Hand festhielt. "Ich zeige dir etwas Neues." sagte er sanft. Er hielt ihre Hand fest. Sie spürte seine Kraft in ihre Hand übergehen. Sie empfand ein angenehmes magisches Kribbeln und die Seiten des Zauberbuches bewegten sich von Geisterhand, bis die Seite mit dem Bannspruch aufgeschlagen vor ihr lag. "Wow... das war Wahnsinn!" rief Kat begeistert. "Beeindruckend." stellte Julien fest. "Magie ist an sich nicht schlecht, es kommt nur darauf an wie man sie einsetzt." erklärte er. "Wie in dem Fall mit den Amuletten, die Feen setzten weiße Magie ein im Glauben etwas Gutes zu tun, was allerdings nach hinten los ging." "Genau Rachel und deshalb muss ein Zauberspruch vorher immer gut durchdacht sein." "Warum hat der Vergessenszauber den ich fälschlicherweise angewandt habe nicht bei Dad funktioniert?" wollte Kat unvermittelt wissen. Belial seufzte. "So genau kann ich dir das nicht sagen, Käthchen. Derek ist... er hat durch seine Arbeit im Legat schon zu viel mit Magie zutun gehabt, dadurch erkennt er Magie, wenn sie gegen ihn gewandt wird vermute ich, was es erschwert einen Zauber richtig wirken zu lassen." mutmaßte er. Dann klatschte er jedoch in die Hände: "So jetzt sollten wir aber anfangen, dass wir etwas geschafft bekommen, ansonsten müsst ihr mich auch noch am Abend ertragen." Ein paar Sekunden später murmelte er, aber dennoch für alle hörbar: "Wobei ich dann wenigsten den nervtötenden Engel noch länger los wäre." 
Ein paar Tage später bat Gabriel alle im Salon des Boulevard Haussmann 13 zu einer Besprechung. 
"Unser himmlischer Vater hat eine Entscheidung getroffen was die Amulette angeht. Er ist zwar nicht begeistert von der schwarzen Magie, da es sich aber bei dem Zauber der Feen eigentlich um weiße Magie handelt, ist aber auch er der Ansicht, dass der Zauber in diesem Fall nur mit schwarzer Magie zu brechen ist wie Lucifer herausgefunden hat. Er ist bereit unsere gemeinsame Kraft zu verstärken, erwartet jedoch von uns allen, dass wir gewissenhaft vorgehen. Jetzt liegt es in unserer Hand der Sache ein Ende zu machen. Wir sollen Bescheid geben sobald wir soweit sind."  berichtete Sariel.
Die anwesenden Abgesandten der Zwerge und Kobolde saßen schweigend da, grinsten jedoch etwas hämisch.
Jadis, die Feenkönigin saß mit versteinertem Gesicht neben Derek Rayne und hörte den Ausführungen des Zwergengesandten zu. „Sehen wir es doch mal so, ey, die Menschen sind doch teils wirklich dämlich! Denen reicht es doch echt, wenn s’e als Zombies rumlaufen können und sich um nix mehr Sorgen machen brauchen! Und mit genügend – ich sach’ jetzte mal Manna – so in Zauberei – hätten wir denen die Seelen abschwatzen und auf uns übertragen können. Unser König Brim Emerald Breitbart hätte sich auch als Erster zur Verfügung gestellt um das auszuprobieren.“ Junia, die Feenprinzessin, saß neben Kat und schnaubte verächtlich. „Das glaube ich sofort. Und wenn es funktioniert hätte – was zweifellos hätte klappen können – wären natürlich noch einige weitere Versuche notwendig gewesen und als Erstes hätte jeder Zwerg und Kobold eine Seele gehabt und wir Feen wären übergangen worden!“ Der Gesandte der Zwerge grinste sie an. „Du, Schätzchen, hättest ’ne Seele als Morgengabe gekriegt. Unser König findet dich recht ansehnlich. Bist zwar nicht drall wie die meisten von uns das eher mögen, aber er wollt’ gleich nachdem’s geklappt hätte um deine Hand anhalten...“ „Womit will er mich denn wohl überreden ihn zu heiraten?“ fragte Junia fast belustigt. „Na, will’ste denn keine Seele?“ fragte der Zwerg barsch.
Der Gesandte der Kobolde hatte sich bisher zurückgehalten und lächelte nur. Jetzt sagte er zum ersten Mal etwas: „Die Prinzessin braucht nicht was sie schon geschenkt bekam – sogar im Übermaß... Sie hat zur Seele noch eine Seelenschwester bekommen.“ Kat sah zu dem in einen eleganten Seidenanzug gekleideten Mann, der ihr nur bis zur Brust reichte, aber normale Proportionen besaß und nicht wie ein Kleinwüchsiger aussah. „Wie? Keener von uns hat sowat wie ne Seele!“ rief der Zwergengesandte belustigt. „Ich fürchte Prinzessin Junia inzwischen schon...“ 
Kat grinste ihrer Freundin zu, dann wandte sie sich aber ernst an den Zwerg: „Sie wollten also mit billigem Zauber – für den Sie meine Freundin Junia und ihr Volk ausnutzen wollten – Seelen stehlen?“ „Miss Corrigan-Rayne – nicht stehlen, kaufen! Das ist ein Unterschied... Finde zumindest ich...“ mischte der Kobold sich freundlich ein. "Sie betrügen die Menschen und machen sie kalt und empfindungslos - das ist für mich Diebstahl!" beschied Kat ihm unfreundlich. "Die Menschen wissen ihre Seelen gar nicht zu schätzen!"  warf der Kobold ihr vor.
"Doch, Goldus Feynstaubh! Die Menschen wissen das Geschenk ihres Himmlischen Vaters zu schätzen. Sie nehmen es nur nicht mehr so wahr, weil es ihnen ohne Bedingungen gegeben ward und seitdem ein fester Teil ihres Seins ist ohne den sie nicht wirklich existieren können." widersprach der verspätet auftauchende Gabriel. Der Kobold sah ihn fragend an. "Und wo ist da der Unterschied zwischen "nicht schätzen" und "nicht wahrnehmen"?" "Die Weisheit des Himmlischen Vaters hat eine Konstruktion der Ver..." "Sorry, kann das einer der Menschen mir erklären? Ich brauche dieses: Himmlischer Vater und sonstiges Geschwafel nervt gerade!" unterbrach der Kobold Gabriel unhöflich. "Unverschämter kleiner Wicht!" schnaubte Samyaza. Kat legte ihm beruhigend eine Hand auf den Arm. Er sah sie überrascht an, schwieg jedoch. „Was der ehrenwerte Erzengel Gabriel damit sagen will, Mr. Feynstaubh,“ sagte Derek, „ist, dass die Menschen ihre Seelen brauchen um ihr Gewissen zu fühlen, um Gut und Böse voneinander zu unterscheiden und ihr Mitgefühl und ihre Mitmenschlichkeit zu bewahren." 
Der Zwerg schnaubte. "Mitmenschlichkeit? Drück 'ner Tussi 'nen dicken, fetten Diamanten in die Hand und sie wirft dir d'e Seele hinterher!" "Ganz egal: Sie eignen sich widerrechtlich etwas an für das Sie keine wirkliche Verwendung haben!" meinte Julien. "Wie? Komm mal runter von dein hohen Ast, du! Wer will nich so 'ne Seele?" keifte der Zwerg. "Wieso eigentlich? Sie sind gewissenlos, haben keinerlei Unrechtsbewusstsein und müssten doch eigentlich ziemlich glücklich sein. Sie haben einen miesen Charakter, denken über - offenbar nur menschliche, aber immerhin - Frauen ziemlich gering. Und wenn der König von Ihnen auch so geringschätzig von Frauen denkt, dann wäre ich der Letzte der Junia - die eine geschätzte Freundin meiner Freundin Katherine ist - eine Ehe nicht ausreden würde!"
Junia lächele Kat und Julien zu, dann wandte sie sich an ihre Mutter: "Was sagst du zu den Ausführungen, Mutter?" fragte sie. "Wir müssen es beenden. Eine Seele wäre schön gewesen - wobei du, mein Kind, ja nun eine hast, was mich beruhigt. Ich habe das Unheil mit angerichtet und würde es gern auch beenden, doch was gebraucht wird ist schwarze Magie und die können wir Feen nicht liefern. Doch ich sage: je früher dieser Spuk zu Ende ist, desto besser! Du hast mir schließlich eindrücklich geschildert, wie es deinen neuen Freunden mit unserem Zauber ergangen ist!"
Gabriel nickte der Feenkönigin mit mildem Lächeln zu. "Ich danke Euch, Königin Jadis Schimmerflügel, dass Ihr uns nicht entgegenwirken werdet." sagte er. Goldus Feynstaubh seufzte. "Ade den guten Verdienstmöglichkeiten." murmelte er.
Gabriel blickte den Fürst der Finsternis an, der irgendwie ins Leere zu starren schien. "Lucifer?" Als dieser nicht reagierte rief er etwas lauter: "Lucifer!" Belial sah den obersten Botschafter Gottes direkt an. "Gabriel?" "Hast du überhaupt zugehört? Du siehst aus als ob du mit deinen Gedanken ganz wo anders warst." "So ist es. Ich für meinen Teil empfand das Gerede des Zwerges als eher unwichtig, da habe ich irgendwann abgeschaltet. Verzeih mir, Gabriel" antwortete Belial ruhig und lächelte Gabriel an. Der konnte nicht anders als zurück zu lächeln. "Oh Lucifer! Du bist manchmal unmöglich!" seufzte Gabriel. "Morgen Abend werden wir das Ritual vollziehen, ich hoffe du bist bis dahin wieder bei der Sache Lucifer, denn mit der schwarzen Magie bist diesmal du gefragt." zwinkerte er dem Höllenfürst zu. "Dann treffen wir uns morgen Abend wieder hier." Mit einem freundlichen Gruß verabschiedete sich Gabriel von den vier gefallenen Engel die  im Boulevard Haussmann zurückblieben, die anderen Erzengel verließen ebenfalls die irdischen Gefilde. Belial zog sich in sein Arbeitszimmer zurück um den Spruch für das Ritual für den nächsten Tag abzuwandeln. Er hatte es die letzten Tage ganz schön schleifen lassen, sich damit zu befassen.
Nach einer Weile klopfte es an der Tür. "Ja!" Samyaza trat ein. "Alles in Ordnung, Chef?" "Ja, warum nicht?" Samyaza trat zum Schreibtisch. "Du wirkst nicht so, du warst heute bei der Besprechung irgendwie abwesend und ich finde du bist in letzter Zeit oft so nachdenklich." Belial seufzte. "Ach, lass gut sein Samyaza. Hier lies mal, klingt doch bescheuert, oder?" Der Dämon las die Zeilen die sein Chef aufs Blatt gekritzelt hatte. "Na ja, es klingt ... irgendwie... simpel." "Mmm... aber an sich ist Magie simpel, wenn man sie beherrscht. Und ich hatte keine Lust auf geschwollene Worte."  Samyaza lächelte. "Meinst du es funktioniert?" "Ich hoffe es, Samyaza!" Der überlegte kurz. "Warum interessiert dich das eigentlich, normalerweise interessieren dich die Menschen nicht, was sie fühlen und wie sie... " Sein Chef lachte leise. "Ach, das wäre doch langweilig, wenn alle Menschen so gleichgültig und empfindungslos wären. Und mal davon abgesehen gibt es mittlerweile sehr wohl Menschen die mir etwas bedeuten." Samyaza nickte. "Stimmt, Kat und ihre Familie. Für deren Freundschaft du auch echt hart gekämpft hast. Und das machst du nur wenn dir wirklich etwas daran liegt. Das ist es also?" grinste Samyaza und verließ das Arbeitszimmer seines Chefs. "Was?" "Du weißt schon was ich meine, wir sehen uns."
Am nächsten Abend versammelten sich die Engel und die vier Dämonen wieder im Salon des Boulevards. "Ausgerechnet schwarze Magie! Erst Todesmaschinen und jetzt schwarze Magie." murmelte Euangelion. Belial atmete tief ein um nicht ganz die Fassung zu verlieren. "Gabriel... wie lange müssen wir den noch ertragen? Lange halte ich den nicht mehr aus, wenn er mit den Sticheleien nicht aufhört... dann schweigt er für immer!" "Darüber reden wir später Lucifer, jetzt haben wir Wichtigeres zu tun und du bist still Euangelion und machst  was man dir sagt, du wirst gehorchen, da ich nicht denke dass du meinen Zorn zu spüren bekommen willst." ermahnte Gabriel den Engel.
"Mich wundert es sowieso dass du noch nicht ausgerastet bist, was Euangelion an geht." flüsterte Raphael dem Höllenfürsten zu der neben ihm stand. "Das hängt nur damit zusammen, dass ich sehr viel von seinem Vorgesetzen halte, aber auf Dauer? Nein!" Raphael grinste.
"So wir sollten uns so langsam bereit machen." forderte Gabriel die Anderen auf. "Wenn wir jetzt das Ritual durchführen erwarte ich von allen hier anwesenden "Engeln" und "gefallenen Engeln" die vollste Konzentration und Aufmerksamkeit , auch von Dir Euangelion, hast du mich verstanden?" Der Engel nickte." "Solltest du mich enttäuschen, kannst du was erleben. Jetzt haltet euch an den Händen, so die Anweisung des himmlischen Vaters, dass die Kraft die uns zum verstärken des Zaubers gesandt wird uns alle im selben Moment erreicht. So Lucifer jetzt bist du dran." 
Belial atmete kurz durch. "Gut, der Zauber wirkt hauptsächlich durch Willenskraft. Das heißt es fordert hohe Konzentration." Lucifer, Samyaza, Amaros und Gadreel sagten den kurzen Spruch auf.
"Weiße Magie falsch genutzt, hilft nur die schwarze Magie,
um die Menschen von dem Bann der Amulette zu lösen.
Himmlischer Vater, gib uns die Macht und die Kraft,
dies zu ermöglichen!"
Nach Beendigung des letzten Satzes durchströmte die Erzengel, Engel und ebenso die gefallenen Engel eine bis dahin ungewohnte starke Macht. Den einen oder anderen kostete es viel Willenskraft, und Selbstbeherrschung der enormen Kraft des himmlischen Vaters stand zu halten, Euangelion wimmerte ein wenig als die schwarze Magie durch sie alle strömte um die ganze Kraft auf die Amulette über die ganze Welt zu leiten. Nach ca. 15 Minuten höchster Konzentration, spürten sie die Kraft von sich abfallen. Sie ließen einander los und starrten sich im ersten Moment etwas erschöpft  an. "Hat es funktioniert?" fragte Euangelion ängstlich und widerwillig. Gabriel zuckte mit den Schultern. "Hier scheint es zumindest gewirkt zu haben." stellte Raphael fest der aus dem Fenster schaute. Die Anderen begaben sich auch an die  Fenster des Salons. In der belebten Metropole warfen die Menschen mit Amuletten diese angewidert von sich. Fasziniert sahen sie zu, wie sich die fallengelassenen Fläschchen in Luft auflösten. "Unser allmächtiger weiser Schöpfer meinte er würde sie verschwinden lassen, das habe ich vergessen zu erwähnen." erklärte Gabriel.
Alex schaltete den Fernseher an und stellte einen Nachrichtensender ein. "In der ganzen Welt lassen die Menschen ihre neu erworbenen Amulette angewidert fallen, so als habe jemand etwas Schreckliches damit gemacht. In dem Moment in dem sie zu Boden fallen verschwinden sie auf mysteriöse Weise." 
"Mum, Dad es hat funktioniert!" rief Kat ihren Eltern aus dem Wohnzimmer zu.
Ihre Eltern traten ein und sahen sich mit Julien und ihr die neuesten Meldungen über die Amulette in den Nachrichten an.
"Dürfen wir nach Paris? Bitte, ich bin neugierig." fragte Kat ihre Eltern. Ihre Mutter sah auf die Uhr. "Ok, aber nur für zwei Stunden, du hast morgen Schule." Der Teenager nickte fröhlich. "Danke Mum!" Und schon schritt sie mit ihrem Freund durch das Portal. Im Salon des Boulevard Haussmann 13 verabschiedeten sich die Erzengel gerade von den anderen. In einer der hinteren Ecken standen Belial und Gabriel. Sie unterhielten sich leise, deshalb konnten Kat und Julien nur Wortfetzen verstehen. "Einige Zeit... bewähren... eine Chance. Ich weiß ... nervig sein." 
Sie traten etwas näher an die beiden heran. Belial verdrehte die Augen. "Lucifer, du bist so gesehen der ... das mächtigste Wesen, welches existiert. Da du der erste Engel warst, bis du dich gegen unseren himmlischen Vater aufgelehnt hast. Erstens kann Euanglion von dir einiges lernen und er kann ruhig akzeptieren dass es auch die Gegenseite zum Himmel gibt. Und ich vertraue dir, du bist nicht von Grund auf böse, denn immerhin warst du mal an meiner und Michaels Stelle. Selbst unser himmlischer Vater nimmt in den momentanen Zeiten deine Dienste in Anspruch. Und wenn Euangelion dir zu sehr auf die Nerven geht, dann lass ihn meinetwegen auch mal etwas länger schweigen." grinste Gabriel. Belial seufzte etwas genervt.  "Aber ich gebe dir keine Garantie dafür, dass mir nicht mal irgendwann die Hand ausrutscht. Ich war schon ein paar mal kurz davor." "Das bringt ihn auch nicht um. Guten Abend Katherine, Julien, freut mich euch noch zu sehen bevor ich mich wieder verabschiede. Ich nehme an ihr wisst es bereits?" Sie nickten. "Ja, es kam in den Nachrichten. Ist allerdings witzig, dass es als unerklärlich abgetan wird." lachte Julien. "Das ist auch gut so. Die meisten Menschen sind nicht bereit die Wahrheit unserer himmlisch/höllischen Verbindung zu verstehen. Das wird auch in nächster Zukunft so bleiben." "Sehen wir uns wieder?" fragten die beiden jungen Leute. "Bestimmt, unsere himmlisch/höllische Zusammenarbeit ist noch nicht aufgehoben und das wird sie auch so schnell nicht. Und du Katherine bist so zusagen immer noch in der Ausbildung bei Lucifer, da du an ihn und sein Grimoire gebunden bist. Das heißt du wirst den Rest deines Lebens eine Verbindung zu Lucifer haben und du wirst in den nächsten Jahren auch  noch mit uns zu tun haben." zwinkerte er dem Mädchen zu bevor er verschwand.
"Lass mich raten. Wir sind den Vollidioten noch immer nicht los?" erkundigte sich Julien seufzend bei Belial. Dieser verneinte nur mit einem Kopfschütteln. "Kannst du ihm nicht irgendetwas antun, das ihn so erschreckt, dass er freiwillig geht?" fragte Julien grinsend. Belial lachte. "Der Gedanke ist verlockend Julien, aber ich habe es Gabriel versprochen und für gewöhnlich halte ich mein Wort. Genau wie ich mein Versprechen an euch halte, was das Bannritual gegen Yaotl angeht. Ich denke wir sollten uns diesem ab Morgen auch wieder intensiver widmen, da wir jetzt vermutlich mehr Zeit haben nachdem der Märchenfall abgeschlossen ist und die Zwillinge auch demnächst kommen. Damit ich es noch Raphael zum Lesen geben kann, wie versprochen." Kat nickte. "Dann kommst du Morgen wieder vorbei? Wann? Ich hab morgen nur bis Mittag Schule. Dann sage ich meinen Eltern gleich Bescheid." Er zuckte mit den Schultern. "Ist mir gleich. Richte deinem Vater aus er soll mir eine Nachricht zukommen lassen - er weiß wie, wann es ihm am besten passt. Bestell deinen Eltern herzliche Grüße, wir sehen uns dann später." 
Kat und Julien sahen sich fragend an. "Hab ich was falsch gemacht?" Belial sah Kat erstaunt an. "Nein! Wie kommst du denn darauf?" Sie zuckte mit den Schultern. "Du bist ... manchmal anders... seit... einer Weile und es klang gerade so als ob du uns nicht hier haben willst." antwortete sie etwas traurig. Er nahm sie liebevoll in den Arm. "Ach Käthchen, wie kommst du nur auf so einen Unsinn? Ich freu mich immer wenn ihr hier seid, vor allem du, das weißt du doch. Ich mache mir grad nur einige Gedanken über Verschiedenes, dann ist da Euangelion, mit dem ich mich rumärgern muss und ich dachte ihr müsst wieder los, da du morgen Schule hast." Julien sah auf seine Armbanduhr. "Wir haben noch eine Stunde." Belial lächelte. "Na wenn das so ist, freue ich mich wenn ihr noch bleibt." 
Die zwei setzten sich mit ihm an den Schreibtisch um noch etwas an dem Ritual zu arbeiten. Darüber vergaßen sie die Zeit, so dass irgendwann das Telefon klingelte und eine verärgerte Rachel einen recht kleinlauten Belial am Telefon hatte. "Rachel, bitte, das ist auch meine Schuld, ich habe mit den beiden noch am Ritual gearbeitet und dann nicht auf die Zeit geachtet. Dürften die beiden in Paris bleiben? Übermorgen ist doch eh Samstag und Kat hat schulfrei - und du weißt, es gibt nichts, was ich ihr nicht beibringen könnte - und Julien hat doch morgen sowieso hier in Paris Vorlesung bei Derek. Lass die zwei doch über das Wochenende bleiben und wenn ihr wollt kommt doch auch. Es ist gerade sehr schön in Paris und wir könnten uns Versailles ansehen oder den Louvre erkunden..." "Ich denke nicht, dass ich das möchte, Belial." "Wie wäre es mit einem Besuch bei Cartier? Stimmt dich das um?" fragte er mit einem Grinsen zu Julien und Kat. "Autsch... das reizt Mom überhaupt nicht!" murmelte Kat und gleich darauf reagierte Rachel wie erwartet - offenbar auch von Belial.
"Glaubst du, du kannst mir meine Tochter abkaufen?" Er lachte. "Versuchen kann ich es ja... " Ein verächtliches Schnauben erklang am anderen Ende der Leitung. "Nein, zur Hölle, Rachel, ich wollte einfach nur wissen was dir gefällt, weil ich gedacht habe, ich wollte dir zur Geburt der Kinder eine Kleinigkeit zukommen lassen - so eine Art Abwandlung von "Tapferkeitsmedaille". Und wir wissen beide, das Kat in einem Alter ist, in dem sie schwierig sein kann... Ich dachte, du freust dich über ein wenig Ruhe..." Kat wollte empört auffahren, doch Belial legte einen Finger über die Lippen und bedeutete ihr still zu sein. "Kat ist keine Querulantin oder so!" "Das habe ich auch nicht gesagt, Rachel! Es geht einfach darum, dass wir uns hier um sie kümmern würden und du dir keine Sorgen machen musst..." "Belial, Kat muss Morgen zur Schule und..." "Ich habe doch gesagt, Rachel, dass ich ihr alles beibringen kann! Ich will nicht, dass du dich aufregst! Ich möchte nur, dass du das logisch betrachtest und wenn ihr durch das Portal kommt... der Boulevard Haussmann... nun ja... Derek hat ja eh ein Dauervisum. Kat hat die amerikanische und französische und Julien die französische und amerikanische Staatsbürgerschaft... Ich würde auch für dich ein Dauervisum... Ach, komm Rachel, mach es mir nicht so schwer, okay? Bitte lenk ein, ich mache es auch irgendwie wieder gut, versprochen!" unterbrach Belial sie. 
Rachel seufzte. "Es geht ums Prinzip. Derek hat gesagt, dass die beiden in zwei Stunden wieder da sein sollen und eigentlich hat das bisher immer gereicht!" "Gib mal nach, komm schon! Du weißt selbst, dass sie in der Schule morgen ihre Abschlussprüfungen machen könnte, wenn ich das will! Ich kann ihr das notwendige Wissen auch einfach schenken, Rachel!" Kats Mutter protestierte. "Also, wie sieht es aus? Dürfen die zwei hierbleiben und ihr kommt am Wochenende vorbei?" Rachel seufzte und sagte dann: "Gut, dieses Mal, aber du versprichst mir, dass das eine Ausnahme bleibt?!"  "Hoch und heilig oder tief und unheilig." Rachel lachte leise.
"Tief und unheilig?" "Na ja, halt das Gegenteil von hoch und heilig." antwortete er mit einem Grinsen in Richtung Julien und Kat. Belial verabschiedete sich von Rachel und rieb sich die Hände als er aufgelegt hatte. "So, dann können wir weitermachen... Wir könnten dieses Wochenende sogar fertig werden."
Doch offenbar hatte Belial es gar nicht so eilig mit dem fertig werden... Er hatte ganz nebenbei noch Karten für ein Konzert besorgt und nach einem reichhaltigen Essen in der Küche brachen sie auf. "Das bleibt aber besser unter uns, sonst dreht deine Mutter mir den Hals um, Käthchen..." meinte Belial schmunzelnd als er sah, wie gut Kat das Konzert gefiel. Sie zögerte sichtlich. "Ich verheimliche meinen Eltern sowas nicht, Onkel Belial!" sagte sie ernst. Er seufzte. "Erzähl es wenn deine Geschwister da sind, in Ordnung?" Zögernd nickte Kat. Julien legte ihr einen Arm um die Schulter. "Er will doch nur, dass du etwas Spaß hast und er will halt so eine Art Vater oder Onkel sein, den du bisher nicht hattest." flüsterte er. Es wurde recht spät und Kat hielt sich nur mit Hilfe von Magie wach.
Am nächsten Morgen weckte Samyaza sie mit einem Lächeln und einem Tee. "Bonjour, Catherine, das ist die Kräuterspezialmischung vom Chef. Er meint, du müsstest wach sein, wenn deine Eltern kommen, beziehungsweise dein Dad aus der Sorbonne samt Julien und deine Mom danach aus San Francisco." sagte er und hielt ihr das Glas hin. Kat nippte daran und verzog angeekelt das Gesicht. "Der ist widerlich!" murmelte sie. "Ändere den Geschmack. Dein Wissen sagt dir wie, es ist alles da." sagte Samyaza leise. Kat schüttelte den Kopf. "Nein, lieber nicht, das ist..." "Die Art von Magie die du daraus machst, Katherine!" unterbrach er sie. Vorsichtig murmelte Kat die Formel die sie aus ihrem Grimoire kannte und gleich darauf duftete der Tee nach heißer Schokolade und als sie probierte, schmeckte er auch so. In der Küche lächelte Belial. Er hatte den Tee extra mit den bitteren Kräutern von Mathilde zubereiten lassen und natürlich gemerkt, dass Kat den von Samyaza als Vorschlag getarnten, allerdings von ihm, Belial, gemachten Befehl befolgt hatte. Es war ihm wichtig, dass Kat freiwillig zauberte und es für sie ganz natürlich wurde ohne zu zögern zu einem Zauber zu greifen.
Nach der Vorlesung kamen am späten Vormittag zuerst Derek und Julien mit dem beleidigten Euangelion in den Boulevard Haussmann zurück. Der Engel war beleidigt, weil Derek ihm über den Mund gefahren war, als der in der Dogmatik-Vorlesung hatte in eine Lobpreisung ausbrechen und Derek widersprechen wollte. "Belial, bitte tu was. Ich schwör dir, entweder drehe ich diesem Kerl den Hals um oder Julien rupft ihm die Flügel!" schnaubte Derek als er in die Küche kam. Belial grinste. "Wenn du Flügel erwähnst, vermute ich, dass es sich um das "Engelchen" handelt?" fragte er süffisant. "GENAU!" 
Gleich darauf kam ein sichtlich genervter Julien in die Küche gestürmt, dem ein auf ihn einschwatzender Euangelion folgte. "Halt endlich mal die Schnauze!" schnaubte der Student ihn an. Armaros schlenderte sichtlich belustigt hinter den beiden her. "Zeit für Schweigezauber, Euangelion?" fragte Belial drohend. "Das ist ungerecht! Immer werde ich damit bedroht, egal was ich mache! Ich werde zum Schweigen gebracht, wenn Ihr die Kinder in Gefahr bringt und ich aufpassen muss, wenn unserem Allmächtigen Vater im Himmel gelästert wird, wird mir von diesem Sterblichen verboten das in einer Lobpreisung richtig zu stellen und zudem muss ich mich dauernd von Julien beschimpfen lassen!" jammerte Euangelion. "Können wir Gabriel nicht überreden ihn Rachel auf's Auge zu drücken?" flüsterte Julien Belial zu. Der grinste. "Gute Idee... die muss es eh ruhig angehen lassen, geht momentan in keine "Todesmaschinen" und würde ihn ignorieren können..." Belial schmunzelte. "Stimmt... sie würde ihn nicht so wahrnehmen wie du... zumal ich Gabriel bitten kann ihm eine "Schutzengelfessel" anzulegen oder anlegen zu dürfen... dann wäre er unsichtbar und unhörbar für deine Schwiegermutter in Spe..." Euangelion zuckte sichtlich zusammen. "Schutzengelfessel? Oh nein, bitte nicht! Dann kann mich keiner sehen oder hören und das gesehen werden und gehört werden macht meine Arbeit viel einfacher!" flehte er. 
"Aber du bringst mich um den Verstand und raubst mir den letzten Nerv!" fauchte Julien. "Ich bessere mich auch! Ich bemühe mich, bei unserem Allmächtigen Schöpfer, ich verspreche, dass ich mich bemühe!" jammerte Euangelion. Julien seufzte. "Okay, deine letzte Chance: Kein Jammern mehr wenn wir nächste Woche nach Disney-World wollen und ich in eine Achterbahn oder auch nur in ein Kinderkarussell will! Kein Rumjaulen wenn dir etwas nicht passt und auch wenn du eine andere Meinung als Derek hast was Dogmatik betrifft: Halt die Schnauze!" sagte er energisch. "Aber wenn ich weiß, dass du in Gefahr bist und dich warne..." "Kein Wort mehr! Normale Schutzengel schwafeln ihre Schützlinge auch nicht voll, weil sie nicht einmal gesehen werden. Wenn die Chance aus etwas nicht heile rauszukommen für mich 1: 1 Billarde steht - deiner Meinung nach - dann darfst du den Mund aufmachen. Und ich hoffe, dass ich das in Disney-World nicht bereue, wenn da deiner Ansicht die Rolltreppen schon Killerpotential haben!" Euangelion nickte kleinlaut.
Zum Mittagessen kam Rachel durch das Portalsystem. Belial nahm sie mit einem freundlichen Lächeln in Empfang. "Das nächste Mal wenn Kat kommt kriegen die beiden eine Alarmuhr mit!" murmelte sie. "Natürlich..." antwortete er belustigt und führte sie ins Esszimmer.
"Ich könnte dir einen Stärkungstrank mischen, Rachel, das würde es dir einfacher machen mit uns mitzuhalten, wenn wir heute zu Cartier und gegebenenfalls noch in ein Museum gehen..." "Und wo ist das große ABER?" fragte sie misstrauisch. "Der Trank könnte sich entwicklungstechnisch fördernd auf deine Kinder auswirken..." murmelte Belial. Rachel sah ihn fragend an. "Na ja, sie könnten ein, zwei Wochen schneller zur Welt kommen... wenn du also Löwen-Kinder statt Jungfrauen willst... und Derek vielleicht schneller helfen möchtest... Der Zauber ist inzwischen zu 95% umgeschrieben..."
Noch während Belial mit Rachel redete stöhnte Derek auf und stützte seinen schmerzenden Kopf in die Hände. Belial blickte erst zu Derek und dann zu Rachel. Er stellte fest, dass sie sehr besorgt und traurig auf ihren Mann blickte. Dann wendete er sich auch sichtlich besorgt wieder an Derek. "Derek, geht es oder soll ich ...?" Derek nickte und antwortete gequält: "Ja bitte!" Belial erhob sich, stellte sich hinter ihn und massierte Dereks Stirn und Schläfen, während er selbst etwas angespannt und konzentriert wirkte. Derek wirkte sofort etwas erleichtert. Nach ein paar Minuten entspannte sich der Praeceptor sichtlich und genoss die kleine Massage, die Belial noch ein paar Minuten fortsetzte um Dereks Kopfschmerzen zu lindern.
"Was hast du gemacht?" wollte Rachel von Lucifer wissen. "Ich habe Derek durch Magie etwas Kraft gegeben um Yaotl besser standzuhalten und ich lindere die durch die Attacke entstandenen Kopfschmerzen." antwortete er freundlich und schenkte Rachel ein freundschaftliches Lächeln. Sie erwiderte es ebenso freundschaftlich, da sie es für ehrlich hielt und flüsterte ein: "Vielen Dank, Belial." "Für euch gerne." flüsterte er zurück. "Zu deinem Trank Belial, deine erste Argumentation, dass ich nachher mithalten kann, dafür würde ich keinen Trank nehmen, denn schließlich gibt es überall eine Möglichkeit sich kurz hinzusetzen um kurz auszuruhen. Und ich bin der Meinung das müsst ihr akzeptieren wenn ihr mit einer Hochschwangeren unterwegs seid." Belial grinste die langhaarige Blondine an. "Was den zweiten Punkt angeht, das ist schon eher ein Argument das mich überzeugen könnte." Sie blickte liebevoll zu ihrem Mann, der ihr Lächeln noch etwas matt erwiderte. "Ganz ehrlich bitte Belial. Wie lange hält Derek das noch durch? Wir möchten auf keinen Fall dass Yaotl...!" Lucifer seufzte. "Deshalb habe ich das auch erwähnt Rachel. Ich mag euch beide mittlerweile wirklich gerne... und das meine ich ehrlich." Es klang wirklich ehrlich stellte sie fest. 
"Danke Belial!" sagte Derek als dieser sich wieder neben ihn an den Tisch setzte. "Wie lange... kann ich dir leider nicht genau sagen. Aber wie du gerade selbst gesehen hast... wird es immer schwerer für Derek und nachdem du ja auch nach der Geburt der Zwillinge... keine Ahnung wie lange auch nicht sofort das Ritual durchführen kannst." Derek seufzte. "Er hat recht Rachel, ohne die zusätzliche Kraft und Hilfe von Belial könnte ich Yaotl schon jetzt nicht mehr standhalten. Belial hilft mir die letzte Zeit eigentlich fast immer wenn Yaotl versucht meine Seele in Besitz zu nehmen und das ist seit einiger Zeit wieder täglich. Er hat mir die Möglichkeit eingeräumt, dass ich jederzeit und überall mit ihm Kontakt aufnehmen kann damit er mir bis wir das Ritual durchführen können helfen kann Yaotl weiterhin in Schach zu halten. Alleine schaffe ich es mittlerweile nicht mehr." erklärte Derek etwas traurig. 
"Wir können das noch durchziehen bis ihr beide das Ritual durchführen könnt, aber es wird dennoch stetig schlimmer für Derek und ich bin ehrlich... auch mich kostest es einiges an Kraft. Der Yaotl ist... hartnäckig und stark. Seit ich dir helfe den Attacken stand zu halten, konnte ich mir selbst ein Bild von Yaotl machen. Er hat ja keinen Funken Freundlichkeit in sich, es wirkt fast so als hätte er seine Seele verkauft." Er grinste. "Aber ich habe keinen Pakt mit ihm geschlossen.“ "Und da sage noch einmal jemand der Teufel ist böse und hat keine Gefühle. Das habe ich anders erfahren." warf Nick lachend in die Runde. Die anderen stimmten ihm zu. "Ich war mal ein Engel, dem himmlischen Vater direkt unterstellt. Ich habe mich gegen ihn aufgelehnt weil ich anderer Meinung war und wurde verbannt. Ich entwickelte dadurch... nennen wir es... die fiese Ader. Aber wie Gabriel schon erwähnte, grundsätzlich böse bin ich nicht." "Ich vertraue dir mal Belial  und nehme den Trank, aber nur für Derek. Bis zu ca. sechs Wochen nach der Geburt muss man warten, wenn der Frauenarzt dann sagt dass alles gut verheilt ist, können wir das Ritual sofort durchführen." erklärte Rachel.
Sie sah ihn nachdenklich an. "Ich weiß gar nicht wie wir dir danken können für das was du für uns machst. Du hilfst so beim Kampf gegen Yaotl und du verlangst noch nicht mal etwas für deine Hilfe bei dem Ritual." Belial lächelte. "Na ja... ich will eigentlich schon etwas... euer Vertrauen und eure Freundschaft, ist alles was ich mir als Gegenleistung wünsche. Ihr seid für mich wie die Familie, die ich auf normalem... na ja... irgendwie Weg... nicht haben kann. Du und Derek ihr seid für mich wie Bruder und Schwägerin oder Schwester und Schwager... und Kat wie meine Nichte... und eure Zwillinge werden auch wie Neffe und Nichte für mich sein. Ich werde immer für meine Familie da sein, Rachel." sagte er leise und strich ihr eine Haarsträhne hinter das Ohr.
Rachel starrte ihn überrascht an, mit solch einem Geständnis seinerseits hatte sie jetzt nicht gerechnet, noch dazu, dass es total ehrlich und aufrichtig klang. "Mach den Trank... ich gehe mich schnell frisch machen und dann können wir losziehen. Ich freue mich auf einen tollen Tag... mit der Familie in Paris." sagte sie mit etwas belegter Stimme und verschwand in Richtung Badezimmer.
Der Nachmittag in Paris verging rasend schnell, bei Cartier kamen alle auf ihre Kosten - nicht zuletzt das Juweliergeschäft, da Belial sich sehr großzügig zeigte und Rachel mit einem Saphirensemble beschenkte. Als sie ablehnen wollte, schüttelte er den Kopf. "Für deinen Mut, Schwesterchen... und als moralische Unterstützung für die Geburt..." Rachel lachte leise. "Da brauche ich keine, die kommt von allein..." Er grinste nur. Für Kat kaufte er etwas mit Rubinen und für Derek und Julien, die sich beide sträubten edle Manschettenknöpfe. Im Louvre gönnten sie sich in dem Restaurant einen kleinen Nachmittagssnack und ließen den Tag mit einem Spaziergang am Ufer der Seine ausklingen, wo Belial Kat und Rachel aufforderte sich doch bei den Straßenhändlern eine hübsche Haarspange mit Paris-Motiv auszusuchen und sie ermunterte auch bei den zahlreichen Bouquinisten zu stöbern, die ihre Waren in den kleinen Holzkästen anboten, die auf den Seine-Mauern angebracht waren. Rachel fand eine handsignierte Ausgabe eines Buches von Dr. Siegmund Freud und Kat ein Grimoire. Belial warf einen Blick hinein und meinte ganz in Gedanken: "Ah, ja, Carole Bouvier... ich erinnere mich... ist echt, kannst du nehmen... ist ein Liebhaberstück als Grimoire, wobei es natürlich nicht mal annähernd den Wert deines Grimoires oder auch nur dem von Alex hat..."  
Es machte ihm sichtlich Freude die beiden Frauen zu beobachten und sie zu beschenken. Julien und Derek sahen fast belustigt zu als Kat noch ein Herbarium, ein altes Tarot-Kartenspiel und Runensteine von Belial bekam und Rachel eine wunderschöne alte Granatbrosche. Es war ihr sichtlich unangenehm. Belial stieß sie allerdings neckisch mit dem Ellbogen an und meinte auf Französisch zu ihr: "Gönn deinem großen Bruder doch das Vergnügen dich Küken zu verwöhnen!" Was den Verkäufer zu einem Kichern reizte, da Belial locker zehn Jahre jünger aussah als Rachel. Als er ihr die Brosche liebevoll am Blazer festmachte flüsterte er ihr daher belustigt ins Ohr: "Ich hätte vielleicht "kleiner Bruder" sagen sollen, oder Küken?"
Gutgelaunt trafen sie pünktlich zum Abendessen im Boulevard Haussmann ein. Das Abendessen war so locker und ungezwungen wie nie zuvor. 
"Der Tag war herrlich! Paris ist eine der schönsten Städte der Welt!" schwärmte Rachel. "Ja, hat schon seinen Vorteil dieses Portal. Mir ermöglicht es als Dozent an einer fantastischen Universität zu unterrichten und mein Französisch ist auch wieder um einiges besser geworden." stimmte Derek ebenso begeistert zu. "Dein Französisch ist schon fast perfekt und deine Vorlesungen sind echt klasse Derek. Ich bin noch nie zuvor so gerne in die Uni gegangen, du musst dann in San Francisco unbedingt auch unterrichten. Ich werde vielleicht mal mit dem Erzbischof Michael Bryce reden." gab Julien zu. "Mach das ruhig, Julien, wobei er mir das ja auch schon "angedroht" hat. Ich muss gestehen, ich genieße es Vorlesungen am College zu geben. Ist sozusagen eine... meiner Lieblingsbeschäftigungen." gestand Derek.  
"Nächstes Jahr kommst du eventuell zu dem Vergnügen, ich glaube er sagte etwas von Januar." erinnerte sich Derek vage.
Den Samstagnachmittag verbrachten Derek und Rachel in trauter Zweisamkeit in Paris. Nach einer kleinen Bootstour auf der Seine und einem gemütlichen Spaziergang zeigte Derek seiner Frau die Sorbonne, Rachel war fasziniert von der Schönheit der Universität anschließend gönnte sich Rachel ein paar türkische Süßigkeiten, die riefen: "Iss mich, iss mich...!" wie sie lachend zu Derek sagte, allerdings waren die Augen größer als der Magen und danach war ihnen etwas schlecht von dem ganzen süßen Zeug. Aber eine Tasse von Mathildes leckerem Kräutertee im Boulevard Haussmann vertrieb die Übelkeit schnell wieder. Mathilde war eine ausgezeichnete "Kräuterhexe", und schon bald war Rachel mit ihr in ein Gespräch über Kräuter vertieft.
Zur gleichen Zeit im Salon des Boulevards. Auf Juliens mehrmaliges Bitten rief Belial schließlich nach Gabriel. "Lucifer, was gibt es? Wütend auf Euangelion scheinst du ja diesmal nicht zu sein." war die Begrüßung des Erzengels. "Nach dem gestrigen Tag regt mich heute so schnell nichts auf. Julien hätte sozusagen einen Vorschlag was deinen kleinen, ängstlichen Engel angeht." "Ja... ähm... ich dachte man könnte ihm... also... bis zur Geburt Rachel als Schützling geben, die macht jetzt bestimmt nichts Gefährliches... und sie kann ihn ja auch nicht wahrnehmen oder sehen." "Ich finde die Idee von Julien jetzt auch nicht so schlecht, nur vorübergehend solange bis sie ihre Zwillinge hat. Ich denke das sind jetzt noch drei bis vier Wochen?"
 Belial schüttelte den Kopf. "Normalerweise wären es noch so zehn Wochen, aber... na ja... ich habe ihr gestern Nachmittag einen Zaubertrank aufgeschwatzt damit sie die Tage hier in Paris auch ausgiebig genießen kann... und jetzt sind es noch so acht Wochen, denke ich." gestand er. Gabriel nickte nachdenklich. "Vielleicht ist das gar nicht mal schlecht. Ihm bleibt bei Rachel Corrigan gar keine andere Möglichkeit als unsichtbar und schweigsam zu bleiben ihr gegenüber, ich denke das ist eine gute Möglichkeit für ihn zu lernen wie sich ein Schutzengel unter normalen Umständen zu verhalten hat." Belial räusperte sich als er jedoch klar stellte: "Ich selbst werde aber dennoch ein Auge auf Rachel werfen, wie man sprichwörtlich so schön sagt, da mir die Sicherheit Rachels sehr wichtig ist." Gabriel dachte nach. "Stimmt. Das ist auch eine gute Art für ihn zu lernen, da ihm nichts anderes übrig bleibt und er weiß, dass er beobachtet wird...  Da kann dann nicht viel schief gehen..."
Gabriels Stimme nahm einen "übernatürlichen" Klang an als er rief: "Euangelion!" Kurz darauf erschien der gerufene Engel im Salon. "Ehrenwerter Erzengel Gabriel, Ihr habt gerufen?" Er schluckte als er bemerkte dass Lucifer ebenfalls anwesend war. Er wusste dass er ihn des Anstandshalber auch begrüßen musste. Er nickte ihm zu und murmelte: "Fürst der Finsternis... und Julien." kam es fast pflichtschuldig. Gabriel berichtete Ihm von Juliens Vorschlag. "... danach wirst du dich wieder um Julien kümmern, so wie du es bei Rachel gelernt hast." Euangelion starrte Gabriel fassungslos an als er seinen Satz beendet hatte. "Ich... ich... soll... eine Schwangere?" Belial brach in Lachen aus. "Vor was hast du jetzt wieder Angst? Rachel steigt momentan bestimmt in keine deiner Meinung nach "Todesmaschine", und großartig weg geht sie auch nicht mehr, außer hier her, also einfacher kannst du es nun wirklich nicht haben!" Jetzt starrte der Engel den Fürst der Finsternis entgeistert an, sagte aber kein Wort. "Du lernst bei Rachel und machst das gleiche dann bei Julien!" beendete Lucifer. Euangelion konnte nicht anders als nicken.
"Das Gleiche wie bei Rachel bei mir? Fürst Gabriel, habt ein Einsehen! Ich bin nicht schwanger und ich werde auch nie schwanger werden..." "Hm... nicht gesagt..." meinte Belial süffisant. Julien sah ihn finster an. "Zumindest nicht wenn es mit rechten Dingen zugeht! Also wenn er irgendwie als Geburtshelfer einspringen muss bei Rachel, bei mir wird er das sicher - hoffe ich zumindest! - nie müssen." protestierte der Student. Gabriel schmunzelte. "Zugegeben... so weit wird es nie kommen, Julien. Wenn Lucifer meint den Scherzbold spielen zu müssen und dir magisch eine Schwangerschaft verpasst, werde ich eingreifen. Aber bei Rachel wird Euangelion lernen zu schweigen, denn sie wird ihn nicht hören..."
Die nächsten Wochen verliefen ruhig ohne ungewöhnliche Vorfälle. Rachel kam meistens nach Paris zum gemeinsamen Essen, wenn Derek von der Sorbonne kam. 
Es wurde schon zur Gewohnheit dass Belial, Derek fast täglich beim Kampf gegen Yaotl beistand. "Wie hast du das nur so lange durchgehalten? Jeder andere Mensch wäre nach kürzester Zeit zusammengebrochen." stellte Belial fest, der sich danach auch immer etwas erschöpft fühlte. Es tat ihm mittlerweile leid dass er zu Anfang so fies zu Derek gewesen war, jetzt wo er sich durch die Hilfe, die er Derek gab ein Bild von Yaotl  machen konnte.
Zwei Wochen später, Derek und Julien waren an der Sorbonne in einer Vorlesung, als Belial, der nachdenklich am Schreibtisch in seinem Arbeitszimmer saß plötzlich von einem panischen  Euangelion, den er nach wie vor hören konnte wenn er nicht schwieg, aus seinen Gedanken gerissen wurde. 
"Oh mein Gott... nein... das ist zu früh... was... ich... Hilfeeeeee!" Belial zuckte erschrocken zusammen. "Euangelion, was ist jetzt los?" fragte er unwillig in Gedanken. "Rachel... Baby... ich..."  keuchte Euangelion. Belial ließ den Kopf in die Hände sinken."Merde! Warum ausgerechnet jetzt wenn Derek nicht da ist!" seufzte Belial. Er trat dennoch durch das Portal um nach Rachel zu sehen. Sie saß am Küchentisch und atmete gerade die Schmerzen einer Wehe weg. Belial trat an die Küchentür und blieb erst mal dort stehen und beobachtete sie. "Ist Derek noch an der Sorbonne?" fragte sie als die Wehe vorbei war und sie ihn erblickte. Belial nickte. "Und woher weißt du...?" fragte sie und sah ihn etwas böse an. "Dein Schutzengel... " Sie unterbrach ihn. "Ach ja dieser Engel da aus eurem Haus, den Julien mir aufgedrängt hat." Belial nickte und senkte leicht schuldbewusst die Augen als eine weitere Wehe kam. "Mmmh... so gesehen, aber Glück für dich. Einen anderen Schutzengel würde ich auch nicht mitbekommen."  sagte er leise. "Soll ich dich... ins Krankenhaus bringen?"  fragte er dann leise. "Ja! Es ist viel zu früh!" fauchte sie ihn an. "Sorry Rachel, ich habe mich wohl etwas bei der Dosierung des Trankes verschätzt, aber nur ein bisschen. Ich garantiere dir aber, dass mit deinen Babys alles in Ordnung ist." 
Er war inzwischen neben sie getreten. "Wie kannst du das wissen?" ging sie ihn erneut an. Und stieß in wütend an, so dass er leicht ins Schwanken kam. Lucifer blieb ruhig und nahm ihre Hand, zog sie sanft vom Stuhl hoch und zog sie soweit an sich dass er ihr ins Ohr flüstern konnte. "Ich weiß es! Vertrau mir!" versprach er überzeugend. "Bist du soweit? Darf es ein bestimmtes Krankenhaus sein?" fragte er freundlich. "Saint Francis Memorial in Sausalito, San Francisco." Er hielt nach wie vor ihre Hand um eine Verbindung zu schaffen, damit er sie mitnehmen konnte. "Ich werde dich mit Magie dorthin bringen, das ist der schnellste Weg." "Das war mir klar!" seufzte sie. 
Er zwinkerte wie er es schon damals in Paris vor der Kathedrale Notre Dame gemacht hatte und in einem Sekundenbruchteil standen sie in einer Ecke vor der Klinik. Gerade als er auf den Eingang zugehen wollte griff sie nach seinem Arm und atmete gegen den Schmerz an. "Euangelion, kannst sichtbar werden!" befahl er während er wartete dass die Wehe vorüberging. "Fürst der Finsternis." murmelte er und sah aber sofort etwas beschämt zu Boden. Sie betraten die Notaufnahme des Krankenhauses. "Wie war das?" fragte Belial die Krankenschwester am Empfang aufgebracht, als diese ihnen sagte sie sollen im Wartebereich Platz nehmen. "Lass gut sein, Belial." sagte Rachel ruhig und zog ihn mit sich an den Rand. "Soll ich Derek holen?" fragte er sichtlich nervös. "Nichts da - DU bleibst hier bis Derek da ist! Du kannst..." Eine weitere Wehe unterbrach sie. Sie drückte Belial der schon an der Wand stand noch fester dagegen. Nachdem die Wehe vorbei war und sie ihm in die Augen sah, konnte sie darin Angst erkennen. Sie musste grinsen, da sie es belustigend fand, dass der Fürst der Finsternis vor etwas Angst hatte.
"Mrs. Corrigan-Rayne? Kommen sie bitte mit." Eine Schwester führte sie in einen freien Kreißsaal. "Sobald eine Hebamme und ein Arzt da ist werden wir Ihnen einen schicken." Als Rachel sich auf die Liege legen wollte passierte das was passieren musste. "Das darf nicht wahr sein!" stöhnte Belial als auch er den Blasensprung bemerkte.  Er sah Euangelion an, der zusammengekauert in einer Ecke am Boden saß. "Du wolltest wirklich den Schwächling zu Derek schicken? Bist du sicher? Der macht momentan gar nichts, sitzt da wie ein Häufchen Elend und jammert." meinte sie verächtlich. Belial fühlte sich total unwohl in seiner Haut. Rachel trat vor ihn so dass sie ihm direkt in die Augen schauen konnte. Der Blick sagte mehr als Worte. "Gadreel!" rief er unverzüglich, da nur er momentan frei war und er nicht als zusätzlicher Schutzdämon eingesetzt war. 
Dadurch, dass sie sich in einem öffentlichen Gebäude mit vielen Leuten aufhielten konnte der Dämon sich nicht direkt in den Kreißsaal zaubern, sondern musste wie schon zuvor Rachel, Euangelion und er durch den Eingang. Gadreel musste der Schwester die ihn aufhielt erst erklären wo hin er wollte.
Für Belials Empfinden schien die Zeit momentan gar nicht zu vergehen. Nachdem Rachel ihm vor Schmerz ein weiteres Mal fast die Hand zerquetscht hatte, wie er ihr gegenüber mit gespielter Belustigung anmerkte, konnte er seine Angst und Nervosität nicht mehr verbergen. "Das darf nicht wahr sein! Hier muss doch ein Arzt und... Euangelion, erheb dich und sorg dafür, dass eine Hebamme hier erscheint. Sofort! Sonst rufe ich Sariel oder Raphael und das gibt einen Bericht an Gabriel!" donnerte Lucifer. Als der Engel nicht reagierte. Erschrocken sprang dieser auf und rannte fast aus dem Kreißsaal. 
"Das ändert auch nichts, wenn du hier so rumschreist! Und außerdem geschieht dir das recht. Du bist selbst schuld, dass du jetzt hier bist und nicht Derek!" schnaubte sie ihn an und ergriff erneut seine Hand um den Schmerz zu verarbeiten. 
Gadreel trat ein. "Chef?" begrüßte er Belial, grinste als er sah, dass sein "Dienstherr" das Gesicht schmerzvoll verzog als Rachel seine Hand fast zu zerquetschen schien. "Was ist denn los?" fragte er belustigt. Lucifer sah ihn finster an. "Wo nach sieht es denn aus? Schaff sofort Derek hier her!" befahl der in einer Mischung aus Panik und Verärgerung. Gadreel konnte ein Gefühl der Angst bei seinem Chef spüren. "Aber mach schnell!" herrschte er Gadreel an - "Sonst dreh ich durch! " fügte er in Gedanken hinzu. 
Er wandte sich an Rachel: "Das nächste Mal nimm bitte die andere Hand, dann sind wenigstens beide Hände gleichermaßen geschädigt. Hast ja richtig Kraft, meine Hand fühlt sich schon ganz gequetscht an." Sie grinste etwas fies. Und sofort ging es wieder los. Diesmal griff sie beide Hände. "Wo bleibt denn der verängstigte Engel mit der Hebamme?" donnerte Belial ein weiteres Mal los. Rachel stellte fast etwas amüsiert fest dass Belial total nervös war. "So langsam wird es echt Zeit, dass jemand kommt, die Wehen werden immer stärker." Sie musste schmunzeln als sie merkte, dass ihn ihre Aussage noch nervöser machte. Gadreel erschien in Begleitung von Derek. Rachel fiel ihm glücklich um den Hals "Endlich bist du da! Danke Gadreel!" Sie konnten gar nicht so schnell schauen wie Belial aus dem Kreißsaal verschwunden war. 
Euangelion kam ihm mit einer Hebamme entgegen. "Na endlich wird ja auch Zeit!"  fauchte Lucifer den Engel an. "Ich... das... ging nicht schneller... ich... die... Hebamme..." "Schweig!" sagte Belial genervt, mit einer kurzen Handbewegung. "Du nervst mich mit deinem Gestotter, was glaubst du eigentlich was ich mit dir mache? Du kannst mich ja noch nicht mal ansehen, geschweige denn ohne zu Stottern mit mir reden. Also jetzt noch mal... langsam und flüssig, ich reiße dir dein Köpfchen schon nicht ab, darauf hast du mein Wort." sagte er ruhig und grinste. Er machte eine weitere Handbewegung um den Schweigezauber wieder zu lösen. "Ihr seid Lucifer, das vermutlich mächtigste Wesen welches bekannt ist. Noch dazu der Fürst der Finsternis, das macht mir irgendwie Angst." gab er ängstlich zu. Noch bevor Belial antworten konnte kam Derek aus dem Kreißsaal. "Die Hebamme braucht sofort einen Frauenarzt!" erklärte er aufgeregt. Belial nickte und erhob sich sofort. Er eilte vor zum Empfang zu der Schwester die ihn und Rachel vorher schon in den Wartebereich geschickt hatte. 
"Es wird dann jemand kommen sobald... " "Nein! Sagen Sie nicht schon wieder ich soll warten. Die Hebamme in dem Kreißsaal sagte sie braucht sofort einen Frauenarzt... also schaffen Sie jetzt augenblicklich einen her!" sagte er mit lautem Befehlston. "Wir sind unterbesetzt Sir, da so viele krank sind und..." Sie brach mitten im Satz ab als ihr Blick den von Belial traf und erstarrte für einen Moment.  "Augenblicklich! Sie wollen nicht, dass ich mich darum kümmere! Haben Sie mich verstanden?!" zischte er gefährlich leise. "Ja, Sir ich kümmere mich sofort darum!" antwortete die Krankenschwester fast verängstigt. Er nickte, ging zum Wartebereich, kaufte zwei Kaffee aus dem Automaten und reichte einen Euangelion, als er sich wieder neben ihn setzte. "Na jetzt schau nicht so entgeistert und nimm sonst trink ich beide." sagte Lucifer fast freundlich. Euangelion, nahm den Kaffee zögernd aber dennoch dankbar an. "Danke. murmelte er eingeschüchtert.
 "Na du hast ja ne Angst vor mir." sagte der Höllenfürst mit einem sardonischen Grinsen.
"Dabei habe ich dir noch nicht mal was getan außer einem harmlosen Schweigezauber gegen dich zu verwenden. Warum warst du vorher eigentlich so... hilflos? Bist du nicht auf die Idee gekommen Rachel in ein Krankenhaus zu bringen?" fragte Belial den Engel belustigt. "Ich hatte irgendwie Panik bekommen als sie in der Küche vor Schmerzen zusammenbrach und konnte nicht mehr klar denken." gestand Euangelion. Ein Arzt lief an ihnen vorbei in den Kreißsaal. "Kann ich irgendwie verstehen, ging mir da drin nicht anders bis Derek endlich kam. Mir ist Zeit noch nie so lange vorgekommen." grinste Belial. "Aber du musst lernen auch in solchen Situationen zu handeln auch wenn dich etwas schockiert. Normalerweise hättest du ja nur sozusagen mit deinen erweiterten Fähigkeiten und Befugnissen in Bezug auf Rachel schutzengelmäßig mit Magie helfen müssen, bis Rachel sich beispielsweise einen Notarzt gerufen hätte und der gekommen wäre. Aber ich bin auch ehrlich und sage dir, dass du dich gut geschlagen hast bis heute als Schutzengel und..."
 "Ja, nur jetzt habe ich versagt." murmelte er traurig. Lucifer seufzte. "Na ja nicht ganz, immerhin hast du dein Schweigen gebrochen und somit mich erreicht. Ist auch eine Art der Hilfeleistung, zwar nicht wie gedacht aber... du wirst jetzt wieder auf Julien angesetzt, aber dieses Mal bitte schweigend, so wie auch bei Rachel." 
Der Engel nickte. Und trank, seinen Kaffee mit einem Schluck leer. Derek trat mit einem glücklichen Lächeln aus dem Kreissaal. "Die Zwillinge sind da, ihr dürft kurz in den Nebenraum, wenn ihr wollt. Sie folgten ihm. "Darf ich vorstellen: Lucas Lucian und Christina Luciana Rayne." Belials Lächeln änderte sich in ein überraschtes Lächeln, als er die Zweitnamen hörte. "Lucian und Luciana? Ich... Wieso... womit habe ich das verdient?" flüsterte er etwas verlegen. "Weil du mich hergebracht hast und geblieben bist bis Derek kam und auch sonst so viel für uns machst. Danke Belial." erklärte Rachel, als sie bemerkte wie überrascht er war als er die Ähnlichkeit zu seinem eigenen Namen erkannte. Lucifer wusste nicht was er sagen sollte, was sehr selten vorkam. "Außerdem ist das der naheliegendste Dank... weil Lucifer und Lucifera oder Belial und Beliaelle zu auffällig gewesen wäre." meinte Rachel schmunzelnd. Belial grinste von einem Ohr zum anderen als er sich über die Kinder beugte und leise flüsterte: "Hallo ihr zwei... lasst euch mal von eurem Onkel Belial ansehen...."
Rachel und Derek sahen sich schmunzelnd an als sie merkten, dass er sichtlich gerührt und sprachlos war. "Gern geschehen." Zu mehr kam er nicht da die Hebamme reinkam, was ihm sehr gelegen kam wenn er ehrlich war. "Sie müssen jetzt gehen, sie können Morgen wiederkommen." Im Gang wurden er und Euangelion noch mal von Derek aufgehalten. "Belial, kannst du bitte noch dafür sorgen dass Kat herkommt?" fragte er freundlich. "Sicher, ich schicke sie mit Samyaza her, bis dann Derek!" antwortete Belial mit einem derart liebevollen Tonfall, wie Derek es noch nie zuvor von ihm gehört hatte. 
Am Abend nachdem die Besuchszeit in der Klinik vorbei war ging Derek in den Boulevard und klopfte an Belials Arbeitszimmer. "Belial, darf ich? Alex sagte ich würde dich hier finden." Er lächelte Derek an. "Komm rein! Aber falls du dich jetzt auch noch bedanken willst, lass es gut sein, bitte. Das hat Rachel vorher schon getan und ich möchte keine Worte mehr als Dank von euch. Ihr habt mir mit den Zweitnamen eurer Kinder mehr gegeben als, ich jemals erwartet hätte. Jetzt bin ich dran, mich mal zu bedanken. DANKE, für alles was ihr mir gebt! Solche Tage wie der gemeinsame Nachmittag in Paris... Zeit mit euch verbringen... einfach... an eurem Leben teilhaben und für euch da sein wenn ihr Hilfe braucht, eben sowas wie eine ganz normale Familie haben, ...ist alles was ich will, Derek." sagte er sanft. Er klang fast glücklich, wie Derek feststellte. "Na wenn das so ist, würde ich dich gerne einladen, und auf die Zwillinge anstoßen, lass uns irgendwo etwas Trinken gehen. Am besten hier in Paris, dann muss ich nicht fahren und kann mir auch ’nen Schluck genehmigen." "Das nehme ich gerne an! Wobei Selvaggia ein ausgezeichnetes Bier braut und Mathilde einen ausgezeichneten Calvados gebrannt hat..." Derek schüttelte den Kopf. "Ach nein, lass den beiden mal Ruhe. Ich glaube, die zwei feiern gerade ihre eigene kleine Party mit Mathildes Obstbränden - und da ist nicht nur Calvados im Spiel." Belial lachte leise.
Eine halbe Stunde später waren sie in Paris unterwegs. Irgendwie landeten Sie im Quartier Latin. Aus einer Kneipe kamen mehrere junge Leute und wechselten sich mit neuen Gästen ab. "Dr. Rayne! Salut!" riefen plötzlich einige der Studenten - offenbar  sichtlich erfreut ihren Dozenten zu sehen. Bevor er wusste wie ihm geschah, wurde er in die Kneipe gezogen die "2 Bis" hieß und saß mit dem sichtlich belustigten Belial zwischen den jungen Leuten, die den dunkelhaarigen Fremden, der sich als "Lucian, Derek Raynes... Cousin." vorgestellt hatte, wie selbstverständlich akzeptierten. Begeistert feierten sie schon bald darauf die Tatsache, dass ihr beliebter Dozent Vater geworden war. Belial hatte dabei stets ein Auge auf seinen "Cousin", wie einer der Studenten belustigt bemerkte und sorgte dafür, dass Derek zwischendurch auch einen der Burger mit Pommes aß, bevor er dazu überging mit ein wenig Magie den Alkohol in einigen Getränken zu neutralisieren, als der Abend zunehmend fröhlicher wurde. Irgendwann drängte Belial allerdings zum Aufbruch. "Ich muss meinen Cousin doch noch heile zu seiner Familie zurückbringen - und ihr alle wollt ihn nächste Woche wieder im Seminar sehen!" erklärte er den Studenten lächelnd als die etwas enttäuscht reagierten.
Trotzdem Belial mit Magie "das Schlimmste" verhindert hatte, war Derek ein wenig unsicher auf den Beinen als sie die Kneipe verließen. "Ich hab' echt nette Studenten...!" murmelte er mit etwas schwerer Zunge. Belial lachte leise. "Ja, sind wirklich nette Kinder, aber jetzt geht es nach Hause. Rachel liegt glücklicherweise noch in der Klinik und ich werde dich daher nicht mit einem von Selvaggias Tränken ausnüchtern lassen müssen, sondern kann dich ausschlafen lassen." sagte er mit belustigter Strenge. 
Im Boulevard Haussmann brachte er Derek mit Nachdruck ins Bett und ging dann kopfschüttelnd, aber lachend, in die Küche, wo immer noch Mathilde und Selvaggia über die Obstliköre und -brände diskutierten, die sie gerade testeten. "Monsieur Rayne war ja sehr lustig..., Sire." meinte die Köchin belustigt. "Ja, ich glaube er hatte so lange keine Gelegenheit mehr mal über die Stränge zu schlagen, dass er sich etwas falsch eingeschätzt hat." gab Belial zu. "Und die Studentenkneipe, wo einige der Theologiestudenten gern hingehen war vielleicht auch nicht die beste Lösung." "Ach, ich glaube, das ist gar nicht so schlecht. Die jungen Leute haben so eine Seite an Dr. Rayne kennen gelernt, die ihn noch menschlicher und noch sympathischer macht als er ihnen ohnehin schon ist, Sire..." wandte Selvaggia lächelnd ein. "Wie haben die Menschen auf Sie reagiert, Sire?" fragte Mathilde schüchtern. "Och, da ich mich als Dereks Cousin Lucian vorgestellt habe, gab es keine Probleme. Das er klärt auch Lucian und Luciana als Namen. Zum Glück haben Derek und Rachel ihren Sohn Lucas Lucian genannt und Derek hat zum Griechischen Namen gegriffen, nicht zum englischen "Luke", sonst hätte ich dem Kleinen noch ein Lichtschwert schenken und den "Jedi-Meister" geben müssen." Mathilde lachte leise. "Ich glaube, dagegen würde Madame Rayne protestieren." Selvaggia grinste. "Wobei ich denke, dass die anderen Kinder den Kleinen ohnehin Luke rufen werden wenn er irgendwann Freunde hat." 
"Meine Nichte und mein Neffe werden Freunde haben, dafür werde ich sorgen!" sagte Belial nachdrücklich. Mathilde lächelte. "Freunde müssen sie treffen, Sire. Ihr könnt den beiden Mentoren, Lehrer und Betreuer schicken, aber nie wahre Freunde." sagte sie sanft. Er seufzte. "Ja, das weiß ich, aber die beiden werden ihren Altersgenossen immer weit voraus sein... also werde ich wahrscheinlich irgendwann Gadreel, Armaros und Samyaza bitten müssen sich in Kinder zu verwandeln." Er schüttelte besorgt den Kopf, lächelte und meinte: "Ich werde nochmal nach Rachel und den Kindern sehen und lasse Derek in eurer Obhut. Schickt ihn morgen früh durch das Portal zu seiner Familie."
Als Rachel mitten in der Nacht die Augen aufschlug, erblickte sie Belial, der an ihrem Bett saß. "Alles in Ordnung?" fragte er leise. Rachel sah ihn verwirrt an.
"Sicher, wir werden hier bestens versorgt. Aber deshalb bist du doch nicht hier, denn du hättest uns auch morgen besuchen können. Was ist los, dich bedrückt doch noch irgendetwas, denn sonst wärst du nicht mitten in der Nacht gekommen. Und normalerweise verbirgst du deine Gefühle besser... als... heute." grinste sie verschmitzt. Belial seufzte. "Du hast mich erwischt, Rachel Corrigan-Rayne. Ja, zugegeben ich hatte ziemliche Panik heute als ich in euer Haus kam und... ich wusste im ersten Moment auch nicht recht was ich machen sollte." gestand er. "Als wir im Krankenhaus warten mussten und... ich nichts tun konnte, habe ich mich ziemlich unnütz gefühlt. Eine Geburt ist eines der wenigen Dinge die nicht mit Magie zu bewältigen sind. Ich war ziemlich nervös weil ich das erste Mal... hilflos war ...und als so lange niemand kam, bekam ich richtig Angst. Das hat man gemerkt oder?" Sie nickte lachend. 
"Und ich wollte mich noch entschuldigen, dass ich mich mit dem Trank ein wenig verschätzt habe. Normalerweise mache ich keine Fehler." "Ist doch trotzdem alles gutgegangen, die Zwillinge sind wohlauf und..." Er legte ihr einen Finger auf den Mund. "Da bin ich auch sehr froh drüber. Ich ärgere mich aber trotzdem über mich selbst. Und außerdem wollte ich mich auch bei dir noch persönlich bedanken." Rachel sah in überrascht an. "Für dein Vertrauen und deine Freundschaft... das bedeutet mir wirklich sehr viel, Rachel. Danke Schwesterchen." flüsterte er glücklich, grinsend. "Und jetzt schlaf noch gut, wir sehen uns." "Belial!" rief Rachel noch bevor er verschwinden wollte. "Ja?" "Pass bitte gut auf Derek auf während ich noch hier bin und auch solange bis wir das Ritual durchführen können... ich mache in letzter Zeit große Sorgen um ihn, er schläft kaum und wirkt manchmal so... niedergeschlagen." Belial der mit dem Rücken zu Rachel stand und aufmerksam zugehört hatte, schloss die Augen und schluckte. Er drehte sich wieder zu ihr. Er sah ebenfalls sehr besorgt aus.
"Ich weiß, ist mir auch schon aufgefallen. Ich versichere dir dass ich gut auf ihn Acht gebe. Um ehrlich zu sein... mache ich das schon seit einiger Zeit. Sagen wir mal... ich spiele... zusätzlich Schutzengel für Derek. Obwohl seiner echt gut ist muss ich zugeben, nur leider kann er ihn nicht vor Yaotl schützen."
Sie lächelte. "Das beruhigt mich sehr, danke, Belial."  Er schüttelte den Kopf. "Keine Worte des Dankes mehr, Rachel. Zeit mit euch zu verbringen, solche Tage wie den, den wir in Paris hatten... ein Gefühl von Familie ...bedankt euch in Zukunft damit, ihr wisst mittlerweile wie ich für euch empfinde. Bis bald." Er zwinkerte und war verschwunden.
"Hallo Alexandra. Schon wieder wach?" stellte Belial überrascht fest als ihm im Eingangsbereich des Boulevards die hübsche Afroamerikanerin über den Weg lief. In Paris war es früher Morgen. "Hallo Belial, ich kann nicht mehr schlafen, der kleine Schatz bewegt sich ständig." lachte sie. "Ich wollte mir gerade einen Tee machen. Leistest du mir Gesellschaft?" Er lächelte. "Warum nicht?" Er stellte die Gläser und Flaschen von Mathilde und Selvaggia in die Spüle, während Alex nach einem Früchtetee suchte. "Ein Glück dass Nick nicht arbeitet, wie Derek." murmelte er. "Was? Wieso?" fragte Alex. "Ich habe eigentlich nur laut gedacht Alexandra." 
Sie lächelte. "Du meinst einmal mit einer Schwangeren im Krankenhaus hat dir gereicht?" "Schlaues Mädchen." Sie grinste. "Und ich hatte gedacht, falls Nick am Geburtstermin unterwegs ist, bist du ein erfahrener Geburtshelfer..." meinte sie belustigt. Belial zog amüsiert die Augenbraue hoch. "Böses Mädchen, Alex... ganz böses Mädchen!" Sie lachte laut auf, wurde dann jedoch ernst: "Geht es Derek gut? Er hat gestern ziemlich viel getrunken, oder?" Lucifer seufzte. "Ja, er hat etwas über die Stränge geschlagen, ich habe mit Magie dagegengewirkt. War auch nicht die beste Idee sich von seinen Studenten feiern zu lassen. Wir waren nämlich in einer Studentenkneipe wo einige dieser Filous waren, die er in seinen Vorlesungen und Seminaren hat..." antwortete Belial mit einem belustigten Lächeln. Die dunkelhäutige Schönheit nickte. "Aber besser so, wenn du dabei bist! Zum Glück seid ihr zusammen unterwegs gewesen! Ich bin froh dass ihr nach den anfänglichen Differenzen endlich Freundschaft geschlossen habt. Denn ohne dich hätte Derek den Kampf gegen Yaotl schon längst verloren, oder?" fragte sie besorgt um ihren langjährigen Mentor und Freund. 
Belial nickte zur Bestätigung. "Aber keine Sorge. Das Ritual ist so gut wie fertig, sie können es in ein paar Wochen durchführen und Derek kann diesen fiesen, sadistischen Priester endlich loswerden. Ich bin selbst froh, wenn Derek Yaotl endlich los ist. Das zehrt auf Dauer auch ganz schön an meiner Kraft, zumindest seit er wieder täglich versucht mit Derek die Seele zu tauschen. Ich wusste vorher nicht wie stark und vor allem, wie fies Yaotl gegen Derek vorgeht." "So schlimm? Ich habe ihn zwar sozusagen kennengelernt, aber richtig fies und brutal war er eigentlich hauptsächlich zu Rachel." 
Er nickte. "Also mir reicht es, wenn ich, "Lucifer", ihn schon als hartherzig und fies bezeichne, ich denke das heißt schon was. So etwas wie Gefühle scheint der Mann nicht zu kennen. Sechs Wochen noch, sagte Rachel, dann können sie das Ritual durchführen." "Wirst du das Ritual selbst durchführen?" Er nickte. "Denke ich, ja, zumindest werde ich dabei sein, damit nichts schief geht. Nur bei dem sexuellen Teil lasse ich die beiden dann allein, ich denke das bekommen sie dann ganz gut hin, zumal ich das nicht sehen möchte und sie wohl auch keine Zuschauer dabei haben wollen." antwortete er mit einem Grinsen. Alex lachte leise. "Rachel war aber sehr angetan von deinem Beistand während der ersten Stunde..." Er lachte leise. "Oh ja, am besten hat ihr bestimmt gefallen, dass ich vollkommen panisch war und sie mir die Hände zerquetschen konnte!"
"Wir wollen nachher zusammen mit Derek Rachel und die Zwillinge besuchen, kommst du mit?" Er schüttelte den Kopf. "Nein, ich war gestern lange genug da und vorher nochmal kurz, ich musste unbedingt etwas loswerden. Ich hab noch einiges zu erledigen, unter anderem das Bannritual von Raphael absegnen lassen. Das habe ich versprochen und daran halte ich mich, auch wenn sie mir jetzt vertrauen." Damit verschwand er.
Raphael las und nickte zwischendurch. "Hast du gut gemacht Lucifer. Ich kann es guten Gewissens absegnen. Nur... bei dem sexuellen Teil, meinst du dass die beiden das machen?" "Ich habe es teilweise zusammen mit ihnen umgeschrieben. Das ist so abgesprochen und ist sozusagen... das was Rachel freiwillig leistet, da ich keinen Pakt mit den beiden abschließe, wie es normalerweise der Fall wäre. Nennen wir es eine Gefälligkeit, beider Seiten. Und wenn du das Original liest, wirst du feststellen, dass es jetzt harmlos ist." grinste Belial. "Du machst mich neugierig." murmelte der Erzengel. "Grimoire!" rief Lucifer. Im nächsten Augenblick lag das Grimoire in seinen Händen. Er ließ es mit Magie auf den Tisch gleiten und schlug ebenfalls auf magische Weise die entsprechende Seite auf. Der Erzengel trat näher und las. Seine Augen weiteten sich. "Lucifer! Wie konntest du nur so etwas verfassen? Hast du das...?" Der Fürst der Finsternis grinste belustigt. "Ich sagte ja, dass es jetzt harmlos ist und auf deine zweite angefangene Frage: Selvaggia ist sehr sympathisch und es war als Abschreckung gedacht... Den Rest werde ich nicht näher erläutern!" "Ich will es auch nicht wirklich wissen. Dann wünsche ich den beiden viel Erfolg! Und richte ihnen bitte meine herzlichsten Glückwünsche zur Geburt der Zwillinge aus, wenn du sie wieder besuchst oder siehst." 
Lucifer nickte dem Erzengel zu. "Mach ich gerne Raphael." "Ach, bevor du gehst... Unser allmächtiger Vater hat mir aufgetragen dir zu sagen, dass er dir ungehinderten Zugang zu seinen Häusern - sprich den Kirchen, Synagogen, Moscheen und so weiter - gestattet... Gabriel wird das auch den Raynes mitteilen." Lucifer sah sein Gegenüber überrascht an. "Wozu das?" Raphael lächelte mild. "Unser Himmlischer Vater dachte, dass du vielleicht - wenn du schon nicht der richtige Onkel von Lucas Lucian und Christina Luciana bist - zumindest der Patenonkel der Zwillinge werden möchtest. Falls den Raynes etwas passiert würdest du dann die Verantwortung für die zwei bekommen..." Lucifer schluckte. "Solange ich es verhindern kann, wird Derek und Rachel nichts passieren! Und falls irgendwer vom Jugendamt oder ähnlichem kommt, weil es Probleme gibt und Derek und Rachel sind nicht da, kann ich mich problemlos in Derek verwandeln!" 
Raphael nickte belustigt. "Trotzdem, lass es dir nicht entgehen. Du wirst ein wunderbarer Patenonkel für die beiden sein - und wenn du willst auch für das Kind von Alex und Nick... und irgendwann der beste und wunderbarste Großonkel den die Kinder von Kat und Julien je haben werden... Auch wenn wir damals, als du den Aufstand angezettelt hast und verbannt wurdest, dich nicht verstanden haben... einige von uns beneiden dich inzwischen ein wenig um deine kleine Familie, die du dir hier "erobert" hast." Sichtlich überrascht sah Lucifer den Erzengel an. "Beneiden? Wieso? Sie können genauso..." "Nein, das können wir "netten" Engel nicht, und das weißt du. Unsere Liebe ist universell und an die Schöpfung unseres Himmlischen Vaters im Allgemeinen gebunden. Du hast dich auf deinen freien Willen berufen als wir den noch hatten - oder besser... als du ihn gerade bekommen hattest..." Lucifers Miene änderte sich zu Entsetzen. "Er hat euch den freien Willen genommen?" Raphael schüttelte den Kopf. "Nein, er hat ihn aber... weniger rebellisch gemacht. Doch mach dir darüber keine Gedanken. Wir sind glücklich so wie es ist."
"Na dann, richte dem himmlischen Vater meinen Dank aus." murmelte der Höllenfürst immer noch überrascht.
Nachdem Raphael wieder verschwunden war, stand Lucifer völlig perplex im Salon. Damit hätte er nie gerechnet. Der himmlische Vater gewährt mir ungehinderten Zugang zu seinen Häusern? Das wollte er genau wissen, er zwinkerte sich auf den großen Platz vor dem Notre Dame. Langsam ging er auf die große Eingangstür der Kathedrale zu... Er atmete tief ein... zog zögernd die Tür auf... blieb jedoch noch einen Augenblick stehen. Vorsichtig setzte er einen Fuss über die Schwelle. Nichts geschah. Zögernd trat er ein. Nichts. Er ging langsam weiter und blieb dann stehen. Noch nicht mal ein beklemmendes Gefühl, aber dennoch merkwürdig, beziehungsweise ungewohnt. Er setzte sich in eine Bank und musste lachen. Er erschrak als ihn plötzlich jemand anredete, da er total in Gedanken versunken war. "Lucifer? Wie kommst du denn hier rein?" fragte der Erzbischof sichtlich überrascht. "Bonjour, Pierre. Mir wurde die offizielle Erlaubnis, des Himmlischen Vaters erteilt sämtliche Gotteshäuser ungehindert betreten zu dürfen, das hat Raphael mir gerade mitgeteilt. Und wie du siehst... stimmt es. Also  sehe ich mir jetzt mal deinen Arbeitsplatz, sozusagen, die Kathedrale von innen an. Beeindruckend, hat schon was." murmelte er und sah sich in der Kathedrale von Notre Dame um. 
Die nächsten sechs Wochen zogen sich vor allem für Derek und Lucifer fast ins Endlose. Derek, der zwar überglücklich über seine Kinder war, aber wegen der zusätzlichen Belastung durch Yaotl kaum noch Schlaf und Ruhe fand. Lucifer, machte teilweise die Hilfe die er Derek gab um gegen den aztekischen Priester anzukämpfen zu schaffen, da es auch für ihn mit jedem Mal anstrengender wurde und es schmerzte ihn immer mehr Derek so leiden zu sehen. 
Vier Wochen später machte Belial, weil er merkte, dass beide ziemlich gestresst und dauermüde waren und er und Derek gerade wieder einmal gegen Yaotl angekämpft hatten, in der  Küche des Legats spontan folgendes Angebot: "Ich mache euch einen Vorschlag: Derek, du musst dich dringend mal richtig ausschlafen, denn du hast seit einiger Zeit immer weniger Kraft dich gegen Yaotl zu wehren und ich muss jedes Mal noch mehr Kraft aufbringen um ihm genug Gegenwehr zu leisten, das fordert selbst mich. Und auch ich komme irgendwann an meine Grenzen, was diese Dauerbelastung angeht." erklärte Lucifer etwas erschöpft.
"Geh bitte durch das Portal und richte Selvaggia aus sie soll dir einen Trank machen, der dich in einen entspannten Schlaf fallen lässt, so dass du mal wieder richtig ausgeschlafen bist. Ich bleib so lange hier und helfe Rachel mit den Zwillingen." befahl er freundlich. Derek, der einsah, dass es wohl das Beste war, gehorchte und schritt durch das Portal als er sich mit einem zärtlichen Kuss von seiner Frau und den Kindern verabschiedet hatte. Belial ließ sich auf einen Stuhl am Küchentisch sinken und schenkte sich eine weitere Tasse des relativ starken Kaffees ein. Rachel tat es ihm gleich. "Wir schaffen die zwei Wochen aber noch?" fragte sie ängstlich. "Ja! Ich weiß was ich mache Rachel und wie viel ich aushalte, deshalb hab ich Derek ja auch zu Selvaggia geschickt. Und wenn es nicht mehr anders gehen sollte, könnte ich während der letzten Tage auch noch den Trank einnehmen den ich schon Derek gegeben habe." Sie nickte etwas beruhigter. "Wie lange schlafen die beiden jetzt etwa?" wollte er wissen als sie Lucas und Christina endlich zum Schlafen gebracht hatten. "Wenn wir Glück haben etwa zwei bis drei Stunden." antwortete Rachel müde. "Dann leg dich doch auch ein bisschen hin, ruh dich aus und versuch ein wenig zu schlafen." schlug er ihr vor. Sie nickte und zog sich auf die Couch im Wohnzimmer.  zurück. 
Er betrachtete sie mit einem Lächeln, sprach einen Schlafzauber und kümmerte sich über die Nacht um die zwei Kinder. Als Rachel am nächsten Morgen völlig erholt erwachte, saß Belial gerade im Schaukelstuhl und gab Luciana ein Fläschchen. "Ähm... was ist da drin?" fragte sie überrascht. Belial errötete. "Ich... habe gezaubert... entschuldige bitte, aber ich wollte nicht auf Chemie oder Pulverkram zurückgreifen und... hm... also das ist schon deine... na ja... Muttermilch." Rachel blickte ihn überascht an. "Das ist gut. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen! Danke, dass ich durchschlafen konnte, Belial... großer Bruder."
Etwa zwei Wochen später, an dem Tag des Rituals kam Belial wie verabredet durch das Portal. Er stellte ein kleines Holzkästchen auf einem Schränkchen ab und gesellte sich zu den andern, die noch beim Essen waren. Kat und Julien gaben den Babys noch das Fläschchen bevor sie wie ausgemacht mit den beiden Alex und Nick besuchten, damit Rachel und Derek das Ritual in Ruhe durchführen konnten. "Möchtest du noch etwas haben, es ist noch was da?" fragte Rachel. "Nein danke, keinen Appetit heute. Ich hätte aber gerne eine Tasse Kaffee, wenn es nicht zu viele Umstände macht." antwortete Belial sehr freundlich. "Padmaschine macht es möglich." lächelte sie.
Als Kat und Julien mit den Zwillingen durch das Portal gegangen waren reichte Lucifer Rachel ein Blatt auf dem er das Ritual noch einmal sauber und in schön geschwungener Schrift geschrieben hatte. 
Als sie es entgegen nahm entdeckte sie einen kleinen Zusatz. Sie las es laut vor, dass auch Derek es gleich hörte.
 
Liebe Rachel, lieber Derek,
 
ich bin euch noch ein Stück entgegengekommen und habe zwei der vier härteren sexuellen Aktionen, die wir noch stehen gelassen hatten als wir das letzte Mal zusammen daran gearbeitet haben, abgemildert, anschließend habe ich es wie versprochen Raphael zum absegnen gezeigt, was er auch getan hat. Ihr könnt ihn auch gerne fragen. 
Macht es euch für den Liebesakt, gemütlich, zum Beispiel vor dem Kamin? Dann macht das Ritual mehr Spaß.
Die zwei Silberketten mit dem Pentagramm gelten als Schutzsymbol, wenn sie mit einer Spitze nach oben getragen werden. Legt sie bitte während des Rituals an, sie sollen euch zusätzlichen Schutz bieten und Glück bringen. Sie sind ein Geschenk!
 
Noch eine kleine Anmerkung die ich gerne noch loswerden möchte: Ihr bedeutet mir sehr viel. Bevor ich Kat und euch kennen lernte, wusste ich nicht was wirkliche Freundschaft bedeutet. Danke für euer Vertrauen und die Freundschaft, welche ihr mir entgegen bringt.
 
Lucifer

Rachel lächelte. "Die Ketten sind sehr schön Belial, danke." Er erwiderte ihr Lächeln und reichte Derek eine edelaussehende Holzschatulle. Derek öffnete sie und fand eine weiße und eine schwarze Kerze und einem sehr schönen, teuer aussehenden Dolch. "Das ist ein Ritualdolch, er gehört mir und ist eine Leihgabe für das Ritual."
"Dann machen wir es im Wohnzimmer vor dem Kamin? Ich finde die Idee gut." sagte Derek und sah seine Frau liebevoll an. Als sie nickte ging er um den Kamin anzuzünden. Rachel und Lucifer folgten ihm. "Bleibst du bitte im Haus Belial, während wir dann den zweiten Teil durchführen?" Er nickte. Rachel stellte zwei Kerzenständer auf den Tisch und steckte die Kerzen hinein und zündete sie sofort an. Lucifer legte den Dolch auf den Tisch, vor die Kerzen. Derek und Rachel legten sich gegenseitig die Ketten an. Als alles vorbereitet war kullerten Rachel dicke Tränen die Wangen hinunter. "Ich habe Angst Belial! So viel Angst hatte ich noch nicht mal bei den Geburten meiner Kinder." schluchzte sie. Derek nahm seine Frau liebevoll in den Arm. Lucifer trat von der anderen Seite dicht neben die schöne Blondine und flüsterte. "Ihr habt den Text den ihr sagen müsst auswendig gelernt, bis zum umfallen. Es wird alles gut gehen, Schwesterchen, vertrau mir." Er küsste sie flüchtig auf die Wange, bevor er wieder etwas zur Seite trat.
Derek nahm ihre Hand und begann seinen Part aufzusagen:
"Weiche nun von mir "Yaotl", von nun an fordere ich meine Seele MIR allein!
Verbannt seist du aus mir für immer! Um zu besiegeln diesen Pakt, vereint in wahrer Liebe mit Rachel".
"Erst der Dolch Rachel!" erinnerte Lucifer sie leise als sie sofort ihren Text aufsagen wollte. Sie nahm den wunderschönen Ritualdolch vom Tisch. Sie unterdrückte den kurzen Schmerz, als sie sich in die Innenfläche der rechten Hand ritzte und reichte den Dolch ihrem Mann. Auch er ritze sich in die rechte Hand, legte den Doch wieder auf den Tisch und reichte Rachel die Hand. 
"Weiche nun aus Derek, für immer sei er mein!" sagte sie mit fest entschlossener Stimme.
"Schwarze Kerze!" flüsterte Lucifer schnell. Weil beide offensichtlich einen kurzen Blackout hatten. Sie pusteten die schwarze Kerze aus die für Yaotl stand.
"Viel Spaß!" flüsterte der Fürst der Finsternis und verließ das Wohnzimmer, dass Rachel und Derek den Sexualakt ungestört durchführen konnten.
"So schlecht war das gar nicht." stellte Rachel fest als sie Arm in Arm nebeneinander lagen. "Oh ja!" hauchte Derek. "Ist der Mistkerl weg!" "Ich hoffe doch! Aber ich denke schon, ich fühle mich irgendwie... frei." antwortete Derek.
Zwei Wochen später betrat Derek ausgeglichen und gut gelaunt die Küche und trat neben seine Frau, die gerade dabei war die Fläschchen für die Babys vorzubereiten. "Ich liebe dich!" flüsterte er ihr ins Ohr. "Ich dich auch und ich bin so glücklich, dass es dir wieder gut geht und ich endlich keine Angst mehr haben muss dass dieser schreckliche Priester wieder auftaucht." sagte sie erleichtert. "Was hältst du davon, wenn wir für Freitag Belial über das ganze Wochenende einladen? Als Dank so zusagen und um ihm zu zeigen, dass er... mittlerweile... auch zu unserer Familie gehört.? Wir könnten in die Stadt gehen, nach Las Vegas oder einen Ausflug ins Death Valley machen. Wenn wir uns für das Death Valley entscheiden müssten wir allerdings Alex und Nick fragen ob sie die Zwillinge nehmen würden, weil da ist es für die beiden zu heiß." "Da ist eine Gute Idee, Belial wollte ja, dass wir uns so bei ihm bedanken und nicht mehr mit "Worten des Dankes" wie er sich ausgedrückt hat." antwortete Derek lachend.
Rachel lächelte. "Ja... und wie ich von König Paymon erfahren habe, der ab und zu hier vorbeischaut, weil er weiß, wie viel sein Herr uns bedeutet und wieviel wir ihm, kann er Kirchen betreten... Ich fände es eine schöne Geste ihn zum Patenonkel unserer Kinder zu machen." Derek küsste sie sanft. "Das ist eine wundervolle Idee... wobei ich mich jetzt erinnere, dass Pierre sowas in der Art andeutete, dass er Belial in Notre Dame angetroffen hätte... und irgendwie habe ich eine Nachricht gefunden vom Erzengel Gabriel, die aber sehr kryptisch verfasst war... irgendwas von: Unser allmächtiger himmlischer Vater hat geruht seinem aufsässigen Sohne gegenüber Milde walten zu lassen... die ist auf meinen Schreibtisch geflattert. Vermutlich hat Euangelion die gebracht, den sehen wir ja nicht... Also scheint was dran zu sein." Die Luft zwischen den beiden verschwamm. Gabriel tauchte auf. "Seid gesegnet, Kinder des Himmlischen Vaters! Verzeiht, ich hatte euch das persönlich mitteilen wollen - mit Lucifer, aber wichtige Ereignisse haben mich bewogen Euangelion einen Brief schreiben zu lassen und ich war mir zudem sicher, dass König Paymon es melden würde. Ihr habt den Segen und das außerordentliche Wohlgefallen eures Himmlischen Vaters für den Plan, Lucifer zum Patenonkel eurer Kinder zu machen."
Derek und Rachel lächelten. "Wobei... von wem lassen wir die Kinder taufen? Pierre hat sich genauso... hm... aufgedrängt wie Michael... Unser Erzbischof oder Kats zukünftiger Schwiegeronkel?" fragte Derek Rachel. "Hier kennt Belial keiner... und wir sind hier daheim. Pierre kann Julien und Kat trauen, aber taufen soll unsere Zwillinge ruhig unser Erzbischof hier." antwortete sie mit einem Lächeln. Gabriel lächelte beiden zu. "Außerdem bittet euer Himmlischer Vater, dass ihr zwei seiner Erzengel wählt - je einen für jedes Kind - um Pate zu stehen." sagte er. Überrascht sahen die beiden ihn an. "Aber wäre das nicht ein Misstrauensvotum gegenüber Belial?" fragte Rachel misstrauisch. "Nein, nicht unbedingt. Er hat Kat und Julien ja auch Samyaza und Armaros neben Euangelion zur Seite gestellt und auf dich, Rachel, persönlich geachtet!" "Also bitte! Entschuldige wenn ich das sage, aber Euangelion ist eine Lachnummer als Schutzengel!" "Aber er hat viel von euch allen gelernt und eure Kinder und Kindeskinder werden immer unter dem Schutz von Himmel und Hölle stehen, bis an der Welt Ende!"
Rachel räusperte sich. "Würdest du dann für Lucas Lucian Pate werden und Raphael unsere... Bitte übermitteln das Patenamt für Christina Luciana zu übernehmen?" fragte sie. Gabriel sah sie erstaunt an, dann neigte er den Kopf. "Danke für die Ehre die ihr mir antragt, ich nehme gern an und ich werde Raphael eure Bitte übermitteln, kann aber bereits auch für ihn zusagen."
Zwei Monate gingen sehr schnell ins Land. Rachel und Derek standen Seite an Seite mit Belial, Gabriel, Raphael, aber auch Pierre Pasquieu, Mathilde, Selvaggia, Nick und Alex vor dem Erzbischof von San Francisco in der modernen St. Mary-Kathedrale. Michael Bryce taufte die Zwillinge. Mit einem Lächeln verkündete er den Taufspruch für Christina Luciana, die Lucifer über das Taufbecken hielt: "Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Beliar? Was hat ein Gläubiger mit einem Ungläubigen gemeinsam? 2. Korinther 6.15." Lucifer sah ihn scharf an, erntete jedoch ein belustigtes Grinsen. Auch Lucas Lucian erhielt einen eher ungewöhnlichen Taufspruch mit: "Und über dem Ulai-Kanal hörte ich eine Menschenstimme, die rief: Gabriel, erkläre ihm die Vision! Da kam er auf mich zu. Als er näher trat, erschrak ich und fiel mit dem Gesicht  zu Boden. Er sagte zu mir: Mensch, versteh: Die Vision betrifft die  Zeit des Endes. Daniel 8.16 und 17."
Im Boulevard Haussmann 13 in Paris fand die Feier an sich statt. Nick trat mit Alex zu Belial, der sich mit Gabriel und Raphael unterhielt. Auch Michael Bryce und Pierre Pasquieu standen in der Gruppe. "Nick, Alex, wie geht es euch beiden? Wir sehen uns ja leider seltener, auch wenn ich öfter hier bin. Ihr genießt ja euer Leben im Quartier Latin, was ich euch von Herzen gönne..." Nick grinste. "Du kannst uns aber jederzeit besuchen... Und wenn wir von Pierre nicht so einen seltsamen Taufspruch für unsere Tochter kriegen die nächsten Monat zur Welt kommen wird, dann würden wir ihn die Taufe der Kleinen übernehmen lassen." Alex räusperte sich: "Allerdings mit der Bedingung, dass wir nicht so bescheuerte Taufsprüche kriegen, auch wenn wir dich gern als Paten hätten, Belial." 
Der Fürst der Finsternis lächelte mild. "Alex, Nick, ich fühle mich geschmeichelt, aber... bitte verzeiht, wenn ich das ablehne. Ich habe mich für eine Familie entschieden. Ihr seid meiner Familie verbunden, zweifellos, aber... meine Patenkinder sind die Zwillinge von Rachel und Derek und meine nächsten Patenkinder oder Großnichten und -neffen werden die nächste Generation der Raynes und Dubois sein..." Er sah zu Gabriel der nachdenklich zu der plötzlich etwas geknickt wirkenden Alex blickte. "Dir steht doch Samyaza durch das Grimoire wesentlich näher..." sagte er leise zu ihr. "Ja, aber..." "Wenn er - und sei es auch nur für den Tag der Taufe - die Kathedrale von Notre Dame betreten dürfte - wäre dann nicht Samyaza deine erste Wahl von Seiten der Finsternis, Alex?" fragte der Erzengel sanft. Sie nickte. "Es wird sich klären... bis zum Tag der Taufe wird dein Himmlischer Vater eine Lösung für dich haben - und einen Erzengel, der die Patenschaft übernimmt." 
Einen kurzen Augenblick später schimmerte die Luft neben Alex. Ein ernst aussehender Engel, der gleich darauf aussah wie ein junger Mann stand neben ihr. "Gegrüßet seiest du, Alexandra, dein Himmlischer Vater hat ein stetes Auge auf dich und die Deinen. Ich bin Sealthiel, und auch wenn du und dein Gemahl mich bisher noch nicht getroffen haben und ich geschickt wurde um dir den Beschluss des Himmlischen Vaters mitzuteilen - ER bittet dich und deinen Gemahl, mich als... Paten für eure Tochter zu akzeptieren. Auch Samyaza wird er ungehindert zu den Rites de Passage eurer Tochter den Zugang zu seinen Heiligen Hallen gewähren. Er wird an Taufe, Kommunion, Firmung, Trauung und den Taufen eurer Kindeskinder teilnehmen können - doch anders als Lucifer nicht unbeschränkt. Stets wird es an kirchliche Ereignisse eurer Familie gebunden sein."
Lucifer zischte Gabriel verärgert etwas zu. "Sorry, meine Frau und ich haben noch nie von Ihnen gehört und daher - nein, da verzichten wir lieber auf "übernatürliche" Paten, seien sie höllischer oder himmlischer... Natur." meinte Nick entschieden. Sealthiel wollte ihn offenbar zurechtweisen, doch wurde von Belial gehindert. "Er ist der Betbruder unter den Erzengeln... Ihr könntet es echt schlechter treffen, Alex, Nick." meinte er ein wenig spöttisch. "Betbruder?" fragte Sealthiel indigniert. "Ich möchte ihn nicht, Belial, sorry, aber ich lasse mir ungern jemanden aufdrängen!" sagte Alex entschieden. Sealthiel nickte ihr zu. "Ich werde deinen... Widerstand dem Himmlischen Vater übermitteln." "Bitte nehmen Sie das nicht persönlich, aber ich ziehe es an sich vor die Paten meines Kindes... länger zu kennen." murmelte Alex. "Ich verstehe... und ich bin nicht in der Lage es "persönlich" zu nehmen." antwortete er und verschwand. 
Gabriel seufzte. "Alex, Nick... vertraut ihr mir genug um einen Paten für eure Tochter zu erwählen? Einen meiner Brüder? Wobei... ich bin ein Cherubim, Raphael ist eher ein Ophanim... meine Wahl wäre sein..." "Bitte nicht - es ist nicht so, dass wir Ihnen nicht vertrauen würden, Fürst Gabriel, aber... Samyaza ist in Ordnung. Ich mag ihn und kenne ihn." bat Alex leise.
Ganz sanft legte sich plötzlich eine Hand auf ihre Schulter. Sie blickte sich erstaunt um und sah in ein lächelndes Anlitz. "Wenn du einen von Lucifers Dienern wählst, Alexandra Boyle, ist es da nicht auch wichtig, deiner Tochter jemanden zur Seite zu stellen, der Samyaza die Stirn bieten kann?" Alex hörte wie Samyaza leise aufstöhnte. Ein Blick zu Belial sagte ihr genug - die Gestalt hinter ihr war einer der ranghöheren Engel... "Und Sie sind?" fragte sie ein wenig ärgerlich. "Phanuel - einer der höheren Ofanim... Ich habe den Himmlischen Vater gebeten dich und deine Tochter kennen zu lernen um das Gegengewicht zu Samyaza zu bieten. Es sind noch sechs Wochen bis eure Tochter zur Welt kommt, Alexandra, Nick, gebt mir die Gelegenheit euch kennen zu lernen und lernt mich kennen." sagte er leise. "Phanuel ist der Erzengel der... Teufelsaustreibungen..." murmelte Belial belustigt. "Ja, und theoretisch könnte er mich von hier verbannen - von jedem Ort auf der Erde..." knurrte Samyaza. Phanuel lachte leise. "Von überall - nur nicht von hier... Der Boulevard Haussmann ist neutraler Boden und daher weder Erde, noch Himmel oder Hölle..." antwortete er. "Außerdem würden wir ein interessantes... Patengespann bilden." 
Alex sah fragend zu ihrem Mann. "Wir werden das nicht jetzt sofort entscheiden! Denn die Paten für seine Kinder sollte man weise wählen und es sollte jemand sein dem man vertraut und da wir noch ein paar Wochen haben diese Entscheidung zu treffen, werden meine Frau und ich uns gemeinsam Gedanken darüber machen und das Ganze ausführlich durchdenken." antwortete Nick bestimmt. Phanuel nickte. "Ich werde diese Beratung akzeptieren und auf Antwort warten, hoffe aber, dass ihr mir die Gelegenheit gebt euch ab und zu zu treffen und ihr versucht mich derweil kennen zu lernen." Nick und Alex sahen einander an, dann gaben sie beide unisono ihre Zustimmung. Der Erzengel nickt zur Verabschiedung in die Runde dann verschwand er.
"Gabriel, Raphael würdet ihr bitte morgen nochmal her kommen? Wir würden uns ganz gerne über diesen Engel informieren. Und auch Belial und Samyaza sollten dabei sein." sagte Nick. Die beiden Erzengel nickten und begaben sich zu Derek und Rachel. Raphael drehte sich noch einmal um und lächelte. "Ihr wisst aber schon, dass Phanuel einer der zwei hochrangigsten Ophanim ist, oder...?" fragte er mit einem Zwinkern. Alex und Nick schüttelten den Kopf. "Wird es dir schwerfallen die "Sünden" deines "Kohortenführers" aufzuzählen?" fragte Samyaza spöttisch. Belial blickte zu ihm, da Samyaza etwas genervt wirkte. 
Als Gabriel und Raphael am nächsten Tag den Salon des Boulevard Haussmann 13 betraten unterhielten sich Alex und Nick gerade mit Samyaza. "Der Chef kommt gleich, lässt er ausrichten." informierte der gefallene Engel die beiden Erzengel. 
Lucifer lachte laut auf, als die schon anwesenden Engel und Menschen erschraken, als er plötzlich neben ihnen auftauchte. "Sorry, mir war danach." grinste er als Gabriel ihn scharf ansah. Samyaza erwiderte das Grinsen als der Fürst der Finsternis ihn kurz ansah, bevor er sich neben ihn auf das gemütliche Sofa setzte. 
"Also, nachdem jetzt alle da sind: Wer ist dieser Phanel oder wie der genau heißt?" wollte Nick wissen. "Er heißt Phanuel." berichtigte Lucifer ruhig, mit genervtem Unterton. Raphael ergriff das Wort: "Phanuel bedeutet "das Antlitz Gottes. Außerdem ist er einer der zwei Anführer der Ophanim - der Throne... Ich bin ein wenig ausgenommen, weil ich noch andere Aufgaben habe, aber an sich wäre er einer meiner direkten Vorgesetzten..." Samyaza und Lucifer gaben ein unterdrücktes Lachen von sich. "Phanuel ist als Engel der Buße und der Hoffnung bekannt. Er ermutigt die Menschen, ihre Sünden zu bereuen und zu verfolgen, er fördert oder steht für die ewige Beziehung zu Gott, die den Menschen die Hoffnung geben soll, oder den Mut  und die Kraft ihre Schuld und Reue zu überwinden." fuhr Raphael fort. "Und er wird bei Exorzismen gerufen um mich auszutreiben." fügte Lucifer sarkastisch hinzu. "Na das hört sich ja spannend an..." meinte Nick spöttisch. "Na das hättest du wohl gern was, Nick? Aber ich muss dich leider enttäuschen, das kommt nicht sehr oft vor. Macht nur halb so viel Spaß wie es sich anhört." schlug er verbal zurück. 
"Phanuel ist einer der ranghöchsten Ophanim, der dritten Kategorie des ersten Chores - wie ich. Neben den Seraphim - und ich glaube, Metatron oder Seraphiel wären für Lucifer und auch Samyaza wesentlich unangenehmer, gibt es die Cherubim. Die Cherubim sind die zweite Klasse Engel - Gabriel gehört dazu - und von beispielsweise Kerubiel und Ophaniel hätte Samyaza noch mehr  zu fürchten. Phanuel ist für die Hoffnung verantwortlich und gibt stets neue Hoffnung. Und das macht ihn mit Sicherheit vertrauenswürdig. Gebt ihm eine Chance und lernt ihn kennen. Ich denke das hat er auf jeden Fall verdient. Wenn Lucifer ab und zu nach dem Rechten sieht und nach Samyaza kann er auch Samyaza im Prinzip nicht wirklich viel anhaben." schlug Gabriel vor. 
Samyaza stöhnte abermals leise auf. während sein Chef sich leicht auf die Lippe und die Augen verdrehte. Er beugte sich zu Samyaza. "Ich kann ihn ja schweigen lassen, wenn er zu sehr nervt." scherzte er leise, so dass es nur Samyaza hören konnte. "Du weißt genau, dass du das nicht wirklich tun kannst, Chef... der ist eine andere Hausnummer als dieser Winselknabe Euangelion..." murmelte Samyaza.
Hinter Nick und Alex räusperte sich jemand leise. "Ach du Sch..." stöhnte Samyaza auf. Belial kniff ärgerlich die Augen zusammen. "Michael? Was tust du hier?" fragte er ganz offensichtlich unangenehm überrascht. "Seid gegrüßt, Kinder des Höchsten, und auch ihr, Lucifer und Samyaza..." "Ja, schon gut, warum bist du hier?" "Nun,... da ihr, Nick und Alexandra, Sealthiel abgelehnt haben und Phanuel von Samyaza und Belial wohl in einem weniger guten Licht dargestellt wird... Unser Himmlischer Vater hat gefragt, wer sich der Aufgabe stellen will euer Vertrauen zu gewinnen und da Gabriel gerade hier ist habe ich es übernommen euch die Liste zukommen zu lassen..." Er reichte Nick einen Streifen Pergament und sah abwartend in die Runde. 
"Seraphiel? Wer ist das?" fragte Alex als sie ihrem Mann über die Schulter schaute. "Nein! Bitte nicht, Alex!" rief Samyaza entsetzt. "Autsch..." murmelte Belial, dann beantwortete er Alex Frage: "Der zweite Anführer der Seraphim... mir fast... na ja... ebenbürtig... würde ich mal sagen. Schlechte Wahl - sehr schlechte Wahl..." "Wie könnte der Engel des Friedens eine schlechte Wahl sein, Lucifer?" fragte Michael herausfordernd. "Was wollt ihr eigentlich? Samyaza die Luft abschnüren oder was? Klar, Belial - oder Lucifer - wäre vielleicht instinktiv meine erste Wahl gewesen, aber er hatte recht: Samyaza steht mir als mein Lehrer und Schöpfer meines Grimoires einfach näher. Ich sehe ihn als Freund und will nicht, dass er als Pate meiner Tochter von einem Engel untergebuttert wird!" fauchte Alex den Erzengel Michael an. Der hob belustigt eine Augenbraue. "Seraphiel würde auch dir Frieden bringen, kleine Kriegerprinzessin..." antwortete er leise lachend. "Ich heiße Alexandra, nicht Xena!"
"San... ähm... Sandalephon?" Nick las den nächsten Namen und sah in die Runde. Belials Blick wurde finster als er Michael ansah. "Sag mal, hat unser Vater nur bei den Seraphim gefragt? Wer kommt danach? Metatron?" fuhr er ihn an. "Ähm... moment mal... wer ist dieser Sandale... ähm..." Nick sah auf das Pergament und las erneut: "Sandalephon?" "Ebenfalls ganz üble Wahl - Metatron ist der momentan mächtigste Erzengel... und Sandalephon ist sowas wie sein Zwilling." flüsterte Belial. Michael lachte leise. "Auch wenn ihr meint ihn nicht zu kennen, er ist an sich immer dabei, wenn ein Kind gezeugt wird und bestimmt zudem das Geschlecht des Babys. Er hat euch euren Wunsch nach einer Tochter erfüllt, denn du Nick, wolltest eine Tochter..." Alex Blick verfinsterte sich. "Okay... Wahl Nummer Eins: Ein Friedensschwafler... klasse... Nummer Zwei ein Spanner - wird ja immer besser... Wer ist der Dritte?" meinte sie sichtlich verärgert. 
"Shekinah? Hört sich nicht nach Engel an... Wobei Sandale...dingens auch nicht..." "Metatrons weibliches Gegenstück... ebenfalls schlechte Wahl - und zudem eine Frau... Samyaza würde versuchen höflich zu bleiben..." murmelte Belial mit einer Mischung aus Verärgerung und Belustigung. "Nein danke, diese Sheika ist es auch nicht..." murmelte Alex.
"Opha..niel?" las sie den nächsten Namen auf der Liste. Gabriel biss sich nachdenklich auf die Unterlippe. "Einer der Chefs der Cherubim, also dein Chef?" fragte Nick ihn. "Je nachdem... Erzengel sind... ein wenig aus den Klassen ausgenommen... aber ja, Ophaniel ist neben Kerubiel der Anführer des Chores der Cherubim..." erklärte Gabriel. "Ist mir wenig sympathisch... gibt es nicht irgendeinen normalen Engel?" fragte Alex Michael herausfordernd. "Einen normalen Engel?" fragte der Anführer der himmlischen Heerscharen offensichtlich nicht verstehend was sie meinte. "Na so jemanden wie: Auf's-Baby-pass-auf-iel oder Schutziel oder so..." "Es gibt keine Engel mit so lächerlichen Namen, Alexandra!" Belial lachte. "Ah, ich verstehe... du meinst sowas wie Euangelion?" Alex nickte. Michael erstarrte. "Verstehe... du willst, dass Samyaza die Oberhand in der Erziehung und beim Schutz eurer Tochter hat?" fragte er leise. "Oh ja - ein Wasch... netter Engel wie Euangelion ist klasse!" meinte Samyaza plötzlich vergnügt. Michael schüttelte den Kopf. "Alexandra, bitte sei rational... Samyaza ist kein "kleines Licht" unter den gefallenen Engeln, er ist einer von Lucifers engsten Vertrauten geworden! Lucifer hat mit Gabriel und Raphael bei den Raynes zwei Gegenparte bekommen und du willst nicht mal für Chancengleichheit sorgen? Sei fair, bitte!" 
"Hagiel ist der nächste Name auf der Liste..." meinte Nick und sah ratlos zu Erzengeln und Dämonen. "Er ist der Schutzengel der Liebe, ist einer unserer mächtigsten Fürsten. Er regiert zwei Chöre - was wenige tun - die Dynameis oder Mächte und die Archai oder Fürstentümer, beziehungsweise Urgewalten!" erklärte Michael. Alex sah ratlos zu Belial und Samyaza, denen es offenbar die Sprache verschlagen hatte. 
"Belial, ich verstehe kein Wort..." gestand Alex. "Die Dynameis sind die Lenker der Gestirne, die Übermittler der Naturkräfte und sie sind dafür zuständig die Pläne der Vorsehung durchzuführen. Sie locken im allgemeinen bei Helden Stärke und bei Heiligen Gnade heraus und schenken normalsterblichen Menschen Anmut und Mut oder die Kraft sich Furcht zu stellen. Die Archai sind... nun ja schon fast etwas in der Art eurer Schutzengel. Sie leiten eure irdischen Politiker und Vorbilder, Präsidenten, Könige und so weiter und so weiter, manchmal halt auch ganze Völker, Stadtstaaten oder große Städte aber auch Gemeinschaften. Euren irdischen Anführern geben sie ein Beispiel wie man nach hohen Prinzipien handelt. Außerdem ist es ihre Aufgabe politische Reiche entstehen zu lassen und den Übergang von einem Reich zu einem neuen zu ermöglichen - also sowas wie... Britisches Empire zu Commonwealth oder so. Außerdem pflegen sie eine enge Zusammenarbeit mit euren richtigen Schutzengeln, was ihnen ermöglicht sich unauffällig in Eure Angelegenheiten einzumischen." erklärte Belial jetzt richtig verärgert. 
Er wandte sich an Michael: "Chancengleichheit? Welche Chancengleichheit ist es für Samyaza ihm einen der wohl mächtigsten Engel als Gegenpart zu geben?" fragte er sichtlich wütend. "Ähm... Momentchen mal... Dieser Hagiel kann wirklich auf unsere Tochter aufpassen?" fragte Nick dagegen interessiert. Michael lachte leise. "Ja, wobei das jeder von uns kann und tun würde, Nicholas..." Nicks Gesicht verzog sich unwillig bei der französischen Form seines Namens. "Aber ja, Hagiel könnte wahrscheinlich sehr effektiv auch jemanden wie Euangelion zur Räson bringen..." fuhr der Erzengel fort. "Hört sich für mich gut an, Alex..." meinte Nick an seine Frau gewandt.
Samyaza lachte bitter auf. "Super, bis jetzt kriege ich nur Namen zu hören, die mich locker in die Tasche stecken!" Raphael räusperte sich. "Wenn wir ehrlich sind, Samyaza, dann steckt Lucifer Gabriel und mich wahrscheinlich auch gemeinsam in die Tasche - wenn er es drauf anlegt..." Belial schüttelte den Kopf. "Es gibt wenige vor denen ich wirklich Respekt habe, Raphael - und ihr zwei gehört dazu!" "Das ändert aber nicht viel an der Tatsache, dass du es könntest, Lucifer." sagte Gabriel leise seufzend.
"Gib mir bitte mal die Liste, Nick." meinte der Fürst der Finsternis. Einen Wimpernschlag später hatte er das Pergament aus Nicks Hand gepflückt und las vor: "Hakamiah? Was hat der Schutzengel Frankreichs mit der Kleinen von Nick und Alex zu tun? Nur weil er ein Cherubim ist?" verächtlich sah er Michael an. "Elemiah? Was wollt ihr aus der Kleinen machen? Eine Missionarin, dass der Seraphim des Reisens und der See-Expeditionen die Patenschaft übernehmen soll? Langsam wird es wirklich lachhaft!" 
"Ich habe meinen Namen nicht aufschreiben lassen - und auch Metatron hat sich zurückgehalten. Wären wir beide dir lieber?" "Chef, nein!" rief Samyaza entsetzt. Belial grinste und sah Nick und Alex an. "Interessante Idee... wobei... wenn Metatron und Michael gemeinsam in den Ring steigen, würde ich euch bitten auch Armaros und Gadreel zu akzeptieren... und ich selbst würde ebenfalls... doch zustimmen die Patenschaft zu übernehmen..." 
Nick schüttelte den Kopf. "Nein, Alex und ich wir haben uns jetzt für Samyaza entschieden - und für Samantha als ersten Namen, weil wir Samyazaelle nicht wirklich...originell oder schön fanden... Die Entscheidung ist gefallen und an sich ist sie auch gegen einen Engel gefallen als zusätzlichen Paten, sorry, Fürst Michael, aber das ist Alex und meine Entscheidung und dazu stehen wir!" 
Michael zog überrascht eine Augenbraue hoch. "Gut, doch in diesem Fall ist es meine Pflicht euch darüber zu informieren, dass euer Himmlischer Vater das nicht zulassen wird und in dem Fall euren Willen übergehen wird. Und SEINE Wahl wird euch beiden wahrscheinlich ebenso wenig behagen wie Samyaza oder Lucifer..." Alex schlug wütend mit der Hand auf den Tisch. "Unser freier Wille heißt: Nein!" "Euer freier Wille ist nur durch euren Himmlischen Vater ignorierbar, Alexandra! Er will euch bei der Erziehung eurer Kinder Hilfe und Begleitung bieten!" antwortete Michael ernst. Nick legte beruhigend einen Arm um die Schulter seiner Frau. "Wen würde Gott wählen?" "Hagiel, Seraphiel, Metatron oder mich..." mit einem belustigten Lächeln auf die jetzt wirklich wütende Alex setzte er hinzu: "Ich würde ihm Seraphiel empfehlen, sehr beruhigend für dich..." "Ich will Euangelion!" meinte Alex mit einem finsteren Lächeln. "Mach dich bitte nicht lächerlich!" meinte Michael fast schon verächtlich. "Aber ich werde unserem Himmlischen Vater eure Entscheidung mitteilen und am Tag der Geburt werdet ihr seine Entscheidung erfahren..." 
"Nein, Fürst Michael hat recht, Alex... lass uns rational bleiben - und dieser Engel Hagiel hörte sich für mich ganz sympathisch an... oder meinetwegen auch Phanuel oder Sealthiel..." Alex sah ihren Mann an. "Gut, dann nehmen wir diesen Betengel, Sealthiel." Michael schüttelte den Kopf. "Er steht nicht mehr zur Wahl, Alexandra. Auch Phanuel nicht mehr, denn ihn habt ihr in euren Herzen bereits ausgeschlossen. Er wäre lediglich jemanden den ihr für Samyaza relativ leicht händelbar einschätzt... aber ist Hagiel jemand auf den wir uns einigen können und darf und soll ich ihm und unserem Himmlischen Vater diese Entscheidung mitteilen?" fragte Michael sanft. Alex sah traurig zu Belial und Samyaza. Der Fürst der Finsternis nickte. "Das ist in Ordnung, Alex. Hagiel ist jemand der eure Kleine beschützen kann und wird! Und er ist jemand der diskutiert und nicht weltfern ist wie einige andere..." Er warf Michael einen finsteren Blick zu. "Du weißt, ich bin nicht weltfern, Lucifer, auch Seraphiel und Metatron nicht!" sagte der leise. "Ich werde mich dann verabschieden. Gehabt euch Wohl, Alexandra und Nicholas, der Segen und das Wohlwollen unseres Himmlischen Vaters leuchten über euch." Er wollte verschwinden als Alex rief: "Wann stellt sich dieser Hagiel vor?" Der Erzengel lachte leise. "Wenn er meint, es sei die richtige Zeit." flüsterte er noch und verschwand.
Alex schrie frustriert auf. "Mist! Wir haben uns einfach so einen Paten aufschwatzen lassen, den wir nicht mal kennen!" "Na, irgendwann wird er schon kommen!" meinte Nick, sichtlich ebenso niedergeschlagen wie seine Frau. "Tut mir leid, wir hätten für dich wohl bei Sealthiel "zugreifen" sollen." meinte Alex traurig zu Samyaza. Der zuckte geknickt mit den Schultern. "Es wäre ja auch zu schön gewesen einen Waschlappen wie Euangelion als Gegenpart zu haben." murmelte er. Ein wenig betreten verabschiedeten Gabriel und Raphael sich.
"Wir werden dann auch mal ins Quartier Latin zurückkehren. Danke, dass du gekommen bist, Belial." "Gern geschehen. Es ist halt blöd gelaufen, aber nicht wirklich schlecht. Ehrlich gesagt, einer der Seraphim oder Michael wäre übler gewesen." meinte er, dann lächelte er aufmunternd "Soll ich euch bringen?" Alex schüttelte den Kopf. "Nein, ich brauche frische Luft." Sie umarmte Samyaza kurz. "Du weißt, ich werde dich stets vorziehen, oder? Und dir zu Ehren wird unsere Tochter als ersten Namen Samantha haben!" Er erwiderte die Umarmung. "Das weiß ich, danke, Alex." antwortete er gerührt. Belial gab Alex einen sanften Kuss auf die Wange. "Hagiel ist mächtig, Kleines, aber zuverlässig und er kann "zupacken" wenn es sein muss und eure Schutzengel auf Trab bringen wenn notwendig!" Er klopfte Nick aufmunternd auf die Schulter und verschwand mit Samyaza.
 
 
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