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;´,´;  Raining Memories  ;´,´;

von May Bee
Kurzbeschreibung
GeschichteTragödie, Liebesgeschichte / P12 / Gen
02.07.2015
05.07.2015
4
9.287
 
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1 Review
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
05.07.2015 3.071
 
Autorin: NijiNoKakera
Disclaimer: Protagonisten, Ereignisse und Plätze in dieser Geschichte sind  frei erfunden. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind purer Zufall. Jedoch möchte ich so fair sein und zugeben dass ich, vor allem bei dem Charakter für Nobu, von einem Film Namens "Kurumaisu de boku wa sora wo tobu" inspiriert wurde.

Autor Note: Ich habe nun auch für diese Story eine Playlist auf 8tracks erstellt: -;´,´;Raining Memories;´,´;
Ich hab mir Mühe gegeben Songs hinein zu packen die zu meiner Geschichte passen ~ Und ich denke es ist mir gelungen.
Nun aber zum neuen Kapitel, danke für's reinlesen ♪
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Oh good-bye days
I feel like things are changing now
So long yesterday and before
I have a clumsy tenderness by my side
~With you

I don’t want to have sad thoughts if I can help it
But they’re bound to come, right?
When they do, I’ll smile and say
Yeah hello! I hope I can call you
My friend...
-Yui — Goodbye Days


Es verging eine ganze Woche.. Nobu nahm inzwischen täglich an einer Physiotherapie teil, die ihm derweil dabei helfen sollte sich zumindest selbst besser zu helfen zu wissen, wie sich alleine in den Rollstuhl zu setzen und Kraft in den Armen aufzubauen. Sodass, wenn er vom Krankenhaus in wenigen Wochen entlassen wurde, er zu Hause weniger Schwierigkeiten hätte sich zurecht zu finden.
Die Ärzte meinten es war noch viel zu früh um sich darauf zu konzentrieren seine Beine wieder zu bewegen. Immer mit der Ruhe, sagten sie und Nobu konnte das nur belächeln. Diese Leute wussten ja auch nicht wie schlimm es war wenn man in einem solchen Stuhl fest saß. Außerdem hatte er nicht ewig Zeit, wenn er auf seinen Beinen stehen wollte solange Mira noch am Leben war, musste er sich ins Zeug legen.

Heute, wie auch die Tage zuvor, während der Junge auf einer Mappe im Behandlungsraum auf der Trainingsfläche saß, saß Mira gleich daneben auf einer der Bänke im Schneidersitz und kaute auf einem Schokoriegel während sie das Treiben beobachtete.
Manchmal war es Nobu ein klein wenig peinlich vor ihr, wie auch nun wo der Physiotherapeut hinter ihm saß und ihn sachte mit ganzen Körpereinsatz nach vor drückte sodass er seinen Rücken und seine Beine dehnen würde. Nobu’s Beine rutschten dabei manchmal auseinander da er sie nicht kontrollieren konnte, er fühlte aber keinerlei Spannung in den Beinen, oder auch sonst irgendwas. “Fühlst du die Spannung in deinem Rücken?”, fragte der Kerl von hinten und Nobu murmelte ein “Kaum.” Der Physiater wich wieder etwas zurück sodass der Junge wieder gerade aufsaß und drückte mit beiden Daumen in seine Hüften, woraufhin sich der Junge gleich verkrampfte, da er das nicht gerade sanft gewesen war. “Du fühlst das hier?”; fragte der Behandelnde und der Blonde nickte “Scheiße ja.” Mira daneben kicherte etwas und hielt den Daumen hoch. “Das ist gut!”, rief sie auch noch. Nobu überdrehte die Augen. Zwar mochte er ihren Optimismus aber manchmal war sie ihm fast ein wenig zu optimistisch. “Mira hat Recht, das Gefühl in deinen Hüften kommt zurück was ein guter Anfang ist.”, sprach der Therapeut nun auch und Nobu nickte etwas weniger überzeugt, denn von den Hüften ab hatte er trotzdem noch immer null Gefühl. Er sah nochmal zu Mira die ihn warm anlächelte und mit den Beinen wippte.

Die letzten Tage hatten die Beiden eine ganze Menge Zeit miteinander verbracht. So ziemlich jede Freie Minute. Außer wenn er oder sie zu extra Behandlungen mussten, oder wenn ein Lehrer kam der Mira im Krankenhaus unterrichtete, was dreimal die Woche vorkam.
Nobu hingegen hatte keinen Privatlehrer, da seine Mutter sich das Erstens, nicht leisten konnte, und Zweitens würde er auch keinen Bock darauf haben hier zu lernen. Er fragte sich manchmal wofür Mira denn auch noch lernte, er würde garantiert keine Lust darauf haben, wenn er ohnehin nicht mehr lange zu leben hätte. Aber er und Mira waren ja auch so ziemlich das genaue Gegenteil von einander.
Und immer öfter die Woche tat oder sagte Mira Dinge die den Jungen ziemlich faszinierten. Die Art wie sie die Welt sah, war unschuldig und ein bisschen wie aus einem Bilderbuch geschildert. Er lernte von so vielen Dingen, die das Mädchen mochte und über die er davor noch nie so wirklich nachgedacht hatte. Und inzwischen war er auch ganz gut darin geworden mit ihren Macken umzugehen, wie ihre Aussetzer von Gedächnis hier und da und ihre tollpatschige Art, immer und überall mal gerne zu fallen. Es waren manchmal schon fast liebenswürdige Eigenschaften, auch wenn sie ihm auch Sorgen bereiteten. Vor allem wenn sie stürzte, da er in seinem Rollstuhl noch nicht einmal imstande war sie aufzufangen.
Aber mit jedem Tag mehr, merkte er dass wenn jemand verdient hatte auf dieser Welt zu leben, dann war es Mira. Es musste immer Die treffen, die es eigentlich verdienten zu Leben, so dachte er. Doch er verdrängte den Gedanken schon beinahe, dass sie nicht mehr allzulange zu leben hatte und manchmal schien er es schon fast zu vergessen.

“Kann ich helfen?”, die Stimme des Mädchen’s riss ihn aus den Gedanken. Sie stand plötzlich neben der Matte und hatte die Finger ineinander verhakt während sie zu Nobu und dem Mann dahinter hinab sah. Der Pfleger lächelte zu ihr auf “Du kannst meine Position einnehmen und es versuchen wenn du magst.”, das Mädchen freute sich sogleich und Nobu hatte noch nicht einmal eine Chance zu protestieren da war sie schon aus ihren Schuhen geschlüpft und hinter ihn auf die Matte getreten.
Er bekam mit wie der Physiotherapeut sich zur Seite stellte und sich stattdessen Mira nun hinter ihn setzte. Dann erklärte der junge Therapeut ihr was sie zu tun hatte “Deine Beine hier links und rechts von ihm,.. ja genauso, nun fasst du von hier seine Arme” Nobu fühlte wie ihre zarten Hände von hinten seine Arme griffen um sich daran festzuhalten  “..und jetzt schiebst du mit dem Gewicht deines Oberkörpers seinen Rumpf nach vor, langsam, bis du Widerstand fühlst..”, hörte er und wurde doch tatsächlich etwas rot als er Mira’s Körper nun so nahe an seinen gepresst fühlte als sie an ihm lehnte.
Es war sogar das erste Mal für ihn einem Mädchen so nahe zu sein. Sie übte um einiges weniger Druck aus als es der Therapeut vorhin getan hatte, da sie wohl nicht so viel Kraft in ihrem Oberkörper hatte, und es erschien wirklich sanft, wie sein Oberkörper langsam nach vor gedrückt wurde. “Tut es auch nicht weh?”,er spürte Mira’s Atem an seinem Ohr so nahe war sie, und erneut lief er rot an als ihr Duft ihm in die Nase stieg. Sie roch nach Shampoo und Minze, aber auch ein bisschen nach der Schokolade die sie vorhin gegessen hatte, erfrischend,  leicht und etwas süß. Nobu schüttelte schnell den Kopf “Nein..ich spür’s kaum.”, brachte er ein klein wenig stockend heraus. Sein Oberkörper war so weit nach vor gedehnt dass Mira beinahe auf seinem Rücken lag und er ertappte sich dabei den Atem anzuhalten vor Nervosität, schnappte erst wieder nach Luft als der Druck auf seinem Rücken abließ weil Mira wieder etwas zurück wich.
“Und, wie wars?”, wollte sie danach wissen als der Junge wieder aufrecht saß, sie aber noch immer an ihm lehnte und seine Arme fest hielt. “Ziemlich schwach..”, gab er zurück um seine Coolness auch zu bewahren. “Heeh.. ich hab mir so Mühe gegeben.”, beschwerte sie sich, der Pfleger daneben lachte, und Mira ließ dann aber von seinen Armen ab. Ein wenig vermisste Nobu auch ihre Nähe sogleich als sie wieder mit dem Physiotherapeuten den Platz tauschte.
Mira tauchte aber sogleich wieder vor ihm auf und ging in die Hocke, er blinzelte als sie ihre Hand ausstreckte und diese auf seine Wange legte während sie ihn anlächelte. Sie sah ihn mit diesem warmen Lächeln und aus ehrlichen, großen Augen an und er konnte nur zurück in ihre tiefen Augen blicken. Vielleicht wurde er auch wieder rot, aber das Mädchen sagte nichts, sondern zog ihre Hand nach kurzem wieder zurück und stand auf um sich zurück auf ihren Platz zu setzen. Dieses Verhalten würde ihn vielleicht bei Anderen wundern, nicht aber bei Mira, die öfter einfach Dinge tat die keinen Sinn zu ergeben schienen. Vielleicht hatte sie auch auch in dem Moment als sie ihm an die Wange gefasst hatte vergessen was sie denn eigentlich tun wollte. Wäre nicht das erste Mal.


“Wollen wir etwas raus?”, Nobu und Mira verließen gerade den Trainingsraum und Nobu sah auf die Seite wo das Mädchen neben seinen Rollstuhl herging. “Geht nicht, ich muss zu einer MRT in einer halben Stunde.”, sprach sie und er blieb kurz stehen. “Wofür?”, fragte er und Mira stoppte ebenfalls. “Neue Bilder von meinem Gehirn machen.”, sie tippte sich auf die Stirn. Danach schmollte sie und murmelte “Ich mag es nicht.” Nobu machte vermutlich ganz schön große Augen. Das war das erste Mal, seitdem er sie kannte dass er sie sagen hörte, dass sie irgendetwas nicht mochte. “So schlimm ist es doch gar nicht. Ist nur wie ein Fotoshooting, nur dass die Kamera, groß, laut und bewegungsempfindlich ist”, sprach er etwas aufmunternd aber sie schmollte noch immer. “Es ist furchtbar laut, und eng..”, nuschelte sie in sich hinein. “Außerdem muss ich für 20 Minuten ruhig da liegen.”, hing sie dran.
Er lachte etwas und griff wie automatisch nach ihrer Hand woraufhin sie auf seine Hand schaute die ihre hielt. “Du machst das schon, und danach können wir raus , und du vergisst es dann auch schon wieder.”
Plötzlich beugte sich Mira etwas hinunter und zog seine Hand die ihre hielt hoch um sie auf ihre Wange zu legen. Nobu sah sie dabei nur an, als sie kurz ihre Augen schloss und dann flüsterte “Nobu’s Wangen fühlen sich warm an, meine sind immer ganz kalt, fühlst du?”
Er schluckte etwas und nickte dann. Ihr Gesicht fühlte sich wirklich etwas kalt an, wie auch ihre Hände. Sie ließ dann plötzlich seine Hand los und lächelte “Wir sehen uns.”, damit rannte sie ganz einfach los, werweißwohin. “Nicht rennen!”; rief Nobu noch, das sie aber wie meist ignorierte. Er seufzte etwas und wurde dann doch, nachträglich ein wenig rot als er an eben vorhin dachte. Dieses Mädchen war wirklich ein Rätsel, manchmal.

Mira kam etwas außer Atem in ihrem Zimmer an. Sie setzte sich auf’s Bett und zog ein kleines buntes Notizblock mit der Aufschrift “Dinge die ich mag” unter ihrem Kissen hervor. Sie blätterte durch die Seiten, diese waren gefüllt mit einer scheinbar endlosen Liste von Dingen die sie mochte. Jeden Tag, wenn sie etwas neues fand das einen Platz in der Liste verdient hatte, schrieb sie es in dieses Notizbuch. Ihre Schrift war etwas schief und nicht unbedingt schön, als sie ansetzte und gleich unter “Im nassen Gras spazieren” nun “Nobu’s warme Wangen” schrieb. Sie musste auch gleich wieder etwas lächeln als sie an seine leicht geröteten Wangen von vorhin dachte.  
Das Mädchen sah auf als Doktor Kato plötzlich in ihrem Zimmer auftauchte “Und, bist du soweit?”, sie schob das Notizbuch wieder unter ihr Kissen und nickte bevor sie vom Bett hopste und den Arzt in die Radiologie folgte.

Heute, wie auch die Male zuvor in denen sie eine MRT über sich ergehen lassen musste, war sie etwas unruhig davor, vor allem mochte sie die Spritze nicht die sie bekam als sie auf der Liege lag.  “Wenn du Angst bekommst, dann weißt du ja.. diesen Schalter hier drücken.”,der Arzt legte ihr die Fernbedienung mit dem Schalter in die Hand und streichelte ihr dann sanft über die Haare. “Und nicht bewegen, ja?” Sie nickte etwas und schloss die Augen als sie in die Röhre gefahren wurde und der Arzt dann auch schon den Raum verließ um in diesen daneben zu verschwinden wo die ganzen Monitore aufgestellt waren und wo er auch durch das Fenster zu Mira sah.
Das Mädchen schloss noch fester die Augen als die Maschinen in der Röhre anfingen zu arbeiten und das nicht weniger Laut als die Male zuvor. Sie zitterte etwas, hoffte aber dass es nicht zu stark war und das MRT beeinflusste und musste sich auch zusammenreißen nicht das Knöpfchen in ihrer Hand zu drücken. Ihr Herz schien durchgehend stark zu klopfen bis es endlich nach etwas weniger als zwanzig Minuten, aber gefühlten Stunden zu Ende war.
Es gab wirklich nicht besonders viel von dem Mira Angst hatte, aber Magnetresonanztomographie war eines der wenigen Dinge, egal wie oft ihr jemand bestätigte dass dabei nichts passieren würde. Als sie aus der Röhre gefahren wurde und ihr Doktor Kato  auf ihre Füße half stand sie mit zitternden Beinen auf. “Siehst du, schon hast du es geschafft.”, sprach er aufmunternd. Sie nickte, aber nach Lächeln war ihr noch immer nicht zumute, da sie sich noch nicht ganz von dem Horror erholt hatte.

Nobu saß im Aufenthaltsraum und sah gelangweilt auf seine gelähmten Beine. Manchmal bohrte er mit den Finger in sein Knie, aber natürlich fühlte er es nicht. Oder aber er boxte seine Oberschenkel mit der Faust, auch das machte nichts. “Nobu, ich hab dich gesucht.”, er sah auf zu der Stimme und seufzte als er seine Mutter erkannte die auf ihn zu kam. “Was machst du denn hier?”, war seine eher unfreundliche Begrüßung was seine Mutter aber nicht zu beirren schien. Die schlanke Frau mit dunkelbraunem Haar und einen leichten Sonnenteint machte ein gespielt beleidigtes Gesicht. “Darf ich denn meinen Sohn nicht besuchen? Wie geht’s den Beinen? Spürtst du sie schon?” Sie kam auf seine Seite und sah auf seine Beine. “Klar, alles geheilt. Deswegen sitz ich auch im Rollstuhl.”, gab er sarkastisch zurück. “Das wird schon, und hier. Ich hab dir Snacks mitgebracht.”, sie legte eine Einkaufstüte auf seinen Schoß ab. Wie immer schien dieses Treffen wirklich kalt, seine Mutter zeigte keinerlei Empathie und schien eher so als würde sie bereits Abmessen wann es denn in Ordnung war wieder abzuhauen.
“Gut, dann kannst du ja nun wieder gehen.”, Nobu wollte mit dem Rollstuhl an ihr vorbei und seufzte genervt als sie ihm den Weg versperrte. “Nun aber. Ich hab extra den langen Weg hierher gemacht.” “Keiner hat dich darum gebeten!”, brüllte er sie nun zurück an. Ein paar Leute die hier waren sahen schon her. Seine Mutter flüsterte “Shhh, du willst doch nicht dass alle reden.” Er überdrehte die Augen, zischte noch ein “Komm nicht mehr hierher, wenn du sowieso keinen Bock hast hier zu sein.”, bevor er erst rückwärts fuhr um ihr auszuweichen und dann an ihr vorbei.
Nobu war stinksauer auf seine Mutter, schließlich war sie nicht hier gewesen als er nach seinem Bewusstlosen Zustand im Krankenhaus augewacht war, und hatte sich auch zwei Tage drauf nicht blicken lassen. Erst als er schon mehrere Tage im Krankenhaus war hatte sie sich dann gezeigt, halbherzig erklärt dass sie vorher nicht kommen konnte weil sie Probleme mit ihren Freund hatte und war überrascht dass er im Rollstuhl saß. Mutter des Jahres.
Er brauchte sie nun nicht um so zu tun als würde sie sich um ihn kümmern nachdem es ihr erst auch egal war, und ihre Beziehung zu ihrem Alkoholiker Freund wichtiger erschien.
Er war froh dass sie ihm zumindest nicht folgte als er in den Fahrstuhl fuhr. Er wählte das Stockwerk und war noch immer am Grummeln als dir Türen sch schlossen.

Als er in seinem Zimmer ankam schaute er nicht schlecht da er in diesem Mira fand. Sie saß in seinem Bett, hatte die Beine angezogen und das Gesicht in ihre verschränkten Arme vergraben. “Uhm.. alles in Ordnung?”, machte er auf sich aufmerksam und Mira sah nun auf. Sie weinte.
Und das war das erste Mal dass er sie weinen sah. Ihre großen Augen waren rot als hätte sie auch schon eine Weile geweint, ihre sonst blassen Wangen glänzten und waren ebenfalls leicht gerötet und nun begann sie auch zu schluchzen.
Schnell schmiss Nobu die Tüte mit den Snacks auf einen Stuhl und fuhr dann auf das Bett zu. “Hey..was ist passiert?” Er schreckte sich etwas als sie von seinem Bett aufstand und sich gleich auf ihn stürzte um die Arme um ihn zu schlingen, schluchzte dabei noch mehr und klammerte sich ganz fest an ihn während sie ihr Gesicht in seine Schulter vergrub. Etwas zögernd legte er nun auch die Arme um sie “Mira.. was ist los..”, fragte er erneut leise. Aber eine Antwort blieb aus als das Mädchen ihn nur noch fester hielt, ein Griff als würde sie sich mit aller Kraft an ihm fest halten. Vielleicht klammerte sie sich auch gerade an ein Stück ihres Lebens, so dachte Nobu. Vielleicht, war sie doch nicht so furchtlos vor dem Tod wie sie sonst immer tat.
Es war das erste Mal für den Jungen das ein Mädchen vor ihm weinte, und sich so an ihn klammerte, weswegen er auch etwas unbeholfen war. Er fühlte wie sein T-Shirt schon feucht wurde, da wo sie ihr Gesicht in seine Schulter vergraben hatte. Der Blonde hob schließlich die Hand um mit seinen Finger durch ihre samtigen Haare zu kämmen und flüsterte “Es ist schon okay..Ich bin hier.”

Es musste einige Zeit vergangen sein als er fühlte dass ihr Griff immer schwächer wurde, und eher er sich versah war Mira einfach in einen Armen eingeschlafen. Könnte er seine Beine fühlen wäre sie vermutlich inzwischen auch schon schwer geworden, doch er fühlte nur ihren Oberkörper gegen seinen, wie sich dieser leicht hob bei jedem Atemzug den sie machte. Fast wäre sie ihm auch noch aus den Armen gerutscht als sich ihr Griff schließlich völlig loslöste, und er konnte sie gerade noch so an sich halten.
“Wirklich..?”; seufzte Nobu und hatte ein wenig damit zu kämpfen näher ans Bett zu fahren wo er sie schließlich, ganz sachte, sodass er sie nicht weckte auf das Bett nieder ließ. Ihre Wangen waren noch immer nass und ihre Augenlieder zuckten leicht, eine kleine Träne löste sich dabei von ihren langen Wimpern.
Nobu seufzte erneut und griff nach ihren Beinen die noch um die Bettkante hingen, um diese auf das Bett zu heben. Er schnappte danach die Decke und legte sie über das Mädchen. “Mach mir doch nicht solche Angst,.. “, flüsterte er dabei, dachte dann nach und nahm ihre Hand um einen leichten Kuss auf ihren Handrücken zu hauchen. “Ich werd definitiv bald wieder laufen..”, sprach er dann ebenso leise, und blieb nun einfach neben dem Bett sitzen, während Mira bereits im Land ihrer Träume gefangen schien.
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