Angels Life

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
30.06.2015
13.06.2019
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„Geh aus dem Weg!“, knurrte Bacardi und ging in Angriffsposition. Jederzeit würde sie auch auf Ryu losgehen, was sie schließlich auch tat.
Doch der ältere Drache konnte sie mit bloßen Händen in seiner menschlichen Gestalt aufhalten, indem er sie an ihren Handgelenken packte.
„Hehehehe.“, kicherte Bacardi und trat ihm in die Weichteile, weshalb er kurz zu Boden ging, sich aber schnell wieder aufrappelte.
„Wieso gehst du auf deine eigene Schwester los?“, wollte er in Erkenntnis nehmen.
„Weil ihr mich niemals so akzeptieren würdet, wie ich bin.“, erwiderte sie schroff. Erschrocken riss sie die Augen auf, als Ryu erneut auf sie zuging. „Stopp!“
Der ausgewachsene Drache hörte jedoch nicht auf den Befehl und lief weiter. Verkrampft fasste sich Bacardi mit beiden Händen an den Kopf. „Bleib weg!“
Der Onkel der beiden blieb stehen und schaute ihr Gegenüber in die Augen, als er feststellte, dass sie gar nicht ihn meinte.
Bacardi fing an zu knurren und rannte daraufhin davon. Sie vermied mit einer Wand aus Wasser, dass die beiden sie noch schnappen konnten, dabei reichte es auch, wenn diese Wand nur paar Sekunden standhielt.
„Was war das nun?“, fragte Akardy verwirrt. „Vor allem hat sie eine ganz andere Aura, als ich sie als Schlüpfling kannte…“
„Vielleicht… eine multiple Persönlichkeit.“, warf Ryu in den Raum und kümmerte sich lieber erstmal um seine Nichte Arkardy, die ein paar Verletzungen davontrug.
„Sowas gibt es?“
„Ja, klar. Aber dazu müsste man sie genauer untersuchen, aber schnapp sie dir erstmal. Das Wichtigste ist aber, dass du dich erstmal erholst, dir scheint es besser zu gehen, oder?“ Ryu versuchte sich zu beeilen, da er spürte, dass Rot außer Kontrolle geraten war, weshalb er Akardy reinschickte, nachdem er sie erstversorgt hatte.

Schmerzerfüllt schrie Kasumi auf, als sie von einigen Dolchen erwischt worden war, aber die zweite Hälfte von einer Wasserfontäne abgefangen worden war. Rot blickte zu jenen auf, der Kasumi verteidigt hatte, welche sich als Patty enttarnte. Sie stellte sich zwischen ihm und der Rothaarigen und als der Braunhaarige auf sie losgehen wollte, wandelte sich Ragnarök zum Schwert um. Zitternd stand sie vor ihrem Liebsten.
„Mama!“, rief Kaito nur noch, als Rot auf sie zurannte und sie es nicht zustande brachte, Ragnarök zu benutzen, da sie ihn nicht verletzen wollte.
Stattdessen ließ sie Rot einfach machen und als er bei ihr war, legte sie die Arme um ihn und drückte sich fest an ihn. Jedoch zog er sie lieblos von sich weg und schlug sie daraufhin gegen eines der Bäume, da sie ihm einfach nur im Weg war und war wirklich nicht mehr imstande von Freund und Feind unterscheiden.

Auf einmal zog jemand Rot zu sich, welche Rhona war, und sie gab ihm einen dumpfen Schlag in die Magengrube, so sehr, dass die Finsternis, die ihn umgab, nachgab. Ehe er wieder direkt die Beherrschung verlor, ließ sie zwei Wasserranken um seine Beine schlingen. Ihr war bewusst, dass er dasselbe Element beherrschte, doch sie hatte den Vorteil, dass sie mehr Erfahrung hatte, als der junge Erwachsene. Anschließend brachte sie ihn zu Boden, weshalb sie auch seine Arme an den Boden fesseln konnte, da das Wasser aus dem Boden kam. Vorsichtig kniete sie sich zu ihm, woraufhin er anfing zu schreien und er sich einfach nur befreien wollte, da er unbedingt Kasumi erledigen wollte und wenn es sein muss, dass er dafür auch Rhona aus den Weg räumen müsste, die sich ihm in den Weg stellte.
„Tut mir leid, Rot.“, entschuldigte sich die Drachendame in ihrer menschlichen Form und versetzte ihn in einen Schlaf, wobei er sich in aller Seelenruhe beruhigen konnte.
Erleichtert ging Patty zu Boden und hatte wirklich große Angst gehabt, dass er Kasumi töten wollte. Wenn sie durch diese Wunden nicht bereits erlegen war. Erneut wurde ihr klar, wie es aussah, wenn sie mal ihre Kontrolle über sich selbst verlor und ihr kam ein Schuldgefühl auf, dass sie ihn nicht aufhalten konnte, sondern Rhona dies machen musste.
Schnell ging die Blondhaarige zu ihrem Liebsten und drückte ihn an sich, jedoch blieb ihr Herz beinahe stehen, als sie bemerkte, dass er keinen Puls mehr hatte. Erst jetzt bemerkte sie die Blutlache unter ihm, offenbar war er erstens von Kasumis Windklingen erwischt worden und zweitens musste er sich innerliche Verletzungen zugezogen haben, da er so sehr außer Kontrolle geraten war, dass selbst sein Körper dem kaum noch standhalten konnte.
„Ich kann ihn heilen, aber nicht wiederbeleben.“, merkte Rhona an, nachdem sie die schlimmsten Wunden von Kasumi geheilt hatte, sie jedoch sofort verschwunden war. Offenbar muss sie jemand anderes mitgenommen haben. Vorerst ignorierte Rhona dies, da Rot und die Anderen Vorrang hatten.
Daraufhin kam Ragnarök zum Vorschein. „Wir werden ihn mit dem schwarzen Blut retten können, Patty. Genau das, musste ich mit deiner Ungeborenen tun, du weißt, was das bedeutet… aber mit der Wucht, mit der dich Rot gegen den Baum schlug, hat es das Kleine erwischt, aber ich konnte es retten.“
„Danke…“, murmelte sie und sah Rot nachdenklich an.

Ihr war vollkommen bewusst, dass er unter ähnlichen Umständen litt, wie sie, was man heute mal wieder sah. Wenn sie ihm nun ein Teil ihres schwarzen Blutes gab, könnte es durchaus sein, dass er seinen Körper noch schwerer kontrollieren konnte, dasselbe zählte ab jetzt auch für das kommende Kind und auch für alle weiteren, falls sie erneut mit ihm Kinder zeugen wollte, sobald auch in seinen Adern schwarzes Blut floss, auch wenn dieses gemischt wäre.
„Du musst dich mit der Entscheidung beeilen.“, forderte Ragnarök sie auf.
Auch wenn es Ragnarök nicht zugeben wollte, hing er mittlerweile an den Braunhaarigen. Er liebte es, sich mit ihm zu streiten, ohne ihn würde das fehlen.
„Ich werde es tun.“, beschloss Patricia und nahm Ragnarök zu sich, als er sich zum Schwert wandelte, ehe sie sich ihre eigene Hand etwas aufschlitzte. Als das Blut aus der Wunde hinausquoll, ließ sie dieses in seinen Mund tropfen und brachte ihn dazu, dieses zu schlucken. Einige Male zuckte er zusammen und paar Minuten später begann er zu husten, woraufhin er zu sich kam und er perplex seine Freundin ansah.
„W… was ist passiert?“, wollte er wissen und konnte sich nicht mehr daran erinnern, dass er sich nicht mehr im Griff hatte. Er wusste nur, dass Kasumi seine Familie attackierte. „Und wo ist diese Mistkröte?“
„Sie ist entwischt...“, antwortete die Blondine nur und ließ das Detail hierbei weg, da sie nicht wollte, dass er sich irgendwelche Vorwürfe machte, da er auch sie verletzte.
Rhona half dem Braunhaarigen auf die Beine und bemerkte, dass sich seine Wunden mithilfe von Pattys Blut von selbst relativ zügig regenerieren. Da Rot aber noch immer vor Wut kochte, nahm er selbst das überhaupt nicht wahr. Als Rhona ihn reinbrachte und auf dem Sofa absetzte, ging sie wieder. Der Finsternisengel stand auf und wollte Kasumi suchen.
„Wo… willst du hin?“, wollte die Schwangere wissen.
„Ich finde Kasumi und werde sie erledigen.“, antwortete er kalt, woraufhin ihn Patricia wieder zurückdrückte, was ihn überhaupt nicht in den Kram passte.

„Lass mich gehen!“, forderte er.
„Nein.“ Patty bemerkte, dass er erneut aufstand und wutentbrannt losstapfen wollte, jedoch klammerte sich die Blondine an ihn. „Ich möchte nicht, dass du sie… umbringst.“
„Ich lass das nicht auf mir sitzen, dass sie meine Familienmitglieder töten wollte, also wird sie erledigt.“, blieb er bei seiner Meinung.
„Rache tut nichts zur Sache, außerdem wissen wir nicht mal ob es ein Missverständnis gibt und sie ist immer noch meine Cousine…“, versuchte sie ihn zu besänftigen.
„Sie hat uns verraten und auch dich, Patty.“, erklärte er. „Wir hätten uns auch die Zeit sparen können, die wir vergoldet haben, als wir nach ihr suchten!“
„Das… das mag sein, aber töte sie nicht. Wenn sie nicht mehr kommt, kann es uns doch… egal sein. Aber töten bringt nichts. Das ist meine einzige Bitte…“ Sie war mittlerweile so verzweifelt, dass ihr die Tränen kamen.
Widerwillig ruderte er zurück und verschränkte die Arme vor seine Brust, als er Ryu auch noch bemerkte, der erleichtert war, dass es Rot gut ging. „Aber ich will sie nie wiedersehen. Du weißt, wie Ayane darauf reagieren wird, wenn sie davon Wind bekommt.“
„Was… meint ihr?“, fragte Ayane, die gerade eben dazugekommen war.
Als Rot ihr erklärte, was geschehen war, wirkte die Violetthaarige sehr aufgelöst. Sie sagte kein Wort mehr und verschwand daraufhin in ihr Zimmer. Dort kauerte sie sich im Bett zusammen und fing an zu weinen. Sie konnte und wollte nicht glauben, dass Kasumi so etwas tat und da sie so etwas wie eine kleine Schwester für sie war, tat ihr dies besonders weh und sie vor Sorge schier umgekommen wäre, in den Jahren, als sie verschwunden war.

Einige Tage später kam Kasumi wieder zu sich und erblickte hierbei Veteria, jene die sie vor ungefähr drei Jahren aufgenommen hatte.
„Geht’s dir gut?“, erkundigte sich die Silberhaarige und lächelte. Sie sah aus, wie ein Drache eben in menschlicher Gestalt aussah. Der Drachenschwanz war hierbei der auffälligste Bestandteil, neben den spitzen Fingernägeln und den Katzenähnlichen Augen.
„Es ging schon mal besser.“ Die Rothaarige setzte sich auf und bekam etwas von ihr zu trinken, woraufhin sie sich bei ihr bedankte.
„Sie haben sich nicht mal annähernd um dich geschert. Dass der Bengel dich töten wollte, beweist doch nur, dass er wie seine Freundin durch und durch böse ist. Erst wollte dich das Blondchen töten, nun auch er. Aber du hättest dich nicht für mich rächen müssen, du wärst fast selbst dabei draufgegangen, Kasu.“, seufzte Veteria besorgt um sie.
„Patricia schwankte schon immer zwischen Gut und Böse, aber dass sie dein Kind und deinen Lebenspartner getötet hat, das bewies, dass sie nicht zu den Guten gehört. Und dass sie auch noch Kinder töten würde, die komplett wehrlos sind…, es ging einfach nicht anders. Ich bereue nichts.“, meinte Kasumi. „Und ich muss niemanden missen, denn wenn ich ihnen zu nervig wurde, hatten mich Ayane und Shiro immer geohrfeigt.“
Besänftigend drückte die Drachin die Jugendliche zu sich. „Hier wird dir das nie passieren.“, flüsterte sie und streichelte über ihren Kopf.
Veteria hatte mit ihr einen Pakt geschlossen, was man daran erkannte, dass sie eine Tätowierung eines Vertrages am rechten Unterarm besaß. „Ach ja!“
Die Drachin sprang auf und reichte Kasumi die Hand, um sie mitzunehmen. Beide gingen sie ins Nebenzimmer und dort befand sich jemand, die von der Spezies Veterias war. Ebenfalls ein Eisendrache, die gefesselt an einem Stuhl saß, aber kein einziges Wort herausbrachte, da sie Mundtot gemacht worden war, mithilfe Veterias Fähigkeit.
„Das ist meine Cousine Agrippina. Sie ist uns gefolgt und wollte dich im Auftrag von Rots Vertragspartner töten.“, erklärte sie der Jugendlichen
Die Cousine schüttelte nur den Kopf, da sie damit verdeutlichen wollte, dass Veteria eine Lügnerin war. Agrippina, kurz gesagt Aggie, wurde sofort bewusst, dass diese Kasumi höchstwahrscheinlich manipuliert hatte.
Auf einmal schraken alle Drei zusammen, als es einen lauten Knall gab. Ein Drachenschwanz hatte ein Loch in die Wand geschlagen, woraufhin eine riesige Klaue hineingriff und diese Aggie mit sich nahm. Sofort flog er mit ihr davon.

„Bruder!“, rief Aggie erleichtert auf, als Veterias ‚Magie‘ aufhörte zu wirken.
Der silberne Drache sah zu ihr hinunter und war froh, dass sie ansonsten unversehrt war. „Das nächste Mal mach ich diese beschissene Schlampe fertig!“
„Und was ist mit dem Mädchen?“, wollte sie wissen.
„Priorität war, dich erstmal zu retten.“, erwiderter welcher, der auf den Namen Gauis hörte.
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