Angels Life

von Mirisu
GeschichteAllgemein / P18
30.06.2015
16.01.2019
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An einem frühen Morgen fuhren zwei junge Eltern, mit ihren beiden achtjährigen Zwillingskindern mit dem Auto. Sie wollten gemeinsam einkaufen gehen.
Der ältere Zwillingsbruder, Rot, ärgerte seine jüngere Zwillingsschwester, Jaina, indem er sie die ganze Zeit durch kitzelte.
„Könntest du bitte aufhören, deine Schwester zu ärgern?“, fragte der Vater, namens Taku.
„Nein.“, widersprach Rot grinsend.
„Rot.“, mahnte die Mutter, namens Sakura, ernst.
„Nö.“, erwiderte Rot lachend und kitzelte seine Schwester weiterhin auf dem Rücksitz des Autos aus.
Jaina konnte sich schon gar nicht mehr einkriegen vor Lachen.

Zur selben Zeit, lief Patricia, ein siebenjähriges, blondes Mädchen, ziemlich trüb durch das Gebäude. Sie trug ihr Pichu in ihren Armen und gab einen kleinen Seufzer von sich. Sie musste mal wieder mit anhören, wie sich ihre Eltern wieder stritten. In diesem Gebäude, wo das kleine Mädchen lebte, war das Quartier von Team Aqua.
„Hey, Schwesterherz!“, lachte ihr Bruder, „Wir haben dann einen Auftrag, zusammen mit Papa.“
„Ich will nicht mit…“, sagte die Blondine in leicht deprimierter Stimme.
„Du wirst aber mit müssen, Kleine.“, sagte Riku grinsend.
„Dein Bruder hat recht, Patty.“, meinte Haruto ernst, der der Vater der beiden Kinder war. Riku und Patricia hatten noch eine ältere Schwester, aber sie musste nie irgendwo mit.
„Ich will nicht!“, schrie sie ihren Vater an.
Darauf gab er ihr eine Ohrfeige, die gesessen hatte. „Du hast mich nicht anzuschreien, verstanden?!“, schrie er seine Tochter an.
Warum wurden immer nur ihre Geschwister gut behandelt? Nur sie, aber wirklich nur sie, musste das alles immer durchmachen, wurde als Experiment benutzt.
Auch bei ihrer Tante war sie einfach nur ein Experiment. Die einzigen, die sie wirklich normal behandelten, waren ihre Mutter Alysha und ihre kleine Cousine Kasumi.
Ohne weiter zu fragen, zog Haruto seine beiden Kinder einfach mit, als die drei dort ankamen, wo sie wollten, drückte der Vater der beiden Riku eine Bombe in die Hand.
„Zeig was du drauf hast… schmeiß die einfach zum nächsten vorbeifahrenden Auto.“, meinte Haruto grinsend.
Gesagt, getan. Riku tat es tatsächlich, als das nächste Auto vorbeifuhr. Ein wenig enttäuscht war Riku dennoch, dass der Fahrer rechtzeitig der Bombe ausweichen konnte und deshalb „nur“ gegen einen Baum fuhr.
Dennoch musste Riku lachen, Spaß gemacht hatte es ihn dennoch. Zusammen rannte er mit seinem Vater weg. Patty blieb stehen. Den beiden war es sogar egal gewesen was sie tat, sie fanden es sogar ganz gut, so würde es so aussehen, als wäre die Blondine daran schuld gewesen.

Das Mädchen lief zu dem Auto, das gegen den Baum gefahren war. Dieses fing an, an der Motorhaube zu dampfen. Vermutlich würde das Fahrzeug jeden Moment anfangen zu brennen.
Patricia schlug die Fensterscheiben einfach mit ihrer Faust ein, weshalb die Knöchel anfingen zu bluten. Was hervortrat war kein rotes Blut, sondern schwarzes.
Vorsichtig zog die Blondine einen nach den anderen aus dem Auto. Sogar die beiden Eltern der Kinder Rot und Jaina konnte sie ohne Probleme herausziehen, das obwohl die Erwachsenen um einiges viel schwerer als sie waren. Erstens da Patricia ziemlich dürr war und zweitens da Kinder in diesem Alter eh noch viel leichter als Erwachsene waren.
Auf einmal änderte sich ihre Stimmung und ihr wuchs ein breites, etwas krankhaftes Grinsen über ihre Lippen und zog Rot einfach mit sich mit, der noch immer von dem Unfall wie die anderen drei ohnmächtig war.
Ein Lachen konnte sie sich nicht verkneifen. Weshalb sie lachte, konnte man auch nicht wirklich beurteilen. Wahrscheinlich war ihr Blut schuld. Oder das was sie in sich trug. Ihre braunen Augen hatten sich seltsamerweise zu einem kühlen grau gefärbt. Dies nannte man schlicht einfach auch Wahnsinn. Dieser Wahnsinn hatte wohl schon wieder ihre Kontrolle übernommen und sie schleppte ihn zum Team Aqua Quartier.
Lieblos warf sie den ohnmächtigen Jungen in die Ecke. Genau so liebte es Haruto, wenn seine Tochter genau so wie jetzt drauf war.

Zur selben Zeit hatte irgendjemand den Krankenwagen gerufen gehabt, wo die Notärzte nur Taku und Sakura mitnahmen und das Mädchen wohl übersehen hatten. Kein Wunder, sie lag auch in einem Laubhaufen. Ihre Eltern bekamen dies leider nicht mit, da sie nicht bei Bewusstsein gewesen waren. So war irgendwie jeder von jedem getrennt, nur dass Sakura und Taku noch beisammen waren.
Ein Blauhaariger Junge saß auf einem Baum und sprang in den Laubhaufen hinein, einfach weil er es lustig fand.
„Du bist so ein Idiot.“, kam eine Stimme wie aus dem Nichts, die in dem Jungen offensichtlich schlummerte.
„Halte doch deine Klappe, Dark.“, murrte Black Star und wich leicht zur Seite, als er irgendwas im Laubhaufen bemerkt hatte.
Er zog das Mädchen hinaus. Er atmete erleichtert auf, denn er wäre beinahe auf sie drauf gesprungen. Black Star wollte nicht wissen, was passiert wäre, wenn er auf sie gelandet wäre. Immerhin sah dieses braunhaarige Mädchen ziemlich zierlich und zerbrechlich aus.
Black Star klopfte die einzelnen Blätter von seiner Kleidung und von seinen Haaren, die überall an seinem Körper haben. Auch das Mädchen befreite er von diesen Laubblättern.
Kurz darauf wachte sie auf und blickte den Blauhaarigen an. Daraufhin fiel ihr Blick auf die Sterntätowierung, das sich auf seiner rechten Schulter befand.
„So jung und schon tätowiert?“, fragte sie.
„Das habe ich schon immer, seit meiner Geburt.“, erklärte er.
„Also haben dich deine Eltern schon nach deiner Geburt tätowieren lassen?“, fragte sie ziemlich überrascht.
„Quatsch. Das ist einfach ein Mal…“, mehr wollte er nicht sagen.
Jaina merkte, dass er offensichtlich nicht darüber reden wollte, deshalb fragte sie nicht weiter. Sie wollte aufstehen, doch Black Star nahm ihre Hand und half dem Mädchen auf.
Die Braunhaarige bedankte sich bei ihm, woraufhin er lächelte.
„Was suchst du eigentlich im Laubhaufen?“, wollte der Blauhaarige wissen.
Für sein Alter war er jetzt schon ziemlich muskulös, dabei war er auch nicht viel älter als Jaina. Genau genommen war er nun neun Jahre alt.
„War ich im Laubhaufen?“, fragte die Braunhaarige verwundert.
„Ja, das warst du.“, meinte er leicht grinsend, das aber schnell wieder verging.
Er spürte einen Drang, gegen den er nicht ankämpfen konnte. Er wollte seine mit seinen Händen vorsichtig durch ihr Haar streichen – wobei er es eher nicht wollte, sondern eher gezwungen wurde. Von diesem Jemand der in ihm steckte. Dieser Jemand namens Dark bewunderte offensichtlich ihre blauen Strähnen im braunen Haar.
„DARK MOUSY!!! Lass den Scheißdreck!“, schrie er nur.
Verwirrt sah Jaina den Blauhaarigen an. „Wer ist Dark?“, wollte sie wissen.
„Ni-niemand!“, stammelte er und kurz darauf sprang ein Hasenähnliches Wesen auf seine Schulter.
„Kyuuu!“, gab das weiße Kaninchen von sich.
Sein Schwanz war länger als bei normalen Kaninchen, sprich es hatte kein Bommelschwänzchen.
„Wizz…“, seufzte Black Star.
„Ist ja ein süßer Name.“, meinte Jaina, „Aber wer ist denn dieser Dark?“
„Niemand… ich habe nur… sehr laut gedacht.“, meinte er grinsend und verschränkte seine Hände hinter seinem Kopf, „Hast du Lust mich auf meiner Reise zu begleiten?“
Er blickte sie erwartungsvoll an und lächelte.
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