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Sindria Police Department

GeschichteMystery, Übernatürlich / P18
Kouen Ren OC (Own Character) Sinbad
30.06.2015
12.03.2018
16
69.375
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01.07.2015 2.968
 
Hallöchen! Und hier präsentiere ich das zweite Kapitel.
Ich hoffe, dass es euch gefällt.
Viel Spaß!
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"Ian McKallen ist tot?" Wiederholte ich nun zum dritten Mal.
Kouen und ich gingen den Strand entlang, auf den Fundort der Leiche zu. Ein kleines Gebiet rund um die Leiche war mit Absperrband abgeriegelt und überall waren Cops am Werk.
"Chief!" Ein Mann kam uns entgegen.
Er hatte blasse Haut und langes dunkelrosafarbenes Haar, welches zu einem Zopf zusammengebunden war. Ein Ohrring, ein großes blaues Herz, hing an seinem linken Ohr.
"Sinbad, das ist Koumei Ren. Er ist Gerichtsmediziner, leitet die Autopsie und ist mein jüngerer Bruder." Stellte Kouen ihn mir vor und ich nickte. "Was hast du, Koumei?"
"Schwer zu sagen. Ich schätze, dass er seit über acht Stunden tot ist. Ertrunken ist er auf jeden Fall nicht, dafür liegt er viel zu weit vom Wasser weg." Erklärte Koumei und blickte Richtung Leiche. "Gefunden und auch identifiziert hat ihn Tecna."
"Tecna?" Wiederholte Kouen ruhig. "Verdammt, sie sollte doch nach Hause gehen."
"Sie hört doch eh nicht auf dich, Bruder." Meine Koumei und lächelte leicht.
Kouen seufzte, ehe er sich an nich wandte. "Ich schlage vor, dass ich mich um Tecna kümmere und Sie sich Ian anschauen. Immerhin ist das Ihr Fall."
Ich nickte und ging unter dem Absperrband hindurch. Ians Augen waren weit aufgerissen und wirkten angsterfüllt. Aber am interessantesten war, dass sein Gedicht eine leicht bläuliche Färbung hatte. Ich ging in die Hocke, nahm einen Stift in die Hand und schob den Kragen seiner Jacke weg.
"Keine Abdrücke oder Druckstellen." Murmelte ich. "Aber wenn er nicht erwürgt worden ist, ist er vielleicht erstickt. Nur woran?"
Mein Blick ging nach oben und ich sah eine Klippe. "Koumei. Könnte Ian von dort runtergefallen sein?"
Koumei kam zu mir und schaute auch nach oben zur Klippe. "Unwahrscheinlich. Wenn er gestürzt wäre, dann würde er ungefähr dort liegen." Erklärte er und deutete auf eine Stelle.
Ich nickte und stand wieder auf. "Sagen Sie Bescheid, wenn Sie was gefunden haben."
Koumei nickte und gab das Zeichen, die Leiche wegzubringen. Mein Blick fiel auf Kouen, der auf der Ladefläche eines dunkelblauen Pick-Ups saß. Neben ihm saß Tecna, eine Decke um die Schultern gelegt und einen Coffee-to-go in den Händen. Die beiden unterhielten sich. Gerade wollte ich zu ihren gehen, da erhob sich Kouen, sprang von der Ladefläche und kam auf mich zu.
"Tecna geht es soweit in Ordnung. Ich habe Ja'far angerufen, der wird sie nach Hause fahren. Haben Sie was?"
"Ich möchte gern da rauf." Ich deutete auf die Klippe.
Kouen hob skeptisch eine Augenbraue, nickte aber schließlich und wir gingen zurück zum Wagen. Es dauerte keine fünf Minuten, da suchten wir die Umgebung auf der Klippe ab.
"Sagen Sie, Sinbad. Wieso sind sie eigentlich noch hier? Ihre Aufgabe war nur McKallen zu finden und das haben Sie."
Ich drehte mich zu Kouen um, welcher mich kühl musterte. An sich war er sehr kühl und ruhig.
"Ich frage mich, wie er gestorben ist. Immerhin muss das ja mit in meinem Bericht erscheinen." Ich setzte mich wieder in Bewegung und suchte die niedrigen Büsche ab. "Er wurde wegen sexueller Belästigung eingebuchtet. Wer war sein Opfer?"
"Ironischer Weise war es Tecna." Kam die Antwort. "Zuerst tauchte er immer wieder im Café auf und folgte ihr überall hin. Das ging einige Wochen so, ehe er handgreiflich wurde. Er hatte versucht über Telefon Kontakt herzustellen, dann überfiel er Tecna eines nachts. Zum Glück hatte Tecna nur einen Schock erlitten. Aber es war Ja'far, der McKallen angezeigt hatte."
Ich nickte gedankenverloren. Auch hatte ich Kouen nur halb zugehört. Plötzlich sah ich in einem Busch etwas blitzen.
"Hier." Ich griff mit meinem Taschentuch nach der Pistole, die im Gestrüpp lag. "Sehr interessant. Könnte die McKallen gehört haben?"
"Nein, die gehört Tecna..." Kouen war näher getreten und betrachtete die Waffe. "Aber was macht die denn hier?"
"Wie es aussieht gehört Tecna jetzt zu unseren Verdächtigen." Ich griff in meine Jackentasche, holte eine Plastiktüte heraus und tütete das Beweismaterial ein.
Neben mir murrte Kouen etwas unverständliches, ehe er laut dachte. "Aber woher sollte Tecna wissen, dass er wieder in der Stadt war? Sie hat es ja erst im Café erfahren."
"Und wenn nicht?" Mutmaßte ich. "Was wenn McKallen sie wieder angerufen hat, Tecna einem Treffen zugesagt hat und ihn dann umbrachte."
Kouen schnaubte leicht. Er versuchte Tecna zu beschützen, ohne Zweifel. Ja sie war sexy und schien ganz nett zu sein, aber wenn das ihre Waffe war... Ich schüttelte den Kopf.
"Trotzdem müssen wir ihr Alibi überprüfen. Wo ist sie jetzt?" Beharrte ich auf meine Aussage.
"Zu Hause, denke ich. Wenn nicht, dann im Floristikgeschäft. Es gehört Ja'far. Aber ziehen Sie noch keine falschen Schlüsse, Sinbad. Warten wir auf Koumeis Bericht."
Ich nickte und wir gingen anschließend zurück zum Wagen. Kein Wort wurde gesprochen, als wir zu Tecnas Haus fuhren. Doch als wir davor anhielten sah ich, dass alle Vorhänge zugezogen waren, um die Hitze abzuhalten.
"Dann ist sie im Blumenladen." Kouen trat aufs Gas und wir fuhren in die Innenstadt.
Ohne Vorwarnung kam der Dodge zum Stehen, sodass ich nach vorn flog und der Gurt mir die Luft abdrückte. Kouen war sauer auf mich, keine Frage. Ohne ein Wort zu sagen, stieg er aus und ließ mich zurück.
"Na wunderbar..." Ich pustete mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht und folgte dem Chief.
Ich war so schnell, dass ich beinahe in ihn reingelaufen wäre. Ein Glück war da noch der Türrahmen zum festhalten. Ich hörte deutlich wie Kouen knurrte und in diesem Moment schwor ich mir diese Stadt so schnell wie möglich zu verlassen.
"Ja'far? Ist Tecna bei dir?" Fragte Kouen freundlich und lächelte leicht.
Sehr gut. Zu allen anderen ist er nett, nur ich habe es mir mit ihm vergeigt.
"Ja, sie ist hier. Warum sucht ihr sie?" Antwortete Ja'far. "Tecna! Kouen ist hier!"
Sofort ertönte das Klacken von Absätzen und Tecna stolperte in den Verkaufsraum. Sie war wirklich hübsch und ich erwischte mich selbst dabei, wie ich sie die ganze anstarrte.
"Kouen. Und unser Cop aus Partevia." Tecna lächelte. "Wie kann ich euch beiden Hübschen  helfen?"
"Kannst du uns einige Fragen beantworten?" Wollte Kouen wissen.
Tecna nickte.
Ich trat einen Schritt vor und holte die Waffe in dem Plastikbeutel aus meiner Jackentasche. "Schon mal gesehen?"
"Das...ist meine." Antwortete sie kleinlaut und blickte zu Kouen.
"Wir haben sie an der Klippe gefunden... Wo waren sie vor acht Stunden?"
Tecna dachte einen Augenblick nach. "Ich war zu Hause, im Garten. Dann bin ich zur Arbeit. Ich war eher da als gewöhnlich, weil ich noch Teig für einen Kuchen zubereitet habe."
Ja'far nickte. "Ich bin zusammen mit ihr ins Café gegangen."
"Die Waffe habe ich seit zwei Tagen nicht mehr gesehen. Eine Freundin hat sie sich ausgeliehen. Wir waren extra beim Händler um das schriftlich festzuhalten... Ich habe nichts getan."
Ich hatte mich ohrfeigen können, dass ich so eine hübsche Frau verdächtigte, doch bewahrte ich meine Fassung.
"An eine Freundin? Welche Freundin?" Mischte sich Kouen jetzt ein.
"An Yamraiha. Wir haben uns seit einigen Wochen nicht mehr gesehen. Und das letzte Mal sah ich sie, als ich ihr die Waffe geliehen hatte."
Ich nickte. "Kannst du uns eine Adresse geben?"
Tecna nickte, nahm Zettel und Stift und reichte anschließend diese an Kouen.
"Das ist aber weit draußen."
"Sie liebt die Abgeschiedenheit. Falls noch was sein sollte, dann ruf an, Kouen."
Er lächelte. "Mach ich. Und du passt auf dich auf, ja? Wir sehen uns. Danke für die Antworten."


Diese Yamraiha wohnte wirklich weit außerhalb der Stadt. In dieser Gegend gab es nur wenige Häuser und ich würde nicht gern nachts dort unterwegs sein. Kouen hupte einmal, ehe er ausstieg. Ich folgte ihm. Die Tür ging auf und eine junge Frau mit hellblauen Haaren trat zu uns heraus.
"Wenn das nicht Chief Ren ist." Sie lachte kurz. "Was führt sie denn hier her mitten ins Nirgendwo?"
"Sind Sie Yamraiha? Wir haben einige Fragen an Sie. Es geht um den Tod von Ian McKallen." Antwortete Kouen.
"Ich habe davon gehört. Ein Glück, dass dieses dreckige Schwein weg ist." Yamraiha lächelte noch immer.
Ich zeigte ihr die Waffe. "Diese Pistole gehörte Tecna Silver Queen. Sie sagte uns, dass Sie sich diese geliehen haben."
"Das ist richtig. Wo haben Sie die her?" Ihr Lächeln erstarb, als sie die Pistole sah.
"Wir fanden sie in der Nähe vom Fundort der Leiche. Bei den Klippen am Strand." Erklärte Kouen. "Ich würde gern wissen, wo Sie gestern und heute Morgen waren."
"Ich... Ich war heute morgen am Strand. Im Morgengrauen lassen sich gut Muscheln sammeln. Die Waffe hatte ich bei mir." Erklärte sie ruhig. "Dann hab ich irgendwann einen Schrei gehört. Er kam von der Klippe, also bin ich hin um nachzusehen. Aber als ich ankam, war niemand zu sehen. Ich bin zum Rand der Klippe und habe McKallen da unten liegen sehen. Die Waffe muss ich wohl vor Schreck fallen gelassen haben."
Ich blinzelte kurz und brauchte einige Momente, um ihre Aussage zu verarbeiten.
"Okay. Und sonst haben sie nichts gesehen?" Holte Kouen mich aus meinen Gedanken zurück.
Yamraiha schüttelte den Kopf. "Tut mir leid. Ich bin nicht sofort zur Polizei gegangen, weil ich aufgehalten wurde. Immerhin laufen ja die Vorbereitungen für das  große Fest nächste Woche."
Kouen nickte verstehend. "Vielen Dank. Wir rufen Sie an, wenn wir noch Fragen haben."
Damit drehte er sich um und ging. Ich wartete, bis Yamraiha zurück ins Haus gegangen war. Irgendwas stimmte nicht mit ihr und ich war mir sicher, dass sie etwas verheimlichte.

"Und? Was kaufen Sie ihr ab?" Fragte mich Kouen, als ich in den Wagen stieg.
"Dass sie da war... Dass jemand geschrien hat und McKallen an der Klippe war... Und dass sie auch da oben war." Antwortete ich und betrachtete Tecnas Waffe in meiner Hand. "Wie stehen Sie zu Tecna, wenn ich fragen darf?"
"Seit der Vorschule ist sie meine beste Freundin. Wir sind zusammen aufgewachsen und ich mag sie." Meinte er monoton.
Noch bevor ich etwas erwidern konnte, klingelte Kouens Handy. Der Klingelton war grauenvoll.
"Ja, Koumei? Hast du was?"
Ich rückte näher an Kouen heran und wir stecken die Köpfe zusammen, um Koumeis Bericht zu hören.
"McKallen ist seit ungefähr drei Uhr morgens tot. Interessant ist, dass er mehrere Knochenbrüche hat. Er ist doch von der Klippe gefallen oder gestoßen worden. Aber das merkwürdigste ist die leicht bläuliche Färbung in seinem Gesicht. Der Sturz hat ihn nicht getötet. Er ist erstickt oder besser gesagt ertrunken. Ich habe Wasser in seinen Lungen gefunden."
"Verstehe. Bist du dir sicher, dass er erst ertrunken ist?" Wollte Kouen wissen.
"Wegen der Flut? Die hatte da vermutlich nichts mit zu tun." Kam die Antwort.
"Gute Arbeit, Koumei. Noch was. Ist auf ihn geschossen worden?"
"Einen Moment, Bruder... Nein, er hat keine Schusswunden."
"Okay, danke. Bis später." Kouen legte auf und sah mich an. "Ich denke, dass wir noch mal Tecna aufsuchen sollten."
"Hä?" Überrascht starrte ich ihn an. "Wieso nochmal?"
"Weil sie gelogen hat." Er startete den Motor und donnerte die Einfahrt von Yamraihas Haus hinunter und fuhr zurück Richtung Stadt.
"Du meinst, dass ich mit meiner Vermutung Recht hatte? Dass Tecna Ian getroffen hatte?"
"Leider ja. Aber Tecna hat noch nie jemanden verletzt, geschweige denn getötet." Brummte er.
Offensichtlich gefiel es dem Chief von Sindria PD nicht, dass ein fremder Cop Recht hatte, was seine Kindheitsfreundin anging.
"Fassen wir mal zusammen." Begann er nach einigen Minuten Schweigen. "McKallen flieht aus dem Knast, ruft Tecna an, trifft sich mit ihr und wird ertränkt."
"Auf einer Klippe. Passt sehr gut zusammen." Merkte ich an.
"Aber was hat dann diese Yamraiha damit zu tun? Und wenn sie da war... Wer von den beiden hat ihn getötet?"
"Ich dachte, dass Tecna niemanden töten..." Ich biss mir auf die Zunge, als Kouen mich böse anfunkelte.
"Ich meinte... Wenn er auf der Klippe war, wie konnte er ertränkt werden und wenn er heruntergestoßen wurde, wieso liegt er dann soweit weg von der Klippe?" Ich hab entschuldigend die Hände.
Wie ich doch solche Gespräche liebte.
"Wenn ich mal ne ganz irre Theorie aufstellen dürfte." Begann ich vorsichtig, als wir in die Stadt fuhren. "Was wäre wenn Zauberkräfte oder sowas im Spiel wäre... Nicht, dass es sowas gibt. Auch wäre das dann eher was fürs FBI... Chief?"
Kouen war stehen geblieben und starrte durch die Frontscheibe ins Leere. "Das ist es!"
Augenblicklich gab er Gas und ich Verstand überhaupt nichts mehr. Keine zwei Minuten später hielten wir vor dem Blumenladen. Kouen sprang regelrecht aus seinem Auto und eilte in das Geschäft. Auch kam er wieder heraus, gefolgt von einem verwirrt dreinblickenden Ja'far.
"Sie ist am Hafen." Ohne sich anzuschnallen, fuhr er los und hielt sich eindeutig nicht an die Geschwindigkeitsbegränzung.
Als wir den Hafen erreichten, wurde er zu meinem Glück langsamer. In der Nähe eines Bootshauses parkten wir.
"Dass Sie den Dodge noch nicht geschrottet haben..." Murmelte ich.
"Da." Kouen zeigte in eine Richtung und ich folgte mit meinen Augen.
Auf einem Anlegesteg standen Tecna und Yamraiha und unterhielten sich. Aber irgendwas war anders an Yamraiha. Sie trug seltsamen goldenen Schmuck an den Ohren, welcher mich an Muscheln erinnerte. Auch hielt sie eine Art Stab in der Hand.
"Was..."
Kouen stieg aus dem Dodge und ging zur Anlegestelle. Ich folgte ihm. Wieso war er so hektisch? Okay, seine beste Freundin steht auf meiner Täterliste.
Die beiden Frauen schauten auf, als der Chief und ich vor ihnen stehen blieben.
"Kouen. Was ist?" Tecna lächelte.
"Wir wissen es." Sagte er ernst. "Yamraiha, Sie haben McKallen getötet."
Mir stockte der Atem. Damit hatte ich nicht gerechnet. Doch nickte sie.
"Du, Tecna, wurdest von ihm angerufen. Darauf hast du Yamraiha benachrichtigt und ihr habt auf der Klippe auf ihn gewartet. Als er dir was tun wollte, hat Yamraiha ihn mithilfe ihrer Kräfte ertränkt und dann von der Klippe geworden."
"Sie sind gut, Chief. Woher wussten Sie, dass ich eine Hexe bin?" Yamraiha lachte leise, "Es stimmt. Tecna bat mich was gegen McKallen zu unternehmen. Eigentlich wollte sie das Ganze ohne mich durchziehen, deshalb auch die Waffe. Aber ich hatte mir Sorgen gemacht und wäre ich nicht gekommen, dann hätte es nicht gut um sie gestanden."
Tecna senkte den Blick und nickte knapp.
"Und nun?" Fragte ich, noch immer etwas fertig von Yamraihas Geständnis.
"Nun ist es so wie es ist. Ich werde den Bericht für Sie schreiben, Sinbad." Meinte Kouen und drückte Tecna ihre Waffe in die Hand. "Ihr zwei könnt gehen. Und Sie kommen mit mir zur Polizeistation."



"Darf ich fragen, was das gerade eben war?!" Fassungslos sah ich Kouen an, der sich in seinen Sessel setzte und mich kühl musterte.
"Ich bin der Meinung, dass Sie das nichts angeht, Sinbad. Zumindest noch nicht." Er reichte mir eine Mappe. "Ich würde mich freuen, wenn Sie für das Sindria PD arbeiten würden. Sie waren mir eine große Hilfe in diesem Fall."
Mir klappte der Unterkiefer nach unten. Hatte er mir gerade ein Jobangebot gemacht?! In einer Kleinstadt mit Hexen und seltsamen Leuten?! Einfach nicht zu fassen!
"Was ist nun mit Yamraiha?" Fragte ich.
"Ihr Fall ist keine Seltenheit hier in Sindria. Und solche Fälle können in keinen Polizeibericht geschrieben werden." Er lächelte. "Ihren Bericht habe ich morgen fertig. Überlegen Sie es sich, Sinbad. Sie können nun gehen."
Ich nickte und ehe mir etwas wichtiges einfiel, stand ich schon vor dem PD. Wenn ich morgen nochmal zu Kouen sollte, wo sollte ich dann übernachten?
Planlos ging ich die Straße nach unten, bis ich vor dem Café stehen blieb. Drinnen war Tecna, die gerade die Tische wischte. Kurzerhand ging ich ins Café.
Sie schaute auf und lächelte. "Ah der Großstadtcop. Was ist?"
"Du hast mir heute schon mal geholfen. Kannst du mir nochmal helfen?" Ich lächelte verzweifelt.
Tecna lachte. "Klar kannst du bei mir übernachten, Sinbad."
Gemeinsam verließen wir das Café und gingen über die Kreuzung zu Tecnas und Ja'fars Haus. Mein Blick glitt über die umliegenden Häuser und ich musste an Yamraiha denken. Sie war etwas besonderes, so wie vermutlich viele in dieser kleinen Stadt. Und Kouen schien es wichtig zu sein, dass ich blieb. Auch wenn ich keine Ahnung hatte, was hier vor sich ging, reizte mich das Unbekannte sehr. Morgen würde ich in Partevia kündigen und mein Glück in Sindria versuchen.
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Das war's leider auch schon wieder.
Ich hoffe, dass ihr dabei seit, wenn Sinbad weitere Fälle erleben wird.

LG Tarax ^^
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