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Wahre Liebe

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
29.06.2015
21.02.2016
3
1.605
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29.06.2015 746
 
Vor einigen Woche habe ich Henry geheiratet.  Seitdem lebe ich wieder am Hof, mit meiner Mutter und meinen älteren Schwestern.
Cecily und Anne waren vor der Hochzeit ziehmlich aufgeregt, da sie wussten, dass sie dann auch bald heiraten würden, wenn ich denn ein Kind bekäme.
Und eben dieser Fall ist eingetreten. Ich erwarte kurz nach der Hochzeit mit Henry mein erstes Kind. Bislang aber hatte ich noch niemandem etwas erzählt, da ich mir erst sicher sein wollte, doch meine Mutter war sich sicher. Sie war die einzige, der ich mich anvertraut habe.

Doch nach zwei Monaten drängte sie mich, dass ich der Königsmutter Magaret Beaufort Bescheid geben sollte.
Begleitet von meinen Hofdamen ging ich zu ihren Gemächern. Einer ihrer Diener verschwand dann um ihr Bescheid zu sagen, dass ich mit ihr sprechen möchte. Kurz darauf kehrte er zurück und bedeutete mir ihm zu folgen, allerdings sollten meine Damen draußen warten.
Lady Margaret saß an ihrem Schreibtisch. Ich sank in einen tiefen Knicks.
,,My Lady Königinmutter."
,,Lady Elizabeth was kann ich für euch tun?" Sie befahl mir mich zu erheben und deutete auf den Stuhl neben ihr.
,,Meine Mutter hat mir geraten mit euch zu sprechen Lady Margaret."
,,Was gibt es denn?" Kühl sah sie mich an.
,,Ich erwarte ein Kind." Entgeistert sah sich mich an, doch dann lächelte sie.
,,Weiß es seine Majestät der König schon?"
,,Nein ich wollte erst  zu euch gehen und von euch wissen, was ich als nächstes tun soll bzw. wie ich mich verhalten soll." ,,Geht am besten sofort zum König. Er sollte es so schnell wie möglich erfahren. Und wir müssen dafür beten, dass es ein Thronfolger wird."
,,Natürlich Lady Margaret." Ich sank noch einmal in einen tiefen Knicks und verließ ihre Gemächer.

Nervös stand ich nun vor Henrys Audienzzimmer. Ich wusste, dass er heute alleine dort war und deswegen ging ich auch direkt hinein.
Doch was ich dann sah, schockierte mich zutiefst.
Auf Henrys Schoß saß meine Schwester Cecily. Die beiden küssten sich gerade leidenschaftlich, als ich mich schließlich räusperte. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass er jetzt schon eine Mätresse hat. Ausgerechnet meine Schwester, die noch nicht einmal verheiratet war.
Erschrocken fuhren sie auseinander. Cecily hatte wenigstens noch den Anstand schuldbewusst zu schauen.
,,Henry warum? Bin ich wirklich eine so schlechte Ehefrau für dich?" Mehr brachte ich nicht heraus, bevor mir die Tränen hinunter liefen.
,,Elizabeth es ist nicht so wie es scheint." Doch ich konnte es ihm nicht glauben. Ich wusste doch, was ich gesehen hatte.
,,Das habe ich ja gesehen."
In Tränen aufgelöst verließ ich das Audienzzimmer.

Meine Mutter wartete schon in meinen Gemächern auf mich. Als sie mein blasses Gesicht sah, blickte sie mich schockiert an.
,,Was ist geschehen mein Kind?"
,,Lady Mutter ich möchte nicht mit euch darüber reden." Ich war noch zu sehr schockiert darüber was soeben geschehen war. Ich hatte versagt.

Nachdem man mich für das Mittagessen eingekleidet hatte, wurde ich von meinen Hofdamen in die Halle geleitet. Auch Cecily war bei uns, doch ich würdigte sie keines Blickes, was meine Mutter natürlich direkt bemerkte.
Eine Wache kündigte uns dem Hof  an. Henyrs Mutter saß heute direkt zwischen mir und Henry.
Lady Margaret musterte mich besorgt, als ich mich hingesetzt hatte.
,,Ist allles in Ordnung mit euch Lady Elizabeth?" Anscheinend sah ich noch immer sehr blass aus.
,,Mir geht es gut Lady Margaret." Anscheinend glaubte sie mir und wandte sich Henry zu und ich befürchtete das Schlimmste. ,,Henry hat Elizabeth es dir schon gesagt?"
,,Mir was gesagt Mutter?" Das musste natürlich so kommen. Doch mir wurde es zu viel und ich stand auf. Meine Hofdamen kamen mir direkt nach.

Währenddessen sah Henry seine Mutter verwundert an.
,,Was ist mit ihr Mutter? Ist irgendwas passiert?"
,,Offensichtlich ja. Sie war vorhin bei mir. Sie erwartet ein Kind von dir Henry." Erstaunt sah er sie an und danach schwahnte ihm übles. Deswegen also war sie vorhin zu ihm gekommen. Das wollte sie ihm sagen. Doch stattdessen hatte Elizabeth ihn und seine Mätresse erwischt, wobei diese noch ihre Schwester Cecily war.
Weiter konnte er sich keine Gedanken machen, denn einer der Diener von Elizabeth kam in die Halle gerannt.
,,Majestät  Lady Elizabeth ist ohnmächtig geworden. Sie befindet sich jetzt in ihren Gemächern und der Arzt ist schon bei ihr." Anscheinend hatte er ihr mit seinem Verhalten doch mehr geschadet, als er zu diesem Zeitpunkt ahnte.
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