Tödliche Bruderliebe

GeschichteKrimi, Familie / P12
29.06.2015
29.06.2015
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29.06.2015 983
 
Das Team von Geb Schurlau befand sich mitten in einem Auftrag. Geb, Demir und Frank übernahmen die Überwachung, während Konny und Caspar den Gefangenen eskortierten. Der schwierigste Teil, die Ergreifung dessen war erfolgreich gewesen und sie sehnten sich bereits alle nach ihrem Feierabend. Konny saß hinten beim Gefangenen, während Caspar am Steuer saß.
Plötzlich ertönte ein einzelner Schuss und die Ereignisse überschlugen sich. Caspar verlor die Kontrolle über den Wagen und sie überschlugen sich. Als Konny unter Schmerzen seine Augen wieder öffnete, lag der Wagen auf dem Dach. Die Sicherheitsgurte schnitten ins Fleisch, hielten ihn aber in seinem Sitz.
Der Sitz neben ihm war leer, also musste er eine Weile bewusstlos gewesen sein. Sonst hätte er dessen Flucht bemerkt. „Caspar?“ rief er schließlich sorgenvoll nach seinem Kollegen. „Dein Kollege schläft immer noch wie Dornröschen. Hoffentlich hat er sich nicht ernsthaft weh getan.“ Wurde ihm gehässig geantwortet. Seine Kopfschmerzen ignorierend, ruckte Konny zur Seite und erkannte den Vater des Gefangenen. Während Konny noch versuchte die Lage einzuschätzen, fuhr dieser bereits fort. „Du bist Schuld am Tode meines jüngsten Sohnes, du hast Dave zum Einzelkind gemacht. Das wirst du bereuen!“ wurde ihm gedroht.
Da Konny nicht vorhatte es Daves Vater so einfach zu machen, löste er schnell den Sicherheitsgurt. Eigentlich hatte er geplant gehabt schnell nach seiner Waffe zu greifen. Vorher unbemerkt, wurde ihm durch den kurzen Sturz aber deutlich vor Augen geführt das seine Schulter verletzt war. Durch den unsanften Aufprall sah er Sterne und war nicht in der Lage sich zu wehren.
Während er noch mit der Waffe bedroht wurde, ertönten plötzlich die Sirenen von Feuerwehr und Polizei. „Glück gehabt Bulle. Aber ich werde meine Rache bekommen.“ zischte er ihm noch zu bevor er schnell verschwand. Nur kurz darauf tauchte schließlich ein Sanitäter vor ihm auf. Er stellte sich als Tom vor und stellte einige Fragen. „Mir geht’s gut. Kümmern Sie sich um meinen Kollegen. Caspar ist gefahren und hat sich seit dem Unfall noch nicht gerührt.“ erwiderte Konny drängend. „In Ordnung. Ich werde mich um ihren Kollegen kümmern. Aber erst schicke ich meinen Kollegen zu ihnen, damit er ihnen raushilft und sie gründlich untersucht werden können.“ stimmte Tom schließlich zu. Konny nickte und hielt sich die schmerzende Schulter. Der Arzt verschwand aus seinem Blickfeld und Konny hörte wie er draußen Anweisungen gab. Kurz darauf hörte er wie sich ihm jemand näherte. „Scheiße, Konny?!“vernahm er plötzlich.    Aufgrund der bekannten Stimme öffnete er seine Augen wieder und sah der Person in die Augen. „Kevin? Was machst du denn hier?“ entgegnete der Neuner überrascht. „Jage mir nie wieder so einen Schrecken ein. Was hast du denn angestellt?“ wollte Kevin besorgt wissen und kletterte zu ihm ins Auto. „Es war nicht mein Plan mit dem Auto zu verunglücken und fast von einem irren Kriminellen erschossen zu werden.“ murmelte er und beobachtete seinen Gegenüber. Natürlich wusste er vom Job des Jüngeren, hatte aber nicht erwartet ihn anzutreffen. Kevin befreite ihn vom Sicherheitsgurt und tastete seine Schulter ab. „Ich tippe auf eine ausgekugelte Schulter. Aber ich bin nur der Zivi. Steffi kann dir draußen mehr sagen.“ erklärte ihm der Zivi schließlich. Konny nickte nur, da er das ganze selber schon vermutet hatte.  „Kannst du alleine rausklettern?“ wollte Kevin schließlich wissen. Als Konny nickte beeilte Kevin sich ihm Platz zu machen. Der Neuner biss schließlich die Zähne zusammen und kletterte langsam aus dem völlig zerstörtem Autowrack. Endlich draußen angekommen, schwankte er leicht und Kevin sützte ihn sofort. Gemeinsam überbrückten sie die Strecke zum Krankenwagen und Konny war erleichtert als er wieder sitzen und ausruhen konnte. „Danke Kleiner“ bedankte er sich bei Kevin. Dieser nickte nur und half seiner Kollegin ihn zu verarzten. Dessen Kollegin, Steffi, bestätigte die Diagnose von Kevin. Zusätzlich hatte er noch mehrere Schnittwunden vom Glas und eine leichte Gehirnerschütterung. Seine Wunden wurden gereinigt und verbunden und er bekam Schmerzmittel wegen der ausgekugelten Schulter. Das Einrenken würde erst im Krankenhaus erfolgen.
Er beobachtete wie Caspar zum zweiten Krankenwagen gefahren wurde. Er war inzwischen wieder bei Bewusstsein. Sein Kollege hatte eine große Platzwunde und eine heftige Gehirnerschütterung. Caspar wurde bereits ins Krankenhaus gebracht, während Konny darauf bestand an der Unfallstelle auf seine Kollegen zu warten. Über Funk hatte er bereits Kontakt mit diesen gehabt und wusste das sie unterwegs waren. Ein paar Minuten später kamen Geb und Demir bereits auf ihn zu. Besorgt erkundigten sie sich nach seinem Zustand. Schnell brachten sie sich gegenseitig auf den neuesten Stand was den Fall und den nun Flüchtigen betraf.
„Konny du musst jetzt wirklich ins Krankenhaus. Du bekommst erst neues Schmerzmittel wenn deine Schulter wieder eingerengt wurde. Ohne wird es auch für harte Männer wie euch schon bald wieder sehr schmerzhaft.“ unterbrach Kevin die Unterhaltung schließlich. „Nur noch eine Minute Kev, versprochen.“ entgegnete Konny schuldbewusst. Es war kein Geheimnis das der jungle Adelige Krankenhäuser verabscheute. Auch wenn die Anderen nicht ahnten warum das der Fall war. Aber er fühlte sich schuldig das er Kevins Kollegen hier aufhielt.
„Wer bist du und warum hört unsere Frau Gräfin auf dich?“ wollte Demir verblüfft von Kevin wissen. „Frau Gräfin?“ hakte Kevin verwirrt nach und sah zwischen den Männern hin und her. „Er ist mein Bruder. Kevin? Das sind Demir und Geb.“ stellte Konny sie schließlich einander vor. „Du hast uns nie etwas von deinem Bruder erzählt.“ wunderte Geb sich. „Wir sind Halbbrüder und haben uns erst vor ein paar Monaten wieder getroffen. Unsere Väter waren immer sehr bedacht darauf uns voneinander fernzuhalten. Sie haben ihre Rivalität bezüglich unserer Mutter auf uns übertragen.“ erklärte Kevin den Männern. „Warum hast du uns nichts erzählt?“ wollte Demir wissen und sah seinen blonden Kollegen fragend an. „Wir müssen jetzt wirklich los.“ wurde er von Kevin vor einer Antwort gerettet. Er nickte nur und folgte seinem Bruder in den Krankenwagen. Kevin blieb bei ihm und leistete ihm auch im Krankenhaus Gesellschaft, da er frei bekommen hatte um sich um seinen Bruder zu kümmern.