Urbaldis Ampeln - Die Wiederbelebung

GeschichteHumor, Parodie / P18
29.06.2015
26.03.2020
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44. Überraschung! Hähähä!

Ey nee! Der Wecker war doch wirklich der größte Fiesling, den es gab! Was fiel dem denn ein, immer so gnadenlos um 6 Uhr zu klingeln, selbst wenn Urbaldi am Vortag erst um halb zwei ins Bett gegangen war? Stöhnend erhob Urbaldi sich, und seine Eier taten natürlich wieder weh, weil Rinka wohl wirklich mit ihrem sehr süßen Knie dagegengekickt hatte. Aber es war jetzt keine Zeit, weil Urbaldi wollte den Schnellbus nehmen zur Abwechslung. Schließlich fuhr der Model-Bus immer nur zum Curtius-Gymnasium und die einzigen Mädchen, die dann mit ihm zurück in Richtung Politikerplatz mußten, waren Arvogenia und der ihre Freundin! Und mit denen verstand Urbaldi sich nicht! Dagegen im Schnellbus... wobei, da haßten ihn ja auch alle, aber zumindest konnte er da an Mädchen rumfühlen, hahaha!

Urbaldi begab sich also schnell auf den Weg und mußte dann aber durch Zimmer 8, wo das obernervige Schmusestiefel-Topmodel zuhause war. Trotzdem klopfte Urbaldi, und es war zunächst ein Schlüsselgeräusch zu hören, dann öffnete sich die Tür und Viktorija stand dahinter. "Oh, schnell, komm rein, bevor meine Mitbewohnerinnen merken, daß du da bist.", wies sie ihn an. Überrascht bedankte Urbaldi sich und sah dann, wie Viktorija das Vorhängeschloß wieder verriegelte, d.h. das Schmusestiefel-Topmodel hatte wirklich Ernst gemacht mit ihrem Plan, Urbaldi auszusperren! Die hatte ja wohl nicht mehr alle!

Zum Glück gab es aber die büschelige Viktorija, und sie meinte: "Larissa ist gerade noch im Bad und pudert sich das Gesicht. Kann ich dir eine Runde Nahkampf anbieten, um die Zeit zu vertreiben?" Hurra!!! Urbaldi freute sich jedesmal riesig, wenn er Spaß mit ihren hochhackigen Kampfstiefeln haben konnte, weil die Blockabsätze waren soooooooooo flauschig und konnten schön hohe Tritte gegen seine Schultern plazieren, die sich wunderbar schmerzhaft anfühlten! Und der Autorin ging jedesmal einer ab, wenn sie darüber schreiben konnte! Dann öffnete sich jedoch die Badtür und Larissa sah Urbaldi. "Morgen Urbaldi, auch schon wieder wach?", begrüßte sie ihn, und als Urbaldi antworten wollte, kam natürlich die nervigste Person der Welt ins Zimmer.

"Du spinnst ja wohl total, mich aussperren zu wollen! Was hab ich dir denn jemals getan?", blaffte er das Schmusestiefel-Topmodel an. Die murmelte aber: "Warte nur, bald erlebst du dein blaues Wunder..." Ja, ja, die immer mit ihren blöden Drohungen. Urbaldi zeigte ihr einfach den Mittelfinger und verschwand ins Bad, kletterte in den Geheimgang und machte schnell. Heute war außerdem nachmittags ausnahmsweise kein BNTM, daher zog Urbaldi sich im Opakzimmer um, welches vorher in Urbaldis Ampeln noch nie vorgekommen war. Weil die Autorin hatte einfach grad eben beschlossen, daß Urbaldi da seine Klamotten zum Wechseln aufbewahrte. Jedenfalls im Opakzimmer, da zog er nun die Blockabsatzstiefel aus und stattdessen Landrover-Winterstiefel an und das war zum Glück auch gar keine Schleichwerbung/Produktplazierung, dann machte er, daß er nach draußen kam.

Es war mittlerweile 6:30, und da der Bus am grünen Baum erst nach sieben kam, hatte Urbaldi also reichlich Zeit. Vielleicht konnte er sogar noch eine Haltestelle weiter den Berg hochlaufen, also eine früher einsteigen, und so hoffentlich nen besseren Sitzplatz kriegen? Also lief er den puren Unterweg runter, aber auf halber Strecke machte es plötzlich "Spflotch!" Und als Urbaldi auf den Boden schaute, sah er, was passiert war: er hatte nicht aufgepaßt und war voll in die Hundekacke getreten.
"Ey so ein Scheiß, welcher Arsch von nem Hund war das! Die Scheißhunde sollen aussterben!", schimpfte Urbaldi.

Natürlich hatte Urbaldi auch ausgerechnet jetzt Profilsohlen an, wo die Scheiße immer zwischen den Ritzen hängenblieb. Da hatte er jetzt aber echt kein Bock, seine Schuhe saubermachen zu müssen. Daher lief er einfach weiter und plante, demnächst mal nen verzauberten Scroll of Genocide auf "d" anzuwenden. Was gab es aber auch Hunde? Alles, was die jemals taten, war, alles vollzukacken, und obwohl die Politikermofos mittlerweile ein Bußgeld für "Hundekacke nicht wegmachen" eingeführt hatten, gabs natürlich niemanden, der es auch kontrollierte. Und selbst wenn, welcher Hundehalter war dann tatsächlich bereit, dafür Geld zu zahlen, das dann eh nur an den Staat ging, der weiß Gott schon mehr als genug Geld hatte, während die einfachen Bürger immer mehr geschröpft wurden.

Genervt lief Urbaldi weiter und versuchte auf dem Weg, seine Schuhe im Gebüsch abzutreten, in der Hoffnung, daß was von der Scheiße dabei abging. Zum Glück war der Weg ja relativ weit, da kam Urbaldi an mehreren Stellen vorbei, wo er einfach mal mit den Profilsohlen durchs Erdreich fahren konnte. Als er dann beim grünen Baum war, zeigte die Uhr tatsächlich erst 6:46 an, d.h. es war genug Zeit, um zur nächsten Haltestelle zu laufen! Daher lief Urbaldi weiter und als er dann endlich beim Löwen ankam, warteten dort May-Britt und Marika irgendwie zusammen auf den Bus.
"Wenn du mich anlangst, macht meine Schwester dich fertig!", kündigte May-Britt an, und Urbaldi stieß gedanklich aus: "Waaaaaaaaaaaaaaaaaaas? Der Eisblock-Typ hat gleich zwo Schwestern???" Nämlich wenn Marika die Schwester von May-Britt war und auch die vom Eisblock-Typ... ou nein.

Das machte ja alles immer komplizierter. Der Eisblock-Typ hatte viel zu viele Geschwister, die ihm im Zweifelsfall helfen würden, und die haßten Urbaldi auch schon alle, nur weil er im Bus an Mädchen rumgestreichelt hatte! Aber jedenfalls kam der Bus dann endlich, und Urbaldi stieg ein, um sich im vorderen Bereich nen Sitzplatz zu schnappen. Zum Glück war auch tatsächlich gleich der erste am Fenster frei, weil der den Vorteil hatte, daß niemand hinter Urbaldi sitzen konnte.
Vor Urbaldi setzte sich dann zunächst eine Weile lang niemand, dann kam aber beim Pikbasispfad die süße Flügelbüschelasiatin, die er aus BNTM kannte! An der wollte Urbaldi unbedingt rumfühlen.

"Ey, hör auf damit!", sagte die Asiatin, die sich zu Urbaldi umgedreht hatte. Doch Urbaldi antwortete: "Hier im Bus isses so langweilig, da will ich wenigstens Spaß mit Mädchen haben." War ihm doch egal, wie die jetzt reagierte. Da fiel ihr auf, daß Urbaldi seine Füße nach vorne streckte, und sie kündigte an: "Wenn du nicht willst, daß ich dir drauftret, dann zieh deine Füße zurück." Hahahahaha war die so naiv, natürlich streckte er nun seine Füße weiterhin aus und genoß es sehr, als ihr massiver schwarzer flauscheweicher Blockabsatz seine Zehen zerquetschte :-) Und sie merkte tatsächlich nicht, daß ihm dabei voll einer abging, sondern stand noch die ganze restliche Busfahrt über auf seinem Fuß. Beziehungsweise bis zur Hofpriesterschule, weil sie da ausstieg. Die Asiatin sagte auch nix mehr, sondern entfernte sich einfach zusammen mit so ner flauschebüscheligen Rothwardonin, wer die wohl war? Ob man an der auch rumstreicheln konnte?

Nur dummerweise kam Urbaldi ja auf die Weise doch wieder nur zum Curtius-Gymnasium und mußte also wieder den Teleporter hacken! Und das nervige Scheißkind hämmerte wieder voll gegen den Kiosk, um sich dann umzudrehen und rumzupiensen von wegen "Ey lassen sie das Gerät in Ruhe!", als der Urbaldi sah. Natürlich streckte Urbaldi ihm die Zunge raus und entgegnete: "Fick dich doch ins Knie du behinderter Penner und geh in deine blöde Doofschule!" Aber der meinte mit seiner total lächerlich klingenden Mädchenstimme: "Wenn sie damit nicht aufhören, ruf ich die Polizei!" Urbaldi lachte aber einfach nur. "Du verblödetes Mädchen, als ob die Bullen ihre Zeit mit sowas verschwenden würden. Geh einfach nach Hause und spiel mit deinen Puppen."

Blah, Urbaldi schaffte es irgendwie einfach nicht mehr, den Teleporter nochmal zu hacken, obwohl er es genauso gemacht hatte wie letztes Mal. Stattdessen trat Urbaldi nun immer wieder gegen das Gerät und nahm dabei auch eine mutwillige Sachbeschädigung in Kauf, weil die von der ÖPNV waren doch selber schuld, wenn sie solche Abzocker waren und Geld für die Benutzung vom Teleporter verlangten. Urbaldi hatte die Kapitalisten von den Volksparteien satt, bei der anstehenden Wahl würde er so dermaßen die SSP wählen und alle Ketzer, die irgendwas anderes wählten, entfernen, und zwar für immer. Was gab es aber auch nicht einfach freie Fahrt mit Bus, Bahn und Teleporter für alle? So kam ja nie jemand auf die Idee, mal das Auto stehenzulassen, wenn die Teleportertickets so hoffnungslos überteuert waren!

"Klililililing!" machte es auf einmal, und Urbaldi sah, wie das kleine Dreckskind da drüben tatsächlich die Bullen rief! Aber er stürmte schnell auf den zu und schlug ihm volle Kanne ins Gesicht, dann trat Urbaldi ihm noch ordentlich ans Bein und wie nicht anders zu erwarten, fing das wehleidige kleine männliche Mädchen an zu heulen mit seiner Wääh-Piens-Stimme. "Das hast du jetzt davon, du!", stellte Urbaldi klar und lief dann weg, weil bestimmt gleich die Wüu-wüus ankommen würden. Mußte er es dem nervigen Teleporter halt wann anders zeigen, aber Urbaldi dachte sich: "Mit euch bin ich noch nicht fertig! Wenn ich den Teleporter nicht benutzen kann, dann darf ihn auch kein anderer benutzen können!"

Natürlich kam ein solches Bullenauto die Straße lang und natürlich hielten die auch direkt vor Urbaldi an. "Warst du der Täter, der den Teleporter am Curtius-Gymnasium beschädigt hat?", fragte der eine Bulle. "Ja, weil ichs nicht einseh, daß ich Geld dafür bezahlen muß und alle anderen nicht! Scheiß Politiker, die des nicht einfach kostenlos machen können!", schimpfte Urbaldi, und der Bulle stellte klar: "Laß sowas in Zukunft bleiben. Wir haben keine Zeit, um uns ständig mit deinen Kinderstreichen zu beschäftigen. Und jetzt ab in die Schule mit dir."
Ja toll, wegen dem blöden Teleporter, der sich nicht hacken lassen wollte, mußte Urbaldi jetzt den ganzen Weg laufen. Kein Bock!

"Ey! Warten Sie! Sie fahren doch bestimmt wieder zum Politikerplatz, oder? Da muß ich auch hin, weil da in der Nähe ist meine Schule, können Sie mich vielleicht mitnehmen?" Überraschenderweise grummelte der Bulle: "Na gut, verdient hast du's ja definitiv nicht, aber wenn du dann endlich aufhörst, Chaos in der Stadt zu stiften..." und ließ Urbaldi einsteigen. Wenig später lieferten die Bullen ihn am Zielort ab und Urbaldi ging endlich rein, und heute war übrigens Freitag, d.h. die erste Stunde war Musik, wo Urbaldi ganz schlecht drin war. Warum hatte er denn da unbedingt den Leistungskurs nehmen wollen? Zunächst lief er aber hoch zum Aufenthaltsraum, weil noch etwas Zeit war, und eine vertraute Stimme erschalte: "Hähähä! Hää hää!"

Urbaldi fragte den Eisblock-Typ: "Wie viele Schwestern hast du eigentlich? Und fahren die alle mit dem Bus, den ich auch nehm?" Der Eisblock-Typ antwortete: "Du hast meine Schwestern bereits alle kennengelernt. Übrigens lade ich dich hiermit dazu ein, mich heute nach der Schule zu besuchen."
WTF??? Was war denn das für ein komischer Eisblock-Typ, das war ganz bestimmt eine Falle! Nämlich Urbaldi wußte nicht, wo der wohnte, aber es war eigentlich DIE Gelegenheit, es endlich rauszufinden... nur daß da mit Sicherheit ein Trick dahintersteckte, wenn der Impuls vom Eisblock-Typ selber ausging. Sollte Urbaldi das Angebot annehmen? Aber er hatte ja Rucksack und alles dabei! Obwohl, im Geldbeutel waren eh nur fünf Euro und paar verquetschte, d.h. wenn das Geld geklaut wurde, war immerhin nicht viel verloren. Dem Eisblock-Typ seine bitchigen Schwestern waren bestimmt auch welche, die Urbaldis Geld klauen wollten, weil es ja anscheinend so war, daß der Eisblock-Typ extra selber nix klaute und diese Tatsache dann als Schutzschild verwendete.

Aber trotzdem, wie kam der Eisblock-Typ dadrauf. Der hatte irgendwas vor, nur wußte Urbaldi nicht, was es sein sollte. "Na gut, aber wir fahren mit dem Bus hin, ja?", antwortete er, und der Eisblock-Typ stimmte zu: "Natürlich, nach der Schule steigen wir am Politikerplatz in den 34 und fahren bis zum Löwen." Ach so, ja, das machte Sinn, weil wenn dem seine Schwestern dort einstiegen... warum hatte Urbaldi den Eisblock-Typ eigentlich nicht persönlich dort gesehen? Hatte der etwa mittlerweile doch wieder nen Eisblock und war mit dem zur Schule gesurft? Jedenfalls schaute Urbaldi dann auf den Vertretungsplan und stellte fest: "Ou, Physik fällt heute aus und wir haben ne Freistunde beim SIR!" Auch Wolf kam gerade rein und rief: "Urbaldi, wir spielen dann in der Freistunde Offizierskat, ja?"

Komisch, die Räuber wollten irgendwie immer mit Urbaldi Skat spielen. Ob Wolf sich wohl noch an gestern erinnerte, also an die Episode mit dem Räuberzug? Und überhaupt, was war mit den ganzen anderen, die da im Zug alle möglichen merkwürdigen Aufgaben gehabt hatten? Aber jedenfalls, jetzt war MI, und Urbaldi lief runter. Auf dem Weg sah er, wie Großer-Bär einfach Lousie's Rucksack aufmachte, und als die anfing zu schimpfen, machte Großer-Bär einfach weiter und klaute ein Heft, obwohl er mit dem eigentlich nix anfangen konnte. "Komm doch und hols dir wieder!", lachte er Lousie aus und rannte weg, sodaß sie ihm hinterherrannte. Weil Urbaldi natürlich auf der Seite der Räuber war, versuchte er sich Lousie in den Weg zu stellen, aber die trat ihm voll auf den Fuß und rief: "He, steh nicht im Weg rum!", dann rannte sie weiter hinter Großer-Bär her.

Irgendwie hatte Urbaldi auch nicht so recht Lust auf den Unterricht, und vor allem, Birgit war erschienen und lief Großer-Bär hinterher, anstatt Unterricht zu machen. Toll, war das jetzt etwa so wie beim Leutkak, der auch immer die Räuber verfolgte? Da konnte Urbaldi ja auch gleich beschließen, daß jetzt Freistunde war, und in den Computerraum gehen und SPACE WARS zocken... Also gings die Treppe hoch und dann wollte Urbaldi nach links, als ihm auf einmal ein liebliches Büschelmädchen entgegenkam. Die kannte er vom Sehen, weil die war eine Jahrgangsstufe unter ihm, außerdem hieß sie Jane-Sandra und war immer ziemlich aufgebretzelt.

Jetzt beschloß Urbaldi einfach, das Mädchen zu ärgern, indem er ihr voll auf den Fuß trat. Doch sie trat ihm anschließend auch auf seinen und weil Urbaldi der ihre Buffalo-Mädchen-Plateaustiefel so lieblich fand, genoß er es sichtlich, sich von ihr die Zehen zerquetschen zu lassen. Nämlich eigentlich hatte er ja selber auch dicke Winterstiefel an, aber in der Amy ihren Fics boten Schuhe männlichen NPCs standardmäßig keinen Schutz, sondern es fühlte sich für Urbaldi so an, als wäre er barfuß, während der sehr liebliche Mädchenstiefel auf seinen Zehen stand *herzchensmiley*. Weil sonst würde es sich ja nicht lohnen. Jane-Sandra lachte: "Na, jetzt bin wohl ich diejenige, die die Oberhand hat?"

Allerdings zog diese dann schließlich ihren Fuß wieder weg und trat Urbaldi anschließend mit der lieblichen Plateausohle voll ans Bein. Urbaldi trat zurück und erwartete, jetzt im Schienbeintritt-Duell gegen Jane-Sandra antreten zu können, aber die wehrte sich nun gar nicht mehr, obwohl Urbaldi nochmal zugetreten hatte? Weteeff?! Also trat Urbaldi sie noch paarmal und die Feminismusbeauftragten fanden es auch gar nicht unfair, daß ein wehrloses Mädchen so behandelt wurde, und schließlich fragte Urbaldi: "Warum läßt du denn deine Plateaustiefel bei dir?" Jane-Sandra schwärmte: "Deine Tritte sind so toll, die will ich einfach genießen!"
Hä, war Urbaldi da etwa an ein sadomasochistisch veranlagtes Mädchen geraten?

Noch eine ganze Weile lang ließ Jane-Sandra sich traktieren und sagte dabei noch: "Du kannst wirklich wunderbare Mädchentritte plazieren!" Hahaha. Dabei war Urbaldi doch gar kein Mädchen, und weiblich waren seine Winterstiefel auch nicht... warum sprach sie also von "Mädchen"tritten? Etwa weil normalerweise immer Mädchen diejenigen waren, die anderen ans Schienbein treten wollten? Allerdings meinte sie dann auf einmal: "Oh, die Frau Seidelchen kommt, ich muß schnell in meinen Unterricht." und verschwand. Schaaaaaaade. Urbaldi konnte nun also eigentlich in den Computerraum, aber er entschied sich doch dazu, zum Musiksaal zurückzugehen, wo allerdings immer noch keine Birgit und kein Großer-Bär waren.

"Urbaldi, her zaman ne yapıyordun?", begrüßte Denshi Gasu ihn. Aber Urbaldi hatte natürlich nicht den Sprachübersetzungschip aus "Die Fallout-Schule" (übrigens eine andere Fic von der Amy, die auch auf fanfiktion.de verfügbar ist), weil er ja im Gegensatz zu Denshi Gasu kein Homie war. Deshalb fragte Urbaldi, was das heißen sollte, und Denshi Gasu erklärte: "Ach so, ich hab vergessen, in welcher Fic ich bin. Ich hab dich gefragt: was hast du die ganze Zeit gemacht?" Irgendwie klang Denshi Gasu's Stimme aber auch immer so merkwürdig, so singsangmäßig! Urbaldi fragte sich, ob Denshi Gasu vielleicht schwul war. Andererseits, wollte der nicht immer neben Miss Haskill oder Jasmin sitzen? Nämlich letztere saß jetzt tatsächlich neben ihm mit ihren lieblichen hellblauen Frauenschuhen, und sie schaute Urbaldi wieder mal so verängstigt an.

"Was hat der Eisblock-Typ vor?", fragte Urbaldi. Denshi Gasu fing an: "Tip ledyanogo bloka sobirayetsya sdelat' vam predlozheniye, kotoroye ochen' pomozhet - ähh falsch, ich bin ja immer noch im Falloutmodus. Der Eisblock-Typ hat ein lukratives Angebot für dich, das dir enorm helfen wird! Frag am besten mal den G-Schummler, der weiß mehr!" Hä, seit wann hatte ausgerechnet der G-Schummler was damit zu tun, wobei andererseits, G-Schummler war ja auch damals im völlig unverständlichen Teil von Urbaldis Ampeln mal plötzlich aufgetaucht, hatte Urbaldis geheimen Wagen ausgetrickst und ihm und seinen Freunden dann lang und breit vorgehalten, daß sie angeblich voll die Noobs in SPACE WARS waren! Das würde Urbaldi nicht auf sich sitzen lassen! "Ey den G-Schummler schummel ich noch weg, den, der cheatet in Spacewars immer ganz arg!"

Doch Jasmin meinte sorgenvoll: "Urbaldi, ich hoffe wirklich, daß du die richtige Entscheidung triffst und das Angebot des Eisblock-Typs annimmst." Na toll, die komische Asiatin immer mit ihren halben Informationen! Das konnte ja alles bedeuten, sowohl daß sie sich wirklich Sorgen um Urbaldi machte, als auch daß vielleicht der Eisblock-Typ eine Falle vorbereitet hatte und Jasmin insgeheim hoffte, daß Urbaldi reinfiel! Warum Jasmin mit dem Eisblock-Typ unter einer Decke steckte, oder ob sie es überhaupt tat, wußte Urbaldi zwar nicht, aber er traute ihr jedenfalls nicht über den Weg. Außerdem war G-Schummler nicht da, weil der in irgendsonem anderen Kurs war, also half dem Denshi Gasu seine Information auch nicht wirklich. Konnte denn nicht endlich mal Unterricht sein, ah, da war die Birgit ja endlich wieder.

Nur Großer-Bär fehlte, weil der war jetzt im Computerraum und nutzte die Zeit, um Fridays for Future-Plakate auszudrucken, äh nee, kleiner Scherz, stattdessen schrieb er eine fingierte Mail an Fridrika, in der er einen Link zu einer angeblichen Fridays for Future-Demo plazierte. Dieser Link führte natürlich wieder zu der infizierten Internetseite, welche einen Bandarchor-Drive-By-Download starten konnte. Großer-Bär war schließlich echt voll der alte ägyptische Papst und hatte außerdem tatsächlich 500 Euro von der Maja ihren Eltern für die Entschlüsselung von der ihrer Festplatte kassiert. Weil es so gut geklappt hatte, versuchte Großer-Bär nun also, noch mehr Mädchen von der Knaller-Gang zu infizieren und somit noch mehr Geld abzukassieren.

Endlich! Die erste Stunde war fertig! Urbaldi hatte natürlich wieder nix kapiert, weil er von Musik überhaupt keine Ahnung hatte, aber das war ja egal, als nächstes war Physik. Da gab es allerdings auch keinen G-Schummler. Sondern stattdessen Wolf, der dann auch gleich versuchte, Lissie zu berauben. Und weil die überhaupt nicht aufpaßte, hatte sie jetzt weniger Geld als vorher. Urbaldi wollte allerdings nicht immer nur passiv zuschauen, und Renner war auch noch nicht da, weil der gern mal zu spät kam, also machte er sich an Sarah zu schaffen und wollte von hinten ihre Hose runterziehen. Komischerweise machte sie keine Anstalten, etwas dagegen zu tun, sondern warnte Urbaldi: "Paß auf, meine Unterhose ist luftdicht."

Was, warum sollte Urbaldi da extra drauf achtgeben? Er wollte der ihren süßen Popo befühlen, also mußte auch die Unterwäsche aus dem Weg! Also zog Urbaldi an dieser, doch da stieg ihm auf einmal ein total starker Gestank in die Nase, und Urbaldi fiel bewußtlos um. Er kriegte also nicht mit, wie Renner reinkam, und als der wissen wollte, was mit Urbaldi los war, erklärte Sarah ihm: "Er wird vermutlich in etwa einer halben Stunde wieder zu sich kommen." Somit lief nun mal wieder ganz normal der Unterricht, und Urbaldi hätte allerdings auch so keinen Plan davon gehabt, wie die Federkonstante funktionierte, sondern wenn Urbaldi sowas ausrechnen würde, kam raus, daß eine Feder mit einer Kraft von 5 Newton und einer Federkonstante von 2 N/cm mindestens ein Gewicht von 1000 Kilo haben mußte, was natürlich hinten und vorne nicht stimmte.

Auch während der Stunde versuchte Wolf weiterhin, zu rauben, als auf einmal Schneller-Als-Alle-Anderen rief: "Ey Wolf, du kannst doch nicht einfach der Vida den Rucksack durchwühlen?" Da wurde Wolf aber sauer und schlug dem Verräter von Schneller-Als-Alle-Anderen kurzerhand eins aufs Maul. Und als das große Geschrei losging, rannte Wolf einfach aus dem Raum raus, verfolgt von Lissie, Sarah, Vida und Lousie. "Die Weiber kriegen mich ja eh nicht.", dachte er sich und machte schneller, nur Sarah konnte komischerweise locker mit ihm mithalten. Wie die immer so schnell war, würde wohl für immer ein Rätsel bleiben, schließlich trug sie ja keine Nike-Schuhe mehr so wie in der Gallardostory, sondern blaue Schmusestiefel. Anscheinend konnte Sarah mit allen Schuhen schnell rennen. Nur Wolf wußte, daß sie ihr ganzes Furzgas für Urbaldi rausgeblasen hatte und daher drehte er sich einfach um und schubste sie weg, und als Sarah einen Mädchentritt an sein Bein plazieren wollte, war Wolf schon längst wieder zurückgewichen.

Jetzt sprang Wolf in den Schacht und kam heil unten an, dann rannte er in den Pausenhof und versteckte sich links hinter einem Stein. Wie erwartet, fand ihn dort auch keiner, sondern Sarah war voll schnell in Richtung Bio-Haus gerannt und hatte gedacht, Wolf hätte sich dort drin versteckt. "Hähähä, ich habs halt einfach drauf, ohne mich wären wir Räuber nur halb so effektiv.", lachte Wolf innerlich. Inzwischen mußte Großer-Bär sich im Chemieunterricht mit ganz vielen nervigen Mädchen aus der Knaller-Gang rumärgern, weil vor allem Mariechen und Große Jaguartatze irgendwie immer alles wußten und er selber kaum was. Auch-Matte, der Fiesling, nahm Großer-Bär auch nie dran, was ihm aber eigentlich sowieso recht war, weil er sich auch nicht gut auskannte. Stattdessen überlegte Großer-Bär lieber, wie er die Schlampen mit Syphilis noch um n bissel mehr Geld erleichtern konnte, nur die saßen in der ersten Reihe und er ganz hinten bei Noko und Irmina...

Jedenfalls kam Urbaldi dann schließlich wieder zu sich und sah, daß Chaos herrschte, weil viele andere Schüler waren nicht im Raum und Renner auch nicht, während die aus der Knaller-Gang über Wolf diskutierten. "Das kann wirklich nicht angehen, daß die Räuber hier ihr Unwesen treiben. Die Mariechen und ich werden eingreifen, vielleicht werden wir zu Herr Marihuana gehen.", sagte Kiwi zu Maja, und die bestätigte: "In jedem Kurs, wo der Wolf drin ist, gibts Streß! Der und der Großer-Bär, die stressen immer voll rum und denken, sie könnten hier einfach klauen!" Da rief Urbaldi einfach plötzlich: "Ey Kiwi, solltest du nicht auf ner Demo sein? Heute ist doch Freitag!" Sie schaute Urbaldi so an, als wäre er ein Alien, doch Urbaldi bekräftigte es: "Du bist doch so eine von Fridays for Future, du könntest deinen Nachnamen auch gleich in 'Thunberg' umändern!"

Doch Kiwi entgegnete: "Hör auf mit dem Scheiß, oder ich geh zu Herr Marihuana!" Urbaldi lachte nur. "Der Marihuana kann sich mal sowas von ins Knie ficken, das glaubst du ja wohl selbst nicht, daß der mir was zu sagen hat! Und jetzt geh endlich auf den Politikerplatz und streik mit den anderen Deppies für die Klima'rettung', dies ja gar nicht wirklich gibt!" Da meinte Maja zu ihrer Freundin: "Laß den Spinner doch rumspinnen, der hat eh kein Plan. Sag mal, hier läuft doch eh nix mehr, laß mal schnell eine rauchen gehen." Daraufhin entfernten sich die beiden zusammen mit Davide, Giglio und Lynette. "Gott sei Dank ist der Davide nicht Kurssprecher geworden!", dachte Urbaldi, weil der hätte allen Ernstes versucht, dafür zu sorgen, daß es weniger Zonen mit Rauchverbot in der Schule gab. Der Eisblock-Typ war zwar ein alter Schummler, der die Wahl manipuliert und Urbaldi somit um sein Amt gebracht hatte, aber immerhin war der Eisblock-Typ kein verdammter Raucher!

Ach ja, eigentlich hätte doch die Physikstunde komplett ausfallen und Freistunde sein sollen? Aber irgendwie hatte es dann doch stattgefunden, zumindest bis zu nem bestimmten Zeitpunkt! Auf den Vertretungsplan war auch kein Verlaß! Jedenfalls war dann als nächstes Deutsch, und natürlich kam Urbaldi nicht als Erster oben an. Auch Sarah war wieder da, und Urbaldi hatte noch nicht genug, er wollte unbedingt nochmal der ihre Unterhose runterziehen und die Sarahluft einatmen, die sie mit ihrem zarten Po rausdrücken konnte. Doch mittendrin erschien Dokter Delilah und kündigte an: "Urbaldi, sowas seh ich aber gar nicht gerne! Wenn ich dich nochmal dabei erwische, wie du ein Mädchen sexuell belästigst, wird deine Strafe nochmal verschärft werden müssen!"

Blah, blah, blah, die Olle konnte Urbaldi mal den Buckel runterrutschen. "Hast du nicht nen Termin beim Optiker oder so, Brillenschlange?", rief er genervt, und zu seiner Überraschung stellte sich raus, daß sie wirklich einen hatte! Wie jetzt? Nämlich Delilah verließ nun wirklich das Klassenzimmer, weil Urbaldi sie wohl durch seinen Spruch zufälligerweise dran erinnert hatte, und stattdessen erschien SIR, der nun nämlich der Vertretungslehrer war! "Hätten Sie nicht laut Plan schon in der zweiten Stunde Vertretung bei uns haben sollen?", fragte Urbaldi, doch SIR erklärte, daß im Vertretungsplan ein Fehler war und in Wirklichkeit die Deutschstunde ausfiel, weil Dokter Delilah eben nen Termin hatte. Dies sollte Urbaldi grad recht sein.

Weil Urbaldi so heiß auf Sarah war, fragte er sie nun: "Und, hast du Lust auf noch ne Runde?" Sarah stimmte zu, und zur Sicherheit wandte Urbaldi sich dann noch an SIR: "Herr SIR, Sie haben doch hoffentlich nichts dagegen, wenn ich mit dieser hübschen Sarah ein wenig Spaß hab?" SIR darauf: "Des kannsch ruhig mache!" Hurra! Urbaldi zog also ganz langsam Sarah's weiche Unterhose herunter und streichelte sehr sanft ihre zarten weiblichen Pobacken, die sich unglaublich wundervoll anfühlten. Dann bewegte er seine Nase an ihren Po und kriegte voll den riesen P-Punkt, während sie sehr erotische Luftzuggeräusche erzeugte. Und der Büschelkopf hielt diese Beschreibungen überhaupt nicht aus und wünschte sich, irgendwas anderes zu lesen als diese Fic, also z.B. die neueste RNZ, in der langweilige Nachrichten über die Kartoffelkoalition und den Kampf gegen das ach so böse CO2 drinstanden.

Sarah meinte nun: "Das scheint wohl Spaß zu machen." Sofort stieß Urbaldi aus: "Oh ja, du hast wirklich nen wunderbar weichen Po!" Er gab sich ihrem Po noch eine ganze Weile lang hin, richtete sich dann aber wieder auf und fragte sie, ob sie mit ihren Schmusestiefeln auch zutreten konnte. Sarah war bereit, also entblößte Urbaldi seine Beine und empfing schön schmerzhafte Tritte. Nur irgendwann ging Urbaldi dann doch wieder an seinen Platz zurück, und da fiel ihm auf, daß G-Schummler auch da war! Höh, war der nicht eigentlich in nem anderen Kurs? Wo kam der denn auf einmal her? Denshi Gasu hatte Urbaldi doch geraten, mit G-Schummler zu reden, und jetzt war die Gelegenheit!

"Erinnerst du dich dran, was ich dir damals im alten Teil von Urbaldis Ampeln gesagt hatte?", eröffnete dieser. Urbaldi brauchte einige Zeit, um zu überlegen, doch dann fiel es ihm wieder ein. "Du hast gesagt, ich würd bald das Geheimnis vom Gängenetz erfahren, stimmts?" G-Schummler bestätigte: "Genau. 'Bald' ist ein relativer Begriff, aber jetzt kann ich dir sagen, daß heute der Tag gekommen ist."
Wirklich???
Obwohl, G-Schummler war ja ein ziemlich durchtriebener Zeitgenosse, und Urbaldi konnte nicht einschätzen, wie viel Wahrheitsgehalt in dem lag, was der erzählte...

Als nächstes war große Pause, und Urbaldi raste zum Computerraum. Er wollte endlich Subseven benutzen, und wenn der kleine Arsch von nem Ilie kam und jammerte, konnte der aber sein blaues Wunder erleben! Urbaldi plante schon, dem voll die Visage zu polieren, und der Büschelkopf stieß aus: "ist das mal wieder ne verrohte Sprache..." Natürlich war auch Großer-Bär mal wieder auf dem Weg, weil der wieder h@x0rn wollte, aber Urbaldi startete jedenfalls ganz schnell seinen Stammplatzrechner und versuchte dann, so schnell wie möglich Subseven zu finden. Dazu benutzte er sowohl die Suchfunktion vom Windows Explorer als auch ein zweites Fenster, in dem er manuell danach suchte. Wo könnte der Großer-Bär das hininstalliert haben...

Da erklärte der Erklärbär: "Urbaldi, du brauchst nicht nach Subseven zu suchen, der Ilie hats gelöscht und so nen blöden Filter eingebaut, damit mans nicht mehr neu installieren kann." Na suuuuuuuuuper. Der Winzling von Ilie war ja echt mal voll behindert, Urbaldi würde den ohne Vorwarnung angreifen, wenn der reinkam! Aber egal, dann startete Urbaldi halt SPACE WARS, und zwar im Einzelspielermodus, weil momentan sonst keiner online war. Als er ein Savegame geladen hatte und im ersten Level paar Schritte weit gelaufen war, fiel ihm aber wieder ein, was Ariane beim Halbmarathon gesagt hatte, nämlich daß es noch so ein ähnliches Spiel geben sollte. Wie hieß das nochmal? Irgendwas mit Slash?

"Großer-Bär, kennst du zufälligerweise so ein ähnliches Spiel wie Spacewars, das irgendwas mit Slash heißt?" Doch Großer-Bär antwortete: "Ich kenn mich mit den komischen Spielen doch nicht aus, woher soll ich das denn wissen!" Ja super, Großer-Bär sollte nicht immer so tun, als hätte er keine Ahnung! Urbaldi wußte nämlich, daß der in Wirklichkeit voll gut in SPACE WARS war und nur aus Bescheidenheit sein Talent zu maskieren versuchte. Oder vielleicht wollte Großer-Bär verhindern, von Urbaldi zu ner Partie rausgefordert zu werden, weil er ja mit seinem Virus rummachen wollte. Naja, sollte er von Urbaldi aus...

Auf einmal rief eine zickig klingende Mädchenstimme: "Spielst du schon wieder SPACE WARS? Ich forder dich raus! Es geht um die Ehre!" Was, wo kam diese Natalje nur immer wieder her und warum wollte die dauernd gegen Urbaldi spielen? Die schummelte nämlich immer ganz arg, fast so arg wie der G-Schummler! War sie etwa dem G-Schummler seine Schwester, aber das konnte ja nicht sein, G-Schummler war ja schließlich Deutscher, während diese komische Natalje aus der Türkei kam, obwohl "Natalje" gar kein türkischer Name war. Hätte sie Aylin oder Birsen gehießen, hätte Urbaldi es ja noch plausibel gefunden...

Urbaldi entgegnete: "Ja, ich schätz mal, ich nehms an, aber ich hätt noch ne Frage zu dem Spiel! Nämlich:" Weiter kam er aber nicht, denn Natalje kündigte an: "Ich steig in das Spiel ein und versuch, dich einzuholen. Wer am weistesten kommt, gewinnt. Wenn du gewinnst, kannst du mir deine Frage stellen!" Ja toll, sie würde natürlich dafür sorgen, daß er nicht gewann! Obwohl sie sogar angeboten hatte, daß sie vom Anfang an startete, während Urbaldi schon die Hälfte vom ersten Level erkundet und somit einen kleinen Vorsprung hatte, aber das half Urbaldi eh nix, weil so viel, wie die Kleine schummelte... das machte die doch bestimmt nur wieder absichtlich, um Urbaldi zu erniedrigen. Und Großer-Bär tat mal wieder ganz teilnahmslos, obwohl er in Wirklichkeit bestimmt das Spiel ganz genau mitverfolgte und Urbaldi schlimmstenfalls für nen Noob hielt, falls er wieder gegen Natalje verlor.

Ha! Urbaldi hatte die Treppe nach Level 2 gefunden! Es war übrigens die Erweiterung "THE FORCE", und weil das Savegame diesmal zum Glück gescheit war, hatte Urbaldi auch ein permanentes Detect Monsters. Dadurch sah er, daß oben der Killer-Raum war und lief also nach unten, wo schon bald die nächste Treppe auftauchte. Auf Level 3 erledigte Urbaldi ein Monster und kam dann auch schon bald nach Level 4, das lief ja wie am Schnürchen! So schnell konnte Natalje bestimmt nicht nach unten kommen, weil ja mit der Regel gespielt wurde, daß man nicht dem anderen auf den Bildschirm schauen durfte. Idealerweise hatte Natalje also keine Ahnung, wo die Treppen waren.

Doch plötzlich ging bei Urbaldi die rechte Maustaste nicht mehr. Er fluchte, weil nun für ihn alles schwerer wurde, spielte aber trotzdem weiter und kam zum Glück nach Level 5, wo ein unsichtbares Ufo versuchte, sich in seinen Weg zu stellen. Urbaldi machte das Ufo alle und fand schon wieder eine Treppe, durch die er komischerweise gleich nach Level 8 weiterkam! "Oar dieser Natalje zeig ichs ja echt mal voll heut!", freute er sich und wollte schnell die nächste Treppe finden, um so viel Vorsprung wie möglich rauszuholen. Aber dazu mußte er alles absuchen. Außerdem kam ein Iceman, der es irgendwie schaffte, Urbaldi über 30 Striche von seinen 114 Stück abzuziehen, bevor er endlich erledigt war, aber auch das war noch zu verschmerzen...

Irgendwie konnte Urbaldi aber keine Treppe finden. Rechts bei der Schnellstraße hatte er alles abgesucht und im linken Teil, den er nur durch Phase Door erreichen konnte, war auch keine in den verschiedenen Räumen... stattdessen kamen ein GTS und ein Soldat, die auch wieder länger dauerten als erwartet. Deshalb setzte Urbaldi mal nen Heilzauber ein, um sicherzugehen, daß er nicht plötzlich starb, und dies erwies sich als gute Idee, denn auf einmal lief Urbaldi in einen Gelatinouswürfel und hatte nur noch 30 Striche. Schnell lief Urbaldi zurück und ballerte Pistolen-Kugeln, bis der Gelatinouswürfel erledigt war, und obwohl der Schwierigkeitsgrad vom Spiel auf "Easy" gestellt war, hatte der kein einziges Item dabeigehabt.

Jetzt lief Urbaldi nach oben und fand noch einen Raum, in dem aber auch wieder keine Treppe war. Stattdessen lief Urbaldi in einen Glyph of Wärding und hatte schon wieder Striche verloren, daher setzte er noch paar Heilzauber ein und wollte jetzt endlich die Treppe finden! Mit V suchte Urbaldi die ganze Karte ab, aber da war einfach keine Treppe, zumindest nicht im regulären Spielfeld. Was jetzt? In den miesen Teil wollte Urbaldi nämlich nicht, weil im Zweifelsfall waren die Treppen da drin falsch. Und trotzdem war es vermutlich die einzige Chance.

Oder doch nicht! Da war ein unsichtbares Monster in nem Bereich, der noch nicht erkundet war, und Urbaldi mußte hinkommen! Bestimmt war da drin die Treppe, und es galt, die Geheimtür zu finden, die da hinführte. Also suchte Urbaldi und mußte mehrere Räume überprüfen, kam dann aber endlich hin und machte den unsichtbaren Superdog weg. Am Ende vom Gang war dann auch wirklich die Treppe, und Urbaldi nahm sie.
Aber er war nicht in Level 9 gelandet. Stattdessen war Urbaldi wieder auf die Straße zwischen der Stadt und dem Schloß zurückgesetzt worden. Ganz toll.

"Ja toll, ich kann nicht weiterkommen als Level 8!", stieß Urbaldi aus. Natalje entgegnete geschockt: "Was, du bist schon auf Level 8, ich bin erst auf 3!" Wie, die war echt so lahm? Urbaldi hatte die ganze Zeit damit gerechnet, daß Natalje sich voll schnell vorgeschummelt hatte... aber wieder in die Burg reingehen brachte Urbaldi nicht viel, weil selbst wenn er es wieder bis Level 8 schaffte, war die Treppe ja immer noch falsch und mit großer Wahrscheinlichkeit befand sich die andere Treppe drin. Das Problem war außerdem, daß die große Pause nur noch 5 Minuten lang ging. Da bot Natalje an: "Von mir aus einigen wir uns auf ein Unentschieden. Was war jetzt also das, was du mich fragen wolltest?"

Hmm, eigentlich sollte die jetzt schon noch weiterspielen und gucken, ob sie überhaupt bis Level 8 kam, weil wenn nicht, dann hatte Urbaldi gewonnen... :-P Aber er nahm an und fragte sie, ob sie von einem Spiel wußte, das so ähnlich wie SPACE WARS war und "irgendwas mit Slash im Namen" hieß. Natalje entgegnete: "Ja, das kenn ich, das nennt sich SLASH'EM Extended und ist voll das Schrottspiel, da verliert man immer wegen irgendnem komischen Scheiß und kann gar nix machen. Das solltest du nicht spielen, wenn du mich fragst, hat diese Amy, die das programmiert hat, echt nen gewaltigen Schaden."

Urbaldi wunderte sich darüber, daß die hübsche Natalje, deren fliederlilane Sandalen total die liebenswürdigen Absätze und feminine Verzierungen und Herzchen und Mickymäuschen und Hello-Kittys und alles mögliche hatten, so abfällig über die Autorin der Geschichte sprach. Aber er bedankte sich und suchte mit Google nach dem Spiel, wodurch er auf die Seite https://www.nethackwiki.com/wiki/Slash_EM_Extended kam, um dann unter der Rubrik "Obtaining" einen Windows-Download zu finden. "Warum willst du so einen Blödsinn spielen, das ist doch Zeitverschwendung!", rief Natalje, die Urbaldi anscheinend weiterhin beobachtete. Urbaldi entgegnete: "Wenigstens ausprobieren will ichs mal, wer weiß, mir machts vielleicht Spaß! Solang ichs nie gespielt hab, kann ichs ja nicht beurteilen!"

Es klappte gerade noch rechtzeitig, weil als Urbaldi das Zip-Archiv endlich entpackt und die darin befindliche EXE gestartet hatte, waren noch 2 Minuten Pause. Das Spiel fragte Urbaldi nun, ob es einen Charakter für ihn auswählen sollte, und als er mit der n-Taste verneinte, fiel er aus allen Wolken! Es gab nämlich total die vielen verschiedenen Charakterklassen zur Auswahl, und zwar genaugenommen 7 Seiten voll, nur dummerweise war jetzt nicht genug Zeit, um die alle in Ruhe durchzugehen... Mann, warum mußte aber auch Schule sein! So ein Mist! Egal, Urbaldi wählte halt schnell "Knight" aus und dann sollte er auch noch eine Rasse wählen, wo anscheinend ganze elf Seiten mit Auswahlmöglichkeiten existierten.

Wenn das Spiel schon bei der Charaktererstellung so ne Vielfalt besaß, mußte es da ja alles mögliche geben! Urbaldi wählte Asura aus, ohne zu wissen, worum es sich dabei eigentlich handelte, und dann fragte das Spiel nach irgendwelchen komischen Hybridrassen, wo Urbaldi auf Nein ging. Anschließend noch Geschlecht (also natürlich männlich) und Gesinnung (als Ritter nahm Urbaldi einfach mal Lawful) und das Spiel ging los! "Haha, DAS ist die Grafik? MS-DOS-Zeichen?", lachte Urbaldi. Natalje blaffte ihn an: "Ich hab dir doch gesagt, daß das Spiel nix taugt! Spiel lieber wieder SPACE WARS, oder wenn du unbedingt ein Spiel von dieser homosexuellen Amy spielen willst, dann höchstens noch Amylona, das hat wenigstens Grafik!"

Hä, woher kannte diese Natalje überhaupt so viele Computerspiele, machte die in ihrer Freizeit etwa nix anderes als zocken? Und Urbaldi hatte gedacht, er selber wär der absolute Stubenhocker, der am liebsten pro Tag 25 Stunden SPACE WARS zocken würde... Aber Urbaldi war jedenfalls anscheinend der Klammeraffe, und rechts von ihm war ein u, das war möglicherweise ein Monster? Weil Urbaldi davon ausging, daß die Steuerung so ähnlich wie in Spacewars war, benutzte er natürlich den Ziffernblock und nicht die Pfeiltasten, aber anstatt daß sein Charakter nun auf das Monster losging, hieß es: "You displaced VWScirocco."

"Weteeff, ist das ein Auto?", fragte Urbaldi sich. "Wie kann man mit dem Auto fahren?" Natalje erklärte ihm: "Reiten ist so ein schwules erweitertes Kommando, weil das Spiel so unnötig kompliziert ist, daß nicht alle Aktionen, die man ausführen kann, auf die Tastatur passen. Drück Gartenzaun und schreib dann 'ride' hin. Du wirst schon sehen, daß das Spiel nur Zeitverschwendung ist, keiner hat so viel Zeit, um die ganzen unnützen Kommandos zu lernen." Komisch, dafür, daß sie anscheinend keine Zeit hatte, um die Kommandos zu lernen, wußte sie aber auffällig gut, welches Kommando in dieser Situation angebracht war... Urbaldi tat es und mußte dann noch eine Richtung angeben, also benutzte er die Nach-Links-Taste und es hieß "You slip while trying to get on VWScirocco."

Jetzt hatte Urbaldi nur noch 16 Striche von 22. Anscheinend gab es beim Reiten die Chance, daß es nicht klappte. Aber er versuchte es nochmal, nur dummerweise klappte es wieder nicht und wieder waren 3 Striche weg. Und beim dritten Versuch verlor Urbaldi sogar gleich 7 Striche und hatte nur noch 6 Stück, das war ja ein komisches Spiel... Nach dem vierten Versuch hatte Urbaldi nur noch 3 Striche und das Spiel sagte "Warning: HP low!" Also erkundete Urbaldi einfach mal und anscheinend wurde er von einem unsichtbaren Monster namens "+1 nm wall" angegriffen, das ihn aber zweimal verfehlt hatte. Jetzt mußte Urbaldi wohl richtig raten, wo dieses Monster war.

Hmm, anscheinend wohl nicht rechts, aber das Auto hatte das Komischmonster plattgemacht. Weiter rechts kam ein H, und Urbaldi klickte mit der rechten Maustaste drauf... aber anstatt daß das Spiel ihm sagte, um was es sich handelte, lief sein Charakter direkt zum Monster hin! Zum Glück hatte das Monster jetzt nicht angegriffen, weil Urbaldi hatte immer noch nur 3 Striche und war dem Tode nahe. "Das System, mit dem man gucken kann, was irgendeins von diesen ununterscheidbaren Zeichen sein soll, ist auch voll gestört!", meinte Natalje. "Du mußt die Geteilt-Taste auf dem Ziffernblock drücken, mit y antworten und dann manuell da hinnavigieren, wo du gucken willst und wenn du an der richtigen Stelle bist, auf Komma drücken! Das kann sich doch echt keiner merken!"

Außer Natalje, anscheinend. Wieder tat Urbaldi es, und es war ein "giant child", außerdem gab es komischerweise einen Pokedex, der anzeigte, was dieser Riese so für Eigenschaften hatte. Jedenfalls, Urbaldi drückte auf die Leertaste und lief dann in den Riese rein, um anzugreifen, und es hieß "You kill the giant child!" Schade, Urbaldi hätte auf ein Meldungssystem so wie in SPACE WARS gehofft, oder wer weiß, vielleicht gab es ja auch hier verschiedene Meldungen, die im Kampf kommen konnten. Statt dem Riese war jetzt ein Prozentzeichen da, und als Urbaldi draufging, war es eine Leiche und ein Helm. "Hä, Monster haben hier Leichen?", stieß Urbaldi aus. Natalje darauf: "Ja, das ist echt mal voll behindert, du mußt in dem Spiel essen und wenn du nicht genug ißt, verhungerst du und hast dann einfach verloren! Da spiel ich doch lieber Spacewars, da muß man sich um so nen Scheiß nicht kümmern!"

Urbaldi drückte einfach mal e, was tatsächlich das Kommando war, um was zu essen, aber er verstand das komische Menü nicht, das jetzt erschien. Natalje erklärte, daß g und h Items in seinem Inventar waren und wenn er aber was vom Boden essen wollte, mußte er Komma drücken. So aß Urbaldi nun also den Riese und es hieß "Bleech! Rotten food! You feel stunned."
"Hä, komisches Spiel, warum war die Leiche denn verfault? Ich hab den grad eben gekillt!", wunderte er sich. Natalje wies wieder einmal darauf hin, daß das Spiel ihrer Meinung nach schwul und behindert und sowieso völlig scheiße war und daß das Essen deshalb einfach nach dem Zufallsprinzip manchmal verfault sein konnte, aber Urbaldi lief dann einfach mal weiter nach oben rechts... nur nach dem zweiten Tastendruck lief seine Spielfigur irgendwie wieder zurück?!

"Das ist der Stun-Statuseffekt, der machts so, daß du jedes zweite Mal nicht in die Richtung läufst, die du eingegeben hast!", eröffnete Natalje, was ja auch total toll war. Aber nach paar Zügen hörte der Effekt zum Glück wieder auf und es kam ein lila X, welches Urbaldi wieder anschaute und es war ein "grid xorn". Urbaldi erledigte ihn und erkundete weiter, wobei ihm auffiel, daß er auf einmal wieder 10 Striche hatte. Dann kam ein Nold, den Urbaldi aber voll fertigmachte und er fand einen Scroll namens AS ISE DAT. "Hä, cool, das Spiel kann urisch?! Gibts auch Scrolls mit Titeln auf indraenisch?" Doch Natalje hatte keine Ahnung, was Urbaldi damit meinte. Stattdessen wies sie ihn darauf hin, daß die Komma-Taste Items vom Boden aufheben konnte und er dann mit r die Scrolls lesen konnte.

Urbaldi machte es und tippte dann auf ? in der Hoffnung, daß das Spiel ihm dann den Scroll anzeigte, aber zu seiner Überraschung hatte er auch noch eine Ladung andere Scrolls im Inventar. Egal, er las jedenfalls den Scroll, den er gerade aufgesammelt hatte und es war ein Scroll of Identify, aber Urbaldi hatte keine unidentifizierten Items dabei. Im nächsten Raum fand Urbaldi einen Grabstein und las die Inschrift: "Noooooooooooooo... Single Hit Kill after Baal by a suicide type..." Urbaldi mußte lachen, denn dabei handelte es sich eindeutig um eine Diablo-2-Referenz. Und das > im Raum war möglicherweise die Treppe? Urbaldi nahm sie einfach mal mit >, so wie in SPACE WARS, und es ging! Jetzt war Urbaldi in Level 2 und sah dort wieder ein Fragezeichen, also einen Scroll, und außerdem ein graues E. Doch gleichzeitig klingelte es, also mußte Urbaldi aufhören. Natalje zeigte ihm schnell noch, daß man mit Shift-S speichern konnte, und dann war eine Stunde Englisch.

Zu Urbaldis Erstaunen fand die Stunde sogar tatsächlich mal statt, denn obwohl ihm Wolf entgegengekommen war, der von den Mädchen aus der Knaller-Gang verfolgt wurde, war Leutkak diesmal im Klassenzimmer geblieben. Das war ja Premiere, zum ersten Mal fand Englischunterricht statt in diesem Schuljahr! Urbaldi konnte es kaum glauben! Nur, sonderlich spannend war es nicht, denn es ging drum, nen Artikel in der Times zu erörtern... also praktisch wie langweiliger Deutschunterricht, nur auf Englisch! Und das die ganze Stunde lang! Tacitus versuchte dagegen, zu rauben, und weil Vida so lusch war, merkte sie nicht, daß ihr Geldbeutel aus dem Rucksack geholt worden war. Auch G-Schummler und Pete waren wieder da, und die hatten offensichtlich kein großes Interesse am Unterricht, sondern störten die ganze Zeit.

Schließlich klingelte es, und nun waren noch zwei Stunden Sport, sodaß es ein Rennen gab. Urbaldi machte ganz schnell und sprang im Treppenhaus in den Schacht, dabei rief er: "Waaa-ee-EE-ee-eehhhh!" Doch als Urbaldi unten ankam, standen plötzlich Evillan und Walker vor ihm, die waren ziemlich schwierige Gegner. Evillan kündigte an: "Herrscher Tillbull befiehlt deinen Tod." Und Walker fügte hinzu: "Der Pausenhof ist unerreichbar für dich." Ja, ja, die konnten lang rumlabern... Urbaldi rammte die Nervköpfe einfach weg und hämmerte die Tür nach draußen auf, um schnell zu rennen. Die Fieslinge rannten ihm zwar hinterher, aber weil Urbaldi so schnell war, hatte er sie schon bald abgehängt und überholte Lynette auf der Treppe nach unten.

Zum Glück war die Tür zur Sporthalle auch offen, also gings runter und Urbaldi ärgerte sich wieder einmal darüber, daß immer die Mädchenumkleiden ganz hinten waren, weil dadurch konnte er auf dem Weg zu seiner Umkleide nicht an denen vorbeikommen. "Voll die Diskriminierung!", dachte er sich, aber es war jedenfalls kein einziger anderer in der Kabine für die Jungen, weil Urbaldi möglicherweise einer der Ersten war. Schnell! Wer als erster oben war, gewann 5000 Dollar, äh nee, leider nicht wirklich, aber trotzdem wollte Urbaldi Erster werden! Daher entledigte er sich nun der olveren Winterstiefel und konnte auch die unbequeme Draußenhose endlich ausziehen, und stattdessen kamen Sportklamotten ins Spiel, die er zum Glück nicht zu Hause liegengelassen hatte.

Ne, sowas würde es nicht mehr geben, daß Urbaldi keine Sachen dabeihatte und sich dann von Herr Müllhäuser voll die schwulen Ballettschuhe stellen lassen mußte. Die Gallardostory hatte diesen Zwischenfall zwar leider nie erwähnt, es war aber jedenfalls mal vorgekommen. Was hatte Müllhäuser aber in seinem geheimen Vorrat auch keine richtigen Sportschuhe? Jedenfalls, Urbaldi sah, daß JoJo vor ihm auf dem Weg war, nur war er natürlich viel schneller und überholte sie. Dann noch die Treppen hoch, wo ihm unter anderem Senator Antius und Ingo entgegenkamen, aber Urbaldi beachtete Senator Antius gar nicht, obwohl der wieder irgendwelche blöden Kommentare abgab, und dann war er oben. Es war tatsächlich kein anderer zu sehen! Urbaldi war Erster!!!

Tja, nur leider gabs dafür nix, sondern Urbaldi konnte nun warten, bis die anderen so nach und nach eintrudelten. Außerdem wollte er im Sportunterricht am liebsten Fußball spielen, aber kein einziger von den drei Sportkursen war darauf ausgerichtet... blöööööp... Stattdessen galt es dann schon wieder, in Paaren zu tanzen, und Urbaldis Partner war allen Ernstes der Eisblock-Typ. Der lachte natürlich wieder wie immer, und als Urbaldi stöhnend versuchte, sich im Takt der Musik zu bewegen, meinte der Eisblock-Typ: "Jetzt aber mal hoch das Bein! Hast du nie in deiner Freizeit tanzen gelernt?"

WTF, irgendwie konnte der Eisblock-Typ es voll gut, Urbaldi wurde sofort neidisch auf den! Weil wenn Urbaldi es so gut könnte, würden vermutlich auch die Flügelbüschelmädchen mit ihm tanzen wollen, aber da er voll schlecht war, betrachteten die es bestimmt alle als Arschkarte, ihn zum Partner zu haben. Urbaldi fragte den Eisblock-Typ, wo er tanzen gelernt hatte, und der erklärte: "Da gibt es ein renommiertes Tanzstudio in Beerenstadt, und zwar auf halbem Weg, wenn man vom Hauptbahnhof in Richtung Hombres-Restaurant fährt. Solltest du auch einmal besuchen."

Natürlich war Haxxor mit Urbaldis Leistung alles andere als zufrieden, aber das war ja auch kein Kunststück, der erwartete anscheinend, daß die Schüler alles schon konnten, obwohl man doch in die Schule ging, um es zu lernen. Anschließend ging es über den Schwebebalken, den Urbaldi schon als kleines Kind immer schon gehaßt hatte, aber diesmal mußte er es wohl können. Nur waren die Übungen auf dem Balken auch immer so total schwul und halsbrecherisch, Urbaldi sah zum Beispiel Elenya einen Handstand durchführen, das würde ihm doch nie im Leben gelingen! "Wünscht mir Hals- und Beinbruch!", rief Urbaldi zu den hinter ihm befindlichen Schülern, als er an der Reihe war.

"Urbaldi, ich befürchte, daß du den falschen Kurs gewählt hast.", bescheinigte Haxxor ihm. Ja super, Elenya hatte doch noch empfohlen, daß Urbaldi zu Haxxor kam und nicht zu Glöckle? Außerdem wollte er sich in erster Linie von lieblichen Mädchen auf den Zehen herumtanzen lassen, was ganz viel Spaß machte, und zwar vor allem dann, wenn das Mädchen hübsche Schuhe anhatte! Doch so ging nun die Doppelstunde weiter und Urbaldi wurde für die meisten Übungen dem Eisblock-Typ als Partner zugeteilt, der alles viel besser konnte als Urbaldi selbst. "Du mußt trainieren, dein Körper ist ganz steif. Wenn du willst, biete ich dir an, dich ab sofort im Sportunterricht zu unterstützen, falls Herr Haxxor damit einverstanden ist. Das wollen wir doch sehen, ob man aus dir nicht doch jemand Sportliches machen kann!", erklärte der Eisblock-Typ.

Doch Urbaldi traute dem Eisblock-Typ immer noch nicht. Der war doch Urbaldis Gegner, warum zum Teufel bot er dann dauernd an, zu helfen? Da mußte ein ganz linker Trick dahinterstecken, nur konnte Urbaldi sich nicht vorstellen, worin der bestand! Jedenfalls, die Stunde war dann zuende und somit Schule aus, also raste Urbaldi nach unten und zog sich ganz schnell um, weil er den Bus erwischen wollte, obwohl der eh erst in 13 Minuten kam. Der Eisblock-Typ war in der anderen Umkleide, sodaß Urbaldi nicht wußte, wie schnell oder langsam der war, aber wie sich herausstellte, war der natürlich noch lange nicht fertig, also durfte Urbaldi warten. Um fünf nach war es dann endlich soweit und Urbaldi wies ihn an, sich zu beeilen, weil der Bus nicht ewig wartete.

Somit waren sie nun im Bus und fuhren los. Urbaldi sah, daß unter anderem Arabella, Anastasia und Henrietta da waren und miteinander erzählten, waren die nicht auch alle bei BNTM? Warum nahmen die denn den Linienbus und nicht den Shuttle? Die waren ja komisch! Eigentlich wollte Urbaldi gern in denen ihrer Nähe sein, aber unter den gegebenen Umständen mußte er neben dem Eisblock-Typ sitzen, der schon so geheimnisvoll andeutete, daß er Urbaldi etwas Besonderes erzählen wollte, sobald sie bei ihm daheim ankamen. Was auch immer das war, Urbaldi konnte es abwarten. Im Zweifelsfall zeigte ihm der Eisblock-Typ dann lediglich, wie viel Geld er schon geraubt hatte.

Als Urbaldi dann aus dem Bus ausstieg, wurde er aber wieder runter zur Rheinschule an den Pranger teleportiert. "Ey nee! Was, wenn der Eisblock-Typ jetzt nicht wartet, sondern einfach weggeht? Ich weiß ja schließlich immer noch nicht, wo der genau wohnt!", stieß Urbaldi aus. Doch es half alles nix, er mußte nun abwarten, was geschah. Und als das erste Mädchen erschien, wunderte Urbaldi sich. Es handelte sich um ein ziemlich fettes kleines Mädchen mit mittelkurzen Haaren in einem Blondton. Die hatte Urbaldi noch gar nie gesehen, also machte es eigentlich keinen Sinn, daß die ihn bestrafen wollte...

"Wer zum Teufel bist du denn?", fragte Urbaldi sofort, und das Büschelmädchen stellte sich vor: "Ich bin die Emma, die Freundin von der Micha." Hä, was für ne Micha?! Urbaldi kannte kein Mädchen, das so hieß. Und schon gar nicht hatte er an einer Micha rumgestreichelt, aber trotzdem kam Emma nun auf ihn zu und trug außerdem total die zuckersüßen Keilsandaletten, mit denen sie Urbaldi kräftig gegen die Eier trat. Urbaldi hatte heute eine ganz erotische dunkelgrüne Unterhose an, die sich sehr weich anfühlte, und die aber leider nicht in der Lage war, Emma's schmerzhafte Tritte abzupolstern oder abzuspeichern, sodaß er nun intensive Schmerzen fühlen mußte.

Emma meinte lachend: "Na, tut ganz schön weh, was?", während Urbaldi sich krümmte. Genervt meinte Urbaldi: "Na warte, dir streichel ich auch noch am Po rum irgendwann!" Doch schon wieder drückte ihre dicke Keilsohle seine Hoden platt, sodaß Urbaldi kaum noch Luft bekam. Emma hatte viel Spaß dabei, ihm dauernd dagegenzukicken, doch schließlich verschwand sie und stattdessen kam die zickige Lara, die übrigens total die sexy schwarzen Blockabsatzstiefel trug. Urbaldi wurde von dem Anblick sofort ganz feucht, denn Lara's Stiefel hatten nicht nur Profilsohlen, sondern sogar der Blockabsatz hatte ein Profil! Lara zischte ihn an: "He, hör auf, mich anzustarren! Ich warn dich, hol dir jetzt bloß keinen runter!" Ja können vor lachen, Urbaldi konnte mit seinen Händen doch eh nicht an den Pimmel drankommen! Die Fesseln gaben ihm zwar noch ein wenig Bewegungsfreiheit in den Händen, aber Urbaldi konnte nicht weit genug runterkommen, außerdem hatte Lara jetzt sowieso vor, Urbaldi dauernd zwischen die Beine zu treten!

Dann plazierte Lara den flauscheweichen Blockabsatz gegen Urbaldis grüne Erotik-Unterhose, doch wieder gab es keinerlei Polsterwirkung, sondern Urbaldi spürte enorme Schmerzen. "Das hast du jetzt davon, daß du immer an Mädchen langen willst!", wies Lara ihn zurecht, während sie einen Tritt nach dem anderen plazierte. Doch Urbaldi fand die schwarzen Stiefelabsätze ganz liebenswürdig und schaffte es somit doch noch, zu kommen, woraufhin Lara einen angewiderten Kommentar abgab und sich entfernte. Dabei schaute Urbaldi noch die ganze Zeit ihren weiblichen Kampfstiefeln hinterher, weil die unglaublich flauschig und sehr erotisch aussahen, doch nach einigen Minuten Pause erschien... Liselotte. Und die hatte total die kuschelsanften blauen Nike-Mädchen-Turnschuhe an!

Urbaldi freute sich riesig, weil die niedliche Kleine so schön kräftig kicken konnte und diesmal der dünne Stoff aber genug Polsterwirkung besaß, um dafür zu sorgen, daß die Eiertritte nicht schmerzhaft waren. Die ganze Zeit stieß Liselotte ihre liebenswürdigen Turnschuhe immer wieder dagegen und Urbaldi versuchte sich vorzustellen, wie intensiv die Schmerzen wohl waren, die sie bei ungeschützten Hodensäcken hervorrufen konnte. Dabei war Liselotte maximal zwölf, und trotzdem war sie schon so kräftig! Wenn sie dann eines Tages das Erwachsenenalter erreichte, war sie bestimmt in der Lage, andere Leute mit einem einzigen Tritt sofort niederzustrecken!

Gespannt wartete Urbaldi darauf, welches Mädchen nun kam, aber stattdessen tauchte eine erwachsene Büschelfrau auf, die sehr liebenswürdig aussah. Die war wohl wieder eine Mutter von einem dieser Mädchen. Urbaldi fand die blonde Wuschelbüschelfrisur ganz wunderbar, denn diese erinnerte ihn an Eleanor, die auch immer einen besonders lieben Büschel hatte, doch dann schaute er noch auf ihre Füße, weil es natürlich besonders wichtig war, was für Schuhe eine Frau trug, und fiel aus allen Wolken. "Mmmmmmmmmmmmmmmmmmm! *imrosanenHerzchenhimmelschweb*", jubelten seine Gedanken. Sie hatte total die hohen knallrosa Keilsandaletten an, die wirklich zuckersüüüüüüüüüüß und zum Verlieben hübsch aussahen!

Nun kam die wunderhübsche Traumfrau auf Urbaldi zu und eröffnete ihm: "Wie schön, dich kennenzulernen. Meine Tochter liebt dich!" Dann küßte sie ihm auf die Stirn. Urbaldi war ganz hin und weg und wollte sich von der herzallerliebsten Schwärmelbüschelfrau verwöhnen lassen, aber er war auch neugierig und fragte daher, wer denn ihre Tochter sein sollte. Sie meinte daraufhin, daß Urbaldi mit dem Mädchen immer so schön gekämpft und ihr außerdem das In-die-Eier-Treten beigebracht hatte. "Ach, die Fanny! Wow, kein Wunder hat so ein hübsches Mädchen auch eine sehr hübsche Mutter!", stieß Urbaldi aus. Doch sie entgegnete: "Warum nennst du sie immer Fanny? Sie heißt Henrietta."

WTF? Das war doch unmöglich, Fanny sah ganz eindeutig so aus, als müßte sie Fanny heißen! Außerdem gab es schon ein anderes Mädchen namens Henrietta, und weil in dieser Fic sowieso schon viel zu viele Namensüberschneidungen existierten (so gab es zum Beispiel zwei Sarahs), beschloß er, Fanny natürlich auch weiterhin Fanny zu nennen. Jedenfalls erklärte die Mutter des Mädchens, das so aussah, als müßte sie Fanny heißen, nun: "Die anderen Mütter beobachten mich, und sie werden wütend, wenn ich dich nicht bestraf'. Daher muß ich dir jetzt trotzdem Schmerzen zufügen, auch wenn ich dich sehr mag."

Doch Urbaldi war ganz hin und weg, weil die rosanen Keilsandaletten soooooooo süüüüüüüüß aussahen, und daher würde er sich nun gern von ihr mit diesen verkloppen lassen. Sie schlug ziemlich schmerzhaft den massiven rosanen Keilabsatz auf seinen Schädel, hielt kurz inne und klopfte erneut drauf, dann sagte sie: "Ich genieße es, dich zu verkloppen." Entsetzt rief Urbaldi: "Waaaaaas? Aber ich hab gedacht, du magst mich!" Nach dem nächsten Schlag beugte sie sich wieder zu ihm und gab Urbaldi erneut einen Kuß auf die Stirn, der natürlich mit scharf ß geschrieben wurde, weil die alte Rechtschreibung die einzig richtige war, dann gab sie ihm zu verstehen: "Ich mag dich sehr, aber ich bin auch Domina. Es bereitet mir große Freude, Männern Schmerzen zuzufügen."

Wow, Urbaldi war wirklich ein Glückspilz, der ihre normalen Kunden blätterten wahrscheinlich viel Geld für das raus, was Urbaldi nun kostenlos bekam :-) Er würde sowieso niemals Geld für etwas zahlen, das ihm kostenlos zustand, und vor allem, die Huren im Bordell verlangten astronomische Preise dafür. Hundert Euro für ne einzige Sitzung??? Maximal zehn wären nach Urbaldis Meinung angemessen! Egal, er liebte jedenfalls die wunderbaren Schläge mit der rosanen Keilsandalette, und anschließend schwärmelbüschelte ihn die liebliche Frau wieder. Dann kündigte sie an: "Jetzt werde ich dir noch in die Eier treten. Wenn mich nicht alles täuscht, freust du dich auch, wenn meine kleine Tochter das bei dir tut."

Oh ja, und zwar sogar sehr! Urbaldi freute sich schon riesig, und das Gefühl, keine Luft mehr zu kriegen, war wirklich ein Synonym für wahre Liebe, weil der rosane Keilabsatz so wunderbar die empfindlichen Hodensäcke plattdrücken konnte. Außerdem freute sich die Autorin darüber, jedesmal betonen zu können, daß die herzallerliebsten Sandaletten rosa waren, weil das *der* Exzeß war :-) Jedenfalls kickte die zarte Frau so schön kräftig in die Eier und Urbaldi empfand unglaubliche Lust, Amy aber auch, denn sie war mal wieder kurz davor, schon allein vom Schreiben dieser Passage zu kommen. Zum Abschied wurde Urbaldis Gesicht dann nochmal mit Küssen überdeckt, während die Frau sprach: "Tut mir leid, daß ich dir so wehgetan hab. Aber es hat Spaß gemacht!" Urbaldi entgegnete: "Mir auch! Du bist so eine wunderbare Frau! Hoffentlich sehen wir uns bald wieder!"

Als Urbaldi dann wieder zurückteleportiert wurde, fragte der Eisblock-Typ: "Na, haben dir die kleinen Mädchen ordentlich wehgetan?" Hä, hatte der jetzt die ganze Zeit da gewartet? Urbaldi wunderte sich, doch als er es wissen wollte, meinte der: "Für mich hat es nur kurz einen Lichtblitz gegeben, aber ich wußte ja, worum es sich handelt." Komisch, das hieß also, die Zeit war angehalten, während Urbaldi am Pranger stand?! Naja, darüber wollte Urbaldi sich jetzt erst mal nicht den Kopf zerbrechen, stattdessen lief er jetzt mit dem Eisblock-Typ zu dem seiner Wohnung. Die war von der Bushaltestelle aus einfach nur n bissel den Berg runter, also den Weg zurück, den der Bus genommen hatte, und dann bergab auf der rechten Seite.

Jetzt war Urbaldi dann doch ein wenig gespannt, was der Eisblock-Typ ihm da so großartiges erzählen wollte und warum er es nicht einfach in der Schule tat. Mußte ja offensichtlich ein Geheimnis sein, das die anderen Schüler nix anging, aber jedenfalls befahl ihm der Eisblock-Typ: "Folge mir!" Urbaldi lief ihm hinterher, und auf einmal blieb der Eisblock-Typ vor einem Wandstück stehen, welches rot angestrichen war! "Ah, da ist jetzt ein Geheimgang, nicht wahr?", mutmaßte Urbaldi und versuchte, durch die Wand zu gehen. Aber es ging nicht.
"Du liegst mit deiner Vermutung nicht so falsch, aber der Geheimgang existiert noch nicht. Mit deiner Unterstützung möchte ich ihn graben, und der Gang soll zum Gängenetz in deiner Wohnung führen.", verriet ihm der Eisblock-Typ endlich, worum es ging.

Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas??? Der Eisblock-Typ hatte ja wohl nicht mehr alle, Urbaldi würde da niemals mitmachen! "Damit du mich dauernd ausrauben kannst, was? Nix gibts!", zischte Urbaldi ihn an. Er wollte sich schon bereitmachen, nach draußen zu stürmen, doch der Eisblock-Typ hielt ihn auf und rief: "Natürlich werde ich dir dafür auch einen Dienst erweisen. Du würdest doch sicher gerne die Geschichte vom Gängenetz hören?"
WTF?
"Das gibts doch nicht!", schoß es Urbaldi durch den Kopf. Ausgerechnet der Eisblock-Typ sollte derjenige sein, der Urbaldi das Geheimnis vom Gängenetz erzählte???

"Vor langer Zeit, noch bevor deine Eltern mit dir in die Wohnung im puren Unterweg gezogen sind, haben meine Eltern einmal mit mir dort gewohnt. Damals waren wir beide noch im Kindergarten. Aber ich war damals schon ein pfiffiger Junge, daher habe ich mir in der Wohnung einen Zufluchtsort erstellt. Angefangen hat das, als ich dreieinhalb Jahre alt war. Zuerst nur ein paar Zimmer, die ich für mich allein haben konnte, im Lauf der Zeit wurden es jedoch immer mehr, und mein Vater hat mir allerlei alte Ausrüstung gebracht, die bei ihm in der Fabrik nicht mehr benötigt wurde. Die Computer, Überwachungsmonitore und all die anderen Geräte, die du dort vorgefunden hast? Diese wurden alle von mir dort angebracht." Urbaldi unterbrach ihn: "Aber warum hast du dann all das zurückgelassen?!"

Der Eisblock-Typ fuhr fort: "Leider sind meine Eltern plötzlich in finanzielle Schwierigkeiten geraten und konnten schließlich die Miete nicht mehr bezahlen. Daher mußten wir uns leider eine andere Wohnung suchen. Seitdem wohnen wir hier, in der Takeshistraße, auf die Weise sind wir zumindest immer noch in Lehmdorf, aber ich vermisse meine alte Wohnung und mein Gängenetz. Natürlich habe ich, als ich auf die Grundschule gehen konnte, recherchiert, wer die neuen Mieter sind und ob sie das Gängenetz in Beschlag genommen haben, und dabei bin ich dann auf dich gestoßen. Meine Hoffnung war, dich vertreiben und mein Gängenetz zurückholen zu können, aber du hattest zu diesem Zeitpunkt bereits mein geheimes Skorpionsmobil gefunden und wußtest offensichtlich auch, wie man es benutzt, sodaß meine Versuche alle scheiterten."

Urbaldi fragte: "Hä? Skorpionsmobil? Meinst du etwa den geheimen Wagen?" Der Eisblock-Typ bestätigte: "Ja, so hast du es immer genannt. Aber mein Name, den ich diesem Wundergefährt gegeben hatte, war schon immer Skorpionsmobil. Ist dir jemals aufgefallen, daß die Form des Autos an einen Skorpion erinnert?"
Hmm... jetzt wo Urbaldi darüber nachdachte, besaß der geheime Wagen tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten mit einem Skorpion... allerdings war es mittlerweile auch schon eine Weile her, daß Urbaldi den geheimen Wagen gehabt hatte, und daher verschwomm seine Erinnerung so allmählich...
"Jedenfalls hattest du bereits das Skorpionsmobil im Einsatz und warst auch recht findig, was das Auffinden der Upgrades betraf, die ich versteckt hatte, daher konnte ich dich trotz mehrfacher Versuche nicht besiegen. Irgendwann beschloß ich, es aufzugeben und hatte schon fast endgültig damit abgeschlossen, aber dann kamst du in meine Klasse. Und jetzt sind wir hier und sollten überlegen, wie wir eine Lösung finden, die für uns beide von Vorteil ist."

Boah, jetzt war Urbaldi aber echt baff. Er hätte nie im Leben damit gerechnet, daß ausgerechnet der Eisblock-Typ der Erschaffer vom Gängenetz war. Doch es erklärte natürlich auch, warum der sich im Gängenetz auch in der Vergangenheit immer so gut ausgekannt hatte... Nur, da fiel es Urbaldi ein! "Der geheime Wagen ist doch schon seit ner ganzen Weile kaputt, weil der Sven, mein Erzfeind, ihn am Arsch gemacht hat, dieser Fiesling! Selbst wenn ich jetzt theoretisch mit dir nen Gang grab, der in meine Wohnung führt, und dir erlauben würd, den geheimen Wagen mal zu benutzen, gehts nicht!" Doch auch diesen Einwand wußte der Eisblock-Typ zu entkräften: "Der Verlust des Skorpionsmobils ist jammerschade, aber ich möchte einfach die Möglichkeit besitzen, in mein altes angestammtes Zuhause zurückkehren zu können. Ich verspreche dir auch, daß ich nichts von dem, was dir gehört, klauen werde."

Trotzdem, was hatte Urbaldi eigentlich davon? Zu wissen, warum es ein Gängenetz in seiner Wohnung gab, war ja schön und gut, aber von diesem Wissen konnte er sich nix kaufen und letzten Endes profitierte also nur der Eisblock-Typ, weil selbst wenn der neue Geheimgang in beide Richtungen ging, was sollte Urbaldi schon in dem seiner Wohnung? Da bot der Eisblock-Typ an: "Zufälligerweise hat mir ein Vöglein gezwitschert, daß du bei der Mädchen-Castingshow einen Geheimgang in Hotelzimmer 19 benutzen wolltest. Dieser Geheimgang wurde jedoch nie fertiggestellt, da die Bauarbeiter, die dafür zuständig wären, plötzlich beschlossen hatten, für mehr Lohn zu streiken und daraufhin von ihrem Arbeitgeber gefeuert wurden und sämtliche anderen Baufirmen, die man damit beauftragen wollte, aus Protest ablehnten. Wenn du mit mir den Geheimgang gräbst, der meine Wohnung mit deiner verbindet, werde ich extra nur für dich den Geheimgang zum Hotel fertigstellen. Eine Hand wäscht die andere."

Mann. Da konnte Urbaldi jetzt wirklich schlecht nein sagen. Der Eisblock-Typ hatte es geschafft, Urbaldi gab ihm die Hand und sagte: "Okay, Frongnir, wir arbeiten zusammen. Aber ich hoff mal, daß wir es nicht jetzt gleich machen müssen, ich bin nämlich einigermaßen erschöpft." Daraufhin erhielt er die Antwort: "Wow, du benutzt meinen eigentlichen Namen! Natürlich darfst du dich erst einmal ausruhen, wir können morgen früh um acht Uhr anfangen, wenn du willst." Dies fand Urbaldi annehmbar, wollte dann aber noch etwas wissen: "Was hat es eigentlich mit dem Eisblock auf sich?"

Der Eisblock-Typ erzählte Urbaldi nun die Geschichte von Fürst Surtur, dem Herrscher von Niflheim, der die "Jotunen", also Riesen, erschaffen hatte, und von denen jede Spezies ihre eigene Besonderheit hatte. Natürlich war der Eisblock-Typ ein Frostriese, genauso wie der Schneeball-Typ, dagegen der Stein-Surfer sowie der Ultra-Surfer waren Steinriesen. Was für eine Art von Riese der Elektro-Surfer war, konnte der Eisblock-Typ dagegen selbst nicht so genau sagen, denn Elektroriesen waren ihm nicht geläufig. Außerdem sollte wohl auch noch ein Feuerball-Surfer unterwegs sein, der logischerweise ein Feuerriese war, doch dem war Urbaldi noch nie begegnet. Schließlich war es aber soweit, daß Urbaldi ins Bett wollte, also wurde er vom Eisblock-Typ ins Schlafzimmer geführt.

Dort sah Urbaldi auch die süüüüüüüüße kleine May-Britt wieder! Die beachtete ihn aber gar nicht, sondern turnte munter im Zimmer umher. "Ach, meine kleine Schwester will mal wieder Zeit schinden.", erklärte der Eisblock-Typ, während Urbaldi sich in ein kuschelweiches Bettlein legte. Doch insgeheim fand er May-Britt total süß, und vor allem, die hatte total die lieblichen schwarzen Mädchensandalen an, aus denen ihre kleinen Zehen vorne so ganz zuckersüß herausschauten. Während Urbaldi das süße Büschelmädchen und ihre niedlichen Kindersandalen bewunderte, merkte er nicht, wie er so langsam in den Schlaf fiel, und auch in seinen Träumen erschienen kleine Mädchen mit süßen schwarzen Sandalen...

Fortsetzung folgt!
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