Liebe mit Hindernissen

GeschichteDrama, Fantasy / P12
Isabella "Bella" Marie Swan Jacob Black Rosalie Hale Sam Uley
28.06.2015
20.01.2019
17
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„Wer ist das?“, fragte Quil.

„Mach die Tür auf und finde es heraus.“, antwortete ich knapp. Erwartungsvoll sah mein Vater von seiner Zeitung auf.

„Also Jungs bitte.“, grummelte er. Verständlich.

„Leute euer ernst ich bin noch immer verletzt.“, meckerte ich. Seufzend stand Embry auf und ich bemerkte auch eine Bewegung in meinem Augenwinkel. Als ich dorthin sah erkannte ich Mel die in Richtung Tür gehen wollte aber da war Embry schon aus dem Raum verschwunden. Kurz legte sie ihren Kopf schief ehe sie sich wieder umdrehte und weiter aufräumte. Wir anderen wurden still und lauschten.
„Oh Bella.“, sagte Embry überrascht.

„Hi ich bringe Sachen für Mel.“, meinte diese und fast konnte ich ihr typischen schulterzucken sehen vor meinem inneren Auge. Ich hörte Embry näher kommen und sich setzten. Er tat wieder das was er am besten konnte. Essen.
„Du verdammter Fresssack.“, blubberte Quil.

„Was, sie stehen auf dem Tisch.“

„Oh ja, Mel ihre Pancakes. Seid froh das Charlie nicht hier ist, der liebt sie und verteidigt sie mit allen Mitteln.“, gab Bella grinsend von sich. Ich konnte mir Charlie gut vorstellen wie er mit seinem Gewehr in der Hand Pancakes in sich rein stopfte. Schmunzelnd schob ich mir einen Pancake von meinem Teller in den Mund. Es war bei jedem weiteren Bissen noch genauso gut wie am Anfang. Ich betrachtete Bella kurz, die jeden von uns kurz beobachtete. Eine Zeit lang dachte ich Bella wäre meine Seelenverwandte. Hatte gedacht ich würde mich auf sie prägen, deshalb hatte ich mich erst von ihr ferngehalten. Die Enttäuschung war groß als sie einfach auftauchte und ich nicht auf sie geprägt war, obwohl ich es mir wünschte. Ich hatte gespürt das irgendwas da war, es war auch was aber nicht das was ich dachte. Ihre Cousine war es die einfach perfekt für mich war. Vielleicht war ich deswegen so hinter Bella her, im Nachhinein fragte ich mich was das sollte. Wieso rannte ich ihr so hinterher? Ich war in sie verliebt, doch dieses Gefühl ich lange weg. Nun empfinde ich nur noch eine tiefe Freundschaft zu ihr. Bella sah verwirrt an mir vorbei ich folgte ihrem Blick und musste grinsen. Die Person der mein Herz, meine Seele und einfach alles an mir gehörte lebte nun grad wieder seinen chronischen Ordnungszwang aus.
„Mel? Echt jetzt?“, fragte Quil verwundert wurde aber komplett ignoriert. Mel ihr Ordnungswahn ging wieder mit ihr durch, sie war dabei akkurat die Schränke auszuräumen, auszuwischen und neu ein zu ordnen. Sie stellte alle Tassen so hin das die Henkel nach links zeigten, wenn ihr der Winkel nicht passte rutschte sie es so lange hin und her bis es ihr gefiel. Ich musste mir ein losprusten verkneifen. Melina mochte es nämlich gar nicht, wenn man sie damit aufzog. Sie würde sich wahrscheinlich nie laut äußern aber ihr Blick sprach Bände. Friedlich und ruhig ging sie ihrer Tätigkeit nach sie schien vollkommen entspannt zu sein. Konzentriert widmete sie sich Tasse um Tasse. Es schien als bewegte sie ihren Kopf zu einer Melodie, einer Melodie die nur sie hörte und niemand sonst.  Embry riss mich aus meinen Gedanken.
„Könnt ihr sie nicht noch bei mir vorbei schicken? Mein Zimmer wäre über die Ordnung dankbar.“, meinte mein Freund grinsend.

„Embry ich sag dir das nur echt ungern aber dein Zimmer würde bei dem Wort Ordnung einen Infarkt erleben.“, konterte Quil.

„Und sie wahrscheinlich auch. Das tu ich ihr beim besten Willen nicht an. Ich will sie schützen und nicht in die Hölle schicken.“, maulte ich.

„So schlimm wie ihr sagt bin ich auch nicht.“, schmollte Embry.

„Em, deine Möbel würden weglaufen, wenn sie wüssten wie sie durch die Berge kommen sollten.“, erklärte ich ihm.

„Ich wette sie versuchen bald sich raus zu graben.“, lachte Quil auf.

„Erzählt keinen scheiß, die mögen das.“, murmelte Embry verlegen. Ich sah wieder zu Mel die grad damit begonnen hatte die Teller nach der Größe zu sortieren.

„Nein ohne Witz Em, da muss man mit einem Bagger rein.“, setzte Quil noch dazu. Bella hüstelte kurz, man sah ihr aber deutlich an das sie sich das Lachen verkniff.

„Ihr übertreibt aber echt.“, murmelte unsere Chaosqueen und war ein wenig rot im Gesicht. Ich musste ein wenig grinsen.

„Ach Em, jetzt wird nicht gleich wieder rot.“, grinste ich. Wie zu erwarten wurde seine Gesichtsfarbe noch dunkler. Er hatte Glück, Mel lenkte in dem Moment die Aufmerksamkeit auf sich, sie klapperte mit dem Geschirr und war anscheinend grad dabei Schalen zu ordnen.

„Mel.“, sagte ich, erst jetzt drehte sie sich zu uns um und sah mich direkt an.

„Jacob.“, sagte mein Vater leise. Verwundert sah ich ihn an.

„Lass sie.“, sagte er so leise das sie es wohlmöglich nicht gehört hatte. Ich runzelte sie Stirn und wunderte mich. Bei Sue mochte er das auch nie, wenn diese anfing Ordnung zu schaffen. Er brummte immer vor sich hin das es meine Aufgabe wäre. Mein Blick schweifte wieder zu Mel die mich immer noch aufmerksam musterte. Ihre grünen Augen scannten alles ab als wenn nichts ihnen entgehen könnten.  Darauf war ich nicht gefasst ich wollte sie eigentlich bitten sich zu uns zu setzten und etwas zu essen, mein Vater brachte mich aus dem Konzept. Dadurch das sie mich so intensiv ansah wusste ich nicht was ich denken sollte.  Ich sah sie nur an, zu mehr war ich im Moment nicht in der Lage. Meine Stimme wollte mir eh nicht gehorchen, das ahnte ich schon so. Mel sah mich noch immer an, sie legte noch ihren Kopf schief. Sie schien verwirrt zu sein. Ihr Blick schwenkte kurz zu den anderen die am Tisch saßen. In der Zeit fand ich meine Stimme wieder.

„Kannst du mir bitte den Saft reichen?“,lenkte ich in dieser drückenden Stille ein. Ihr Blick flog zu mir zurück. Nun hob sie eine Augenbraue und sah mich skeptisch an, ihre Augen flogen kurz zu meinem vollen Glas was neben meinem Teller stand. Sie zeigte kurz drauf und wenn möglich zog sie die Augenbraue noch höher. Ich bin wirklich mies darin Ausreden zu finden. Das sagten mir Embry und Quil immer wieder.

„Er meinte für mein Glas.“, warf Embry ein. Innerlich atmete ich auf. Das war gut, Embry schaltete wohl etwas schneller als ich. Es wäre wahrscheinlich auch nicht dazu gekommen wenn nicht erst diese Stille gewesen wäre in der mein Kopf leer gefegt war. Mel nickte nur und brachte den Saft samt einem neuen Glas rüber. Sie stellte das Glas vor Bella ab und den Saft in die Mitte, hieß wohl soviel wie „ihr seid alt genug, auffüllen macht ihr jetzt alleine ich bin beschäftigt.“ Bella bedankte sich leise. Mel legte ihr daraufhin nur kurz die Hand auf die Schulter, bevor sie sich wieder ihrer Ordnungsmaßnahme zu wandte.
„Alter Jake herrschte in deinem Kopf Funkstille? Oder was war das grad?“, fragte Quil leise.

„So in der Art.“, murrte ich. Ich richtete meinen noch immer verwirrten Blick zu meinem Vater. Dieser sah kurz zu Melina. Diese schien wieder vollkommen versunken zu sein in ihrem Ordnungsmanagement.

„Es scheint sie zu beruhigen. Ich dachte es macht sie nervös mit so vielen am Tisch zu sitzen.“, erklärte er leise. Ich nickte und mein Blick huschte von ganz automatisch wieder zu ihr.

„Schön zu sehen das Jake auch mal verlegen sein kann und ihm die Worte fehlen.“, sagte Embry und ich konnte sein grinsen schon fast hören.

„Sei doch still.“, knurrte ich.

„Er hat Recht Jake, es war schon fast traurig mit an zu sehen.“, stimmte Quil zu.

„Auf jeden Fall wissen wir jetzt wie wir ihn zum Schweigen bringen.“

„Stimmt, wir sollten sie immer hier haben.“, bejahte Quil. Was mir sehr gut gefiel, ich wollte sie immer in meiner Nähe wollte sie bei meinen Freunden und Verwandten haben. Ich wusste einfach das sie dort hin gehörte, das es ihr gut gehen würde, sie in Sicherheit wäre.

„Scheiße…. Quil!“, rief Embry plötzlich.

„Was denn nun?“, fragte der Angesprochene verwirrt. Auch ich runzelte die Stirn, Mel drehte sich ruckartig um zum Lärm.

„Wir haben Patrouille! Wir sollten Colin und Brady vor einer Stunde ablösen.“, erklärte er hastig. Ich schielte zu Quil der blass um die Nase wurde.

„Verdammt, Sam wird uns die Hölle heiß machen.“, jammerte Quil.

„Das heißt Doppelschicht.“, stimmte Embry mit ein. Nun sprangen beide auf. Grinsend sah ich die beiden Deppen an die sich meine besten Freunde nannten. Quil ging ein Stück in Mels Richtung blieb auf etwas Entfernung stehen. Er verneigte sich kurz.
„Danke dir Mel, wir werden auf deine begnadeten Kochkünste zurück kommen. So schnell wirst du uns nicht los.“, grinste er. Ich stöhnte auf. Na toll nicht mal allein sein mit meinem Mädchen durfte ich. Überall waren Goofy und Max. Quil drehte sich dämlich Grinsend zu mir und sagte.
„Tja Prinzesschen, du musst wohl auf unsere Wohltuende Anwesenheit verzichten.“

„Du meinst doch hoffentlich nervtötend?“, war ich augenrollend ein.

„Ja klar Prinzessin, red dir das nur weiter ein. Mit der Einstellung kommt dein Traumprinz nie.“ Lachte er bevor er sich umdrehte und in Richtung Haustür rannte.

„Danke dir Mel, wie Quil schon erwähnte kommen wir auf deine brillanten Kochkünste zurück.“ Auch er drehte sich um und ging ebenfalls zur Tür.

„Ach Embry, sag Quil das er fällig ist sobald ich wieder fit bin. Das mit der Prinzessin wird er schon zurück bekommen.“, rief ich beleidigt hinterher.

„Richte ich ihm aus.“, rief er über die Schulter und war weg. Neben mir hörte ich ein leises Kichern, ich drehte meinen Kopf in dessen Richtung und sah Mel die vor sich hin kicherte. Als sie meinen Blick bemerkte hörte sie abrupt auf und lief rot an. Was ich bei Embry lustig fand, fand ich bei ihr einfach hinreißend. Wie sie dort stand mit geröteten Wangen und die Augen niedergeschlagen, ließen mein Herz schneller weiter schlagen. Ich wollte das immer sehen, wollte das sie lachte und wenn sie mich dann mit roten Wangen anlächelte hatte ich alles was ich wollte. Mel ging zu Bella und nahm den Rucksack an sich und verschwand in Richtung Badezimmer.

„Na gut ich werde auch mal, ich wollte nur eben Mel ihre Sachen vorbei bringen.“, erklärte Bella ruhig und erhob sich.

„Achja, ich soll von Charlie fragen, wann er sie abholen soll.“, setzte sie nach. Gequält sah ich meinen Vater an, dieser betrachtete mich ruhig. Er wusste das ich auf sie geprägt war und ich nur ihre Nähe wollte und das zu lange von ihr getrennt sein mich umbringen könnte. Ok nicht ganz umbringen aber mich wahnsinnig machen. Mit anderen Worten ich wollte nicht das sie ging. Sie gehörte zu mir, das war was ich wollte, eher brauchte.

„Ich ruhe Charlie später an.“, sagte mein Vater an Bella gewandt. Diese runzelte die Stirn, sie wusste ebenfalls das ich auf Mel geprägt war, sie wusste vielleicht nur nicht was das genau bedeutete. Damals als ich ihr davon erzählte hab ich das ein wenig halbherzig gemacht. Ich erwähnte nicht das es den geprägten Wolf wahnsinnig macht, einige sogar Verschwunden sind wenn die Geprägte die Nähe nicht wollte oder eine Weile weg war. Bella nickte kurz ehe sie sich umwandte und ging, sie sagte noch ein kurzes Tschüss. Ehe sie zum Flur ging. Ich hörte ihre Schritte und wartete kurz ab.
„Tschau Mel wir sehen uns.“, rief sie noch ehe sie die Haustür hinter sich schloss.

„Dad ich möchte gern das Mel noch ein paar Tage bleibt. Zumindest bis ich wieder fit bin und sie besuchen kann.“, flehend sah ich meinen Vater an.

„Ich weiß Jake. Charlie würde das sicher nicht gestatten.“, widersprach er.

„Wieso, dann ist sie halt bei Emily oder so. Sind doch eh Ferien.“

„Jacob ich werde meinen besten Freund nicht mehr belügen als nötig.“, meinte er harsch.

„Dann sagen wir ihm das ich verletzt bin und wir Hilfe gebrauchen könnten, da die Jungs mehr Chaos anrichten als Ordnung.“, startete ich einen neuen Versuch.

„Jake ich weiß wie sehr du ihre Nähe willst auch wenn Charlie zustimmt muss sie das auch. Wir können sie nicht als Geisel hier festhalten.“

„Nein Dad du weißt nicht wie sehr ich ihre Nähe brauche. Wir könnten wirklich Hilfe gebrauchen. Hab ich erwähnt das Mel eine begnadete Köchin ist?“; grinste ich.

„Jake?!“, sagte er warnend.

„Ach komm schon Dad, rede mit Charlie überzeug ihn. Ich sehe genau das du sie magst und wenn jemand den brummenden Charlie überzeugen kann bist du es.“, versuchte ich ihn zu motivieren.

„Hast du mal Charlie erlebt wenn es um seine Mädchen geht?“, fragte er und sah mich mit erhobener Augenbraue an. Weiter flehend sah ich meinen Vater an, ich brauchte Mel.
„Na schön, aber vorher redest du mit Mel.“, gab er nach. Ich begann dumm zu grinsen. Ich stand noch immer dumm grinsend auf.
„Wo willst du hin?“, fragte Dad.

„Na wohin denn wohl? Zu Melina.“, verständnislos erwiderte ich seinen Blick.

„Sie ist im Bad, Jacob. Gönn ihr ein wenig Ruhe.“
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