Pandorya ist bei Herr Currywurst zu Besuch

von Tema
KurzgeschichteFreundschaft / P6
Pandorya
25.06.2015
25.06.2015
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25.06.2015 628
 
Woas, schon wieder eine Kurzgeschichte!
Bitte erwartet keine Spannungskurve… Diese Geschichte ist eine Gerade :D
Ich hoffe, dass sie trotzdem gefällt und freue mich wie immer über Reviews und Favs!

Liebe Grüße, Tema

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Pandorya wartete ungeduldig.
„Curry!“, rief sie den Grund für ihr Warten, jedoch ganz ohne einen vorwurfsvollen Ton. Vielleicht weil sie die olle Currywurst zu sehr mochte, vielleicht, weil es einfach nicht ihre Art war.
„Ich komme, ich komme, ich komme“, hörte man Kevin zurückrufen, der angespurtet kam.
Pandorya stand da, mit Quincy an der Leine, vor der geöffneten Haustür. Kevin hatte ihr versprochen, dass sie während Tatjanas Besuchs mit dem Hund spazieren gehen würden. Tati freute sich total, sie liebte Tiere und auch Hunde, für Curry war der Spaziergang ein tägliches Übel. Natürlich liebte er Quincy über alles, aber jeder Hundebesitzer kann wohl seine Gefühle zu den täglich gezwungenen Spaziergängen nachvollziehen.

Kevin zog sich noch schnell die Schuhe an um anschließend Tatjana nachzueilen, die bereits einige Schritte voraus gelaufen war. „Jetzt wart doch mal!“, rief Kevin, wobei er durch die Eile keine Kontrolle über die Tonhöhe seines Satzes hatte und daher seine Aussage nur schwer ernst zu nehmen war.

„Du brauchst ja auch immer ewig, bist du kommst!“, entgegnete Pan grinsend, ehe sie, die Zweideutigkeit ihrer Worte bemerkend, hinterherschob: „Okay, so hatte ich das nicht gemeint.“
Tatjana wusste, dass sie besser auf ihre Aussagen - besonders in Lets Plays mit den Jungs zusammen - aufpassen musste. Es kam relativ schnell zu Gerüchten unter den Zuschauern, wenn sie unbedacht Zweideutigkeiten äußerte. Es waren ihrer Meinung nach sowieso schon viel zu viele Zuschauer an einer Beziehung zwischen ihr und Herr Currywurst interessiert. Dabei konnte sie sich das absolut nicht vorstellen, er war wie ein Bruder für sie und an den Altersunterschied von knapp 10 Jahren dachte wohl auch keiner.

Nun hatte sie endlich Zeit gefunden, ihren Bruder im Geiste zu besuchen. Natürlich hatten sie sich schon öfters gesehen, aber es war doch was anders, ein paar Tage am Stück gemeinsam verbringen zu können. Und in dieser fremden Umgebung fühlte es sich direkt wie Urlaub an.

„Du kannst Quincy jetzt ableinen“, meinte Kevin.
„Wirklich?“, fragte Pan mit Kulleraugen. Sie hatte Freude daran, den Hund an der Leine zu führen.
„Du kannst ihn auch angeleint lassen, aber ich weiß nicht, ob ihm das passt“, lachte Curry.
Pandorya erbarmte sich dem Freiheitswillen des Hundes und leinte diesen ab. Sofort sprang dieser über diese Wiese rechts von dem Weg, auf dem die zwei liefen. Sie unterhielten sich über dies und das, während Quincy die Umgebung erkundete, in der Erde buddelte und ein Stöckchen zum Werfen brachte.

„Dir ist klar, dass wir nachher die Meerschweinchen und Hasen ins Außengehege bringen?“, erinnerte Tatjana Kevin an ihren Wunsch.
„Muss das heute sein?“, entgegnete Kevin flehend, obwohl die Antwort klar war.
„Es ist so schönes Wetter und du willst die Armen nicht mal raus lassen?“ Pandorya und ihre Kulleraugen. Man konnte Pan im TS schon nichts abschlagen, aber wenn sie so einen anblickte, erst recht nicht.
„Ok, ok“, ergab sich Curry lachend. Tatjana grinste stolz vor sich hin.

Schließlich saßen sie auf der Terrasse, die Meerschweinchen und der Hase hoppelten durch das Außengehege und mümmelten an den Grashalmen.
„Bist du zufrieden?!“, fragte Curry gespielt vorwurfsvoll, der das Gehege hatte aufbauen und die ganze Bande nach draußen tragen müssen. Quincy lag zwischen ihren Füßen, ausgepowert von der extralangen Runde, die Pan gefordert hatte.
„Ja“, antwortete Tatjana glücklich. Auf dem Terrassentisch standen zwei Kühlgetränke und ein Platte mit Rohkost, die Kevins Mutter ihnen gemacht hatte.
„Ich sag dir, wenn wir heute Abend zocken werde ich keine Rücksicht nehmen. Du wirst sowas von verlieren.“ Irgendwie musste Kevin sich ja rächen.
„Ist klar“, lachte Tatjana.

Es war so ein Tag, an dem man sich wünscht, dass er niemals enden würde.
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