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von cankila
KurzgeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Gen
23.06.2015
23.06.2015
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2.017
 
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23.06.2015 2.017
 
Wieder einmal war es soweit, wie jedes Jahr fand im Sommer die große Schlacht um Mythodea statt, auf der einen Seite die zweite Schöpfung, bestehend aus dem Schwarzen Eis, der Leere, dem Untoten Fleisch, der öligen Pestilenz und seit kurzer Zeit gehörte auch die Ration -die Urzweifler- zu ihnen, auf der anderen Seite die Siedler, neben Menschen, Wesen jeglicher Art, doch eines hatten sie gemeinsam, die Leitung durch die von ihnen angebeteten 5 Elemente; Wasser, Luft, Feuer, Erde und Magie. Im Verlaufe der Schlacht wurde jedoch ein Tor in die Spiegelwelt geöffnet und so verlegte sich jene dorthin.

Unter all den Wesen der zweiten Schöpfung befand sich Etain. Sie gehörte dem Untoten  Fleisch - Lairdom Barrenbay - an und dort diente sie als Läuferin, unter dem Banner der schweren Infanterie. Zu ihren Aufgaben gehörte vor allem das überbringen von Informationen zwischen dem Captain und den Fyrsten.

Wie jedes Jahr schenkte sich keine der Fraktionen etwas und nach einem weiteren harte Tag an der Front zogen sich sowohl die Verfemten - die zweite Schöpfung - als auch die Siedler zurück um ihre Kräfte neu zu sammeln. Als Etain den Befehl zum Rückzug von ihrem Captain erhalten hatte und diesen mit ein paar anderen Läufern an die verschiedenen Fyrsten weitergeben sollte, kollidierte sie mit einem elfischen Siedler. Jener versuchte sein Glück sie auszuschalten, da eine unterbrochene Informationszufuhr tödlich enden konnte für den Betroffenen, er zog seinen Bogen und schoss mehrere Pfeile in ihre Richtung. Etain versuchte den Pfeilen so gut sie konnte auszuweichen und kurz vor einer Rotte - einer Einheit - geschah es das sie unglücklich stürzte. Sie versuchte weiter zu laufen, hatte sich jedoch den Fuß verstaucht und so kam es das ein Pfeil sie doch noch am Bein traf. Als sie es schaffte irgendwie in Hörweite der Rotte zu sein, rief sie dem Fyrsten den Befehl Rückzug zu und macht sich dafür bereit von dem Spieler getötet zu werden. Ihre Seele würde zwar in einem neuen Körper wiedergeboren werden, aber das Sterben war jedes Mal eine Qual an die man sich kaum gewöhnt; denn auch wenn sie Untote waren so sind Körper etwas wertvolles, eine Ressource die nicht durch Taten wie das rücksichtslose verschandeln des eigenen Leibes gefährdet werden konnte, worauf bei gegensätzlichen Handeln auch hohen Strafen standen.
Sie zog ihre einhändige Axt, denn kampflos wollte sie nicht untergehen, auch wenn sie nun als Läufer versagt hatte. Der elfische Siedler schoss währenddessen er auf die immer weiter zuging weiterhin mit Pfeilen auf sie und auch wenn sie versuchte mit ihrer Waffe die Pfeile abzuwehren so traf dennoch der ein oder andere. Als der Elf nun schließlich vor ihr stand und zum finalen Hieb ausholen wollte, geschah etwas mit dem keiner der beiden gerechnet hätte. Der Fyrst der zuvor erwähnten Rotte kam ihr zu Hilfe, gerüstet mit einem großen zweihändigen Hammer. Der Siedler bekam Panik vor dessen blutrünstigen Anblick und ergriff die Flucht. Der Fyrst, enttäuscht darüber ein Duell nicht austragen zu können, wandte sich Etain zu. Er stellte sich als Lazerus Caedes heraus und ohne große Worte packte er Etain einfach und trog sie zurück ins Lager.
Auf dem Weg dahin, fragte sie ihn warum er dies getan hatte und sie nicht einfach sterben lies, er erklärte ihr das unter seiner Führung keiner zurückgelassen wird und das sie als Läuferin auf keinen Fall an einem Siedler verloren gehen konnte.
Im Lager angekommen brachte Lazerus die verwundete zu einem der Fleischnäher, welcher sie versorgte, währenddessen verabschiedete sich der Fyrst und meinte aber sie solle ihn später aufsuchen, er hätte etwas mit ihr zu besprechen.  Diese stimmte ohne großer Worte zu, da sie genug damit zu tun hatte den Fleischnäher davon abzuhalten ihr einen dritten Arm anzunähen.
Inzwischen war die Sonne untergegangen und als sich Etain etwas besser fühlte machte sie sich auf den Weg zum Zelt des Fyrsten, dieser saß mit einigen anderen Untoten um eine Feuerstelle und alle waren in Feierlaune, es wurde ausgiebig getrunken und gegessen. Die Läuferin trat von hinten an ihn heran und er gab ihr ein Zeichen das sie sich zu ihm setzten solle. Er gab ihr etwas zu trinken und meinte darauf hin er wolle nicht lange groß drum herum reden, er habe mit dem Captain gesprochen und dieser ist der Meinung das es an der Zeit wäre einen neuen Jäger zu suchen, Jäger sind im Prinzip Läufer die mit einer Armbrust ausgerüstet werden und aktiver am Kampf geschehen teilnehmen, und ob sie nicht Interesse daran hätte diese Position zu übernehmen. Überrascht und etwas unsicher erklärte Etain das sie nicht gerade eine der besten Läufer sei und sie doch heute versagt hätte und am wichtigsten, dass sie kaum Erfahrung im Umgang mit der Armbrust habe und daher leider nicht gerade geeignet für diese Position sei. Lazarus klopfte ihr auf die Schulter und entgegnete darauf das sie sehr wohl eine gute Läuferin sei und nur wegen dem Zwischenfall müsse sie sich keine Sorgen machen und das mit dem Umgang sei auch kein Problem, er schlug ihr für den morgigen Tag, um die Mittagszeit, vor mit der Armbrust zu trainieren. Unschlüssig ob es wirklich das richtige sei, stimmte sie doch noch zu, danach wurde kräftig weiter getrunken und gespeist.

Am nächsten Tag, trafen sich der Fyrst und Etain am vereinbarten Ort, Lazarus übergab Etain die Armbrust und deutete ihr auf die vorbereiteten Ziele zu schießen. Die Untote gab ihr bestes doch die meisten Schüsse ginge daneben egal wie sehr sie sich auch bemühte und so kam der Zeitpunkt wo sie gewillt war das Handtuch zu werfen. Aufgrund dessen winkte Lazarus sie zu sich und meinte ihr Scheitern liegt daran das der Winkel indem sie die Armbrust hielt nicht ganz stimmte, und der Ellbogen etwas zu tief stand und meinte er würde ihr helfen die richtige Haltung einzunehmen. Sie nahm ihre gewohnte Position ein, da trat Lazarus nah von hinten an sie heran und brachte den Ellbogen in die passende Position, sein Gesicht war dem ihren ganz nah und er sprach zu ihr sie sollte die Schusswaffe noch ein kleines Stückchen höher halten, im richtigen Moment gab er ihr das Kommando zum schießen und sie tat was er ihr sagte, diesmal traf sie auch. Sie freute sich über beide Ohren und Lazarus meinte sie solle sich die Position merken dann würde sie nicht mehr verfehlen. Danach versuchte sie es noch ein paar Mal und diesmal traf sie jedes Ziel. Von Freude überwältigt und ohne groß darüber nachzudenken umarmte sie den Fyrsten freudig und bedankte sich mehrmals für seine Hilfe bei ihm. Dabei kam es zu einem Moment indem sich beide einfach nur ansahen, denn Blick nicht vom anderen abwenden konnten. Dieses stille und dennoch besonderen einander ansehen ging eine Weile so dahin, bis beiden klar wurde was sie da machten und wandten sich etwas peinlich berührt voneinander ab. Auf diese etwas unangenehme Anspannung hin, meinte Lazarus nur er würde sich freuen wenn sie heute wieder mit seinen Leuten und ihm feiern würde. Etain entgegnete sie würde es sich überlegen und fügte hinzu sie mach das schon mit den einsammeln der verschossenen Pfeilen und das er sicher etwas wichtigeres zu tun hätte als Fyrst. Etwas überfordert stimmte er knapp zu und entfernte sich. Während die Untote die Pfeile einsammelte, überschlug sich alles in ihrem Kopf und sie musste auch nur bei dem kleinsten Gedanken an das was grade passiert war, die Hände vors Gesicht legen und quietschen, da ihr das so peinlich unangenehm war. Als sie sich am späteren Nachmittag in ihrem Zelt dann etwas beruhigt hatte, beschloss sie auch wenn es die eigentlich schon Lust dazu hatte, die Einladung von Lazarus nicht anzunehmen, da sie befürchtete man könnte ihr etwas anmerken und das wäre nicht nur für sie unangenehm, weshalb es vielleicht besser wäre ihm eine Weile aus dem Weg zu gehen, zumindest bis ihr Kopf wieder etwas klarer sei. Die nächsten Tage versuchte Etain dies auch umzusetzen, während der sowohl in der ihr frei verfügbaren Zeit als auch in der Schlacht versuchte sie den Kontakt so knapp wie möglich zu halten, außerdem hatte dies dort auch gar keinen Platz.
So kam auch der Tag der Endschlacht, dieses Jahr sah es nach einem Sieg für die Verfemten aus und am Ende des Tages wurde trat dies auch ein. Es herrschte Feierlaune und es gab Speis und Trank im Überfluss. Etain wollte sich zwar aus den Feierlichkeiten raushalten, kam aber nicht umhin zumindest mit den anderen anzustoßen. Im Verlauf des späteren Abends zog sie sich von der Menge dann dennoch zurück, auf eine ruhige, weite Wiese. Sie legte sich ins kühle Gras und genoss die Stille, den wolkenlosen Sternenhimmel. Nach einer Weile hörte sie sich nähernde Schritte, sie dachte sich nichts großes dabei, doch als sie die Stimme hörte die sie fragte ob sie auch etwas Ruhe gebrauchen könnte, hüpfte sie überrascht und etwas angespannt auf, ausgerechnet Lazarus war es. Er fügte hinzu das er ebenfalls eine kleine Pause bräuchte und ob er sich denn nicht zu ihr gesellen dürfte.
Etain stimmte etwas unsicher zu und wusste nicht so recht mit der Situation umzugehen, denn auch wenn sie im die letzte Zeit aus dem Weg ging, so schaffte sie es nicht den Fyrsten aus dem Kopf zu bekommen. Dieser hatte sich inzwischen auf den Boden fallen gelassen und meinte das er froh sei das der Kampf für dieses Jahr nun zu Ende sei und das sie als Jägerin gute Arbeit geleistet hatte. Sie stand neben ihm und bedankte sich verlegen, nach einer kurzen Schweigeperiode, meinte Etain schließlich sie würde sich langsam wieder auf den Weg zurück zu den anderen machen, der Fyrst meinte er würde sich ihr anschließen und ob sie ihm nicht hochhelfen wolle, während er ihr die Hand entgegenstreckte. Etain dachte sich nichts weiter dabei und versuchte ihm hoch zu helfen, doch anstatt das er auf die Beine kam, spürte sie wie etwas sie runter zog und sie das Gleichgewicht nach vorne verlor. Im nächsten Moment ging alles so schnell das sie kaum realisierte wie es geschah, doch auf einmal lag sie auf den Boden und der Fyrst über ihr, er muss sie wohl zu sich gezogen und gedreht haben. Er drückte sie ganz fest und vergrub seinen Kopf, sein Gesicht, in ihrer Schulter. Sie begann erst langsam zu verstehen wie die jetzige Situation aussah und sie verstand absolut nicht, ihr Herz, wenn es denn schlagen würde, würde ihr nun sicher bis zum Hals schlagen und kräftig hämmern. Ihr wurde heiß und kalt zugleich und als sie versuchte sich etwas zu bewegen hört sie nur ein bestimmtes und dennoch mit etwas Verzweiflung unterstrichenes "Nicht". Daraufhin folgten die Worte das er selber nicht wüsste wie er es erklären sollte, aber er hatte das Gefühl das er sie immer so im Arm halten möchte und das sie ihm bitte nicht mehr ausweichen sollte, ebenso wünschte er sich das sie seine Seite nie wieder verlassen würde, denn sie ginge ihm nicht mehr aus dem Kopf. Er erklärte ihr das er während den letzten Tagen immer voller Sorge war, wenn sie nicht bei ihm war während der Schlacht und das es ihm am liebsten wäre wenn sie sein persönlicher Läufer bzw. inzwischen Jäger werden würde und ihm nicht von der Seite weichen solle. Während diese Worte nur so aus ihm heraussprudelten drückte er sie immer fester an sich und Etain wusste gar nicht wie ihr geschah, sie hätte sich niemals zu wünschen geschweige denn zu träumen gewagt das so etwas passieren würde. Als er sich dann auch langsam wieder etwas beruhigte, lies er sie los und setzte sich auf, Etain tat es ihm gleich. Sie merkte ihm an das er auf etwas wie eine Antwort auf all dies wartete, und dadurch das ihr die Worte fielen, nahm sie all den Mut den sie aufbringen konnte zusammen, nahm sein Gesicht in ihre Hände und drückte ihre Lippen sachte auf die seinen. Der Fyrst zuerst etwas perplex, verstand ihre Antwort und zog sie zu sich. Beide verspürten in diesem Moment etwas was sie lange in ihrem harten Leben missen musste, Glück. Beide wollte dieses Glück solange wie möglich bewahren und so gaben sie sich ihrer gerade aufkeimenden Liebe zueinander hin.
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