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֎ Family Time ֎

von NIzz
GeschichteHumor, Familie / P16 / Gen
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
23.06.2015
24.02.2016
34
261.024
55
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
6 Reviews
 
09.07.2015 7.710
 
Reader x  Kagami Taiga




Endlich ertönt das schrille Geräusch der Schulklingel und du klopfst dir die Hände ab, die aufgrund der weißen Kreide ziemlich beachtlich dabei stauben.
“ So ihr wisst, was ihr übers Wochenende lernen müsst.” alle grummeln und beginnen ihre Taschen zusammen zu packen, während du deinen Rotstift in das Stiftetui packst, um dann den Reisverschluss zu zu ziehen. Deine Augen wandern durch den Klassenraum und du erhebst dich, um dich einmal ordentlich zu strecken. Ein Knacken ertönt in deiner geschundenen Rückengegend und du fluchst leise. Du reibst dir noch schnell den Nacken, bewegst diesen und dehnst ihn nach links und schließlich nach rechts, um dich dann zu den weit offen stehenden Fenstern zu begeben und sie zu schließen. Dein Blick gleitet zur laut tickenden Uhr und du seufzt einmal laut. Das der Junge immer zu spät kommen muss, egal, wie oft du ihm sagst, dass er pünkltich kommen soll, ist wirklich schrecklich. Mit einem lautlosen Dämpfer rastet das Fenster ein und du gehst zu dem Pult zurück, um die eingesammelten Tests von eben in einer Pappmappe zu verstauen. Mit einem Gummizug verschließt du sie und steckst dann alles in deine hellbraune Ledertasche, um dann den vergoldeten Verschluss mit einem Klicken zuschnappen zu lassen. Du legst den Kopf auf das weiche Leder und schließt kurz die Augen, um die Kopfschmerzen, die hinter deinen Schläfen pochen, etwas auszublenden. Die Schüler, die kreischend an deinem Klassenzimmer vorbei rasen sind dabei nicht gerade eine Hilfe und du grummelst leise. Wo sind die Kopfschmerztabletten, wenn du sie brauchst?! Seufzend öffnest du die Tasche wieder und kramst darin nach deinem Portmonaie, um es dann zu öffnen, in der Hoffnung doch noch ein paar Wunderpillen gegen deine Qualen zu finden.
“ Ist er immer noch nicht da?” bei dem Klang der Stimme musst du innerlich knurren und rollst mit den Augen. Warum muss dich diese Schnepfe von Kollegin immer dann aufsuchen, wenn du mit den Nerven beinahe am Ende bist?! Du schnappst dir eine halbe Schmerztablette aus dem Geldfach deines Beutels und pfefferst diesen wieder in deine Tragetasche, um dann aufzustehen und deine leere Wasserflasche zum Waschbecken neben der Tür zu bringen, an der deine verhasste Kollegin grinsend lehnt. Du schraubst den Deckel des Behältnisses ab und blickst desinteressiert zu der knapp gekleideten Blondine.
“ Ja, Taro ist wieder zu spät. Was geht dich das an?!” sie lacht leise und hebt abwehrend ihre Handflächen.
“ Ganz ruhig, Misuki. Ich wollte doch nur ein kleines Pläuschchen halten.” du schnaubst und setzt die Flaschenöffnung an deine Lippen, um die bittere Tablette schnell herunter würgen zu können. Hustend wischst du dir kurz über die Mundwinkel und stellst dann deine Flasche wieder auf dein Pult, um dich dann daran anzulehnen und die Arme vor der üppigen Brust zu verschränken.
“ Du plauschst nie mit mir” und das ist dir auch Recht so. Daher muss dieses  Mistsück wieder irgendwas haben, das sie dir unter die Nase reiben will.
“ Ach ich wollte dich nur fragen, wie deine Klasse beim JNMT abgeschnitten hat.” du schmunzelst und schließt die Tasche, um sie dir dann über die Schulter zu werfen. Dieser Test geht dir so ziemlich am Arsch vorbei und das soll diese Pute auch wissen. Bevor du etwas sagen kannst, klopft jemand an den Türrahmen, wodurch er euer beider Aufmerksamkeit erhält. Dein Schüler steht da, blickt zwischen euch beiden hin und her und streicht sich durch das rote Haar. Erleichtert, dass Taro endlich da ist, nickst du deiner Lieblingsfeindin noch einmal zu und schnappst das Kind an seiner Hand, um es mit dir zu zerren. Dann biegst du mit ihm um die Ecke und gehst vor ihm in die Hocke.
“ Du hast mich wieder warten lassen, Taro.” er zuckt die Schultern und reibt sich den Nacken. Den Ring, der um seinen Hals baumelt beobachtest du kurz und seufzt langsam. Aus deiner Hosentasche kramst du ein Tempo und befeuchtest es mit Spucke, um dann über seine verdreckte und gerötete Wange zu fahren. Der Junge zetert und zuckt zurück, während du ihn besorgt musterst, um dann mit der Zeigefingerspitze an die gerötete Wange zu drücken und dem Kind einen Schmerzlaut entlockst. Du erhebst dich und siehst auf ihn hinab.
“ Hast du dich mal wieder geprügelt?” er wendet bockig den Blick ab und du seufzt leise.
“ Taro?!” er zuckt zusammen und boxt bockig in die Luft.
“ Der Kerl aus der Parallelklasse hat gesagt, Dad kommt nie wieder, da musste ich ihm eins auf die Schnauze geben, Mom!” du seufzt und gehst mit ihm aus dem Schulgebäude raus. Ihr steuert den Wagen an und du schließt schweigend die Fahrer- und Beifahrertür auf, um ihn dann reinzubugsieren.
“ Jetzt steig schon ein, Honey.” er sieht dich an, schnieft und steigt dann ein. Du siehst in den Himmel, seufzt und nimmst dir vor Taiga sofort anzurufen, sobald du Zuhause bist.



֎ ֎ ֎




“ Willst du mir jetzt erzählen, wieso du dich wieder mal in eine Schlägerei verwickelt hast?!” er sieht aus dem Fenster und verschränkt die Arme vor der Brust.
“ Hab ich dir doch schon gesagt.”
Du beäugst ihn noch mal prüfend und manövrierst das Auto in eine Lücke ein. Die Ampel scheint kaputt zu sein und du und dein Kind werden hier wohl ne Weile fest stecken. Du kurbelst also das Fenster ganz herunter und legst deinen linken Arm nach draußen auf die Tür, um dann von außen mit den Nägeln über den Lack zu trommeln. Dein Sohn blickt genervt zu dir und hebt die Augenbrauen.
“ Kannst du das mal lassen, Mom?!” du zuckst die Schultern und kratzt einmal drüber, was ein unschönes Quietschen erzeugt. Dem Wagen macht das nicht aus. Der Kratzer mehr oder weniger, ändert an der Schrottkarre auch nichts mehr. Dein Sohn zuckt bei dem schrillen Geräusch zusammen und murrt leise. Du grinst verschmitzt und klemmst deine Sonnenbrille auf deinen Schopf, um dann das Radio leise einzuschalten.
“ Ich würde aufhören, wenn du mir mehr über deine Rauferei erzählst.” wieder verdreht er nur die Augen und wischt imaginäre Krümel von seiner schwarzen Shorts.
“ Dad ist schon zu lang weg.” Du seufzt und streckst die Hand aus, um über seine Haare zu streichen, doch er weicht zurück und legt die Schläfe an die Fensterscheibe. Du blinzelst paar Mal, lächelst müde und stellst den nächsten Gang ein, da der Stau sich doch schneller auflöst, als du anfangs vermutet hast.Im Schneckentempo rollt ihr also vorwärts und haltet eine halbe Stunde später vor eurem Haus. Bevor Taro aussteigen kann, packst du noch mal sein Handgelenk und siehst deinen Jüngsten eindringlich an.
“ Hast du was von Masaru gehört?” dein Sohn runzelt die Stirn und schüttelt den Kopf.
“ Ich war in der Schule, Mom. Woher soll ich wissen, wo mein großer Bruder sich rumtreibt?!” dann schüttelt er schnell die Hand ab, schultert seinen Schulrucksack und steigt aus der Schrottkarre aus. Schweigend siehst du ihm nach und schüttelst den Kopf. Dein Kind schmeißt seine Schultasche achtlos auf die Veranda und biegt um den Garten hinten ans Haus um. Du ziehst den Schlüssel heraus, steigst aus und verriegelst den Wagen, um dann deinem Kind zu folgen und dich an die alte Eiche neben eurem eigenen Basketball Plätzchen zu lehnen.
“ Taro es ist zu kalt zum spielen!” er sieht zu dir, hebt die Augenbrauen und wirft provokant noch einen Korb ohne dich aus den Augen zu lassen. Du schmunzelst und schiebst die Hände in die Jackentaschen. Wie kann es von so einer Hitze innerhalb einer Stunde zu solch einer Kälte umschlagen?!
“ Im Ernst, du holst dir noch eine Erkältung.” raunst du ernst, erntest aber nur einen gleichgültigen Blick deines 8 Jährigen Sohnes.
Er ist wirklich wie sein Vater. Nichts als Basketball im Kopf.
“ Mom?” du siehst auf und hebst die Augenbraue.
“ Ja, Honey?” er sieht auf den Ball in seinen Händen und lässt ihn ein paar mal auf den Boden prallen, ehe er wieder zu dir sieht.
“ Kommt Daddy bald heim?” du seufzst. Wie gern hättest du ihm geantwortet. Doch die Antwort will er erst mal nicht hören. Stattdessen, schnappst du dir seine Tasche und seine Hand, um ihn ins Haus zu ziehen.
“ Komm ich mach dir was zu essen.”



֎ ֎ ֎





Leise kratzt das Geräusch deines Stifts über das Papier und erfüllt die unangenehme Stille mit ein wenig Präsenz. Du greifst zu dem Glas Sake neben dir, um den dann an die Lippen zu setzen und leise zu seufzen. Deine Schüler sind entweder total dämlich, oder sie machen das mit Absicht, um dich schlecht da stehen zu lassen. Doch da du schon einige Gläser intus hast, wird dein Urteilsvermögen immer mehr getrübt und du nachsichtiger. Du blickst auf den Test vor dir, der vor Fehlern und roter Stiftfarbe nur so trotzt, nimmst dir einen Smiley Stempel und drückst den in die obere rechte Ecke, um dann die beste Note drauf zu schreiben. Zufrieden nickst du und füllst dir mehr Sake ein.
Ein Geräusch an der Tür lässt dich aufsehen und die Stirn runzeln. Ein dumpfes Rumsen, darauf ein tiefes Fluchen ertönt und du schnappst dir die erste Waffe, die du finden kannst. Langsam und leicht schwankend torkelst du den Gang entlang und lauerst schweigend. Sofort springst du aus der Ecke und pfefferst deine Waffe deinem Gegenüber entgegen.
Das Licht geht an und der große Rothaarige mustert dich ungläubig.
“Mom, hast du mich gerade mit einem...” er hebt die Waffe auf und hält sie entgeistert hoch.
“ Mit einem Stift abgeworfen?!” du zuckst die Schultern und nuschelst.
“ War die einschige Waffe die isch fand.” er runzelt die Stirn, geht auf dich zu und nimmt dein Kinn mit einer Hand, um dich genauer anzusehen. Er seufzt.
“ Du hast wieder getrunken?” du kicherst und tippst auf seine Nasenspitze.
“ Und du warst den ganschen Tag weg! Mommy hat sisch Sorgen gemacht!” er seufzt nur und legt den großen Arm um dich, um dir eine Stütze zu sein. Du lehnst dich an ihn und lässt dich von deinem Ältesten zum Sofa lotsen, wo er dich hinlegt und beginnt die leere Sakeflasche wegzuräumen.
“ Wie viel hast du getrunken, Mom?” du lachst und lallst nur unverständliches Zeug vor dich hin. Er nickt und stellt alles in die Spüle. Dann geht er zu dem Tisch und schnappt sich deinen frisch korriegierten Test. Ungläubig hält er ihn hoch.
“Mom, wie kann ein so roter und fehlerhafter Test eine 1 sein!?” du wedelst mit der Hand und drehst dich auf den Bauch, um ihn anzusehen.
“ Dasch war immerhin ein netter Versuch!” er schüttelt nur den Kopf und streicht sich über die leichten Bartstoppeln. Dann setzt er sich neben dich und lehnt seinen Hinterkopf an das Sofakissen. Seine Beine streckt er aus und seine eine Hand streicht durch dein Haar.
“ Warum bischt du so selten zu Hause, Masaru?” nuschelst du leise und entlockst ihm ein nervöses Grinsen.
“ Ich hab eben einige Sachen zu erledigen, Mom.” du schluckst nur und deutest auf seinen Oberarm, den er sogleich zurück zieht und schweigend verdreckt.
“ Seit wann hast du dieses Tattoo?” er seufzt und streicht still über den Draht, der sich um seinen rechten Bizeps schlängelt. Du fährst es nach, siehst ihn abwartend an und sagst einfach nichts. Er reibt sich den Nacken und deckt dich langsam zu.
“ Schon ne Weile.” du nickst und seufzt.
“ Ich hab versagt.” er hebt überrascht die Brauen und will widersprechen, doch du erhebst dich und tapst mit der Decke um den Körper in dein Zimmer. Er bewegt sich, doch statt dir hinter her zu kommen, schlüpft er wieder in seine Schuhe und geht zur Haustür. Schweigend liegst du in deinem Bett. Alles dreht sich um dich herum und du schniefst leise.
Wie sind kann es sein, dass du die Kontrolle so verloren hast?



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Erzähler Sicht



Schweigend richtet Masaru den Kragen seiner Jacke und steckt sich eine Zigarette an, um diese dann anzuzünden. Er schlendert aus dem Garten und schließt das Tor zu seinem Haus leise. Er will seine Mutter nicht wecken. Seine Schuhsohlen knirschen über dem Kiesweg, den er gehen muss, um von seinem Grundstück zur Straße zu kommen.
“ Willst du Stoff?” überrascht wendet er den Blick zur Seite und mustert den zwielichtig dreinschauenden Mann, der wie selbstverständlich neben ihm geht. Masaru lässt sich die Nervosität nicht anmerken und schnippt seine Kippe vor sich auf den Boden, um dann auf den glühenden Stängelrest zu treten. Sein gleichgültiger Blick gleitet zu dem Mann im schwarzen Mantel und er schnalzt mit der Zunge.
“ Kein Interesse.” der Mann schnaubt nur und stellt sich nun vor den jungen Kagami Sprössling und packt ihn an den Schultern. Trotz Masarus beachtlicher Größe überragt der Penner ihn noch über einige Zentimeter, wodurch der älteste Kagami Sohn wie ein bockiges Kind zu dem Fremden aufblicken muss.
“ Komm schon! Ich hab gute Ware.” schnaubend nimmt Masaru die eine Pranke des Mannes, um jeden einzelnen Finger von seiner Jacke zu lösen und sich in aller Seelenruhe noch eine Zigarette zwischen die Lippen zu schieben. Nuschelnd erwidert er mit gereiztem Unterton.
“ Ich habe kein Interesse, alter Mann.” Das bringt das Fass zum überlaufen. Ehe der Junge sich versehen kann, landet die Faust des Kerls in seinem Magen und entlockt ihm ein Keuchen. Schnell spuckt er ihm den Glimmstängel ins Gesicht und nutzt den Überraschungsmoment, um vor zu laufen. Im Rennen schnappt er sich sein Handy aus der Tasche und drückt die Kurzwahltaste. Es tutet ewig, doch endlich meldet sich sein bester Freund. Verschlafen aber immerhin meldet er sich.
“ Ich schwöre dir Masa, wenn du nicht einen driftigen Grund hast, mich um die Uhrzeit anzurufen, reiß ich dir deine Ei-”
“ Du musst mir helfen!” Stille. Sein Atem geht immer schwerer und er hört, wie sein Verfolger mehr und mehr aufholt. Ein Rauschen geht durchs Telefon und Masaru ruft panisch nach seinem besten Freund, der sich scheinbar erhoben hat.
“ Jetzt scheiß dir nicht ein. Wo bist du?”
“ Gleich beim Park in der Nähe eurer Wohnung.” langsam zieht sein Kumpel sich gerade in aller Seelenruhe die Schuhe an und lacht leise.
“ Du wirst verfolgt und anstatt, in Stadtnähe zu rennen, flüchtest du dich in den verlassensten Park, den es hier gibt?!” Masaru knurrt und faucht ins Telefon.
“ Weniger belehren, mehr helfen!” dann legt sein bester Freund auf und lässt ihn allein. Hoffentlich kann er noch etwas Zeit schinden, bis er auftaucht. Doch der Mann steht schon beinahe hinter ihm. Mit Seitenstechen und schwerem Atem kämpft er sich weiter vor und hält keuchend an einem Baum an. Er kann nicht mehr. Lachend hält der Mann im Mantel vor ihm, um ihn dann am Kragen zu packen und hochzuzerren. Der Kerl stinkt gewaltig und Masaru muss sich abwenden. Doch er wird ruckartig zurück gerissen und schmerzhaft fest gegen den harten Stamm des Baumes hinter sich gepresst. Ein Schnippen ertönt und alarmiert sieht der Kagami zu dem Klappmesser, das sich in der rechten Hand seines Angreifers befindet.
“ Wenn du meinen Stoff nicht willst, hol ich mir die Moneten eben anders.” und plötzlich sackt er zusammen. Masaru sieht in die Dunkelheit und lächelt erleichtert, als endlich sein bester Freund seit Kindertagen vor ihm erscheint und ebenfalls breit grinst.
“ Dass ich dir immer deinen Arsch retten muss, Masa.” er lacht nur leise und klopft seinem Kumpel auf die Schulter, um dann die Polizei zu benachrichtigen, dass hier ein Drogendealer bewusstlos liegt und abholbereit ist. Sie geben dem Beamten die Adresse durch, fesseln den Möchtegerngangster mit einem alten Plastikband, das sie auf dem Boden gefunden haben und schlendern langsam über die Fußgängerzone, die sie nun endlich erreicht haben.
“ Was sagt deine Mutter dazu, dass du um die Uhrzeit draußen bist?” sein dunkelgrau haariger bester Freund schnaubt nur und setzt sich auf die Lehne einer Bank.
“ Als ob Ma das wüsste... Und Pa würde mich vierteilen.”  Masaru hebt die Augenbrauen.
“ Dein Vater und deine Mutter haben sich versöhnt?” sein bester Freund grinst nur schelmisch und nickt.
“ Sie konnte dem Haizaki Charme wohl nicht widerstehen.” Kagami Masaru seuzft nur und schüttelt den Kopf.
“ Du spinnst, Kaito.” dieser zuckt nur die Schultern und deutet auf die Zigarette im Mund seines Freundes.
“ Die wie vielte?” er zuckt die Schultern und antwortet “Dritte”.
Bevor er etwas tun kann, schnappt sich der Grauhaarige das Suchtmittel und bricht es in  der Mitte durch. Mit großen Augen boxt Masaru ihm in die Schulter und faucht.
“ Das war meine letzte, Baka!” doch das scheint den anderen wenig zu jucken. Er bröselt sie kaputt und sieht dann wieder zu dem rothaarigen Jungen neben sich.
“ Seit dein Dad diesen Job in Amerika hat, dreht ihr alle komplett durch!” ertappt zuckt Masaru zusammen und sieht auf seine Hände. Er rauft sich die Haare und murmelt:
“ Mom hat sich scheinbar aufgegeben. Sie trinkt jeden Abend zu viel. Ich weiß nicht, was ich machen soll.”
“ Und statt ihr eine Stütze zu sein, rauchst du lieber, bleibst die ganzen Nächte weg und treibst dich mit ner Gang von Leuten herum, die nur Ärger machen.” Masaru lacht leise und schüttelt den Kopf.
“ Darf ich dich daran erinnern, dass du auch in dieser ominösen Gang warst?”
Sein Freund schnaubt nur und fährt über seinen linken Arm, den das gleiche Tattoo ziert wie den Arm des neben ihm sitzenden Kagami. Er fährt langsam über die Narben, die das Mal durchgestrichen haben und murrt nur stumm in sich hinein.
“ Und dein Bruder?” er schluckt und seufzt leise.
“ Der zeigt Mom nur die kalte Schulter. Dad muss echt wieder kommen, aber ...” Haizaki Kaito nickt nur und sieht in den Sternenhimmel.
“ Vielleicht solltest du weniger Drogendealer auf dich hetzen und zu Hause mehr die Vater Rolle einnehmen.”
“ Du hältst mir eine Moralpredigt? Alter, nimms mir nicht übel, aber du behandelst deine Mutter auch nicht besser.”
Das hat gesessen, das weiß Masaru. Er beißt sich auf die Lippe und bevor er sich entschuldigen kann, hebt der Haizaki die Hand und fährt sich durch das widerspenstige Haar. Er erhebt sich, stellt sich vor Masaru und schiebt die Hände in die Taschen seiner Lederjacke.
“ Kann sein... Aber mein Pa ist auch da... Deine Mutter hat grade die eigenen Söhne gegen sich und keine Stütze.” mit den Worten klopft er seinem Freund auf die Schultern und macht sich auf den Heimweg. Masaru bleibt auf der Bank und schnappt sich sein Handy. Sein Blick gleitet zur Uhrzeit und ein Seufzen entgleitet ihm. Es ist erst 3 Uhr. Um die Uhrzeit würde er sich jetzt mit seinen Leuten treffen. Doch bei dem Gedanken daran, dass seine Mutter allein im Haus ist und mit Sicherheit nicht schlafen kann, weil sie weiß, dass er unterwegs ist, kann er es nicht. Er entsperrt seinen Touchscreen und öffnet den Gruppenchat, den die Gang hat. Langsam tippt er die Nachricht ein und atmet ein paar mal durch. Hoffentlich gibt das keine Probleme... Er drückt auf den Senden Button und beginnt damit all seine alten Kontakte zu löschen. Kaito hat Recht. Die Familie geht jetzt vor. Er sieht ein letztes Mal auf den gerade abgesendeten Satz.

Ich bin raus.

Seufzend steckt er sich das Handy in die Jackentasche und begibt sich auf den Heimweg.



Erzählersicht Ende




Schweigend siehst du auf den Wecker neben dir und kneifst die Augen zusammen, um etwas mehr zu erkennen. 3.30 Uhr... Und Masaru ist noch immer nicht daheim. Du drehst dich auf die andere Seite und streichst über die leere Bettseite, auf der Taiga immer liegt. Plötzlich hörst du wie die Haustür quietscht und hebst überrascht die Braue. Wenig später öffnet sich seine Zimmertür und du beschließt, dich schlafen zu stellen.
Die kühle Hand deines Sohnes streicht über deine Wange und du zuckst zusammen. Augenblicklich senkt sich die Matratze, als dein Kind sich neben dich setzt und leise raunt:
“ Ich weiß, dass du nicht schläfst, Mom.” langsam wendest du dich ihm zu und streichst ihm über den Arm.
“ Du bist ja schon da.” er nimmt deine Hand und drückt sie sanft. Dann streicht er dir übers Haar und raunt.
“ Und ich geh auch nicht mehr weg, Mom.”



֎ ֎ ֎





“Ich stelle Sie gleich durch. Name?”
“ Kagami”
“Nein, der Name von ihnen.”
“ Kagami.”
“... In Ordnung.”
Seufzend tippst du mit den Fingerspitzen auf demTisch herum und trinkst das Wasser aus, das vor dir steht. In deiner Mittagspause hockst du lieber irgendwo allein und telefonierst.
“ Kagami?” endlich. Sobald du seine Stimme hörst, stiehlt sich ein Lächeln  auf deine Lippen und du grinst breit und breiter.
“ Hey, Darlin.” schnurrst du und hörst ein leises Lachen am Ende der Leitung. Du kannst dir schon genau vorstellen, wie er gerade aussieht und den Kopf grinsend schüttelt.
“ Hey Baby.” du fährst dir durch die Haare, trinkst das Glas leer und redest leise weiter.
“ Wie gehts dir?” er scheint gerade irgendwas nebenbei zu unterzeichnen und seufzt schwer.
“ Sinnloser Marketing Kram. Aber das ist unwichtig. Ich freue mich, deine Stimme zu hören.” du lächelst gequält und kicherst leise nervös. Sofort wird er hellhörig und brummt mit tiefer Stimme:
“ Was ist los?” du seufzt nur und reibst dir den Nacken. Dein Blick wandert zur Uhr und du erschrickst.
“ Oh Gott ich muss los!”
“ Misuki!”
“Honey, ich muss unterrichten!”
“ Kagami Misuki sag mir jetzt was-”
“ Später okay? Ich liebe dich Baby.” dann legst du auf und hechtest in deinen Klassenraum.
Du stößt die Tür auf und bittest deine Schüler ruhig zu sein. Aber hören die auf dich? Natürlich. Nicht. Du seufzt, knallst deine Tasche auf den Tisch und siehst zu deinem Sohn, der kichernd mit ein paar Leuten in der Ecke steht. Es ist wirklich ein Fluch, deinen spät eingeschulten Sohn in deiner Klasse haben zu müssen, denn ihr steht euch ja nicht wirklich sehr nah. Du rufst die Namen der Kinder und stellst dich noch mal nach vorne, um “Ruhe” zu knurren. Langsam sammeln sich alle zusammen, setzen sich auf ihre Plätze und tuscheln leise. Dein Sohn hält es scheinbar nicht für nötig, dich anzuhören und du ermahnst ihn mit mütterlichem Tonfall.
“ Taro!” er grummelt leise, schweigt dann aber gehorsam. Das würde daheim sicher noch einige Zetereien geben. Du siehst auf die Uhr und seufzt. Letzter Schultag vor den Ferien und dann ist erst mal Ruhe vor diesen Blagen angesagt. Du setzt die strengste Miene auf, die du zu bieten hast, um dann den Unterricht einzuleiten und es schnell hinter dich zu bringen.





֎ ֎ ֎





“ Wo hab ich dich bitte blamiert, junger Mann?!”
“ Das weißt du genau!” schnauzt dein Sohn und schmeißt seine Tasche in die Ecke.
“ Du darfst mich doch nicht vor meinen Freunden so ausschimpfen wegen ner schlechten Note, Mom!” knurrt er und lässt dich wütend die Hand zur Faust ballen.
“ Ich darf dich hier nicht anschnauzen, ich darfs nicht in der Schule und nicht am Telefon. Was soll der Scheiß?!” fauchst du und wendest dich ab, um beleidigt ins Haus zu stapfen. Du hockst dich aufs Bett und siehst auf die Uhr.
Masaru sollte auch bald mit der Schule fertig sein und dann kannst du ihn einkaufen schicken. Endlich ist er mal eine Hilfe und entlastet dich ungemein. Woher auch immer dieser Wandel gekommen ist, es ist das erste gute, dass dir seit langem geschehen ist.
Es klingelt und du blickst irritiert auf. Masa hat einen Schlüssel, also wer könnte es sonst sein. Du hievst dich hoch und gehst am Zimmer deines Sohnes vorbei, der auf seinem Bett liegt und mit seinem veralteten Gameboy spielt. Du wedelst mit der Hand und veranlasst ihn so, zu dir zu sehen. Währenddessen klingelt es unaufhörlich, sodass du schon innerlich zu kochen beginnst. Dein Sohn scheint es nicht für nötig zu halten, die Tür zu öffnen, obwohl sein Zimmer näher an der Haustür liegt als dein Schlafzimmer.
“ Mom, es klingelt.” du blinzelst und knurrst.
“ Tatsache?!” wütend dampfst du ab und blickst durch den Spion an der Tür, doch du kannst nichts sehen. Als würde jemand seine Fingerkuppe auf dem Glasauge ablegen. Ein Schauer fährt dir über den Körper und du schnappst dir den Basketball in der Ecke. Im Notfall würdest du ihn dem Angreifer an den Schädel werfen. Du reißt die Tür auf und erblickst jemanden im Kapuzenpulli, der dich um einiges überragt. Alarmiert, weil du sein Gesicht nicht sehen kannst, pfefferst du den Ball in seine Magengegend und nutzt den Überraschungsmoment aus, um dich auf ihn zu stürzen und ihn zu Boden zu drücken. Doch der Mann unter dir lacht nur und drückt dich weg, um dich unter sich zu positionieren. Du zeterst und trittst um dich. Bis er endlich seine Kapuze abnimmt und dir seine Visage präsentiert. Schlagartig hörst du auf, dich zu wehren und blinzelst mehrmals.
Er beugt sich zu dir und legt die Lippen auf deine. Du schließt die Augen und ziehst ihn an dich. Ein Räuspern ertönt hinter euch und du blickst zu Masaru, der mit den Händen in den Jeanstaschen zu euch blickt. Der Mann auf dir erhebt sich und zieht dich mit sich, worauf du dich sofort an ihn schmiegst.
“ Taiga, wieso bist du hier?” raunst du leise und streichst über die Wangenknochen deines Ehemanns. Dieser schnappt sich deine Hand, drückt einen Kuss auf dessen Rücken und streicht mit den Lippen über deine.
“ Ich hab gehört du kommst nicht ohne mich klar.” scherzt er und schnappt den Ball vom Boden, um ihn dann lässig auf der Fingerspitze rotieren zu lassen.
“ Aber kein Grund mich anzugreifen.”
Du lächelst entschuldigend und siehst auf den Boden, worauf er nur schmunzelt und dich fest an sich drückt. Du krallst die Finger in sein Shirt und inhalierst seinen Duft so lange, bis dir leicht schwindlig wird.
“ Können wir rein, Mom? Kuscheln könnt ihr auch im Wohnzimmer.” Taiga lacht leise und wuschelt seinem Ältesten durch die Haare.
“ Frech wie immer.” dann zieht er euch beide ins Haus und wird sogleich von seinem Jüngsten empfangen. Dieser klammert sich mit Armen und Beinen um Taiga und vergräbt das Gesicht an seinem Hals.
“ Daddy, ich wusste du kommst bald wieder.” dein Mann grinst und streicht sanft über das tiefrote Haar seines Jungen. Du musterst ihn schweigend und schluckst. Er hat dir so gefehlt. Du kannst es kaum erwarten allein mit ihm zu sein...




֎ ֎ ֎





Schnurrend schmiegst du dich enger an seinen nackten Oberkörper, während er dir durch die Haarpracht fährt und die andere Hand auf deinem Rücken ruhen lässt. Du siehst zu ihm hoch und fährst mit den Fingerspitzen seine unbedeckte Brustmuskulatur nach. Auch wenn du ihn jetzt mehrmals hattest, bekommst du einfach nicht genug von ihm. Du drückst dich fester an ihn und entlockst ihm ein animalisches Brummen, worauf du an seiner warmen Haut leicht grinsen musst. Seine Nägel kratzen leicht deinen Nacken hinab und ein angenehmer Schauer zieht sich über deinen nackten Körper. Taiga zieht die Decke über euch, schlingt den Arm um dich und krault dich weiter.
“ Baby, es tut mir leid, dass ich so lang weg war.” du schmunzelst leise und verschränkst die Finger auf seiner Brust, um dann dein Kinn auf die Handrücken zu betten und zu ihm zu sehen.
“ Es zählt nur, dass du jetzt etwas da bist.” er grinst breit, packt dein Kinn und zieht dich näher, um seine Lippen fest auf deine zu pressen. Schnurrend krallst du die Finger in seine ohnehin schon zerzausten Haare und erwiderst den Kuss genießerisch. Dann bringt er dich wieder etwas auf Abstand und blickt dir tief in die Augen.
“ Ich bleibe.” überrascht blinzelst du mehrmals und stützt dich etwas fester auf seinem Brustkorb auf, um dann auf ihn hinabsehen zu können.
“ Wie meinst du das?” er grinst und zwirbelt eine deiner längeren Haarsträhnen um seinen Finger, wobei du ihn schweigend beobachtest. Er wendet seine dunklen Irden wieder dir zu und haucht dir einen Kuss auf die Stirn.
“ Wie soll ich das schon meinen? Ich bleibe hier.” du blinzelst wieder und schlingst die Arme gefährlich fest um ihn.Er keucht kurz, tätschelt dann aber liebevoll deinen Rücken und erwidert die stürmische Umarmung.
“ Du solltest nicht allein auf dich gestellt sein.” du murrst und boxt gegen seine Brust.
“ Das merkst du aber schnell.” er lacht leise bei dieser sarkastischen Bemerkung und reibt sich den Nacken. Dann dreht er sich, sodass er über dir liegt und sieht auf dich hinab. Du blickst in der Dunkelheit zu ihm auf und musterst ihn abwartend. Gurrend leckt er über deine Unterlippe und lässt dich breit grinsen.
“ Was hab ich verpasst?” raunt er, während seine kühlen Lippen über deine erhitzte Haut am Hals streichen.
“ Naja, dein einer Sohn mutiert zum Rebell, der andere ist es längst.” Taiga runzelt die Stirn und weicht etwas zurück.
“ Wie meinst du das?” Ihr horcht beide auf, als es an der Tür klingelt und runzelt die Stirn zeitgleich. Taiga hüpft aus dem Bett und schlüpft in seine bequeme tief sitzende Jogginghose, um dann den Wecker zu nehmen und drauf zu sehen.
“ Es ist 3 Uhr morgens, wer klingelt um die Uhrzeit Sturm bei uns?!” du zuckst die Schultern und wirfst dir ein Nachthemd über.
“ Lass uns eben nachsehen.” er nickt langsam und geht zur Haustür, während du ihm schweigend hinter her tapst und schon Übles ahnst.
Taiga reißt die Tür auf und sieht zu dem Mann, der ihm gegenüber steht.
“ Aomine.” knurrt er, während du den Polizisten prüfend musterst und die Arme vor der Brust verschränkst. Der Blauhaarige grinst nur und hält eine Person an Handschellen hoch. Du weitest die Augen und starrst auf den Jungen vor dir.
“ Ich hab ein Geschenk für dich, Bakagami.”
Immer noch komplett entgeistert siehst du deinen Ältesten an, der in Handschellen vor eurer Haustür steht und den Blick beschämt nach unten gerichtet hält. Du fängst dich schnell wieder und nickst dem Mann zu, der sich ein merkwürdiges Starrduell mit deinem Gatten liefert.
“ Kennt ihr euch?” fragst du vorsichtig und zuckst zusammen, als beide in bizarrem Tonfall synchron sprechen:
“Flüchtig.” du nickst und ziehst den Polizisten darauf hin einfach rein. Dein Sohn, der an den Mann gekettet ist, wird also mit einem Ruck mit gezogen und blickt genauso überrascht drein, wie der Beamte.
“ Bleiben Sie doch noch auf eine Tasse Tee.” sagst du ruhig und siehst, wie dein Mann hinter dem dunklen Blauhaarigen steht und vehement den Kopf schüttelt. Du hebst die Brauen und hängst die Jacke dieses Aomine auf den Haken im Flur.
“Ich zieh mir kurz was anderes an und ihr befreit meinen Sohn von den Handschellen. Bin gleich wieder da”
Offensichtlich scheint dein Ehemann diesen Kerl nicht sonderlich zu mögen. Umso besser. Rache ist süß. Grinsend gehst du in dein Zimmer und ziehst dir etwas weniger unanständige Sachen an. Der Gast muss ja nicht wissen, dass du und dein Mann bis eben noch ordentlich Spaß gehabt haben...





֎ ֎ ֎





Schweigend hocken die drei Männer am Esstisch, während du das Teewasser aufsetzt und dich schließlich zu ihnen hockst.
“ Schau mich an, Masaru!” knurrst du streng und veranlasst deinen Ältesten, aufzusehen, worauf du geschockt ausatmest. Seine rechte Schläfe tropft Blut hinab und seine Lippe ist von einem festen Schlag aufgeplatzt. Du erhebst dich, um etwas Desinfektionsmittel zu holen und wirst dabei von Aomine beobachtet. Er sieht zu Taiga und grinst höhnisch.
“ Hätte eher gedacht, dass ich dich abführen muss, aber dein Sohn tuts auch.”
“ Schnauze” faucht er und lässt dich leise schmunzeln. Auch wenn er so grob spricht, verspürst du keinen Hass zwischen den beiden Männern. Du kommst mit einer Küchenrolle an und reißt ein Papiertuch ab, um Desinfektionsmittel darauf zu tupfen und es fest an die Schläfe deines Sohnes zu pressen. Dieser jault überrascht auf, doch du verpasst ihm eine Kopfnuss und knurrst kühl:
“ Wenn du dir so eine Verletzung einbrocken kannst, solltest du gefälligst auch mit ihren Folgen leben können. Baka!” du haust ihm noch mal auf den Hinterkopf, wobei Aomine und Kagami kurz zusammen zucken und sich ansehen. Du richtest die Augen wieder auf die Männer und lächelst zuckersüß. Der Beamte räuspert sich und legt die Mütze auf den Tisch, worauf du diese nimmst und auch aufhängen gehst.
“ Also Kagami... Du hast jemanden gefunden, der es mit dir aushält?” du schmunzelst. Dieser Gast ist dir wirklich sehr sympathisch. Darauf murrt dein Mann nur und schaufelt sich den Mitternachtssnack rein, den du für ihn vorbereitet hast. Du verschränkst die Finger unter deinem Kinn und musterst den Polizisten.
“ Also Aomine-san. Wieso haben Sie meinen Sohn verhaftet.” du strafst diesen noch einmal mit einem bösen Seitenblick, worauf er zusammen zuckt und sich ein Kühlpack an die aufgeplatzte Lippe presst.
“ Ich habe ihn aufgelesen, als er sich mit einem verhüllten Jungen geprügelt hat. Dieser konnte aber leider flüchten. Ihn hätte ich natürlich auch festgenommen. Außerdem ist Ihr Sohn trotz der Ausgangssperre um diese Uhrzeit draußen gewesen. Da er sich gewehrt hat, musste ich ihn fesseln.” du wirfst einen Blick auf deinen Mann, der schweigend etwas Tee trinkt, und schmunzelst. Du kennst noch so einen Kagami, den man Fesseln muss, wenn er bockig ist. Du siehst wieder zu Aomine und rührst mit deinem Löffel in der Teetasse herum.
“ Aber wer sagt, dass mein Sohn der Angreifer war?”
“ Es war Notwehr.” dein Blick schnell zu ihm und du knurrst:
“ Du hältst dich da raus.” er grummelt und sinkt den Stuhl etwas tiefer herunter. Du wendest den Blick zu deinem mampfenden Ehemann, blinzelst und drückst sein Gesicht in den Teller vor ihm. Hustend richtet er sich auf und funkelt dich wütend an, während Aomine nur schmunzelt und offensichtlich ein Lachen nur mit Mühe verkneifen kann.
“ Was soll das, Misuki?!” knurrt dein Gatte und wischt sich mit einer Serviette über das mit Reis und Curry bedeckte Gesicht. Du siehst zu ihm stützt dein Gesicht in die flache Hand und raunst zuckersüß.
“ Ich sehe es nicht ein, dass ich die einzige bin, die ihren 16 Jährigen Sohn dafür runter macht, dass er abgeführt wurde... Alsooo?” er schluckt das Essen runter, sieht streng zu seinem Jungen, setzt an etwas zu sagen, doch stößt nur die Luft aus dem Mund und rülpst leise.
“ Bakagami!”
“ Schnauze Aomine!” Du blinzelst und schüttelst nur den Kopf. Entschuldigend reibt sich Taiga den Nacken und murrt:
“ Du bist der strenge Part, Misuki” du zischst leise und erhebst dich, um seinen Teller wegzuräumen.
“ Füll mir noch mal nach, Baby. Bitte” du schnappst die Kelle und schöpfst die fünfte Portion auf den Teller.
“ Wollen Sie auch was?” fragst du an Aomine gewendet, der nur den Kopf schüttelt und gelangweilt “ Nein Danke” brummt. Du nickst, pfefferst den Teller vor Taiga hin und setzt dich wieder.
“ Jetzt erzähl uns deine Version.” sagst du an deinen Sohn gewandt, der sich nur schweigend über den Oberarm streicht. Etwas irritiert siehst du an die Stelle und bemerkst trocken.
“ Kannst du mir mal verraten, wieso du bei der Hitze einen Sweater trägst.” sofort schnellt dein Arm nach vorne und du zuckst zusammen, als sich unter dem Hemdstoff etwas feuchtes warmes ertasten lässt. Dein Sohn knurrt schmerzerfüllt, als du auf die Stelle drückst und du seufzt leise.
“ Shirt aus. Ich muss mir das genauer ansehen.”
Während ihr beide auf der Couch hockt, unterhalten sich die anderen Männer leise. Oder keifen sich eher an, wie kleine Teenager.
“ Pff ob du es glaubst oder nicht, ich habe auch Kinder und ne Frau.”
“ Das glaub ich allerdings echt nicht.”
“ Hier siehst du?”
“ Du trägst Bilder in deinem Geldbeutel mit dir herum? Wie süüß Aomine.”
“ Schnauze, Baka.” grummelnd verstaut der Beamte wieder das Portmonaie in seiner Brusttasche und nimmt einen Schluck, von dem Sake, den du ihm hingestellt hast.
“ Bist du jetzt mit Momoi verheiratet?” fragt Taiga beiläufig und erhält nur ein Brummen.
“ Ja und nein.”
“ Soll heißen?” du grinst und spürst förmlich, wie dein Mann mega interessiert ist, aber es nicht zugeben möchte. Aomine streckt sich kurz und spielt gelangweilt mit dem Flaschenöffner herum.
“ Momoi ja, Satsuki nein.” verstehend nickt dein Rothaariger und sieht an die Decke.
Du presst etwas auf die Wunde deines Jungen und siehst ihn ernst an.
“ Wer hat das getan?” er zuckt die Schultern, sieht wie sein Vater an die Decke und schweigt.
Scheinbar hat jemand das Tattoo fest mit einem Messer durchritzt, damit später die Narben die Brandmarkung verdecken. Du siehst ihm in die Augen, packst sein Kinn und fauchst.
“ Von jetzt an, gehst du nie wieder um so eine Uhrzeit heraus.” ein trotziges Funkeln stiehlt sich in seine Irden und er erwidert.
“ Wie willst du das verhindern?” Du deutest hinter dich auf die beinahe zwei Meter großen Männer am Tisch, die sich zeternd streiten, wer das beste Basketball Ass gewesen sei.
“ Ich setze deinen Vater und den komischen Polizisten auf dich an.” er schluckt und sieht geschlagen zur Seite. Zufrieden nickst du und wickelst etwas Verband um seinen Oberarm, um diesen dann festzuknoten und sichtlich befriedigt dein Werk zu betrachten.
“ Dad wird eh bald wieder weg sein.” du lächelst und streichst ihm eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht.
“ Nein wird er nicht. Er bleibt.” gerade will er was sagen, als ein Poltern ertönt, da die beiden Männer, sich erhoben haben und gegenseitig am Kragen gepackt halten.
“ Lass los!”
“ Nein lass du los!”
“Baka! Ich bin Polizist!”
“ Und ich bin gewillt dir die Fresse einzuschlagen, auch wenn du der Kaiser von Japan wärst!” Seufzed schnappst du dir dein Handy und tippst eine Nummer ein. Du wartest, bis sich die Stimme meldet und fragst vorsichtig.
“ Verzeih mir, hab ich dich geweckt?”
“ Nein ich war sowieso gerade wach. Was gibt es?”
Du erhebst dich und stellst dich zwischen die beiden Männer. Wortlos hältst du das Handy vor ihre Nasen und sagst.
“ Hört ihm gefälligst zu.” dein Daumen drückt die Lautsprecher Taste und die Stimme ihres Freundes ertönt.
“Minna, es ist fast vier Uhr morgens. Hört auf euch zu streiten!” Beide lassen sich langsam los und knurren noch leise.
“ Bitte strapaziert nicht die Nerven von Misuki.”
Aomine schnaubt nur und schiebt die großen Hände in die Taschen.
“ Misch dich nicht immer ein, Tetsu!”





֎ ֎ ֎





“ Wiedersehen, Daiki!” grinsend winkst du dem Mann zu, der in den Polizeiwagen steigt und rufst nochmal:
“ Wenn du die Kerle erwischst, die Masaru das angetan haben, bringst du sie vorher zu mir.” er lacht nur und schließt die Fahrertür zu.
“ Auf Wiedersehen, Bakagami.”
“ Lass dich bloß nicht wieder hier blicken, Bastard!” du lachst leise und stößt ihn in die Rippen.
“ Keine Beamtenbeleidigung!” Er murrt nur und geht mit dir ins Haus. Leise legt er die Kette vor dir Tür und schließt ab,während du zu deinem Sohn gehst, der auf der Couch eingeschlafen ist, und ihm eine dunkle Decke über den großen Körper legst. Du streichst noch mal durch sein Haar und grinst breit. Er sieht so friedlich aus, wenn er schläft. Taiga schlingt die Arme von hinten um dich und haucht dir einen Kuss auf den Nacken.
“Nenn den Idioten bitte nicht Daiki.” du drehst dich um und piekst ihm in die Brust.
“ Er hats mir angeboten, also nehm ich es an. Alles andere wäre unhöflich.” Er schnaubt nur und folgt dir ins Schlafzimmer. Langsam ziehst du dich wieder um und legst dich ins Bett. Wenig später legt sich auch dein Mann neben dich und packt dich, um deinen Körper dann an sich zu ziehen. Du seufzt wohlig und schließt langsam die Augen.
“ Ich liebe dich.”
“ Ich dich auch. Aber nenn ihn trotzdem nicht Daiki.” du kicherst und schläfst langsam ein.
Es hat sich nicht einmal wie ein paar Stunden angefühlt, da klingelt auch schon dein Wecker, den du ganz vergessen hast auszuschalten. Du haust murrend drauf und drehst dich in Taigas Armen langsam. Er grummelt und öffnet die Augen. Du musterst ihn prüfend und schmunzelst.
“ Hast du die ganze Nacht wieder nicht geschlafen?” er zuckt nur die Schultern. Der und seine Schlafstörungen. Du streckst dich langsam und setzt dich auf. Es ist zwar viel zu früh, aber dein eines Kind spielt draußen schon Basketball, also ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Sehnsüchtig sieht dein Mann aus dem Fenster und entlockt dir ein Lachen.
“ Geh schon.” er grinst breit, küsst dich kurz und stolpert aus dem Raum. Wenig später kommt er wieder und schnappt sich seine Hose und Schuhe.
“ Ich sollte mich vielleicht anziehen.” du musterst ihn und lachst.
“ Vielleicht solltest du das.” er nickt und rennt angezogen wieder aus dem Haus. Du streckst dich kurz, schlüpfst in eine bequeme Strickjacke und trittst auf eure Hinterveranda, um deinen Jungs beim Spielen zu zu sehen.
“ Eins gegen Eins!” ruft Taro übereifrig und passt den Ball zu seinem Vater. Dieser passt ihn zurück und stellt sich vor sein Kind. Dieses schaut sich um, versucht an ihm vorbeizukommen, aber versagt dabei sichtlich. Erst, als er zwischen seinen Beinen durchpasst kann er vorbei, wird aber sogleich geblockt und landet auf dem Hintern. Du kicherst leise und stellst die Teller auf den Tisch.
“ Noch mal!” Taiga nimmt den Ball und prellt diesen elegant auf den Steinboden.
“ Schau mal. Wir spielen ein Ratespiel. Du weißt doch so gut, über meine Vergangenheit bescheid.” dein Sohn nickt und mustert seinen Vater abwartend. Er stellt sich ganz ans Ende des Gartens und brummt mit tiefer Stimme:
“ Mach dich nicht lächerlich.” er drückt seinen Finger an die Nasenwurzel, als würde er etwas hochschieben und entlockt deinem Sohn ein lautes Lachen.
“ Das ist Midorima Shintarō!”
“ Richtig. Der nächste.” er legt sich auf den Boden und zielt auf den Korb.
“ Der einzige, der mich schlagen kann, bin ich selbst.” lachend kugelt sich dein Sohn im Gras und japst:
“ Aomine Daiki!” Du horchst auf und schmunzelst. Daher kennen die beiden Männer sich also.
“ Der nächste Daddy.”
“ Der nächste Daddy.” dein Kind runzelt die Stirn.
“ Jetzt mach schon Dad!”
“ Jetzt mach schon Dad!”
“ Äffst du mich nach?”
“ Äffst du mich nach?”
“... KISE RYŌTA!”  Taiga lacht und nickt. Du setzt dich auf eure Hollywood Schaukel und siehst zu den beiden. Kagami stellt sich auf die Zehenspitzen, grummelt leise und kratzt sich am Kopf.
“ Ich will Süßes!” Taro lacht und springt um seinen Vater herum,
“ Was für eine Frage! Murasakibara ATSUSHI!”
Doch plötzlich greift Taiga die Schulter seines Sohnes und presst ihn auf den Boden. Irritiert sieht er zu seinem Vater, der sich auf die Knie begeben hat und nun murrt.
“ Geh auf die Knie.”
“ Hahhaha Akashi Seijūro!”
“ Abgeschlossen.” Dein Sohn klatscht mehrmals in die Hände und du siehst gerührt zu deinen Jungs. Masaru tritt neben dich und setzt sich hin. Schweigend sieht er zu seinem kleinen Bruder, der sich auf die Schultern seines Vaters gesetzt hat und so tut, als würde er dunken.
“ Es ist schön, dass Dad wieder bleibt.” du nickst langsam, erhebst dich und holst die Sachen, die ihr zum Frühstücken braucht. Dir wird etwas unter die Nase gehalten und du hebst die Augenbrauen.
“ Die hab ich mir gekauft gehabt. Aber ich will sie nicht mehr. Ich ändere mich, Mom.” du nimmst die Zigarettenschachtel an dich und legst sie beiseite. Dann ziehst du den größeren Jungen in deine Arme und kraulst seinen Nacken.
“ Alles gut, Baby. Ich bin stolz auf dich.” er nick und vergräbt das Gesicht in deinen Haaren, worauf du gerührt lächelst und die Tränen etwas wegblinzeln musst. Dann streichst du dir über die Augen und gehst in die Küche, um mit Masaru das Frühstück zuzubereiten.
Endlich sitzt ihr alle beisammen. Taiga und Taro essen für vier Leute und du und Masaru trinkt lieber euren Morgenkaffee.
“ Erzähl deinem Vater von der schlechten Nachricht, Taro.” Damit spielst du auf das schlechte Ergebnis im Japanisch Test an. Der Angesprochene verschluckt sich darauf an seiner Mahlzeit und kippt schnell den Saft nach, der vor ihm steht . Hustend sieht er zu euch und spielt mit dem Essen.
“ Naja...Es ist was schlimmes passiert Dad...”
“ Und was?” er nimmt einen Schluck Wasser und sieht zu seinem Kind, das nun grinst.
“ Uns ist ein Hündchen zugelaufen und Mama sagt, wir können es behalten.” sofort spuckt er das Wasser aus. Direkt auf dich. Du siehst ihn genervt an und tupfst dir die Wasserperlen mit einer Serviette vom Gesicht.
“ Das... das ist furchtbar. Das können wir nicht machen!” er sieht dich vorwurfsvoll an und veranlasst dich, dein Kind anzuknurren.
“ Sag die Wahrheit.” der Junge lacht und klopft seinem blassen Vater auf den Rücken.
“ Keine Angst, Dad. Ich habe nur ne miese Note in Japanisch.” erleichtert seufzt dein Mann und sagt.
“ Wenns weiter nichts ist.” Entrüstet siehst du ihn an und fragst.
“ Taiga? Er hat ein F!”
“ Alles besser, als ne Bestie daheim.” du blinzelst und verdrehst die Augen. Dann nimmst du dein Handy, verschickst eine Nachricht und rufst danach die Nummer an, die dir Kuroko Tetsuya geschickt hat. Taiga mustert dich misstrauisch und hebt die gespaltene Augenbraue.
“ Hallo? Hier spricht Kagami Misuki. Haha ja Kagami wie Bakagami. Also wir würden heute gern vorbei schauen.” sofort ahnt er was du vor hast und versucht dich abzuhalten. Doch du nickst und raunst dann überhöflich.
“ Hach ja, wir freuen uns schon sehr drauf. Daiki!” Dann legst du auf und lehnst dich siegessicher zurück.
“ Daiki? Wie Aomine Daiki? Cool!” sofort strahlt dein kleinster Sohn und isst schnell auf.
“ Daiki... Wie Daiki, der Bulle, der mich verhaftet hat?!” du nickst und grinst. Taiga sieht dich nur an, blinzelt und sieht zu seinem Jüngsten.
“ Ein F ist inakzeptabel!” du lachst, erhebst dich und küsst seine Wange.
“ Zu spät, Baby. Zieh dir was schickes an. Wir besuchen deinen alten Freund.” er knurrt nur und sieht dich an.
“ Du schickst mich in die Hölle, Misu.” du lachst nur, streichst liebevoll über seine Wange und schnurrst.
“ Ich dachte alles ist besser, als eine Bestie zu Hause?”
“ Naja...Wir fahren jetzt zu einer Bestie nach Haus.” du kicherst und deckst ab.
“ Stell dich nicht so an. Das war die Strafe, dass du nen Job in Amerika hattest und mich als den strengen Part abgestempelt hast.” er nickt und küsst dich.
“ Ich bereue ja schon.” du grinst und gehst in die Küche.
“ Also ich bereue nicht!” Das wird sicher spaßig. Rache ist und bleibt das Süßeste.




☼ ☼ ☼





*HeyyHooo :)
Drei Tage vergangen, schnell hochladen :D
Hier hatten wir endlich unseren Bakagami! Da sich so viele den gewünscht haben, bin ich sehr gespannt auf euer Feedback :)

**Oioioi Aomine kommt ja des öfteren in den Bonuscaps vor xD Aber es hat so gepassr (/._.)/

***Der nächste Daddy wird unser Takao sein! Der erste Reviewer dieses Kapis darf sich den nächsten Papi wünschen ! Und der Reviewer Nummer 2 darf eine Situation für Daddy Takao wünschen! Also her damit :) In dem nächsten Kapitel wird eine AN mit den Charas folgen, die wir noch haben und welche ich schon abgearbeitet habe. Da verliert Frau ja den Überblick XD

****Vielen Dank für die 2 Reviewer des letzten Kapis :) Geister Geschichten sind verständlich nicht jedermanns Sache ;D

*****Ihr lest so brav *-* Das ist so toll! Wir sind schon bei über 1600 Aufrufen und 50 Favos *~*

******Ich hoffe ihr freut euch aufs nächste Kapi so wie ich mich aufs Schreiben freu :D Man liest sich ihr Lieben! *Kuchen hinstell*
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