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֎ Family Time ֎

von NIzz
GeschichteHumor, Familie / P16 / Gen
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
23.06.2015
24.02.2016
34
261.024
55
Alle Kapitel
164 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
04.07.2015 6.711
 
*mago= Enkelkind
**baa-san=Oma

Viel Spaß beim Lesen! Die AN unten ist auch wie immer zu beachten :3

Reader x Haizaki Shōgo





Keuchend setzt du das Paket ab, dass du von den Nachbarn holen musstest und seufzt leise. Es reicht wirklich mit diesen Blicken der Leute, die dich entweder mitleidig oder verachtend mustern. Dein “netter” Herr von neben an hätte das schwere Paket ruhig tragen können. Schnaufend schmeißt du es auf die Fußmatte vor eurer Wohnung und suchst in deinem Cardigan nach deinen Wohnungsschlüsseln. Leicht runzelst du die Stirn, als du ihn in der rechten Tasche nicht findest, in der du ihn vermutet hast. Schnell kramst du in der linken Tasche. Fussel, Knöpfe, ein Bonbon... Du spuckst es aus und wischst dir über den Mund. Das Bonbon ist zweifellos nicht mehr essbar gewesen. Seufzend wühlst du in deiner Tasche der Jeans herum und raufst dir verzweifelt die Haare. Dein einer Sohn ist noch in der Schule und dein anderer auch. Bei diesem Gedanken schnaubst du. Als wäre Kaito tatsächlich in die Schule gegangen. Der pennt sicher immer noch. Dann willst du dein “ Baby” mal wecken. Diabolisch grinsend drückst du auf die Klingel und betätigst sie laaange. Das schrille Geräusch hallt durch das gesamte Haus und fern hinter der weißen Haustür mit der ausgebleichten Nummer 5 ertönt ein Poltern. Du grinst. Der Herr ist wohl aus dem Bett gefallen. Leise Flüche dringen zu dir durch und die Haustür wird mit einem festen Ruck nach innen aufgerissen. Jedes Mal, wenn du deinen Sohn siehst musst du ein paar Mal blinzeln. Er sieht seinem Vater wirklich sehr ähnlich. Von dir hat er höchstens die roten Augen. Du fährst dir durch das weißblonde Haar und musterst deinen verschlafenen 16 Jährigen Sohn. Er blinzelt ein paar Mal und erkennt dich schließlich. Geschockt lässt er aus erstem Reflex erst mal die Tür zu knallen. Entgeistert blinzelst du und hämmerst gegen die Tür.
“Haizaki Kaito! ÖFFNE DIE TÜR!” du hörst ihn leise ein Gebet murmeln und wirst sogleich empfangen. Er lehnt sich in den Türrahmen und mustert dich mit ausdruckslosem Gesicht, während du versuchst das schwere Paket wieder hochzuheben. Schnaubend eilt er dir zur Hilfe und hebt es sich unter den rechten Arm
“ Wieso bist du denn schon da, Ma?” du stemmst die Hände in die Hüften und wirfst ihm deinen Schuh in den dir zugedrehten Rücken. Er stellt das Paket ab und holt ein Messer hervor. Dein Wurfgeschoss hat ihn scheinbar nicht wirklich gejuckt. Du seufzt und ziehst den anderen Schuh aus, um dann beide unter eure Jacken zu stellen. Du stellst dich hinter ihn und umarmst deinen größeren Sohn von hinten. Er schneidet das Paket auf und lässt die warme Geste über sich ergehen.
“ Ich bin schon da, weil die mich mal wieder nicht gebraucht haben. Zu wenig los im Laden.” er nickt und öffnet das Päckchen. Du streichst ihm durch das dunkelgraue Haar und drehst ihn zu dir. Seine roten Augen mustern dich und du streichst ihm über die Wange.
“ Und wieso bist du NOCH da?” er hebt die Augenbrauen.
“ Es ist Samstag” du schmunzelst und ziehst ihn an seinem linken Ohr zu dir runter. Er zetert und wehrt sich, während du nur den Kopf schüttelst.
“ Diese Ausrede zieht nicht mehr. Du weißt genau, dass Montag ist, junger Mann.” du lässt ihn los und er reibt sich das gerötete Ohr. Dann zuckt er teilnahmslos die Schultern und steckt die Hände in seine Hosentaschen. Du seufzt und boxt ihm kurz gegen die rechte Brust, was er nur mit hochgezogener Braue kommentiert.
“ Bitte geh wieder zur Schule. Das ist wichtig, Kaito.” er sieht aus dem Fenster und schnaubt.
“ Du kannst deinen Bruder von der Schule abholen.” sein Blick gleitet zu dir, seine Augenbrauen schießen in die Höhe und du seufzt kapitulierend.
“ Wen frag ich das. Als ob du das jemals tun würdest.” er setzt sich seine Kopfhörer auf und biegt aus der Küche in sein Zimmer ein, um dort die Tür zu schließen. Du blickst ihm nach. Es tut dir so weh, ihn so zu sehen, wie er schon seit 5 Jahren ist. Und all das bleibt an dir hängen. Seufzend ziehst du die Geschenke aus dem Paket, die dir deine Mutter hat zukommen lassen. Darin befindet sich auch eine Karte, die du lächelnd aufklappst und beginnst zu lesen.



Liebe Azarni,


Ja ich melde mich auch mal wieder. Ich hoffe dir geht es gut und deine drei Jungs tanzen dir nicht auf der Nase herum. Dein Mann ist dir sicher eine große Hilfe. Wir können es kaum erwarten, dich wieder zu sehen. Deine Omi hat schließlich nächste Woche Geburtstag und möchte ihren Lieblings- Haizaki sehen! Bitte erfüll ihr diesen Wunsch, sie wird schließlich 90! Und auch ich möchte meinen Lieblingsschwiegersohn wieder sehen! Viele Küsschen! Schön, dass du noch die einzige in der Familie bist, die sich noch nicht von ihrem Mann getrennt hat und brav durch hält.

☼Wir haben dich lieb Sonnenschein ☼




Jetzt hast du ein Problem...




֎ ֎ ֎




“ Was soll das heißen, du hast es ihr noch nicht gesagt?!” faucht dir deine beste Freundin am Telefon entgegen, wodurch du das Handy von dir weghalten musst. Seufzend rührst du die Milch im Topf um und betrachtest die Milchreispackung in deiner linken Hand.
“ Hallo? Azarni? Antwort  bitte?” du klemmst dir das Telefon zwischen Ohr und Schulter und antwortest ihr brummend.
“ Es hat sich nicht ergeben.” ein Schnauben ertönt am anderen Ende der Leitung und du verdrehst die Augen.
“ Du bist seit 5 Jahren von diesem Mann getrennt und deine Familie weiß das immer noch nicht?” du seufzt und gehst in der Küche herum.
“ Sie mögen ihn eben.”
“ Kapier ich nicht. Was der alles abgezogen hat...” du lachst und raunst.
“ Du übertreibst es mal wieder Süße.”
“ Hat er die Scheidungspapiere schon unterschrieben?” du überlegst und beißt dir auf die Unterlippe.
“ Dein Schweigen deute ich als ein NEIN” du nickst und raunst darauf eine kleinlaute Bestätigung. Deine beste Freundin seit Kindertagen seufzt und antwortet etwas milder als vorher.
“ Soll ich vorbei kommen?” du nickst.
“ Azarni, wenn du nickst kann ich das durchs Telefon nicht sehen!” du lachst nervös und antwortest.
“ Tut mir leid. Ja komm vorbei... Und wenn du schon unterwegs bist... Kannst du Chiro bitte von der Schule mitbringen?” sie stimmt zu und legt auf. Du bleibst zurück, setzt dich auf den Stuhl und vergräbst das Gesicht in den Händen. Kaito kommt zu dir in die Küche, schlendert an dir vorbei und öffnet den weißen Kühlschrank, um dann den Kopf rein zustecken.
“ Es gibt gleich Essen, Kaito!” er zuckt die Schultern und schnappt sich etwas Schinken.
“ Deine Milch kocht über, Ma.” geschockt schnellst du herum und hechtest schnell zu dem Topf, der schon einiges des Inhalts über dem Herd verteilt hat. Grummelnd wischst du alles sauber und setzt neue Milch auf.
“Hättest du mir das nicht früher sagen können?” fauchst du und verpasst ihm eine Kopfnuss. Er reibt sich den Schädel, sieht dich wütend an und verschwindet aus der Küche. Du raufst dir die Haare, füllst den Reis in die kochende Milch, um dich dann darauf an den Tisch zu setzen. Warum haben sich deine Schwestern alle vor dir scheiden lassen?! Dann hättest du jetzt keine Probleme mit dem bevorstehenden Geburtstag deiner geliebten Oma, die du auf keinen Fall damit schocken willst, dass ihre Lieblingsenkelin ihren Mann vor 5 Jahren in den Wind geschossen hat. Ein Klicken ertönt und du bemühst dich nicht mal über die Schulter zu blicken. Es kann ja nur deine beste Freundin sein.
“Könntest du mal die Tür richtig schließen? Was wenn jemand mal deine Kinder entführt?”
“ Wer meine Söhne entführt bringt sie spätestens am nächsten Tag wieder zurück” scherzt du. Ihre Hand legt sich an deinen Rücken und du drehst dich um, um sie anzulächeln.
“ Wo ist Chiro?” sie lächelt etwas gequält und setzt sich zu dir.
“ Er malt wieder was für seinen Vater.” du nickst und fährst dir durch die Haare, während sie sich aus ihrem dunklen Mantel schält und diesen auf ihrem Stuhl ablegt. Sie schiebt dir eine Zigaretten Schachtel rüber, doch du winkst kopfschüttelnd ab. Sie mustert dich kurz prüfend und steckt sich dann eine zwischen ihre rot geschminkten Lippen.
“ Hast du Feuer?” du zuckst die Schultern und deutest hinter dich.
“ Sieh mal in der Schublade neben dem Herd nach.” sie erhebt sich, kramt in der besagten Schublade herum und fischt ein altes Päckchen Streichhölzer heraus. Mit einem Ratscher zündet sie das Stäbchen an und hält es an ihre Kippe, um dann den Rauch zu inhalieren und durch ihre Nasenlöcher auszustoßen. Du wedelst mit der Hand den Rauch weg und siehst sie ausdruckslos an. Sie versteht den Wink, erhebt sich und öffnet das Fenster, um sich auf dem Fensterbrett niederzulassen und nach draußen zu sehen.
“ Also was hast du jetzt vor?”





֎ ֎ ֎




“ Nimm dir bitte einen Löffel, Chiro.” dein Sohn blickt zu dir, grummelt und schnappt sich das besagte Besteck, um es dann in den Berg Michreis zu rammen. Kaito spielt schweigend mit dem Haufen Essen herum und deine beste Freundin haut ordentlich rein. Du hast den Teller längst von dir geschoben und nippst lieber an deinem Glas mit kühlem Eistee. Die Stille bei Tisch ist nichts neues. Du weißt, dass deine Söhne ihren Vater mehr als alles andere vermissen. Chiro zeigt es, doch Kaito lässt seinen Kummer eher indirekt durchblicken. Deine Augen gleiten über deine Kinder, die ihr Essen bereits aufgegessen haben und sich etwas unruhig auf ihren Stühlen bewegen.
“ Ja ihr dürft aufstehen.” während dein Jüngster sich durch die strubbligen blonden Haare fährt und schnell sei Geschirr in die Spüle stellt, erhebt sich der Älteste schweigend und verschwindet in sein Zimmer. Du blickst ihm nach und seufzt schwer. Als du noch mit Shōgo zusammen warst und er hier gelebt hat, war das alles viel einfacher. Und seit er seine Söhne kaum sehen darf, da das Jugendamt ihn als zu gefährlich einstuft, gehen deine Kinder komplett ein.
“ Sie waren mal so süß.” du siehst zu deiner blonden Freundin, die sich eine weitere Portion Milchreis auf ihren Teller packt und die Tasse mit dem Zimt-Zucker Gemisch zu sich zieht, um es breitflächig über dem Essen zu verteilen. Du weißt genau was sie meint. Deine Söhne haben sich komplett verändert und du bist indirekt Schuld.
“ Hab ich zu voreilig gehandelt?” sie seufzt und schiebt sich den vollen Löffel in den Mund. Während sie kaut, scheint sie auch gleichzeitig zu überlegen. Du hingegen erhebst dich, stellst alles in die Spüle und siehst an die Decke.
“ Ich denke, du hast zu schnell aufgegeben.” du siehst sie irritiert an und befeuchtest einen Lappen, mit dem du schließlich den Tisch wischen kannst.
“ Aber du konntest ihn nie leiden.” sie winkt ab und schaufelt sich noch etwas mehr auf ihren Teller. Wo frisst sie das alles immer nur hin?
“ Ich mag ihn nicht, weil er zu verplant ist. Er hat alles auf dich abgeschoben und du bist eben jemand, der mit zu vielen Pflichten leicht überfordert ist, Aza-chan” du wischst einmal quer über den Runden Tisch und rubbelst ein zermatsches Reiskorn vom dunklen Holz.
“ Tut mir leid, ich kann dir nicht folgen.” sie verschränkt ihre langen Finger ineinander und sieht dich lange an. Langsam wird dir mulmig zumute, da sie nur starrt, aber dennoch nichts sagen will.
Schließlich tupft sie sich mit einer beigelegten Serviette den Mund ab und sucht in ihrer Tasche nach den Zigaretten. Während du alles restliche Geschirr verstaust, bewegt sie sich zum Fenster und steckt die Kippe zwischen Ober- und Unterlippe. Da sie etwas im Mund hat, nuschelt sie etwas, doch du verstehst laut und deutlich, was sie sagt:
“ Für dich war es vielleicht ganz okay ihn zu verlassen, doch deine Jungs werden darüber nie hinweg kommen.”






֎ ֎ ֎






Je näher du dem Wohnhaus kommst, desto nervöser wirst du. Was sollst du sagen?
“ Hey das letzte Mal, dass wir uns gesehen haben, war vor 3 Jahren und das auch noch mit meiner Anwältin.” nein das ist nicht sonderlich durchdacht. Du reibst dir die schweißnassen Handflächen an dem schwarzen Jeansstoff ab und checkst dich noch einmal im Rückspiegel. Du fährst dir durch die blonden Haare und trommelst auf deinem Armaturen Brett herum, bis die Ampel auf grün schaltet. Schließlich hältst du mit dem Wagen vor dem Haus und atmest ein paar Mal tief durch. Einen kurzen Augenblick spielst du mit dem Gedanken, wieder umzukehren, doch so feige darfst du nicht sein. Du stößt die Wagentür auf und setzt deine Sonnenbrille auf, um wenig von deiner Coolness zu bewahren. Schnell haust du mit der Hüfte gegen die Autotür, worauf diese zu fliegt und du deutlich Schmerzen im Hüftbereich verspürst. Toll deine Nervosität lässt dich auch noch Dummheiten begehen. Kann ja nur gut werden. Du trittst die Stufen nach oben und suchst mit de Finger nach seinem Namen. Als du endlich die Haizaki Klingel findest, beißt du dir auf die Lippen und siehst in den Himmel.Was wenn er dich gar nicht anhören wird. Wenn er dich beleidigen wird. Und dich rausschmeißt? Aber... dir fällt auf, dass er jedes Recht dazu hätte, denn all das hast du ihm bereits angetan. Also presst du die Fingerspitze deines linken Zeigefingers todesmutig auf die Klingel und wartest.
“ Haaa? Wer stört?” du zuckst zusammen, als du seine Stimme hörst und schluckst.
“ Hallo? Shino, du Bastard. Bist du es? Wird auch mal Zeit, dass du mir mein Geld gibst ich brauchs-”
“ H-hier ist Azarni.” Stille. Du siehst dich um und nagst nervös an deinem Fingernagel. Plötzlich wird die Haustür nach innen aufgerissen und er steht vor dir. Du blinzelst ein paar Mal und reibst dir den Nacken. Dieser Mistkerl hat sich tatsächlich wirklich gut gehalten. Er blickt missmutig auf dich herab, mustert dich von oben bis unten und lässt dich leicht erröten.
“ Was machst du hier, Azarni?” du seufzt und siehst zu ihm hoch.
“ Kann ich zu dir kommen? Wir müssen einiges besprechen.” er hebt die Augenbraue, verzieht die Lippen zu einem höhnischen Grinsen und schnippt dir mit dem Finger schmerzhaft gegen die Stirn.
“ Das letzte Mal, als du das gesagt hast, hast du mir die Jungs weggenommen. Schlimmer kanns also nicht mehr werden.”





֎ ֎ ֎




“ Auf keinen Fall.”
Du seufzt und lehnst den Kopf an die Wand hinter dir. Shōgo steht vor dir, trocknet sich den vom Duschen noch nassen Oberkörper ab und du siehst ihn an.
“ Bitte! Ich brauche deine Hilfe.” er schnaubt und schnappt sich ein Bier aus dem Kühschrank , um es dann mit den Zähnen zu öffnen und den Deckel in deine Richtung zu schnippen. Du weichst dem Geschoss aus und beobachtest ihn schweigend, während er das Getränk herunter stürzt und sich über den Mund wischt.
“ Du bist ganz schön dreist, das von mir zu verlangen.” du beugst dich vor, um ihm zu widersprechen wirst aber sogleich wieder von ihm unterbrochen. Er leckt sich über den Finger und grinst dich dann schief an.
“ Hab ich das richtig verstanden? Du kickst mich aus der Familie raus, engagierst sogar das Jugendamt, damit die mich als gefährlich einstufen, nimmst mir meine Söhne weg und jetzt, da sie außer Kontrolle geraten und dein süßer Arsch gerettet werden muss, kommst du wieder angekrochen?” du reibst dir die Handflächen aneinander und weichst seinem schalkhaften Blick aus.
“ So in etwa...” antwortest du kleinlaut und siehst wieder zu ihm. Er mustert dich schweigend und erhebt sich, um die Bierflasche scheppernd in den Müll zu werfen. Er hievt sich elegant auf die Kücheninsel, die zwischen Küche und offenem Wohnzimmer steht und stützt seinen Ellbogen auf dem Knie ab. Dann legt er das Kinn in die geöffnete Handfläche und sieht dich schief an.
“ Was springt für mich dabei raus?”
“ Du siehst deine Söhne wieder.” sein Gesicht erhellt sich leicht, doch den Zahn musst du ihm ziehen.
“ An der Familienfeier.” Schlagartig verfinstert sich alles bei ihm und er schnalzt nur mit der Zunge.
“ Kein Interesse.” jetzt wirst du aber langsam wütend.
“ Ach komm schon! Du hast, als wir noch zusammen waren auch nicht viel mit ihnen unternommen.”
“ Kein Grund sie mir wegzunehmen!” faucht er und ballt die Hände zu Fäusten. Du weichst zurück und beißt dir auf die Lippe. Geschlagen hat er dich nie. Auch nicht grob angefasst, aber seine momentane Aura jagt dir eine Höllen Angst ein. Du wendest den Blick ab und siehst schuldbewusst auf den Boden. Dass ihn das alles so mitnehmen kann hast du nicht ahnen können. Du siehst ihn an, diesen feurigen Blick in den Augen und siehst dich in der Wohnung noch einmal um.
“ Es ist ordentlicher, als ich erwartet hatte.”
“ Ja, Luna sorgt dafür, dass alles hier so aussieht.” es sticht unangenehm in deiner Brust.
“ Deine Freundin?” er mustert dich kurz und grinst dann breit und schadenfroh.
“ Und was wenn?” du seufzt, schluckst den Kloß im Hals herunter und blickst ihm mit festem Blick in die Augen.
“ Dann gilt mein Angebot trotzdem noch.” er schnaubt nur verächtlich und sieht gelangweilt auf dich herab.
“ Dein Angebot interessiert mich nen feuchten Dreck. Komm mit besseren Einsätzen, dann spiel ich vielleicht mit.”
“ Na schön!” fauchst du. “ Sag mir einfach was du willst, Shōgo.!”
Er bewegt sich auf dich zu, bleibt vor dir stehen und lässt seine Hand durch dein Haar gleiten. Schließlich zieht er dir das Accessoire von den Augen und wirft es in die Ecke, was du nur mit einem entrüsteten Schnauben kommentierst.
“ Ich will, dass du mir in die Augen siehst, wenn ich meine Bedingungen stelle.” du hebst die Augenbrauen und lässt zu, wie sein muskulöser Arm sich um dich legt und dich näher zieht.
“ Niemand hat was von der Mehrzahl gesagt.”
“ Und NOCH niemand hat erzählt, dass wir bereits getrennt sind.” du knurrst nur und wedelst mit der Hand vor ihm herum.
“ Sag schon, was du willst, dass du für diesen Tag wieder meinen Ehemann und den Vater deiner Kinder spielst.” er grinst und stellt sich vor dich, seine Hände gleiten in die Hosentaschen seiner tief sitzenden Jogginghose und seine Bauchmuskeln spannen sich an, als er leise lacht. Der Kerl hat in den letzte Jahren scheinbar ordentlich an seiner Fitness gearbeitet. Das einzige, was du gestemmt hast, sind falsch versendete Pakete deiner Mutter. Er beugt sich vor, worauf du leicht zurück taumelst und in seine dunklen Irden blickst. Sein Gesicht ziert weiterhin ein breites Grinsen und eine Hand gleitet zu deinem Kinn, um dann deine Visage näher an seine zu bringen. Keuchend gehst du mit der Bewegung mit und blickst ihn mit großen Augen an.
“ Ich habe 2 Bedingungen.” du nickst und versuchst, nicht allzu sehr auf seine viel zu nahen Lippen zu sehen. Dieses Gefühlschaos gerade gefällt dir so gar nicht. Also soll er die Bedingungen schnell stellen.
“ Erstens: Ich will meine Jungs schon vor dem Treffen mindestens einmal sehen.” du nickst und bekommst eine Gänsehaut, als sein Daumen über deine Unterlippe kratzt und er den Kopf leicht schief legt, um dann zu schnurren:
“ Und ich will deine-”
“ Das mit uns wird nichts mehr, Shōgo!” etwas verdattert darüber, dass du ihn unterbrochen hast, blinzelt er ein paar mal und grinst dann schief. Er beugt sich vor, atmet dir heiß ins Ohr und gurrt mit rauer Stimme:
“ Wer hat denn gesagt, dass ich dich wieder will?” Autsch das hat gesessen. Dann soll er dich nicht so anpacken, anfassen und aufhören dir ins Ohr zu beißen so wie er es gerade tut. Du schiebst ihn weg und versuchst ruhig zu atmen.
“ Also, was ist die zweite Bedingung?” er grinst breit und sagt.
“ Ich will die Jungs öfter mal bei mir wohnen lassen.” du schluckst und siehst ihn an. Sie sind sowieso ungern bei dir.
“ An wie oft hast du gedacht?”
“ Wochenende.” du schnaubst. Der gibt sich ja mit nicht viel zufrieden. Er scheint deine Gedanken zu lesen und setzt dran.
“ Sollst du sie bekommen.Ich will sie den Rest der Woche!” du weitest die Augen.
“ Vergiss es. Du nimmst mir meine Kinder nicht weg” fauchst du aufgebracht und weichst einen Schritt zurück, er kommt hinterher, läuft dich in die Ecke und beugt sich noch einmal zu dir runter. In seinen dunklen Augen spiegeln sich die verschiedensten Emotionen ab und er knurrt.
“ Ist kein schönes Gefühl, oder?” schuldbewusst blickst du zu Boden und seufzt.
“ Okay wir treffen uns auf dem Spielplatz bei der Eisdiele und dann besprechen wir das alles noch.”
“ Wann?”
“ In der früh.” er schüttelt den Kopf.
“ Da kommt Luna. Ich kann erst später.” du schnaubst und wirfst ihm deine Karte mit der aktuellen Nummer hin.
“ Meld dich einfach, sobald du fertig mit Vögeln bist und Zeit für deine Kinder hast.” ohne auf seine Antwort zu warten gehst du aus der Wohnung, um dann schnellen Schrittes zum Wagen zu laufen, einzusteigen und den Motor zu starten.




֎ ֎ ֎




“P-pa?” sichtlich geschockt blickt Kaito in die dunklen Augen seines Vaters und weiß nicht was er sagen soll. Shōgo steckt sich eine Hand in die Hosentaschen und boxt seinem Sohn einmal fest gegen den Oberarm.
“ Lang nicht gesehen, Großer.”
“ DADDY!” ohne Ankündigung springt Chiro ihm in die Arme und schmiegt sich an ihn. Er zögert zwar eine Sekunde, doch dann legt er die Hände um sein Kind und drückt es an sich. Wie immer ziert sein Gesicht ein höhnisches Grinsen, das sich noch mehr verstärkt hat, als er dich sieht. Er weiß ganz genau, dass seine Söhne ihn eher bevorzugen als dich. Du nickst ihm zu, richtest dein Sommerkleid und setzt deine Sonnenbrille auf.
“ Können wir?” alle nicken und bewegen sich aus der Wohnung. Chiro läuft vor dir und Kaito an der Hand seines Vaters und berichtet ihm, dass er gerade etwas neues für ihn gemalt hat, während dein ältester Sohn dich misstrauisch mustert. Du siehst zur Seite und schweigst.
“ Hast du was zu sagen, Ma?” du seufzt und schüttelst den Kopf, worauf er nur schnaubt, und nach vorne sieht. Die Tatsache, dass er seinen Vater sehen kann, hat ihn scheinbar wirklich aus der Bahn geworfen.
“ Es kann doch nicht sein, dass du ihn nach einigen Jahren so mir nichts dir nichts zu uns kommen lässt.” du seufzt wieder und meidest den stechenden Blick deines Sohnes. Er würde dich sowieso nicht verstehen. Ein letztes Mal noch spricht dich dein dunkelgrauhaariger Sohn an und stellt die alles entscheidende Frage:
“ Bleibt er jetzt wieder bei uns?” darauf weißt du keine Antwort. Er sieht dich so verletzt an, doch da du nichts sagst, reimt er sich was eigenes zusammen und verfinstert seine Mimik wieder zu dem Eisklotz, der er seit 5 Jahren ist. Er geht nach vorne zu Shōgo und sieht nicht zu dir zurück. Du blickst dich um und seufzt. Auch wenn es unglaublich warm ist, fröstelst du leicht. Denn du bist in diesem Familien Bild fehl am Platz.
Nach wenigen Minuten seid ihr dann endlich auf dem Spielplatz angekommen und du entschließt, deinen ältesten Sohn mit deinem Ex allein zu lassen und mit Chiro etwas herum zu schlendern.



~Erzähler Sicht~




Seufzend sitzen die beiden Haizakis auf einer ausgeblichenen Bank. Nebeneinander. Einander so nah und doch so sehr von einander entfernt. Der eine weiß nicht, was er sagen soll, da er so lang weg gewesen ist und der andere weiß nicht, was er sagen soll, da der frühere Vertraute ein Fremder zu sein scheint. Kaito bricht als erstes das Schweigen und verschränkt die Arme im Nacken.
“ Haben du und Ma sich wieder versöhnt?” Shōgo sieht seinen Sohn an und hebt die Brauen.
“ Wirkt es etwa so?” darauf muss Kaito leise lachen und schüttelt den Kopf.
“ Nicht mal annähernd. Aber wieso bist du dann hier?”. Der Ältere wendet sich seinem Kind zu und grinst breit.
“ Ich hab mir das nicht mehr gefallen lassen.” Kaito nickt nachdenklich und sieht ihm in das unbekümmerte Gesicht. Wieso hat er drei Jahre verstreichen lassen? Wieso hat er überhaupt zugelassen, dass Mutter die Familie so zerreißt.
“ Erzähl mal. Gibts was Neues?” versucht das Haizaki Oberhaupt das Gespräch in eine andere Richtung zu lenken. Sein Sohn lächelt leicht und geht darauf ein, da das andere Thema auch ihm zu unangenehm ist.
“ Nicht viel.” Darauf hebt sein Vater die Augenbrauen und leckt sich über den Finger um dann leise lachend nach hinten zu sinken und in den Himmel zu blicken.
“ Also keine Weiber Geschichten?” ertappt sieht Kaito zu ihm und reibt sich den Nacken.
“ Oder Kerl Geschichten?” hakt er weiter nach und lässt seinen Älteren schnell den Kopf schütteln.
“ Wenn schon dann Weiber.” interessiert beugt sein Vater sich vor und wendet das Gesicht nach links zu ihm, um ihn darauf aufmunternd anzusehen. Er spielt an seinem silbernen Ohrring herum und wartet ab.
“ Ich bin ganz Ohr.” Kaito seufzt und hadert mit sich selbst. Doch dann denkt er, dass das vielleicht das letzte Gespräch für lange Zeit mit seinem Vater sein könnte und entschließt sich, es dann doch zu berichten.
“ Ich hatte was mit einem Mädchen aber ich-”
“ Du hast sie betrogen.”
“ Nein.”
“ Hattest nen Dreier?”
“ Ist das nicht auch betrügen? Und nein!”
“ Du... hast dich in eine andere verliebt?”
“ Nein.”
“ Du wolltest nur Sex?”
“ Nein, Pa!” er schweigt und stützt das Gesicht in seiner Hand ab, um dann zu brummen:
“ Wieso seid ihr dann nicht mehr zusammen?” Kaitos Blick senkt sich und er sieht zur Seite. Er kann seinem Vater wohl kaum die wahren Gründe sagen.
“ Ist es meine Schuld?” überrascht sieht er zu dem dunkelhaarigen Mann neben ihm, der mit einem frechen Grinsen auf den Lippen einen Stein in die Ferne schmeißt. Genau genommen hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Kaito ist zu beschäftigt mit der Missmutigkeit wegen der Trennung seiner Eltern, dass er stets nur fies und abweisend zu Akashi Kuna gewesen ist.
“ …. Ihr Vater soll ein ziemlich gruseliger Mann sein.” murmelt er und sieht sich auf die Finger. Darauf schnaubt der Familienvater nur und verpasst seinem Sohn eine so feste Kopfnuss, dass dieser überrascht aufjault.
“ WAS SOLL DAS?” doch Shōgo zuckt nur die Schultern und fährt sich durch die inzwischen wieder offenen Haare.
“ Ganz einfach. Ich hab keine Pussy in die Welt gesetzt.” schnell kontrolliert der 16 Jährige noch mal, ob er an der Stelle, an der er geschlagen wurde, blutet und grummelt dann.
“ Du hast leicht reden. Ma's Familie hat dich mit offenen Armen empfangen.” darauf lacht sein Vater lautstark und schüttelt den Kopf.
“ OH wenn du wüsstest. Ich habe es geschickt gemacht, Junge. Ich hatte nen wirklich miesen Ruf und der ereilte natürlich auch deine Großeltern. Sie haben mir verboten, mit ihrer Tochter zusammen zu sein. Hat mich das abgehalten?” langsam schüttelt sein Sohn den Kopf und sieht auf den Kiesboden.
“ Ich habe mir den Ruf zu nutze gemacht und bewiesen, dass das Gegenteil in mir steckt. Und schon hat sich ihre gesamte Familie in mich verschossen.” breit grinsend schwelgt Haizaki also in Erinnerungen, während der Junge neben ihm über die Worte nachdenkt.
“ Wie heißt denn ihr Vater?” er sieht auf und reibt sich den Nacken, während er fieberhaft überlegt.
“ Also sie heißt Akashi Kuna.” sofort schnellt der Blick seines Erzeugers in seine Richtung und unterdrückte Aggression und Überraschung stehen dem Mann ins Gesicht geschrieben.
“ Und ihr Vater heißt dann sicher Akashi Seijūro.”
“ Woher weißt du das?” schweigend klopft Haizaki seinem Sohnemann auf den Rücken und lacht leise.
“ Pa, was ist so witzig?” doch er schüttelt den Kopf und antwortet.
“ Nichts Junge. Wenn es wirklich Akashis Tochter ist, die du abgeschossen hast... Dann bist du hundert prozentig am Arsch.” er fährt sich durch die Haare und strubbelt seinem Kind durch die gleichfarbige und widerspenstige Frisur.
“ Sehr beruhigend, Pa...”


~Erzählersicht Ende~




Du kommst wieder mit deinem Jüngsten an, der sofort zu deinem Ex läuft und sich neben ihn setzt, um sich dann an ihn zu kuscheln. Immer wieder versetzt dir das einen Stich und lässt dich aufseufzen. Du setzt dich etwas ferner von ihnen hin und musterst den Mann. Seine Haare sind noch immer dunkel, doch er trägt sie wieder wirr in alle Richtungen abstehend, wie zu seiner Teiko Zeit. Du findest auch, dass ihm das viel besser steht und musterst ihn weiter. Seine zweiten Ohrlöcher sind zugewachsen und seine silbernen Ohrringe sind jetzt nur noch jeweils einzeln an einem Ohr eingesteckt worden. Doch sonst hat er sich so gut wie gar nicht verändert. Seine Lippen sind dauerhaft zu einem kecken Grinsen verzogen und seine raue Stimme jagt dir noch immer Gänsehaut ein. Sein Blick trifft deinen und er zwinkert dir kurz zu, worauf du hinter deiner Sonnenbrille schnell blinzelst und den Blick langsam abwendest. Chiro steht auf und zieht Kaito mit sich, um dann mit ihm zu verschwinden und dich mit deinem Exmann allein zu lassen. Er zögert nicht lange und rutscht über die lange Bank zu dir. Cleverer Schachzug, denn du sitzt bereits am äußersten Rande der Sitzgelegenheit und kannst somit nicht fliehen, ohne auf dern harten Kiesboden zu plumpsen. Sein Arm legt sich hinter dich auf die Banklehne und er zieht dich enger an sich, was du nur widerstrebend zulässt. Seine Lippen liegen an deinem Ohr, worauf er dann raunt:
“ Nicht so scheu, Kleines.” du schiebst ihn leicht weg und schmunzelst. Das sind die Worte gewesen, mit denen er dich so plump auf einer Party angebaggert hat. Und es hat doch tatsächlich gewirkt. Vor allem sicher weil du sturzbesoffen gewesen bist, aber es hat funktioniert. Und wo steht ihr heute? Kinder doch nicht wirklichen Familienzusammenhalt habend. Und getrennt, doch nicht geschieden. Du bist dein Leben lang schon immer in  verkorkste Beziehungen geraden, wieso hätte deine Ehe etwas anderes sein sollen?! Sein Finger legt sich unter dein Kinn und er zieht dich leicht zu sich. Deine Handflächen treffen auf seine breite Brust und deine Augen weiten sich leicht. Er grinst breit und beißt dir in die Nase, worauf du zusammen zuckst. Seine Zunge gleitet über deinen Mundwinkel, wodurch du dich wie in deine Teenie Zeit zurück versetzt fühlst. Du lässt deine Finger zu seinem Gesicht gleiten und ziehst ihn hinab. Doch bevor eure Lippen aufeinander treffen können, ertönt Kinder Weinen, worauf du hochschreckst. Schnell erhebst du dich und siehst doch tatsächlich Chiro, der wimmernd vor dir zum stehen kommt. Kaito schlendert hinter her und bekommt sofort eine Standpauke von dir.
“ Was hast du gemacht?” geschockt hebt er die Hände zur Abwehr und knurrt.
“ Wieso soll ich was gemacht haben?”
“ Hat jemand anderes was gemacht?!”
“ Ja so ein pinkhaariges Gör.” du schnaubst entrüstet und streichst über die Wange deines Sohnes.
Haizaki hat sich erhoben und blickt mit kühlem Blick in der Gegend herum.
“ Hör auf zu heulen, Chiro. Ein Haizaki heult nicht. Er gibt dem Gegner eins auf die Schnauze!” du siehst ihn an und schnaubst. Sehr schönes Familien Motto. Bevor du deinen Ex ermahnen kannst, kommt ein Kind her gelaufen und knurrt.
“ Gib mir meine Schaufel zurück.”
“ Das ist meine!” giftet dein Sohn zurück, worauf du hilflos zu Shōgo siehst, der missmutig nach dem Elternteil des Görs Ausschau hält.
“ Ich sag es meinem Daddy!” knurrt der rosahaarige Junge und erhebt sich, um seinen Vater laut zu rufen. Shōgo lacht gehässig und knackt mit den Knöcheln.
“ Sein Daddy soll ruhig kommen.” der will sich doch nicht wirklich mit dem prügeln. Als dann auch noch ein großgewachsener Mann um die Ecke kommt, schluckst du. Hoffentlich besinnt dein Ex sich. Der Vater des rosahaarigen Kindes ist groß, breit und eher dunkelhäutig. Seine dunklen Augen huschen in der Gegend herum und seine Bewegungen gleichen denen eines Panthers. Du willst gerade dich deinem früheren Mann zuwenden, als du siehst, wie er angespannt und geschockt den Mann vor sich mustert. Dieser bleibt vor euch stehen und grinst plötzlich sadistisch, als er den Vater deiner Kinder sieht.
“ Haizaki” grummelt er dunkel und sieht sein Kind an.
“ Daisuke. Hat dieser Junge dich belästigt?” raunt er und deutet auf deinen Chiro, der darauf sich aufbaut und zu dem beinahe 2 Meter großen Kerl hoch sieht.
“ Das is jetzt meine Schaufel! Wenn du das nicht kapierst, verklopp ich dich!” Shōgo geht einen Schritt zurück, als der Mann ihn mit einem undefinierbaren Blick durchbohrt und du siehst ihn an.
“ Wie heißen Sie?”
“ Aomine...”
“ Los klopp dich mit mir, Aomine Daisuke!” trällert Chiro stolz doch wird von seinem Vater unterbrochen.
“ Gib ihm die Schaufel!”
“ Aber du hast gesagt-”
“ Ich weiß was ich gesagt hab. Gib ihm die verdammte Schaufel!” du siehst zu dem Mann, der nun siegessicher grinst und runzelst die Stirn. Woher kennen die beiden Männer sich bitte?!






֎ ֎ ֎





“Du weißt was zu tun ist?”
“ Lächeln und winken?” knurrt er und bekommt von dir eine verpasst.
“ Bitte Shōgo. Versau meiner Großmutter nicht den Geburtstag.” er grinst und greift grob dein Kinn, um dann einen Kuss auf deinen Mundwinkel zu hauchen.
“ So lange du brav bist, bin ich es auch.” du nickst mit leicht geröteten Wangen und gehst dann in dein Zimmer, um dir dein knielanges Etuikleid anzuziehen. Schnell  zupfst du noch alles zurecht und steckst deine Haare elegant nach oben, um dann noch goldene Stecker in dein Ohr zu setzen und dein Werk im Spiegel zu betrachten.
“ Du siehst scharf aus.” raunt er plötzlich hinter dir und lässt dich zusammen zucken.
“ Schleich dich nicht so an.” zischst du und gehst etwas auf Abstand. Shōgo richtet sein schwarzes Sakko und fährt sich durch die Haare, um dann zu dir zu sehen.
“ Ich mache was ich will.” sagt er und stiehlt sich doch tatsächlich einen Kuss. Geschockt bleibst du in deinem Zimmer zurück und kratzt dich am Kopf. Hoffentlich geht das alles gut. Deine Kinder wissen jetzt, dass niemand von eurer Trennung weiß und halten auch hoffentlich dicht. Denn die Show muss sitzen.
Du stehst neben ihm und atmest ein paar Mal tief durch. Er nestelt an seiner silbernen Herrenuhr herum und scheint die Ruhe selbst zu sein.
“ Also wir dürfen nicht in Panik geraten.”
“ Ist klar.”
“ Und wir müssen Ruhe bewahren. Hast du gehört?!”
“ Verstanden.”
“ HÖR AUF AM RAD ZU DREHEN HAIZAKI SHŌGO!!!”
Lachend tätschelt er deinen Kopf und schüttelt den Kopf.
“ Ich bin nicht derjenige, der hier abgeht.” du nickst und seufzt. Es wird schon schief gehen.
“ Ohhh da ist ja mein mago!” du lächelst, als deine Oma auf dich zukommt und dich fest in ihre Arme zieht. Seufzend inhalierst du den Duft nach Hibiskus und streichst ihr über das weiße Haar. Sie lässt dich los und rubbelt Shōgo über die Oberarme und zieht ihn zu sich herunter, um ihn feste zu drücken. Er tätschelt derweil brav ihren Rücken und raunt mit seiner besten Schwiegersohn- und Lieblingskindstimme:
“ Herzlichen Glückwunsch, baa-san” bei seinem gespielten Lächeln schmilzt die ältere Frau förmlich dahin und kneift ihm beherzt in die Wange.
“ Schön, dass du es noch mit ihr aushältst. Die Frauen unserer Familie sind schließlich sehr schwierig.” das Grinsen, das darauf folgt, ist mehr als echt. Du grummelst nur und gehst zu dem Buffet Tisch, an dem du deine Schwestern antriffst.
“ Hey, Azarni. Respekt, dass er noch bei dir bleibt, auch wenn du die Verrückteste von uns dreien bist.” du lächelst müde und nimmst dir ein Kuchenstück. Die Zickereien deiner eifersüchtigen Schwestern überhörst du wie immer gekonnt. Wenn die wüssten...
“ Füllst du mir auch etwas auf, Baby?” du erschrickst und fauchst leise:
“ Hör auf mit diesem Erschrecken!” Er greift über dich zu dem Teller und stopft sich das kleine Kuchenstück in den Mund, was du nur geschockt mit verfolgst.
“ Das war meiner.” schmollst du und wirst sogleich in seine Arme gezogen.
“ Du kannst gern noch ein wenig Sahne haben” schnurrt er und deutet auf seine Oberlippe. Du drehst dich von ihm weg und nimmst ein neues Stück Kuchen. Wieso baggert er so an dir herum, wenn er doch eine Freundin hat?! Wenn er keine hätte... Aber so musst du nicht erst denken. Euer Kapitel ist vorbei und du musst abschließen.
“ Da ist er ja, mein Lieblingsschwiegersohn.” du verdrehst die Augen, als deine Mutter kommt und Shōgo fest knuddelt.
“ Ich bin auch da, Mama!” sie lacht und drückt dich ebenfalls fest. Dann raunt sie in dein Ohr.
“ Dein Mann hat sich aber noch schärfer entwickelt, Kleines. Ihr rammelt sicher Tag und Nacht.”
“ MAMA!” Gut, dass  dein Ex das nicht mit bekommen hat, denn der sitzt lieber mit seinen Söhnen im Gras und spielt Bier Pong. Moment... BIER PONG?!
“ Entschuldige mich kurz, Mama!” schnellen Schrittes eilst du zu deinen Männern und willst deinem früheren Gatten gerade eine verpassen, als du bemerkst, dass in den Bechern nur Saft ist und auch er keinen Alkohol trinkt. Erleichtert seufzt du und willst gerade wieder gehen, als deine Hand ergriffen wird und du zur Tanzfläche gezogen wirst.
Irritiert blickst du in seine Augen und lässt zu, dass sich seine Hand an deine Hüften legt. Der Tag geht ziemlich schnell vorbei. Aber ihr seid auch erst spät angekommen, daher wundert sich das nicht. Wenn du hier so schweigend mit ihm tanzt, merkst du schon, wie er dir fehlt. Als hätte er deinen Gedanken gehört, grinst er schadenfroh auf dich hinab und raunt:
“ Lass mich die Jungs öfter sehen.” du hebst die Brauen und legst deinen Kopf auf seine Brust.
“ An wie oft denkst du jetzt?” seine Hände wandern zu deinem Hintern und streichen drüber. Empört siehst du ihn an, worauf er nur die Schultern zuckt und raunt:
“ Du bist meine Frau ich darf das... heute” du siehst ihn an und verkneifst dir ein “immer” mit viel Mühe.
“ Ich will sie jeden Tag sehen.” irritiert blickst du ihn an und willst etwas sagen, als er dich kurz ungelenk dreht und dich wieder an sich zieht.
“ Und dich will ich auch jeden Tag sehen.” du hebst beide Brauen weit in die Höhe. Innerlich könntest du vor Freude aufschreien, doch dein Verstand unterbindet die gedankliche Party schnell.
“ Was sagt Luna dazu?” verwirrt blinzelt er und zuckt die Schultern.
“ Ich bestell sie dann auch ab und zu zu dir, wenn das okay ist.” entgeistert schubst du ihn weg und wirst dann aber von seinem lauten Lachen von Gehen abgehalten. Er zieht dich wieder an sich und beißt dir ins Ohr.
“ Luna ist meine Putzfrau, Azarni.” erleichtert seufzt du und reibst dir den Nacken.
“ Du würdest, das alles also noch mal versuchen wollen...Obwohl ich dich rausgeschmissen habe?” er grinst und raunt:
“ Ja denn ich hab gemerkt... Dass du mich vermisst.” du schnaubst und schüttelst den Kopf.
“ Gar nicht wahr.” sein Blick wird hart.
“ Gut dann bleibt es, wie es ist.” geschockt siehst du ihn an und schluckst.
“ Na gut... Du fehlst mir.” grinsend küsst er dich und entlockt dir ein leises Schnurren. Deine Finger krallen sich in seine Haare und ihm entweicht ein animalisches Knurren, als du mit einer Hand fest über seinen Nacken kratzt, während du seine Unterlippe blutig beißt. Er grinst und leckt sich das Blut von den Lippen, um dich dann gierig zu mustern.
“ Nehmt euch ein Zimmer!”
“ OMA!”
Grinsend streicht er mit den Lippen über deine Kinnpartie und küsst dich ein weiteres Mal wild und hungrig.
“ Du hast gehört, was Oma gesagt hat!” du kicherst und schiebst ihn leicht weg.
“ Das geht nicht.”
“ Du willst dem Geburtstagskind doch keinen Wunsch abschlagen, das bringt Pech.” raunt er an deinen Lippen und beißt herzhaft hinein. Du keuchst und siehst ihn an.
“ Da hast du Recht.” du nimmst ihn an der Hand und gehst etwas weiter zum Haus deiner Familie, als ihr an euren Kindern vorbei geht, die euch irritiert mustern.
“ Ma, was machst du da?” fragt Kaito verwirrt und du antwortest.
“ Ich werde meinem Ehemann das Haus zeigen in dem ich aufgewachsen bin.” sagst du und ziehst ihn mit. Eure Söhne sehen sich baff an und dein ältester Sohn haucht:
“ Sie hat Ehemann gesagt... Pa kommt wieder nach Haus.”






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*So da is es :) Bonus Cap #1! Es ist doch länger geworden als ich dachte ^_^' Ups.... Ich hoffe es hat getaugt. Nicht jeder mag Haizaki-kun, aber vielleicht ja jetzt bissl mehr? :P

**Ich habe schon den Wunsch von Reviewer #1 bekommen, dass Tatsuya unser nächster sein wird :) Der erste Reviewer dieses Kaps darf sich eine Situation für ihn wünschen und gerne auch den übernächsten Daddy bestimmen für Bonus Capi  #3 :D

***Vielen Dank für die Rückmeldung! Es hat folgendes ergeben:

1.Beste Familie: Kise !
2.Bestes Kind/Kinder: Sato, Kuna, Yuki & Hiro/Tai teilen sich alle Platz 1 xD(alle II stimmen)
3.Bester Daddy:Kuroko
4.Bester Reader Chara:Kuraiko (Akashi) & Mayami (Murasakibara) teilen sich Platz 1

Für die Bonus Caps werden wir dann auch eine Abstimmung starten :)

****DANKE * 3 * Wir haben 4x so viele Reviews wie Kapitel, fast die 1000 Aufrufe geknackt und fast 50 Favos *-* Was soll ich noch sagen?! Ich bin sprachlos !


*****Man liest sich bald wieder ! * Kuchen hinstell *
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