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֎ Family Time ֎

von NIzz
GeschichteHumor, Familie / P16 / Gen
Akashi Seijūro Aomine Daiki Kise Ryōta Kuroko Tetsuya Midorima Shintarō Murasakibara Atsushi
23.06.2015
24.02.2016
34
261.024
55
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Dieses Kapitel
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21.02.2016 7.147
 
Reader x Koganei Shinji







Seufzend ziehst du die Spritze aus dem Fell des Hundes und lächelst das Mädchen an, das sanft den Kopf ihres vierbeinigen Freundes tätschelt.
„ Er ist jetzt ein wenig ruhiger und wird ganz schnell gesund, wenn wir ihn bei uns behalten.“ 
Die Kleine lächelt breit und verbeugt sich erfüllt von Dankbarkeit.
„ Vielen Dank, Koganei-sama.“
Du streichst ihr sanft über die Haare und reichst ihr eine kleine Leckerei, damit sie auch etwas entspannter wird.
Ihre Mutter lächelt und verbeugt sich knapp.
„ Vielen Dank. Wir vertrauen Ihnen, dass Sie unseren kleinen Wirbelwind wieder aufpäppeln.“
Du lächelst warm und nickst.
„ Das ist mein Beruf. Haben Sie noch einen schönen Tag.“
Die beiden gehen lächelnd und lassen dich mit dem schläfrigen Hund in deinem Arbeitszimmer zurück. 
Schmunzelnd streichelst du sein Köpfchen, kraulst seine Ohren und klopfst ihm sanft auf die Flanke.
„ Du hast da ein sehr liebes Frauchen.“
Er schließt die Augen und gähnt ausgiebig, worauf du leise schmunzelst und deine Handschuhe ausziehst.
„ Dr Koganei?“ 
Du siehst hoch und lächelst, als du deine gehetzte Assistentin siehst, die schwer atmend im Türrahmen steht.
„ Sind Sie schon wieder mit der Treppe statt Aufzug gekommen?“ scherzt du.
Sie nickt und setzt sich erst einmal, um wieder zu Atem zu kommen. Leise lachend greifst du eine Flasche Wasser und wirfst sie der Blondine zu, die sie unbeholfen auffängt und die halbe Menge des Inhalts auf einmal leert.
Schmunzelnd füllst du die Akte deines derzeitigen Patienten aus und säuberst darauf deine Instrumente mit einem desinfizierten Tuch, als deine Assistentin endlich zu sprechen beginnt.
„ Ich habe eine Nachricht von Ihrem Mann!“
Du schmunzelst.
„ Und dafür kommen Sie extra hier hoch gehechtet? Wir befinden uns im selben Gebäude und Shinji weiß ganz genau, dass er mich auch über das Telefon erreichen kann.“ 
Sie nickt. Seufzend fährt sie sich durch die Haare und blickt dann verlegen zur Seite.
„ Eigentlich habe ich die Nachricht genutzt, um etwas Sport zu machen.“ 
Du hebst die Augenbraue, musterst die schlanke Linie deiner blonden Mitarbeiterin und kicherst laut.
„ Also ich verstehe nicht, wofür Sie das tun, aber ich weiß, dass ich auf jeden Fall lieber den Fahrstuhl nehme. Weniger Atemlosigkeit und weniger Muskelkater.“ 
Du zwinkerst ihr zu und setzt deine Unterschrift auf das helle Aktenpapier, das du schließlich deiner Angestellten reichst.
Vorsichtig fährst du über das braune Fell des kleinen Welpen und schiebst deinen Kugelschreiber hinter dein linkes Ohr.
„ Der süße Wirbelwind hier gehört in das untere Zimmer der Pension und sollte einzeln gehalten werden.“ 
Sie nickt fachmännisch und stellt die Flasche ab, die sie nun ganz leer getrunken hat.
„ Alles klar, Chef!“ 
„ Also, was will mein Mann von mir?“ 
Sie kratzt sich den Kopf und hebt den schlafenden Welpen darauf behutsam hoch.
„ Naja. Er sagte „ Samtpfötchen“ und, dass Sie dieses Wort als Wink verstehen würden.“
Du seufzt schwer und bindest dir die von Natur aus weißen Haare schnell zu einem Knoten zusammen, um dann die Ärmel deines weißen Kittels hochzukrempeln.
„ B-Boss. Was bedeutet dieses Codewort?“ verunsichert läuft sie hinter dir her.
„ Das bedeutet, dass ich kurz Pause machen muss.“






* * *






„ Aaaaaber Neko-chaaan.“
„ Shinji.“
„ Sieh sie dir doch an!“
Begeistert reibt Koganei die Wange an dem Gesicht eines kleinen Kätzchens und sieht dich an.
Du seufzt schwer und versuchst, nicht zu sehr das niedliche Katzen Baby, sondern eher das Gesicht deines Ehemannes zu fixieren.
„ Ich habe dir doch gesagt, dass wir uns momentan keine Katze holen werden.“ 
Er seufzt schwer und melodramatisch, um dann das Kätzchen behutsam in das Körbchen zu seiner Mutter zurück zu legen und dich ernst anzusehen.
„ Muss ich erst mit einer logischen Argumentation ankommen, Koganei Nekori?“ 
Du streichst schmunzelnd über seine gestoppelte Wange und lachst.
„ Wenn du mich zum Lachen bringen willst, dann tu das gern.“ 
Er brummt genervt und packt dich an den Oberarmen, um dich ernst anzusehen.
„ Nimm mich ernst, Nekori!“
Du lachst wieder und hauchst einen Kuss auf seine Schnute, die er schmollend zieht. 
„ Wir haben das doch besprochen. Wir schaffen uns erst eine Katze an, wenn ich weiß, ob unsere Tochter allergisch gegen die Stubentiger ist.“ 
Er stöhnt genervt und rüttelt dich sanft, aber bestimmt an den Schultern.
„ Das sagst du mir schon seit mehreren Monaten. Ich will endlich jemanden zum Schmusen.“ 
Du schnaubst und streichst erneut über seine Wange.
„ Deine Ehefrau reicht dir dafür also nicht?“ 
Er lacht und reibt sich den Nacken, während seine schönen, braunen Augen zu funkeln beginnen.
„ Du hast einen anderen Nutzen als eine Katze, Neko-chan.“ 
Du verdrehst die Augen und verpasst ihm eine auf den Hinterkopf. Murrend reibt er sich die geschlagene Stelle und sieht in deine grauen Augen.
„ Werd doch nicht immer so grob.“
Du lachst fröhlich.
„ Sei froh, dass ich dich nicht wie einen Welpen behandle. Dann hätte es was mit ner Zeitung auf die Nase gegeben, mein Lieber.“
Scherzt du nur und entlockst ihm ein breites Grinsen, während er dich in die Arme nimmt und sanft drückt.
„ Du bist zu sehr fachmännische Tierärztin.“ 
„ Und du bist zu sehr hingebungsvoller Leiter einer Tierauffangsstation und -klinik.“
Er schmunzelt und küsst deine Stirn, während seine Hände an deinen Seiten hinab gleiten.
„ Ich hol dich später ab.“
Du schmunzelst.
„ Ich muss jetzt einem Pudel den Darm ausleeren.“ 
Er lacht laut und legt dabei den Kopf in den Nacken, um dann einen Kuss auf deine Lippen zu drücken.
„ Du weißt genau, wie du mich scharf machst.“
Du zwinkerst und streichst im Gehen über seinen Arm.
„ Immer doch.“





* * *






„ Klopf, Klopf.“ 
Schnell siehst du hoch und grinst breit, als du Shinji im Türrahmen stehen siehst.
Sein hellbraunes Haar steht wie immer zerzaust in alle Seiten ab und seine braunen Augen funkeln glücklich, während sie dich genau betrachten.
„ Kann ich Ihnen helfen?“
Er schmunzelt und kommt herein, um sich dann auf einen Hocker zu setzen und katzenhaft zu strecken.
„ Ich wollte mein Mädchen abholen.“
Du lächelst.
„ Gehen Sie bitte in den Aufwachraum, da wird ihr tierischer Liebling es sicher nicht erwarten können, über das unrasierte Gesicht zu schlabbern.“ 
Er grinst breit und bläst einen Latexhandschuh auf, als sei dieser ein normaler Luftballon.
Es ist jedes Mal wieder erfrischend mit ihm die Späße machen zu können, ohne sich Gedanken machen zu müssen, ob er es sich zu Herzen nehmen würde.
Koganei Shinji ist der mit Abstand gutherzigste und witzigste Mann, den du in deinem Leben jemals kennen und lieben lernen durftest.
„ Das ist ein wichtiges medizinisches Zubehör, das sorgfältig abgezählt wurde.“ 
Er sieht auf den aufgeblasenen Handschuh und hebt beide Augenbrauen.
„ Für mich sieht es aus, wie das Accessoire, das Mickey Mouse immer an seinen Mäusepranken trägt.“ 
Du schmunzelst und ziehst dir deinen Kittel aus, um ihn dann sorgfältig von knittrigen Stellen und Falten zu befreien und dann ordentlich aufgebügelt an den Haken an der Wand des Raumes aufzuhängen.
„ Dass du auch nie ernst sein kannst, Shinji.“ 
Er grinst breit, als wäre er ein kleines Kind, das ein Geschenk bekommen wird und legt den Kopf schief.
„ Du kennst mich doch, Neko-chan.“ 
Lächelnd ziehst du dir deine Stiefel an, die du immer gegen weiße Turnschuhe tauschen musst, wenn du in der Klinik arbeitest, und öffnest deine langen Haare.
Shinji mustert dich dabei gebannt und grinst breit und leicht dreckig, wie am ersten Tag, als ihr euch kennen gelernt habt.





~ Flashback ~





„ Komm schon! Heb mich höher!“
Verwirrt siehst du zu deinen Freundinnen, die sich an den Zaun begeben und verzweifelt versuchen, etwas zu sehen. Du siehst zu dem Mädchen neben dir, das schweigend in der Quelle entspannt und seufzt schwer.
„ Leute. Überlasst das Spannern doch einfach den Jungs.“ 
Beide aus deinem Volley Ball Team drehen sich entrüstet zu dir um und schnauben synchron.
„ Wir wollen aber Muskeln sehen.“ 
Du lachst leise und erhebst dich aus dem Becken, um dir ein Handtuch um den Körper zu schlingen.
„ Ihr werdet noch weitaus mehr sehen, was ihr vielleicht nicht verkraften werdet und dann gebt ihr mir als Captain die Schuld.“ 
Die beiden schnauben erneut und versuchen weiter durch einen Schlitz zu den Männer Quellen zu sehen.
„ Ihr seid pervers.“ 
„ BOAH! DIESE MUSKELN!“
Leise lachend schüttelst du den Kopf und bewegst dich aus dem Frauen Bezirk.
„ Ich geh mir kurz was zu trinken holen.“
Die Mädchen hören dir nicht einmal zu.




~ ~ ~ 




Seufzend legst du die Stirn an den kalten Automaten.
Die Hitze ist die wirklich zu Kopf gestiegen. Alles dreht sich und du musst dich kurz setzen. Behutsam lässt du dich auf die kalte Holzbank neben dem Automaten nieder und lehnst den Kopf an die Wand hinter dir, um erst mal etwas zu dir zu kommen.
Schlitternde Schritte sind zu hören und du öffnest entnervt ein Auge.
Hat man nirgends seine Ruhe?
„ Komm, Mitobe. Wir müssen etwas Eis finden, ich sterbe schon.“ 
Bei der interessanten Stimme öffnest du nun auch dein zweites Auge und wartest, bis die Jungs um die Ecke kommen. Interessiert beugst du dich weiter vor und legst den Kopf schief, als du die Gestalten auf dich zukommen siehst. Offensichtlich haben sie dich noch nicht bemerkt.
Amüsiert schlägst du das eine Bein über das andere und betrachtest die Jungs genauer. Der eine ist riesig, hat schwarze Haare und einen ruhigen Gesichtsausdruck, während der kleinere Kerl ohne Punkt und Komma plappert.
Seine Stimme ist so fröhlich, seine Haare stehen niedlich in alle Richtungen ab und seine Schnute ist wirklich so süß, dass du augenblicklich lächeln musst.
„ Eis findet ihr vermutlich hier.“
Die beiden zucken zusammen und sehen zu dir herunter. Der Größere lächelt nett und nickt, um sich dann an den Automaten zu stellen und eine Auswahl zu treffen.
Der andere, steht unbeholfen da, mustert dich eingehend und grinst dann schief.
„ Hey!“ sein breites Grinsen entblößt eine Reihe makelloser Zähne und dein Herz beginnt zu hüpfen.
„ Hey.“ gibst du grinsend zurück und beobachtest ihn, wie er nervös an seinem Handtuch zupft und zu seinem Freund eilt. 
Sein schöner Rücken entzückt dich ungemein und du schnurrst leise.
Wer braucht schon peinliches Ritzengaffen, wenn die niedlichen Jungs einem direkt halbnackt vor der Nase herum tanzen?
Die beiden gehen an dir vorbei und winken noch einmal.
Du hältst dein Handtuch fest und erwiderst die Geste schief lächelnd.
Auch wenn die beiden nun gehen, dreht sich der süße Katzenjunge viermal nach dir um.
Lächelnd winkst du erneut, als sich eure Blicke ein letztes Mal treffen und raunst.
„ Man sieht sich vielleicht mal wieder.“




~ ~ ~




Seufzend reibst du dir den Schädel.
Der Schwindel ebbt endlich ab und die kalte Cola Dose an deiner Schläfe hilft dir, dich zu besinnen. Der Junge geht dir nicht aus dem Kopf. Seufzend schüttelst du ihn hin und her und erhebst dich langsam.
Diese braunen Augen. 
Die braunen Haare.
Das entzückende Grinsen und die Grübchen, die dadurch sein Gesicht verniedlichen.
Du tapst die kalten Fliesen entlang zu den Frauenquellen und seufzt erneut.
Dieser Junge verwirrt dich wirklich und dabei kennst du noch nicht einmal seinen Namen.
Das einzige, was du hören konntest, ist der Name seines Begleiters und seine fröhliche Stimme, die so eine Energie inne hat, dass man sich gleich fühlt, als hätte man einen Koffein Drink auf einmal herunter gekippt.
Du fährst dir durch das weiße Haar und seufzt schwer.
„ Nicht so leicht, einen unbekannten Schnuckel aus den Gedanken zu bekommen und sich nicht verwirren zu lassen.“  murmelst du leise und öffnest die Tür.
„ OI Captain!“
Du siehst zu den Mädchen und knurrst.
„ Hört auf, über den Zaun zu-“
Du blinzelst verwirrt. 
Wie kann es sein, dass du in die Gesichter der gaffenden Mädchen deiner Mannschaft blicken kannst? Wenn sie doch eigentlich mit dem Rücken zu dir stehen müssten. Augenblicklich klammerst du die Hände in den weißen Stoff deines Handtuchs und schluckst.
Unzählige Augenpaare sind auf dich gerichtet.
Männer Augen.
Sofort läufst du knallrot an und schluckst, als sich jemand aus der Quelle bewegt, mit Handtuch um den Hüften vor dir stehen bleibt und sich leicht herunter neigt, wodurch du seinen Atem beinahe schon spüren kannst.
„ Hey. Hätte nicht gedacht, dich so bald wieder zu sehen.“ der Braunhaarige grinst breit und fröhlich, doch der Rotschimmer auf seiner Wange verleiht der Geste etwas dreckiges.
„ Oh Gott.“  du bist doch tatsächlich zu den Männer Quellen gegangen und hast es nicht bemerkt.
Der Junge mit den zerzausten Haaren kichert und mustert dich erneut, um dann dich in Richtung Tür zu schieben.
„ Bitte nicht so verehrend. Koganei Shinji ist mein normalerer Name. Gott nennen mich nur meine Unterwürfigen.“ 
Du blinzelst und lachst.
„ Gut zu wissen. Mein Name ist übrigens Nekori.“







~ Flashback Ende ~







„ Schau nicht mehr so! Wir müssen einkaufen gehen, Shinji.“
Er kichert und erhebt sich. Seine Hände schieben sich in seine Hosentaschen und sein Kopf legt sich schief.
„ Wir müssen auch Baumkuchen kaufen, Neko-chan.“
Du verdrehst die Augen und ziehst deine Jacke an.
„ Was auch sonst?“







* * *







„ Leg das widerliche Zeug sofort zurück.“
Angeekelt stupst Shinji die grünliche ovalförmige Köstlichkeit an, als sei sie ein giftiges Alien Ei und nicht deine Leibspeise.
„ Es ist eine Avocado, Shinji.“ brummst du genervt und tütest gleich drei von den gesunden Vitaminbomben ein.
Skeptisch beobachtet er dich, als würdest du gerade eine Handgranate entschärfen und wippt nervös auf den Fersen vor und zurück.
„ Du weißt, dass ich das niemals essen werde.“
Lachend streichst du über seine Wange und legst die Tüte in den Einkaufswagen.
„ Wir können nicht nur alles kaufen, das DU willst, mein Kater.“
Er verdreht die Augen und schmiegt den Kopf an deine Haare, während du beginnst deinen Einkaufszettel in Gedanken abzuarbeiten.
„ Du weißt, was ich meine, Kätzchen. Ich versteh nicht, wieso du Trauben und Avocados kaufen musst.“ 
Du lachst und schiebst den Einkaufswagen weiter, worauf Shinji die Umklammerung löst und neben dir her schlendert.
„ Weil es lecker ist. Und gesund auch noch. Mehr sage ich dazu nicht.“ 
Er seufzt gepeinigt und beginnt mit zwei Mangos zu jonglieren. Amüsiert musterst du ihn dabei und legst noch ein wenig Gemüse in den Wagen.
„ Kannst du auch einmal still stehen?“
Er betrachtet konzentriert die Gegenstände, die er kunstvoll in die Luft wirft und wieder auffängt, um dir seine Antwort mit Körpersprache und Taten zu geben.
Kichernd drehst du ihm den Rücken zu.
„ Schon lustig, dass du noch so entspannt bist, obwohl heute der Freund deiner Tochter bei uns übernachten will.“
Geschockt lässt er die Früchte fallen und hebt sie schnell wieder auf, um sie dann in euren Einkaufswagen zu werfen. Schnell eilt er neben dich und kaut sich auf der Unterlippe herum. Du musterst sein Profil und lächelst warm.
Du kennst diese Stimmung bei deinem Ehemann. Gleich wird er die Fassung verlieren und zum Nervenbündel werden. In einigen Sekunden. Genau genommen in.
Drei Sekunden.
Zwei Sekunden.
Einer Sekunde.
„ IST DAS WIRKLICH HEUTE?“
Alle anwesenden Menschen im Supermarkt drehen sich zu dem 1.75 Meter großen Mann und tuscheln angeregt miteinander. Lächelnd verschränkst du deine Finger mit seinen und siehst auf deinen Einkaufszettel, während dein Daumen sanft kleine Kreise auf seinen Handrücken zieht.
„ Muss das wirklich sein?“ jammert er weiter und schmiegt die Wange an deine Schläfe. Du schmunzelst leicht, als er weiter zu meckern beginnt und schiebst den Wagen einfach weiter vor.
„ Du hast es ihr damals gesagt. Wenn sie 16 ist, darf sie einen Jungen haben und du wirst ihr nicht im Weg stehen.“  
Er brummt.
„ Da war ich betrunken.“
Leise lachend stellst du drei Packungen des Lieblingsessens deines Mannes in den Einkaufswagen und lächelst.
„ Es wird Baumkuchen geben.“ er schnaubt leise.
„ Das hilft nicht. Mein Mädchen ist heute den Klauen eines bösartigen Jungen ausgeliefert.“
Du lachst und stößt deinem Gatten in die Seite.
„ Wenn du willst, kannst du dich ja mit einem Schlafsack dazu legen.“ begeistert grinst er.
„ Darf ich das echt Neko-chan?!“ du schnaubst.
„ Sicher nicht.“ schmollend schiebt er die Hände in seine Hosentaschen und brummt.
„ Jetzt weiß ich, wieso der Vater vom Coach immer so einen Aufstand gemacht hat.“
Du schüttelst den Kopf.
„ Du bist wirklich unmöglich Koganei Shinji. Deine Tochter ist eine junge Frau. Auch sie hat ihre Bedürfnisse und da stehen wir ihr nicht im Weg.“ 
Er blinzelt und schnaubt.
„ Hörst du dir überhaupt zu, wenn du sprichst, Nekori?“ du schmunzelst.
Und schon ist der Kosename in seinen Augen unangebracht. Dein Mann ist so oft noch der kleine Junge der Highschool Zeit, der hoch pubertär ist und alles so dreht, wie es ihm passt.
„ Kasamatsu Taichi ist sicher ein netter junger Mann.“ 
Shinji hält inne und packt dich an der Schulter, um dich zu ihm zu drehen.
„ IHR FREUND IST EIN KASAMATSU?“
Verwirrt nimmst du seine Hand von deiner Schulter und küsst ihn zärtlich.
„ Reg dich nicht auf, alter Mann. Das ist nicht gut für deine Pumpe.“
Wortlos lässt du ihn stehen und schiebst den Wagen zur Kasse.
Nach einigen Minuten kommt er zurück und keucht.
„ Wenn er wirklich ein Kasamatsu ist, ist er ein furchterregender und verwirrender Mensch.“ 
Irritiert ziehst du die Brauen zusammen und legst die ersten Einkäufe geordnet auf das Kassenband.
„ Anstrengender als ein Koganei, der Angst um sein kleines Mädchen hat, kann er wohl nicht sein.“
Er murrt schmollend und reibt sich den Nacken, um dann leise und mit belegter Stimme zu sprechen.
„ Ich weiß nicht, Nekori. Kasamatsu Yukio war immer ein sehr spezieller Charakter. Ich will nicht, dass meine kleine Prinzessin einem zwielichtigen Psycho ausgesetzt ist.“
Du blinzelst und lächelst den Kassierer an.
„ Ich würde gern zahlen.“
„ Hörst du mir zu Nekori?“
„ Wie viel macht das?“
„ NEKO!“
Du knurrst leise.
„ Der Einzige, der sich mal abregen sollte, bist einfach du. Lass es auf dich zukommen und sei nicht so verklemmt.“
Er schnappt nach Luft und grummelt leise.






* * *





„ PAPA! HILFE!“
„ LOS, ENGEL! SPRING ZU PAPA!“
„ ICH KANN NICHT! ES IST ZU WEIT!“
„ KEINE ANGST! PAPA WIRD DICH RETTEN!“ 
„ HIIIILFE! ICH WERDE STERBEN!“
„ NIMM MEINE HAND PÜPPCHEN! ICH LASS DICH NICHT FALLEN! NIMM ANLAUF UND SPRING!“
Keuchend nimmt deine Tochter Anlauf und springt.
Sie fliegt für Sekundenbruchteile durch die Luft, breitet die Arme aus und landet sicher.
Auf der Couch.
„ JA ICH HABE DIE LAVA ÜBERWUNDEN!“
Leise lachend schüttelst du den Kopf und schneidest die Avocado in zwei Hälften. Deine Tochter sieht genervt zwischen ihrem Vater und ihrer kleinen Schwester hin und her.
„ Wehe die sind so peinlich, wenn Tai hier ist.“
Du schmunzelst und streichst über ihre ebenfalls weißen Haare.
„ Du musst es deinem Vater nachsehen, meine Süße. Du bist seine kleine Prinzessin und er kann den Gedanken nicht ertragen, dass du vielleicht …“
Sie schnaubt.
„ Als ob ich bis zu meiner Hochzeit Jungfrau bleiben würde. Er hat es auch nicht eingehalten und dich nach einem Monat Beziehung geknallt.“ 
Du lachst.
„ DU HAST ES IHR ERZÄHLT?“ schmunzelnd höhlst du die Avocado mit einem Löffel aus.
„ Natürlich. Ich wollte fair sein, Shinji. Und das heißt, ich habe ALLE Parteien einzubeziehen.“
Er wird blass und knurrt leise, um dann zu fauchen.
„ Aber das ist doch völlig unwichtig für sie, wann ich dich-“
„ Papa hat Mama doch nie abgeknallt.“ verwirrt legt eure Jüngste den Kopf schief und sieht zwischen euch hin und her, um dann aufzustehen und hüpfend von Möbelstück zu Möbelstück zu ihrer großen Schwester zu gelangen.
„ Mimi. Was meint Mama mit knallen? Sie lebt doch noch?“
Die angesprochene verdreht die Augen und bindet sich die Haare zu einem Pferdeschwanz, um dann über das braune Haar ihrer jüngeren Schwester zu streichen und seufzend die Avocado in dem Mixer zu bearbeiten.
„ Nichts, was für deine Katzenöhrchen bestimmt ist, Cho.“
Schmollend verzieht die Jüngere, die von ihrem Vater geerbte Katzenschnute und plustert ihre Wangen auf.
„ Gut, wenn es mir keiner sagen will, dann frage ich jemand anderen.“
Du lachst leise und siehst deiner Kleinen nach, wie sie vom Stuhl auf den Sessel hüpft, um das Telefon zu erreichen. Alles nur, um einer imaginären Lava Masse zu entgehen. 
Deine ältere Tochter seufzt schwer und sieht auf ihre Finger. Sie zittern sichtlich.
Lächelnd streichst du über ihre Wange.
„ Du musst nichts tun, was du nicht willst, Mimi-chan. Du hast alle Zeit der Welt.“
„ GANZ GENAU! Vieeeeeeel Zeit! Zeit, wie die Evolution, die aus kleinen Organismen, die Menschen hervor brachte.“ 
„ Shinji.“ doch er spricht weiter.
„ Zeit, die mein Captain gebraucht hat, um sich unseren Coach zu klären. Ich sag dir, man sollte ein Museum für ihre Beziehung errichten. Die hatten mehr Etappen, als alle Kriege der Welt zusammen.“ 
„ Papa.“ deine Tochter verdreht beim Gequassel ihres Vaters die Augen und sieht herunter.
Seufzend streichst du über ihre Wange.
„ Geh dich schön machen und rasier dich.“ 
„ WAS IST GEGEN BISSCHEN FELL AUSZUSETZEN?“
Du seufzt schwer. Deine Tochter eilt ins Badezimmer und knallt die Tür zu, worauf dein Mann verwirrt zu dir sieht.
„ Was hab ich jetzt schon wieder gemacht?“
Du seufzt und beginnst, die Avocado Masse zu würzen.
„ Du hast eindeutig zu viel geredet. Es ist nicht jeder so lieb wie dein bester Freund Mitobe und erträgt das Geplapper schweigend.“ 
Er seufzt und stützt die Ellbogen auf der Anrichte ab, um dich eingehend zu mustern.
„ Ich habe doch nur gesagt, dass bisschen Härchen nichts schlimm sind. Katzen haben auch Fell.“
Du siehst ihn entgeistert an.
„ Erstens sind wir keine Katzen, Shinji. Und zweitens solltest du aufhören mit Tieren zu argumentieren, nur weil ich Veterinär Medizin studiert habe.“ 
Er grummelt und legt den Kopf an deinen Rücken. Dadurch, dass er nur einige Zentimeter größer ist als du, kann er das leichter als vielleicht andere seiner alten Team Kameraden und seufzt gedämpft in den Stoff deines schwarzen Pullovers.
„ Ich sage doch nur, dass du sie nicht auch noch animieren musst, mit dem Kasamatsu Vogel zu schlafen.“
Du seufzt schwer und legst das Messer beiseite. Du willst ja nicht auf falsche Ideen kommen.
Schließlich drehst du dich zu deinem Mann um, nimmst sein Gesicht in deine Hände und lächelst zuckersüß und fröhlich.
„ Manchmal habe ich wirklich das Verlangen, dich mit der Spritze zu betäuben, mit der ich immer meine Patienten ruhig stelle.“







* * *






Seufzend richtest du Shinjis Hemd noch einmal und knöpfst es richtig zu.
„ Du knöpfst es falsch.“
Verwirrt überprüfst du die Knopffolge und runzelst die Stirn.
„ Ich hab doch alles zugemacht.“ 
Er grinst und zieht dich an sich.
„ Genau da ist das Problem.“ grinsend zwinkert er und entlockt dir ein Schmunzeln.
„ Dass du immer so dreckig sein musst, Koganei.“
Er zuckt die Schultern und richtet sich die Haare vorm Spiegel.
„ Ich weiß nicht, wieso ich mich hier so fein machen muss. Der Freund meiner Tochter kommt zu Besuch und nicht der Erfinder des Baumkuchens.“
Du schmunzelst.
„ Ach für den würdest du dich fein machen?“ er schnaubt.
„ Ja! Achja. Und für Akashi Seijuro. Diesem Mann verärgert man lieber nicht mit mangelnder Etikette.“ 
Schaudernd zittert er kurzzeitig und lässt zu, wie du ihm den Kragen seines schwarzen Hemdes richtest.
„ PAPA! OBA WILL MIT DIR REDEN!“
Sofort zuckt dein Mann zusammen und greift das Telefon. Du lächelst, während du deine Haare machst.
Dein Mann hat auch trotz seines steigenden Alters noch immer mehr Angst als Respekt vor seiner großen Schwester.
„ J-Ja, onee-san?“
„ DU HAST DEINER KLEINEN TOCHTER DAS WORT KNALLEN ZU OHREN KOMMEN LASSEN?!“
Mit großer Mühe verkneifst du dir ein Lachen. Es ist wirklich gut, dass seine Schwester ihm die Leviten liest. So kommt er vor dem Treffen mit dem Freund eurer Tochter etwas herunter und ist weniger nervenaufreibend.
Dein Gatte beginnt sofort zu Schwitzen, zittert am ganzen Leib, wie ein Chihuahua und versucht in normaler Tonlage zu sprechen.
„ A-Aber , n-nee-san-“
„ NICHTS DA! CHO IST EIN UNSCHULDIGER ENGEL UND SOLL ES BLEIBEN!“
„ Aber was ist mit Mimi-“
„ Ich bitte dich… ihr Freund kommt heute zu Besuch. Dann ist sie nur noch ein Engel.“
Dein Mann wird blass und du kannst dir dein Lachen nicht mehr unterdrücken. Seine Schwester hat schon immer ihr Herz auf der Zunge getragen. Du liebst deine Schwägerin in diesem Moment mehr, als du es jemals getan hast.
Grinsend legst du dir eine Kette um, schlüpfst in warme Socken und streichst deinem Mann über die Wange.
Er sieht dich leidend an, während seine große Schwester ihn lautstark fertig macht, und bittet stumm um die Erlösung.
Du lächelst. Du kannst ihm helfen.
Doch nach all dem Gesagten hat er das nicht verdient.
Schadenfroh grinsend verlässt das Zimmer winkend.
„ Mama. Kriegt Papa jetzt Ärger von oba?“
Du grinst und küsst die Stirn deiner kleinen, braunhaarigen Tochter.
„ Dein Vater hat es verdient. Mach dir keine Gedanken um ihn. Lass uns lieber den Tisch decken.“
„ Ich mag aber nicht den Tisch decken.“ du tippst dir ans Kinn.
„ Okay. Lass uns spielen.“
„ Jaaaaaaa!“ grinsend führst du sie in die Küche.
„ Wir sollten Restaurant spielen.“ sie nickt begeistert, während du nur wissend grinst.
„ Oh ja! … Wie spielt man das, Mama?“ du streichelst ihr weiches Köpfchen und streichst ihr eine Strähne hinter ihr leicht abstehendes Segelöhrchen, mit der leicht spitz zulaufenden Form, die ihr ein katzenhaftes Aussehen verleiht.
„ Wir machen das so. Ich bin die Chefin und Köchin. Du bist die Kellnerin.“ 
Sie nickt und ballt aufgeregt die Fäuste. Dann aber legt die den Kopf schief.
„ Was macht eine Kellnerin?“
„ Sie deckt die Tische für die Gäste.“ sie jubelt.
„ Dann mach ich das auch! Ich werde die beste Kellnerin unseres Restaurants!“ du grinst.
Warum nicht gleich so?






* * *








„ Wie sehe ich aus?“
Unsicher dreht sich deine Tochter und sieht dich unschlüssig an.
Du betrachtest sie genau. Ihre weißen Haare, die sie niedlich zu einem schönen Zopf geflochten hat, ihre braunen Augen, die sie mit einem schwarzen Kajal fein und katzenhaft betont hat und ihr schlichtes aber elegantes Aussehen, bestehend aus einem engen Rock, einer weinroten Bluse und wunderschönen Ringen an ihren langen Fingern.
Ihre langen Nägel hat sie in einem matten Rot lackiert und ihre Lippen mit einem leicht schimmernden Balsam betont.
„ Du sahst nie schöner aus.“ 
Sie lächelt glücklich und umarmt dich fest.
„ Ich habe Angst, Mama.“ Verwirrt siehst du sie an und legst den Kopf schief.
„ Soll ich deinen Vater weg sperren?“ leise kichernd schüttelt sie den Kopf.
„ Weißt du… Ich weiß, dass Papa so oder so was gegen Tai haben wird. Aber ich habe Angst, dass du ihn nicht mögen könntest.“
Du hebst die Augenbrauen und streichst ihr sanft über die Wange, als wäre sie wieder dein kleines Prinzesschen, das frisch eingeschult wird und nicht dein ältestes Kind, das einen großen Schritt wagen wird. Seufzend stellst du das Essen auf den Tisch und verschränkst die Arme vor der Brust.
„ Ist er ein Verbrecher?“ verwirrt runzelt deine Tochter die Stirn.
„ Natürlich nicht.“ du nickst und siehst sie weiter ernst an.
„ Ist er ein Player?“
„ Nein, Mama. Er liebt mich.“ du nickst.
„ Und liebst du ihn auch?“
„ Mehr als alles andere.“
Lächelnd tätschelst du ihre Schulter und nimmst sie fest in den Arm.
„ Siehst du. Also habe ich keinen Grund, ihn nicht zu mögen.“
Erleichtert entspannt dein Kind sich in deinen Armen und erwidert die Umarmung fest und innig.
„ Danke Mama. Das hat mir wirklich geholfen. Du hilfst mir immer, herunter zu kommen.“
„ IST ER SCHON DA?“ ihr beide seht zum sichtlich nervösen Familienoberhaupt. 
Deine Tochter verdreht die Augen.
„ Sieht aus, als bräuchte hier noch jemand eine entspannende Umarmung.“ du schnaubst.
„ Eher eine schallende Ohrfeige.“ entgegnest du trocken.




* * *





Wie ein Tiger umkreist dein Ehemann den Gast und verschränkt die Arme vor der Brust.
„ Du bist also der Freund meiner kleinen Prinzessin?“ 
Du schmunzelst und siehst zu deinem Kind, das jetzt schon gepeinigt stöhnt. Taichi hebt beide buschigen Augenbrauen und seufzt, um sich dann vor deinem Mann zu verbeugen.
„ Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Koganei-san.“
Du lächelst. Ein hübscher Junge mit Manieren. Deine Tochter scheint einen guten Geschmack zu haben.
„ Ja, ob ich mich freue, entscheide ich noch.“ du seufzt.
„ Hör auf, dich so aufzuplustern, Shinji.“
Dieser sieht ernst zu dir und signalisiert dir, leise zu sein. Doch da du meist eher das Sagen hast, erhebst du dich von deinem Stuhl, schiebst deinen Mann zur Seite und lächelst, als der Junge sich erneut verbeugt.
„ Guten Abend, Koganei-san.“ du lächelst.
„ Nenn mich doch bitte Nekori.“ 
Er reibt sich unsicher den Nacken, während seine dunklen Augen zu strahlen beginnen.
„ Darf ich wenigstens noch ein -san an hängen? Sonst wird mein Vater mich lynchen, wenn er erfährt, dass ich derart unhöflich in einem fremden Haushalt war.“ 
Du lachst.
„ Das hier ist kein fremder Haushalt mehr. Du bist der Freund unserer Großen. Du bist also herzlich willkommen, egal, was der Kater da von sich gibt.“ 
Dein Mann schnaubt beleidigt und stapft wortlos ins Wohnzimmer, wo eure kleine Tochter bereits mit selbst geschriebenen Speisekarten steht.
Sie nimmt das Kellner Spiel dann doch zu ernst. Aber wenn sie danach noch abdeckt, hast du kein Problem, ihre kindliche Fantasie und Leidenschaft für derartige Rollenspiele etwas zu deinem Vorteil zu nutzen.
„ Zieh dir doch bitte die Schuhe aus, Taichi-kun und komm mit.“
Er nickt und tut wie ihm befohlen wurde. Grinsend kommt nun endlich deine Tochter und umarmt ihren Freund fest, indem sie die Arme um seinen Hals schlingt und den Kopf an seine Brust bettet. 
Er streicht ihr sanft über den Hinterkopf und haucht ihr einen Kuss an die Schläfe, worauf du nicht anders kannst, als gerührt zu lächeln.
Armor hat gute Arbeit bei den beiden geleistet. Lächelnd winkst du den Kindern zu und bedeutest ihnen, dir in die Küche und das Esszimmer zu folgen.
Schnell kommen sie hinter her, setzen sich nebeneinander und verschränken die Finger ineinander.
Dein Mann sitzt am Kopf des Tisches und beäugt die beiden skeptisch. Kichernd lässt du dich neben ihm nieder und schnaubst.
„ Schau nicht so drein. Du hast nicht das Gesicht dafür.“ er sieht auf dich und hebt eine Braue.
„ Was soll das heißen, Nekori?“ du schmunzelst und legst deine Hand auf seine.
„ Das heißt. Weniger Löwe und mehr der Stubentiger, der du wirklich bist.“ raunst du in sein Ohr und hauchst einen Kuss auf die Stelle hinter seiner Ohrmuschel.
„ Sieh sie dir doch an. Sie sehen so glücklich aus und zwar genauso wie wir damals. Als wir-“
„ Also Cho? Du wolltest uns Essen servieren?“ fragt dein Mann mit geröteten Ohren und lässt dich einfach nur den Kopf schütteln. 
Ihm fallen doch tatsächlich immer wieder neue Wege ein, die Begebenheit zu umgehen, dass ihr auch nicht lange gewartet habt, miteinander zu schlafen.
Eure Tochter reicht dem Gast als erstes die Karte und beginnt vorzulesen, was in kindlicher Schönschrift auf dem Zettel steht.





Awokado Dip mit gebackenen Kartoffeln

- - -

Curry ~ Suppe ~ Sushi

- - -

BAUMKUCHEN



Du lächelst, als du siehst, wie die Zehnjährige stolz lächelt, als der Kasamatsu ihre Karte lobt, obwohl sie etwas falsch geschrieben hat. Auf jeden Fall kann auch schon die Jüngste eures Klans den Gast sehr gut leiden.
Grinsend schenkt sie ihm etwas Saft ein und hüpft dann neben ihn.
„ Tai-kun? Ich bin heute über Lava gesprungen!“
Deine Älteste verdreht die Augen, doch der schwarzhaarige Junge lächelt warm.
„ Ich kenne mich da aus. Meine kleine Schwester und ich haben das auch schon oft gemacht. Und es ist wirklich alles andere als leicht, da heil heraus zu kommen, nicht wahr?“
Sie nickt eifrig und nimmt sich das erste Brötchen, um es in den grünen, gesunden Dip zu tunken. Deine andere Tochter tut es dir gleich, behält dabei aber stets ihren Vater im Auge, der mit Argusaugen auf den Eindringling sieht.
„ Und? Kasamatsu-kun?“ du verdrehst die Augen. So ist Shinji doch sonst nicht.
„ Ja Koganei-san?“ der Junge hält dem Blick stand und isst einige Sushi Röllchen.
„ Isst du denn nichts von dem Avocado Dip?“ du seufzt schwer.
„ Leider ist dieses Essen nicht sonderlich mein Fall. Ich habe es öfter probiert, finde aber nicht wirklich Gefallen an diesem gesunden Snack.“ 
Er sieht dich entschuldigend an, erntet aber nur ein breites Grinsen von dir. Auch wenn es ihm nicht bewusst ist, so ist er auf dem richtigen Weg, von deinem Gatten ins Herz geschlossen zu werden.
Dieser blinzelt kurz, fasst sich darauf aber wieder und nickt fachmännisch.
„ Und wie stehst du zu Baumkuchen?“
„ Ich habe es noch nie gegessen. Aber ich finde, dass es sehr lecker klingt.“ 
Die Augen deines Mannes funkeln.
„ Das ist es auch! Es ist meine Leibspeise und-“ er räuspert sich, als er dein breites Grinsen sieht.
„ Wie dem auch sei.“ er versucht, beherrscht und kühl zu klingen, dennoch gelingt es ihm nicht sonderlich, wenn der Gast ihm direkt vielerlei Gründe liefert, ihn zu mögen.
„ Reden wir über etwas anderes. Etwas Cooles.“ 
„ Papa.“ deine Tochter sieht warnend zu ihrem Vater und hebt eine Augenbraue.
Du seufzt erneut. Immer, wenn Shinji versucht, etwas als cool hervor zu heben, ist die nächste Angelegenheit wirklich alles andere als das.
Er beugt sich vor, verschränkt die Arme auf dem Tisch und setzt zum Reden an.
„ Also was hältst du von-“
„ Papa! Ellenbogen, Ellenbogen, seid doch nicht so ungezogen. Auf dem Tisch dürft ihr nicht sein, alle Menschen essen fein!“
Du lächelst, als deine Tochter ihren Vater mahnend ansieht und der augenblicklich seine Haltung manierlicher gestaltet. Dann seufzt er und führt den Satz fort, den er soeben begonnen hat.
„ Also, Kasamatsu-kun. Was hältst du von… Jo-Jos?“
Du verspürst das Verlangen, den Kopf deines Mannes zu packen und in die heiße Suppe vor ihm zu pressen, bis er um Gnade winselt. Doch du knurrst nur stattdessen warnend und siehst zu deiner Tochter, die bereits innerlich zu toben scheint. Ihre braunen Augen wirken auf jeden Fall dunkler als sonst und scheinen ihren Vater zu durchbohren.
Taichi reibt sich das Kinn, füllt sich noch etwas Sushi auf und lächelt dann.
„ Tatsächlich finde ich, dass es wirklich anspruchsvoll ist, die ganzen Tricks zu erlernen und finde jeden Menschen beeindruckend, der das wirklich durch zieht und beherrscht.“ 
Damit habt ihr alle nicht gerechnet. Vor allem nicht dein Mann. Die Fassung zu wahren fällt ihm diesmal sichtlich schwer.
Der Gast hat ihn tatsächlich indirekt gelobt, ihm gesagt wie sehr er das Hobby schätzt, das dein Mann damals verfolgt hat und ihn so wirklich gepackt.
Du musterst den Jungen eingehend, der selig lächelt und deiner jüngsten Tochter etwas Saft eingießt.
Ob er es ahnt, welche richtigen Antworten er gibt? Oder hat er sich vorbereitet?
Du siehst auf deine Tochter. Sofort schließt du die zweite Möglichkeit aus. Deine Älteste scheint alles andere als involviert zu sein, so wie sie ihren Freund freudig überrascht mustert.
Dein Mann räuspert sich, hustet kurz, um seinen Schock und die Überraschung zu überspielen und fährt sich durch das braune Haar.
„ Weißt du, was ich auch sehr interessant finde Taichi-kun?“ du hebst beide Brauen.
Auch deine Tochter verschluckt sich, als sie gerade etwas von ihrer Limonade trinken will und hustet herzhaft. Doch dein Mann scheint eure Reaktionen nicht auf sich zu beziehen, sondern führt seine Erzählung fort. Ist ihm denn überhaupt aufgefallen, dass er die Anrede seines Gastes geändert hat?
„ Ich finde es faszinierend, wenn jemand die Kunst des Modellierens beherrscht. Was sagst du dazu?“
Taichi trinkt etwas und seufzt.
„ Ich schätze jede Art von leidenschaftlicher Ausübung eines Hobbys. Dennoch finde ich, dass nicht jeder sich einen begabten Modellbauer nennen sollte. Es sollte die Hierarchie gelten, die es auch bei Sport Veranstaltungen gibt, da jedes Modell einen anderen Anspruch besitzt.“
Du kannst es nicht verhindern, dass dir der Mund aufklappt. Shinji verschränkt anerkennend grinsend die Arme vor der Brust und schmunzelt.
„ Ich nehme an, du magst Katzen, oder Tai-kun?“ du siehst geschockt zu deinem Mann.
Wie kann es sein, dass ein Gespräch binnen einer Stunde sich derart verändert? Und die Beziehungen obendrein?
Taichi nickt und lächelt breit.
„ Ich liebe sie.“
Seufzend erhebt dein Mann sich und klopft dem Jungen auf die Schulter.
„ Herzlich Willkommen in meinem Haus.“
Du verdrehst die Augen, lachst aber leise.
Endlich.






* * *







„ Könntest du bitte aufhören so herum zu tigern? Du läufst noch ein Loch in den Boden.“
Er hält inne und sieht dich nervös an.
„ Es ist elf Uhr.“ du nickst und öffnest deine Haare.
„ Ja? Und?“ nervös beißt er sich auf die Unterlippe und geht wieder in eurem Schlafzimmer von einer Wand zur anderen, als wäre das ein Käfig und er der Tiger.
„ Shinji. Mach dich nicht so verrückt. Du hast selbst gesagt, dass du Taichi akzeptierst und er willkommen ist. Mach nicht so einen Aufstand.“ 
Du gähnst ausgiebig und legst dich ins Bett. 
Dein Mann sieht auf dich herab und fährt sich durch das zerzauste Haar, während sein Gesicht ein chaotischer Ausdruck ziert.
„ Aber das heißt doch nicht, dass der Junge mit meiner Prinzessin in einem Bett-“
„ Okay mir reicht es jetzt. Shinji, du sagst ständig, dass du den Jungen akzeptierst und nicht verurteilst, nur weil er ein Kasamatsu ist. Dann halte dich auch daran und denk mal nach, wie es damals bei uns war.“
Er seufzt und legt sich zu dir, kuschelt sich unter die Decke und zieht dich eng an sich.
„ Wieso willst du dieses Thema ständig bringen?!“
„ Weil Taichi sicher genauso verständnisvoll ist, wie du es damals gewesen bist.“






~ Flashback ~




„ S-Shinji. I-Ich hab Angst.“
Schwer atmend sinkt dein Freund auf dich nieder, lehnt die Stirn an deine und verschließt deine Lippen mit seinen. Du schmiegst dich an ihn, genießt die Geborgenheit und kraulst seinen Nacken. Nach kurzem Schweigen erhebt er sich etwas und nimmt dir so die Wärme, die sein Körper auf der Decke erzeugt hat. 
Er fährt sich durch das stachelige Haar, sieht auf dich herab und streicht vorsichtig über deinen Kopf.
„ Du weißt schon, dass wir alle Zeit der Welt haben, Neko-chan.“
Du siehst auf deine Hände.
„ Weißt du… Die Mädchen in meinem Team sagen, wenn man nicht nach ein paar Tagen mit dem Freund schläft, macht er Schluss. Und das will ich nicht.“ 
Tränen steigen dir in die Augen und du beißt dir auf die Unterlippe.
Geschockt sieht er dich an und seufzt schwer.
„ So etwas würde ich nie tun, Neko-chan. Es gibt zwei Arten von Jungs. Die Knaller und die Sorger. Ich bin eindeutig die Nummer zwei.“
Du siehst ihn verunsichert an und schluckst.
„ D-Das heißt, du würdest solang warten, wie ich möchte?“ 
Ohne zu zweifeln nickt er, hält den Daumen hoch und zeigt dir seine süßeste Katzenschnute. 
Dein Kichern dringt an seine Ohren und er grinst breit und glücklich.
„ Neko-chan. Egal, wann wir beide mit einander schlafen. Ich werde warten und dann werden wir die beste Nacht haben, weil wir es beide wollen.“
Du lächelst gerührt und umarmst ihn fest.
„ Ich danke dir. Danke, dass du du bist.“
Er küsst deine Stirn, deine Wangenknochen und schließlich deine Lippen, um sich dann seufzend an deine Oberweite zu schmiegen, die noch im BH steckt.
„ Ich bin auch so schon im siebten Himmel.“ schnurrt er wohlig und entlockt dir ein Lachen.
„ Du bist echt unmöglich.“







~ Flashback Ende ~




Grummelnd kuschelt dein Mann sich an deine Oberweite und grinst genauso glücklich und verdorben zugleich wie damals.
Schmunzelnd gibst du ihm einen Schlag auf den Hinterkopf und schlingst dann die Arme um ihn.
„ Ich finde es wirklich toll, dass du Taichi hier schlafen lässt.“ er brummt wortlos.
„ Du bist ein toller Vater, Shinji.“ er sieht zu dir, stützt sein Kinn auf deinen Brüsten ab und hebt die Augenbrauen.
„ Findest du das wirklich?“ du nickst ohne zu zögern.
„ Danke, Neko-chan. Der Baumkuchen war übrigens sehr lecker.“ 
Du schmunzelst und streichst durch sein Haar.
„ Ich habe ihn doch nur gekauft.“ er haucht dir einen Kuss auf die Lippen.
„ Das hast du aber sehr gut gemacht!“ du schüttelst lachend den Kopf.
„ Manchmal bist du wirklich noch wie ein kleiner Junge, Shinji. Ich liebe das. Da fühlt man sich wieder, als sei man in der Highschool.“ 
Schmunzelnd stimmt er in dein Lachen mit ein und schlingt die Arme fest um dich. Du fährst schweigend seine Rückenmuskulatur nach, genießt sein leises Schnurren und lauschst seinen immer leiser werdenden Worten.
„ Ich finde, Tai-kun hat es verdient, hier zu schlafen. Er war mit dem Geiste dabei.“
Du schmunzelst. Muss dein Mann auch immer sein Lebensmotto als Weisheit heraus posaunen und auf andere Menschen übertragen?
„ Also ist er eine akzeptable Wahl für deine Tochter?“ er nickt und erschaudert kurz.
„ Ich bin froh, dass Akashi keinen Sohn hat.“ du lachst rau auf.
„ Du hast dich wirklich auf diesen Mann fixiert oder? Ist er so furchterregend?“
Dein Mann nickt ernst.
„ Er ist ein Psycho. Unberechenbar und-“
„ Vater von mehreren Kindern. So schlimm kann er also nicht sein.“ unterbrichst du ihn.
Er seufzt.
„ Hast ja Recht. Du warst schon immer die Stimme der Vernunft in meinem Kopf, Neko-chan. Wenn ich dich mit einem Bild beschreiben müsste, wärst du ein schlaues Kätzchen mit Brille, das fröhlich kichernd durch meinen Kopf tanzt und mir Lektionen erteilt.“
Du lachst und atmest seinen Geruch ein.
„ Du bist der Spaßfaktor für mich, den ich manchmal vergesse. Wärst du ein Bild, wärst du einer dieser Spielzeugaffen, die lachend zwei Becken aneinander schlagen.“
Er lacht rau auf und drückt die Stirn fest gegen deine.
„ Was wäre ich nur ohne deine Witze auf meine Kosten?“
Du lächelst und küsst ihn innig, wie damals, als ihr kurz davor wart, miteinander zu schlafen. Er streicht dir über die Seiten und brummt zufrieden.
Und dir wird wieder bewusst, wie Recht er hat.
Auch, wenn dieser Mann dich eigentlich andauernd die Augen verdrehen lässt und auf die Palme bringen kann, wenn er sich wieder kindisch aufführt.



Wärst du ohne diese männliche Frohnatur, die dir jeden Tag ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, nicht derselbe Mensch, wie heute.




~ ~ ~




*Soooo da habt ihr mal ein Kapitel ganz ohne Drama und nur mit Fachpalm Momenten!


**Hier knapp ein paar wenige Fragen zu dem Kapitel, die schnell beantwortet werden.

Wieso hasst Koganei Trauben und Avocado?
=> Wiki.

Wieso die Jojo und Modellbau Frage?
=> Wiki. Es sagt, dass das die Hobbys unseres Neko Boys sind ^^

Wieso ist der Reader immer so am Grinsen, Lachen, Kichern?
=> Weil das Wiki sagt, dass Koganeis Traumfrau ein fröhlicher Mensch sein muss.

Wieso heißen die Mädchen Cho und Mimi?
=> Cho hat zweierlei Namensherkünfte. Ich hab damit den Manga / die Geschichte „ Die kleine Katze Chi.“ ansprechen wollen und so das katzenhafte Element einbauen, das sich als roter Faden durch den ganzen OS zieht.

http://manga-reviews.de/wp-content/uploads/2015/03/kleine-katze-chi-slider.jpg

Und als zweites habe ich den Namen Cho gewählt, weil das Schmetterling bedeutet und eine Anspielung auf ihr kindliches Naturell sein und sie als Nesthäkchen der Familie hervor heben soll.

Die ältere heißt Mimi, weil das Prinzessin bedeutet. Ende. XD



***So das neue Kapitel von Izuki kommt bereits morgen. Hab es schon fertig und freue mich, wenn ihr noch zu dem Kapitel Ideen für das aller letzte Kapitel geben könntet!



****Soooo. Ich danke euch, für eure Anregungen und die Reviews von ganzem Herzen! Ich versuche, das letzte Kapitel am Mittwoch den 23. hochzuladen. Da ist die Geschichte dann genau 8 Monate alt :D (wie schnell die Zeit vergeht o.O)




Die Liste


*Akashi Sejūrō
*Kise Ryōta
*Murasakibara Atsushi
*Kuroko Tetsuya
*Midorima Shintarō
*Aomine Daiki
*Haizaki Shōgo
*Himuro Tatsuya
*Kagami Taiga
*Takao Kazunari
*Hanamiya Makoto
*Mibuchi Reo
*Kasamatsu Yukio
*Mitobe Rinnosuke
*Hayama Kōtaru
*Imayoshi Shoichi
*Wakamatsu Kōsuke
*Kiyoshi Teppei
*Hara Kazuya
*Mayuzumi Chihiro
*Susa Yoshinori
*Nebuya Eikichi
*Fukui Kensuke
*Sakurai Ryō
*Tabata Yū
*Ogiwara Shigehiro
*Seto Kentarō
*Nijimura Shūzō
*Ōtsuka Takuma  
*Tsubuku Masahiro
*Liu Wei
*Koganei Shinji


*Izuki Shun
*ULTRA BONUS CHAPTER


<3 Vielen Dank fürs Lesen, meine Bienchen! <3
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