Rücken an Rücken

GeschichteRomanze, Freundschaft / P16
Riza Hawkeye Roy Mustang
22.06.2015
03.11.2019
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Dieses Kapitel
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Dies ist meine erste Fanfiction, dennoch hoffe ich, dass sie euch gefallen wird :)
Es wäre hilfreich, wenn ihr bereits den ganzen Anime geschaut habt, da die Geschichte sich nach dem ,,versprochenen Tag" ansiedelt.
Das Pairing ist hier natürlich RoyxRiza, welches für mich persönlich einfach das beste der Welt ist ^^

Noch eine kurze Anmerkung:

Ich habe keinerlei Rechte an den Figuren, diese gehören alle dem Zeichner Hiromu Akarawa und Square Enix.

Ansonsten viel Spaß beim lesen, weitere Kapitel folgen regelmäßig :)



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Kapitel 1:  Das Versprechen

Langsam öffnete der Oberleutnant ihre Augen. Sie lag in einem Bett, das Zimmer größten Teils weiß gehalten, der Boden und die Wände mit Fliesen bedeckt. Lediglich eine große Orchidee in einer Vase stand auf einem kleinen Tisch zu ihrer Rechten. Es war schon irgendwie lustig, Zuhause hatte sie nie irgendwelche Blumen, da sie nicht mal eine Blumenvase besaß. Als sie sich aufsetze und nach links guckte sah sie einen Mann mit schwarzen Haaren und trüben Augen im Nachbarbett liegen. Riza erschrak als sie seinen leeren Augen betrachtete, sein klarer unbeirrbarer Blick war nun völlig verschwunden und er wirkte orientierungslos. Bei dem Gedanken an den gestrigen Tag, den sogenannten „versprochenen Tag“ , verspürte Riza großen Schmerz, er hatte sein Augenlicht verloren und sein Traum eines Tages das Land zu ändern und Generalfeldmarschall bzw. Präsident zu werden schien in weite Ferne gerückt zu sein. Sie selbst machte sich große Vorwürfe, weil sie ihn nicht besser hatte beschützten können, sie hatte als seine Adjutantin versagt. Die Blonde krallte sich mit den Händen in ihrer Decke fest und versuchte standhaft zu bleiben. Plötzlich sah sie wie sich der Oberst zu ihr umdreht. Er hatte sie wohl erst jetzt gehört und wendete sich mit seinen leeren Augen zu ihr um: „Oberleutnant bist du wach?“ . Riza versuchte sich zu sammeln und ihre zittrige Stimme zu kontrollieren, was ihr aber wie sie selbst feststellte nicht besonders gut gelang: „ Ja das bin ich..ich..es.....es“, doch bevor sie weitersprechen konnte, hatte sie Roy bereits unterbrochen.“Riza bitte mach dir keine Vorwürfe, es war nicht deine Schuld. Du selbst bist verletzt worden und das war sogar noch eher meine Schuld.“ Riza guckte ihn entsetzt an: „Nein Herr Oberst es war nicht ihre Schuld.  Ich.. ich hätte einfach besser aufpassen sollen... dann hätten Sie auch niemals ihr Augenlicht verloren.“ Ihre Stimme klang traurig und sie senkte den Blick auf ihre Hände, um ihm nicht weiter in seine trüben Augen schauen zu müssen. Dieser aber begann zu lächeln. „Weißt du es gibt etwas viel wichtigeres als mein Augenlicht, der Verlust dieses ist nicht annähernd so groß wie der wenn ich dich, meine Königin, verloren hätte.“ seine Stimme klang sanft und Riza schreckte bei diesen Worten überrascht auf und schaute ihn mit ungläubigen Augen an. „Weißt du“, fuhr er fort „du konntest mein Augenlicht ersetzen und mich durch die Dunkelheit führen, dich aber kann nichts auf der Welt ersetzen, für mich bist du einfach unersetzlich, als meine Adjutantin und als Mensch.“ Noch immer schaute Riza ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Hatte er sie grade etwa seine Königin genannt?  Und gesagt sie sei unersetzlich für ihn und nicht nur als seine Adjutantin, sondern auch als Mensch? Ein Gefühl der Wärme umfasste sie und Riza erinnerte sich an gestern, als er sie, geschwächt von der stark blutenden Wunde, in seinen Armen hielt. Zuvor hatte sie ihn mehrfach ihren Namen rufen hören „Oberleutnant!!! Oberleutnant!! Oberleutnant! Halt  bitte durch!“ hatte es in ihren Ohren geklungen. Damals hatte sie das Mädchen aus Xing mit ihrer Alchemie gerettet und sie hatte gemerkt ,nachdem sie sie sich wieder ein wenig bewegen und atmen konnte, wie Roy sie erleichtert näher an sich gedrückt hatte und seinen Kopf auf ihren legte. Das erste was sie sah war sein liebevoller, erleichterter Blick gewesen. Er hatte sie sofort verstanden, so wie immer, genau wie auch Riza seine Blicke verstand. Doch war dies nun nicht mehr möglich. Auch würde sie nun nie wieder einen so liebevollen Blick in den Augen ihres Obersts sehen können. Doch hatte er auch damit Recht, dass sie immerhin froh sein konnten, dass sie überlebt hatten und auch, dass Alfonse seinen Körper zurück hatte. Dennoch wusste sie noch immer nicht wie sie antworten sollte. Riza war kein Mensch der großen Worte und sie tat sich schon immer schwer ihre Gefühle in Worte zu fassen, weshalb sie sich meist mit einer großen Mauer innerlich abschottete. Zu ihrer Erleichterung erhob Roy erneut das Wort. „Ich weiß nicht wie es weitergehen soll. Aber ich werde auch weiterhin versuchen das Land zu ändern. Doch dafür brauche ich dich, du musst meine Augen ersetzen. Wirst du mir auch weiterhin folgen und mein Licht sein?“ Riza´s Blick war entschlossen. „Ich habe Ihnen bereits gesagt ich werde Ihnen folgen selbst bis in die Hölle, wenn sie es wünschen.“ erklärte sie und ihr Blick war fest, wurde nun aber weicher und auch ihre Stimme wurde sanft,“ Ich werde dich führen und dein Licht sein, so wie du auch meins bist.“ Nur wegen der Hoffnung, dass Roy es eines Tages schaffen würde das Land zu ändern, hatte sie weiterleben können trotz der grausamen Bilder der Vergangenheit, die sie täglich verfolgten, nur deshalb war sie beim Militär geblieben, um ihn zu unterstützen. Bei diesen Worten wirkte auch Roy etwas überrascht doch sein Blick wurde weich. „Ich danke dir, für alles Riza“ Erneut merkte der Oberleutnant wie sie eine Welle der Überraschung aber auch der Wärme erfasste. Nicht nur, dass er sich bei ihr bedankte, nein er hatte sie auch zum ersten mal seid langer Zeit wieder beim Vornamen genannt.“  Plötzlich sah sie wie sich die Türklinke mit einem Quietschen herabsenkte und sich die Tür öffnete. Instinktiv griff sie nach ihrer Waffe. Entspannte sich aber schnell wieder als sie zwei bekannte Gesichter sah. Auch Roy hatte wohl das Quietschen der Tür gehört: „Wer ist da?“ fragte er. „Wir sind es nur Fury und Breda“, ertönte es vom anderen Ende des Zimmers, „bitte erschießen sie uns nicht Oberleutnant, wir sind nur hier um sie zu besuchen.“ Ihre Stimme klang wie eine Mischung aus leichter Angst aber auch Humor. „Keine Sorge kommt rein“, sagte Riza zu den Beiden und musste schmunzeln. „Wie geht es Ihnen Beiden, tut ihre Verletzung noch sehr weh Oberleutnant?“ fragte Breda. „Ach das geht schon, es tut kaum noch weh“ antwortete Riza, wobei sie dabei doch etwas lügen musste, da sie sich vor lauter Schmerzen immer noch nicht richtig bewegen konnte. „Und Ihnen Oberst?“, fragte Fury „Ich meine Ihre Augen haben Sie sich, naja, kommen...“ doch schon hatte Mustang ihn unterbrochen: „Kein Grund zur Sorge, wichtig ist das alle leben und wir die Homuculi besiegen konnten. Außerdem habe ich ja noch immer meinen Oberleutnant, der von nun an noch viel näher an meiner Seite stehen wird. Somit hat das ganze auch seine gewissen Vorzüge.“ , seine Stimme klang amüsiert, eben typisch Oberst Mustang. Bei seinen Worten merkte Riza allerdings wie sie plötzlich rot wurde, sie versuchte es zu unterdrücken, doch seine Worte waren ihr einfach besonders in der Anwesenheit ihres Teams mehr als unangenehm. Breda funkelte Roy belustigt an: „Mensch da wird man ja glatt eifersüchtig, vielleicht sollte ich auch mein Augenlicht verlieren, wenn ich dann unsere Hawkeye die ganze Zeit an meiner Seite hätte.“ Roy funkelte ihn zurück an: „ Sie ist aber meine Adjutantin, also selbst wenn du blind wärst, würde sie nicht an deiner Seite stehen. Pech gehabt Breda.“ Roy musste lachen, für einen Moment hatte er schon vergessen, was in den letzten Tagen passiert war und genoss es einfach sich mal wieder mit seinen Untergebenen freundschaftlich zu necken. Auch wenn er dabei in Kauf nahm, dass Riza, inzwischen völlig überfordert mit der Situation, knallrot anlief. Doch um sie ein wenig zu beruhigen wechselte er das Thema und wurde wieder ernst. „Fury, Breda bitte bringt mir so viele Unterlagen wie möglich über Ishval, angefangen von der Region und der Bodenqualität hin zu den Ishvaliern und wie sie momentan leben. Ich kann erst dann Generalfeldmarschall werden, wenn ich es geschafft habe das Ishval Problem zu lösen. Auch wenn ich meine Fehler der Vergangenheit nicht wieder gut machen kann, so möchte ich ihnen ihr Land und ihre Rechte zurückgeben.“ Alle blickten Roy erstaunt an und Riza empfand erneut große Bewunderung in diesem Moment für den schwarzhaarigen Alchemisten. Genau diese Entschlossenheit war der Grund weshalb sie ihm folgte. Auch sie konnte ihre Fehler nicht wieder gut machen, doch würde sie Roy so gut wie möglich dabei unterstützen sein Ziel zu erreichen.
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