Naruto Uzumaki - Kleiner Junge, Großes Schicksal

von Lemming01
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16
Hinata Hyuga Kakashi Hatake Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha
21.06.2015
05.08.2019
68
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Hallo Leute!
Also, erstmal danke, dass ihr meine FF angeklickt habt.
Es ist meine erste FF überhaupt, von daher hoffe ich mal ganz doll, dass sie euch gefällt ^.^
Über Kritik freue ich mich, sagt mir ruhig was ihr gut findet bzw. ich besser machen soll!
Na dann, viel Spaß mit Naruto Uzumaki - Kleiner Junge, Großes Schicksal!

"..."    - jemand spricht
>...<    - jemand denkt
- ... -    - Sichtwechsel

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Kapitel 1 – Willkommen in meinem Leben

Ich lief durch die Straßen Konohas, den Blick starr dabei nach unten gerichtet. Ich versuchte, die Blicke der anderen Dorfbewohner zu ignorieren, gar nicht erst zu bemerken, aber ich spürte wie die Blicke mich von hinten mit Abscheu und Hass durchbohrten. Ich lief, immer weiter, zu meiner Wohnung.

Nach Hause. Ein Zuhause. Nein, sowas hatte ich nicht. Hatte ich noch nie. Früher bin ich ständig von einer Familie zur nächsten gereicht worden, nur um dort erst recht wieder abgelehnt zu werden. Nur auf Befehl des Hokage waren sie bereit mich aufzunehmen, meistens für weniger als eine Woche, obwohl sie fürstlich entlohnt wurden. Hass und Verachtung waren meine ständigen Begleiter.

Als ich sechs war bekam ich dann endlich meine eigene kleine Wohnung und ein Taschengeld, um mich über dem Wasser zu halten. Es freute mich damals, endlich von diesen Menschen wegzukommen, jedoch brach somit jeglicher Kontakt zu Menschen für mich ab. Naja, außer der mit dem Sandaime, der allerdings auch kaum Zeit für mich hatte und vielleicht zwei- bis dreimal im Monat vorbeischaute, doch das reichte nicht. Was ich wollte, aber nie bekommen würde, war eine Familie. Wenigsten hatte man mir schon mit acht Jahren, also ein Jahr früher als normal, erlaubt bei der Akademie zu beginnen, damit ich aufhörte Streiche zu spielen. Als ob das geholfen hätte.

Ich lief also geradewegs in meine Wohnung. Keuchend kam ich an. Schließlich hatte ich den ganzen Nachmittag trainiert, denn dieses Mal wollte ich die Abschlussprüfung auf jeden Fall schaffen. Zu meinem Leidwesen war ich nämlich schon einmal durchgefallen. Mit Schwung riss ich die Tür auf. „Halloooo. Bin wieder zu Hause!“

Ich wusste, dass niemand antworten würde.
Ich wusste, dass niemand auf mich wartete, wenn ich heimkam.
Ich wusste, dass es Wunschdenken ist, eine Familie zu haben, denn meine Eltern sind bei dem Kyuubi Angriff ums Leben gekommen.
Doch ich rief trotzdem und versuchte den stechenden Schmerz in meiner Brust zu ignorieren.

Ich trat ein, zog mir die Schuhe aus, die anschließend mit Schwung in die jeweils andere Ecke des Zimmers befördert wurden. Traurig schlurfte ich durch den kalten Gang, um in der Küche das Licht anzumachen. Ich ließ meinen Blick in der Küche umherwandern. „Soll ich mir einen Toast nehmen? Ne, eigentlich hab ich keinen Hunger…“. Ich schleppte mich in mein Zimmer, setzte mich auf mein Bett und starrte raus in die bereits fortgeschrittene Dämmerung.

Meine Augen füllten sich mit Tränen. >Warum bin ich immer allein?< Und ehe ich es verhindern konnte, spürte ich, wie sich diese schon den Weg über meine Wangen bahnten. ‚Warum will niemand mit mir reden, mich ansehen, mich einfach NORMAL BEHANDELN? Vor einer Woche sollte doch alles besser werden. Ich sollte in eine neue Klasse kommen und einen neuen Klassenlehrer. Sensei Iruka. Ich habe echt gehofft, dass er nicht so wäre, wie die anderen. Aber er ist genau gleich! Er hat die gleichen Augen! Wie alle! Voller Abscheu hat er mich angesehen obwohl er mich doch nicht einmal kannte. Und die Schüler? Die konnte man auch vergessen. Schon langsam glaube ich, dass ich niemals Freunde finden werde! Sie haben mich schon von Anfang an nicht gemocht!<

***Flashback***

Ich trat unruhig von einem Fuß auf den anderen, denn gleich würde mein neuer Sensei mich hineinrufen und ich würde meiner neuen Klasse gegenüberstehen. Ich hoffte so sehr, dass ich endlich Freunde finden würde. Ich war durch die Prüfung gefallen und wurde nun einer neuen Klasse zugeteilt, doch ich war dankbar, dass meine neuen Klassenkameraden nun gleich alt waren. Ich hatte ein Jahr früher angefangen, der Hokage der 3. Generation hatte sich damals für mich eingesetzt. Ich lächelte leicht, nur um mir gleich darauf wieder der Realität bewusst zu werden.

Ich freute mich unheimlich darauf auf die Akademie zu gehen, doch ich war eine totale Niete. Mein Nin-und Tai-Jutsu war schlecht, meine Konzentration im Unterricht war, naja um ehrlich zu sein, miserabel und von meinen Künsten im Gen-Jutsu…die konnte man total vergessen. Ich ließ den Kopf hängen.

>NEIN. Diesmal schaffe ich es! Ich werde ein guter Shinobi werden! Und dann MÜSSEN mich alle im Dorf anerkennen<  Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Sensei Iruka sagte: „Wir haben einen neuen Schüler in der Klasse. Sein Name ist Naruto Uzumaki.“ Das war mein Stichwort. Ich betrat den Klassenraum. Ein Raunen ging durch die Klasse. Skepsis, Unbehagen, Ablehnung, Neugier. All das war ich gewohnt.

NEUGIER? Überrascht schaute ich in zwei große fliederfarbene Augen die mich schüchtern und interessiert musterten, frei von Ablehnung. >Wer ist das?<  Als ich ihr jedoch direkt in die Augen schaute, errötete das Mädchen leicht und schaute weg. Ich war verwirrt. >Was war denn das jetzt?< Und doch entging mir nicht der abwertende Blick meines Klassenlehrers. „Stell dich bitte vor“, sagte Iruka-sensei, dabei versuchte er möglichst freundlich zu klingen. Doch ich konnte den unterdrückten Hass raushören. Zu oft hatte ich diesen Tonfall gehört – und versucht ihn zu überhören.

„Mein Name ist Naruto Uzumaki. Ich bin 9 Jahre alt und irgendwann einmal bin ich Hokage!“ Ich hatte leise, angefangen zu sprechen, doch zum Schluss schrie ich schon fast mit vollster Überzeugung. „Hokage das ich nicht lache! Hahaha!“, rief mir ein, mir noch unbekannter, Junge zu, der einen kleinen Hund am Kopf sitzen hatte. Alle anderen, außer dem geheimnisvollem Mädchen, stimmten in sein Lachen mit ein. „Beruhigt euch bitte wieder. Naruto, setz dich auf den freien Platz neben Sakura.“ Beschämt und wütend über den Lachanfall ballte ich meine Hände zu Fäusten und ließ mich wortlos neben Sakura fallen. >Na wartet, ihr werdet noch sehen, was ich drauf habe!<

Vorgestellt hatte sich mir an diesem Tag keiner. Erst im Laufe der nächsten Tage lernte ich die Namen meiner Mitschüler durch Beobachtung. Auch fand ich heraus, dass das Mädchen, welches mich gemustert hatte, Hinata Hyuuga hieß. Meine Sitznachbarin hieß Sakura, hatte rosa Haare, grüne Augen und war süß. Ein anderes Wort fiel mir nicht zu ihr ein. Sie schien, so wie alle anderen Mädchen, auf den immer coolen Sasuke zu stehen. Doch mir persönlich war es egal, denn mich faszinierte das Hyuuga-Mädchen weit mehr. Ich fand sie um Vieles sympathischer, nur leider war sie sehr schüchtern und als ich sie mal nach der Schule ansprechen wollte, wurde sie gleich von einem Mann, der Augenfarbe nach auch ein Hyuuga war, abgeholt. Ich bekam allerdings noch mit, wie dieser Fremde Hinata aufforderte sich von mir fernzuhalten.

Es waren noch ein paar andere Kinder in meiner Klasse, jeder mit seinen eigenen Macken: Shikamaru, welcher sich immer von Verantwortung drücken musste, der immer-futternde Choji, Ino – eine blonde, aufgeregte Tusse meiner Meinung nach –, der sehr geheimnisvolle Shino, Kiba – der blöde Typ der mich am ersten Tag ausgelacht hatte – , und noch viele mehr.
Doch alle hatten eines gemeinsam: Keiner von ihnen wollte etwas mit mir zu tun haben. Sie wichen mir aus, mieden mich und schauten mich seltsam an.

***Flashback Ende***

Ich weinte noch lange, ohne, dass jemand sich darum geschert hätte, wie dreckig es mir ging. Ich schaute auf, wischte mir die Tränen aus den Augen und sagte mit voller Entschlossenheit: „Nein. Ich habe das nicht verdient, denn ich hab niemanden etwas getan. Wenn sie mich hier nicht wollen, dann gehe ich. Ich werde Konoha morgen verlassen und meinen eigenen Weg gehen.“ Mit diesem Vorsatz fiel ich in einen unruhigen Schlaf.

Am nächsten Morgen wurde ich von der Sonne, die mir aufs Gesicht schien geweckt. Ich schlug die Augen auf. Heute würde ich meinen Vorsatz in die Tat umsetzen. Heute würde ich Konohagakure verlassen. Ich sprang aufgeregt aus dem Bett. Nach einer Scheibe Toast fing ich an meine Taschen zu packen. Ich flitzte durch die kleine, abbruchsreife Wohnung. „Was brauche ich denn? Was brauche ich denn? Äh….Kunai, Shuriken, Gewand, Essen…“ suchend blickte ich mich um. Nach dem ich der festen Überzeugung war, nichts vergessen zu haben, riss ich die Balkontür auf und schaute noch einmal über meine Schulter in mein altes Leben. „Danke, dass du mein Zuhause warst“, sagte ich spöttisch mit einer vor Sarkasmus triefenden Stimme in die leere Wohnung. „Hoffentlich auf Nie-mehr-wiedersehen.“

Mit diesen Worten zog ich die Tür hinter mir zu, und sprang vom Dach, sowie wie ich es die letzten Jahre getan habe. >Doch heute wird es das letzte Mal sein.<

Ich rannte in Richtung Haupttor von Konohagakure, welches ich zum Glück ungesehen passieren konnte. Ich lief, schnell, aber nicht auf voller Geschwindigkeit, denn ich wusste, dass ich mir meine Kraft einteilen musste.

>Also, heute in der Akademie werden sie sich nicht großartig wundern wenn ich nicht komme. Morgen und übermorgen haben wir zum Glück keine Schule, das heißt da werden sie auch nicht bemerken, dass ich nicht da bin, denn der Sandaime war erst bei mir und wird sich nicht so schnell wieder blicken lassen. Sagen wir mal, dass sie noch ca. 2 Tage nicht nachsehen werden wenn ich nicht in der Akademie auftauche. Ab dem Zeitpunkt wird es kritisch. Ich hoffe, dass sie mich erst gar nicht suchen gehen, da sie eh alle froh sind, dass ich endlich weg bin. Aber so wie ich den Hokage der dritten Generation kenne, wird er Anbus schicken, um mich zurückzubringen. Doch das kann er getrost vergessen. Nie wieder will ich dorthin zurück!<

Beflügelt von dem Gedanken wegzukommen, rannte ich und rannte ich bis spät in die Nacht, um erschöpft neben einem Baum zusammenzubrechen.
Am nächsten Tag setze ich meine Reise fort, immer weiter trugen mich meine Beine, Hauptsache weg von Konoha. Mein Magen begann lautstark zu protestieren, denn ich hatte gestern nach der ganzen Rennerei nur eine Scheibe Toast gegessen. Sorgenvoll blickte ich in den Himmel, die Wolken zogen sich immer mehr zusammen und bekamen einen düsteren, dunkellila Farbton. Aus der Ferne hörte ich leises Donnergrollen und sah am Horizont blau-weißes Licht aufblitzen. >Hoffentlich regnet es nicht…< Doch es kam wie es kommen musste – wie auf Stichwort begannen die ersten Regentropfen vom Himmel zu fallen, nur um mich ohne Erbarmen bis auf die Knochen zu durchnässen.

Ich schaute mich nach einem Unterschlupf um, denn die Bäume boten mir leider kaum Schutz vor den Wassermengen die hinabstürzten. Da entdeckte ich meine Rettung! Eine kleine Höhle, die in einiger Entfernung in einer kleinen Gebirgskette gut versteckt lag. >Dort gehe ich hin!< Gedacht, getan, machte ich mich auf den Weg, wobei ich schon vor Erschöpfung zu straucheln begann. „Nicht mehr weit, Naruto, dann hast du es geschafft! Komm, nur mehr ein paar Meter!“, motivierte ich mich selbst, um mich mit letzten Kraftreserven die letzten Meter in die Höhle zu quälen, während schon schwarze Punkte in meinem äußeren Sichtfeld tanzten.

Schwer atmend lehnte ich mich an die Höhlenwand, als ich plötzlich ein Geräusch hörte, welches anscheinend von dem Inneren der Höhle zu kommen schien. Ich fing an zu zittern. >In meinem Zustand kann ich mich weder verteidigen, noch weglaufen…< Ich wurde immer verzweifelter. Angestrengt versuchte ich etwas in der stockdunklen Höhle zu erkennen, ohne Erfolg. Plötzlich begann sich ein Schatten aus der Dunkelheit zu lösen und steuerte direkt auf mich zu. „Was machst du hier?“, fragte mich eine ihm unbekannte Stimme. „B-Bitte t-tun sie mir nicht weh“, meine Stimme klang wackeliger als ich es wollte, jedoch versuchte ich mich momentan voll und ganz darauf zu konzentrieren, nicht das Bewusstsein zu verlieren. „Wieso sollte ich…“ Mehr bekam ich nicht mehr mit, als mich die Dunkelheit zärtlich in ihre Arme zog.


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So, dass war's mal fürs Erste.
Ich hoffe, es hat euch gefallen und würde mich natürlich über Reviews freuen ;-)

Glg Lemming01
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