Erste Begegnung Maja und Domenico

GeschichteAllgemein / P12
Domenico Manuel di Loreno Esther Fischer Martin Fischer Maya Fischer Patrick
20.06.2015
20.06.2015
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Als Maja auf dem Alten Marktplatz ankam, holte sie tief Luft. Ein- Aus. Ihr Herz schien sich langsam zu beruhigen, als sie Geräusche hörte und sich umsah. Auf der anderen Seite des rundlich angelegten Platzes standen mehrere Personen. Männer, nach der Größe zu urteilen. Sie hatten Maja nicht wahrgenommen. Insgesamt waren es 4 Personen. Maja merkte instinktiv, dass sie besser unbemerkt blieb und wollte sich soeben umdrehen, als die Stimmen lauter wurden.
„Du kleiner Mistkerl. Glaubst du, du kannst uns verarschen?“
Maja drehte sich wieder um. Es war nicht so einfach etwas zu erkennen, lediglich die paar Straßenlaternen machten es möglich, in der Dämmerung mehr zu sehen.
Die Männer begannen den einen, den „Mistkerl“, zu schubsen und lachten widerlich. Maja erstarrte. Ihr war bewusst, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis die sie entdeckten und bis die Situation eskalierte. Trotz der Angst, die sich in ihr breit gemacht hatte, ging sie auf die Gruppe zu.
So nah sie konnte, an der Hauswand.

Ein großer Kerl mit Glatze, packte Idomeneo am Kragen und riss ihn nahe zu sich ihn. Domenico zuckte kaum merklich zusammen, als der Mann ihm das Messer in den Bauch rammte. „Ich mache keine lehren Drohungen, du und dein verkorkster Bruder macht nicht die Regeln. Die stelle ich auf und ich kann es ganz und gar nicht leiden, wenn man sie nicht einhält.“ Er wich ein Stück zurück, nur um eine Sekunde später den langsam in sich zusammensackenden Domenico noch einen Kinnharken zu verpassen.
Maja japste erschrocken auf. Es war anscheinen laut genug gewesen, dass diese Männer sie bemerkten und sich ihr langsam zu wandten. Bevor sie sich besinnen konnte, rannte sie auf die Männer zu. „Hey! Lasst ihn in Ruhe!“ „Wen haben wir denn da?“ fragte einer der Drei, ein schlaksiger hochgewachsener junger Mann. Nicht älter 25. Wie eine Raubkatze kam er auf sie zu geschlichen. „Du hast Glück Mädchen,wir können zwar keine Zeugen gebrauchen, aber eine zweite Leiche erst recht nicht! Tiago, kümmere dich drum.“
Maja konnte die schlechten Zähne Tiagos sehen, und den intensiven Körpergeruch wahrnehmen. Es war eine Mischung aus Alkohol und Zigaretten. Maja atmete laut und hektisch. Gerade setzte sie zum Rennen an, doch Tiago packte sie an den Haaren und riss sie zurück. Maja schrie auf. Und dann fühlte sie nur noch ein dumpfes Pochen auf ihrer rechten Wange. Sie schwankte. Erneut pochte es, diesmal die Lippe. Sie fiel.
Ein Tritt, sie stöhnte und schluchzte auf. Noch ein Tritt. Maja unterdrückte ein Wimmern. Es wurde schwarz um sie herum.


Ruckartig riss Maja die Augen auf, was keine so gute Idee war. Ihr Schädel schien zu explodieren, der ganze Körper krampfte sich zusammen. Sie versuchte sich zu orientieren, sah die Sterne am Himmel und noch größere Sterne, 5 Stück, Kreisförmig über ihr. Laternen. Sie war auf dem Alten Marktplatz. Die Erinnerungen der Ereignisse prasselten wieder auf sie ein. Der Junge! Noch immer unfähig scharf zu erkennen, suchte sie den Boden ab. Nicht weit von ihr lag er auf den Pflastersteinen. Aufstehen wäre nicht möglich. Alles drehte sich und ihr Magen rebellierte. Würde sie aufstehen, wäre die nächste Ohnmacht garantiert. Das würde niemanden helfen. Vorsichtig zog sie sich über den Boden, näher zu dem scheinbar leblosen Körper. Als sie sich über ihn beugte, konnte Maja im ersten Moment nicht viel erkennen. Doch als sie mit der Hand über die Brust fuhr fühlte sie etwas Nasses. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, sie atmete hektisch und stoßweise. Handy! Wir brauchen einen Krankenwagen! Der Junge stöhnte auf. „Hey“, sagte ich leise und berührte ihn am Oberarm. Maja erschrak kurz über den Klang ihrer Stimme. Sie klang heißer, mehr krächzend. Er stöhnte erneut. „Hör zu, ich hab kein Handy. Ich weiß nicht was ich tun soll. Du hast verdammt viel Blut verloren und. Was?“ Er versuchte ihr etwas zu sagen. Möglichst ohne ihn oder sich selbst noch mehr weh zu tun, beugte Maja sich über ihn an sein Ohr. „Handy. Tasche.“ flüstere Domenico mit rauer stimme und schob mit seiner Hand ihre an seine Jackentasche,bevor sein Kopf wieder zur Seite fiel. „Nein, nein, nein! Du musst wach bleiben!“ Majas wurde panisch. „Das Handy!“ erinnerte sie sich selbst und zog es aus seiner Jackentasche. Nach einigem kurzem Tuten meldete sich eine ruhige Männerstimme. „Stefan Zeugl, Notruf , was kann ich für sie tun?“ Vor lauter Erleichterung kamen Maja die Tränen. Sie war nicht mehr ganz so alleine. „Hier ist Maja Fischer“, schniefte sie mit gebrochener Stimme. „Hallo Maja, können sie mir sagen was passiert ist und wo sie sich befinden? Fragte Stefan Zeugl. „Ich bin am Alten Marktplatz, ich weiß nicht genau welche Straße die nächste ist. Ein ´Junge wurde niedergestochen. Er, er hat sehr viel Blut verloren.“ Die letzten Worte wurden erneut von einem lauten Schluchzen begleitet. „Alles wird gut Maja. Fühl seinen Puls. Wir sind auf dem Weg.“ Maja tat, was er von ihr verlangte. „Ich spüre ihn.“ „Gut. Wo genau ist die Stichwunde?Kannst du das sagen?“
Maja schob das Tshirt nach oben und zog scharf die Luft ein. Der ganze Oberkörper war blutverschmiert. „Maja, bist du noch dran?“ „ Ja. Die Wunde ist, „ Sie stockte und holte noch mal tief Luft. „ Sie ist links, da wo das Herz ist“ Fast hatte sie Angst, der Notarzt hatte sie nicht gehört, weil sie mehr geflüstert hatte. „Maja, nimm deine Hand und leg sie flach auf die Wunde. Du musst mit leichtem Druck die ganze Zeit auf ihr bleiben, verstanden?“
„Ja.“
„Wir sind gleich da.“ Eine Pause entstand. Maja legte ihre Hand über die Wunde und versuchte so die Blutung zu stoppen. „Maja, bist du auch verletzt?“ „Ich weiß nicht, nicht schlimm denke Ich. Mir ist nur schwindelig.“ „Ganz ruhig Maja, du machst das toll.“ Beruhigte Herr Zweigl sie, doch es half nichts. Sie merkte wie sie dabei was zu hyperventilieren. Sie spürte die Wunde unter ihrer Hand, den schwachen Herzschlag. „Ich weiß nicht wie lange ich noch kann.“
„Wir sind da, Maja alles wird gut. Lass die Hand auf der Wunde!“

Und tatsächlich, ein Krankenwagen rollte über den Platz und blieb links von ihr stehen. Eine Frau fasst sie bei den Schultern und zog sie langsam weg während ein Man, Stefan Zweigl wahrscheinlich, seine auf die Wunde legte. Maja begann zu Zittern. Man hob Domenico auf eine Trage und schob ihn in den Wagen. Kurz darauf wurden Tüten mit Verband und Druck Tücher aufgerissen. Die Frau legte eine Decke um Maja und schob sie dann sanft in den Wagen. Maja lies alle machen. Sie war kaum noch fähig, zu denken. Man untersuchte sie aber nicht intensiv. Schon nach kurzer Zeit kamen sie im Krankenhaus an. Es wurde hektisch, laut und sehr hell. Maja hob die Hand um sich vor dem hellen Licht zu schützen. Dann sackte sie zusammen und es wurde endlich wieder dunkel um sie herum.
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