matters-cares-meanings-hearts

von f f fan
GeschichteRomanze, Schmerz/Trost / P6
Sawyer
19.06.2015
19.06.2015
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Heyho miteinander.
Ein weiterer kleiner Ausflug in die Kategorie Imke-schreibt-Oneshots-die-keiner-kapiert-zu-Geschichten-die-Harry-nicht-kennt. (Grüße hier mal)
Diesesmal ist das hier gewidmet an meine Schwester.
Alles Gute zum Geburtstag, Merle. Du bist die beste Schwester der Welt und mit niemandem kann man so gut Serien gucken. Hab dich lieb, du Erwachsene.
(Ich habe das eine Woche vor deinem Geburtstag hochgeladen, falls du also zufällig darauf gestoßen bist, darfst du jetzt noch nicht lesen!)
So...jetzt aber mal los!


Matters - Cares - Meanings - Hearts

POV Sawyer
Liebst du mich, Kate?
Ich habe lange darüber nachgedacht. Wie weit gehen denn deine Gefühle... Die Gefühle der Kate Austin.
Du warst nie das liebe Mädchen, für das dich anfänglich alle hielten. Niemand hätte erwartet, dass du die Gefangene des AirMarchalls warst. Die einzige, die man weniger verdächtigt hätte, wäre vermutlich Claire gewesen...
Du warst nicht die Gute. Du warst die Böse. In gewisser Weise machte dich das natürlich noch attraktiver. Aber da war der Dok, der von Anfang an deine Aufmerksamkeit hatte und unser Spiel schien dich bloß zu stören.
Du konntest dir selbst natürlich nicht vergeben. Konntest dich nur als das verdorbene Mädchen sehen, das an Verbrechen schuldig war. Du konntest dich nicht als "gut" sehen. Als "schön". Als "perfekt". Ich konnte es. Ich tat es.
Es hat lange gedauert. Zeit und Schmerz hat es sicherlich gekostet. Ein Kuss? Ich hatte nichts zu verlieren damals. Aber das war etwas anderes. Als wir dann bei ihnen gefangen waren, da habe ich es plötzlich begriffen. Auf einmal. Was es dafür nur gebraucht hat!
Jack war fort. Du warst in dieses Kleid gesteckt worden und hocktest verloren in deinem Käfig. Und ich in meinem. So nah. So fern. Wie kann das sein? Ich habe es früher nie geglaubt, wenn die Leute sowas erzählt haben. Habe nur einmal etwas Ähnliches gespürt.
Monate hat es wohl gedauert, bis die ersten begriffen haben, dass wir hier ein neues Leben anfangen können. Du hast es immer noch nicht ganz verstanden, oder? Ich glaube nicht. In Gedanken läufst du immer noch weg. Aber in diesem Moment konntest du nicht weglaufen. Und deshalb hast du dich an das einzige geklammert, was da war. An mich. Wie an Jack zuvor.
Ich war der, der dir über die Angst vor dem Gefangensein geholfen hat. Du warst die, die mir Hoffnung gegeben hat. Einen Sinn, weiter zu machen. Und wie du da so standest und niemanden außer mir hattest, da habe ich begriffen, dass ich dich liebe.
Ich würde all die Stromschläge der Anderen nochmal ertragen - nur um dir noch einmal zu sagen, dass du nach Erdbeere schmeckst und dein Lachen darauf zu hören. Dein Lachen, das so frei von deiner Schuld ist - was kannst du getan haben, das schlimmer ist als das, was du jetzt tust. Ich habe einen unschuldigen Mann ermordet. Du brichst einem unschuldigen Mann das Herz - mir.
Vielleicht ist das meine Vergeltung. Oder ist es nicht genug? So wie ich unabsichtlich den Marchall habe leiden lassen, weil ich ihn nicht richtig erschießen konnte, so lässt du mich unabsichtlich leiden, weil du mich nicht lieben kannst?
Ich habe dich das kleine Flugzeug aus den Koffern des AirMarchalls angucken gesehen und habe geglaubt, dass du meinen Schmerz kennst. War mir sicher, dass ein Teil deines Herzens gebrochen ist wie meins.
Ich habe an uns geglaubt - für den kurzen Moment, als wir zusammen waren. Als du gelacht hast und die vielen Male, als du mich gerettet hast. Als du nicht ohne mich gehen wolltest. Als mein Herz bei deinem Anblick durchdrehte.
Und ich habe an uns gezweifelt - als du gesagt hast, du hättest gelogen. Du würdest mich nicht lieben. Auch als du nicht geantwortet hast, als ich danach fragte. Als du mich angeschrien hast. Die vielen Male, als du Jack angesehen hast, wie du mich ansehen solltest. Wie kann mein Herz so viel Glück und Schmerz ertragen? Ist es nicht schon fast explodiert, als du dich ausgezogen hast und meine Uhr begann, zu piepsen?
Dieses kleine Geräusch des Todes. Meine Liebesbekundung.
Aber ich schätze mal, das ist irgendwie unser Stil. Gefahr, Verderben, Schlechtheit. Wir haben Jack zurück gelassen. Als hätte mir das weniger bedeutet als dir! Du dachtest es, sicher. Dabei hatte ich dir doch gesagt wie gezeigt, dass da ein Herz in meiner Brust ist. Eines, das dich liebt.
Und du hasstest mich, weil ich auf Jack gehört und ihm vertraut habe, weil ich dich schützen wollte und nicht zurückgefahren bin, um den Dok zu retten.
Dabei wollte ich. Wir brauchen ihn doch alle. Und du bist anders ohne ihn. Ich doch auch. So wie er vermutlich ohne uns. Natürlich besonders ohne dich. Ich will dich niemals leiden sehen, Kate. Niemals!
Trotzdem hast du auch mir damals damit wehgetan, als Jack dir plötzlich wichtiger war als ich. Und da waren wieder die kleinen, bissigen Zweifel.
Es tut mir leid. Was? Nun...vermutlich alles, was ich falsch gemacht habe. Ich weiß einfach nicht, wie es richtig geht. Du hattest recht. Tut mir leid, dass ich mich nicht entschuldigt habe. Dass ich dich alleine mit Sayid und Locke habe gehen lassen, ohne überhaupt zu merken, dass du gehst.
Ich hätte mitkommen sollen. Meine Augen haben jeden Abend den Strand nach mir abgesucht. Und dann war da plötzlich Jack und mein Herz konnte wieder schlagen ohne, dass es schmerzte. Und dann kamst du und wir umarmten uns und ich habe wieder an uns geglaubt.
Warum ich dir vergebe, wenn du mich benutzt, wenn ich dir nicht wichtig genug bin, um Jack nicht mehr nachzuschauen, wenn du mich nicht lieben kannst? Ich kann dich nicht hassen, Kate. Ich liebe dich. Und das erste Mal liebe ich mich selbst für etwas, das ich tue, weil es richtig ist.
Sommersprosse war lieb gemeint. Deshalb hatte ich es für einen Moment vergessen. Die Spitznamen, die ich aus Zuneigung sage. Dok zu Jack. Sommersprosse zu dir. Sie sind anders als die anderen. Es sind keine Verhöhnungen. Das bin nur ich. Und deshalb war es anders. Anders als Saywer. Der Name, den du so schnell durchschaut hast...
Ich weiß, du willst hier immernoch fort.
Ich weiß, du weißt nicht, was du willst. Wen du willst.
Ich weiß, du bist dir nicht sicher, ob du lieben kannst. Mich. Besonders mich. Es fällt schwer. Dabei bin ich so viel weniger kompliziert, wenn du da bist.
Du bist Kate. Du bist frei. Du kannst gehen, wohin du willst. Tun, was du willst. Reden, mit wem du willst. Aber sei dir gewiss: In Zukunft werde ich dir nachlaufen, ich werde dich lieben und dich beschützen. Und wenn du fliehen willst, dann fliehen wir gemeinsam. Wir haben so viel Zeit, um zu begreifen, was unsere Liebe bedeutet.
Lass mich nicht allein. Bitte. Im Grunde bin ich ohne dich doch auch nichts. Du kannst doch einfach fragen.
Nenn mich noch einmal James...
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Ich hoffe, es hat jemandem gefallen und vor allem dir, Merle. Lasst eine Review da.
Grüßels fffan.

(Merle! Hier geht es weiter: http://www.fanfiktion.de/s/5584189a00040e0d8c086dc/1/matters-cares-meanings-hearts)
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