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Ich habe alles unter Kontrolle, Daddy

von MieB
GeschichteFamilie, Sci-Fi / P16
Agent Smith Neo OC (Own Character) Tank Trinity
18.06.2015
21.08.2016
19
26.887
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08.07.2015 2.030
 
„Hallo.“, das ist alles, was ich sagen konnte, sie ist wirklich verdammt ähnlich wie das Bild von Mum, leider kann ich mich fast nicht an sie erinnern, nachdem sie verschwand als ich 2 war und man sich erst an Dinge, die man ab 3 Jahren erlebt erinnern kann, ist das auch kein Wunder.
„Hallo.“, antwortete sie knapp und schaute mich kritisch an. „Kann… kann ich mich zu dir setzen?“, fragte ich nervös, war froh als sie nickte. „Es hat einen Grund, wieso du gerade zu mir kommst, oder?“, fragte sich mich nach endlos scheinendem Schweigen. Diesmal nickte ich. „Und was ist es?“, fragte sie weiter. „Du siehst jemandem, den ich… schon lange nicht mehr gesehen habe… sehr ähnlich.“, antwortete ich, wobei ich kurz zögern musste. „Das ist alles? Ich sehe jemandem ähnlich?“ , fragte sie kalt. Ich weiß nicht, was ich jetzt von ihr denken soll, ich meine sie ist meine Mum, aber das geht auch freundlicher. Außer, sie sagt das nur zum Schutz… „Ja… und nein! Du heißt Trinity?“, fragte ich. „Woher weißt du diesen Namen? Ich habe ihn schon lange nicht mehr genutzt!“, zischte sie, es wirkte schon fast bedrohlich. Ja, sie ist der Reaktion nach definitiv meine Mum.
„Ich… habe meine Quellen!“ als sie interessiert schaute, fügte ich „außerhalb der Matrix“ hinzu, woraufhin sie große Augen bekam. „Du kommst aus der Realität“, stellte Mum fest, sie hat mich nicht erkannt. „Ja, von der Nebukadnezzar 2.“, antwortete ich. „Bist du nicht zu jung um zu einer Crew zu gehören? Nebukadnezzar? Ist Morpheus der Kapitän?“, fragte sie dann. „Es gibt jedes Jahr immer wieder Streit mit dem Senat weil ich mitwill, aber ich habe die besseren Argumente! Und ja, Morpheus ist unser Kapitän.“, antwortete ich leise. „Kennst du… Kennst du Neo, geht es ihm gut?“, flüsterte sie dann.
Bei dem Namen meines Vaters bekam ich gleich Panik. Was erzähle ich ihm, wieso ich noch hier bin? „Ja, ich kenne ihn… Ich hoffe, dass es ihm gut geht, ich kann das bei ihm schlecht einschätzen.“ „Das klingt gerade nicht sehr begeistert.“, stellte sie fest. „Ich habe in letzter Zeit öfter… Meinungsverschiedenheiten mit ihm. Er will mich nicht in die Matrix lassen, mir ist langweilig. Das kann auf die Dauer nicht reibungslos gehen, vor allem, weil ich schon fast alle Übungsprogramme durch habe.“, erzählte ich wahrheitsgemäß.
Nach einer kurzen Pause entschied ich mich, Mum zu fragen, was passiert ist, wieso sie nicht bei uns ist. „Auf welchem Stand bist du?“, fragte sie als erstes. „Auf welchem Stand ich bin… Das kommt ganz darauf an, wie wahrheitsgetreu Tanks Erzählungen sind, wenn sie überhaupt stimmen. Wenn man Tank glauben kann, bin ich auf dem Stand, dass Da… äh Neo und Du gestorben sind und dann in Zion wiederhergestellt wurden. Ab dann weiß ich nur noch, dass du verschwunden bist und wir eigentlich nichts anderes machen als dich zu suchen und Leute aus der Matrix zu holen.“, erzählte ich. „Also erst mal, du kannst Tank glauben, er ist eigentlich eine relativ sichere Quelle. Wieso ich verschwunden bin… Nachdem wir wiederhergestellt wurden, lag ich im Koma, ziemlich lange. Diese Zeit nutzten wahrscheinlich die Wächter um mich aus Zion zu entführen und wieder an das Energiefeld anzuschließen. Anders als sie erwarten sind meine Erinnerungen noch da, aber ich komme nicht raus.“, erzählte sie. „Ich werde mit Morpheus reden, damit wir dich rausholen, aber zuerst ist Lars dran, weg zu kommen. Oh, Mist, ich bin schon viel zu lange beschäftigt mit reden, ich muss los! Wir holen dich raus, versprochen!“, rief ich und holte mein Handy aus der Tasche.
„Tank, wo sind sie?“, fragte ich sofort. „Das Gebäude gegenüber, 3. Stock, 5. Türe von links! Und jetzt erkläre endlich, was du so lange da noch gemacht hast! Dein Vater ist verdammt wütend!“ „Erkläre ich später!“, rufe ich noch und lege auf, eine Moralpredigt will ich mir jetzt nicht auch noch antun. Trinity schaute mich fragend an. Wie viel hat sie mitbekommen?
„Es ist erst mein zweites Mal hier und es war eigentlich nicht geplant, dass ich mit dir rede, das gibt später einen Ärger, aber egal, mit dir zu reden war es wert!“, erklärte ich ihr nur und lief los zu Morpheus und Lars.
„Wo warst du? Dein Vater wird mich umbringen!“, fragte mich Morpheus. „Um ihn kümmere ich mich später, ich erkläre es dir, wenn wir genug Zeit haben“, antwortete ich schnell, und sah dann Lars, der ziemlich verwirrt schaute. Eigentlich wirkte er schon ziemlich nett. Als Morpheus ihm die beiden Kapseln hinhielt war ich gottfroh, dass er entscheidet, die Matrix zu verlassen, hoffentlich bleibt er danach länger auf der Nebukadnezzar 2, schon alleine seine Augen…
Ich bemerkte, dass er Panik bekam, als er beginnt, die Matrix zu verlassen, ich kann ihn verstehen. Ich komme mir nur so verdammt hilflos vor, weil ich wirklich nichts machen kann um ihn zu beruhigen. Als er aus der Matrix verschwindet, klingelt ein Telefon um uns auch raus zu holen. Genau in diesem Moment wird  mir klar, dass ich keine Ausrede für Daddy habe und ihm die Wahrheit noch nicht erzählen kann. Dumm gelaufen, das was also vorerst mein letztes Mal in der Matrix, obwohl eigentlich gar nichts passiert ist. Mit einem schlechten Gewissen hebe ich den Telefonhörer ab und sitze wieder in der Nebukadnezzar 2, die gerade mit Höchstgeschwindigkeit durch die Energieplantagen fliegt. „gleicher Ablauf wie immer, du bleibst weg, bis der neue wieder fit ist!“, zischte mir Tank zu, dann sehe ich auch schon Daddy auf mich zukommen.
„Was sollte das denn?“, fragte er mich sofort. „Ich wollte nur…“ „Ja, du wolltest nur… Weißt du, wie das alles hätte schiefgehen können? Du kannst nicht immer so ein Risiko eingehen und du musst endlich einmal lernen, Befehlen zu folgen!“ „Du lässt mich nicht einmal ausreden!“ „Dann sage es jetzt. Was wolltest du denn?“ Mein Hirn schlug Achterbahnen, kam aber auf kein Ergebnis, deshalb war ich besser still. Mit einem vorwurfsvollen Blick geht Daddy zu Morpheus, eigentlich will ich gerade nur weg hier! In meinem Zimmer bekomme ich sowieso nicht meine Ruhe, deshalb überrede ich Tank mich in meine eigene Matrix zu bringen, der einzige Ort, an dem alles nach meinen Vorstellungen funktioniert. Für mich würde sich sowieso gerade niemand interessieren, weil alle zu sehr mit Lars beschäftigt sind.
Kurz darauf stand ich in meinem Baumhaus, der Ort, bei dem es wahrscheinlich am längsten gedauert hat, ihn zu programmieren, ich kann mich noch daran erinnern, wie ewig ich dafür am Computer gesessen bin; und immer noch sitze um es zu verbessern. Eins der praktischsten Dingen in meiner Matrix ist, dass ich sie so verschlüsselt habe, dass es auf den Bildschirmen nur schwarz anzeigt, keine Daten und schon gar kein Bild, meine Privatsphäre, glaubt nicht, man hat auf der Nebukadnezzar 2 viel davon! Gerade deshalb bin ich sauer, als ich jemanden in meiner Welt wahrnehme; jemanden, der nicht von mir programmiert wurde. Es war Morpheus, auch wenn ich von ihm wahrscheinlich gleich Ärger bekomme ist er wenigstens nicht Daddy!
„Eine schöne Welt hast du dir eingerichtet, Jana.“, meinte er. „Sie ist noch fehlerhaft“, antwortete ich schulterzuckend. „Nichts ist perfekt. Aber jetzt hätte ich gerne eine Erklärung, was das heute in der Matrix sollte. Dein Vater ist auf mich mindestens genauso sauer wie auf dich!“, meinte er ernst. „Ihm wird es wohl nicht reichen, wenn ich sage, dass ich meine Gründe hatte.“, stellte ich fest. „Nein, und mir reicht das auch nicht.“ „Morpheus, du musst mir helfen meinen Vater anzulügen. Die Wahrheit kann ich ihm nämlich nicht erzählen.“ „Erzähle mir die Wahrheit, damit ich dir helfen kann!“, antwortete er. Zum Glück geht er nicht gleich auf Kriegskurs und wenn ich Mum rausholen will, brauche ich ihn. „Dad hat eigentlich seit ich mich erinnern kann ein Foto von Mum dabei. Als ich mich umgeschaut habe, um dich zu finden, habe ich jemanden gesehen, der genau wie sie aussieht.“ „Und du warst neugierig und musstest mit ihr reden.“, folgerte Morpheus. „Genau richtig. Ich weiß, dass es ein Risiko war, aber ich will endlich mehr als nur Andeutungen. Ich will wissen, was passiert ist!“ „Wir haben dich zu ahnungslos gelassen“ „Ich hatte schon so meine Quellen, auch wenn sie stellenweise etwas fragwürdig sind.“ „Tank“, stellte Morpheus fest. „Ja, genau“, antwortete ich lachend. „Okay, zurück zum Thema, was ist bei dem Gespräch rausgekommen?“ „Sie wurde von den Maschinen zurück an das Energiefeld angeschlossen, erinnert sich aber noch an alles. Wir müssen sie zurückholen!“ „Ja, das ist dringend nötig, sie war bisher die beste in ihrem Job. Und du brauchst eine Mutter!“ „Damit Dad nicht alles abbekommt?“, fragte ich ihn grinsend. „Das auch! Soviel ich mitbekommen habe, braucht man kein Telefon um hier wegzukommen, also gehen wir zurück?“, fragte Morpheus. „Und was erzählen wir Daddy?“, fragte ich jetzt panisch. „Die Wahrheit!“, antwortete Morpheus, ich atme tief durch und versuchte mich schon einmal darauf vorzubereiten, falls ich überhaupt so lange lebe um zu reden, da bin ich mir im Moment nämlich gar nicht so sicher. Obwohl, wenn Morpheus dabei ist vielleicht schon, weil ich ‚die Tochter des Auserwählten‘ bin schützt er mich mit, in der Hoffnung, dass ich auch so gut bin wie mein Vater, wobei mir außer Tank wieder niemand erklärt, was genau so besonders ist.
„Der Ausgang ist einfach diese Türe, mehr nicht.“, erklärte ich und ging durch. Das erste was ich sah, ist mein Vater, der mit Tank stritt, weil er mich in meine Matrix geschickt hat.
„Wir brauchen eine Krisensitzung“, murmelte ich, sofort hörte ihr Streit auf. „Was hast du jetzt schon wieder angestellt?“, fragte Tank genervt. „Nichts! Also nichts schlimmes“, antwortete ich schnell. „Ich hoffe, du erklärst dabei dein Verhalten heute!“, zischte Daddy. „Glaube mir, das werde ich!“, antwortete ich, dann holte Morpheus die anderen dazu.
„Ich muss euch etwas sagen…“, begann ich unsicher. „Was hast du angestellt?“, fragte Link. „Wieso geht ihr alle davon aus, dass ich etwas Schlechtes gemacht habe? Das nervt!“ „Ist nicht so gemeint.“, sagte Link schnell. „Also, wenn ihr mich nicht unterbrecht, würde ich euch dann weiter erzählen, wieso ich heute… meinen eigenen Plan durchgezogen habe. Tank, du bist am Bildschirm gesessen, du hast bestimmt bemerkt, dass ich mich mit jemandem unterhalten habe. Nein, ihr müsst gar nicht so seufzen, als ob ich mit einem Agenten geredet habe, es war nämlich nicht so! Ihr meint alle, Mum ist tot. Soweit ich weiß, ist sie nur verschwunden, Entschuldigung, ich wollte sagen, sie war verschwunden. Ich weiß, dass ich mich an den Plan hätte halten sollen, aber ich habe sie gesehen und musste mit ihr reden. Es war ein Risiko, aber es ist alles gut gegangen! Die Maschinen haben sie wieder in die Matrix eingegliedert, wir müssen sie rausholen! Vor allem, weil sie sich an fast alles erinnert.“ An alles außer mich!
„Du hast sie gefunden?“, fragte Dad, es sieht so aus, als hätte er mir verziehen. „Ich habe sogar ihre Handynummer von dort. Wann holen wir sie raus?“, fragte ich. „Wir? Jana, ich dachte, wir hatten eine Abmachung!“, sagte Daddy. „Ja schon, aber… ich meine dafür, dass ich sie gefunden habe…“, murmelte ich. „Wir hatten eine Abmachung! Ich überlege mir, was wir machen.“, sagte Daddy. „Aber wenn du dabei bist, kann doch sowieso fast nichts passieren!“, rief ich. „Ich überlege es mir und damit Schluss.“ „Deine Frage, wann wir Trinity holen, ist berechtigt. Wir haben schon jemand neues da. Natürlich wird es nicht so lange dauern, sie fit zu bringen, aber auch das wird seine Zeit dauern, sie war jetzt 13 Jahre in der Matrix.“, sagte Link. „Das heißt also, wir holen sie, wenn der Junge wach ist.“, meinte Ben. „Der Junge hat auch einen Namen.“, sagte ich, woraufhin Tank grinsend Daddy ansah, ich verdrehte genervt die Augen. „Okay, sobald der Junge soweit ist und wir ihn in die Grundprinzipien eingewiesen haben, holen wir Trin raus. Ich hoffe, das ist zeitlich für dich so in Ordnung, Neo.“, meinte Morpheus. „Jana hat doch ihre Handynummer besorgt, ich denke, dass ich es dann so lange aushalten werde… Hoffentlich ist Lars ziemlich schnell fit.“, antwortete Daddy. „Dann hätten wir eigentlich alles wichtige besprochen, oder? Und ich hoffe, wir schaffen es unserer Jana zu verzeihen, dass sie uns so einen Schrecken eingejagt hat.“, beendete Morpheus die Krisensitzung; und ich lebte noch.
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