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Ich habe alles unter Kontrolle, Daddy

von MieB
GeschichteFamilie, Sci-Fi / P16
Agent Smith Neo OC (Own Character) Tank Trinity
18.06.2015
21.08.2016
19
26.887
2
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06.05.2016 775
 
Als ich am nächsten morgen aufwachte, war Sarah weg, dafür hatte sie recht gut geschlafen. Zufrieden zog ich das Dokument über die Verdunklung der Sonne aus meiner Tasche. Nach einigem Suchen fand ich endlich, wie die Sonne verdunkelt wurde, das ganze Sonnenlicht wurde durch Spiegel abgelenkt. Wenn man es schaffte, die Spiegel platt zu machen, dann käme das Licht wieder auf die Erde und sie würde sich langsam wieder aufwärmen, mit Glück würde die Oberfläche wieder so warm werden, dass man dort leben konnte. Durch das Sonnenlicht würden auch einige Lichtempfindliche Maschinen ausfallen, eine weitere recht große Schädigung für die Matrix. Wo zur Hölle waren nur die Spiegel positioniert? Schnell las ich in dem Dokument weiter, der Ort war ein ganzes Stück von  uns entfernt, bis wir dort ankamen würde es zwei oder drei Tage dauern. Wie genau schafften wir es, die Spiegel platt zu machen? Waffen, wir brauchten Waffen. Schnell schaute ich nach, was wir alles an Bord hatten, unser Hochenergetischer Laser würde bestimmt gehen um die Halterungen der Spiegel zu zerstören. Hoffentlich wären alle aus unserem Team mit dabei, wenn irgendjemand einen Aufstand machte, wären wir schon am Ende. Der Weg zu den Spiegeln würde ganz schön gefährlich werden, so viel stand fest. Trotzdem, wir würden es bestimmt schaffen. Zufrieden stürmte ich mit dem Zettel aus dem Zimmer.
„Guten Morgen!“, rief ich motiviert, Sarah saß bei den anderen am Frühstückstisch. Mich persönlich wunderte es, wieso sie alle in der Nabukadnezzar frühstückten und nicht in Zion, aber mir konnte es egal sein.
„Morgen Jana. Hier, pflanz das ein und schau immer wieder, dass es Wasser bekommt.“, meinte Sarah schnell und gab mir ein Reagenzglas, in dem irgendwelche Sachen schwammen. Also wenn daraus mal eine Pflanze werden sollte…
„Bist du sicher, dass es funktioniert?“, fragte ich kritisch.
„Todsicher. Dort ist die DNA für einen Apfelbaum, zusammen mit einigen Stoffen, die es für das Wachstum braucht.“, erklärte Sarah.
„Wir werden es sehen.“, murmelte ich unsicher. Trotzdem, ich wollte Sarah vertrauen.
„Ich gehe wieder nach unten. Ihr schafft das und macht keine Scheiße, klar?“, verabschiedete Sarah sich.
„Wir passen schon auf.“, antwortete ich und winkte ihr hinterher. Erst jetzt bemerkte ich, wie mich das ganze Team der Nabukadnezzar sprachlos anstarrte.
„Wir… wollen ein kleines Experimen starten.“, meinte ich schnell.
„Ein Baum wächst nicht ohne Licht.“, antwortete Tank.
„Ich weiß. Deshalb werden wir erstmal für Licht sorgen.“, seufzte ich.
„Du hast es gefunden?“, fragte Daddy schnell.
„Hier. Das ganze Licht wird durch Spiegel abgelenkt, wenn wir es schaffen die Spiegel zu zerstören, bekommen wir wieder Sonnenlicht auf die Erde und ein Großteil der Lichtempfindlichen Maschinen geht kaputt. Wir können anfangen, die Oberfläche wiederherzustellen und so irgendwann die ganze Matrix kaputt zu machen, genau wie die Plantagen.“, erklärte ich meinen Plan.
„Jetzt bist du völlig durchgedreht.“, meinte Ben und drehte sich wieder zu seinem Frühstück.
„Das könnte sogar funktionieren. Zeig mal die Position von den Spiegeln.“, meinte Mum und riss mir das Blatt aus der Hand, sie schaute sich das alles an und ging dann zu einem Computer, bei dem sie Koordinaten eintippte.
„Morpheus? Du gibst grünes Licht?“, fragte Mum dann.
„Ich habe schon gestern dazu grünes Licht gegeben, dass sie die Informationen klaut.“, seufzte Morpheus.
„Moment mal, wir fliegen nach oben? Ist euch klar, wie viele Maschinen dort sein werden, von den Wächtern abgesehen?“, fragte Ben.
„Durch das Licht werden sie sowieso bald kaputt sein.“, sagte Lars, ich lächelte ihn an. Gestern habe ich ihn viel zu wenig gesehen, es war zu viel los.
„Wer von uns hat die Verantwortung, falls wie Ärger bekommen werden?“, fragte Tank.
„Wir werden auf jeden Fall Ärger bekommen. Wenn ihr alles macht, was ich euch sage, übernehme ich die Verantwortung, auch wenn das bedeutet, dass ich dann in Zion bleiben muss. Ich bastel dann in der Zeit neue DNA, die ihr dann einpflanzen dürft.“, antwortete ich.
„Aber du findest Zion doch so schrecklich?“, fragte Mum mich.
„Ja, aber ich bin am ehesten auf dem Schiff ersetzbar. Wenn sie Morpheus oder sonst irgendjemanden in Zion behalten, wäre das viel schlimmer.“
„Gut, du trägst die Verantwortung.“, nickte Tank. Hoffentlich würde alles so funktionieren, nicht, dass ich am ende für umsonst in Zion bleiben müsste.
„Haben wir genug Vorräte für die Strecke?“, fragte Lars. Ben tippte in eine Computertastatur und nickte dann.
„Dann sollten wir los, bevor der Senat davon hört.“, meinte ich. Morpheus begann, die Nebukadnezzar aus Zion herauszufliegen, ab jetzt musste einfach alles gut gehen. Es würde alles gut gehen. Erst jetzt viel mir auf, dass ich nichts gefrühstückt hatte. Ich setzte mich neben Lars, und begann, die Pampe zu löffeln. Eigentlich war alles besser gelaufen, als ich anfangs gedacht hatte.
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