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Ich habe alles unter Kontrolle, Daddy

von MieB
GeschichteFamilie, Sci-Fi / P16
Agent Smith Neo OC (Own Character) Tank Trinity
18.06.2015
21.08.2016
19
26.887
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27.02.2016 1.102
 
„Sarah, bist du soweit?“, fragte ich, als sie die Zimmertüre geöffnet hatte, es war jetzt 23Uhr abends, in einer Viertelstunde würde Wachablösung sein, was uns einige Minuten gab, um in das Archiv zu kommen.
„Ich bin vorbereitet. Hier, die wirst du brauchen.“, meinte Sarah und warf mir einen Gegenstand zu, den ich schnell auffing, als ich ihn anschaute merkte ich, dass es eine Stirnlampe war.
„Danke, das ist praktischer als die hier.“, nickte ich und warf meine Taschenlampe auf Sarahs Bett. Zufrieden sah ich, dass Sarah auch dunkel angezogen war, um zu verhindern, dass wir gesehen wurden, auf dem Weg in das Archiv.
„Was ist mit den Überwachungskameras?“, fragte Sarah plötzlich, ich fragte mich schon immer, wofür hier Kameras nötig waren.
„Alle gehackt, sie werden nichts feststellen.“, antwortete ich zufrieden, schon seit ich anfing zu planen, wie wir die Erde wiederherstellen konnten, habe ich versucht, etwas gegen die Kameras zu unternehmen, bis mir auffiel, dass die Daten alle an ein Zentrales System geschickt wurden. Ab da war es ein leichtes, das Signal mit einem anderen zu überdecken.
„Gut, los geht’s.“, nickte Sarah und stand auf. Leise schlichen wir uns zum Archiv, es war im obersten Stockwerk und wir mussten Treppe laufen, ab 22 Uhr waren die Aufzüge abgeschaltet. Gerade als wir uns hinter einer Türe versteckten, war die erste Wachschicht vorbei, der Wachmann ging weg. Sobald er außer Sichtweite war, huschten wir zur Türe zum Archiv, schnell gab ich bei dem Passwortfeld die Zahlenkombinationen ein, bevor wir durch die Türe gingen und sie eilig hinter uns zuzogen, durch die Türe waren Schritte zu hören, wir waren gerade noch rechtzeitig gewesen.
„Gut, wir sind drin.“, nickte Sarah und schaltete ihre Stirnlampe an, ich machte es ihr gleich nach.
„Also, wir suchen irgendetwas, das davon handelt, wie die Sonne verdunkelt wurde.“, erklärte ich Sarah nochmal.
„Weiß ich. Ich würde es da drüben versuchen, die Sachen sind Zeitlich sortiert, ich vermute wir haben am ehesten Chance in der Phase Krieg gegen Maschinen etwas zu finden.“ Sarahs Idee, dort als erstes zu suchen, hörte sich logisch an. Als wir die Größe des Regals sahen, war ich kurz davor, schon aufzugeben. Sarah zog zwei der zusammengehefteten Papierbögen aus dem Regal und gab mir einen, schon jetzt merkte ich, dass wir eine lange Nacht vor uns hatten. Schnell überflog ich die Seiten, eine Auflistung von Daten zu dem Kampf gegen die Maschinen, nichts von Bedeutung für uns.
Nach und nach merkte ich, wie müde ich wurde, trotzdem würde ich erst gehen, wenn ich die Aufzeichnungen darüber gefunden hatte, soviel war sicher. Meiner Schätzung nach war es 4 Uhr, als Sarah mir einige Seiten zeigen wollte, schnell kniete ich mich neben sie auf den Boden.
„Hier, ein ganzes Kapitel über den Plan, die Maschinen Handlungsunfähig zu machen, indem die Sonne verdunkelt wird.“, meinte Sarah begeistert, ich begann die erste Seite zu lesen, es hörte sich nach genau dem an, was wir brauchten. Ich zog einen Block aus meiner Tasche um das wichtigste aufzuschreiben, als ich Schritte hörte. Ohne zu zögern stopfte Sarah die Aufzeichnungen in meine Tasche und knipste ihre Stirnlampe aus, sofort schaltete ich meine auch aus. Sarah deutete auf den Ausgang, ich nickte. Leise schlichen wir uns zu der Türe während der Wächter durch das Archiv lief, er hatte uns nicht entdeckt.
„Geschafft ohne entdeckt zu werden! Und jetzt?“, fragte Sarah stolz.
„Da unten ist jemand, wir dürfen nicht gesehen werden. Wir gehen in die Nebukadnezzar, das Parkdeck von ihr ist auf dem Stockwerk. In meinem Zimmer kann ich die Seiten dann gleich auf mein Laptop ziehen.“, schlug ich vor, Sarah nickte zustimmend. Eilig rannten wir zur Nebukadnezzar, immer noch beschäftigt damit, keinen Lärm zu machen oder jemandem zu begegnen.
Zufrieden führte ich Sarah in die Nebukadnezzar, mein zuhause.
„Jana, wo warst du? Was fällt dir ein, einfach so die halbe Nacht wegzubleiben?“
Erschrocken blieb ich stehen, Mum und Dad saßen an dem Tisch im Gemeinschaftsraum.
„Morpheus wusste, wo ich war.“, murmelte ich unsicher.
„Ja, und seine Andeutungen haben alles nur noch schlimmer gemacht. Wir haben uns solche Sorgen um dich gemacht!“, meinte Mum verzweifelt.
„Es ist nichts passiert.“, versuchte ich sie zu beruhigen.
„Du bist in das Archiv eingebrochen. Wenn das irgendjemand mitbekommt, wirst du wahnsinnigen Ärger bekommen und ich werde dich da nicht nochmal rausholen!“, sagte Dad sauer.
„Ich weiß. Wir werden keinen Ärger bekommen.“
„Es ist wirklich nichts passiert.“, meinte Sarah und lächelte meine Eltern an.
„Wer bist du?“, fragte Mum unsicher.
„Ich bin Sarah, eine Freundin.“, stellte Sarah sich vor, Dad schaute mich sprachlos an, er konnte es also auch nicht glauben, dass ich tatsächlich Freunde hatte.
„Jana, ihr seid zurück. Alles gut gelaufen?“, fragte Morpheus, als Antwort zog ich die Papierseiten aus der Tasche.
„Kann uns endlich jemand erklären, was hier los ist?“, rief Mum.
„Jana, ich übernehme keine Verantwortung, das ist deine Aufgabe.“, meinte Morpheus, ich nickte.
„Wir… wir müssen die Erde wiederherstellen. Der Senat wäre davon nicht begeistert, weil das für sie Machtverlust bedeutet, aber es ist nötig. Ich hoffe, ihr seht das auch so. Auf jeden Fall müssen wir dazu die Sonne wieder zum Scheinen bringen und wir haben die Aufzeichnungen gesucht, wie sie verdunkelt wurde.“, erklärte ich, ich hoffte, dass niemand sauer darauf reagierte.
„Wie willst du das machen? Der Senat unterstützt dich nicht und überhaupt…“, murmelte Dad.
„sie hat meine volle Unterstützung, ich werde sie hinfliegen, wo auch immer sie hinmuss.“, antwortete Morpheus.
„Gut, die Erde wiederherstellen… wie willst du das überhaupt machen? Es gibt keine Pflanzen und Tiere mehr!“, fragte Tank, er war also auch wach.
„Nein, die gibt es nicht. Aber man kann ihre DNA nachbauen und sie wieder züchten.“, murmelte ich, ich schaute Sarah an, sie war in der Matrix in der Schule, vielleicht wusste sie davon. Sie bekam immer größere Augen.
„Der Senat wird das nie unterstützen. Wie willst du an die Materialien kommen?“, fragte Dad.
„Dafür haben wir Sarah. Der Senat mag sie und wird sie bestimmt experimentieren lassen. Kennst du dich ein wenig damit aus?“, fragte ich, ich wollte nicht nochmal in das Archiv einbrachen um Informationen zu klauen.
„Ich hatte Biologie als Leistungskurs.“, nickte Sarah.
„Ich habe keine Ahnung, wovon du redest, aber es hört sich an, als wäre es machbar.“, murmelte ich.
„Klar. Ich kann morgen die DNA einer Blume synthetisieren, dann können wir sie auch bald wenn ihr die Sonne wieder heil habt auf der Erde einpflanzen und schauen, ob es funktioniert.“, antwortete Sarah begeistert.
„Jana, irgendwann bekommst du so richtig Schwierigkeiten.“, seufzte Mum.
„Ich weiß, aber wenn es euch nicht stört, würde ich schlafen gehen, ich bin hundemüde. Komm, Sarah, dort ist mein Zimmer.“
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