Liebe auf zwei Füßen

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Robin "Puck" Goodfellow
14.06.2015
19.08.2016
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Sooo da bin ich. Schön das ihr hier mal rein lest. Das ist meine erste FF die ich über ein Buch schreibe aber ich hoffe euch gefällt es trotzdem. Also dan viel spaß.
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Müde schlurfte die Fee durch den wilden Wald. Es war kein anderer als Robbin Godfellow. Auch bekannt als Puck. Seine grünen Augen blickten in den Himmel. In der Zeit schloss er kurz die Augen und machte sich weiter auf dem Weg zu einer alten Hütte in der er wohnte. Natürlich nicht die einzige die er hatte. Dort blieb er nur vorübergehend.



So vertäumt wie er war, blickte er nicht vor seine Füße. Er lief und so kam es wie es kommen musste. Er fiel. Zwar konnte er sich noch abfangen und durch eine Drehung auf den Beinen bleiben. Langsam blickte er zurück, um zu sehen weswegen er fiel. Als er sah, weswegen er gefallen ist, fielen ihm fast die Augen aus dem Kopf.

Scheinbar schlafend lag da ein Mädchen mit weißen, bodenlangen Haaren. Vorne sind einige Zöpfe geflochten und unten dran sind einige Glaskugeln und Perlen. Die einzelnen, bunten Strähnen lagen mit den anderen in sanften Wellen über den Erdboden gefächert. Ihre Kleidung war leicht zerissen und um ihre Hüfte lag der Rock. Dieser war bis zu den Knien abgerissen, die Schuhe hatte sie auch verloren. Sie trug Handschuhe, die ihr bis an die Ellenbogen gingen. Das Oberteil war in einem ähnlichen grün-grau Ton wie der Rock und hatte sehr kurze, abgerissenen Ärmel. Bei näheren betrachten bemerkte er ihre spitzen Ohren, Narben an ihrem ganzen Körper und von Blut triefende Wunden.

Vorsichtig ging er an sie ran strich über die blasse, dreckige, kalte Haut. Sanft musste er lächeln. Aus irgendeinem Grund konnte er sie nicht liegen lassen. Sanft schob er einen Arm unter ihren Oberkörper und wollte sie anheben, tat es aber doch nicht. Dornenranken lagen an ihrem Hals. Würde er sie hoch heben, so würde es sie auf der Stelle umbringen. Seine Hand wanderte in die Stiefel, holte einen Dolch heraus und schnitt die Ranken durch. So konnte er sie ohne Bedenken hoch heben. Sie war dünn und leicht. Und wunderschön. Trotz des Blutes roch sie wie Winter und Sommer im einem. Schnell brachte er sie in sein Haus.



Dort angekommen schritt er auf den knarrenden Balken herein. Er drehte sich um und legte sie in das leicht verstaubte Bett. Aus irgendeinen Grund fand er sie schön, geheimnisvoll und beängstigend zugleich. Sie war seltsam, so gemischt, als ob alle Reiche in ihr vereint wären. Verträumt strich er ihr durch das Haar, an dem noch Blut klebte. Ob es wirklich von ihr war? Eigendlich wollte er ihr sie liegen lassen. Eine Fee sollte durchaus in der Lage sein sich selbst zu helfen, aber wenn er sie schon mitgenommen hatte und sie in seiner Schuld steht, dann kann es weiter nicht schaden. Außerdem, wie könnte sich der König der Streiche einen Anblick auf ihren Körper nicht genehmigen? Er bereitete schnell alles vor und streichelte ein paar mal über den Bauch, der sich unregelmäßig und flach auf und ab bewegte. Dann streifte er langsam ihre Kleifung ab, sodass sie nur in Unterwäsche vor ihm lag. Eigendlich wollte er sich einen Spaß erlauben, ließ es dann aber doch. Auf der Haut, von der nicht viel zusehen war, waren viele tiefe Wunden. Das Blut, welches noch immer austrat, lief über ihren Körper auf den Stoff, der das Bett sachte umzierte.

Schuldgefühle machten sich in ihm auf mysteriöse Weise breit. Plötzlich fühlte er sich verpflichtet ihr zu helfen und ein Hebel in seinen Kopf legte um. Erst tauchte er einen Lappen ins Wasser und wischte das Blut weg. Reinigte und desinfizierte die Wunden. Nähte die nötigsten zusammen und verband sie. Die Fremde war versorgt, so gut es geht. Er fasste die Schale mit dem blutigen Wasser und dem Lappen, lief etwas weiter in den Wald, aber nicht zu weit, und schüttete das Wasser in den Wald hinein. In einiger Entfernung beobachtete er, wie der starke Blutgeruch die Feen anzog. Goodfellow machte kehrt und erschien wieder im Haus. Die unbekannte lag immer noch auf dem Bett, unverändert. Ihre Atmung hatte sich leicht beruhigt und sein Blick schweifte langsam über ihren gut gebauten Körper. Die Beine und der Oberkörper waren beide gänzlich mit Bandagen umwickelt. Er beobachtete sie und verlor sich in Gedanken.

//Wer ist sie? Kommt sie vom Sommer- oder Winterhof? Was ist mit ihr passirt? Es sind so viele Fragen die ich mir stelle … nur wegen diesem einen Mädchen.//

Leicht verlegen kratzte er sich am Hinterkopf. Noch einmal musterte er sie. Dann jedoch schüttelte er den Kopf. Obwohl er sich am liebsten neben sie hingelegt und geschlafen hätte, ließ er es sein. Stattdessen legte er sich auf den Boden und schloss die Augen. Nach und nach verschwand er im Reich der Träume.



~~~~~Im Traum~~~~~

So stand er im eisernen Reich vor der Königin und ihrem Gemahl. Deren Sohn an ihrer Seite. Langsam bewegte sich die Fee mit den Augen wie Smaragte auf die beiden zu. Sein Herz brannte. Wie sehr er sie doch liebte und er gesagt hatte er wolle ihr Glück, egal ob es mit ihm oder Ash war. Sogar das Anhebot vom Sommerkönig hat er abgelehnt. Aber jetzt? Mit schnellen Schritten ist er bei den vier angekommen.

:"Hey, kennst du mich noch?"

Fragte er, doch eine Antwort kam nicht. Leise formte dieses Mädchen, das immer noch so ausah wie früher, Worte in ihrem Mund.

:"Verräter.....Verräter....Verräter....VERRÄTER..."

Immer lauter wurden diese Worte. Puck versuchte sie zu beruhigen, legte eine Hand auf ihre Schulter, wurde aber von der eisernen Königin angegriffen.

Dann kamen auch noch Sohn und Ehemann dazu. Er hatte keine andere Wahl. Man musste, um hier zu überleben, fliehen. Allein schon die Sache, dass er ohne Amulett oder sonstiges im eisernen Reich überleben konnte, war ein Wunder, aber dass seine zwei besten Freunde geheiratet haben, auch wenn der ehemalige Winterprinz am Anfang den hinterlistigen Fuchs umbringen wollte. Dann aber der Sohn, mit dem er noch nichts zu tun hatte.

Nach einer Verfolgungsjagt durch das ganze Schloss versteckte er sich in einer Sackgasse. Ein einziges Fenster war da zur Flucht und würde in den Tod führen. Draußen überall Scherben aus Metall, die im plötzlichem Licht der Blitze, die sich im Gewitter über dem Reich versammelt haben, zuckten. Er schluckte. Lieber Selbstmord, als von der Familie der Freunde umgemetzelt zu werden. Eine Hand auf dem Herzen und ein gerader Sprung.

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Der Schmerz war unerträglich. Er spürte wie die Scherben durch die Bauchdecke, wie sie die Haut durchtrennten, blickte nicht hin, spürte jedoch die Trägheit seines Körpers, als das Blut an den Scherben und Metallkanten herunter lief. Die Augen geschlossen fiel er in den Schlaf, wohl wissend nicht aufzuwachen, sondern einfach vergessen zu werden oder sich in einen Teil des Niemands zu verwandeln.



Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war. Er öffnete die Augen und blickte in einen klaren von Sonnenstrahlen betanzten Himmel. Seine schmerzende Hand legte sich an seinen Bauch. Wunden oder andere Verletztungen fand er nicht vor. Nur den brennend Schmerz, der sich in seinem Körper verbreitete hatte. Allerdings war nicht mal die Kleidungg zerissen. Im Gegenteil. Sie war ganz. Langsam richtete er sich auf. Der Geruch von Blüten hing ihm in der Nase. Er selbst lag an einem Teich unter einem Baum auf einer Blumenwiese. Fragend kratzte er sich am Hinterkopf. Trotz aller Schmerzen stand er mühevoll auf. Nach einigen Bewegungen war der Schmerz schon so gut wie weg. Er blichte sich um. Dumm wäre er, wenn er seine Heimat nicht erkennen würde. Der Sommerhof. So streifte er durch die Wiesen.

Kurze Zeit später stand er dann in einem Wirbel von Personen. Es war der Thronsaal von Oberon und Titania. Er trat vor. Die Ruhe im Saal kehrte ein. Oberons Augen blickten auf ihn herab, genauso leer wie die seiner Tochter. Titania hat den Spiegel in ihrer Hand niedersinken lassen. Eine blonde Locke, die sich noch um ihren linken Zeigefinger gewickelt hatte, blieb an ihren schön gemachten Nägeln hängen, als sie ihre Schönheit außer Acht ließ und auch Goodfellow ihre Aufmerksamkeit widmete. Die Augen, die normalerweise voller Gefühle waren, wurden, als ob man eine Taschenlampe ausgemacht hatte, matt. Es fühlte sich für ihn an, als ob der Boden durchbrechen würde, als ihn alle ansahen. Ein Gewitter zog auf. Alles um ihn herum bröckelte.

Titania und Oberon erhoben sich und wie im Einklang fingen sie auch an Puck zu verfolgen, ihn versuchen um zu bringen. Erneut rannte die Fee weg. Nun vor dem eigenen Volk, zu dem er immer so treu standt. Er öffntete die Tore, die vor ihm erschienen, und stürzte in ein schwarzes, einfaches Nichts.

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Aus dem weiteren Schlaf, aus dem er gerissen wurde, war der Grund, dass es kälter war. Die pure Wahrheit in Form von bitterer, trauriger Kälte. Er wusste wo er war. Im Reich von Mab. Eine Gänsehaut fuhr ihn durch den Körper, als er die Eiskristalle an den Ästen der Bäume sah. Eigendlich hätte ihn das nicht so mitgenommen, aber dieses mal war es anders. Die Kälte war normalerweise immer zerstörend, machtergreifend, aber dieses mal nicht. Die Trauer und Einsamkeit konnte man förmlich fühlen. Ohne es überhaupt wahrzunemen ging er los. Wohin wusste er nicht. Er ließ sich einfach leiten.

Erst jetzt bemerkte er, dass in diesem Reich das erste mal niemand ein Auge auf ihn warf. Im Gegenteil. Sie drehten sich alle weg. Als er dann aber im Schlos vor Mab stand, die traurig und einsam auf dem Thron saß, blickte er sich um. Kein Gefolge, kein Garnichts. Nur die beiden im Raum. Was die Fee mit den rot-orangenen Haaren nicht mit bekam war, dass Sage und Rowan, die beiden anderen Winterprinzen, die leider bei harten kämpfen verstorben sind, bei ihnen standen. Schon kam ihm alles hoch. Der Schmerz als er in die glänzenden, brenneneden Metallstücke viel. Wo sein Herz brach, als noch der Hof ihn verjagte und die Trauer der Königin um ihre Söhne. War das das Leben was er duch diesen Krieg wollte? Nein. Alle wollten Frieden und diesen haben sie nicht gekrigt.

~~~~~~Traum Ende~~~~~



Schweißgebadet wachte die Sommerfee neben dem Bett auf. Ein Keuchen nach dem anderen.

//Die Schmerzen sie sind nicht real. Es war alles nur ein Traum. Alles. ALLES NEIN DAS KANN NICHT SEIN … ES WAR SO REAL!//

Im Moment brüllten ihm tausende von Stimmen durch den Kopf. Er wusste er musste sich ablenken sonst würde er platzen. Vorsichtig auf wackeligen Beinen erhob er sich. Die unbekannte Bunt-weißkaarige lag in der selben Position auf dem staubbedecktem Bett. Puck konnte auch nicht wirklich einschätzen, ob er schon längere Zeit oder nur ein paar Sekunden hier liegt. Wie man so schön sagt:

"Der Traum ist eine andere Welt in die man gehen kann. Jeder Tag und jede Nacht ist eine andere Welt."

Dieser Spruch sagte ihm immer was. Erst recht wenn er überlegt, dass er selbst eigendlich nur durch die Gedanken und Phantasie entstanden ist. Wie eigendlich alles in Nimmernie. Da Puck sowiso nicht mehr schlafen konnte, da dieser Traum ihm den Rest gab, lehnte er sich an die Wand zu der er erstmal ging. Unter seinen Füßen knarrten die Dielen aus Holz. Angekommen und angelehnt blickte er auf das Mädchen. Sachte bewegte er eine Hand an ihre Stirn. Sie war kalt. Er holte eine Decke und warf sie ihr über. Doch als dann er eine Bewegung vom Auge bemerkte hielt er in seinen Bewegungen inne.

Das Mädchen öffete die Augen und blickte an die Decke. Ihr eines grüne Auge und das eine rote blickten dann langsam auf Puck. Erschrocken versuchte sie weg zu robben. Allerdings wurde sie von dem Schmerzen in der Hand gestoppt. Robbin Goodfellow setzte sich an die Bettkante, ruhig und ohne ein wort. Beunruhigt blickte das Mädchen ihn an. Ohne Zweifel war die Angst in ihren Augen eingebrannt. Ein Zittern jagte durch ihren Körper und der geschulte Kämpfer vor ihr bemerkte es sofort.

:"Keine Angst! Ich tu dir nichts."

Sagte er freundlich und hielt ihr einen Apfel hin. Von Anfang an hat er bemerkt, dass sie stocke dürr ist. Bald geht er auch los, um sie zu füttern.

:"Iß schon keine Angst, nichts vergiftet. Du musat essen. Du schaukelst ja schon, wenn der Wind weht."

Scherzte er. Zögernd nahm das Mädchen den roten Apfel an. Sie hielt ihn in den Händen und blickte auf die Fee vor sich.

:"Wer bist du?"

Frage das Mädchen mit ruhiger Stimme und diese ersten Worte die er hörte, waren tot und leer. Nichts wie Freude oder Gefühle nur eine sanfte Lehrerstimme.

:"Was? Du kennst mich nicht? Der König der Streiche Puck … und du kleine sagst mir jetzt wer du bist! Woher du kommst und warum du so im Wald lagst!"

Diese Fragen überforderten das Mädchen total. So rückte sie wieder an die Wand und schaute ihn leicht ängstlich, halb interesiert an.
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Soo a bin ich mal fertig. Auserdem entschuldige ich mich fals es in meinen Zwischenkommentaren Rechtschreibfehler giebt. Aber sonsst DANKE an meine Beta leserin. UNd an euch für das rein lessen in mein erstes Kapitel. Last doch eine Review da. Sonst schönen Tag noch
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