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Letzte Spur Nilufar

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Mark Lohmann Mina Amiri Oliver Radek Sandra Reiß
14.06.2015
09.10.2015
17
18.040
3
Alle Kapitel
30 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
 
14.06.2015 836
 
Hallo liebe Krümelkrieger! :D
Ich dachte es ist an der Zeit, eine neue FF anzufangen. Vor allem, weil ich die Fewjar FF vor ein paar Tagen beendet habe.
Allerdings wird diese FF vollkommen anders.
Es wird eine Letzte Spur Berlin Geschichte.
LSB ist mein absoluter Lieblings-Krimi und einfach sau empfehlenswert! Kommt immer Freitags, 21.15 Uhr im ZDF, wen es interessiert!
Aber nicht nur das ist anders.
Ich habe meinen Schreibstil ein wenig verändert.
Aber jetzt genug der vielen Worte...

LG die Eine der kekskriegerinnen!


P.S.: In dieser FF wird es keine POV's geben, sondern nur eine Art Erzähler, der keiner ist.
Aus dem einfachen Grund, dass es sich so leichter machen lässt. Sonst müsste ich ständig zwischen den jeweiligen Sichten der Hauptakteure in jedem Kapitel hin und her switchen.
P.P.S.: Ich freue mich immer über jegliches Feedback in Form von Reviews, Favos, Keksen etc.!



„Das heißt also, er ist in einer Lagerhalle beim Flughafen. Mina und ich fahren hin. ...Mina? Kommst du?“
Mina, die die ganze Zeit über auf ein Foto des Vermissten gestarrt hatte, zuckte zusammen.
„...Ja, klar.“
Als Sandra und Mark außer Hörweite waren musterte Radek sie eindringlich und fragte:
„Mina? Ist alles in Ordnung?“
„Ja. Was soll sein?“
„Du warst vorhin so abwesend. Ist wirklich alles in Ordnung? Ich kann nämlich keine arbeitsunfähige Kollegin gebrauchen, wenn wir den Typen gleich zur Stecke bringen!“
„Ja, lass uns fahren.“
„Mina, ich mein's ernst...“
Mina blieb stehen und schaute zu Boden.
„Ich… Rolf betrügt mich...“, sprach sie leise und stolperte in Radeks offene Arme.
Mina fing an zu Schluchzen und schmiegte sich enger an Radek's Schulter.
„Das ist ja furchtbar. Komm, ich bring dich nach Hause. Du kannst so nicht arbeiten!“
„Nein! Ich will nicht nach Hause!“
„Dann schläfst du ein paar Tage bei mir.“
„Aber...“
„Keine Widerrede, Mina Amiri!“, sagte er und führte sie zu seinem Auto.
Sie stiegen ein und gerade als sie losfahren wollten, fiel Radek etwas ein:
„Ach Mist. Ich muss Mark und Sandra bescheid sagen, dass sie zum Flughafen fahren sollen. Warte hier. Ich bin gleich wieder da!“
Mina hatte sich bereits in den Sitz gekuschelt und die Arme schützend vor der Brust verschränkt.
So, als ob sie befürchtete, dass ihr jemand die Überreste ihres gebrochenen Herzens aus der Brust reißen und noch mehr zerstückeln würde.
Nach etwa fünf Minuten kam Radek wieder.
Er öffnete die Autotür und stieg ein.
„Ich hab ihnen gesagt, dir geht’s nicht gut und ich fahre dich jetzt heim.“
„Hm… danke Oliver… für alles...“
Radek wollte antworten, wie gerne er das doch für sie machte, doch Mina war eingeschlafen.
Sie hatte die ganze Nacht im Büro verbracht und geweint.
Wie lange waren sie zusammen gewesen?
Und jetzt hatte er beschlossen, sie mit einer Jüngeren zu betrügen!?
Wie konnte er es wagen...
Wie wenig Mensch musste man sein…
Radek startete den Motor und fuhr los.
Das Radio ließ er entgegen seiner Gewohnheit auch aus.
Schließlich wollte er Mina nicht wecken.
Er fuhr langsam und vorsichtig.
Auf keinen Fall konnte er riskieren, dass ihr etwas zustößt.
Seine Frau Anke und die Kinder, Hanna und Tobias, waren in den Urlaub gefahren.
Ohne Radek.
Ohne das Familienoberhaupt.
Ohne den Ehemann.
NOCH Ehemann:
Radek war mittlerweile klar geworden, dass er mit dieser Frau nicht mehr zusammen unter einem Dach leben konnte.
Die Räder knirschten über den Kies, als er die Einfahrt hinauffuhr.
Der Wagen kam zum Stehen.
Radek zog die Handbremse und sah hinüber zu Mina.
„Mina? Wir sind da.“
Mina blinzelte und machte die Augen schließlich ganz auf.
„W-wo bin ich? Oliver?“
„Ja. Wir sind bei mir zu Hause.“
„… stimmt.“, sagte Mina und richtete sich im Autositz auf.
Das brachte Radek zum Lachen.
„Jetzt komm. Lass uns rein gehen, oder willst du im Auto übernachten?“
Mina lächelte und zeitgleich öffneten beide die Autotüren.
Sie stiegen aus, Radek kramte den Schlüssel aus seinem Aktenkoffer, um die Tür zu öffnen und sie traten ein.
„Habt ihr umgeräumt? Ich war ja wirklich ewig nicht mehr hier...“
„Ja etwas. Du schläfst in meinem Bett, ich leg mich auf die Couch.“
„Nein!“, sagte sie entschlossen.
Radek verstand nicht warum und hakte deshalb nach:
„Wieso nicht? Du bist mein Gast. Keine Widerrede.“
„Nein… ja… aber… ich will nicht alleine schlafen...“, nuschelte sie beschämt und sah zu Boden.
„Dann schlafe ich mit oben bei dir. Auf dem Boden. Wenn du willst.“
„Du musst doch nicht auf dem Boden schlafen! Es ist ja schließlich dein Bett und ich bin die, die doof gefragt hat.“
„Na gut, wenn's dir nichts ausmacht, schlafe ich mit bei dir im Bett.“
„Vielen Dank Oliver.“
„Willst du noch was essen? Es ist 19 Uhr und soweit ich weiß hatten wir beide noch kein Abendbrot oder ähnliches.“
„Gerne.“
„Irgendwelche besonderen Wünsche? Ich koch uns was schönes.“
„Nein trocken Brot und Wasser reicht mir vollkommen!“
„Jetzt hör aber auf… ich mach mir hier alle Mühe und du lehnst alles ab?“, sagte er gespielt verletzt.
Das brachte Mina zum schmunzeln.
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