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Das Erbe des Königs - Lost Christmas 2.0

von ChaosCrow
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ayase Shinomiya Shu Ouma
13.06.2015
05.07.2015
2
2.452
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05.07.2015 1.118
 
Kapitel 2: Das geheimnisvolle Mädchen

Sie trug eine weiße Bluse, darüber einen schwarzen Rock und einem schwarzen offenen Blazer. Für ein normales Mädchen wirkte sie viel zu formell. Die Schleife die auf ihren Hinterkopf die zwei Stränge verband, welche rechts und links über ihren Ohr verflochten entlangliefen, machten dabei nichts besser. Ich richtete den Kragen meines T-Shirts und schaute noch immer auf das Mädchen herab. Als sie endlich realisierte das ich vor Ort war, fing ihr Magen an zu grummeln und sie stand nach hinten taumelnd auf. Nach einigen Schritten suchten ihre Hände blind nach etwas greifbarem, bis sie einen Schneebesen fand und gegen mich richtete. „Komm mir nicht zu nah! Ich bin bewaffnet!“
Meine Augen wurden schmaler und eine Schweißperle der Verlegenheit bildete sich auf meiner Stirn. Meinte Sie das wirklich ernst? „Dir wird nichts passieren wenn du mich gehen lässt!“
Mein Blick wurde ausdruckslos. „Die Tür ist dort hinten“, entgegnete ich schlicht und zeigte mit den Daumen nach links von wo ich gekommen war.
Als sich das Mädchen nicht rührte und auf den Beutel starrte, welchen ich in meiner Hand trug wurden meine Augen erneut schmaler. „Vergiss es!“
Zwei Männer in schwarzen Anzügen und mit Sonnenbrillen die ihre Augen bedeckten liefen durch die Straße, als ihnen ein Soldat entgegenkam. "Habt ihr sie gefunden?", fragte einer der Männer und schaute zu den Soldat. "Nein Sir..", entgegnete dieser und schaute zu Boden. "Es ist von größter Wichtigkeit dieses Mädchen zu finden, damit das klar ist. Versagen wir nicht geduldet!"
Der Soldat salutierte und verschwand.
Ich bemerkte die merkwürdigen Herzschläge vor dem Gebäude schnell und lief zum Fenster um alles zu beobachten. Als das Mädchen etwas sagen wollte schaute ich zu ihr und setzte den Zeigefinger meiner rechten Hand an meine Lippen. „Shh!“
//...Das Militär und zwei seltsam aussehende Männer in schwarz?..//, fragte ich mich überlegend und schaute aus meinen Augenwinkeln heraus zu dem Mädchen. Am Fußgelenk der jungen Frau erkannte er eine Wunde und ein kleiner Teil des Bodens hatte sich derweil rot verfärbt. Hatte sie eine Blutspur bis zu seinen Haus gelegt und waren die Männer hinter ihr her? Bevor ich Gewissheit hatte was nun eigentlich vorging klopfte es schon an der Tür. Ich hatte ein unangenehmes Gefühl was die Sache betraf, doch was sollte ich tun? Sie einfach ausliefern? Was wenn sie denken ich wäre ein Komplize von ihr? Ich knirschte mit den Zähnen, lief an dem Mädchen vorbei, nahm mir ein Messer und fügte mir einen Schnitt am Arm zu.
Danach zog ich meine Jacke aus und warf sie über einen Stuhl. Schleunigst begab ich mich zur Tür, umfasste den Henkel und setzte eine ausdruckslose Miene auf. Nachdem ich die Tür geöffnet hatte, schaute ich die zwei Gestalten an. "Guten Tag. Wir sind auf der Suche nach einer jungen Frau die von ihrem Zuhause ausgereist ist. Ihre Eltern machen sich Sorgen und deshalb hoffen wir bald Anhaltspunkte zu ihren Aufenthalt zu bekommen. Haben sie dieses Mädchen gesehen?"
Einer der Männer zeigte mir ein Bild und der Andere bemerkte die Wunde an meinen Arm die noch immer tropfte. Als ich den Kopf schüttelte wurde ich auf meine Wunde hingewiesen und schaute sie mir an. „Oh.. Die hab ich gar nicht bemerkt.“
Einer der Männer vernahm misstrauisch, wie ich auf den Boden starrte und etwas verdutzt beim Anblick des Blutes auf den Boden schaute. „Tut mir Leid.. Ich werde mich umgehend darum kümmern“, sagte ich sofort. Der misstrauische Mann klopfte den anderen auf die Schulter, drehte sich um und flüsterte ihm nebenbei etwas ins Ohr. Der andere schaute lächelnd zu mir und verbeugte sich. "Danke für ihre Hilfe. Sollten sie das Mädchen sehen, rufen sie bitte diese Nummer an."
Ohne das ich etwas dagegen machen konnte, wurde mir eine Plastikkarte in die Hand gedrückt und die zwei Männer verschwanden. Erleichtert atmete ich auf, schloss die Tür hinter mir und begab mich auf direktem Wege zurück zur Küche. Ich lief zum Beutel, warf den Mädchen ein Melonenbrot zu welches ich gekauft hatte und kramte in einem der Schränke nach Verbandszeug.
Nachdem ich meine Wunde verbunden hatte, warf ich es ebenfalls zu dem Mädchen und lehnte mich daraufhin gegen einen Schrank. Aus meiner Hosentasche kramte ich ein Gerät, welches derzeit an zwei übereinanderliegende Rechtecke erinnerte, doch als ich die zwei Rechtecke zu einem rechten Winkel auseinanderzog bildete sich ein virtueller Bildschirm wie eine Art 'virtual tablet' in meiner Hand.
Mit meiner freien Hand scrollte ich über den Bildschirm und suchte nach Informationen über die Nummer dieser Karte.
Meine Augen wurden schmaler als ich keinen Zugriff zur Seite bekam und der virtuelle Bildschirm von einem roten Balken bedeckt war auf dem 'Danger' stand.
Kurz daraufhin schloss ich meine Augen, klappte den Bildschirm wieder zu den rechteckigen, überlagerten Balken zurück und steckte diese wieder in meine Tasche.
Ich öffnete meine Augen, verschränkte die Arme vor meiner Brust und schaute zu dem Schwarzhaarigen Mädchen. "Klär mich auf.. Wer bist du? Und wieso wirst du vom Militär verfolgt?"
Erst jetzt hatte sie die Gelegenheit sich bei mir für alles zu bedanken was ich für sie getan hatte, doch sie schien nicht zu wissen weshalb ich sie gerettet hatte. „Mein Name ist Yukiko.. An meinen Nachnamen kann ich mich nicht mehr erinnern, genauso wenig an diese Leute. Aber.. Weshalb hast du mir überhaupt geholfen?“
Verdutzt wandte sich mein Gesicht zu ihrem als ihre Frage ertönte. Zumindest versuchte ich ihr ins Gesicht zu schauen, denn erst einige Sekunden später bemerkte ich wie sie meinem Blick auswich. Ich kniff ein Auge leicht zusammen und die Augenbraue über meinen anderen Auge erhob sich. 
"Warum ich dir geholfen hab?"
Für einen kurzen Moment atmete ich tief ein und aus, schloss meine Augen und drückte mich mit beiden Händen nach vorne. Erst taumelte ich mit wenigen Schritten zu dem Mädchen rüber, dann ging ich vor ihr in die Hocke und schaute ihr ernst ins Gesicht. "Wie kann ich dir die gerechte Strafe für einen Einbruch erteilen, wenn schon jemand hinter dir her ist?"
Ich streckte meine flache Hand zu ihr aus, drehte meine Handfläche nach oben und legte den Kopf schief."Das macht 4000 Yen für das Brötchen, die Medizin und den Einbruch. Ich bin gnädig und berechne dir die Umstände und die Körperverletzung nicht mit. Vermutlich werde ich das Haus hier ebenfalls aufgeben müssen, wenn ich es bald mit dem Militär zu tun bekomme.. also sagen wir das ich auf 40000 Yen erhöhe, damit ich mir eine neue Wohnung suchen kann."
"W-was? I-ich habe doch gar kein Geld..ich kann das niemals bezahlen..." sagte sie und blickte ihn geschockt an.
 
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