Sommerliebe

GeschichteRomanze, Fantasy / P12
Meghan Chase Robin "Puck" Goodfellow
08.06.2015
08.06.2015
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Ash schritt mit schnellen Schritten durch das Portal und ließ mich mit offenem Mund zurück. Ich spürte die Blicke beider Höfe auf mir lasten.  Leise hörte ich Pucks Stimme hinter mir.
,,Prinzessin, bitte. Dieses mal kann ich dir nicht folgen."
Ich sah ihm in die Augen.
Sein Blick bohrte sich fest in meinen und ich hatte keine Chance ihm zu entkommen.
Was sollte ich denn jetzt tun?
Ich konnte Puck nicht einfach so verlassen dafür bedeutete er mir zu viel. Andererseits konnte ich auch Ash nicht einfach gehen lassen.
Ich dachte fest nach.
Puck war schon immer für mich da gewesen, hatte mich mit allen mitteln beschützt, er hatte sogar eine Kugel für mich abgefangen, durch die er fast gestorben wäre.
Er hatte mir immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden und untertützt, während Ash mich in seinem Reich bis aufs äußerste Gedemütigt hatte.
Er hat fast meine Familie getötet, und zu allem Überfluss auch mich.
Aber er hat sich auch meinetwegen aus seiner Heimat verbannen lassen.
Und wer machte so etwas schon, wenn er nicht wirklich von ganzem Herzen liebte?
Puck hätte das mit Sicherheit auch für mich getan.
Oder?
,,Entscheide dich, Meghan Chase."
Oberons kalte Stimme drang an mein Ohr, und riss mich aus diesen grünen Augen.
Einen Moment starrte ich meinen Vater einfach nur an, da ich nicht wusste was ich machen sollte.
Ich ließ meinen Blick über die Höfe streifen.
Alle durchbohrten mich mit ihren Blicken und warteten ungeduldig auf meine Entscheidung.
Noch einmal dachte ich über alles nach.
Ash hatte mich benutzt und fast umgebracht.
Puck hatte sein Leben für mich riskiert.
Stand damit nicht schon alles fest?
Nein, natürlich nicht, denn das wäre ja zu einfach gewesen.
Was würde passieren wenn ich jetzt durch dieses Portal laufen würde?
Würde ich Puck jemals wiedersehen, oder war es das dann mit unserer Freundschaft?
Und wenn ich hierbleiben würde, würde Ash mich dann endgültig hassen?
Allein die Gedanken brachen mi das Herz.
Doch ich musste eine Entscheidung treffen?
Puck oder Ash?
Nimmernie oder Menschenwelt?
Sommer oder Winter?
Aber wenn ich ganz ehrlich war: Ich wollte nicht weg.
Das Nimmernie war mir in der kurzen Zeit ans Herz gewachsen und ich wollte mir nicht vorstellen was passieren würde, wenn der Eiserne König noch einmal wieder kommen würde.
Und ausserdem liebte ich Puck.
Es hatte keinen Sinn mehr das zu leugnen.
Wenn ich in Zukunft glücklich weiterleben wollte, musste ich ganz ehrlich mit mir sein.
Und die Wahrheit war: Ich habe Puck schon immer geliebt.
Klar, auch Ash liebte ich, doch das war einfach nicht das gleiche.
Wenn ich jetzt gehen würde, würde ich niemals mit meiner wahren Liebe zusammenbleiben können, und das wollte ich nicht vermeiden.
Damit stand mein Entschluss also fest.
Ich ging langsam zum Portal, blieb aber ein paar zentimeter davon entfernt stehen.
Sanft legte ich meine Hand an die Oberfläche, hinter der ich die dunklen Umrisse von Ash erkannte.
,,Es tut mir so leid, Ash. Vergiss mich und fang neu an. Mach es gut."
Eine Träne kullerte aus meinen Augen und landete auf dem mit Blut bedecktem Schlachtfeld.
Als ich mich wieder umdrehte sah ich, wie Puck auf mich zugelaufen kam und mich fest in seine Arme schloss.
,,Danke. Danke", flüsterte er und drückte mich.
Auch ich schloss meine Arme um ihn.
,,Ich werde dich nie verlassen. Versprochen."
Eine Welle der Erschöpfung erfasste mich, und ich spürte etwas kaltes an meinem Bauch.
Ich wand mich aus Puck´s Umarmung und sah an mir herunter.
Das, was so kalt gewesen war, stellte sich als Blut heraus.
Mein Blut.
Verdammt viel von meinem Blut.
Erst dann setzte der Schmerz ein.
Ich musste die Wunde eben wohl irgendwie mit irgendetwas überdeckt haben, um den Schmerz nicht zu spüren, doch jetzt war er ganz klar zu spüren.
,,Prinzessin, was ist los?", fragte Puck und sah ebenfalls auf meinen Bauch.
Seien Augen weiteten sich und er schrie irgendwem irgendetwas zu, doch ich konnte es nicht genau hören.
Das letzte was ich mitbekam war, wie Puck mich auffing um zu verhindern, dass ich mit dem Kopf auf den Boden schlage, bevor die Dunkelheit mich umhüllte.
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