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Dead End und doch nicht

OneshotAllgemein / P12 / Gen
Yukiteru Amano Yuno Gasai
07.06.2015
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Yukii hatte sie ein letztes Mal geküsst. Eine weitere Träne rollte über ihre Wange und vermischte sich mit den Seinen. „Du kannst jetzt schon viel besser küssen, Yuk... kii..." Ihre Augen fielen wie von selbst zu während ihre Beine die Kraft verloren sie zutragen, ihre Wunde tat nichteinmal mehr weh. Das letzte was sie spürte ehe ihr Bewusstsein in einer weichen alles verzehrenden Dunkelheit versank waren seine Arme die sie festhielten.

Yukiteru wurden die Knie weich und er sackte zu Boden während er ihren Körper weiter festhielt. Seine Stimme klang völlig gebrochen. „Yuno!" „Ich erkläre den Ersten, Amano Yukiteru, zum Sieger!", ertönte die Stimme einer der beiden Murmurs über ihm. „Wir haben keine Zeit zu verlieren! Wir sprinen sofort, Erster!" Springen? Moment... Schon wurde er wie an einer unsichtbaren Schnur hochgezogen und obwohl er versuchte ihn festzuhalten entglitt ihm Yunos schlaffer Körper.  „Warte einen Moment!" Er starrte auf ihre immer kleiner werdende Gestalt während er und Murmur sich immer weiter und schneller in die Luft erhoben. "YUNO!" Dann verblasste die Dritte Welt im einem Strudel aus hellen Lichtern.

Die Murmur aus der Ersten Welt biss kurz die Zähne zusammen ehe sie sich auf ihre tote Herrin stürzte, genauer gesagt auf den roten Kristall der sich gerade über ihren Körper bildete. Sie verschluckte ihn, sicherer konnte sie ihn nicht transportieren, und wollte sich gleich wieder in die Luft schwingen. So würde es nicht enden! Doch eine Hand packte sie wie ein Schraubstock im Genick. Sie wand sich um loszukommen wobei sie einen Blick auf denjenigen werfen konnte der sie festhielt. Ein eher schmal gebauter Junge, mit kurzen dunkelblonden Haaren, blauen Augen mit einem Stich ins graue und einem langen grauen Trenchcoat. „Schön hiergeblieben." Er tippte ihr auf den Bauch und der eben verschluckte Kristall erschien in seiner Hand. Die anderen Anwesenden schienen ihn nicht zu bemerken. Der Kurusu dieser Welt trat gerade auf die Eltern der Yuno hier zu die ihre Tochter fest im Arm hielten. Der Junge sah Murmur an und setzte sie neben die Tote. „Du rührst dich nicht vom Fleck." Er trat zu der Drittwelt - Yuno und setzte ihr den aneinandergelegten Zeige-, Mittel-, und Ringfinger auf die Stirn um dann Zeige- und Ringfinger schräg nach unten zu ziehen sodass ein Dreieck entstand. Der Kristall der die Personalität und die Erinnerungen ihrer Herrin enthielt verblasste und löste sich auf. Dann drehte der Junge sich zu ihr und schnippte mit den Fingern. Kurz wurde alles schwarz und dann fand sich Murmur an einem grünen Handy baumelnd in Gestalt eines kleinen Anhägers wieder während die Stimme des Jungen ihr etwas erklärte.

Yuno schleppte sich über die Dünen, vorbei an den fast begrabenen Strommasten und Hausruinen vorbei. Der heiße Sand brannte zwischen den Zehen ihrer nackten Füße und der Wind brachte ihr graues Oberteil leicht zum Flattern ohne Abkühlung zu bringen. Wie lange es jetzt her war das sie in einem sehr viel jüngeren Körper in der Ersten Welt erwacht war wusste sie nicht. Sie dachte auch nicht drüber nach. Das Einzige was in ihrem Kopf Platz hatte war der Gedanke an Yukii. Wenn es regnete schlief sie zusammengekauert an einem trockenen Ort und murmelte solange seinen Namen bis sie einschlief. Aber nie kam eine Antwort. Und wie sehr sie auch umherstreifte, nie tauchte seine vertraute und geliebte Gestalt am Horizont auf. Eines Tages stand sie wieder in der Brandung eines überfluteten Landstriches und starrte über die Wellen. Vielleicht würde sie ihn wiedersehen wenn sie auf die einzig mögliche Art von hier verschwand.

Sie suchte sich einen passenden Stein und band ihn sich um den Hals ehe sie mit einen kleinen Boot hinausfuhr. Die Sonne glitzerte irgendwie schön auf der Meeresoberfläche nachdem das Wasser über ihr zusamengeschlagen war und sie hinabsank. Die Augen schließend dachte sie an Yukkii und murmelte seinen Namen immer wieder. Ein kribbelndes Ziehen erfüllte ihren ganzen Körper und sie spürte wie das Seil um ihren Hals noch enger wurde so als würde sie wachsen. Dann verschwand es zusammen mit dem Seil und dem kalten Wasser auf ihrer Haut. Verwirrt öffnete sie die Augen und sah absolut nichts, sie schien in reiner Schwärze zu scheben. Dann stubsten sie kleine Hände an und sie spürte wie sie gegen eine Wand oder so trieb. Sie meinte Murmurs Stimme zu hören die ihr befahl dagegenzuschlagen. Wie geheißen tat sie es und fühlte die für sie unsichtbare Wand langsam nachgeben. Plötzlich vertrieb ein gleißendes Licht hinter ihr die Schwärze und sie sah durch eine von Rissen durchzogene Glaswand in den mit Sternen übersähten Weltraum. Auf der anderen Seite schwebte mitten im leeren Raum eine Gestalt, trotz des zerfledderten Mantels und der langen Haare erkannte sie ihn auf Anhieb. Während ihr Herz stillzusehen schien holte sie weit aus, sie wollte, nein musste zu ihm! „Yukkii!!!" Die Scheibe zerbarst unter ihrem Hieb und Scherben und Licht fielen in die leere Welt zu ihm.
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