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The Inexhaustible Horrors Of The Scorch

GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P16
Harriet Minho Newt OC (Own Character) Sonya
02.06.2015
01.02.2016
32
31.187
20
Alle Kapitel
61 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
02.06.2015 967
 
Und da ist sie, die Fortsetzung zu The Inexhaustible Horrors Of The Maze!
Ich hoffe, euch gefällt das erste Kapitel und ihr lasst mir ein paar Reviews da :)


Kapitel 1

The world breaks everyone, and afterward, some are strong at the broken places.

Ernest Hemingway


Valentina wachte vom Geräusch einer sich öffnenden Tür auf, und für einen Moment dachte sie, sie wäre wieder in der Box, wieder ganz am Anfang. Aber dann kamen die Erinnerungen mit einem Schlag wieder, ihre Flucht aus dem Labyrinth, Gally, Chucks Tod, die Männer mit den Uniformen und die seltsame Stimme in ihrem Kopf, die sie gewarnt hatte, dass sich alles verändern würde, und sie setzte sich hellwach im Bett auf.

Es war jetzt heller im Raum, und das Licht kam von einer Tür am Ende des Raumes, die einen Spalt aufstand und von der Valentina schwören konnte, dass sie vor ein paar Stunden noch nicht da gewesen war. Ihr blieb nicht lange Zeit, um über das mysteriöse Erscheinen der Tür nachzudenken, denn in diesem Moment hörte sie eine Frauenstimme. „Komm rein, Rosario.“ Valentina war wie erstarrt. Vermutlich hätte sie sich fragen sollen, wer Rosario war, aber ein Teil von ihr wusste ganz genau, dass die Frau sie meinte, aber sie hätte nicht erklären können, wieso. Es war, als wüsste sie, dass jemand sie schon einmal so genannt hatte, aber ohne sich wirklich daran zu erinnern.

„Rosario.“, wiederholte die Frau streng. „Ich warte nicht gerne.“ Valentina wusste nicht, warum sie gehorchte. Vielleicht war sie nur neugierig, vielleicht war es die herrische Stimme dieser Frau, die es offenbar gewöhnt war, dass Leute ihr gehorchten. Jedenfalls stand sie auf, durchquerte den Raum mit wenigen Schritten und drückte die Tür auf.

Dahinter befand sich ein vollkommen weißer Raum, der von Neonröhren an der Decke in ein so grelles Licht getaucht wurde, dass Valentina ein paar Mal blinzeln musste, bevor sie etwas erkennen konnte. In der Mitte des Raumes stand ein ebenfalls weißer Tisch mit zwei Stühlen, und auf dem Stuhl hinter dem Tisch saß eine Frau. Sie war blass und komplett weiß gekleidet, sodass sie in dem Raum kaum aufgefallen wäre, wären da nicht ihre flammend roten Haare gewesen, die sie in einem straffen Knoten nach hinten frisiert trug. Ohne eine Regung sah sie Valentina an und deutete auf den freien Stuhl. „Setz dich.“

Valentina gehorchte, ohne den Blick von der Frau zu wenden. Aus irgendeinem Grund verursachte ihr der Blick aus den stahlgrauen Augen eine Gänsehaut. Diese Frau war eine Bedrohung, das wusste sie mit jeder Faser ihres Körpers. „Mein Name ist Dr. Masterson.“, stellte sie sich ohne ein Lächeln vor. „Und du, Rosario, bist hier, weil…“ Valentina unterbrach sie. „Warum nennen sie mich so?“ Dr. Mastersons dünne Augenbrauen wanderten bis unter ihren straff gezogenen Haaransatz. „Weil das dein Name ist, natürlich. Und jetzt unterbrich mich nicht.“ Es lag eine solche scharfe Eiseskälte in ihrer Stimme, dass Valentina beinahe zusammengezuckt wäre.

„Schön.“, sagte die Frau zufrieden und sprach weiter. „Also, du bist hier, weil wir… spezielle Pläne für dich haben.“ Tausend Fragen klangen in Valentinas Kopf wieder, und trotz des unguten Gefühls, das die Frau ihr verursachte, stellte sie ein paar davon. „Wer ist wir? Und was heißt spezielle Pläne?“ Dr. Masterson durchbohrte sie mit einem solchem Blick, dass Valentina sich in ihrem Stuhl am liebsten ganz klein gemacht hätte. „Sagte ich nicht, du sollst mich nicht unterbrechen?“

Für einen Moment herrschte Stille, während sich zwischen den beiden ein stummes Blickduell abspielte, bis Valentina den Blick senkte. Ein winziges, zufriedenes Zucken spielte um die Mundwinkel der Frau. „Nun, Rosario, was du verstehen musst, ist, dass du in diesem Experiment nur eine Variable ist. Du wurdest nur in Phase Eins platziert, um die Reaktionen der anderen auf dich zu testen, besonders die von A7, und auch in Phase Zwei wirst du nur diese Aufgabe und nichts weiter erfüllen.“

Sie sprach weiter, bevor Valentina auch nur die Gelegenheit hatte, zu fragen, wer A7 war. „Was ich damit sagen will, ist, dass du vollkommen entbehrlich bist. Es wäre kein Verlust für uns, dich einfach zu beseitigen, und glaub mir, wir werden nicht zögern, genau das zu tun.“ Trotzig spannte Valentina die Schultern an und setzte sich so grade wie möglich hin. „Dann beseitigen sie mich doch.“, sagte sie abfällig. „Ich werde garantiert nicht in diesem perfiden Spiel mitspielen.“

Zu ihrem Erstaunen sah Dr. Masterson beinahe amüsiert aus. „Ich sehe, immer noch die alte. Widerspenstig und trotzig. Aber, Rosario, du vergisst, dass ich deine Hirnfunktionen studiert habe. Ich weiß genau, wie ich dich zum Gehorsam bringen kann.“ Sie lehnte sich nach vorne, der Ausdruck in ihrem Gesicht voller ekelhaftem Triumph. „Ganz einfach: Gehorchst du nicht, töten wir deine Freunde. Wir fangen an bei dem Mädchen, dann nehmen wir uns Thomas vor und Newt, und schließlich werden wir Minho abschlachten, langsam und grausam, vor deinen Augen. Ich weiß, dass du dein Leben ohne zu Zögern opfern würdest, aber würdest du seines opfern?“

Valentina wurde kalkweiß. Entsetzen lähmte sie, und in ihrem Geist spielten sich immer wieder die zahllosen Albträume ab, in denen Minho gestorben war. Sie würde es nicht ertragen, wenn er ermordet werden würde. Es würde sie umbringen. „Wir werden dich anweisen, deine Gruppe und ihn zu verlassen. Wir werden dich anweisen, keinen Kontakt zu ihm aufzunehme. Wir werden dich anweisen, grausame Dinge zu tun, und du wirst gehorchen, denn sonst werden wir ihn töten. Hast du das verstanden?“

Sie konnte nicht antworten. Immer noch war das Entsetzen zu übermächtig. Dr. Masterson lehnte sich erneut nach vorne, bis ihr Gesicht gefährlich nah an ihrem war und sich ihre eiskalten, grauen Augen in ihre bohrten. „Ich wiederhole: Hast du das verstanden?“ „Ja.“, flüsterte Valentina. „Ja. Ich habe verstanden.“ Dr. Masterson lehnte sich wieder zurück, ein zufriedenes Lächeln auf den schmalen Lippen. „Schön.“, sagte sie. „Lass uns beginnen.“
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