Avatar - mein neues Leben beginnt hier und jetzt

GeschichteFantasy / P12
31.05.2015
31.05.2015
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Es war still um mich herum. Keiner regte sich. Hin und wieder hörte ich ein leises murmeln.
Ein leiser Wind rauschte und lies die Blätter erzittern.
Es ist vollendet., huschte es in meinem Kopf herum.
Ich öffnete meine Augen und setzte mich auf.
Endlich in meinem Körper, in dem ich mich wohl fühle.
Ich schaute auf meinen menschlichen Körper herab.
Ich glaube, ich werde die Erde etwas vermissen. Die Stadt und die Einkaufsläden. Aber das hier ist ein Neustart für mich. Neues Leben, neuer Planet, neuer Körper.
"Wie geht es dir?", fragte Neytiri leise.
"Alles super.", flüsterte ich.
"Es hat funktioniert!", schrie Neytiri vor Freude und riss ihren Arm hoch. Ein Jubeln und ein Schreien von dem Na’vi war deutlich zu hören und ich schaute auf.
Das Glitzern der Freude füllten die Augen der Na’vi’s und ich stand auf.
Alles um mich herum wurde wieder still. Ich schloss die Augen und sog die Natur um mich herum auf.
Ich schaute das letzte Mal auf meinen menschlichen Köper hinab, bevor er Eywa übergeben wurde, und hob ihn auf, um ihn zu seinem Grab zu bringen. Die Verbindungen zwischen dem Baum der Seelen und der Na’vi schwächte ab und das blaue Strahlen an dem Band, das Tasahaylu, wurde dunkler.
Ich lief zwischen den Eingeborenen hindurch, während diese zur Seite huschten und einzelne mir anfingen zu folgen, und steuerte direkt auf das selbstgegrabene, kleine Loch zu, das in der Nähe des Baumes der Seelen lag.
Vorsichtig legte ich ihn hinein und ging ein Schritt zurück.
Er ist so klein und zerbrechlich, sagte eine Innerestimme zu mir. Ja tatsächlich, die Menschen sind schon zerbrechlich, aber machtvoll, egoistisch und zerstörerisch. Außer Grace.
Dunkle Erinnerungen schwappten langsam wieder an die Oberfläche. Ich sah Grace vor mir, wie ich sie zum ersten Mal in ihrem Avatarkörper gesehen habe und wie sie mir zum ersten Mal diese Welt zeigte. Meine Augen füllten sich mit Tränen. Warum musste sie sterben. Sie war perfekt für diese Welt gemacht. Sie wusste alles über die Natur, der Na’vi, über deren Glauben. Einfach alles.
Neytiri legte eine Hand auf meine Schulter, ein Zeichen der Einfühlsamkeit.
Einige Atokirina setzten sich auf meinen Körper hinab und verweilten dort einige Minuten.
Ich erstarrte für eine in der Position und starrte sie nur leer an. Ich dachte an nichts. Was soll man auch an seiner Beerdigung von seinem menschlichen Körper denken?
Ich schaute auf zum Himmel und fing dann an, mich selbst, meinen menschlichen Körper, einzubuddeln.
Schwermut überkam mich, während ich mich selbst eingrub.
War es vielleicht doch ein Fehler?
Bei dem Gedanken schüttelte ich mich. Ich wollte nicht mehr an mein altes Leben im Rollstuhl denken.