Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wicked Game

von Nyan
Kurzbeschreibung
GeschichteAngst, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Flaky Flippy
29.05.2015
13.11.2016
2
2.637
 
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
29.05.2015 1.093
 
Vorwort des Autors

Hallo und einen guten Abend.

Nun, ich habe auf Fanfiction.net, einer englischen Fanfiction-Seite, eine ganze Menge Happy Tree Friends Geschichten gelesen und muss zugeben, das ich fasziniert bin. Vor allem von der Idee, die Charaktere als menschliche Animefiguren darzustellen. Besonders angetan hat es mir das Pairing Flaky x Flippy, genauer gesagt Flaky x Evil Flippy (hier Flipqy).

In der Geschichte geht es darum, das die 18 Jährige Flaky vom bösen Ego ihres alten Freundes Flippy entführt wird. Flipqy, dem es inzwischen gelungen ist seine bessere Hälfte rapide nach hinten zu drängen, versucht den ängstlichen Rotschopf immer mehr an sich zu binden – mit seinen ganz eigenen Methoden.



Schon am frühen Morgen ahnte sie das etwas geschehen würde. Nur war ihr das Ausmaß der Geschehnisse noch nicht bewusst.
Kurz nach sechs klingelte ihr Wecker und riss Flaky unsanft aus dem Schlaf. Herzhaft gähnend streckte sich der Rotschopf und schlug mit der flachen Hand auf den Wecker, woraufhin dieser verstummte. Schlaftrunken setzte sich das Mädchen auf und schwang die schlanken Beine aus dem Bett. Sich die Augen reibend, tapste sie ins angrenzende Badezimmer. Dort zog sie sich das Nachthemd aus und stieg unter die Dusche. Es dauerte eine Weile bis sie die richtige Wassertemperatur – nicht zu heiß, nicht zu kalt – eingestellt hatte, doch schließlich konnte sie sich unter einen angenehm warmen Wasserstrahl stellen. Nach einer ausgiebigen Dusche, schlang Flaky ein Handtuch um ihr nasses Haar und legte das Wenige an Make Up auf das sie besaß. Lediglich ein wenig Wimperntusche und Lipgloss, mehr nicht. Anschließend föhnte sie ihr hüftlanges Haar und befestigte weiße Spangen darin um einige widerspenstige Strähnen zu bändigen. Kritisch betrachtete das Mädchen sein Spiegelbild. Sie fand das sie wie immer grauenhaft aussah.
Die flammend rote Farbe ihres Haars bildete einen harten Kontrast zu ihrer bleichen Haut. Das ließ sie in ihren Augen fast kränklich wirken. Flaky sah an sich herab und betrachtete ihren nackten Körper. Ihre Brüste waren zu klein, gerade mal ein B-Körbchen und als sie mit den Händen über ihren Bauch fuhr, meinte sie neue Fettpölsterchen zu ertasten. Wenn sie da an Petunia dachte, kam sie sich gleich noch mal so unattraktiv vor. Die 19 Jährige war nicht nur bei den Jungs in der Klasse sehr beliebt, sondern auch eine wahre Schönheit. Sie trug immer die schönsten Kleider und sah stets topp gepflegt aus. In Flakys Kleiderschrank hingegen stapelten sich überwiegend weite Shirts die ihre Figur verbargen. Das Einzige was Flaky an ihrem Körper wirklich gefiel, waren ihre Beine.
Mit einem Seufzen riss sie sich von dem Bild im Spiegel los und kehrte ins Schlafzimmer zurück. Über der Lehne ihres Schreibtischstuhls hingen noch die Klamotten von gestern. Nachdem sie kurz daran gerochen hatte, entschied Flaky das lange Shirt heute noch einmal zu tragen. Ein Blick auf den Wecker ließ das Mädchen erschrocken zusammenfahren. Nur noch eine knappe halbe Stunde bis Unterrichtsbeginn... Rasch zog sie sich noch schwarze Overkneestrümpfe über die Füße und schnappte ihre am Vortag gepackte Schultasche. Noch zwanzig Minuten Zeit. Wenn sie nur ein schnelles Frühstück aß und auf dem Schulweg die Beine in die Hand nahm, kam sie gerade noch rechtzeitig. Also schmierte sie sich in Windeseile ein Butterbrot. Wie Flaky so am Küchentisch saß und dieses mit einem Glas Milch herunterspülte, überkam sie zum ersten Mal ein ganz dummes Gefühl. Irgendetwas stimmte nicht. Es war bloß eine leise Vorahnung, doch das reichte um sie zu verunsichern.
„Das bildest du dir bloß ein.“, versuchte Flaky sich selbst zu beruhigen und stand auf.
Sie verzichtete darauf das dreckige Geschirr in den Geschirrspüler zu räumen und hastete aus ihrer Einzimmerwohnung.

Erst als das Schulgebäude in Sicht kam, verfiel Flaky in einen leichten Trab. Es sah aus als würde sie gerade noch rechtzeitig kommen, außerdem konnte sie nicht mehr. Ihre Lugen brannten und ihre Rippen schmerzten. Kurz vor dem Gebäudekomplex hielt sie abrupt inne und warf nervöse Blicke umher. Das Mädchen fühlte sich irgendwie beobachtet. Allerdings konnte sie niemanden entdecken, also überwand sie die letzten Meter und sprang die Treppe zur Eingangstür hinauf.

Der Unterricht zog sich wie Kaugummi. Im Geschichtsunterricht mit ihrem Klassenlehrer Mr. Lumpy, wäre sie beinahe eingeschlafen, hätte Giggles ihr nicht mahnend den Ellenbogen in die Seite gestoßen. Sonst passierte nichts Nennenswertes, aber das mulmige Gefühl blieb. Nach Schulschluss kaufte sich Flaky in der Innenstadt ein verspätetes Mittagessen und eilte weiter zu dem kleinen Kaffee in dem sie regelmäßig jobbte. Die Arbeit dort machte ihr für gewöhnlich eine Menge Spaß, aber heute konnte sie sich nicht so recht darauf konzentrieren. Immer wenn die Türglocke läutete, zuckte Flaky zusammen. Sie vertauschte Bestellungen und vergaß einmal sogar abzukassieren. Spätestens nachdem sie einem Gast den Kaffee über das weiße Hemd geschüttet hatte, war das arme Mädchen mit den Nerven völlig am Ende. Das Resultat: Ihr Chef hielt sie den restlichen Abend von Gästen fern.
Nach ihrer Schicht war Flaky mehr als froh endlich nach Hause zu können. Mit dem Gedanken im Hinterkopf das es jetzt unmöglich schlimmer kommen konnte, lief sie die dunklen Straßen entlang. Da es schon spät war, nahm sie sich vor eine Abkürzung zu nehmen. Diese führte durch eine unbeleuchtete Gasse. Mit jedem Schritt den sie tat wurde Flaky unruhiger. Die Situation erinnerte sie stark an einen Horrorfilm den sie mal gesehen hatte.
Ein Mädchen lief durch eine dunkle Seitenstraße. Kurz bevor sie das sichere Ende erreicht hatte, packte sie der Killer von hinten und schlitzte ihr die Kehle auf.
Flaky schauderte und eine prickelnde Gänsehaut breitete sich auf ihren Armen und Beinen aus. War da ein Atmen? Vielleicht Schritte? Automatisch beschleunigte sie ihren Gang. Als der Rotschopf die Mitte der Gasse erreichte, tauchte vor ihr eine schemenhafte Gestalt auf. Jemand kam ihr entgegen, beide Hände in den Jackentaschen vergraben. Dieser Jemand hielt seinen Kopf gesenkt, sodass sie sein Gesicht nicht sehen konnte. Seine Art zu gehen wirkte seltsam raubtierhaft. Fast als sei er jederzeit bereit sich auf ein potentielles Opfer zu stürzen. Flaky wollte zurückweichen, doch sie war wie festgefroren. Dann hob die Gestalt langsam den Kopf. Was sie sah versetzte ihr den Schock ihres Lebens. Gelbe Augen funkelten sie an und ein breites Grinsen offenbarte scharfe Zähne. Bei diesen Anblick gelang es ihr endlich sich loszureißen. Das konnte nicht sein! Nein, das durfte nicht sein! Eine Hand packte sie beim Schopf und riss sie mit einem Ruck daran zurück. Flaky meinte zu spüren wie Haare aus ihrer Kopfhaut rissen. Sie wurde an einen festen Körper gedrückt und eine scharfe Klinge an ihre Kehle gelegt. Eine heisere Stimme schnurrte ein leises „Schlaf schön“ in ihr Ohr bevor man sie niederschlug.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast