No Time To Test

von - Leela -
KurzgeschichteAllgemein / P12
Eddie Jake Prime Evil Tracy
28.05.2015
28.05.2015
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No Time To Test

„Auf geht’s Ghostbuster!“
      Der Schlachtruf hallte durch das Ghostkommando. Ein neuer Auftrag stand in’s Haus. Seit der Anruf eingegangen war, daß in der Kongreßhalle Terror verbreitet wurde, hatte Jake ein ungutes Gefühl. Das klang alles nach Prime Evil, und das bedeutete, mit diesem Auftrag war nicht zu spaßen.
      „Hat Tracy eigentlich den Dematerialisator schon verstärkt?“ fragte der Teamführer im Laufen, während er und Eddy auf dem Weg zur Skelevatorkabine waren.
      „Ich weiß nicht!“ keuchte Eddy. „Er wollte sich ja diese Woche dransetzen. Wahrscheinlich findest du es im Einsatz raus.“
      „Na, herzlichen Dank!“ kommentierte Jake für sich. Zu mehr kam er nicht, da sich die Skelevatorkabine gerade hinter ihm schloß.

Jake hatte sich nicht getäuscht. Als das Team in der Kongreßhalle ankam, sahen sie sich der imposanten Gestalt von Prime Evil gegenüber, der die Mitarbeiter dort mit Energiestrahlen, die er aus den Händen abfeuerte, in Schach hielt. Der sportliche Teamführer schluckte. Er wußte, sie würden den Dämonenfürsten nur zur Strecke bringen können, wenn Tracy ihre Hauptwaffe im Ghostbusting-Geschäft bereits aufgewertet hatte, so wie er es angedacht hatte. „Tracy, hast du den Dematerialisator schon modifiziert?“ zischte der Blonde seinem animalischen Partner zu.
      „Oki Doki!“ Der Gorilla zeigte ein siegessicheres Grinsen, fügte dann aber gleich an: „Konnte nur noch nicht testen.“
      „Großartig!“ bemerkte Jake mißmutig. „Dann haben wir ja jetzt die Gelegenheit dazu!“
      „Ach, Tracys Erfindungen haben immer funktioniert!“ beruhigte Eddy ihn zuversichtlich.
      „Fast immer!“ korrigierte Jake.
      „Na gut, aber hier mußte er ja nur ein bekanntes Prinzip anpassen.“ argumentierte der brünette Ghostbuster im Fliegermantel. „Na los jetzt, sonst zerlegt Prime Evil die Kongreßhalle noch in ihre Einzelteile.“
      „Okay.“ Es kam noch nicht ganz beherzt, doch Jake wußte, er hatte keine andere Wahl. Zudem, das mußte er zugeben, hatte Eddy Recht: Auf den Gorilla war Verlaß. Er vergewisserte sich, daß Eddy und Tracy mit Ghostgummer und Spectre Snare hinter ihm waren und ging vor. Mit einer schnellen Bewegung stieß er die Tür auf und zog die Aufmerksamkeit des Dämonenfürsten auf sich. „He, Rotröckchen! Hier spielt die Musik!“
      Prime Evil wirbelte herum und nahm Jake mit zu bedrohlichen Schlitzen verengten Augen in’s Visier. Ein diabolisches Lachen entrang sich seiner Kehle. „Träumer! Langsam solltest du wissen, daß mir euer Dematerialisator nichts anhaben kann.“
      „Das glaubst du! Dann mach mal Bekanntschaft mit der neuen, verbesserten Power!“ Rasch kontrollierte Jake, ob der Regler auf Maximum stand, zielte und schoß, ohne noch lange zu überlegen.
      Prime Evil zuckte wie aus Reflex zurück. Dann schaute der Herr des Bösen verdutzt, bevor er in noch größeres Gelächter ausbrach. Er hob das Geschoß, das ihn am Mantel gestreift hatte, auf. „Eine Banane? Ihr wollt mich mit einer Banane erledigen?“
      Jake starrte auf die Mündung des Dematerialisators und warf Tracy dann einen strafenden Seitenblick zu, der den Blick unschuldig in die Luft lenkte. Der Teamführer atmete durch und machte sich bereit, den Moment, in dem Prime Evil durch die Banane noch abgelenkt war, auszunutzen. Verbissen schoß er noch einmal und stellte die Waffe nun auf Dauerfeuer ein. Zu seinem Entsetzen allerdings mußte er beobachten, wie der Dämonenfürst jetzt von einem Arsenal Bananen attackiert wurde.
      Der Dämonenfürst kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.
      Nun war es vorbei mit der Ruhe des Teamchefs. „Das nennst du eine Dematerialisator-Modifikation?“ Jakes Stimme überschlug sich.
      Tracy hob die Schultern und grinste verlegen.
      In Bestürtzung erstarrt fixierten die drei Jungs den Herrn des Bösen. „Dann können wir nur hoffen, daß er sich durch sein herzliches Lachen selbst außer Gefecht setzt…“ hörte Jake seinen Partner neben ihm sagen, kurz bevor ihm der Gedanke kam, den Erfinder zu seiner Linken zu schütteln…

„Nein… Nein! Keine Bananen! Nein!“ Jake wälzte sich unruhig im Bett, warf sich hin und her und wachte schließlich schweißgebadet auf. Keuchend mußte er sich erst einmal orientieren. „Es war ein Traum!“ beruhigte er sich. „Es war nur ein Traum!“
      Als er an diesem Morgen in die Küche kam, fühlte er sich richtig zerschlagen. Er nahm sich einen Kaffee und versuchte, einigermaßen zu seiner inneren Mitte zu finden. Die Bilder aus seinem Traum spulten sich noch einmal vor seinem geistigen Auge ab und lösten Horrorvorstellungen in ihm aus.
      Eddy und Tracy beobachteten ihn besorgt. „Ist alles in Ordnung, Jake?“ erkundigte sich der Mollige.
      Jake schaltete mit Spätzündung. „Was…?“ Doch gerade als er richtig antworten wollte, ging das Skelefon und unterbrach die Konversation. Der Teamführer nahm das Gespräch an, und wurde zunehmend beunruhigter. „Es spukt in der Tiefgarage vom Airport-Hotel!“ erklärte er für seine Kameraden. „Und nach den Beschreibungen könnte es Prime Evil sein.“
      „Oh-oh…“ Eddy wandte sich dem Gorilla zu. „Hast du den Dematerialisator schon modifiziert?“
      Tracy kam gar nicht zum Antworten. Sowohl der Erfinder, als auch der Chaot der Truppe zuckten erschrocken zusammen, als unvermittelt ein entsetzter Schrei des Teamführers durch das Ghostkommando hallte. „Neeeiin…!“
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