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Wetten?

GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Albert Kaffeetrinken Susanne Sto Helit Tod
28.05.2015
13.06.2015
3
3.029
1
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Dieses Kapitel
1 Review
 
 
28.05.2015 1.049
 
Hallo ersteinmal liebe Leser. Ihr habt euch also dazu entschlossen mir einen Versuch zu geben. Dafür ersteinmal Danke. Aber, haha jetzt kommts, ich werde hier ersteinmal nur den Anfang der Story hochladen, denn es ist eine längere Geschichte und da ich ersteinmal sehen möchte wie die Idee ankommt bevor ich mich auf ein laanges Großprojekt stürze, hängt alles von euch ab. :)

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Wetten?

Es war ein kalter früher Nachmittag, als sich das Schicksal, die Liebe, der Tod und Lobsang zum Kaffee und Kuchen trafen.
„SYLVESTER STEHT VOR DER TÜR,“ bemerkte der Tod, während er an seiner Tasse nippte. Wobei diese leer war, weil er diesmal nicht wieder alles wegwischen wollte, was daneben floss.
Alle nickten zustimmend und schwiegen, bis der Sohn der Zeit das Wort an den Tod richtete.
„Susan mag das Fest nicht besonders. Wie geht es ihr eigentlich?“ Das Schicksal grinste stumm und der Tod blickte von seiner Tasse auf. „SIE IST GESUND UND LEBENDIG. DAS FEST ERINNERT SIE NUR AN ETWAS. ZUMINDEST DENKE ICH DAS.“
Nun schaltete sich auch die Liebe ein. „Willst du zu ihr zurück? Ihr wart ein süßes Paar.“ Nachdenklich schüttelte er den Kopf. Es war schön, doch es hatte immer etwas gefehlt. Er konnte das „etwas“ nie in Worte fassen aber es hatte „etwas“ mit Gefühlen zu tun und der Zukunft, oder der Vergangenheit, da war er sich nicht ganz sicher. Inzwischen saß das Schicksal kichernd am Tisch. „Meine Freunde ich habe eine Idee. Wie wäre es mit einem kleinen Spiel und einer Wette. Tod, mein guter alter Freund, dafür brauchen wir deine Hilfe. Wir bräuchten eine gewisse Person wiederbelebt.“
„WIRKLICH? WEN?“ versuchte der Tod so verwirrt wie möglich zu sagen.
Auch die Liebe klatschte nun aufgeregt in die Hände. „Ich weiß es, ich weiß es.“ Lobsang blieb stumm und schaute mehr oder weniger verwirrt in die Runde. Nun verstand auch der Tod.
„ICH WEIß NICHT OB DAS EINE GUTE IDEE IST,“ merkte er an, nickte dann aber.
„Dann fangen wir mal gleich an. Ich wette sie kommen zusammen.“
Die Liebe nickte zustimmend. „Susan wird aber dominieren.“
„Ein Punkt für denjenigen der den anderen Sprachlos macht! Ich setze auf ihn.“
„Ich tippe auf Susan,“ verkündete die Liebe.
Der Tod nickte zustimmend. „ABER ICH BEZWEIFLE DAS SIE ZUSAMMENKOMMEN“
„Wer?“ fragte Lobsang inzwischen leicht verzweifelt. Niemand hatte es als Notwendig erachtet ihn aufzuklären, aber er würde es ja sehen. Wobei ihn ein ungutes Gefühl beschlich, denn er hatte verstanden dass sie hier um Susan wetteten und wenn man mit der Liebe, dem Schicksal und dem Tod wettete konnte das nur eins bedeuten.

Susan Sto-Helit saß vor dem Kamin und korrigierte die Aufsätze ihrer Schüler. Dass sie das nicht mochte, war recht milde ausgedrückt. Eigentlich hasste sie es. Zwar waren einige sehr gut und kreativ, aber ausgerechnet diese hatten die Angewohnheit vor Rechtschreibfehlern zu strotzen. Der Rest war ausschließlich lang, sauber geschrieben und sterbenslangweilig. Leider waren diese auch noch über ein Fest was ihr stets quer im Magen lag. Wobei sie es natürlich nicht gegessen hatte, sonst wäre sie schon geplatzt oder hätte eine Zuckervergiftung vielleicht auch beides, nur in umgekehrter Reihenfolge. Auch wenn es nur Metaphorisch gemeint war, bereitete es ihr leider immer wieder echte Magenschmerzen. Erstaunt und froh blickte sie auf, als es an die Tür klopfte. Sie öffnete öffnete die schwere schwarze Tür, nur um sie sofort wieder zuzuschmeißen. Sie stieß einen Fluch aus und öffnete noch mal die Tür. Er war immer noch da. „Das war aber nicht sehr Ladylike. Hallo -“ Sie schmiss die Tür wieder zu, ihr Herz klopfte und ihr Kopf schien explodieren zu wollen. Schwer atmend lehnte sie sich gegen die Wand. „Du bist nicht echt, verschwinde!“ schrie sie durch die Tür.  „Ich bin echt. Wärst du bitte so freundlich die Tür zu öffnen?“ drang seine helle Stimme durch die Tür. „Bin ich denn Lebensmüde?“ Sie zuckte zusammen als sie sein krankes Kichern hörte. „Bitte, so kann man sich doch gar nicht unterhalten. Ich brauche deine Hilfe.“ Vorsichtig öffnete Susan einen Spalt und sah den vermeintlich Toten an. Da stand er quicklebendig mit seinen blonden Locken, seinem Glasauge und seinem Auge mit der viel zu kleinen Pupille und sah sie mit schief gelegtem Kopf an. „Möchtest du mich nicht rein lassen?“ Mit großen Augen sah sie ihn an, gab dann aber seiner Bitte nach. Wenn auch mit dem Schürhaken stets in der Hand.
„Tea-time aber du bist doch tot. Zumindest solltest du das sein.“ Nachdenklich sah er sie an und trat ein, stets mit genug Abstand vom Schürhaken.
„Es heißt Teh-ah-ti-meh. Deswegen bin ich hier. Irgendetwas ist schief gegangen. Und ich will wissen was.“ Susan hob ihre Augenbraue. „Was soll denn da schiefgegangen sein. Ich habe dich vollkommen korrekt umgebracht. Also warum bist du hier?“ Als er sie anlächelte und eintrat, umklammerte sie den Griff des Hakens so stark dass es fast schmerzte. „Ich bin hier, weil ich mit dem Tod reden möchte. Wenn jemand etwas darüber weiß dann er, oder? Außerdem war dein Wurf wirklich schlampig,“ verkündete er fröhlich. „Und du wirst mir helfen!“
„Warum sollte ich?“ Susan wusste dass sie eigentlich keine Wahl hatte und das man ihn besser nicht provozierte, versuchte es aber trotzdem rein aus Trotz. Der Assassine überging ihre Worte und sah sich neugierig im Wohnzimmer um. „Eine schöne Wohnung.“
Er ging zum Sessel und hob ein paar Aufsätze auf. „Lehrerin, wie ich sehe.“ Abschätzig sah er sich das Kindergekrakel an. Für adelige junge Frauen standen nicht viele Berufe zur Auswahl. Schließlich war es die Aufgabe einer adeligen Frau, reich zu heiraten und Kinder zu kriegen. Dieser Beruf war die einzige Alternative zu all diesen Dingen. „Es ist unhöflich an fremde Sachen zu gehen.“ Weiter die Wohnung erkundend ignorierte Jonathan ihre Worte abermals.
„Wir wollten den Tod besuchen.“
„Stimmt“ flötete er fröhlich und drehte sich wieder zu ihr um.
„Dann behalte deine Finger bei dir und sei still.“
Teatime wollte gerade den Mund öffnen und etwas erwidern, doch Susan hielt ihm den Schürhaken unter die Nase. „Kein Wort. Verstanden?“
Geschlagen nickte er und folgte ihr stumm nach draußen.

„Eins zu Null für Susan,“ zwitscherte die Liebe. Der Tod nickte während das Schicksal den Kopf schüttelte. „Das kann sich noch ändern.“ Paralysiert betrachtete Lobsang Ludd die Szene. „Das ist nicht euer Ernst?“
„DOCH“
„Ja?“
„Klar!“
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