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As Real As You And Me – Der Henker und seine Königin

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Angst / P16 / Gen
Anne Boleyn Elizabeth I. Henry VIII. Katharina von Aragon Maria I.
27.05.2015
27.05.2015
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27.05.2015 783
 
Hallo ihr lieben Tudor - Fans und natürlich seit ihr auch willkommen, liebe Geschichtfans,

ich wollte mal eine Geschichte zu Anne Boleyn und ihrem Henker aufschreiben.
Ich hoffe, ihr seit mir nicht böse, wenn ich etwas falsch geschrieben habe.
Ich persönlich, habe mich an die Fakten, wie Anne Boleyn gestorben ist, gehalten. Sogar das Datum steht dort.

Also wenn es meiner Meinung nach geht, hätte "As Real As You And Me – Der Henker und seine Königin" schon ein wenig länger sein können, aber meine Feder, wie ich meinen Füller immer nenne, wollte einfach keine weiteren Wörter hinzufügen.

Was ich euch nur nochmal sagen wollte, ist, dass ich mich gerne über Rückmeldungen oder kleine Feedbacks freuen würde.


PS: Was den Titel, den englischen Teil zumindest betrifft, habe ich mir das Lied "As Real As You And Me" aus dem Film "Home" von Rihanna ausgesucht.

Lieben Gruß und ich wünsche euch noch einen schönen Abend,

Madeleine Isabelle Beverly

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As Real As You And Me – Der Henker und seine Königin

"Macht, aus der Natur heraus geboren, von Mensch
Begehrt. Kriege toben und Sieger werden gekrönt. Doch wahre Macht kann niemals gewonnen oder
verloren werden! Wahre Macht kommt tief aus dem Inneren."

Der frühe Morgen des 19. März 1536, London, England

Die Sicht des Henkers:

Seine Hände zitterten. Und doch durfte er nicht warten. Er musste seine Tränen zurückhalten und wünschte sich weg. Fort von Ort und Stelle. Und doch stand er da, fast wie erstarrt.
Fast, wie eine Statue aus Marmor und Stein. Mit der schwarzen Maske über dem Kopf konnte er fast nichts sehen. Ihm graute davor, was er gleich auf Befehl des Königs von England vollbringen sollte. Es war, als würde er nicht atmen können.
Er wollte seine Augen schließen und nicht an das Blutbad denken, welches er gleich verursachen würde. Und dennoch, mit Angst in seinem Körper, hob er sein Schwert, um über das Leben der Königin von England zu richten.
Zu entscheiden. Er hatte keine andere Wahl. Es war ihm befohlen worden. Er würde der Königin von England, Anne Boleyn, das Leben nehmen.
Durch eine Hinrichtung, die er vollbringen muss. Dies war seine Aufgabe. Den Menschen ihr Leben nehmen. Noch nie hatte er daran gedacht, dass er das Leben der Königin von England zu Ende bringen würde. Durch das Schwert.
Geschmiedet in den eisernen Hallen von Calais. Durch diese Hinrichtung. Er schämte sich. Alle Menschen waren gekommen, um dem Spektakel beizuwohnen. Nur der König, der der Königin dies hier, ihre eigene Hinrichtung ermöglichte, war nicht erschienen und somit gekommen. Er war ihr Henker.
Mit einem Schwerthieb würde er den Kopf vom Körper der Königin trennen. Er würde der Henker der Königin von England sein.




Königin Annes Sicht:

Sie fühlte durch das weiße Tuch hindurch, welches ihre Augen bedeckte, dass er Angst hatte. Sie konnte sich sogar vorstellen, wie es war, wenn seine Hände vor Nervosität und Schrecken zitterten. Anne wünschte sich, dass es schon vorbei wäre. Und dennoch war es nicht so.
Sie hatte Henry, ihren König, ihren König von England enttäuscht, weil sie ihm keinen Sohn geboren hatte. War Henry ein Mörder?
Würde er wirklich eine Königin seiner Wahl auf das Schafott schicken? Anne wollte nicht mehr darüber nachdenken. Sie war einmal die Königin von England gewesen. War die Zeit stehen geblieben, als Katharina von Aragon verstorben, einsam und allein, war?
Ohne nochmal ihre Tochter Mary sehen zu dürfen? Es war das gleiche Schicksal, wie mit Anne. Auch sie durfte Elizabeth nicht wiedersehen. Vielleicht, so dachte sie und schloss ihre Augen. In einem anderen Leben. Heute war ihr Todestag. Heute würde Anne, Königin von England, durch den Schwerthieb eines Henkers sterben.




Die Sicht des Henkers:

Nun war der Zeitpunkt also gekommen.
Der Zeitpunkt der Hinrichtung.
Ihm tat seine Königin leid.
Er wollte nicht, dass sie litt.
Dass sie unter seinem Schwert und ihm zu leiden hatte.
Wieso hatte er Henker werden müssen?
Wieso hatte sein Vater diese Aufgabe übernommen und ihm, ihm als seinen Erben und Nachfolger übertragen?
Und dennoch hatte sein Vater nie einer Königin das Leben genommen. Diese Aufgabe würde er vollenden müssen. Er atmete einmal kurz ein und aus, ehe er abermals das Schwert hob und es auf den Kopf der vor ihm knieenden Königin hinunter sausen ließ.
Der Kopf der Königin wurde mit einem Hieb von ihrem Körper getrennt. Er wollte sich abwenden, als das Blut der Königin seinen Körper und seine Arbeitskleidung, ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose und eine schwarze Maske, berührte, wollte weinen, doch er war viel zu erstarrt, als dass er es konnte.
Er hatte einer Frau das Leben genommen. Er hatte der Königin von England das Leben durch einen Schwerthieb, eine Hinrichtung, genommen.
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