Plötzlich verliebt oder Wie smaragdgrüne Augen mich verzauberten

KurzgeschichteRomanze, Freundschaft / P18
Robin "Puck" Goodfellow
27.05.2015
10.06.2015
3
3107
 
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Hey liebe Leser, ich bedanke mich für die zwei lieben Reviews und muss sagen, dass ich einfach traurig war, dass Puck leer ausgehen sollte. Nun gut, wir wissen nicht, was uns die "Plötzlich  Prinz"-Reihe bringt, aber das hier ist meine Version :D

Viel Spaß :D

Lg Luna

....


„Die Zwillinge haben sich wieder unerlaubt an der großen Hecke im Garten herumgetrieben, euer Majestät“, berichtete Glitch förmlich und verbeugte sich standesgemäß vor der Eisernen Königin und ihrem Prinzgemahl. Die Königin saß in ihrem Thron, ihr Mann stand am Fenster und musterte ausdruckslos die dunkle Landschaft, da sich die Wolken langsam zu einem Unwetter verzogen.
„Wie üblich haben sie nicht auf uns gehört, Meghan.“ Unser Vater drehte sich um und in seinem Gesicht war deutlich der Zorn zu sehen. Das würde Ärger geben, sobald Keirran und ich den Thronsaal betreten, aber noch hielten wir uns hinter der großen Flügeltür versteckt, die einen kleinen Spalt geöffnet war, so dass man gerade hinein spähen konnte.
„Ich habe dir schon so oft gesagt, dass du sie härter bestrafen musst, wenn sie nicht auf uns hören, aber du tust nichts.“
Nun sah Mutter ihren Mann endlich an und ihr Mund verzog sich zu dem gleichen Grinsen, das dem von Keirran so sehr glich. Mein Bruder sah unserer Mutter sehr ähnlich. Beide hatten eisblaue Augen und fast schon silbriges Haar. Auch ich hatte dieselbe Haarfarbe, aber die silbernen Augen meines Vaters, die immer »gefährlich« leuchteten, wenn ich wütend war oder meinen Standpunkt klarmachen wollte. Wie alle Feen hatten wir die typisch hohen Wangenknochen und die spitzen Ohren und glichen mehr wunderschönen Sagenfiguren als den Menschen, die wir ja zu einem größeren Teil eigentlich waren. Oft hörte ich, dass ich meinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten wäre und dann sehe ich immer das stolze Lächeln meines Vaters, wenn er dies zu hören bekam.
„Es sind doch noch Kinder.“ Mutter schüttelte nur den Kopf und wandte sich an Glitch.
„Wo sind unsere kleinen Satansbraten?“
Für Mutter war die Situation anscheinend nicht so ernst wie Vater, denn er stand nun direkt neben ihr und konnte nicht realisieren, dass Meghan und er erneut  nicht einer Meinung waren.
„Wie kannst du nur immer so ruhig bleiben? Sie haben sich erneut unseren Regeln widersetzt. Diesmal haben sie eine Strafe verdient.“ Vater trat nun an die Seite seiner Frau und schaute sie bekräftigend an.
„Was schlägst du denn vor? Hausarrest wäre bei Keirran wenig wirksam, er würde sich einfach raus schleichen, selbst wenn wir mehr Wachen postieren würden.“
Vater seufzte genervt auf. „Ich habe auch nicht von Hausarrest gesprochen. Vielleicht sollten wir andere Erziehungsmethoden in Erwägung ziehen…“

Die nächsten Worte konnte ich nicht mehr verstehen, denn hinter mir kicherte Keirran. Ich sah ihn warnend an und legte einen Finger an die Lippen, um ihn zu zeigen, dass er leise sein sollte. Aber dies brachte ihn nur noch mehr zum Lachen und spätestens zum Zeitpunkt als sich Keirran den Bauch hielt und sein Gewicht unabsichtlich auf mich verlagerte, stürzten wie so, dass wir zur Hälfte im Thronsaal zum Liegen kamen.
Keirran lag diesmal wirklich auf mir. Der Aufprall auf dem harten Steinboden blies mir die Luft aus den Lungen und ich schlug unglücklich mit dem Kinn auf.
„Bruderherz, ich will dich ja nicht hetzen, aber könntest du wohl von mir runtergehen“, bat ich ihn keuchend und hastig stand er auf, nun bemerkte ich erst wie sehr mein Rücken schmerzte.
Ohne weitere Aufforderung half mir mein Bruder auf die Beine. Unsere Blicke begegneten sich und er musterte mich besorgt.
„Es tut mir leid. Du hast dir das Kinn aufgeschlagen und blutest.“
Erschrocken fasste ich mir an besagte Stelle und sah dann auf meiner Finger. Er hatte Recht und ich zuckte zusammen als er ein weißes Stofftaschentuch auf die Wunde presste.
„Es ist nur ein kleiner Riss, der verheilt wieder.“
Keirran hätte nur ruhig sein müssen, dann wäre das nicht passiert. Aber gut, es war nicht seine Absicht gewesen und ich sah deutlich das Bedauern in seinen Augen sehen, aber das ließ meine leichten Schmerzen nicht so einfach verschwinden. Bevor ich etwas erwidern konnte, erhob meine Mutter ihre Stimme.

„Aisling, Keirran, kommt mal bitte zu uns“, sagte sie mit ruhiger Stimme und ich wusste, uns schwante nichts Gutes. Ich wandte meinen Blick in Richtung Thron und erschrak vor dem zornigen Glühen in Vaters Augen.
„Ich dachte, wir hatten beschlossen, dass wir uns ruhig verhalten. Also warum konntest du nicht zusammenreißen?“, maßregelte ich Keirran und er stützte mich immer noch, während wir auf unsere Mutter zugingen. „Ich wiederhole, es tut mir leid.“
Ich schüttelte nur den Kopf. „Du hast es ja nicht mit Absicht gemacht“, erwiderte ich und schenkte ihm ein mildes Lächeln.
„Seid still“, ermahnte uns Vater und wir schreckten auseinander.
„Hört eurer Mutter zu.“

„Danke, Ash, also Kinder, ich habe gehört ihr wart wieder bei der Hecke…“

...

So Leute, ich habe das Ende diese Kapitels nochmal umgeschrieben. Ich finde es so besser und hoffe ihr auch xD
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