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Gonna get 'em

von Hentiger
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Asahina Iori Hinata Ema
23.05.2015
28.11.2015
9
13.250
2
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Dieses Kapitel
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28.11.2015 1.783
 
„Kuraiko!“, Ema kam auf sie zugerannt und umarmte sie stürmisch. „W-was ist denn?“, Kuraiko sah das Mädchen perplex an. „Was höre ich da?! DU WILLST DIE SCHULE VERLASSEN?!“, Ema bohrte der jungen Kenshi ihren Zeigefinger in die Brust. Kuraiko seufzte. Da musste sie wohl etwas erklären...ein kleiner Flashback, meine Damen und Herren:

~Flashback~

„Yuusuke-kun! Lass das bitte!“, Yuusuke hielt das Mädchen zwischen sich und sein Bett gefangen. „Nein.“, es war ein Hauchen. Kuraiko hatte ja eigentlich nichts dagegen, wieso auch? Immerhin wollte sie die alle ja an sich reißen. Aber irgendwie machte Yuusuke ihr Angst. Er war ihr Klassenkamerad, verdammt nochmal! „Y-Yuusuke-kun-“, „Nein! Ich will nichts mehr hören!“, er presste seine Lippen fordernd auf ihre und sie war wie versteinert. Ihr wurde heiß und kalt zu gleicht. Was tat er denn da?! Er drückte sie ins Bett, ohne sich zu lösen. Kuraiko schaffte es, ihren Kopf wegzudrehen. Ihren Blick starr auf die Wand gerichtet. „Kannst du dich nicht für mich entscheiden?!“, er sah sie wutentbrannt an. „Hauptsache du kannst Iori und Subaru schöne Augen machen! Aber mir nicht?! Wieso nicht mir? Was fehlt mir, was sie haben?!“, er zwang sie ihn anzusehen. Was zum Teufel war in ihn gefahren?! „Lass mich gehen! Sofort!“, Kuraiko versuchte entschlossen zu klingen, aber sie scheiterte. Ihre Augen wurden feucht und sie fing an zu zittern. Yuusuke erschralk und sah, was er angerichtet hatte. „G-gomen, i-ich-“, „Ich gehe! Du wirst mich nie wieder in deiner Klasse sehen müssen. Versprochen.“, sagte sie, stand auf und lief raus. Sie war einen Monat schon bei den Asahinas gewesen, aber das? Das war zu viel für sie. Ausziehen würde sie nicht, aber Schule wechseln sollte kein Problem darstellen...oder? Sie schüttelte den Kopf und sah zurück. Yuusukes Tür war geschlossen, doch sie konnte seinen Schatten bei der Tür ausmachen. Verdammt. Wieso war er so weit gegangen?! Verdammte scheiße! Sie ging ein paar Schritte weiter und ließ sich dann die Wand hinab bis zum Boden sinken, schlang ihre Arme um die Knie, vergrub ihren Kopf in ihre Arme. Sie schüttelte den Kopf, als die ihren Tränen freien Lauf ließ. Irgendwann musste es ja so kommen...aber warum? Okay, sie bedauerte alles. Was sie hier tat war falsch...nein, mehr als falsch. Doch abhalten konnte sie sich selbst auch irgendwie nicht. Sie liebte sie alle auf irgendeiner Art und Weise. Iori und Subaru...seit wann nannte Yuusuke sie so? Er nannte doch alle >Onii<...seltsam...Kuraiko legte ihren Kopf in den Nacken und starrte auf die Decke. „Kami-sama...wenn es dich da oben wirklich gibt...dann bitte...bitte, bitte, bitte...hilf mir...zeige ihnen mein wahres Ich...lass mich ihnen irgendwie zeigen, dass ich nicht so schlimm bin...das es mir leid tut...bitte...“, flüsterte sie und schloss ihre Augen. Yuusuke hatte ja Recht...sie machte ihnen schönen Augen...haha...wie armselig. „Kuraiko-san?“, sie sah auf. Direkt in ein Paar brauner Augen. „M-Masaomi-kun...“, murmelte sie und sah zu Boden. Er kniete sich zu ihr hinunter und sah sie besorgt an. Kuraiko wusste nicht, wie sie reagieren sollte. „Alles okay? Du bist so blass! Und deine Augen sind gerötet! Kuraiko-san, was ist los?“, er sah sie eindringlich an. Was sollte sie antworten? >Gomen, Masaomi-san, aber ich bin die ärgste Bitch und ich spiele mit euch nur so rum, als wärt ihr meine kleinen Spielzeuge<? Nein, das konnte und wollte sie nicht sagen...sie waren ihr alle wichtig...selbst der süße, kleine Wataru...sie wollte nicht gehen. Das Mädchen sah zu dem Arzt auf und schüttelte den Kopf. „Weißt du, ich-“, „Masa-nii?! Was tust du da?“, eine Stimme unterbrach die Beiden und sie sah Subaru zu sich stürmen. Was zur Hölle?! Subaru griff nach ihr und sie mit sich mit. „Subaru! Sei vorsichtig!“, Masaomi war nachgeeilt und wollte Kuraikos Oberarm nehmen, aber Subaru zog sie harsch weg. „Lass. Sie.“, er wirkte wie ein Raubtier, welches um seine Beute kämpfte. Was hatte sie bloß angerichtet?! „Lass mich bitte los.“, ihre Stimme klang erstickt und brüchig. Subaru wirkte so, als hätte er sich gerade verbrannt und ließ ihren Arm los. „Ich...hätte niemals in euer Leben treten dürfen...Gomenasai...aber...ist es okay für euch...wenn ich mich endlich für einen von euch entscheide? Und ist es okay, dass ich in eine andere Schule wechsle?“, sie sah Subaru nicht an, sondern sah direkt in Masaomis Augen. Der Älteste nickte zögerlich. „“In welche Schule möchtest du denn gehen?“

~Flashback ende~

„Ja, Ema-chan. Gomen, aber ich fühle mich hier nicht mehr so wohl und außerdem sehen wir uns eh wieder, wir leben ja zusammen.“ Kuraiko lächelte. Ema sah sie nur misstrauisch an. „Du lügst. Irgendwas stimmt nicht. Was ist los?“, okay, Ema war doch intelligenter als Kuraiko gedacht hat. „Ema-chan...lass gut sein...bitte.“, sie flüsterte und sah ihr Gegenüber mit schmerzerfülltem Blick an. Ema schüttelte den Kopf und nahm sie an der Hand. „Iori-san fragt nach dir...täglich. Immer, wenn ich zur Schule gehe, immer, wenn ich zurückkomme. Kuraiko, du gehst viel früher los. Alle schlfen schon und du bist schon weg. Du kommst erst spät am Abend wieder und sperrst dich sofort in dein Zimmer. Kuraiko, rede mit mir! Was ist denn los?!“, Ema sah ihre Freundin entschlossen an und kurz blitzte ein kurzer Schmerz in ihren Augen auf. „Ema...Dach.“, Kuraiko drehte sich um und ging vor, dabei musste sie an Yuusukes Klasse vorbei. Sie sah den Jungen, welcher im Türrahmen stand und sie mit seinen Blicken durchbohrte. Nein, sie würde nichts zu ihm sagen. Ema würde sie jetzt alles erzählen, damit sie ihr helfen könnte. Aber Kuraiko wusste auch, dass die Chance bestand, dass Ema sie nach dem Gespräch hochkantig rausschmeißen wird. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, ne?
Ema foglte schweigend und schließlich kamen sie auf dem Schuldach an. Die Sache mit Yuusuke war schon wieder 4 Monate her gewesen...und trotzdem hatte Kuraiko nicht die Schule gewechselt. Warum nicht? Lest!
„Kuraiko, rede!“, Ema tippte mit ihrem rechten Fuß auf den Boden herum und sah Kuraiko in die Augen. Die Blauhaarige konnte nicht mehr entkommen. „Weißt du...deine Brüder sind sehr interessant.“, bemerkte sie und versuchte möglichst neutral zu klingen. Es gelang ihr nicht. „Du hast dich verliebt. In welchen von ihnen?“, Ema sah sie sanft an und plötzlich fand Kuraiko sich in den Armen des Mädchens wieder. „Ema, was-“, „Ich weiß, dass du dich Anfangs nur mit mir abgegeben hast, weil du an meine Stiefbrüder ran wolltest. Du musst nichts leugnen. Ich bin dir nicht böse. Ich glaube, dass jedes Mädchen, das von meinen Brüdern weiß, mindestens ein Mal daran gedacht hat, sich nur dewegen mit mir anzufreunden. Aber weißt du...ich habe bei dir etwas anderes gespürt. Etwas trauriges. Du warst eifersüchtig, oder?“, obwohl es eine rethorische Frage war, nickte Kuraiko dennoch. Ema strich ihr über den Rücken und lächelte leicht. Sie hatte nicht erwartet, dass Kuraiko das zugeben würde. Doch auch sie war eben nur ein Mensch. Ema schmiedete keine Rachepläne. Sie wollte Kuraiko helfen, sie nicht verletzen. „Na, in wen hast du dich verguckt?“, fragte sie leicht spielerisch und kurz lachte Kuraiko sogar auf. „Subaru...Iori...Yuus-nein...“; nuschelte sie. „Ich weiß, dass etwas zwischen euch beiden vorgefallen ist. Masaomi-kun hat es ein wenig zu laut gesagt und alle, wirklich alle, hatten zugehört. Denn auch er hatte bezweifelt, dass du nur durch Zufall neben Yuusuke-kuns Zimmertür gekauert hast und einfach so weinst du auch nicht. Was hat er getan?“, fragte Ema und ihre Stimme hatte keinen boshaften oder gar sarkastischen Tonfall. Sie wollte wirklich helfen. „Er...er...wollte...hat mich auf's Bett gedrückt...“; Ema verstand schon und Kuraiko fing an zu weinen. „Wir schaffen das. Rede mit uns...mit uns allen. Du bist uns wirklich wichtig geworden. Wataru-kun macht sich unglaubliche Sorgen, weil er dich seit Wochen nicht gesehen hat!“, Ema strich Kuraiko durch's Haar und lächelte sie aufmunternd an. „Wie wär's damit: Wir melden und jetzt alle im Sekretariat ab und trommeln alle zusammen. Auch Natsume-kun und Fuuto-kun sowieso. Okay? Dann erklären wir allen die Situation. Die sind erwachsen und hoffentlich streiten sie sich nicht alle wie ein Haufen Hühner.“, Ema entlockte Kuraiko ein kleines Lachen. Na endlich!
Kuraiko hatte sich also hochkantig geirrt...Ema bekam alles mit und war ihr nicht einmal böse? Sie war wohl ein Engel...ein sehr aufmerksamer Engel, aber definitiv ein Engel. Kuraiko ging voraus und Ema shatte den Weg zum Sekretariat eingeschlagen. Ein wenih nervös war die Blauhaarige schon. Was alle dazu sagen würden? Und was sollte sie eigentlich sagen? Fragen über Fragen und keine Antworten. Na super! Sie blieb vor ihrer Klasse stehen und atmete ein Mal tief durch. Das konnte ja nicht so schwer sein! Sie schob die Tür auf und sah sofort in Yuusukes Augen. Räusperte kurz. „Äh...ich soll Yuusuke-kun mit zum Sekretariat nehmen. Wir melden und für den Rest des Tages vom Unterricht ab. Gomenasai, Sensei, aber wir müssen da etwas klären. Es ist sehr privat, daher müssten wir jetzt gehen.“, Kuraiko verbeugte sich entschuldigend und ihr Lehrer nickte nur und ließ sie gehen. „Arigato gozaimasu!“, Kuraiko verbeugte sich noch zum Abschied und Yuusuke ging mit ihr aus der Klasse. „Was ist denn-“, „Ich muss euch allen etwas erklären. Mit euch allen reden.“, unterbrach Kuraiko ihn und lächelte ihn matt an. Sie wusste, dass Yuusuke es nicht böse gemeint hatte...naja...es war ja auch ihre eigene Schuld, weil sie sich an die Asahina-Brüder rangemacht hat...und sie gegeneinander aufgehetzt hat. Sie war so grausam...sie war das Letzte.
„Kuraiko“ Hör auf in deinen Gedanken zu versinken!“, Ema schnippste vor ihrer Nase herum und riss Kuraiko aus ihren düsteren Gedanken. „Oh, gomen! Was hast du gesagt?“, fragte sie nochmal. Ne, ernsthaft, was hatte Ema gesagt? Ema lächelte nur und schüttelte belustigt den Kopf. „Ich habe gesagt, dass da ein Taxi wartet, welches uns nach Hause bringt.“, sie legte einen Arm um Kuraiko und auch Yuusuke schmunzelte kurz. Kuraiko hatte Angst...krankhafte Angst. Die drei Jugendlichen gingen zusammen aus dem Schulgebäude und steierten auf's Taxi zu. Der Fahrer nickte ihnen freundlich zu und alle drei setzten sich auf den Dreiersitz hinten. Kuraiko saß zwischen Yuusuke und Ema und bemerkte, dass Yuusuke mit aller Kraft versuchte, sie nicht zu berühren. Irgendwie fühle sie sich schlecht und nickte ihm nur leicht lächelnd zu, sodass er sich wieder entspannte.
Nach 10 Minuten standen sie vor der Haustür und Kuraiko hatte kurz das Bedürfnis zu flüchten...einfach wegzulaufen und allen Problemen zu entkommen, doch das ging nicht. Sie musste da jetzt durch.

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