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Gonna get 'em

von Hentiger
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Asahina Iori Hinata Ema
23.05.2015
28.11.2015
9
13.250
2
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Dieses Kapitel
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07.06.2015 1.980
 
„Kuraiko-san? Oi, Kuraiko-san!“; Kuraiko blinzelte und machte dann ihre Augen komplett auf. Wo war sie nochmal? Sie sah Yuusuke vor sich hocken. Stimmt ja, sie würde ja bei den Asahinas leben, bis ihre Eltern zurück nach Japan kommen würden. „W-was ist denn los?“, antwortet das Mädchen ein wenig verwirrt. „Das sollte ich dich eher fragen, du bist einfach so auf dem Boden eingeschlafen. Und deine Schulsachen waren verstreut. Baka.“ erzählte Yuusuke und sah Kuraiko abwartend an. Sie hatte was? „Ist es normal, dass ich null Ahnung habe von was du redest?“, fragte sie ein wenig unsicher und sah den gleichaltrigen Jungen an. Dieser sah sein Gegenüber erstaunt und schockiert zugleich an. „Seltsam. Hast du Fieber? Oder ist dir übel?“, fragte er und fasste Kuraiko an die Stirn. „Okay, kein Fieber.“, stellte er fest. „Ah, Yuusuke, was stellt du denn mit unserem Gast an so früh am Morgen?“, Tsubaki kam mit einem frechen Grinsen zu den beiden. „Tsuba-nii, hör auf mich aufzuziehen!“, sprach der jüngere ärgerlich. Kuraiko amüsierten die zwei nur total und sie lachte unbewusst. „Freut mich, dass ich dich entertaine.“, Yuusuke verdrehte angepisst die Augen und schmollte. Tsubaki fing ebenfalls an zu lachen.

„Ihr drei seid zu laut.“, Ukyo trat ins Wohnzimmer und lächelte Kuraiko freundlich an, seine Brüder jedoch ernteten einen strengen Blick seinerseits. „G-gomen, Kyo-nii.“, sprach Yuusuke und sah seinen Bruder mit einem undefinierbaren Blick an. „Ah, da bist du ja, Tsubaki.“, alle drehten ihre Köpfe in Richtung Treppe und erblickten Azusa, welcher elegant hinunterstieg. „Ohayo, Azusa-san.“, Kuraiko begrüßte ihn höflich und lächelte dann. „Immer die Förmlichkeiten.“, Tsubaki schüttelte schmunzelnd den Kopf und legte einen Arm um seinen Zwilling. Kuraiko nickte verlegen. „Ohayo!“, eine helle und niedliche Stimme durchschnitt die kurze Stille und Wataru sprang aufs Sofa. Alle lachten belustigt auf und begrüßten den jüngsten alles Brüder zurück. Kuraiko wurde herzlich von ihm umarmt, was sie warm ums Herz werden ließ. „Heute muss Kura-nee-chan mit mir spielen!!!!“, verkündete Wataru und klammerte sich an das Mädchen, welches dann nur nickte. Sie sah Ema die Treppen hinunterkommen und nickte dieser zu, welche zurück nickte. „Ohayo gozaimasu.“, begrüßte die Braunhaarige die kleine Menge und fragte auch schon: „Wer will Frühstück?“
„Ich und Azusa müssen leider los. Wir essen im Studio.“, informierte der Weißhaarige das Mädchen und schleppte schon seinen Bruder mit sich aus dem Haus hinaus. „A-ah, okay, verstehe. Dann gebt euer bestes!“, rief die Stiefschwester den Jungs noch hinterher und winkte kurz, ehe sie ihre Hand sinken ließ. „Kuraiko-san, wärst du so nett und würdest Iori wecken? Ich brauche Emas Hilfe beim  Vorbereiten des Frühstücks. Yuusuke, Wataru, bitte geht euch umziehen. Masaomi hat heute Pläne mit uns.“, ratterte Ukyo hinunter und ging in die Küche, gefolgt von Ema. Yuusuke und Wataru sprinteten die Treppen hinauf und Kuraiko folgte ihnen im Schlepptau.
„Ano...Yuusuke-kun?“, sie räusperte und der Junge blieb stehen. „Hm? Brauchst du etwas?“, er sah das Mädchen fragend an legte den Kopf ein wenig schief. Kuraiko nickte. „Kannst du mir sagen, wo Iori-sans Zimmer ist?“, sie sah verlegen auf den Boden. Yuusuke und die anderen dachten wohl wirklich, dass sie ein unschuldiges Mädchen war. Doch von ihrer Vergangenheit wusste niemand. Nicht einmal ihre Eltern.

„Komm mit.“, er zog sie mit sich mit. Die beiden gingen einen Gang entlang und bogen ein Mal links ab. „Hier.“, Yuusuke wollte schon wieder gehen, aber Kuraiko hielt ihn am Ärmel fest und gab ihm einen Kuss auf die Wange. „Arigatou.“, sie drehte sich um und klingelte an Ioris Tür an. Sie war einen kurzen Seitnblick zu Yuusuke, welcher rot angelaufen war, sich umdrehte und schnell das Weite suchte. Kuraiko grinste.
„Kuraiko-san?“, ein verschlafener Iori mit verwuschelten Haaren stand vor ihr und ihr tockte der Atem. Seine Augen waren halboffen, seine Haare verwuschelt, sein Mund ein wenig offen und die ersten zwei Knöpfe seines Shirts waren offen. Kurz gesagt: der Typ sah mordsmäßig heiß aus. Kuraiko hatte Mühe nicht zu gaffen. Warum waren sie alle so verdammt sexy?! Kuraiko fasste es einfach nicht. Iori kam in ihre engere Auswahl nach seiner Aktion des vorigen Tages. Die anderen Brüder müsste sie noch besser kennelernen. Sie bildete sich ein Iori kurz schlucken gehört zu haben und sah ihn an. Er musterte sie von oben bis unten und Kuraiko bemerkte erst jetzt, dass sie immer noch mit Shorts und Tanktop bekleidet war. „O-oh, gomen!“, entschuldigte sich Iori ertappt und kratzte sich verlegen am Kopf.
„Nicht.“, flüsterte Kuraiko. Er sah sie fragend an. „Du zerstörst diese Frisur. Nichts machen.“; die murmelte es leise, aber bewusst. „Was redest du denn da, Kuraiko-san.“, Iori legte eine Hand auf ihre Schulter und mit der anderen zog er ihr Kinn hoch, sodass sie gezwungen war ihn anzusehen. „Kuraiko-san, bitte entschuldige dieses Benehmen meinerseits.“, waren seine letzten Worte bevor er seine Lippen auf die ihre drückte. Kuraiko erwiderte seinen Kuss intensiv und konnte nicht anders als sich in das Shirt des Jungen zu krallen. Die beiden verloren sich in ihrem Tun.
Wie vom Blitz getroffen löste sich Iori von Kuraiko und sah sie entschuldigen an. „Gomenasai!!!“, er verbeugte sich und Kuraiko musste lächeln. Diesmal aber war es wieder ein ehrliches Lächeln. „Glaubst du ich hätte erwidert, wenn ich nicht gewollt hätte?“, sie sah den Jungen an. Er war ein Jahr älter als sie und verdammt attraktiv. Er wirkte nachdenklich. „Ukyo-san wollte, dass ich dich wecken komme. Jetzt wirkst du völlig aufgeweckt, also gehen wir? Du wolltest mit mir meine Sachen holen gehen.“, erinnerte Kuraiko und machte sich auf den Weg zu Emas Zimmer. Sie schloss die Tür hinter sich und lehnte sich an die Tür. E r hatte sie geküsst. Nicht umggekehrt. Kuraikos Herz machte einen Sprung. War sie etwas...? Nein!!! Das ging nicht! Niemals! Sie schüttelte heftig den Kopf und suchte ihre Tasche, in welcher sie noch ein T-Shirt hatte. Sie fand es und zog sich das Tanktop aus.
Es klopfte an der Tür. „Hai?“, fragte sie laut. Sie stand erneut nur mit BH und Shorts bekleidet im Raum. Niemand antwortete. Sie zuckte mit den Schultern und zog sich ihr Shirt an. Es war ein Bandshirt von einer ihrer Lieblingsbands. Sie schloss die Tür wieder auf und sah sich um. Niemand da? Sie sah auf den Boden. Da lag ein kleines Zettelchen. Sie bückte sich und hob es auf. Seltsam. Von wem es wohl war?

Natsume blinzelte und setzte sich auf. Er lebte nicht mit dem Rest zusammen, doch er hatte sich vorgenommen heute zu Ema zu gehen. Er wollte ihr ein paar neue Games bringen. Sie war eine Art Tester für alle Videospiele, die etwas mit Gewalt oder Zombies zu tun hatten. Meistens war es sowieso eine Kombination aus beidem. Doch wer war dieses Mädchen gestern gewesen? Ema hatte ihm nie etwas über sie erzählt. Den anderen etwa?
Er schüttelte den Kopf. Ema war nicht dazu verpflichtet ihm irgendetwas zu erzählen. Es ging ihn nichts an. Er machte sich fertig und sah auf sein Handy. Schon 12.30?! Er müsste jetzt wohl rasen. Genervt seufzend schleppte er sich in sein Auto und fuhr los zum Haus seiner Brüder.
Seufzend bliebt er vor der Haustür stehen und klopfte an. Nichts. Noch einmal. Und schon hörte er eilige Schritte. Die Tür wurde aufgerissen und vor ihm stand sie. Nein, natürlich nicht Ema, wie er erwartet, oder besser gesagt, gehofft hatte. Kuraiko betrachtete ihn neugierig und nickte freundlich. Er betrachtete sie ebenfalls und sah, dass sie eigentlich ziemlich hübsch war. „Ohayo...uhm...Natsume-san, richtig?“, sie lächelte ihn ein wenig verlegen an und er erwiderte ihr Lächeln nickend. „Ja, das war richtig. Wie geht es dir, Kenshi-san?“, er hatte sich ihren Vornamen nicht gemerkt, daher nannte er sie einfach Kenshi-san. Der Nachname war immerhin Teil ihres ganzen Namens, also sollte dies nicht so unhöflich sein. „Kenshi-san? Bist du ein Lehrer oder so?“, sie lachte. Natsume schüttelte immer noch lächeln den Kopf. „Kein Lehrer, aber immerhin älter als du.“; erwiderte er. Kuraiko nickte nur. Natsume fand ihre Augen ziemlich hübsch. Sie waren grau, sehr intensiv und hell. „Ist irgendwas? Ach, wie unhöflich von mir! Willst du vielleicht reinkommen?“, sie deutete auf das Hausinnere und zuckte dann mit den Schultern. Natsume schüttelte den Kopf. „Könntest du das Ema geben? Es sind ein paar Games, die sie testen soll.“, bat er sie höflich und distanziert. „Du hast meinen Vornamen vergessen.“, stellte das Mädchen fest. Ertappt. Natsume schluckte und nickte verlegen. „Gomen.“, sprach er. Kuraiko war diesmal dran mit Kopf schütteln. „Ach, kein Problem. Natürlich gebe ich Ema die Spiele.“, sagte sie gespielt freundlich und Natsume seufzte erleichtert. Er hatte erwartet, dass sie deswegen herumzicken würde, aber das tat sie nicht. Sie blieb ruhig. Ihm fiel ein, das Kuraiko ihr immer noch nicht verraten hatte, wie ihr Vorname lautete. „Wie war dein vollständiger Name nochmal?“, er lächelte sie an. „Kuraiko. Kuraiko Kenshi.“, sie lächelte und verschwand im Hausinneren.
Natsume drehte sich um und ging zu seinem Auto. Es war Zeit um in die Arbeit zu fahren.

„Wer war an der Tür?“, Kuraiko schreckte auf. Es war nur Subaru. „Natsume-san.“, sie wollte an ihn vorbeigehen, doch er hielt sie fest. „Ich will nicht, dass du noch ein mal mit ihm redest.“, sie riss die Augen auf und wurde sichtlich angepisst. Etwas was sie gar nicht leiden konnte, waren Jungs, die dachten ihr Dinge befehlen zu müssen. Sie riss sich von Subaru los und blitzte ihn wütend an. „Nur um das mal klarzustellen: DU hast mir NICHTS zu sagen!“, sie raste an ihm vorbei in die Küche, wo sie Ema fand. Natürlich setzte sie ein Lächeln auf und hielt ihr den weißen Umschlag von Natsume hin. Ema stoppte ihr Tun und sah leicht verwirrt zu ihr. „Von Natsume-san. Ein paar Games, die du testen sollst.“, erklärte sie und Ema nahm den Umschlag dankend an. Kuraiko nickte und drehte sich um. Sie wollte Iori holen gehen, welcher anscheinend wieder eingeschlafen war, als sie Subaru erneut sah. Er wirkte wütend, doch das war ihr recht egal.
Sie huschte die Treppen hinauf und wollte den Gang abbiegen, als sie volle Kanne gegen eine männliche Brust knallte. „Aufpassen, Kuraiko-san.“, Ukyo hielt sie fest. Er hatte so schöne wasserblaue Augen, fand Kuraiko. Er war Anwalt und er war sexy. Super Kombination, wirklich. „A-Arigatou.“, natürlich tat Kuraiko einen auf verlegen, was denn sonst. „Ach, schon gut. Aber du solltest nicht im Haus rennen, sonst verletzt du dich noch.“, sprach der Blonde und tätschelte ihr freundlich den Kopf. Kuraiko nickte und setzte ihren Weg fort.
Sie blieb vor Ioris Tür stehen und läutete zum zweiten Mal an diesem Tag an. Iori öffnete und das Mädchen bemerkte, dass er sich umgezogen hatte. „Ah, ich wollte gerade hinunterkommen.“, erklärte er und lächelte sie an. Die Blauhaarige nickte und betrachtete ihr Gegenüber. Iori hatte ein hellblaues Hemd an, dazu eine dunkelblaue Hose und einen grauen Cardigan. Und natürlich seine Kette, die er bis jetzt noch nicht abgenommen hatte. Aber Kuraiko war erst seit einundhalb Tagen hier, also konnte sie das schlecht beurteilen, ob er die Kette abnahm oder nicht.

„Gehen wir?“, fragte der Junge und sah Kuraiko an. „Willst du nicht frühstücken?“, fragte diese. „Hast du gefrühstückt?“, stellte er eine Gegenfrage. Sie schüttelte lächelnd den Kopf und Iori ging los. „Dann holen wir uns etwas auf dem Heimweg.“, sagte er und blickte über die Schulter zu Kuraiko. „Haaaaaaaaaaaaaaaaaai.“, sie gab sich geschlagen und folgte ihm.
„Ah, Iori-san, Kuraiko! Wollt ihr nicht essen?“, Ema passte die beiden ab und lächelte sie freundlich an. Beide schüttelten synchron den Kopf. „Wir holen uns dann etwas.“, erklärte Kuraiko.
Ukyo steckte seinen Kopf aus der Küche heraus und lächelte. „Bis später dann!“, verabschiedete er sich und auch Ema ging zurück um ihm zu helfen.
Iori ging zum Auto und hielt Kuraiko die Beifahrertür auf. Dankend wollte sie sich hineinsetzen, als Subaru angerannt kam.

„Halt!“...
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