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Gonna get 'em

von Hentiger
GeschichteDrama, Freundschaft / P16
Asahina Iori Hinata Ema
23.05.2015
28.11.2015
9
13.250
2
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.05.2015 2.060
 
„Was genau muss ich in diesem Spiel machen?“, fragte Ema, als auf dem Bildschirm lauter Zombies auftauchten. „Du bist ein Ranger und die Zombieapokalypse ist ausgebrochen. Du bist alleine, dein ganzes Team hat das Land auf die sichere Seite gebracht und du wurdest zurückgelassen. Proviant, Wechselkleidung, etc. hast du alles. Waffen und Monition steht parat. Du musst dich jetzt durchkämpfen, bis zu den Atomkraftwerken, da dort das Zentrum der Toten liegt. Und lass dich ja nicht berühren!“, erklärte Tsubaki und sah Ema ernst an. Ema nickte entschlossen. „Dann mal los!“, Azusa und Tsubaki ließen sie spielen und sahen gebannt zu.

„So war das also...und du hast Gefühle für Ema?“, fragte Kuraiko nach. Subaru wendete den Blick ab. „Also ja. Und die anderen auch?“, Subaru schwieg. „Hm...und...wenn ich dafür sorgen würde, dass du dich in mich verliebst?“, schlug sie vor und tat auf unschuldig. Kuraiko wollte alle. Nicht einen, nicht zwei, sondern alle 12 Asahina Brüder. Ihr waren Emas Gefühle egal. Und zwar sowas von egal. „Das wirst du ni-“, doch bevor Subaru fertig sprechen konnte, hatte Kuraiko schon ihre Lippen auf seine gedrückt. „Gomen, ich gehe dann mal.“, sagte sie und eilte aus Subarus Zimmer. Perfekt eingefädelt!
„Kura.imouto-chan! Lange nicht gesehen.“, Kaname umarmte sie, was Kuraiko seltsam fand. 2Ah, entschuldige. Ich habe so eine Angewohnheit.“, er lachte nervös. „Kann ich dich etwas fragen, Kaname-san?“, „Nur zu!“, erwiderte er und lächelte. „Wie alt seid ihr alle?“, fragte Kuraiko und schenkte Kaname einen neugierigen Blick. „Wir alle?“, sie nickte. „Puuh, also Masaomi ist 31, Ukyo sollte 29 sein, Hikaru ist 26, Tsubaki, Azusa und Natsume sind 24, Louis ist 21, Subaru ist frische 20 Jahre alt, Iori ist 18, Yuusuke ist in deinem Alter, Fuuto ist 15 und Wataru ist süße 10 Jahre alt.“, zählte er auf und nickte dann. Kuraiko hatte bemerkt, dass er sein eigenes Alter ausgelassen hatte. „Und wie alt bist du?“, fragte sie daher nach. „Wie alt schätzt du mich?“, er grinste und sah auf sie herab. Kuraiko tat so, als würde sie angestrengt nachdenken. „Ich würde ja sagen, dass du 20 bist, aber dann wärst du genauso alt wie Subaru-san, was ich bezweifle.“, erwiderte sie frech. Kaname lachte und lächelte sie warm an. „Ich bin 27 Jahre alt, aber psssssssssst, ich fühle mich so als wäre ich vor kurzem aus dem Ei geschlüpft.“, er zwinkerte ihr zu, worau Kuraiko lachen musste. Es war ausnahmsweise mal ein richtiges Lachen. Ohne Schauspiel oder sonst irgendetwas. Sie mochte ihn. Okay, sie mochte ja eigentlich alle.
„Du hast aber nichts mit unserem Subaru angestellt was sich nicht gehört, oder, Kura-nee-chan?“, flüsterte Fuuto ihr ins Ohr. Kuraiko erschrak und sprang weg, wobei sie gegen Kaname knallte, welcher sie dann festhielt. „Ganz ruhig, es ist nur Fuuto.“, lachte er. Er hatte ein kehliges Lachen. „Ich gehe dann mal. Wir sehen uns dann beim Abendessen.“, verabschiedete sich Kaname und ließ die beiden Teenager alleine. Kuraiko wurde leicht nervös. Fuuto hatte sie auf seinen Schoß gesetzt, alleine bei diesem Gedanken stieß ihr die Röte ins Gesicht. „ah, ah, ah, wird da jemand rot?“, fragte Fuuto kokett und grinste. Kuraiko starrte auf den Boden. „Weißt du, ich werde dir meine Liebe nicht gestehen oder so etwas. Ich nehme, was mir gefällt. Deine Erlaubnis dazu brauche ich nicht.“, flüsterte er ihr ins Ohr und hielt sie fest. „W-Was meinst du?“, hauchte Kuraiko. Sie war unfähig sich zu bewegen. Ihre Gefühle spielten verrückt. Wo war ihre kalte und abweisende Seite hin?! Wo war ihr Selbstbewusstsein, wenn sie es einmal brauchte?!
„I-Ich muss mich umziehen gehen!“, redete sich Kuraiko raus und eilte in Richtung Emas Zimmer. Sie sah zurück und plötzlich stand da kein Fuuto mehr. Seltsam. Kuraiko schloss die Tür auf. Keine Ema hier? Naja, auch egal. Die Grauäugige schloss die Tür hinter sich und kramte in ihrer Tasche herum. Die ganze Zeit über in Schuluniform herumzulaufen mochte sie nicht unbedingt. Sie fischte eine blau-schwarz karierte Shorts und ein schwarzes Tanktop heraus.
„Kuraiko-san, das Essen ist fer-“, Ukyo verharrte in seiner Position. Kuraiko stand nur in schwarzem BH und Shorts bekleidet vor ihm und er schluckte. Kuraiko machte dies nichts aus. Sie hatte absichtlich nicht zugesperrt, wozu auch? Zu schämen brauchte sie sich ja nicht. „Gomenasai“, Ukyo drehte sich um und eilte zur Tür hinaus. Kuraiko grinste, zog sich ihr Top an und trat aus dem Zimmer. „Wolltest du irgendetwas?“, fragte sie freundlich. Ukyo nickte und richtete sich seine Brille und nickte. „essen ist fertig.“, wiederholte er diesmal den ganzen Satz. „Super! Uhm...Ich meinte natürlich: Arigatou!“, sie tat auf verlegen und Ukyo schien es ihr abzukaufen. Er nickte bloß und ging auch schon wieder. „Ukyo-san?“, rief sie ihm hinterher. Er drehte sich um und sah sie abwartend an. „Könntest du mir vielleicht sage, wo das Badezimmer ist?“, fragte sie verlegen. Natürlich alles nur Show, eine Sache, in der sie wirklich verdammt gut war.
„Ich könnte das machen!“, schlug Yuusuke vor. Ukyo nickte und lächelte. „Komm mit, Kuraiko-san.“, Yuusuke sah sie an, aber das Mädchen konnte seinen Blick nicht deuten? Verachtung war es nicht. Wut? Nein, auch nicht. Seltsamer Kerl. Er ging vor und deutete ihr an, ihm zu folgen. Sie gingen einen langen Gang entlang. „Am Ende des Ganges musst du rechts abbiegen. Dann kommt noch so eine Art Mini-Gang, wo du links abbiegen musst. Dann nur noch kurz geradeaus und da ist dann das Badezimmer.“, Kuraiko nickte und bedankte sich noch bevor sie sich auf den Weg machte. Also rechts, rechts, rechts, dann Mini-Gang, dann links und dann geradeaus. Kuraiko verstand und fand das Bad auch ziemlich schnell. Das Licht war an. Sie grinste. Oh, wen würde sie denn dort antreffen? Sie war gespannt und schlich sich mucksmäuschenstill an.
„Ah, gomen, Hikaru-san!“, entschuldigte sie sich gespielt beschämt und wendete den Blick ab. „Ich hab dir doch gesagt, dass du uns entschuldigen sollst, falls du spezielle Überraschungen erhälst.“, sagte er lachend. Hikaru stand da, nur mit einem Handtuch um die Hüfte geschlungen und sah sie an. Seine langen Haare fielen ihm um die Schultern und er grinste frech. „Stimmt...dann darf ich dir diese Aktion hier wohl nicht übel nehmen.“, lachte Kuraiko, worauf Hikaru auch lächelten musste. Kuraiko trat in das Badezimmer, welches leicht benebelt war und auch der Spiegel war beschlagen. „Du duschst wohl ziemlich warm.“, bemerkte sie und der Mann vor ihr nickte. Er war wirklich 26? Aber attraktiv bis zum geht nicht mehr. Hikaru trat hinter sie. „Du bist ein interessantes Mädchen, Ku-rai-ko-san.“, er sprach jede Silbe ihres Namens genau aus. Sie drehte sich um und plötzlich war Hikaru ihr so nah, dass kaum ein Blatt Papier zwischen den beiden Platz gehabt hätte. „Was wird das, wenn ich fragen darf?“, fragte Kuraiko scheinheilig. „Also an Schauspieltalent mangelt es dir garantiert nicht, wie ich sehe. Interessant, interessant.“, er kam noch ein Stückchen näher, sodass Kuraiko sich gegen das Waschbecken presste und ihre Hände auf Hikarus nasse Brust legte, damit er nicht näher kommen konnte. Was wollte er von ihr? „Ach, keine Krallen mehr? Schade, Kuraiko-san. Gib Acht, wir 12 sind Wölfe. Manche von uns scheinen unschuldig, genauso wie du es auch tust.“, er hatte einen drohenden und gleichzeitig freundlichen Tonfall. Wie zur Hölle war das möglich?! „Ich sehe dich nicht als Feind oder sonst etwas, sondern stets als ein Gast der Asahinas. Aber bitte tu unsere kleinen Schwester nichts, ja?“, flüsterte er noch. Wassertropfen perlten von seinen Haaren herunter und bahnten sich ihren Weg über seine Brust bis zum Handtuch hinunter. Kuraiko nckte nur und sah sein wölfisches Grinsen. „Dann gehe ich mal, ehe wir erwischt werden. Ich will deinen Plan ja nicht durchkreuzen. Ein wenig Spaß muss sein.“, Hikaru zwinkerte dem Mädchen zu und verließ das Badezimmer. „Diese Muskeln“, dachte Kuraiko laut und sperrte die Badezimmertür zu. Sie wusch sich das Gesicht. Ihre Wangen waren rot, was zu erwarten war. Kuraiko verstand Hikaru nicht, aber sie wusste, dass es eine sehr interessante Zeit mit allen sein würde.
„Kuraiko-san!? Kuraiko-saaaaaaaaaaaan! Kura-imouto-chan? Kura-nee?? Kuraiko?“, sie wurde aus den gedanken gerissen, als sie die vielen Stimmen vernahm, welche ihren Namen riefen. Sie erschrak und fischte ihr Handy aus der Tasche ihrer Shorts. Sie war bereits seit einer halben Stunde hier, kein Wunder, dass alle sie riefen. Schnell drehte sie das Wasser ab und trocknete ihr Gesicht ab. Sie setzte ein Lächeln auf und öffnete die Badezimmertür, trat einen Schritt hinaus, nur, um dann in die Arme Masaomis zu fallen. „Gefunden!“, er lächelte. Kuraiko fasste nicht, dass er wirklich 31 Jahre alt war. Er sah ein wenig verspielt aus, aber dennoch ernst. Kuraiko fand sie alle mehr als nur interessant. Sie war auf dem besten Weg sich zu verlieben. Und das nicht nur in einen der Asahina Brüder, sondern gleich in alle. Das konnte einfach nicht gut gehen!
„Alles in Ordnung?“, fragte der älteste der 13 und fuchtelte mit der Hand vor Kuraikos Nase herum. Sie blinzelte ein paar mal ehe sie bejahte. „Dann komm mit, alle warten schon auf dich. Ukyo hat heute Akashiyaki mit Reis und Misosuppe gekocht. Sogar Wataru ist aufgewacht um mit uns allen zu essen.“, erzählte Masaomi dem Mädchen. Kuraiko schluckte. Sie hatte immer alleine gegessen. Alleine hatte sie immer im Speisesaal gegessen, ohne Mutter, ohne Vater. Sie war es leid, richtig leid. „Ah, gomenasai! Ich hab die Zeit total vergessen!“, entschuldigte sie sich und verbeugte sich vor dem Älteren. „Ach, kann doch jedem mal passieren. Aber jetzt sollten wir mal hinuntergehen, sonst denken alle, dass wir Gott weiß was hier oben tun.“, er lachte und ging schon vor. Kuraiko verharrte ein paar Sekunden in ihrer Position und folgte ihm dann.
„Kuraiko!!“, Ema umarmte ihre Freundin ganz doll. Kuraiko lächelte und erwiderte ihre umarmung. „Gomen, dass ich eingeschlafen bin!!!“, sagte Ema hysterisch. 2Schon gut, du hast ja zwei nächte lang nicht geschlafen. Da kann man sich ein-zwei Stunden Schlaf leisten.“, winkte Kuraiko ab. „Kurraiko-onee-chan? Spielst du danach etwas mit mir?“, Wataru, der jüngste, kam auf sie zugerannt und blickte sie mit einem gut gelungenen Hundeblick an. Sie lächelte den kleinen Mann an und nickte. „Yaaaaaaaaaaaaaaaaay! Onee-chan, spielst du kit?“, nun sah er Ema an, welche ebenfalls nickte. Diesmal saßen alle auf dem Sofa, damit die beiden Mädchen ja nicht alleine essen mussten. Auch Ema hatte sich umgezogen. Sie trug eine hellblaue Caprihose und ein gelbes T-Shirt dazu. Ukyo brachte zusammen mit Hikaru und Yuusuke das Essen auf den Couchtisch und die drei gesellten sich zu der Gruppe. Es duftete herrlich und zum ersten Mal verspürte Kuraiko das Gefühl von Freude. Es tat ihr ja schon fast leid, was sie Ema in Zukunft noch antun würde, aber abhalten würden sie ihre Gefühle nicht.
„Kuraiko-san, willst du nicht essen? Es wird sonst kalt.“, sie wurde zum gefühlten hundertsten mal aus ihren Gedanken gerissen. Alle sahen sie an und Kuraiko bemerkte erst jetzt, dass sie die einzige war, die ihr Essen noch nicht genommen hatte. „Ah, gomen!“, sie nahm sich schnell ihre Schüssel und fing an zu essen. „Itadakimasu!“, sagten alle noch nachträglich und begannen zu essen. Kuraiko bemerkte aber, dass man sie anstarrte. Sie blickte auf und tatsächlich! Subaru, Hikaru, Kaname, Ukyo und Fuuto sahen sie an. Okay, ansehen war untertrieben, sie gafften Kuraiko ja schon fast an. Das Mädchen aber erwiderte den Blick von jedem einzelnen von ihnen und wendete ihre Aufmerksamkeit ihrem Essen zu. Keiner sagte irgendetwas, es war still. Fast schon zu still.
„Wir haben gehört, dass deine Eltern nicht hier leben, Kuraiko. Würde es dir etwas ausmachen hier bei uns zu leben, bis sie wieder zurück sind?“, Emas Worte brachen die unangenehme Stille und Kuraiko riss ihre Augen auf. Sie dürfte bleibe? Das war ja nahezu perfekt! „Dürfte ich das denn, Ema? Wirklich?“, sie war glücklich. Es war nicht gespielt, aber tief im ihrem Inneren plante sie schon viel zu viele Dinge. „Also wir hätten nichts dagegen.“, meinte Ukyo und die anderen nickten zustimmend.
„Dann wäre ich sehr dankbar, wenn ihr mit mir meine Sachen von zu Hause hierher bringen könntet.“, sie machte einen auf verlegen. „Iori wird dir helfen.“, teilte Masaomi ein und der Betroffene nickte. „Gut, dann ist es also beschlossen.“, Ema freute sich. Es schien sogar so, als würde sie sich mehr freuen als Kuraiko selbst.

Das Mädchen würde bei den Asahinas leben...
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