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Für Immer 1 - Verstehen

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Pearl Rusty
22.05.2015
03.09.2016
28
43.605
7
Alle Kapitel
90 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
22.05.2015 1.370
 
Hallo =)
Ich möchte euch meine erste StEx-Fanfiction vorstellen.
Ich hoffe sie gefällt euch und ihr lasst mir viele Reviews da =D

Hier findet ihr das Cover der Geschichte: https://cosmicmccoy.blogspot.de/p/schreibprojekte.html

Viel Spaß mit dem ersten Kapitel.

LG

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------Kapitel 1

Mit dem tiefen Gefühl der Einsamkeit in seinem Herzen fuhr Rusty mit dem angekoppelten Frachtwaggon Dustin durch Victoria Ville seine üblichen Routen um Dustins geladenen Eisenwaren an die verschiedenen Händler zu verteilen. Immer beobachtet von Diesellok Greaseball, welcher Rusty aus tiefsten Herzen hasste, weil er ihm den Weltmeistertitel beim Rennen ein Jahr zuvor vor der Nase weggeschnappt hatte.
Der Diesel war Trainer der jungen Dampflok. Diesen Titel hatte er von Papa, dem Leiter der Station Victoria Ville, persönlich aufgebrummt bekommen, in der Hoffnung, dass die beiden Loks sich durch ihre gemeinsame Arbeit ein wenig besser verstehen würden. Doch noch immer war das Gegenteil der Fall: die beiden Loks hassten den jeweils Anderen abgrundtief.
Die kleine Dampflok war in den Augen von Greaseball ein Nichtsnutz, so wie alle anderen Dampfloks auch. Und Greaseball war für Rusty ein wahrgewordener Alptraum, so sehr fürchtete er sich vor der Diesellok.

Gerade fuhren das Zweiergespann und die hinterhältige Diesellok auf eine Kreuzung zu und ein fieses Grinsen legte sich auf Greaseballs Gesicht. ‚Gleich wird diese kleine nichtsnutzige Lok sein blaues, oder besser, rotes Wunder erleben‘, dachte er sich und unterdrückte sein aufkommendes Lachen.
Rusty, der völlig in seinen Gedanken versunken schien, fuhr routinemäßig weiter geradeaus und achtete nicht auf den roten Waggon, der an einer kleinen Dampflok angekuppelt, die Kreuzung überquerte. Dies sollte er auch vor Rustys Ankunft schaffen. Doch der rote Waggon hatte was anderes im Sinn: Denn er bremste plötzlich und die andere sich nähernde Dampflok konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und raste mit voller Geschwindigkeit in den, auf der Kreuzung stehenden, Zug hinein.
Die beiden Dampfloks und der Frachtwaggon gingen dabei schmerzhaft zu Boden. Der rote Waggon jedoch war auf den Aufprall vorbereitet und schwankte bloß ein wenig, entgleiste allerdings  nicht.
„Red Caboose, du unbrauchbarer Bremswaggon! Was soll der Mist?“ rief Rusty aufgebracht und verzog bei dem Versuch aufzustehen schmerzvoll das Gesicht.
„Was, ich?“, empörte sich der Bremswaggon. „Wer von uns hat denn nicht rechtzeitig gebremst, weil diese nutzlose Dampflok vor mir einfach stehen geblieben ist?“, stellte Caboose die Gegenfrage und blickte die kleine Lok namens Dusty gespielt wütend an. Eingeschüchtert blickte dieser kurz zu Caboose und richtete dann seinen Blick gen Boden.
„Klar, schieb die Schuld mal wieder auf andere du…“, wollte Rusty gerade zu einer weiteren Beleidigung ansetzen, als er von Greaseball unterbrochen wurde. Grob fasste dieser die junge Dampflok am Arm und kam mit seinem Gesicht ganz nah an das seines Gegenübers, ehe er mit bedrohlicher Stimme zu sprechen begann: „Sei vorsichtig mit deinen Äußerungen Rusty, sonst…“
„Greaseball! Du lässt ihn sofort los!“, wurde der Diesel plötzlich von Electra unterbrochen, dessen näherkommen keiner bemerkt hatte. Erschrocken über das unbemerkte Auftauchen der E-Lok ließ Greaseball den verängstigten Rusty los, welcher sich nicht mehr länger auf den Beinen halten konnte und mit einem schmerzvollen Laut zurück auf die Gleise fiel.
„Wrench, kümmere dich bitte um Dusty, Dustin und Rusty.“, wies Electra seinen Reperaturwaggon an, welcher sich sofort an die Arbeit machte.
Dann wandte sich Electra an den erschrocken dreinblickenden Greaseball: Und du lässt Rusty ab sofort in Ruhe! Sehe ich noch ein einziges Mal, dass du und dein rotes Monster den Jungen so dermaßen niedermacht bekommt ihr es mit mir zu tun. Und ich sorge persönlich dafür, dass ihr aus der Station fliegt. Ist. Das. Klar?“ Die letzten Worte schrie Electra dem Diesel und dem Bremswaggon förmlich entgegen.
„Jetzt mach aber mal halblang. Du hast hier gar nichts zu sagen.“, erwiderte Greaseball mit arrogantem Blick und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Das hat er sehr wohl!“, rief Papa, der in diesem Moment angerollt kam und neben Electra stehen blieb.
„Wie bitte?“, fragte die Diesellok verdutzt.
Papa begann zu erklären: „Electra wird Rusty ab heute bis zu seiner Prüfung in einem Monat trainieren. Da mir zu Ohren gekommen ist, dass du dich nicht sehr freundlich ihm gegenüber verhältst bist du ab heute als Trainer vorläufig entlassen. Und ich dulde keine Widerrede!“
Vor Erstaunen blieb Greaseball der Mund offen stehen, denn dazu fiel ihm nichts mehr ein. Seit Jahren war er Trainer der jungen Loks in Victoria Ville. Und noch nie hatte sich einer getraut sich über ihn zu beschweren. Doch offensichtlich hatten sich einige Bewohner der Station getraut, Papa über seine Schikanen gegenüber Rusty und seinen Freunden zu erzählen. Und nun hatte er den Salat.
Electra warf dem Diesel noch einen abschätzigen Blick zu und rollte hinter Papa her, der gerade auf dem Weg zu Rusty war. Vor Schmerzen zusammengekrümmt lag der Adoptivsohn des Stationsleiters auf den Gleisen und wimmerte leise vor sich hin. Blut strömte aus einer Platzwunde an seinem Kopf, welche er sich bei seinem letzten Aufprall zugezogen hatte.
Wrench versuchte verzweifelt Rusty dazu zu bringen still zu liegen, doch er schien sie gar nicht zu hören. Papa und Electra verstanden das Problem des Reperaturwaggons sofort, als sie bei den Beiden ankamen und hielten Rusty von links und rechts fest, damit Wrench sich um seine Verletzungen kümmern konnte. Dusty und Dustin hatte es nur leicht erwischt. Rusty dagegen prallte mit voller Wucht auf Caboose und lag wie tot, durch Beruhigungsmittel, welche Wrench ihm verabreicht hatte, am Boden.

Nachdem Wrench alle Verletzten versorgt hatte brachten sie Rusty mit vereinten Kräften nach Hause. Am Hause der Familie McKoy angekommen klopfte Papa mit seinen Skates gegen die Türe. Von drinnen hörte man Belle, Rustys Adoptivmutter, anrollen und wenige Sekunden später ging die Haustüre auf.
„Ihr seid heute aber früh…“, begann Belle zu sprechen. Doch als sie den verletzten Rusty auf den Armen von Wrench, Electra und Papa sah, stockte ihr der Atem.
„Bei Starlight, was ist passiert? Kommt rein!“
Belle machte Platz, damit die drei Männer Rusty ins Haus bringen konnten. Sie brachten ihn nach oben in sein Zimmer und legten ihn auf sein Bett. Auf dem Weg in das Zimmer hatte Wrench erklärt, dass sie Rusty nochmal genauer untersuchen müsste und daher begann Belle mit aller Vorsicht ihren Adoptivsohn von seinem Anzug, welchen ihn auch äußerlich zu dem machte, was er in seinem Inneren bereits von seiner Geburt an war, zu befreien. Auch die Zeichnungen in seinem Gesicht verblassten dadurch, bis er schließlich aussah, wie jeder andere auf der Erde.
In Rustys Innerem brannte das Feuer einer Dampflok, dessen Kraft er auch besaß. Doch nur mit seinem rostroten Anzug war er, wie die anderen Loks auch, in der Lage diese Kraft zu nutzen. Bei den Waggons war dies ein wenig anders. Während die Loks ihre Kräfte schon von Geburt an besaßen, mussten die Waggons ihre Fähigkeiten erst im Laufe ihres Lebens entdecken und lernen sie zu nutzen. Hatten sie dann ihre Fähigkeiten entdeckt, erweiterten sich die Tattoos, welches jede Lok und jeder Waggon auf ihrem linken Oberarm trug.
Rustys Tattoo allerdings zeigte sich durch eine große Schürfwunde weniger schön als sonst. Der Umriss einer kleinen Dampflok mit einer Flamme war kaum noch zu erkennen. Doch wenn die Wunde erst einmal verheilte, erschien auch das Tattoo wieder in seiner vollen Pracht.
Daran dachte aber noch niemand. Bei jeder kleinen Berührung und Bewegung zuckte Rusty zusammen und wimmerte leise vor sich hin. Trotz Beruhigungsmittel bekam die Dampflok alles um sich herum mit und er spürte auch die Schmerzen, die seinen Körper durchzogen.
Nervös blickte Belle zwischen Wrench und Rusty hin und her. Nach schier endlosen Minuten hielt der Schlafwaggon das Schweigen des Reperaturwaggons nichts mehr aus und stellte die Frage, welche ihr auf der Zunge brannte: „Wrench, was ist mit ihm? Ist er schwer verletzt?“
Wenige Augenblicke später blickte Wrench zu ihr und Papa auf. Electra hielt sich eher im Hintergrund. Zu sehr quälte es ihn, Rusty nicht helfen zu können.
„Drei Rippen sind gebrochen. Zwei weitere angebrochen und starke Prellungen im Brustbereich. Das heißt mehrere Wochen Bettruhe für Rusty. Da haben Greaseball und Caboose ganze Arbeit geleistet“, erklärte Wrench und bat daraufhin die Anwesenden ihr zu helfen Rusty einen Verband anzulegen. Danach bekam er von Wrench noch ein Schlafmittel und alle Anwesenden verließen das Zimmer um der jungen Lok seine verdiente Ruhe zu gönnen.
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