Clan der Wölfe - Libertad

GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P18
22.05.2015
03.10.2015
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Faolan erwachte aus einem traumlosen Schlaf und schaute sich um während seine Sinne sich schärften. Desto länger er sich umsah, umso bewusster wurde ihm, dass etwas nicht stimmte. Edme war noch scheinbar noch nicht wieder zurückgekehrt, dabei wollte sie doch nur kurz auf die Jagd gehen. Aber da war es Mittag gewesen und jetzt wurde es Abend. Ein ungutes Gefühl stieg in ihm auf. ‚Beruhige dich, sie kann auf sich aufpassen‘ schallte sich der junge Wolf selbst. Er wartet noch eine Weile aber Edme tauchte nicht auf. Daraufhin verließ er die Höhle und machte sich auf die Suche nach ihr. Beim Verlassen des Verstecks übersah er den Hasen, den Edme von ihrer Jagd für Faolan mitgebracht hatte. Faolan lief durch den kleinen Wald und suchte nach einer Spur von Edme. Die junge Wölfin saß währenddessen an einem kleinen Fluss und beobachtete eine kleine Familie von Mardern. Die Marderjungen tollten in der Nähe des Baus. Sie schaute verträumt vor sich hin, bis sie durch eine Stimme aufgerüttelt wurde. „Edme!“ rief jemand. ‚Faolan‘ dachte Edme und bemerkte jetzt, dass es bereits Abend war. In diesem Moment wurde ihr bewusst warum er sie suchte und rannte los. Faolan kam auf einer Lichtung an und schaute sich suchend um. ‚Verdammt‘ dachte er und machte sich Vorwürfe, dass er nicht besser auf Edme geachtet zu haben. „Faolan“ ertönte  es hinter ihm. Er drehte sich um und erblickte die gesuchte Wölfin Edme. „Wo warst du?“ fuhr Faolan Edme barsch an. Die Angesprochene zuckte zusammen. Der Rüde bemerkt sofort, dass er sich im Ton vergriffen hatte. „Tut mir leid. Ich hab mir nur Sorgen gemacht. Du warst noch nicht zurück gewesen, obwohl du schon lange weg warst. Und bei dem was in letzter Zeit alles passiert ist“ versuchte sich Faolan sich zu erklären. „Ist schon gut Faolan. Du hast so fest geschlafen, dass du gar nicht bemerkt hast, wie ich zurückgekommen bin und einen Hasen neben den Eingang gelegt habe. Ich hatte mich kurz hingelegt. Als ich wach geworden war, hatte ich Durst und bin runter zum Fluss. Dort hab ich dann eine kleine Marderfamilie gesehen und beobachtet. Dabei hab ich wohl die Zeit vergessen“ entgegnete Edme. Daraufhin gingen die Beiden zurück zum Bau. Am nächsten Morgen saßen Edme und Faolan vor der Höhle. Faolan suchte das Gespräch. „Hast du unseren Auftrag vergessen den uns der Fengo gegeben hat?“ fragte Faolan Edme. „Nein“ entgegnete die Wölfin. ‚Wie könnte ich auch‘ dachte sich Edme. „Der MacAngus-Clan glaubt, dass die MacHeath wieder in ihr altes Revier zurück gekehrt sind“ sprach Faolan. „Und wir sollen schauen, ob es stimmt oder nicht. Ich weiß es, Faolan“ beendete Edme Faolans Satz giftig. „Wir müssen langsam weiter, Edme“ sprach er beruhigend aber eindringlich auf sie ein. Edme wusste dass er Recht hatte, aber sie hatte Angst. Die Wölfe des MacHeath-Clans hatten schreckliche Rache geschworen, nachdem sie Dunbar MacHeath bei dem Mordanschlag auf Grizz getötet hatte. Aber sie würden sie nicht einfach nur töten, sondern sie vorher quälen. Die Quälerei würde allerdings nicht körperlich sein, sondern seelisch. „Faolan, versprich mir, dass du vorsichtig bist, wenn wir dort sind“ bat sie den silbernen Wolf mit leicht flehendem Unterton. Der Angesprochene schaute die Wölfin an und sah die große Sorge in ihrem Auge. „Natürlich, ich pass schon auf mich auf“ versuchte er sie zu beruhigen. Edme und Faolan schlugen dann den Weg zum MacHeath-Gebiet ein und damit verließen sie den Krummrücken. Kurze Zeit später betraten die 2 Gardewölfe das Gebiet des MacAngus-Clans. ‚Ich habe das Gefühl, dass wir beobachtet werden‘ dachte Faolan und schaute sich vorsichtig und unauffällig um. Plötzlich tauchten aus einem Gebüsch vor ihnen 5 Wölfe auf. „Wir haben euch schon erwartet“ sprach einer von Ihnen. Faolan entspannte sich, aber Edme blieb unruhig. Irgendwie kamen ihr 3 der Wölfe bekannt vor. „Edme, komm!“ rief Faolan ihr zu. Er war mit den Wölfen schon einige Schritte entfernt. Edme rannte schnell zu Faolan und gemeinsam folgten sie den Wölfen zu einer Höhle. An der Höhle angekommen, setzten sich alle. „Was könnt ihr uns über Vorkommnisse im ehemaligem MacHeath-Gebiet erzählen?“ erkundigte sich Faolan. „Es passiert nicht viel. Bloß bei Kontrollgängen an den Grenzen zum MacHeath-Gebiet wurden immer wieder Spuren von Pfoten gefunden. Vor 3 Tagen wurde ein Kontrolltrupp angegriffen. Niemand wurde schwer verletzt, aber der Schreck saß tief. Leider konnten sie nicht sagen, ob es Wölfe des MacHeath-Clans waren oder Clanlose“ informierte sie einer der Wölfe. Edme bekam von dem Gespräch zwischen Faolan und den MacAngus-Wölfen nicht so wirklich was mit, da sie in ihren eigenen Gedanken war. Sie zuckte zusammen, als ihr und Faolan ein Stück Fleisch vor die Pfoten gelegt wurde. „Das ist für euch“ sprach der Wolf, welcher scheinbar der Redensführer war. „Das können wir nicht annehmen“ meinte Edme. „Warum nicht? Ihr seid schließlich auf unser Bitten hier und wir wollen euch damit etwas Gutes tun“ entgegnete ihr der Redensführer. „Ich habe keine Hunger“ entgegnete Edme. Insgeheim schickte sie still ein Stoßgebet zum großen Lupus und zum großen Ursus, dass Faolan nichts von dem Fleisch aß. Sie schaute aus dem Augenwinkel zu ihrem Freund hinüber. Als sie sah wie er herzhaft in das Fleisch biss, blieb ihr fast das Herz stehen. „Ich werde so müde“ meinte Faolan, nachdem er den ersten Bissen runter geschluckt hatte. „Faolan, was hast du?“ Edme war aufgesprungen und stand neben dem Angesprochen und stieß diesen mit ihrer Schnauze an. Faolan reagierte nicht. In ihrer Verzweiflung zwickte sie den Rüden leicht in die Flanke. Keine Reaktion. Selbst als sie ihn kräftig in Flanke biss reagierte er nicht. ‚Wenigstens atmet er noch‘ dachte die junge Gardewölfin. „Ganz ruhig, Knochennagerin. Unser Clanoberhaupt hat noch was Besonderes mit ihm vor“ sprach sie der Wolf an. Genau in diesem Moment erkannte sie die 3 Wölfe wieder. Sie gehörten zu den MacHeath. „Komm mit uns und wir krümmen deinem Freund jetzt kein Haar“ sprach der Wolf weiter. Edme ergab sich und folgte Ihnen, denn in einem offenen Kampf hatte sie keine Chance. Da Faolan betäubt war und er um einiges schwerer war als sie, konnte sie ihn auch nicht in Sicherheit bringen. Würde sie alleine Abhauen, würden sie Faolan auf der Stelle töten. Die 5 Wölfe und Edme gingen in Richtung Frostlande. „Wenn der 2. Krüppel wach wird sag ihm, dass seine kleine Freundin auf den Weg zum neuen Oberhaupt der MacHeath-Wölfe ist!“ rief der Wolf einer großen schwarzen Eule zu. Während sie ihren Weg fortsetzten, lachten sie höhnisch. ‚Bitte folg mir nicht und Leb wohl, Faolan‘ dachte Edme und ihr lief eine Träne die Wange runter.
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